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bestbanking.at

best banking Juni 2020

Das Bankenmagazin

ISSN 2077 9410

16. Jahrgang Juni 2020

Ă–sterreich r 8,-

Offen und solide gleichzeitig Seite 16


Banken-Symposium Wachau Innovation erfahren

BSW Never-Ending 2020 Challenge. Standortbestimmung, Geschäftsmodelle und Herausforderungen in der Transformation des Bankgeschäfts. Wir ziehen Zwischenbilanz zum Stand der Transformation der Finanzbranche und wagen einen Ausblick auf die weitere Entwicklung. Diskutieren Sie mit ExpertInnen aus Bankenbranche, Fintech-Szene und Wissenschaft über Strategien, Risiken und digitale Geschäftsmodelle.

Es sprechen und diskutieren: Helmut Ettl

Martin Thomas

Vorstand FMA

Vorstand bank99

Christian Pirkner

Robert Ulm

CEO Blue Code International AG

CEO Hello bank!

Stephan Gasser

u.v.m.

Geschäftsführer FINcredible GmbH

8. Oktober 2020

Stift Göttweig

mehr als Dokumente

GASTGEBER

PARTNER

Infos & Anmeldung: www.banken-symposium-wachau.at

RIM Management KG

IMC Fachhochschule Krems


Editorial

Retail-Banking in der Corona-Krise Die Corona-Krise hat die Welt im Griff. Es gilt nach vorne zu blicken und die Konturen im Banking „danach“ aufzuspüren. Die Welt erlebt pandemiebedingt gerade einen massiven Digitalisierungsschub, der sich auch im Kundenverhalten der Banken manifestieren wird. Nachdem Bargeld zunehmend als möglicherweise Coronavirenverseucht angesehen wird, Home Office nach der Krise zu einer normalen Form des Arbeitens mutiert und sich Tech-Firmen mit ihren vertrauten Transaktions- und Liefersystemen als für die moderne Welt verlässlicher Spieler erwiesen haben, dürften die Anforderungen der Kunden an das Retail-Banking in Sachen Digitalisierung stark ansteigen. So unterschiedlich Menschen sind, so wichtig ist es, die Grundannahme zu treffen, dass beispielsweise in Asien gängige Kundenwünsche auf kurz oder lang auch von den europäischen Bankenkunden eingefordert werden: So schätzen laut Untersuchungen der Unternehmensberatung McKinsey asiatische Kunden ein Multikanalsystem. Die meisten Kunden nutzen zwei bis drei Verkaufskanäle während des Verkaufsprozesses. Gleichzeitig präferieren mehr als 60 Prozent aller Konsumenten in Asien eine Konsolidierung ihrer Kundenbeziehungen bei einem Dienstleister (wie z. B. Alibaba), um hierdurch einen bequemen und glatten Dienstleistungs- und Kaufprozess („Zero Friction“) in Anspruch nehmen zu können. Wichtiger als Preise und Zugang ist den asiatischen Kunden die Dienstleistungsqualität. Der immense Erfolg integrierter Bezahlsysteme in den Social-Media-Angeboten der multifunktionalen „Super-Apps“ von WeChat Pay und Alipay in China zeigt dass der Zahlungsverkehr von Retail-Nutzern und Kleinunternehmen in China überwiegend über diese Systeme läuft. Die oben beschriebenen Super-Apps sind in dieser Konsumentenwelt Alltag; ebenso wie die Verwendung und der Umgang mit Robotern, Methoden der Künstlichen Intelligenz, der Virtuellen Realität sowie der Stimmenassistenz. Eine große Bedeutung dürfte auch die „Gamification“ von Dingen und Prozessen haben – dies ist dem rasanten Einfluss virtueller Spiele geschuldet. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass die Generationen „Z“ und „Alpha“ ihre Wünsche nahezu verzögerungslos befriedigt bekommen wollen. Die Loyalität dieser Kundengruppe und vor allem deren Toleranz in Bezug auf das Nichtfunktionieren von digitalen Prozessen dürfte sehr gering ausgeprägt sein. Die Zukunft ist Open Retail Banking Vor diesem Hintergrund dürfte die Zukunft des Retail-Bankings das Konzept Open Banking sein. Unter „Open Banking“ ist ein Geschäftsmodell zu verstehen, bei dem Banken kooperativ miteinander digital vernetzt über Plattformen zusammenarbeiten, um Kunden die von diesen gewünschte „Zero-Friction-Multikanallösungen“ zu bieten. Essenziell ist hierbei das Teilen von Bankdaten mittels Schnittstellen (APIs), um erweiterte Funktionen auf einem Marktplatz bereitzustellen. Open Banking impliziert hiermit die weitere Öffnung von APIs an Dritte.

Ihr Kurt Quendler Chefredakteur

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Foto: © Bree - Brigitte - Corn

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n Rubriken

n Inhalt

Editorial3

Netzwerkausfälle stellen eine große Gefahr für Geschäftsprozesse dar 

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Offen und solide gleichzeitig

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News6 Bankennews & Personalnews

Impressum 

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Wie funktioniert der SB-Safe im Raiffeisen Kompetenzzentrum Steyr? 24 „Wir wollen zeigen, welche Chancen die Digitalisierung bietet“

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2000ster Cash Recycler der evo Serie im Einsatz bei der Salzburger Sparkasse 

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Pilotierung erfolgreich 

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Fünf Gründe, die für Process Mining in der Finanzdienstleistung sprechen

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Einnahmen der Banken werden 2020 um 20 Prozent sinken 

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Kärntner Sparkasse als beste Regionalbank Österreichs ausgezeichnet 

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Data Science als strategisches Projekt

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Kunden erwarten eine hyper-personalisierte, einfache Customer Experience 

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Jetzt gemeinsam die Export-Chancen wahren und nützen

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Offene Moderne trifft auf schlichte Tradition 

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Der Mensch macht den Umsatz, die Technologie ist der treibende Motor 

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In Rekordzeit von Beauftragung zur Auszahlung 

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Red Hat bietet Checkliste für Open-Banking-Readiness 

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Foto: © Diebold Nixdorf

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Bestens aufgestellt... best banking

# 208 # 2017 bestbanking

best banking n Das Bankenmagazi

# 208 # Juni

best banking

bestbanking # 209 # 2017

2017

# 209 # Oktober 2017

Das Bankenmagazin

Österreich r 8,-

25 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit

und Partnerschaft

ISSN 2077 9410

13. Jahrgang Oktober 2017

Sparkasse Salzburg Fotos: © Stefan Zauner

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Österreich r 8,-

ISSN 2077 9410

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13. Jahrgang Juni

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Foto: Louis Vuitton

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Filiale nk FlagshipNeue Erste Ba ffnet in Mödling erö

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Erste Bank/Sparkassen und KEBA zeigen neues SB-Gerät Seite 20

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NEws

Besonders das Online-Shopping hat aufgrund der Situation einen neuen Boom erlebt und alle anderen Formen des Einkaufens übertroffen. Mehr als die Hälfte der europäischen Käufer (57 Prozent) haben aufgrund der geschlossenen Geschäfte das OnlineShopping für sich entdeckt. In Österreich gaben 43 Prozent der Befragten an, sie hätten mehr denn je online eingekauft. Generell hat die Nutzung von Online-Aktivitäten aller Art durch die Ausgangssperren stark zugenommen: 23 Prozent der ÖsterreicherInnen geben nun mehr Geld für digitale Dienste wie das Streamen von Filmen, Online-Kursen oder Fitness-Kanälen aus. Auch der Gemeinschaftssinn der ÖsterreicherInnen, der in den vergangenen Wochen stark zu sehen war, spiegelt sich in der Studie wider: So gaben 20 Prozent an, im letzten Monat online für gemeinnützige Zwecke gespendet zu haben. Doch nicht nur online, auch beim Einkaufen außer Haus, gab es einen Wandel. „Während der Corona-Zeit hat sich das Bezahl- und Einkaufsverhalten der ÖsterreicherInnen stark verändert“, kommentiert Christian Rau, Geschäftsführer von Mastercard in Österreich. „Wer in Supermärkten einkauft, bezahlt meistens kontaktlos. Hier schätzt die Bevölkerung das angehobene Limit für PIN-freies Bezahlen bis 50 Euro.“ Die beliebtesten Aktivitäten der ÖsterreicherInnen während der Corona-Maßnahmen In Zeiten, in denen vor allem das physische Beisammensein schwierig war, griffen die meisten ÖsterreicherInnen auf digitale Technologien zurück, um weiterhin miteinander verbunden zu sein. 67 Prozent der Befragten nutzten Videoanrufe, um mit ihren Familien, Freuden oder Arbeitskollegen zu sprechen. Europaweit tun dies durchschnittlich 75 Prozent der Befragten. Nahe am europäischen Durchschnitt liegt Österreich bei der Nutzung

n Über die Studie 43 Prozent der ÖsterreicherInnen haben mehr denn je online eingekauft. Die Nutzung von

infobox

Corona Maßnahmen führten zu Boom im Digitalen Bezahlen

digitalen Angeboten nahm um 23 Prozent

zu. Jeder Fünfte hat online für gemeinnützige Zwecke gespendet.

von Streaming-Diensten wie Netflix, Amazon Prime und Disney Plus. Hierzulande nutzten 54 Prozent derartige Angebote – der europäische Schnitt liegt bei 58 Prozent. Weitere beliebte Aktivitäten der ÖsterreicherInnen während der Ausgangssperren waren Videospiele (26 Prozent) und das Ansehen von Online-ComedyShows (25 Prozent) oder von Musik-Konzerten (21 Prozent). Die Mastercard-Studie zeigt, dass Menschen überall in Europa die zusätzliche Zeit zuhause auch nutzten, um online neue Fähigkeiten zu erlernen: Im europäischen Durchschnitt liegen hier vor allem die erste Auseinandersetzung mit Online-Banking (37 Prozent), Koch-Tutorials (31 Prozent) sowie Fitness-Angeboten (28 Prozent) vorne. Und auch in Österreich hat mehr als ein Viertel der Bevölkerung begonnen, sich mit Online-Banking zu beschäftigen, gefolgt von Bildungsangeboten (24 Prozent), Koch- und BackTutorials (22 Prozent), sowie Informationen zur Gesundheit und medizinischer Versorgung (21 Prozent). Gute 18 Prozent der ÖsterreicherInnen haben angefangen, eine neue Sprache zu lernen.

Die Erste Bank bietet über ihr Social Banking ab sofort eine Liquiditätsüberbrückung für ihre Kunden an, die als gemeinnützige Organisationen der heimischen Sozialwirtschaft dienen. Zusätzlich übernimmt die Erste Stiftung die für das Jahr 2020 fälligen Zinszahlungen der Kredite. Ziel ist, betroffene Institutionen bei der Überwindung von, durch die Coronakrise entstandenen, Finanzengpässen zu unterstützen. Das Angebot ist Teil einer weiter ausgefassten Social-Banking-Initiative von Erste Group und Erste Stiftung. Insgesamt sollen damit rund 25 Millionen Euro an Liquidität für gemeinnützige Organisationen in den Märkten der Bankengruppe verfügbar gemacht werden. Das Angebot der Erste Bank richtet sich an alle registrierten Vereine und Stiftungen ohne Gewinnorientierung (NPO/NGO) in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales. Die Liquiditätsmaßnahmen werden unabhängig von den kommenden nationalen Förderungen über die Services der

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aws, Wirtschaftskammer Österreich oder ÖHT raschest zur Verfügung gestellt. Die gemeinnützigen Organisationen können ab sofort bei ihrer Erste Bank-Betreuung einen Überbrückungskredit von bis zu 300.000 Euro beantragen. Die Erste Stiftung unterstützt die kreditnehmenden Sozialinstitute zudem bis Ende des Krisenjahres mit der Übernahme der Zinszahlungen für die neu abgeschlossenen Finanzierungen.„Das Angebot an die Sozialwirtschaft ist umso wichtiger, da diese genauso wie viele andere Unternehmen jetzt Überbrückungskredite brauchen, um ihre wachsenden Aufgaben gut zu bewältigen. Gerade in dieser gesundheitlichen und wirtschaftlichen Krisenzeit braucht es noch mehr und vielfältigere Unterstützungsarbeit der NGO´s“, so Günter Benischek, Leiter Social Banking der Erste Bank. Damit wollen Erste Bank und Erste Stiftung vereint die heimische Sozialwirtschaft und die zahlreichen Aktivitäten ihrer Institutionen in Österreich honorieren und deren Bestehen sichern.

Foto © Daniel Hinterramskogler

Erste Bank und Erste Stiftung unterstützen Sozialwirtschaft

Günter Benischek, Leiter Social Banking der Erste Bank


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NEws

Dramatische Zunahme von Cyberangriffen auf Finanzinstitute während der COVID-19-Pandemie Finanzbranche kämpft mit Lösegeldforderungen, Betrugsüberweisungen, Island Hopping, Cyberangriffen sowie Counter Incident Response. VMware veröffentlichte im Mai den dritten jährlichen „Modern Bank Heists“-Report von VMware Carbon Black. Der Bericht umfasst die VMware Carbon Black-Bedrohungsdatenanalyse sowie die jährlichen Umfrageergebnisse mit den Auskünften von 25 CISOs (Chief Information Security Officer) führender Finanzinstitute. „Finanzinstitute sind seit langem das Ziel organisierter Cyberkriminalität“, sagt Tom Kellermann, Head of Security Strategy der Security Business Unit von VMware. „Im Laufe der Jahre haben die organisierte Cyberkriminalität sowie einzelne, staatliche Akteure versucht, Finanzinstitutionen in Geiselhaft zu nehmen und die digitale Transformation zu kapern. Die aktuellen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf globaler Ebene lassen deutlich erkennen, dass die Angreifer unseren Analysen zufolge Finanzinstitute direkt ins Fadenkreuz nehmen.“

Zentrale Umfrageergebnisse • 80 Prozent der befragten Finanzinstitute berichten von einem Anstieg der Cyberangriffe in den letzten 12 Monaten – dies entspricht einem Anstieg von 13 Prozent gegenüber 2019 • 82 Prozent der befragten Finanzinstitute geben an, dass die Cyberkriminellen in den letzten 12 Monaten raffinierter geworden seien • 64 Prozent der befragten Finanzinstitute berichten von zunehmenden Versuchen von Überweisungsbetrug in den letzten 12 Monaten, was einem Anstieg von 17 Prozent gegenüber 2019 entspricht • 33 Prozent der befragten Finanzinstitute geben an, dass sie in den letzten 12 Monaten Opfer eines Angriffs gewesen seien, bei dem sogenanntes Island Hopping (Angriff, bei dem Zulieferer und Partner gekapert werden, um das Finanzinstitut anzugreifen) genutzt wird.

Analyse der Bedrohungsdaten • Von Anfang Februar bis Ende April 2020 haben die Angriffe auf den Finanzsektor laut VMware Carbon Black-Bedrohungsdaten um 238 Prozent zugenommen. • Lösegeldforderungen gegen den Finanzsektor sind laut VMware Carbon Black-Bedrohungsdaten von Anfang Februar bis Ende April 2020 um das 9-fache angestiegen • 27 Prozent aller bisherigen Cyberangriffe im Jahr 2020 haben laut VMware Carbon Black- Bedrohungsdaten entweder das Gesundheitswesen oder die Finanzbranche zum Ziel

„Beim Thema IT-Sicherheit herrscht in der Finanzbranche leider nach wie vor Nachholbedarf, obwohl das Thema bereits vor Jahren zur Chefsache erklärt wurde. Auch hohe IT-Budgets dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die IT-Security in vielen Banken immer noch eine Schwachstelle ist, die von kriminellen Hackern ausgenutzt werden kann“, sagt Thomas Herrguth, Director Financial Services bei VMware Deutschland. „Doch um das Vertrauen der Kunden nicht zu verlieren, stehen gerade Versicherungshäuser und Banken in der Pflicht, der IT-Sicherheit höchste Priorität einzuräumen und mit entsprechenden Technologien zu untermauern.“

Wirkungsvoller Schutz vor Identitätsdiebstahl und Missbrauch von gängigen Internetkonten

Die Funktion des Geräts ist sehr einfach Der Kunde öffnet die Internetseite für sein Kundenkonto (z.B. www.amazon.de). Im Anmeldefenster gibt er seine Login-Daten (meistens Benutzername und Passwort) ein. Anschließend wird

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der Kunde aufgefordert bei der Zwei-Schritt-Verifizierung das Einmalpasswort (TOTP) einzugeben. Er schaltet seinen Authenticator ein, wählt das passende Konto (in diesem Fall Amazon) aus und drückt die OK-Taste. Es erscheint der TOTP-Code. Dieser ist ca. 30 Sekunden lang gültig. Der Nutzer gibt den Code in das Kundenkonto ein und ist sicher eingeloggt. Entwicklung und Produktion Mit dem Authenticator können 10 Konten verwaltet werden. Das Gerät ist mit dem Smartphone, Tablet, Notebook oder Desktop nutzbar. Es ist keine Chipkarte notwendig. Technologie und Hardware wurden in Deutschland entwickelt und designed. Das Gerät misst 102 x 62,5 x 19 mm und wiegt 92 Gramm. Der Zwei-Faktor-Authentisierung speichert die Zugriffsdaten für die Logins sicher in seiner Hardware. Er arbeitet ohne Internetverbindung und kann deshalb online nicht angegriffen werden und die Zugriffsdaten können daher nie in fremde Hände gelangen. Zusätzlich kann seine Funktion noch mit einem PIN-Schutz abgesichert werden.

