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EDITO R I A L Liebe Leserinnen und Leser, der Computer und das Internet bestimmen seit einigen Jahren nicht nur in vielen Bereichen unser Arbeitsleben. Auch in unserem Freizeitverhalten und dem Privatleben können wir uns ihnen kaum oder nur schwer entziehen. Hat man früher in Schule oder Studium mühsam den Zettelkatalog gewälzt, um geeignete Literatur für eine Hausarbeit zu finden, so nimmt einem das heute der OPAC (Online Public Access Catalogue) ab. Zudem bietet er den Vorteil, unabhängig von Feiertagen und Öffnungszeiten seine Recherchen zu betreiben. Buchvorbestellungen sowie Verlängerungen sind ebenso problemlos möglich. In Blogs (von Web-Log) werden öffentlich und somit für jeden einsehbar, Aufzeichnungen zu verschiedensten Themen geführt, diskutiert und auch protokolliert. Auch die Social-Networks spielen in den letzten Jahren eine immer größere Rolle. So kann man sich berufsbedingt in verschiedenen Netzwerken wie etwa XING tummeln und dort seine geschäftlichen und privaten Kontakte verwalten. Wieder andere, wie etwa www.wer kennt wen.de ? (nach Facebook das zweitgrößte soziale Netzwerk in Deutschland) oder auch www.stayfriends.de helfen einem dabei, alte (verlorengegangene) Freunde wieder zu finden. So kann man mit ihnen sogar über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg weiterhin in Kontakt bleiben. Gerade die Demonstrationen und Umstürze im arabischen Raum zu Anfang diesen Jahres zeigten ja auch, wie wirkungsvoll Social-Media-Elemente (also Blogs, Facebook, Twitter oder auch Youtube, um nur einige zu nennen) sein können, wenn es darum geht, die Weltöffentlichkeit -zeitnah- und vor allem auch kritisch zu informieren. Das sind Entwicklungen, die auf jeden Fall begrüßenswert sind. Nicht vergessen sollte man aber auch, dass Computer und Internet uns zwar den Zugang zur Welt ermöglichen können und auch sollen, sie aber letztlich keinen Ersatz für eine echte zwischenmenschliche Kommunikation bieten. Das gerade einsame Menschen in den letzten Jahren vermehrt auf die Möglichkeiten von SingleBörsen und Dating-Portalen zurückgreifen, um den Partner fürs Leben zu finden, mutet daher beinahe wie eine Ironie an. Auch wenn die Inhalte dieser Ausgabe eher an ein scheinbar junges Publikum adressiert scheinen, lohnt sich auch der Blick schon etwas „gesetzterer“ Leser. Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen

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Harald Wörner (Redaktionsleitung Kassel) ANZEIGE

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TagesSatz 2011/11  

Titelthema: Netzwelten

TagesSatz 2011/11  

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