Foto © REINER SCT.

Reiner SCT hat ein Gerät für die Zwei-Faktor-Authentisierung entwickelt. Es ist bei allen gängigen Plattformen, wie Google, Amazon, PayPal oder Facebook, sofort einsetzbar. Der Login in digitale Benutzerkonten via Benutzername und Passwort gilt heute als nicht mehr sicher. Fast alle führenden Online-Plattformen bieten deshalb die Möglichkeit, sich zusätzlich mit einer weiteren Komponente anzumelden. Hierfür wird meistens das zeitbasierte Einmalpasswort-Verfahren verwendet, kurz: TOTP. Viele Anbieter binden dafür die Smartphones ihrer Kunden ein und stellen eine Authenticator-App zur Verfügung. Smartphones aber verfügen nur über eine niedrige Sicherheit und so kann das TOTP ausgespäht werden. Erst kürzlich warnte ThreatFabric, eine in Amsterdam ansässige Cybersecurity-Firma, davor, dass die neueste Version des sogenannten „Cerberus“-Trojaners auf infizierten Geräten Sicherheitscodes für die Zwei-Faktor-Authentisierung ausliest. Die entsprechenden Codes würden aus der Google Authenticator App ausgelesen, wobei es sich um Zugangsdaten für Online-Banking, E-Mail und Kryptobörsen handeln soll.


news

Worldline, Spezialist für Zahlungs- und Transaktionsdienstleistungen, schloss ein Partnerschaftsabkommen mit Meniga, dem Londoner Anbieter digitaler Bankentechnologie. Die Zusammenarbeit zielt auf die Entwicklung neuer personalisierter Bankfunktionalitäten zum Ausbau der digitalen Kundenbindung ab. Für Banken und Finanzinstitute stellt die Kundenbindung und Kundengewinnung durch benutzerfreundliche und sichere Zahlungslösungen eine der größten Herausforderungen des Open-Banking-Zeitalters dar. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft werden Worldline und Meniga zusammenarbeiten, um für Kunden neuartige Finanzinstrumente basierend auf der Verknüpfung von persönlichem Finanzmanagement mit Conversational Banking und Datenanalyse bereitzustellen. Mit der Einführung von Open Banking wollen nicht mehr nur traditionelle Banken ansprechende Finanzlösungen für ihre Kunden schaffen. Auch Unternehmen aus den Bereichen Telekommunikation, Versicherungen, Verbraucherkredite und Einzelhandel nutzen die Möglichkeit, eigene Finanzprodukte zu entwickeln. In diesem wachsenden Umfeld möchte Worldline seine zentrale Rolle in der Neugestaltung der Zahlungsindustrie durch die Zusammenarbeit mit Meniga ausbauen. Meniga ist in Europa stark vertreten und in der Branche anerkannt für seine Exper-

Foto © Worldline

Zusammen mit dem Fintech Meniga stärkt Worldline die digitale Kundenbindung durch neue personalisierte Bankfunktionalitäten

Das Team der Partnerschaft zwischen Meniga und Wordline. tise und Erfahrung in der Kategorisierung von Transaktionen und der Gewinnung wertvoller finanzieller Erkenntnisse. Georg Ludviksson, CEO und Mitbegründer von Meniga, sagt: „Durch seine globale Reichweite und seine feste Verwurzelung im Bereich der Finanzdienstleistungen ist Worldline der ideale Partner für uns, und wir freuen uns sehr, dass unsere Teams nun ihre Kräfte bündeln. Mit unserer gemeinsamen Expertise werden Worldline und Meniga in der Lage sein, die wachsende Nachfrage durch Lösungen zu befriedigen, die Kunden aller Sektoren einen Mehrwert bieten. Wir erreichen das mit Produkten, die Konsumenten lieben und von denen sie im täglichen

Leben profitieren“. Michael Petiot, Leiter Alliances & Partnerships bei Worldline, fügt hinzu: „Indem wir die gesamte Wertschöpfungskette im Zahlungsverkehr begleiten, wollen wir eine Schlüsselrolle im neuen OpenBanking-Ökosystem spielen, das umfasst auch die stetige Weiterentwicklung und Aufwertung des digitalen Kundenerlebnisses für Konsumenten. Zusammen mit Meniga können wir im Markt durch unsere einzigartige Expertise und ein kombiniertes Dienstleistungsangebot punkten. Diese Partnerschaft zeugt auch von unseren Ambitionen, die Zusammenarbeit mit Start-ups & Fintechs zu intensivieren und die Dienstleistungen von morgen zu schaffen“.

BNP Paribas Fortis wählt Worldline als Partner für Einrichtung und Betrieb ihres Omnichannel Contact Service Centers Worldline hat mit BNP Paribas Fortis, einem führenden Finanzinstitut in Belgien und ganz Europa, einen Mehrjahresvertrag unterzeichnet. Auf dessen Grundlage wird Worldline für BNP Paribas Fortis ein Omnichannel-Service Center (CSC) einrichten und mit WL Contact betreiben. Im SaaS (Software as a Service) Betrieb ermöglicht diese bewährte Contact Center Lösung die kanalunabhängige und -übergreifende Interaktion mit allen Kunden. Als Service-Partner sorgt Worldline für das Routing aller Transaktionen, sodass sich die 8.000 Kundenmanager von BNP Paribas Fortis sowohl in den Kundendienstzentren als auch in den Filialen auf die Kommunikation mit ihren Kunden über Sprachanruf, E-Mail, Chat, Soziale Medien und Videoanruf konzentrieren können. WL Contact entspricht

den höchsten Standards für IT-Sicherheit und Datenschutz und ist im SaaS-Betrieb nahtlos in die IT-Systeme von BNP Paribas Fortis integriert. Die Lösung stützt sich auf modernste Technologien für Contact Centers wie Natural Language, künstliche Intelligenz und Chatbots. Die WL Contact-Lösung wird für alle Mitarbeiter von BNP Paribas Fortis jederzeit und unabhängig von ihrem Arbeitsort – ob im Büro, in einer Filiale, zu Hause oder unterwegs über ein Mobiltelefon – zugänglich sein und in mehreren Sprachen (Französisch, Niederländisch, Englisch und Deutsch) zur Verfügung stehen. „Nach gründlicher Evaluierung der Leistungsfähigkeit von WL Contact in funktionaler und technischer Hinsicht haben wir uns für die Lösung von Worldline entschieden. Für BNP Paribas Fortis ist die Entscheidung bahnbre-

chend: Mit dem CSC Programm werden die Beziehungen zwischen der Bank und ihren Kunden tiefgreifend transformiert und in Zukunft völlig orts- und kanalunabhängig möglich sein.“ so Daniel de Clerk, COO der BNP Paribas Fortis. “Wir freuen uns sehr über die erneute Zusammenarbeit mit BNP Paribas Fortis. Das uns geschenkte Vertrauen bestätigt unsere Ausrichtung und unsere Strategie, unseren Großkunden im Bankbereich Dienstleistungen zur Kundeninteraktion auf internationaler Ebene anzubieten. Wir unterstützen sie in ihren digitalen Transformationsstrategien und helfen ihnen, die Zufriedenheit der Bankkunden zu erhöhen, indem Bankmitarbeiter sie auf jede Kundenanfrage innerhalb kürzester Frist und unabhängig vom gewählten Kanal reagieren können.” so Marc-Henri Desportes Deputy CEO von Worldline. bestbanking Juni • 2020

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NEws

Österreichische DADAT Bank startet mit Apple Pay

Foto: © Dominik Pluess

z Adriano Bruno

tritt zum 15. August 2020 seine Position als Leiter Group Human Resources in der Erste Group an. In dieser Rolle wird er für die Weiterentwicklung der HR-Organisation und der Personalmanagement-Strategie der Bankengruppe verantwortlich sein. So unterstützt Adriano Bruno die Erste Group dabei, ihre langfristigen Wachstumsstrategie in Zentral- und Osteuropa weiter zu verfolgen indem sie die Digitalisierung weiter vorantreibt und noch flexibler auf sich wandelnde Anforderungen von Kunden, Mitarbeitern, Investoren, Gemeinden und Regierungen eingeht. Aufgrund seiner 20-jährigen Laufbahn in der Konsumgüter-, IT-, Finanzdienstleistungs- und LifeSciences-Branche verfügt Adriano Bruno über umfassende Personal-Management-Kenntnisse zur Bewältigung dieser Herausforderungen. Er wird direkt an Bernd Spalt, CEO der Erste Group Bank AG, berichten.

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“Die Integration von Apple Pay ist für uns als eine der führenden Direktbanken in Österreich ein wichtiger Schritt. Unsere Kunden profitieren insbesondere durch das einfache Handling bei mobilen Bezahlvorgängen”, freut sich Ernst Huber, CEO der DADAT Bank. “Immerhin ist in Österreich das kontaktlose Bezahlen per NFC-Technologie mittlerweile sehr beliebt. Besonders häufig verwenden Verbraucher diese schnelle und sichere Methode im Lebensmittelhandel und in der Gastronomie.” Hohe Sicherheit: Kartennummer von Kunden wird nicht übermittelt Sicherheit und Datenschutz sind wichtige Aspekte bei Apple Pay. Der Bezahlvorgang funktioniert auf einem ausgefeilten System: Von Apple Pay werden niemals die tatsächlichen Daten der hinterlegten Kredit- oder Bankomatkarte an den Verkäufer gesendet. Stattdessen erhält jede hinterlegte Karte eine Device Account Number, eine zufällig generierte 16-stellige Pseudo-Kartennummer, die im Chip Secure Element gespeichert wird. Bei jeder Transaktion wird diese Nummer an den Verkäufer übermittelt, welche er anschließend an das zugehörige Bankennetzwerk, das die Device Account Number den hinterlegten Kartendaten zuordnen kann, überträgt. Es übermittelt dem Verkäufer daraufhin eine Freigabe für die Transaktion. Nach Erhalt der Freigabe übermittelt der Verkäufer den zu zahlenden Betrag und seine ID an das Gerät des Käufers. Im nächsten Schritt wird eine Bestätigung des Apple-Pay-Nutzers mittels seiner Touch ID oder Face ID beziehungsweise Apple Watch erfordert. Während der gesamten Übertragung werden weder die Kartennummer noch sonstige sensible Daten übertragen. Im Falle eines Diebstahls des Smartphones löscht die Bank nur das virtuelle Gegenstück der Karte und die eigentliche Bankomatkarte muss nicht gesperrt werden. Auch der Vergleich zum Bargeld fällt hier zugunsten der Smartphones aus: Wird eine Geldbörse gestohlen, sieht man in der Regel sein Geld nie wieder.

Foto © DADAT Bank

ID oder Touch ID. Auch In-App-Käufe sowie Online-Zahlungen im Safari-Browser auf allen Apple Mac-Geräten sind möglich. Für Android-Anwender steht DADAT Wallet Pay zum kontaktlosen Bezahlen schon seit längerem zur Verfügung.

z Karl-Heinz Götze Foto: © Anna Rauchenberger

Die österreichische DADAT Bank ermöglicht Kunden ab sofort auch sicheres mobiles Zahlen via “Apple Pay”. Damit können Nutzer, die ihre DADAT-Bankomatkarte in der Wallet App auf iPhones, iPads oder Apple Watches hinzufügen, mit ihren iOSGeräten besonders schnell und einfach bezahlen. Einkäufe werden an NFC-Terminals kontaktlos und ohne PIN-Eingabe erledigt, die Freigabe erfolgt mittels Face

übernimmt die Position des Insolvenzleiters innerhalb des Gläubigerschutzverbandes. Götze wird zukünftig für die Leitung des Insolvenzbereiches und die Führung von rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen sieben Standorten des KSV1870 in ganz Österreich verantwortlich sein. Darunter sind auch die Insolvenzreferentinnen und -referenten, die weiterhin für die ihnen zugeteilten Insolvenzfälle den Medien persönlich für Rückfragen zur Verfügung stehen. Durch seine breite Erfahrung in der operativen Führung – in den Bereichen Finanzen, Sanierung, M&A-Beratung, Unternehmensberatung sowie Vertrieb und Marketing – bringt Götze einen umfassenden Blick auf das gesamte Insolvenzwesen mit.


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Rabobank entwickelt RPA-Roboter, um automatisierte Änderungen in Kreditverträgen zu beschleunigen

Foto © Rabobank Nederland

Foto © Johan Seijbel

COVID-19 und daraus resultierende Maßnahmen, die die Regierung in den Niederlanden ergreifen musste, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, haben erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen – darunter hohe finanzielle Einbußen. Deshalb gibt es hinsichtlich von Krediten neue Vorgaben, um kleinere Unternehmen zu unterstützen. Konkret bedeutet dies: Unternehmen müssen ihren Kredit für einen Zeitraum von zunächst sechs Monaten nicht zurückzahlen, zudem werden während dieses Zeitraums die Kreditzinsen auf zwei Prozent gesenkt. Die Rabobank vergibt über Hunderttausende dieser Darlehen. Die neuen Regierungsmaßnahmen umzusetzen, würde bedeuten, die Änderungen an allen ausstehenden Darlehensdokumenten einzufordern. Zudem müssten die Aktualisierungen so schnell wie möglich abgeschlossen sein, um den Unternehmen die dringend benötigte Darlehensentlastung zu gewährleisten. „Da die niederländische Regierung Krediterleichte-

Eugenie Wouterse, Product Owner Stevan van Uffelen, Leiter des CoE Robotics bei der Rabobank Lending Robotik der Rabobank

rungen gewährt, um Unternehmen in dieser herausfordernden Zeit zu unterstützen, fällt die Aufgabe an Kreditinstitute wie die Rabobank, diese Anforderungen umzusetzen und die Dokumente anzupassen“, sagt Eugenie Wouterse, Product Owner Robotics bei der Rabobank Lending. „Das ist eine große Herausforderung, da wir dies normalerweise manuell machen müssen.“ Schnelle Umsetzung gefragt Kurz nach der Ankündigung der niederländischen Regierung begann das Center of Excellence (CoE) der Rabobank mit der Erstellung eines neuen Roboters, der diese tausenden Dokumente automatisch aktualisieren sollte, um die geänderten Zahlungsbedingungen widerzuspiegeln. Das CoE schloss die Erstellung binnen fünf Arbeitstagen ab und war in der Lage, alle Darlehensverträge in etwas mehr als zwei Wochen zu bearbeiten. Somit konnte das Finanzinstitut die Maßnahmen der Regierung schnell umsetzen und den Kunden Erleichterungen verschaffen. Die Rabobank schätzt, dass es ohne den Roboter etwa 50.000 Vollzeitäquivalente (full time equivalent, FTE) benötigt hätte, um diese Änderungen vorzunehmen. RPA in mehreren Unternehmensbereichen einsetzen „Das ist einer von vielen Robotern, die wir seit dem Ausbruch von COVID-19 entwickelt haben“, sagt Stevan van Uffelen, Leiter des CoE Robotik der Rabobank. „Nach drei Jahren kontinuierlicher Optimierung, der Verfeinerung unseres Ansatzes und der Zusammenarbeit mit unserem Partner Kofax ist unser Robotik-Kompetenzzentrum nun in der Lage, einen stetigen Wertstrom in kurzen zeitlichen Abständen zu liefern. Somit spielt das CoE eine wichtige Rolle, um Dienstleistungen für unsere Kunden zu erbringen, selbst in Zeiten schneller Veränderungen. Unser Team bestehend aus Citizen Developern kann mithilfe einer umfangreichen Bibliothek mit wiederverwendbaren Bausteinen, funktionsfähige, robuste Roboter innerhalb von ein bis zwei Wochen in fast allen Bereichen des Unternehmens einsetzen.“

Neue Studie von G+D Mobile Security offenbart entscheidende Rolle der eSIM-Technologie für das IoT Für die Studie befragte das Marktforschungsunternehmen IDC (International Data Corporation) weltweit Entscheider von Mobilfunk-, Geräte- und IoT-Anbietern sowie der Automobil- und Halbleiterindustrie. Viele führende Player des IoT-Ökosystems nahmen an der Umfrage teil. Die wichtigsten Ergebnisse: • eSIM gehört zu den Technologien, die das IoT am stärksten beeinflussen werden und seine Verbreitung vorantreiben. • Über 70 Prozent der Studienteilnehmer haben bereits eSIMbasierte Lösungen im Betrieb oder planen die Einführung innerhalb der nächsten zwei Jahre. • Neben sicherer Konnektivität offenbart die Studie fünf weitere IoT Use Cases für eSIM-Technologie: den Schutz von Benutzeridentitäten, die Identitätsbestätigung von Endgeräten, Anwendungs- und Datenintegrität, Datenverschlüsselung in der Cloud sowie Datenschutz am Endpunkt. • Neben den bekannten Umsatzquellen hat die Studie vier weitere digitale Quellen identifiziert, die sich mit eSIM-Technologie

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noch einfacher erschließen lassen: After Sales Service, Fernwartung, Predictive Maintenance und die Analyse von Kundendaten. • Die iUICC (Integrated Universal Integrated Circuit Card) ist die neueste eSIM-Innovation und integriert die Konnektivitätshardware direkt in die Chip-Architektur der Endgeräte – und nicht mehr als eigenständige Chips auf ihren Leiterplatten. Diese Technologie wird grundsätzlich als zukunftsfähig eingeschätzt, gilt derzeit aber unter den Teilnehmern der Studie aufgrund von Sicherheits-, Zertifizierungs- und Bereitstellungsaspekten noch nicht als ausgereift genug. „Die eSIM-Technologie steht an einem Wendepunkt und ist bereit für den breiten Durchbruch“, sagt Carsten Ahrens, CEO von G+D Mobile Security. „Die Studie zeigt ganz deutlich, dass eSIM-Technologie als zentraler Enabler des IoT fungiert und sich das IoT-Ökosystem hinter ihr versammelt. Der Grund dafür ist, dass sich damit zahlreiche Use Cases und Umsatzquellen eröffnen, die weit über sichere Konnektivität hinausreichen.“


news

Die Finanz Informatik Technologie Service (FI-TS) arbeitet bei der Modernisierung ihrer Rechenzentrumsinfrastruktur umfassend mit der noris network zusammen. Im Rahmen dieser Vereinbarung baut die noris network in Nürnberg ein komplett neues Hochsicherheitsrechenzentrum für die FITS und wird dieses nach der Fertigstellung ab dem vierten Quartal 2020 im Auftrag der FI-TS betreiben. Die Entscheidung dazu fällte FI-TS gemeinsam mit seinen wichtigsten Kunden. Ausschlaggebend war dabei die Erfahrung, die noris network mit Planung, Bau und Betrieb von hochverfügbaren, energieeffizienten Rechenzentren hat. Die Migration der Kundenumgebungen wird voraussichtlich im ersten Quartal 2021 beginnen, abgeschlossen werden soll das Projekt „RZ-Move“ 2023. „noris network versteht es, hochsichere, hochverfügbare Rechenzentren zu bauen, die individuelle Anforderungen berücksichtigen und noch dazu sehr energieeffizient sind. Auch bei unserem neuen RZ wird das Verhältnis des Gesamtenergiebedarfs zum IT-Energiebedarf optimiert sein“, sagt Markus Buchegger, Leiter des Projekts RZ-Move bei FI-TS. Kernstück des patentierten modularen Energieversorgungs- und Klimatisierungskonzepts von noris network sind Klimazellen mit KyotoCooling-Wärmetauschern. Bei dieser Methode strömt die gekühlte Luft direkt auf die IT-Fläche und die Warmluft wird über einen großzügigen, mindestens ebenso hohen Abluftbereich in der Decke abgeführt.

Foto © noris network

Energieeffizient und auf höchstem Sicherheitsniveau

Das neue Hochsicherheitsrechenzentrum wird mit innovativen KyotoCooling-Wärmetauschern zur indirekt freien Kühlung ausgestattet sein. Im Bild zu sehen ist ein Kyoto-Rad aus dem Rechenzentrum München Ost von noris network. Höchster Sicherheitslevel Wie beim Rechenzentrum München Ost, dem letzten Rechenzentrum-Neubau von noris network, wird auch das für die Finanz Informatik Technologie Service entworfene Rechenzentrum höchsten Sicherheitsstandards entsprechen: Trusted Site Infrastructure Level 4 und EN 50600. Das derzeit auf rund 3 500 Quadratmetern im Bau befindliche Rechenzentrum wird nach der Fertigstellung auf 1 600 Quadratmetern für FI-TS betrieben, die andere Hälfte wird von noris

network für weitere Kunden genutzt. „Als IT-Dienstleister für Banken hat FI-TS höchste Anforderungen an die Sicherheit – ähnlich wie andere Banken und Versicherungen, die wir zu unseren Kunden zählen dürfen. Zugleich haben wir mit unseren Neubauten der letzten Jahre bewiesen, dass wir modernste Rechenzentren zuverlässig planen und bauen können. FI-TS wird ein Rechenzentrum der internationalen Spitzenklasse bekommen – es freut uns, dass wir es realisieren dürfen“, sagt Florian Sippel, Vorstand der noris network AG.

Dell Technologies kündigt die Enterprise SONiC Distribution by Dell Technologies an. Dahinter verbirgt sich eine neue Reihe von vollständig unterstützten Open-Source-Netzwerklösungen, die Unternehmen bei der Modernisierung und Vereinfachung des Betriebs und der Verwaltung ihrer Rechenzentren helfen. Unternehmen setzen bei ihren Geschäftsmodellen zunehmend auf moderne Hybrid-Cloud-Konzepte, so dass ein traditionell monolithischer und proprietärer Netzwerkansatz zu Ineffizienz und unnötiger Komplexität führt. Aufbauend auf der Entwicklung von Microsoft für das Open-Source-Projekt Software for Open Networking in the Cloud (SONiC) führt Dell Technologies die Enterprise SONiC Distribution ein. Durch die Integration von SONiC in die „DNA“ der Dell EMC PowerSwitch Open Networking Hardware schafft Enterprise SONiC Distribution by Dell Technologies ein agiles und flexibles Netzwerk, das auf offenen Standards aufbaut und jeden beliebigen Workload unterstützt.

Mit dem Business-Angebot für SONiC können Cloud-Anbieter und große Unternehmen auf produktionsbereite Tools, Services und Support zurückgreifen, für die zuvor erhebliche eigene Investitionen in Technologieteams erforderlich waren. Sie erhalten eine FullStack-Unterstützung mit Enterprise-Funktionen und erweiterten Features, die über die Basis-SONiC-Distribution hinausgehen.

Foto © open source initiative

Dell Technologies automatisiert und vereinfacht den Betrieb von Rechenzentren auf Basis von Open Source

Dell Technologies bietet eine breite Auswahl an offenen Netzwerkbetriebssystemen. Unternehmen können die Hardware- und Softwareplattform wählen, die ihren Anforderungen am besten entspricht, und die Vorteile von Open Source nutzen, ohne auf Support, Sicherheit oder einfache Integration in ihre eigenen ITUmgebungen verzichten zu müssen.

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NEws

Umfrage: Österreicher sehen Investitionspotenzial in Corona-Krise „Ja“ zu Wertpapieren in der Coronakrise Laut einer Integral-Studie im Auftrag der Erste Bank sehen 34 Prozent der österreichischen AnlegerInnen durch die CoronaPandemie eine vielversprechende Gelegenheit, um an den Aktienmärkten mitzumischen. 44 Prozent der Männer sehen gute Chancen, mit Geldanlagen an den Aktienmärkten, Gewinne erzielen zu können. Im Gegensatz zu den Anlegerinnen, wo nur jede Vierte (24 Prozent) in der aktuellen Börsenlage Potenzial für gute Investments sehen würde. „Natürlich ergibt sich jetzt die eine oder andere Chance. Aber die Lage ist weiter unklar und man sollte jetzt erst mal schrittweise einsteigen, am besten mit Fondssparplänen“, hält Erste Bank-CEO Peter Bosek fest. Um den Betrag, der Monat für Monat investiert wird, erhält der Anleger oder die Anlegerin bei niedrigeren Kurse mehr Anteile am Fonds und profitiert umso mehr von einer Erholung, die von den Experten allgemein erwartet wird. Kurzfristig wird die Realwirtschaft durch die Eindämmungsmaßnahmen aufgrund der Pandemie weiterhin leiden. Mittel- bis langfristig werden die Nachholeffekte die Volkswirtschaft und damit die Börsen positiv beeinflussen. Der Weg zur Normalisierung wird zudem durch massive Fiskalpakete und geldpolitische Maßnahmen begleitet. Spar- und Anlageformen im Überblick Während Sparklassiker, wie das Sparbuch mit 58 Prozent (-4PP), der Bausparvertrag mit 41 Prozent (-9PP) oder die Pensionsvorsorge mit 27 Prozent (-5PP) in der Attraktivität im Vergleich zum Vorjahr zurück fallen, legen Wertpapiere (Fonds, Aktien und Anleihen) um 3 Prozentpunkte auf 30 Prozent zu. Anlageformen wie Gold (14 Prozent, -8PP) und Immobilien (13 Prozent, -3PP) müssen aber ebenfalls einen Dämpfer erfahren. Mit 81 Prozent (-2PP) wollen heuer nahezu gleich viele Befragte generell Geld in den nächsten zwölf Monaten veranlagen. Die durchschnittlich geplante Veranlagungssumme liegt dabei gleichermaßen im Trend des letzten Jahres und beläuft sich auf 4.400€ (+200€).

Sichtbare Zunahme der Kredithöhe Die Zahl derjenigen, welche eine größere Anschaffung planen, ist im 12-Monats-Trend um 10 Prozentpunkte gesunken. Nur mehr 31 Prozent geben an, ein geldintensives Vorhaben zu planen. Über einen Bankkredit oder ein Bauspardarlehen wollen das Vorhaben aber 14 Prozent (+3 PP) finanzieren und planen offensichtlich höhere Summe dafür aufzunehmen: Die geplante Kredithöhe steigt um 57 Prozent von im Schnitt 59.600 Euro vor einem Jahr, auf nun 93.800 Euro. Aufgrund der aktuell zugespitzten Situation in der Corona-Krise wird sich zeigen, inwieweit an diesen Plänen festgehalten werden kann. Bosek: „Wir sehen bei Wohnbaufinanzierungen aktuell zwar großes Interesse, aber dennoch Vorsicht, weil die wirtschaftliche Zukunft ungewiss ist. In dieser Situation sollte man jedenfalls einen Fixzins vereinbaren, damit zumindest die Rate unverändert und planbar bleibt.“

Schleppende Umsetzung der EU-DSGVO Foto © Guenther Peroutka

Trotz deutlich gestiegener Sensibilität in Sachen Datenschutz wurde die EUVerordnung seit 2018 nur von 30 Prozent der heimischen Betriebe vollständig umgesetzt. Zwei Jahre nach in Kraft treten der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) zeigt sich in den österreichischen Unternehmen ein deutlich gestiegenes Verständnis für das Thema Datenschutz. In einer vor der Corona-Krise durchgeführten KSV1870 Umfrage gaben 40 Prozent der befragten Unternehmen an, dass dieses in den vergangenen drei Jahren „auf ganzer Linie“ gestiegen ist. Aber: Bis die EU-DSGVO von allen Unternehmen vollständig umgesetzt ist, gibt es noch einiges zu tun, nachdem diese bislang von Mag. Ricardo-José Vybiral, CEO lediglich 30 Prozent der Befragten vollständig im Betrieb verankert wurde. Als der KSV1870 Holding AG

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die am häufigsten getätigte Maßnahme zur Erhöhung des Datenschutzes nannten 46 Prozent der Umfrage-Teilnehmer die Einführung oder Anpassung von Datenschutz- und IT-Sicherheitsmaßnahmen. IT-Sicherheit, Zugriffskontrollen und Mitarbeiterschulungen Um eine möglichst hohe Datensicherheit zu gewährleisten, haben zahlreiche Firmen zumindest einzelne Maßnahmen gesetzt. So investierten etwa 46 Prozent der befragten Betriebe in entsprechende Datenschutz- und IT-Sicherheitsmaßnahmen, die neu eingeführt oder an aktuelle Bedürfnisse angepasst wurden. Weiters implementierten 41 Prozent notwendige Zugriffskontrollen, 39 Prozent setzen zudem auf die fortlaufende Schulung von Mitarbeitern. „Es ist notwendig, seine Geschäftspartner auch in der digitalisierten Welt bestens zu kennen. Vor allem dann, wenn der Kontakt rein elektronisch erfolgt. Dazu ist es erforderlich, dass sämtliche Informationen auch auf technischer Ebene sicher und vertrauensvoll behandelt werden“, so Vybiral, CEO der KSV1870 Holding AG. Darüber hinaus geben beunruhigende 8 Prozent an, bisher keine einzige Maßnahme in Richtung Datenschutz gesetzt zu haben.


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n Umfrage

Netzwerkausfälle haben eine größere Auswirkung auf das Business vieler Unternehmen als ihnen bewusst ist. Sie bedrohen Unternehmensabläufe bis hin zum kompletten Stillstand und führen zu deutlichen Umsatz- und Wachstumseinbußen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Opengear, Anbieter von Out-of-Band-Managementlösungen zum Schutz kritischer Netzwerk-Infrastrukturen.

Grafik: © opengear

Netzwerkausfälle stellen eine große Gefahr für Geschäftsprozesse dar

In der internationalen Studie von Opengear gab mehr als die Hälfte (51 Prozent, Deutschland: 58 Prozent) der befragten IT-Verantwortlichen an, allein im vergangenen Jahr vier oder mehr Netzwerkausfälle mit einer Dauer von mehr als 30 Minuten erlebt zu haben. Diese Netzwerkprobleme führten bei vielen Unternehmen zu enormen finanziellen Einbußen: So haben die Ausfälle das eigene Unternehmen teilweise deutlich über eine Million Euro gekostet, beklagt rund ein Drittel der befragten Entscheidungsträger (31 Prozent, Deutschland: 38 Prozent).

„Die meisten Unternehmen wissen, dass Netzwerkausfälle den Geschäftsbetrieb gefährden. Über die wirklichen Auswirkungen, die bis zu einem kompletten Stillstand und damit enormen Umsatzeinbußen führen können, machen sich die Verantwortlichen trotzdem viel zu wenige Gedanken oder schieben entsprechende Schutzmaßnahmen fast fahrlässig auf. Angesichts der Umsatzausfälle und der Zeit, die zur Behebung von Netzwerkausfällen benötigt wird, sollte allerdings der Fokus auf eine Lösung, die diese Probleme behebt, höchste Priorität haben“, erklärt Dirk Schuma, Sales Manager Europe bei Opengear. „Out-of-Band-Management – kurz OOB – erlaubt Administratoren, kritische IT-Komponenten wie Switches und Router sowie Security Appliances wie Firewalls und Encryption-Tools remote und unterbrechungsfrei zu verwalten. Als Failover-Lösung, auch in Kombination mit Mobilfunk/ LTE, gewährleistet OOB die Business Continuity. Durch die Fernwartung können IT-Administratoren sofort die Hauptursachen eines Ausfalls identifizieren und Recovery-Maßnahmen zeitnah einleiten. In den allermeisten Fällen erübrigt sich dadurch der Vor-Ort-Besuch eines Service-Technikers.“ y

n Über die Studie Für die Studie hat Opengear 500 IT-Leiter in den USA, Großbritannien, Frankreich

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Um Schäden so gering wie möglich zu halten, sollten Netzwerkfehler so schnell wie möglich repariert werden. Allerdings brauchen viele Unternehmen (38 Prozent, Deutschland: 42 Prozent) durchschnittlich mehr als einen Arbeitstag, um einen aufgetretenen Netzwerkausfall zu finden und zu beheben. Umso mehr verwundert die Tatsache, dass lediglich 9 Prozent der befragten IT-Führungskräfte unter Netzwerk-Resilienz verstehen, die durchschnittliche Reparaturdauer auf ein Minimum zu beschränken. Und auf die Frage, was die größten Herausforderungen bei der schnellen Lösung eines Netzwerkproblems sind, nannten immerhin 41 Prozent (Deutschland: 37 Prozent) die „Reisezeit für die Bereitstellung von Servicetechnikern vor Ort“. Diese Antwort ist angesichts von geografisch verteilten Standorten mit eigenen Netzwerken, die viele Unternehmen heute haben, nicht weiter überraschend. Bei einer Lösung, die unabhängig vom primären Netzwerk („In-Band“) arbeitet und Probleme automatisch erkennen und beheben kann, sehen die befragten IT-Manager Zeit- (45 Prozent, Deutschland: 46 Prozent) und Kostenersparnis (41 Prozent, Deutschland: 43 Prozent) als die beiden größten Vorteile für ihr Unternehmen an.

und Deutschland befragt – 125 davon in Deutschland.

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Visualisierung: © ARGE hertl reitter

n Raiffeisen Kompetenzzentrum Steyr

Offen und solide gleichzeitig Das neue Raiffeisen Kompetenzzentrum in Steyr ist als schwebendes Haus über einer Uferlandschaft konzipiert, das den öffentlichen Raum beinahe durch das Gebäude laufen lässt und damit Offenheit signalisiert. Die oberen Etagen bieten der historischen Altstadt ein solides Gegenüber am Brückenkopf. Die kleinteilige Lochfassade zitiert klassische Putztexturen mit raffiniert gesetzten Fensterleibungen und stellt den postkartentauglichen Bezug her. Vor dem Haupteingang lädt eine Uferterrasse zum Verweilen ein. Die repräsentative Treppenanlage wird zum Willkommensgruß und zieht sich durch das Gebäude nach oben.

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Die Raiffeisenbank Steyr eröffnete im November letzten Jahres, nach eineinhalb Jahren Bauzeit ihr neues Kompetenzzentrum an der Schönauer Brücke in Steyr. Damit entstand im Herzen von Steyr die nach Kundenanzahl größte Raiffeisen-Bankstelle Oberösterreichs. Mehr als 14.300 Kunden werden vom neuen Standort aus betreut. Die Kunden können sich auf professionelle Finanzdienstleistungen in einem modernen und zeitgemäßen Ambiente freuen. Das Bankgeschäft hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten maßgeblich verändert. War es früher die Nahversorgung mit Bargeld, spielen heute die Beratung und Begleitung in finanziellen Angelegenheiten die Hauptrolle. Genau aus diesem Grund hat sich die Raiffeisenbank Steyr unter der Leitung der drei Direktoren Andreas Schmidbauer, Gerald Ruttensteiner und Gottfried Kogler im Jahr 2016 entschlossen, mit einem neuen Kompetenzzentrum den Grundstein für eine moderne Bank in einer digitalen Zeit zu legen. Eines war den Verantwortlichen der Bank von Beginn der Planungen an klar: Regionalität muss auch im neuen Kompetenzzentrum die Schlüsselrolle spielen. Trotz aller Veränderungen bleibt die


Foto: Š Raiffeisenbank Steyr eGen

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Komplexität reduzieren

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„Das neue Raiffeisen Kompetenzzentrum Steyr ist eine wichtige Investition für den Raum Steyr“, ist Andreas Schmidbauer überzeugt. „Mit einer starken selbständigen Bank, wo jede Entscheidung vor Ort in Steyr getroffen wird, kann sich der Wirtschaftsraum Steyr noch viel besser entwickeln.“ Außerdem erwartet sich Schmidbauer eine deutliche Verbesserung der Dienstleistungsqualität für die Kunden: „In einer kleinen Filiale muss jeder alles können, da ist keine Spezialisierung möglich, aber in einem großen Haus können sich unsere Mitarbeiter zum Wohle der Kunden sehr gut spezialisieren.“ Die Bankstelle in Dietach bleibt bestehen. Die übrigen Filialen wurden in SB-Standorte umgewandelt. „Und hier unterscheiden wir uns von anderen Banken: Wir leben unsere soziale Verantwortung und halten auch an diesen Standorten die Nahversorgung weiterhin aufrecht“, be-

Foto: © Bree - Brigitte - Corn

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Raiffeisenbank Steyr weiterhin die Bank der Dietacher, Garstner, St. Ulricher und Steyrer, so die drei Direktoren. Durch die Zusammenziehung der Mitarbeiter aus den bisherigen Bankstellen Stadtplatz, Garsten, St. Ulrich, Münichholz und Ennsleite entstanden am neuen Standort kompetente Teams aus ca. 55 erfahrenen Bankern und Experten in den Bereichen Veranlagung, Finanzierung, Versicherung, Wohnbau, Firmenkunden, Private Banking und Immobilien.

Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Dir. Dr Andreas Schmidbauer, M Dir. Gottfried Kogler, MBA MSc

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Foto: © Hannes Ecker

Fotos: © 4xSUNPROJECTS, Josef Pitschmann

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k Steyr (v.l.n.r:): Dir. Mag. Gerald Ruttensteiner, MBA MSc (Vorsitzender der Geschäftsleitung) und c bestbanking Juni • 2020

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tont Schmidbauer und verweist dabei auf die verbleibenden SB-Geräte und das Seniorenservice. Einmal pro Woche ist ein Bankmitarbeiter in den SB-Bankstellen, um Kunden, die nicht mobil sind oder mit der Technik nicht umgehen können, zu betreuen. Im neuen Haus sind Experten in den Bereichen Veranlagung, Finanzierung, Versicherung, Wohnbau, Firmenkunden, Private Banking und Immobilien für die Kunden der Raiffeisenbank Steyr da. Das neue Kompetenzzentrum beherbergt aber nicht nur die Raiffeisenbank, sondern auch einige Partnerbetriebe, die sich gegenseitig gut ergänzen. Neben den oben angeführten Bankdienstleistungen können die Kunden im neuen Raiffeisen Kompetenzzentrum Steyr auch die Dienstleistungen der Oberösterreichischen Versicherung, der Fahrschule Steininger und der Eventagentur HighJump in Anspruch nehmen.

n Zahlen & Fakten Raiffeisen Kompetenzzentrum Steyr: Investitionssumme: 11,5 Millionen Euro Bilanzsumme der Bank: EUR 580 Millionen (Stand 11/2019) Vergabe: Architektenauswahlverfahren Architektur: ARGE Hertl Architekten Steyr und Reitter Architekten Innsbruck Standort: Ankauf einer Liegenschaft, Abriss, bzw. Neubau Raiffeisen Kompe-

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deutliche Aufwertung des Steyrer Stadtbildes

Kundenbestand: 14.300 Kunden werden in der Bankstelle betreut, die nach Kundenanzahl größte Raiffeisen-Bankstelle Oberösterreichs Mitarbeiter: 55 Bauzeit: 1,5 Jahre, ca. 40 ausführende Firmen Gesamtprojektlaufzeit: ca. 3 Jahre, größtes Projekt in der Geschichte der Raiffeisenbank Steyr s

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tenzzentrum Steyr, zentrale Lage an der Schönauerbrücke in Steyr,

Gesamtfläche: 2400 m2 auf 4 Stockwerken, 80 Parkplätze

Städtebaulich wertvoll Mit der Eröffnung des neuen Kompetenzzentrums begann eine neue Ära der Raiffeisenbank Steyr, die vor mehr als drei Jahren mit der Konzeption und der Suche nach einem geeigneten Standort begann. Mit der

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Fotos: © 2xSUNPROJECTS, Josef Pitschmann

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Fotos: © 5xSUNPROJECTS, Josef Pitschmann

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Auswahl des Grundstückes an der Schönauer Brücke konnte auch städtebaulich ein wichtiger Beitrag für die Stadt geleistet werden. Das Gebäude mit der dominanten Waschbeton-Optik, in dem früher eine Filiale einer bekannten Sporthandelskette beheimatet war, stand lange Zeit leer und wurde von den Menschen als Schandfleck in zentraler Lage wahrgenommen. 2016 hat die Raiffeisenbank Steyr die Chance ergriffen und die Liegenschaft erworben. Bei einem anschließenden Architektenwettbewerb konnte sich eine Arbeitsgemeinschaft zweier Büros durchsetzen, die beide eng mit der Stadt Steyr verbunden sind: Die Architekten Gernot Hertl (Hertl.Architekten) aus Steyr und Helmut Reitter (Reitter.Architekten) aus Innsbruck waren die Sieger. Für den gebürtigen Steyrer Reitter hat sich mit der Planung des Gebäudes auch ein Kreis geschlossen: Sein Vater, der ebenfalls Architekt war, hatte einst die Filiale des Sportartikelhändlers geplant. Im Mai 2018 erfolgte der offizielle Spatenstich. „Als einzige Bank mit Firmensitz in Steyr sehen wir es als unseren Auftrag, einen wesentlichen Beitrag für die positive wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region zu leisten. Die Arbeiten bei unserem Neubau haben wir an renommier-

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te Firmen aus dem Raum Steyr vergeben, damit die Wertschöpfung und somit das Geld in unserer Stadt und den Umlandgemeinden bleibt“, betont Gerald Ruttensteiner. „Die beauftragten Firmen haben dabei wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Das Ergebnis sieht man.“ Das neue Raiffeisen Kompetenzzentrum Steyr zeichnet sich durch hochmoderne Architektur aus und hat eine Fläche von 2400 Quadratmetern, verteilt auf vier Stockwerken. 80 Parkplätze stehen Kunden und Mitarbeitern zur Verfügung. Das Haus hat generell viel zu bieten, gibt es doch in den hochmodernen Räumlichkeiten auch einen SB-Safe und einen eigenen Veranstaltungssaal. Nachhaltig ist auch die Infrastruktur im neuen Haus, das mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet ist und mit einer Luft-Wärmepumpe beheizt wird.



Digitale Regionalbank Die Raiffeisenbank Steyr ist 2016 aus der Fusion der Raiffeisenbanken St. UlrichSteyr und Region Steyr entstanden. Mit dem Zusammenschluss wurde auch ein Restrukturierungskonzept erarbeitet. Führungskräfte und Mitarbeiter haben unter dem Titel „RB Steyr 2.0“ eine neue

Strategie entwickelt, deren Herzstück in der Neuaufstellung das neue Kompetenzzentrum ist. „Beratung wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Neben der persönlichen Beratung setzen wir als moderne Bank aber natürlich auch laufend auf die modernsten digitalen Möglichkeiten.“ erklärt Gottfried Kogler den Leitgedanken der neuen Struktur. „Mit dem neuen Raiffeisen Kompetenzzentrum Steyr bieten wir unseren Kunden die Vorteile eines vertrauensvollen regionalen Ansprechpartners genauso wie die Vorteile einer sicheren digitalen Bank.“ Aktuell zählt die Bank mit einer Bilanzsumme von 580 Millionen Euro rund 20.000 Kunden. y


banking Foto: © Bree - Brigitte - Corn

Dr Andreas Schmidbauer, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Raiffeisenbank Steyr 1. Vom Bargeldversorger zu Anfangszeiten zur Beraterbank. Wie begegnet Ihre Bank dieseM Trend? Unsere Bank hat wie viele Raiffeisenbanken eine sehr lange Geschichte. Dadurch war bis vor Kurzem natürlich auch unsere Bankstellenstruktur intensiv geprägt. Sechs Bankstellen auf engstem Raum, fünf davon in einem Radius von 2,5 Kilometer. Im November 2019 haben wir mit der Eröffnung des Raiffeisen Kompetenzzentrums Steyr fünf unserer Bankstellen auf einen Standort zusammen gelegt und haben jetzt viel bessere Möglichkeiten, uns für unsere Kunden zu spezialisieren. Das Bankgeschäft ist gerade in den letzten zehn Jahren sehr komplex geworden. Im neuen Haus arbeiten wir in vier strategischen Geschäftsfeldern: Privatkunden, Firmenkunden, Private Banking und Immobilien - und können unsere Kunden daher noch deutlich professioneller und punktgenauer beraten als bisher. Die Zeit des Universalbankers ist vorbei. In der neuen Struktur tragen wir dem Rechnung.

2. Von der Beraterbank zur Digitalbank. Wie begegnet Ihre Bank dieseR HERAUSFORDERUNG? Wie alle anderen Banken haben wir gegenwärtig die Herausforderung, unser Geschäftsmodell so weiter zu entwickeln, dass wir einerseits die zeitgemäßen Möglichkeiten der Digitalisierung voll nutzen und uns andererseits von rein digitalen Geschäftsmodellen erfolgreich abgrenzen. Wir werden auch in Zukunft eine Beraterbank sein, wo es eine physische Anlaufstelle gibt. Das ist ganz klar. Aber wir greifen gleichzeitig alle zur Verfügung stehenden digitalen Instrumente auf und versuchen sie so nutzbar zu machen, damit sie unseren Kunden oder uns selbst Kostenvorteile, höhere Geschwindigkeit oder mehr Komfort bringen. Ich denke da zum Beispiel an Videokonferenzen in der Beratung, die elektronische Signatur oder die vollständige Digitalisierung interner Prozesse. Eine reine Digitalbank werden wir aber auch in Zukunft nicht werden. Auch künftig wird es viele Kunden geben, die bei ihren Finanzgeschäften einen persönlichen Ansprechpartner wollen. Vertrauen spielt bei Geldgeschäften eine große Rolle und Vertrauen ist nicht digitalisierbar.

Fünf Fragen an ...

3. Wie sehen Sie das Bankgeschäft der Zukunft? Die Zukunft des Bankgeschäfts muss man meiner Meinung nach differenziert betrachten. Zahlungsverkehr, Bargeldversorgung und einfach strukturierte Produkte, wie zum Beispiel einfache Veranlagungen und Finanzierungen, werden mit der Zeit vollständig automatisiert und digitalisiert. Dinge aber, die man nicht mit einem Algorithmus einer Maschine übertragen kann, sprich wo es um Vertrauen, detailliertes Markt-Know-How oder komplexe Fragestellungen geht, werden auch in Zukunft nicht voll digitalisierbar bzw. automatisierbar sein. Hier wird auch künftig Beratung und der zwischenmenschliche Kontakt nachgefragt werden. 4. Welche Erwartungen haben die Kunden heute an eine Regionalbank? Unsere Kunden brauchen uns heute ganz anders als früher. Früher waren wir Nahversorger für Bargeld und Zahlungsverkehr. Heute sind wir überwiegend Berater unserer Kunden. Wir nehmen mittlerweile aber auch eine gestalterische Funktion in der Region ein. Als Regionalbank sind wir Teil des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens, tun sehr viel für die Regionalentwicklung und sind so auch mitverantwortlich, ob unsere Region gedeiht oder nicht. Wir drücken das auch in der Architektur unseres neuen Gebäudes aus: Die Netzstruktur ist im Gebäude an vielen Stellen zu finden und das soll ausdrücken, dass wir uns als Teil der vernetzten Wirtschaft und Gesellschaft fühlen. Gerade in der aktuellen Krisenzeit müssen wir als gesunde Regionalbank für unsere Kunden ein stabiler Partner sein und sozusagen schauen, dass das Netz stabil bleibt. Das erwarten sich unsere Kunden und genau das tun wir. 5. Welche Auswirkungen hat der Neubau auf die Organisation Ihrer Bank im generellen und im speziellen jetzt durch die Corona-Krise? Unsere Mitarbeiter arbeiten im neuen Raiffeisen Kompetenzzentrum Steyr - mit wenigen Ausnahmen - alle in Teambüros. Durch die Veränderung von Einzelbüros auf Teambüros im Zuge der Bankstellenzusammenlegung hat sich bei unseren Abläufen sehr viel verändert. Für Kundentermine und interne Besprechungen müssen nun Räume gebucht werden. Dafür stehen insgesamt 15 Kundenberatungs- und Besprechungsräume zur Verfügung. Da wir mit virtuellen Computerarbeitsplätzen arbeiten, ist der Arbeitsplatzwechsel bzw. der Wechsel in Beratungsräume technisch ganz einfach möglich. Wir arbeiten mit IP-Telefonie, daher nehmen wir beim Wechsel auf einen anderen Arbeitsplatz oder in einen anderen Raum auch unser Telefon immer automatisch mit. Anfangs war diese Umstellung für viele eine technische Herausforderung, mittlerweile haben sich aber alle daran gewöhnt. Beim Shut-Down in der Corona-Krise haben wir innerhalb eines Wochenendes ca. 50 % unserer Mitarbeiter eigentlich problemlos auf Home Office umgestellt. Dies war deswegen möglich, weil wir kurz zuvor unsere IT auf einen modernen Standard gebracht haben. bestbanking Juni • 2020

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n Digitale Schließfachanlagen: Mehr Service, Komfort und Sicherheit für Kunden

Wie funktioniert der SB-Safe im Raiffeisen Kompetenzzentrum Steyr? Negativzinsen und Einbrüche – kein Wunder, dass die Nachfrage nach Bankschließfächern sehr hoch ist. Neben Null- oder Strafzinsen spielt auch einfach die Sorge vor Diebstahl eine Rolle. Immer mehr Verbraucher wollen wichtige Dokumente, Schmuck, Edelmetall oder auch Bargeld lieber sicher im Schließfach wissen als zu Hause.

Exklusivität für Ihre Kunden Schließfachkunden gehören allgemein zum „gehobenen“ Kunden-Klientel. In der digitalen SB-Safe Anlage können die Kunden rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche sicher und komfortabel Wertsachen unterbringen. Durch die ständige Verfügbarkeit wird den Schließfachkunden deutlich mehr Service geboten. Im Vergleich zu OnlineBanken eine einzigartige Dienstleistung.

Digitalisierung der Prozesse

Visualisierung: © Safecor

Die Digitalisierung von internen Geschäftsprozessen wird gedanklich oft mit hohem organisatorischem, finanziellem und per-

sonellem Aufwand verbunden. Die Firma SAFECOR ist vom Gegenteil überzeugt. „Lassen Sie uns zusammen den Geschäftsprozess „Mietfach“ in ein neues Zeitalter transformieren!“, sagt Olaf Kisser, Geschäftsführer des auf Sicherheit und Automatisierung spezialisieren Unternehmens.

modellen als Beraterbank durch eine physische Dienstleistung erfolgreich abgrenzen.

Mit digitalen Schließfachanlagen werden die manuellen Arbeitsprozesse automatisiert. Kosten können schon nach kurzer Zeit gesenkt werden und es entstehen klare Wettbewerbsvorteile. Weiterhin bietet die Digitalisierung der Schließfächer dem Vertrieb die Möglichkeit, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und sich andererseits von reinen „online“ Geschäfts-

Nach erfolgreicher Autorisierung mit seiner Karte gelangt der Kunde zunächst in eine sichere Diskretionskabine, zu der nur autorisierte Personen Zugang haben. Danach folgt die Identifikation in einem mehrstufigen Verfahren mittels Karte, Fingerabdruck, PIN-Code und Schlüssel, was höchste Sicherheit gewährleistet. Sobald alle Sicherheitsvorkehrungen erfüllt sind, erhält der Kunde von einem Roboter sein persönliches Schließfach „serviert“, welches er nun mithilfe eines Schlüssels auf- und wieder zusperren kann. Anschließend bringt der Roboter das Schließfach wieder zurück in den Tresor und der Kunde kann die Kabine verlassen. Mit dieser vollautomatischen, digitalen SB-Safe-Anlage werden Sicherheit und Komfort exzellent vereint.

Die Roboter-Anlagen, wie SafeBot24 funktioniert vollautomatisch und ermöglichen den Kunden ständigen Zugriff auf den Inhalt Ihrer Mietfächer – an 365 Tagen.

Zusammen mit seinen Partnern hat sich die Firma SAFECOR das Ziel gesetzt, die Prozesse der Schließfachanlagen sicher, komfortabel und wirtschaftlich zu gestalten. Die meisten Anlagen verdienen oft vom ersten Tag an Geld.

Aufwändige Bedingungen für Sicherheit Wie ist es in diesem Zusammenhang aber tatsächlich um die Sicherheit der Bankschließfächer bestellt? Neben versicherungstechnischen- oder organisatorischen Fragen, bildet hierbei der „Stand der Technik“ die

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Automatische vs. manuelle Anlagen Grundsätzlich muss differenziert werden, da nicht jede Schließfachanlage gleich ist. Automatischen oder elektronischen Anlagen stehen manuelle, mechanische Anlagen gegenüber. Bei Letzteren ist der Bankmitarbeiter in den Prozess mit eingebunden, schließt dem Kunden das Schließfach vor und müsste eigentlich zeitaufwändig in der Nähe warten. Der Vorteil der Selbstbedienung von automatischen Anlagen klingt daher verlockend. Fakt ist jedoch, dass zu einem großen Teil nach wie vor manuelle Schließfächer verbaut sind. Wie lassen sich diese auf den „Stand der Technik“ bringen?  y

Nachrüstung statt Umrüstung Dank einer neuen Technologie lassen sich bestehende Fächer anstelle eines Austauschs nachträglich modernisieren. Hierzu werden auf den bestehenden Fächern Sensoren aufgebracht. Für die Nachrüstung ist es nicht erforderlich, den Kunden zu seinem Fach zu holen. Entsprechend einfach gestaltet sich der Modernisierungsprozess, da kein Fach geleert oder entmietet werden muss. Alarm und Selbstbedienung für mechanische Schließfächer Einzelfachsensorik – kurz EFS – bildet die Grundlage der Nachrüstung. Die Folge: Alarmüberwachung, Revisionssicherheit und SBFähigkeit! Das herkömmliche, manuelle Schließfach wird auch ohne aufwändige Umbauten eine „sichere Nummer“ für Banken und Mietfachblende EFS Fach offen ihre Kunden. Der gesamte Mietfach-Anlagen-Park sollte letztendlich auf einer gemeinsamen Plattform stehen. Eine gemeinsame Lösung, welche im Mix die vormals manuellen, über die elektronisch vorgeschlossenen 8h-Anlagen, bis zur digitalen Schließfachanlage, alles steuert.

Foto: © Safecor

Ausgangslage für die Bewertung. Betrachtet man schließlich die Durchführung von Überfällen, Schäden und Manipulation, sind die Fragestellungen immer gleich: • Wie kann eine Gefährdungslage für die Mitarbeiter vermieden oder gar ausgeschlossen werden? • Wie kann der Einbruch oder die Manipulation unterbunden oder frühzeitig erkannt und gemeldet werden? • Wer war wann am Schließfach und lässt sich dies nachweisbar dokumentieren?


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n Banken-Symposium Wachau 2020

„Wir wollen zeigen, welche Chancen die Digitalisierung bietet“ Mario Offenhuber, Berater und Organisator des Banken-Symposium Wachau, über die Pläne zur Veranstaltung, die Folgen der Corona-Pandemie auf die Banken und die Frage, ob die Krise auch eine Chance sein kann.

best banking: Herr Offenhuber, Sie mussten Ihr Banken-Symposium Wachau von Ende Mai in den Oktober verschieben. Wie groß schätzen Sie den Bedarf nach „echten“ Veranstaltungen nach der CoronaPandemie ein? Offenhuber: Ich denke, dass der Bedarf sehr groß ist. Nach Wochen der Restriktionen und sozialen Distanzierung will man doch wieder raus aus den eigenen vier Wänden. Es gibt ein riesiges Bedürfnis nach Interaktion und Austausch. Wir sehen das ja auch daran, dass es praktisch keine Abmeldungen seit Beginn der Kri-

se gab. Ebenso haben fast alle Referentinnen und Referenten den neuen Termin am 8. Oktober bestätigt. Wie gehen Sie mit der Unsicherheit bezüglich möglicher Auflagen oder Abstandsregeln um? Offenhuber: Planungssicherheit gibt es derzeit natürlich keine, aber das gilt nicht nur für Veranstaltungen, sondern für viele Bereiche des täglichen und wirtschaftlichen Lebens. Wir rechnen mit gewissen Abstandsregeln, die Pflicht, Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen und möglicherweise wird man noch einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Aber das Stift Göttweig bietet ausreichend Möglichkeiten räumlicher Natur. Außerdem denke ich, dass es über den Sommer noch die eine oder andere Erleichterung bei Veranstaltungen geben wird. Thema des Symposiums ist die Transformation des Bankgeschäfts. Ist das nach der Krise noch relevant, oder haben die Häuser eigentlich andere Probleme? Offenhuber: Die Transformation ist vor allem Ausdruck der zunehmenden Digitalisierung des Geschäfts – und die verschwindet durch Corona ja nicht. Im Gegenteil, denke ich, dass die Krise die Veränderungsprozesse beschleunigt. In den letzten Wochen und Monaten hat sich die digitale Kompetenz der Kunden erzwungenermaßen erhöht und die Banken werden, auf die eine oder andere Art unter Druck geraten. Wie meinen Sie das? Offenhuber: Die Institute werden neue Voraussetzungen vorfinden. Auf der einen Seite wird der Zufluss von Primärmittel durch die Kunden geringer bzw. negativ sein. Auf der anderen Seite wird es einen erhöhten Finanzierungsbedarf geben, bei gleichzeitig sinkender Bonität vieler Kunden, weil ja massiv Arbeitsplätze verloren gegangen sind, die Konsumausgaben reduziert werden und auch Unternehmen in krisenhafte Situationen kommen. Möglicherweise sinken auch die Immobilienpreise und somit die Werthaltigkeit von Kreditbesicherungen.

Mario Offenhuber, Geschäftsführer der RIM Management KG, die das Banken-Symposium Wachau gemeinsam mit der IMC FH Krems ausrichtet.

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Aufseiten der Kunden ist in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen sicherlich die Bereitschaft gewachsen digitale Kanäle zu verwenden. Aber gleichzeitig gibt es erhöhten persönlichen Beratungs-


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Die Key Note zum Banken-Symposium Wachau wird Helmut Ettl, Vorstand der FMA halten. Offenhuber: Genau. Die FMA hat eine sehr interessante Studie zur Digitalisierung am heimischen Finanzmarkt publiziert. Die Ergebnisse des „Call vor Input“ wurden im Februar, also kurz vor der Corona-Krise, publiziert. Herr Ettl wird die Ergebnisse präsentieren und anschließend mit Bankvorständen diskutieren – Robert Ulm von der Hello Bank und Martin Thomas, Vorstand der neuen Bank der Post, bank99. Es wird spannend sein zu hören, wie die Aussagen der Studie vor dem Hintergrund der Pandemie interpretiert werden. Aber auch sonst wird das Programm einiges zu bieten haben. Jens Hagel von BlackRock wird über Robo Advisory sprechen, Tom Dapp von der KfW Bankengruppe nimmt sich dem Thema „Libra“ an oder Christian Pirkner, CEO von Bluecode referiert zu Mobile Payment. Daneben wird es Workshops geben, wo man sich digitale Neuerungen live ansehen wird können. Innovationen aus den Bereichen Videoberatung, SB-Zone oder automatisierter Bilderkennung. Wir wollen zeigen, welche Chancen die Digitalisierung bietet.

In Fragen der Kreditvergabe sind Banken aber nicht vollkommen frei in ihren Entscheidungen. Sie sind an die Vorgaben des regulatorischen Rahmens gebunden. Offenhuber: Ja natürlich. Es wird spannend sein zu sehen, wie flexibel man da reagieren kann. Aber nachdem der Vorstand der FMA vor Ort sein wird, kann man dieses Thema auch gleich direkt ansprechen. Vielleicht gelingt es uns beim Banken-Symposium Wachau, den Regulator für dieses Thema zu sensibilisieren.  y

n BSW 2020 Das fünfte Banken-Symposium Wachau (BSW) findet am 8. Oktober 2020 im Stift Göttweig statt. Details zur Veranstaltung und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich unter www.banken-symposium-wachau.at

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Die Zurückhaltung bei Ausgaben werden auch die Banken über geringere Abschlussquoten spüren, und die Hoffnung auf steigende Zinsen ist durch Corona natürlich dahin. Man wird versuchen, Kosten zu senken und Prozesse zu vereinfachen. Das geht unter anderem, indem man in Digitalisierung investiert.

müssen, dass es – wie nach der letzten Krise – nicht wieder zu einer Kreditklemme kommt bzw. der Verdacht stark eingeschränkter Kreditvergabe entsteht.

Foto © FMA

bedarf, weil viele Familien und Unternehmen ihre Finanzen neu ordnen werden müssen.

Bekanntlich ist eine Krise ja auch eine Chance. Können Sie für den Bereich der Banken, im Zusammenhang mit der Corona-Krise, welche erkennen? Offenhuber: Ja, auf jeden Fall. Das geht es vor allem um Reputation. Während der letzten Krise, der Finanzkrise ab 2008, wurden die Banken als Verursacher ausgemacht. Das hat ihnen imagemäßig enorm geschadet. Heute sind sie nicht Teil des Problems, können aber Teil der Lösung sein. Dafür muss zweierlei passieren: Ersten müssen Banken den enormen Beratungsbedarf der nächsten Monate und Jahre ernst nehmen, die notwendigen Strukturen dafür bieten und Qualität abliefern. Zweitens wird man zusehen

Helmut Ettl, Vorstand der FMA, wird das Banken-Symposium Wachau 2020 mit einer Key Note zur Digitalisierung des Finanzmarkts eröffnen.

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2000ster Cash Recycler der evo Serie im Einsatz bei der Salzburger Sparkasse Seit 2002 sind die Salzburger Sparkasse und Automatisierungsspezialist KEBA eng verbunden: damals wurden die ersten KePlus SB-Automaten beim Finanzinstitut mit Hauptsitz in der Mozartstadt Salzburg installiert. Nach fast 20 Jahren können die beiden österreichischen Traditionshäuser ein besonderes Jubiläum feiern: der 2000ste Cash Recycler der evo Serie automatisiert Bargeldein- und auszahlungen in der Filiale Maxglan in der Stadt Salzburg.

Die Salzburger Sparkasse setzt bei ihrem Filialkonzept auf effiziente Bargeldprozesse, um ihre Mitarbeiter zu entlasten. Das Bargeldhandling wird zum Großteil über die KEBA Cash Recycler abgewickelt. Das spart Handlingkosten und spielt Mitarbeiter für ihre Kernaufgaben frei: die Beratung ihrer Kunden und den Vertrieb von Finanzprodukten.

Einfachheit als Mission Damit die Kunden des Instituts SB-Automaten gern nutzen, müssen sie einfach bedienbar und klar strukturiert sein. Welchen Stellenwert die Usability bei KEBA hat, erklärt Vorstandsvorsitzender Gerhard Luftensteiner so: „Für uns ist Easy to Use nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Mission. Unser Ziel ist es, die Lebensund Arbeitswelten der Menschen einfacher zu gestalten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sind viele kleine und große Schritte in der Entwicklung notwendig: von der Neigung des Notenschachtes bis zur Unterfahrbarkeit der Automaten mit Rollstuhl und Rollator.“ Die evo Serie orientiert sich an den Erfahrungen aus zahlreichen Nutzerstudien, der Einbindung verschiedener Zielgruppen und dem

Wissen externer wie interner Experten. Die großflächige Benutzerführung und die durchgängige und tablet-artige SmartSurface sind nur zwei beispielhafte Ergebnisse aus diesen Gesprächen und Tests.

2000ster evo besonders bedienerfreundlich Der Jubiläums-Automat, der in der Filiale Maxglan der Salzburger Sparkasse eingesetzt wird, ist als unterfahrbare Variante besonders kundenfreundlich. Die Bedienung fällt für Kunden, die auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, deutlich angenehmer aus. Außerdem steigt die Diskretion dank der verschiebbaren Kundenapplikation: diese kann am Bildschirm nach oben oder unten verschoben werden, um sie für Umstehende mit dem Körper zu verdecken. Auch die Greifhöhen kann dadurch jeder Kunde individuell für sich anpassen. Generaldirektor Christoph Paulweber zeigt sich mit den Rückmeldungen seiner Bankkunden zu den Systemen der evo Serie zufrieden: „Wir nutzen bereits zwölf Cash Recycler der evo Serie. Unsere Kunden geben uns oft positives Feedback für die Usability der Automaten. Das bestätigt auch unsere Kaufentscheidung“. y

„Wir nutzen bereits zwölf Cash Recycler der evo Serie. Unsere Kunden geben uns oft positives Feedback für die Usability der Automaten. Das bestätigt auch unsere Kaufentscheidung.“ so Christoph Paulweber Generaldirektor der Salzburger Sparkasse Die einfache Bedienung und die Unterfahrbarkeit machen den 2000sten Cash Recycler der evo Serie in der Filiale Maxglan besonders kundenfreundlich.

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Fotos: © stefanzauner.at

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Das Jubiläum wurde gebührend gefeiert (v.l.n.r.): KEBA-Vertrieb Bernhard Koppler, Generaldirektor der Salzburger Sparkasse Mag. Christoph Paulweber und KEBA-Vorstandsvorsitzender Gerhard Luftensteiner. bestbanking Juni • 2020

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n KeBin S10 im Test bei der Sparkasse Oberösterreich

Pilotierung erfolgreich Das brandneue KeBin S10 läuft bereits seit einigen Monaten vor KEBAs „metaphorischer Haustüre“: bei der Sparkasse Oberösterreich-Filiale Linz/Urfahr. Details zum Pilotprojekt und erste Praxiserfahrungen teilen Wolfgang Aigner, Abteilung Sicherheit und Maximilian Pointner, Vorstandsdirektor der Sparkasse Oberösterreich.

Foto: © Philipp Greindl

entschieden. Die betreffende Filiale, deren Zutritt KeBin S10 nun seit einigen Wochen steuert, liegt im Erdgeschoss des Sparkassenturms. Als operative Zentrale befindet sich hier auch die Abteilung Sicherheit – ein günstiger Ort also für eine Teststellung. „Die örtliche Nähe der Abteilung Sicherheit der Sparkasse OÖ und der KEBAZentrale zum neu installierten Zutrittsmanagementsystem war ausschlaggebend für die Wahl der Filiale. So konnten Kinderkrankheiten, die bei einer Teststellung durchaus noch auftreten können, rasch abgeklärt und behoben werden“, erzählt Wolfgang Aigner im Gespräch. Mitte Januar 2020 wurde beispielsweise das Türmodul von KeBin S10 auf den neuesten Stand gebracht. Dadurch konnte die Leserate des Kartenlesers merklich verbessert werden.

Flexible Steuerung von überall

KEBA-Vorstandsvorsitzender Gerhard Luftensteiner (links) und Vorstandsdirektor der Sparkasse OÖ Maximilian Pointner (rechts) beim Testen des neuen KeBin S10 am Standort Linz/Urfahr

Aktive Rolle im Entwicklungsprozess Wolfgang Aigner, Verantwortlicher für die Abteilung Sicherheit in der Sparkasse OÖ, betreut die Pilotstellung aus Sicht des Instituts. „Eine Erneuerung für bestehende Zutrittslösungen wie KeBin S6 und auch Pasador war uns ein wichtiges Anliegen. In den letzten Jahren hat sich in diesem Bereich einiges getan. Diese Innovationen möchten wir für unsere Kunden nutzen und sind so am Puls der Zeit“, erklärt er seine Motivation aktiv an der Pilotierung mitzuwirken. Bereits im Vorfeld der Entwicklung wurden Experten aus verschiedenen Finanzinstituten und Profis im Bereich Sicherheitslösungen eingeladen, ihre Anforderungen an eine neue Generation von KEBA Zutrittssystemen einzubringen. Auch Wolfgang Aigner war Teil der Expertenrunde. „Unser Bedarf und unsere Ideen wurden im Entwicklungsprojekt von KEBA aufgenommen und umgesetzt. So haben wir beispielsweise explizit auf die Wichtigkeit von NFC als Authentifizierungsmethode hingewiesen.“

Gemeinsame Pilotierung in Linz/Urfahr Vor etwa einem Jahr konnten erste Renderings und Prototypen des neuen KeBin S10 präsentiert werden. Auch, weil man Altsysteme möglichst zeitnah austauschen wollte, hat man sich in der Sparkasse OÖ für eine Pilotstellung mit dem ersten Echt-System

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Neben der kontaktlosen Variante der Authentifizierung mittels NFC-Technologie ist für die Abteilung Sicherheit besonders die Netzwerkanbindung von KeBin S10 von großem Vorteil. Das Institut mit 162 Filialstandorten steuert alle Sicherheitssysteme von Linz aus. Das übersichtliche Web-Interface zur Bedienung erleichtert die Arbeit der Mitarbeiter wesentlich. Sonderzutrittsrechte und Sonderöffnungszeiten, beispielsweise bei Abendveranstaltungen in größeren Filialen, können rasch und flexibel für Einzelpersonen oder bestimmte Kartenkreise vergeben werden. Gerade für Kommerzkunden, die abends größere Einzahlungen vornehmen möchten, bietet ein geregelter Einzelzutritt zusätzliche Sicherheit und verbesserten Service. Neben all den Möglichkeiten, den Zutritt automatisiert zu steuern, bietet KeBin S10 auch Anwendungen, die man aus dem Smart Home-Bereich kennt: das Steuern von Licht, Temperatur und Audio ebenso wie das bedarfsorientierte Ein- und Ausschalten einzelner SB-Automaten außerhalb der Öffnungszeiten.

Nächste Schritte für die Sparkasse Oberösterreich „Als langjähriger Partner liefert KEBA schon seit fast 40 Jahren Zugangsberechtigungssysteme für die Sparkasse OÖ. Das neue KeBin S10 hat uns mit vielen smarten Eigenschaften überzeugt. Neben der NFCFähigkeit und einer maximalen Barrierefreiheit sprechen auch die erhöhte Zuverlässigkeit und Sicherheit sowie ein modernes Design für das Foyermanagementsystem“, so Maximilian Pointner, Vorstandsdirektor der Sparkasse OÖ. „Aktuell loten wir aus, welche Altsysteme wir mit KeBin S10 ablösen möchten. In den kommenden Jahren werden wir einige Tauschprojekte umsetzen und unser Zutrittsmanagement gemeinsam mit KEBA modernisieren. Zudem möchten wir künftig die weiteren smarten Features, die KeBin S10 unterstützt, evaluieren“, erklärt Wolfgang Aigner die nächsten Schritte. y


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Fünf Gründe, die für Process Mining in der Finanzdienstleistung sprechen Unternehmen greifen in immer stärkerem Maße auf die Methode des Process Mining zurück, um alltägliche Betriebsabläufe besser zu verstehen und systematisch zu optimieren. Signavio zeigt, weshalb Process Mining gerade auch für Banken eine wichtige Rolle in der Unterstützung des laufenden Geschäfts spielt.

1. Verbesserung der Compliance Process Mining bietet Banken einen nahtlosen Überblick über alle internen Prozesse und externen Transaktionen. Außerdem unterstützt Process Mining eine exakte Verfolgung von Prozessabläufen. Bei Compliance-Verletzungen können automatisch entsprechende Meldungen generiert werden. Auf diese Weise können Bankinstitute sicherstellen, dass sie in Einklang mit regulativen Vorgaben handeln. Zudem kann bei verdächtigen Transaktionen eine schnellere Information der Aufsichtsbehörden erfolgen.

5. Verbesserung der Customer Experience Process Mining zeigt auf, wie Kunden mit ihrer Bank interagieren. Dadurch hilft Process Mining Instituten dabei, das Verhalten der Kunden besser zu verstehen. Auf Basis dieser kundenorientierten Betrachtung ihrer Business-Prozesse können Banken ihre Serviceprozesse optimieren und damit die Customer Experience verbessern.„Gerade in Banken weisen Prozesslandschaften eine extrem hohe Komplexität auf. Die bessere Einstufung von Risiken, die Ermittlung von Compliance-Verletzungen und die Optimierung der Operations ist deshalb keine einfache Aufgabe“, erklärt Gerrit de Veer, Senior Vice President MEE (Middle and Eastern Europe) bei Signavio. „Genau an diesem Punkt kommen Process-MiningLösungen ins Spiel, die Unternehmen bei der Analyse der Prozessdaten und Verbesserung betrieblicher Abläufe entscheidend unterstützen können.“ y Foto: © Signavio

Die Finanzdienstleistungsbranche steht nach wie vor unter einem hohen Kosten- und Wettbewerbsdruck. Ein probates Mittel für die Reduzierung von Kosten und die Erhöhung der Innovationskraft ist die Analyse und Optimierung von Prozessen. Die technische Basis dafür bilden Process-Mining-Lösungen. BusinessTransformation-Spezialist Signavio liefert fünf Gründe, die für eine Process-Mining-Nutzung im Bankenbereich sprechen.

2. Management der Prozesskomplexität Process Mining liefert detaillierte Informationen über die Funktionsweise komplexer Prozesse und die Interaktion von Prozessen. Finanzinstitute können mithilfe von Process Mining Prozessdaten aus verschiedenen Systemen analysieren und die Datenspuren ihrer Prozesse über Systemgrenzen hinweg verfolgen. Auf dieser Informationsbasis ist es möglich, Prozesse zu optimieren oder zu standardisieren.

3. Förderung von Innovationen Die Ermittlung von Optimierungspotenzialen mittels Process Mining unterstützt Finanzinstitute bei der Minimierung von Innovationsrisiken. Dadurch müssen sie Innovationen nicht länger als einen störenden Eingriff in ihren Geschäftsalltag begreifen. Sie können Innovationen vielmehr proaktiv für die kontinuierliche Weiterentwicklung ihres Geschäfts nutzen.

4. Effektives Veränderungsmanagement Process Mining hilft, bessere, transparentere und vor allem datengestützte Entscheidungen zu treffen. Damit schützt Process Mining auch bei zwingend erforderlichen Veränderungen vor negativen Auswirkungen. Nicht zuletzt kann Process Mining nach einer umgesetzten Veränderung dazu genutzt werden, den Verlauf aktualisierter oder neuer Prozesse zu überwachen, zu beurteilen und gegebenenfalls Korrekturen vorzunehmen.

Gerrit de Veer, Senior Vice President MEE (Middle and Eastern Europe) bei Signavio bestbanking Juni • 2020

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n Studie

Einnahmen der Banken werden 2020 um 20 Prozent sinken Neues Jahrzehnt, neue Krise. Zu diesem Schluss kommt das „Retail Banking Radar 2020“ der globalen Unternehmensberatung Kearney. Die COVID-19-Pandemie drückt jede achte Bank in die Verlustzone. Und auch der Ertrag pro Kunden sinkt um 60 Prozent. Übrigbleiben könnte ein sattes Minus von 20 Prozent bei den Einnahmen. Österreichische Banken bleiben nicht verschont. Diese verdienen am Kunden immer weniger. Seit 11 Jahren analysiert die globale Unternehmensberatung Kearney die Performance europäischer Filialbanken und deckt mögliche Stärken und Schwächen der Bankenszene auf. Für das aktuelle „Retail Banking Radar 2020“ wurden die Daten von fast 92 Privatkundenbanken und Bankengruppen in 22 europäischen Ländern - davon 50 Banken in Westeuropa und 42 Banken in Osteuropa - hinsichtlich der Kriterien Ertrag pro Kunden und Mitarbeiter, Gewinn pro Kunden, Cost-Income-Ratio und Kreditrisikovorsorgequote untersucht. Den Schwerpunkt legten die Analysten auf COVID-19 und die Auswirkungen auf die Gewinne der Geldinstitute. Ergebnis: Die Experten gehen davon aus, dass 2020 die Einnahmen der Banken um durchschnittlich 20 Prozent sinken werden. Diese ersten Ergebnisse deuten auch darauf hin, dass sogar jede achte Bank in die Verlustzone rutschen wird. Und auch der Ertrag pro Kunden stürzt um 60 Prozent ab. Daniela Chikova, Partner Financial Services bei A.T. Kearney Österreich und Autorin der Studie, kommentiert: „Durch die Krise stehen die Banken vor enormen und bis dato beispiellosen Herausforderungen: Kredite müssen gestundet und Angebote wie zinslose Überziehungskredite, die für die krisengebeutelten Verbraucher überlebenswichtig sind, gemacht werden. Da aber die Einnahmen der Banken bei gleichbleibenden Betriebskosten sinken, wird die ganze Branche durch diese Entwicklung geschwächt.“

Konsumenten fahren auf Sparflamme Schwache Zahlen weist der Bericht auch in Sachen Konsum auf. Obwohl manche Sektoren, wie z.B. der Lebensmittelhandel, Streaming-Dienste oder der Online-Einzelhandel florieren, fahren die Konsumenten in anderen Bereichen ihre Ausgaben drastisch zu-

rück und nehmen eine „abwartende“ Haltung ein. Diese neue Zurückhaltung trifft auch die Kreditvergabe. Chikova: „Die Zahl der Anträge auf neue Kredite oder Hypotheken bewegt sich auf einem niedrigen Niveau und könnte zu einem Rückgang der Einnahmen um durchschnittlich 20 Prozent führen.“ Die Experten von Kearney gehen in ihrem Basisszenario von einer teilweisen Erholung gegen Ende des Jahres aus. Sollte es nicht zu einer Eindämmung des Virus kommen, könnten die Erlöse auch um 35-40 Prozent zurückgehen. Um diesen Abwärtstrend zu stoppen, bauen einige Institute ihre digitalen Dienstleistungen zur Unterstützung der Kunden weiter aus. So stellt z.B. die Lloyds Bank ihren älteren Kunden Tablets zur Verfügung. Die Analyse zeigt aber auch, dass durch solche zusätzlichen Ausgaben die durchschnittliche Kosten-Ertrags-Relation um durchschnittlich 80% Prozent steigen wird. „Wenn man in die Zukunft blickt, werden diejenigen überleben, die sich mit ihren digitalen Dienstleistungen diversifiziert haben. Das Kundenvertrauen ist die eigentliche Bewährungsprobe. Banken, die ihre Kunden aktiv bei der Bekämpfung der Krise unterstützen, werden mit erhöhter Loyalität belohnt, während diejenigen, die dies nicht tun, unweigerlich am meisten leiden werden“, so Chikova.

Österreichische Banken verdienen am Kunden immer weniger In Österreich besteht die Gefahr, dass der Gewinn pro Kunden von durchschnittlich etwas mehr als 200 Euro in den letzten drei Jahren auf weniger als 100 Euro pro Kunden sinkt. Die KostenErtrags-Relation könnte auf die historischen Höchststände von über 70 Prozent zurückspringen.

Über das „Retail Banking Radar“ Seit 2007 misst die Studie die Performance europäischer Retail Banken. Für die aktuelle Auswertung wurden die Daten von 92 Privatkundenbanken - 50 Banken in Westeuropa und 42 Banken in Osteuropa - in 22 Ländern untersucht. Die Daten stammen aus offiziellen Bankunterlagen von Januar 2007 bis Dezember 2019. Konkret untersucht wurden der Ertrag pro Kunden und Mitarbeiter, der Gewinn pro Kunden, die Cost-Income-Ratio und die Kreditrisikovorsorgequote. y

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Foto: © AT Kearney

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Daniela Chikova

Partner, AT Kearney Österreich

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n Recommender-Award geht mit 5 Sternen an die Kärntner Sparkasse

Kärntner Sparkasse als beste Regionalbank Österreichs ausgezeichnet

Foto: © FMVÖ

Österreichs größte Jury hat entschieden: Bei der Verleihung des FMVÖ-Recommender-Award 2020 erhielt die Kärntner Sparkasse die beste Auszeichnung aller Regionalbanken in Österreich. Mit dem „Gütesiegel für exzellente Kundenorientierung“ wurde sie Österreich-Sieger in der Kategorie Regionalbanken. Besonderes Detail: Die Kunden der Kärntner Sparkasse empfehlen ihre Bank doppelt so oft wie im Branchendurchschnitt.

Gütesiegel-Prämierung bei der virtuellen Recommender-Gala: FMVÖ-Präsident Erich Mayer, Mag. Rudolf Köberl (Privatkunden-Bereichsleiter Kärntner Sparkasse) und Robert Sobotka (GF Telemark Marketing)

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Foto: © Fritz-Press, Kärntner Sparkasse

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Privatkunden-Bereichsleiter Mag. Rudolf Köberl nahm bei der virtuellen Preisverleihung den „Recommender-Award“ für die Kärntner Sparkasse entgegen Aus der Befragung von 8.000 Bank- und Versicherungskunden im 1. Quartal 2020 ging die Kärntner Sparkasse als Sieger des FMVÖ-Recommender-Awards hervor und kann sich damit über die höchste Weiterempfehlungsbereitschaft, also über die zufriedensten Kunden aller Regionalbanken, freuen. Ausgewertet wurde die Studie mittels „Net Promoter Score“ (NPS), eine Methode, die die Weiterempfehlungsbereitschaft von Kunden misst und von US-Unternehmensberater Frederick F. Reichheld entwickelt wurde. Dieser Wert ist außerdem ein ausgezeichneter Indikator, wenn es um das Wachstum eines Unternehmens geht, denn ein Zusammenhang zwischen den beiden Faktoren ist empirisch erwiesen. Der NPS der Kärntner Sparkasse ist mit einem Spitzenwert von 42 doppelt so hoch wie der Durchschnittswert in der Bankenbranche (21) und der höchste NPS-Wert, den eine Bank jemals beim Recommender-Award erreicht hat. Bei der Recommender-Befragung wurde die Kärntner Sparkasse bereits acht Mal ausgezeichnet, zum zweiten Mal mit 5 Sternen für ihre exzellente Kundenorientierung. Das Gütesiegel gilt als Branchenbarometer für Banken und Versicherungen. Die Kärntner Sparkasse betreut an 58 Standorten über 219.000 Kunden und kann sich seit vielen Jahren über einen stetigen Zuwachs an Neukunden freuen. Das Erfolgskonzept ist die Symbiose aus persönlicher Beratung, den „Wohlfühlfilialen“ sowie den digitalen Services mit „George“. Auch das soziale und gesellschaftliche Engagement

durch unzählige Förderaktivitäten wird von den Sparkasse-Kunden in Bezug auf „Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein“ geschätzt. y

„Das Recommender-Gütesiegel ist eine Auszeichnung und Bestätigung der exzellenten Kundenorientierung unserer Betreuerinnen und Betreuer!“ Prok. Mag. Rudolf Köberl, Bereichsleiter Privatkunden Kärntner Sparkasse AG

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n Checkliste

Data Science als strategisches Projekt Wenn Finanzinstitute ihre Daten sinnvoll nutzen, können sie ihr Geschäft transformieren und sich einen wichtigen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Neueste Analysetechnologien und KI-Lösungen werden für Privatbanken und Vermögensverwalter unverzichtbar, um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern. Einer aktuellen Umfrage von Avaloq unter 208 Vermögensberatern von 110 führenden Finanzdienstleistern in Zürich, Singapur, London und Frankfurt zufolge sehen 55 Prozent der Befragten Künstliche Intelligenz und Datenanalyse als wichtige Technologien für ihre Zukunft. Gleichzeitig hat eine informelle Umfrage auf den Avaloq Community Conferences aber ergeben, dass Wealth Manager erst ungefähr 35 Prozent der Daten, die ihnen zur Verfügung stehen, tatsächlich nutzen und auswerten. Der Handlungsbedarf in Sachen KI und fortgeschrittener Analysemethoden ist den meisten in der Branche offenbar bewusst, nur mangelt es an der Umsetzung. Allerdings hilft es wenig, sich blauäugig in sein Data Science-Projekt zu stürzen – und zu hoffen, früher oder später werde es schon die erhofften Ergebnisse liefern. Data Science ist eine Aufgabe von strategischer Relevanz, die Finanzinstitute entsprechend planvoll angehen sollten. Die folgende Checkliste hilft, die gängigsten Fehler zu vermeiden.

1. Data Science-Projekte entscheiden über Zukunftsfähigkeit Banking und Wealth Management ist zwar ein Geschäft, bei dem große Datenmengen anfallen, aber zugleich arbeiten viele Finanzinstitute auf sehr traditionelle Weise. In solchen Organisationen einen modernen, datengetriebenen Ansatz zu vermitteln, ist nicht ganz einfach. Data Science ist eben nicht nur ein Experiment oder das jüngste Marketing-Schlagwort. Um im Wettbewerbsumfeld der Zukunft zu bestehen, ist sie überlebenswichtig. Ein Data Science-Projekt braucht darum die Unterstützung von ganz oben: ein klares strategisches Commitment auf Vorstandsebene.

2. Priorität für die gesamte Organisation Das Engagement des Vorstands ist das eine, das der gesamten Organisation aber das andere. Der Erfolg eines DatenanalyseProjekts hängt darum ebenso von einem wirkungsvollen Change Management ab. Es braucht das Verständnis und die Zustimmung in der gesamten Organisation, vom Relationship Manager im Front Office bis zum Legal Officer im Back Office. Der Wandel zu einer datengetriebenen Organisation ist eine Frage der Unternehmensstrategie und der Unternehmenskultur. Er muss in den Köpfen ankommen.

3. Agiles Vorgehen in abteilungsübergreifende Teams Ein agiler organisatorischer Rahmen kann darum ein wesentlicher Bestandteil des Projekterfolgs sein. Wenn engagierte Mitarbeiter mit unterschiedlichen Fähigkeiten in gemischt besetzten Teams zusammenarbeiten, um in einer Kette von Sprints und auf iterative Weise neue Produkte zu entwickeln, führt dies nicht nur schneller und effektiver zum Ziel. Ein agiler Ansatz kann auch die Mitarbei-

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ter ganz anders involvieren und dank der gemischten Teams besser in die Organisation hineinwirken. Partizipation ist eine wichtige Voraussetzung für effektiven Wandel.

4. Die strategische KI-Roadmap Mit großen Datenmengen umzugehen und aus ihnen durch geeignete Analysen wertvolle Erkenntnisse abzuleiten, ist keine triviale Aufgabe. Ein Data Science-Projekt braucht einiges an Ressourcen und Investitionen. Ohne eine passende Strategie und einen sinnvollen Fahrplan werden die großen Datenmengen, die zu verarbeiten sind, für die Organisation eher zur Belastung als zur Chance. Besonders effektiv ist es, nutzerzentriert von Anwendungsfällen auszugehen und diese in verschiedenen Geschäftsbereichen zu bündeln. Dies lässt sich mit einem vielfältigen Portfolio an KIProjekten kombinieren, von Wachstumsinitiativen für das Front Office bis hin zu Projekten für die Risikominimierung oder die Effizienzsteigerung im Back Office.

5. Technologische Komplexität in den Griff bekommen Die Tools und die Hardware für ein Data Science-Projekt erfordern nicht nur ein initiales Investment, sondern benötigen auch noch erhebliche Ressourcen, nachdem sie eingerichtet sind. Schon allein dem beachtlichen Speicherbedarf für all die Daten zu genügen und eine Daten-Infrastruktur zu schaffen, die den Bedarf in Zukunft noch erfüllt, ist eine erhebliche Aufgabe. Dies gilt nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass der Platz in den Data-Centern vieler Finanzinstitute recht beschränkt ist. Es ist eben nicht damit getan, einen hochqualifizierten Datenwissenschaftler mit Doktortitel einzustellen und die moderne große Datensoftware zu implementieren. Data Science-Projekte haben einen anhaltend hohen Bedarf an Infrastruktur-Ressourcen. Zudem entfalten sie disrupti-


ves Potenzial und stellen besondere Anforderungen an Sicherheit, Datenschutz und Verfügbarkeit.

6. Saubere Daten als unverzichtbare Grundlage Für den reibungslosen Workflow in Data Science-Prozessen stellt es oft die größte Herausforderung dar, unvollständige und unsaubere Datensätze aufzubereiten. Schon die Informationen aus einem Klientenprofil weisen oft erhebliche Lücken auf. Dass hier Daten fehlen, ist keine Seltenheit, besonders dann, wenn Informationen im Free-Text-Format erfasst sind. Größere Organisationen, auch im Bereich der Finanzdienstleistung, haben darum in den vergangenen Jahren oft schon erheblich investiert, um Datensilos aufzulösen, Systeme zu konsolidieren und Daten aus verschiedensten Quellen sinnvoll zusammenzuführen. Innovative Technologie kann hier entscheidend helfen und die Datenqualität sichern. So dienen Methoden des Machine Learnings dazu, Entitäten auf effiziente Weise aufzulösen und Datensätze miteinander zu verknüpfen.

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Grafik: © avaloq

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n Über den Autor Gery Zollinger ist Head of Data Science & Analytics

bei Avaloq, ein Anbieter von

digitalen Banking-Lösungen,

Kernbankensoftware und Ver-

mögensverwaltungstechnologie. Er verfügt über mehr als acht Jahre Erfahrung im Bereich

Analytics und quantitative Modellierung. Bevor er

2019 zu Avaloq stieß, arbeitete er bei Credit Suisse im globalen Credit Risk Analytics Team und war für die

Kreditrisikomodellierung innerhalb der Sparten Private

7. Machine Learning im Branchenmaßstab

Banking und Investment Banking verantwortlich.

Um gute Ergebnisse zu bringen, benötigen Machine LearningTechnologien wie Deep Learning bzw. tiefe neuronale Netze oft sehr viele verschiedene Trainingsdaten. Ein Open-Banking-Ansatz und ein großes Ökosystem können wesentlich dabei helfen, die Prognosefähigkeiten von Machine Learning zu steigern. Denn ein relativ neues Konzept namens Federated (bzw. Collaborative) Learning, das auch Technologiegiganten wie Google und Apple nutzen, ermöglicht es, Algorithmen auf einer großen Basis von Trainingsdaten zu verbessern – ohne dabei den Erfordernissen des Datenschutzes zu widersprechen.  y

Bereich Compliance Analytics aufgebaut und geleitet.

Zudem hat er dort ein globales Data Scientist Team im Gery Zollinger verfügt über Abschlüsse in Wirtschaft & Statistik der Universität Zürich (Schweiz), der

Universität Lausanne (Schweiz) und der NHH Bergen (Norwegen) sowie einen Abschluss in Informatik der ETH Zürich (Schweiz).

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Foto © fotolia

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Kunden erwarten eine hyper-personalisierte, einfache Customer Experience Nur 10 Prozent der europäischen Unternehmen geben an, dass Kunden die Brand Experience als voll zufriedenstellend bewerten. Die Zufriedenheit hinsichtlich KI und Robotics Experience ist sogar noch schlechter. NTT Ltd., ein führendes, weltweit tätiges IT-Dienstleistungsunternehmen, präsentiert die Ergebnisse seines jährlich erscheinenden „Global Customer Experience Benchmarking Report“ unter dem Titel „The Connected Customer: Delivering an effortless experience“. Laut Untersuchung verfügen nur 5 Prozent der europäischen Unternehmen über eine durchgehend funktionierende Customer Experience, während allerdings rund die Hälfte (51 Prozent) der Unternehmen angeben, dass Customer Experience eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist.

Unternehmen tun sich schwer damit, ihre Customer-Experience (CX)-Strategien am Feedback der Kunden auszurichten. Bei 59 Prozent der europäischen Unternehmen gibt es keinen Standardprozess, wie die erhobenen Kundendaten berücksichtigt werden sollen, und 14 Prozent ermitteln sogar überhaupt kein Kundenfeedback. Nur 16 Prozent der befragten europäischen Unternehmen definieren den Nutzen und

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beschäftigen sich mit der Auswirkung der Customer Experience; nur weniger als ein Drittel (32 Prozent) sind zudem in der Lage, Daten verschiedener Kanäle miteinander zu verknüpfen – die restlichen Unternehmen arbeiten „blind“ und haben keinen vollständigen Überblick über das Ökosystem der Kunden. Trotzdem gibt es jährlich Verbesserungen in der Erfassung des Kunden-Feedbacks – so gab es seit

2019 beispielweise eine Steigerung von 45 Prozent bei Unternehmen, die das KundenFeedback überhaupt in irgendeiner Form speichern. Nur 7 Prozent schätzen ihr Programm zur Erfassung des Kunden-Feedbacks über alle Kanäle hinweg auf einem fortgeschrittenen Niveau ein. „Die Erwartungen der Kunden sind höher denn je. Unternehmen können es sich nicht


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leisten, den Bereich Customer Experience zu vernachlässigen“, sagt Kai Grunwitz, CEO von NTT Germany. „Den meisten Unternehmen fehlen jedoch wertvolle Einblicke in diesem Bereich, die für eine bessere und relevantere Beziehung zum Kunden aber wesentlich sind – und zwar an jedem erdenklichen Punkt. Indem Unternehmen das Feedback der Kunden ernst nehmen, Daten über verschiedene Systeme hinweg integrieren und neue Technologien wie KI und RPA einsetzen, können sie sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verchaffen.“

Drei zentrale Herausforderungen bei der Verbesserung der Customer Experience Eine erfolgreiche CX-Strategie verbessert nachweislich die Kunden- und Markenbindung und steigert die wirtschaftliche Leistung eines Unternehmens. Trotzdem stecken viele Unternehmen aufgrund von Technologie-Silosystemen, wiedersprüchlichen Erfahrungen und einem Mangel an klaren Prozessen noch immer in einem Entwicklungsstadium fest. Zu den besonderen Herausforderungen gehören: • V eraltete Technologiesysteme: Fast jeder Dritte (29 Prozent) gibt an, dass seine Technologiesysteme den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Viele Teams haben immer noch Probleme mit Altsystemen (40 Prozent) und der Integration mehrerer verschiedener Technologiesysteme (44 Prozent). Zudem gibt fehlendes Budget (44 Prozent) und der Mangel an Fachkräften (28 Prozent) Anlass zur Sorge. • Isolierte Kanäle und interne Geschäftsstrukturen: Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Unternehmen geben an, dass es hinsichtlich der Planung von CX nur teilweise eine Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen gibt, 14 Prozent bestätigen, überhaupt nicht mit anderen Bereichen zusammenzuarbeiten. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) haben immer noch keine abteilungsübergreifende Strategie für das Kundenmanagement und nur 21 Prozent verfügen über eine gute oder vollständige Integration verschiedener Kommunikationskanäle. • Keine einheitlichen Prioritäten: Die Möglichkeit zur Personalisierung besteht inzwischen bei 83 Prozent der Befragten, im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 55 Prozent, allerdings geben nur 17 Prozent der europäischen Unternehmen die „Kundenbegeisterung“ als wichtigsten Punkt für ihrer Customer-Journey-Strategie an. Dies könnte auch ein Grund dafür sein, dass 28 Prozent der persönlich betreuten Anfragen beim ersten Kontakt nicht gelöst werden, während automatisierte Kanäle mit einer Ausfallrate von 38 Prozent noch deutlich schlechter abschneiden.

Entwicklung einer intelligenteren Customer Experience mit Datenmanagement Während fast drei Viertel (73 Prozent) der Unternehmen angeben, dass sie eine hohe Kundenzufriedenheit sicherstellen können, bewerten nur 10 Prozent ihrer Kunden die Customer Experience als zufriedenstellend. Beunruhigend ist, dass bei KI- und RoboticsNutzung nur 2 Prozent der Kunden von einer positiven Erfahrung

berichten – was die Kluft zwischen den neuen Technologien und dem Zufriedenheitsgrad aufzeigt. Dies zeigt, dass Unternehmen eine Strategie entwickeln müssen, in der die KI auf optimalen Daten aufbauen kann. Unternehmen müssen lernen, die Lücke zwischen Datenmanagement und Integration zu füllen und einer effizienten Datenmanagement-Plattform mehr Vorrang einzuräumen. Derzeit sind nur 41 Prozent der benötigten Daten definiert und auf die gewünschten Geschäftsergebnisse abgestimmt, und nur 26 Prozent verfügen über ein spezialisiertes Team, das den gesamten Datenbestand des Unternehmens verwaltet. Tatsächlich haben 18 Prozent der befragten Unternehmen überhaupt keine Strategie zur Datenverwaltung, was das Datenmanagement auch immer schwieriger macht. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) aller befragten Unternehmen beschäftigen sich damit, wie sie die vorhandenen Daten nutzen können, allerdings geben auch mehr als ein Drittel (34 Prozent) an, nicht über die für das Datenmanagement erforderlichen Fähigkeiten oder Ressourcen zu verfügen. Immer mehr Unternehmen nutzen ihre vorhandenen Daten für CX-Entscheidungen. Allerdings sind sie damit auch häufig überfordert. Die Hälfte der Unternehmen bestätigt, dass Datenanalyse und Datenmanagement für das CX-Team zu einer der drei wichtigsten technischen Aufgaben zählt. Insgesamt wird erwartet, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre Analytics (54 Prozent) der wichtigste Faktor für den CX-Bereich sein wird. Dicht gefolgt von Künstlicher Intelligenz (49 Prozent), Servicepersonalisierung (44 Prozent) und Technologieintegration (43 Prozent).

Herausforderungen in der Unternehmensstruktur überwinden Viele Unternehmen sehen die KI und die Automatisierung zukünftig als Voraussetzung für betriebliche Effizienz, Hyper-Personalisierung und die Bereitstellung einer einfachen Customer Experience. Regelbasierte Robotics-Lösungen sind sowohl jetzt als auch kurzfristig die bevorzugte Option, wobei KI die höchste Priorität in den nächsten fünf Jahren hat. Die überwiegende Mehrheit (78 Prozent) der europäischen Unternehmen glaubt, dass sich die KI- und CX-Robotics in Zukunft positiv auf Kundenprozesse auswirken wird, gefolgt von Business Insight und Customer Intelligence (53 Prozent) sowie Workplace Management/betrieblicher Produktivität (51 Prozent). Die Implementierung von KI ist jedoch nach wie vor schwierig. Mit Blick auf die Zukunft benötigen Unternehmen eine Lösung für den derzeitigen Fachkräftemangel, der für mehr als die Hälfte (57 Prozent) eine Herausforderung darstellt. „Unternehmen müssen sich überlegen, wie Technologien wie KI und RPA als Teil ihrer organisatorischen Teamstrukturen funktionieren können“, erklärt Grunwitz. „Um erfolgreich zu sein, muss die KI die Kundenfeedback-Daten nutzen, die durch spezielle Social-Listening-Tools erhoben werden. Die KI kann nur dann ihr Potenzial voll ausschöpfen, wenn diese Daten aus der gesamten Wertschöpfungskette im Unternehmen stammen. Daher sind Design Thinking und ein systemorientierter Ansatz unerlässlich“.  y bestbanking Juni • 2020

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n Raiffeisen & OeKB

Jetzt gemeinsam die ExportChancen wahren und nützen

Foto: © Sabine Hoffmann

Die heimische Exportwirtschaft zeigt sich auch in Corona-Zeiten widerstandsfähig. Das ist gut so, denn mehr als jeder zweite Euro wird in der Steiermark im Außenhandel erwirtschaftet. RLB-Vorstandsdirektor Rainer Stelzer und OeKB-Vorstand Helmut Bernkopf bekräftigen ihre Unterstützung und Partnerschaft mit der Exportwirtschaft.

Exportwirtschaft als mögliche Wachstums-Lokomotive in der Krise Die Exportwirtschaft hat gerade in der Steiermark große Bedeutung. 7.400 Betriebe in der Steiermark mit 180.000 steirischen Arbeitsplätzen sowie einem Exportvolumen von über als 25 Mrd. Euro stehen dahinter. „Die heimische Exportwirtschaft könnte aber gerade in Krisenzeiten zur Wachstums-Lokomotive werden“, erläutert Rainer Stelzer, Vorstandsdirektor der Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark, „denn exportierende Unternehmen wachsen im langfristigen Vergleich um 50 Prozent stärker als das heimische BIP.“ Im eigenen RLB-Geschäft zeigen sich die Exportunternehmen bislang sehr widerstandsfähig. Stelzer: „Wir unterstützen die Unternehmen gemeinsam mit unserem Partner OeKB bestmöglich, damit die Export-Chancen gewahrt und genützt werden.“

Die COVID-19-Hilfsmaßnahmen der OeKB für Unternehmen „Für Österreich als kleine, offene Exportwirtschaft bedeutet COVID-19 eine besondere Herausforderung. Doch wie immer in Krisenzeiten, birgt die derzeitige Situation auch Chancen“, erklärt Helmut Bernkopf, Vorstand der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB). Es entstehen Produktionslücken, die es zu füllen gilt, die europäische Versorgungssicherheit rückt verstärkt in den Fokus und die Rückverlagerung der Produktion von Gütern in die EU könnte für heimische Unternehmen neue Geschäftsfelder eröffnen. „Exporte bleiben daher für die österreichische Wirtschaft essentiell. Die Top-Exportmärkte im OeKB-Obligo wie Russland, China oder Indonesien werden auch weiterhin wesentliche Märkte für heimische Unternehmen sein. Die Struktur der heimischen Wirtschaft, ihr Know-how und ihre hochwertigen Produkte, sind sozusagen ein Garant dafür. Umso wichtiger ist es, den Unternehmen jetzt mit Liquiditätshilfen unter die Arme zu greifen, damit diese nach dem Ende der Krise aus einer starken Position heraus agieren können“, so Bernkopf.

Überbrückungshilfen während der Krise Vorstandsdirektor Mag. Rainer Stelzer, Raiffeisen-Landesbank Steiermark

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Die OeKB steht der Exportwirtschaft in Kooperation mit dem Finanzministerium und den Hausbanken zur Seite. Im Rahmen


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für alle Beteiligten sehr herausfordernd, jedes einzelne Ansuchen ist zu prüfen, denn die Lösungen sollen auch langfristig passen. Aber alle Stellen arbeiten mit voller Kraft und unsere Firmenkundenbetreuer sind seit Wochen unermüdlich im Dauereinsatz für die heimischen Unternehmen.“ y Foto: © David Sailer Images

eines OeKB Sonder-Kontrollbank-Refinanzierungsrahmens sind insgesamt zwei Milliarden Euro für Betriebsmittelkredite verfügbar. Für Neugeschäfte in den Sektoren Gesundheitsversorgung, Zivil- und Katastrophenschutz, Wasser- und Abwasser sowie Abfallwirtschaft steht eine zusätzliche Fast-Line-Fazilität in Höhe von 100 Millionen Euro bereit. Für Großunternehmen mit oder ohne Exporttätigkeit werden Überbrückungsgarantien in Zusammenarbeit mit der COFAG – der Finanzierungsagentur des Bundes – angeboten. Sie sollen die Zahlungsfähigkeit der Betriebe erhalten und Liquiditätsschwierigkeiten überbrücken. Die Beantragung und Auszahlung erfolgt in allen Fällen über die Hausbank.

Exportchancen auch während der Krise nützen Darüber hinaus stehen alle bisherigen Leistungen der OeKB wie gewohnt zur Verfügung. Zur Standortabsicherung in Österreich sind das zum Beispiel die verschiedenen Varianten der Exportinvest, eines Angebots für Inlandsfinanzierungen. Daneben können Exporteure auf Betriebsmittel- und Rahmenkredite sowie die bewährten Exportfonds-Kredite der OeKB zugreifen. Neben Finanzierungsmöglichkeiten für Auslandsinvestitionen und Beteiligungen profitieren Exporteure vor allem von den klassischen Exporthaftungen, die die OeKB im Auftrag des Finanzministeriums vergibt. Über die Exportgarantie G1 kann etwa das Zahlungsausfallrisiko bei direkten Lieferungen und Leistungen umfassend abgesichert werden.

500 Millionen Euro an Liquiditäts-Hilfen durch Raiffeisen Steiermark „Im Exportgeschäft geht es meist um langfristige Perspektiven, in der aktuellen Situation stehen aber auch rasche Liquiditätshilfen im Vordergrund“, erklärt Stelzer. Die Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark steht der gesamten heimischen Wirtschaft – unabhängig ob im Export oder nicht – aktuell mit in Summe rund € 500 Mio. Euro an Liquiditäts-Hilfen zur Seite. € 60 Mio. entfallen auf Kreditraten-Stundungen, € 155 Mio. auf Soforthilfen (etwa für AMS-Kurzarbeit) und der Löwenanteil mit rund € 300 Mio. (davon bereits 85 Prozent genehmigt) auf Überbrückungsfinanzierungen in Zusammenarbeit mit OeKB, AWS und ÖHT. In Summe sind es rund 6.000 Unternehmen, die zumindest eine dieser Maßnahmen über Raiffeisen nutzen. Stelzer: „Die Situation bleibt

Mag. Helmut Bernkopf, Mitglied des Vorstands der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB). bestbanking Juni • 2020

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Fotos: © Stefan Zauner

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Offene Moderne trifft auf schlichte Tradition

In mehreren Etappen wurden zuerst die Beratungsräumlichkeiten des ersten bis vierten Obergeschosses und die Kellerräume umgebaut. Als finaler Etappenschritt folgte der Umbau der Filiale, die sich nun über zwei Ebenen erstreckt und die Kundenberatung ausschließlich in modernst ausgestatteten Beratungszimmern erfolgt. „Im Parterre haben wir im Bereich der Judengasse ein Geschäftslokal im Ausmaß von 130 m² zur Vermietung abgetrennt. Wichtig war uns dabei die Vermietung an ein regionales Unternehmen mit Salzburger Wurzeln“, berichtet Christoph Paulweber, Generaldirektor der Salzburger Sparkasse.

Zahlen zur gesamten Salzburger Sparkasse: Die Salzburger Sparkasse Bank AG betreut mit rund

600 Mitarbeitern an 60 Stand-

orten im Bundesland Salzburg und angrenzenden Oberösterreich mehr als

220.000

Kunden. Sie ist Teil der Erste Bank-Gruppe.

Neben einer kompletten Erneuerung der Haus- und Sicherheitstechnik beinhalteten die Baumaßnahmen auch eine Verbesserung der barrierefreien Zugangsmöglichkeiten, eine Erneuerung aller Fenster im Parterre sowie an der Fassade Alter Markt. Weiters wurden die gesamte Beleuchtung auf LED umgerüstet und alle Stockwerke mittels Luftwärmepumpen klimatisiert. Im 2. Stock ist ein Sgraffito – eine Art von Wandfresko – des Salzburger Künstlers Friedrich Inhauser aus dem Jahr 1952, das die Altstadt mit Festung Hohensalzburg darstellt, freigelegt und restauriert worden. „Die gesamte Investitionssumme betrug fünf Millionen Euro, die fast ausschließlich der regionalen Bauwirtschaft im Bundesland Salzburg zu Gute gekommen sind“, freut sich Paulweber über den erfolgreichen Abschluss des Generalumbaus der Sparkassenzentrale am Alten Markt, in dem derzeit insgesamt 68 Angestellte von der Filiale, über das Private Banking, den Beratungszentren Freie Berufe sowie Wohnbau und Kommunen bis zum Vorstand hin tätig sind. y

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Boom für kontaktloses Bezahlen

Fotos: © FRITZ-Press

banking nking

Zahlen der Zentralfiliale: Gesamte Investitionssumme von 5 Millionen Euro. 68 Angestellte von der Filiale, über das Private Banking, den Beratungszentren Freie Berufe sowie Wohnbau und Kommunen bis zum Vorstand hin sind in der Zentrale tätig.

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Der Mensch macht den Umsatz, die Technologie ist der treibende Motor von Ansgar Steden, bei Diebold Nixdorf als General Manager für den Bereich Banking in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verantwortlich.

Banking ist ohne digitale Angebote nicht mehr vorstellbar. Die Technologie hebt Sparpotenziale und unterstützt neue Wege zeitgemäßer Kundenbindung. Der Mensch behält in der Beratung trotz aller Technologie aber auch künftig eine entscheidende Rolle.

Der Einsatz moderner Banking-Technologie ist kein Selbstzweck, sondern schafft Mehrwerte für Unternehmen und Kunden – von der rein funktionalen Dienstleistung bis hin zum Erlebbarmachen von Marke und Servicequalität.

rationen insbesondere bei Recyclern ermöglichen durch mehr Notenkapazität und noch weiter verbesserte Zuverlässigkeit deutlich weniger WTU-Einsätze und somit Sparpotenziale im vierstelligen Bereich.

Insbesondere in der angespannten Zinssituation sind neue Wege gefragt, über Technologie die Wirtschaftlichkeit zu verbessern und Prozesse anders zu gestalten. Je mehr sich Finanzinstitute auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, umso deutlicher wird auch die Abkehr von der Bargeldversorgung als ihre Hauptaufgabe. Trotzdem wollen sie ihre Kunden gut versorgt wissen.

Modernste SB-Technologie wiederum stärkt Finanzinstitute darin, die hohen Kundenansprüche an Innovation zu bedienen – etwa durch den Datenzugriff oder das Steuern von Transaktionen mittels mobile Device. Dabei kommt NFC-Technologie zum Einsatz, ganz wie bei Mobile Payment-Verfahren.

Vereinheitlichte Service-Prozesse unterstützen über alle Institutsgrößen hinweg, Effizienzen im Betrieb zu heben. Cash-as-aService lautet der Königsweg. Dabei lagern die Geldinstitute nicht nur das komplette Bargeld-Management an einen spezialisierten Dienstleister aus, sondern übertragen ihm auch den Gerätepark. Diebold Nixdorf beispielsweise sorgt dann dafür, dass stets Geräte der neuesten Generation zur Verfügung stehen, kümmert sich um Wartungsarbeiten und Reparaturen, hält die Software auf dem aktuellsten Stand und übernimmt die Steuerung des Werttransportunternehmens. Die zentralen Softwarekomponenten können dabei in einer privaten Cloud betrieben werden, um so nicht nur weitere Kostenvorteile zu heben, sondern auch über neue Betriebsmodelle wie „DevOps“, also die engere Verzahnung von Entwicklung und Operations, mehr Flexibilität und Geschwindigkeit bei der Einbindung neuer Anwendungen und Funktionalitäten zu erreichen. Zudem können Finanzinstitute von innovativen Abrechnungsmodellen wie beispielsweise transaktionsbasierten Geschäftsmodellen mit Abrechnung pro Auszahlungsvorgang profitieren. Und selbst wer kein Outsourcing-Modell wählt, kann künftig trotzdem von niedrigeren Kosten profitieren. Neue Systemgene-

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Das Mitdenken in den Bedürfnisstrukturen des Kunden reicht jedoch noch deutlich weiter und stellt eine ganzheitliche Herausforderung für Finanzinstitute dar. Die Kunst ist es, die Bedürfnisstrukturen mit dem eigenen Service zusammenzuführen. Denn der Kunde sucht nicht nur Dienstleistung, sondern auch Unterstützung. Ein unterschätztes Potenzial liegt in der Vernetzung von Firmenund Privatkunden der Region zu lokalen Marktplätzen. So können passende Partnerschaft mit Einzelhandel, Handwerk oder Gastronomie zu einem gänzlich neuen Kundenerlebnis führen, das neue emotionale Bindungen an das eigene Institut schafft. Doch proaktive Angebote sind noch viel zu selten. So kann durch die Analyse der Zahlungsströme jedes Institut herausfinden wie sich durch gezielte Beratungen und Angebote Umsätze in die eigene und in die Partnerwelt umlenken lassen. Ist das Potenzial bekannt, kommt der Faktor Mensch zum Tragen. Ein persönliches Gespräch mit einem Berater bildet Vertrauen und schafft die Grundlage, die ein Geschäft erst ermöglicht. Der moderne Bankberater muss dazu nicht nur bankfachlich auf der Höhe sein. Er muss auch flexibel auf seine Kunden, ihr Vorwissen und ihre Bedürfnisse reagieren, empathisch auf sie eingehen und im besten Fall sogar psychologisch geschult sein.


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Dabei geht es vor allem um das Gefühl des Verstanden-Werdens. Der hybride Kunde, ist auf allen Kanälen zuhause und kommt heute kaum mehr in die Beratung, ohne sich vorher online informiert zu haben. Im persönlichen Gespräch wird dann oftmals eher Bestätigung als echte Beratung gesucht. Der Kunde will wissen, ob er einen wichtigen Aspekt oder ein Angebot übersehen hat. Ist das individuell passende Angebot gefunden, braucht er Bestärkung in seiner Entscheidung. Ein so rundum zufriedener Kunde, der sich gut aufgehoben fühlt, kauft eine Leistung und denkt in dieser Situation nicht daran, weitere alternative Angebote einzuholen. Für Finanzinstitute bedeutet dies vorzudenken, in welchen Bereichen dem Kunden digitale Dienstleistungen und in welchen klassische Beratungsleistungen den größten Service bieten.

Über allem Servicegedanken steht ein weiteres wichtiges Thema, nämlich das der Datensicherheit. Gerade junge Menschen sind diesbezüglich sehr sensibel. Fintechs sind zwar hip und locken junge und digital affine Kunden an. Werden jedoch betrügerische Datenskandale bekannt, trifft das eine sehr empfindliche Stelle. So ist es kaum verwunderlich, dass sogar junge Kunden teilweise bewusst eine Filiale aufsuchen, selbst wenn es nur um alltägliche Handlungen wie Überweisungen geht. Dann schließt sich der Kreis: Gelingt es der Bank, anfassbar zu werden und als Begegnungsstätte mit anderen Industrien zu fungieren, dann findet der Kunde dort den Mehrwert, der ihn zum loyalen Bankkunden macht. y

Drei Fragen an ... Ansgar Steden, verantwortlich für das Geschäft mit Banken für die DACH-Region bei Diebold Nixdorf, sieht die Zukunft der Bargeldversorgung in Smartphone-gesteuerten Funktionen und cloudbasierten Synergieeffekten. 1. Herr Steden, wagen Sie doch einen Blick in die Kristallkugel: Wie sieht der Geldautomat der Zukunft aus? Immer mehr Menschen steuern immer weitere Teile ihres Lebens per mobile Device. Trotzdem wollen sie Bargeld nicht missen. Sie erwarten, dass sich der Geldausgabeautomat mit ihrem Gerät versteht. Wird ein Auszahlungsvorgang per Smartphone oder Tablet angestoßen, dann sind keinerlei Eingabeoptionen am System selbst mehr nötig. Es wird zum fernbedienten Gerät mit Ausgabeschlitz. Als Prototypen existieren solche und die dazugehörigen Apps bereits. 2. Mobile first gilt also auch bei der Bargeld-Auszahlung? Es geht um Convenience. Kunden kennen mobile Technologien aus vielen anderen Bereichen und erwarten sie rundum bei allen Dienstleistungen – so eben auch bei ihrer Bank. Das schließt auch die Bargeldbeschaffung ein. Sie fühlen sich mobil zuhause. Wichtig ist, dass das Gerät genau das tut, was sie als Funktionalität benötigen. Es soll ihnen Geld auszahlen, mehr nicht. Einfachheit und Sicherheit suchen sich ihren Markt. 3. Dann steckt in solch einem System aber sicherlich viel Technologie, oder? Im Grunde muss sich an der Technik im Gerät nicht allzu viel ändern. Völlig neu ist hingegen die Steuerungssoftware. Sie wird in der Cloud liegen. Das reduziert den Wartungsaufwand, weil bei Updates kein Techniker das Gerät aktualisieren muss. Erweiterte Funktionalitäten und neue Sicherheitsfeatures können zentral eingespielt werden. Cloud-basierte Anwendungen verändern im Hintergrund vieles und helfen den Banken und Sparkassen dabei, Kosten zu sparen. bestbanking Juni • 2020

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Fotos: © Matt Sartin

n Die neuen SB-Geräte der bank99 – ein Komplett-Service von Diebold Nixdorf

v.l.n.r. Christian Thom, Account Manager Diebold Nixdorf Österreich, Ing. Michael Wiedeck, MBA, Bereichsleiter Vertrieb bank99, Dr. Martin Thomas, CEO Vorstand der bank99, Herwig Petz, Bereichsleiter IT und Operations bank 99 und DI(FH) Roland W. Sorke, Country Manager Diebold Nixdorf Österreich.

In Rekordzeit von Beauftragung zur Auszahlung In Österreich wurde mit bank99, der neuen Bank der Österreichischen Post und der Grawe Bankengruppe, ein sechsjähriger ATM-as-a-Service-Vertrag unterzeichnet. Wir haben beim Country Manager von Diebold Nixdorf (DN) für Österreich – Herrn DI(FH) Roland W. Sorke – nachgefragt.

best banking: Diebold Nixdorf unterstützte den Green-Field-Approach der Österreichischen Post beim Aufbau der eigenen, neuen Retailbank namens „bank99 AG“ mit einem neuen Selbstbedienungs-Kanal. Diebold Nixdorf hat in nur 3 Monaten „von der Unterschrift bis zum Start“ ATM-as-a-Service geliefert. Sorke: Als Generalunternehmer haben wir für die kommenden 6 Jahre einen Vertrag unterzeichnet, um den gesamten Selbst-

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bedienungskanal für Geldautomaten, Cashrecycler und Kundenserviceterminals zu liefern und zu betreiben, einschließlich der kompletten Bargeldlogistik und -Forecasting sowie der Finanzierung sämtlicher Vermögenswerte, bedienerbehebbare Entstörung (sog. First Line Maintenance), technischer Wartungsservice (sog. Second-Line-Maintenance), Endpunktüberwachung und Mitarbeiter-Helpdesk. DN-Fähigkeiten zur End-to-End-Bereitstellung und zum Betrieb von Cash Recycling und Serviceterminals


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sowie zwei unserer Partnerschaften mit dem Rechenzentrum von bank99 waren wichtige Argumente für die bank99, Diebold Nixdorf als Geschäftspartner auszuwählen und den kompletten SB Kanal anzuvertrauen. Warum hat sich die bank99 für diese Komplett-Dienstleistung entschieden? Sorke: DN war der einzige Hersteller und Anbieter, der in so kurzer Zeit Bargeldrecycling und bargeldlose Geräte „as a Service“ anbieten konnte. Die bank99 wollte keine eigene SelfService-Betriebsabteilung auf bauen müssen, sondern hat ihren kompletten SB Kanalbetrieb DN anvertraut. Und da dies bereits unser zweiter Deal dieser Art allein hier in Österreich ist, und wir weltweit immer mehr GU-Projekte umsetzen, war unsere Lernkurve (sog. Transition) minimal, jedoch unser Fachwissen global wie lokal hier in Österreich maximal. Damit konnten wir die bank99 überzeugen. Welche Prämissen gab es? Sie reden ja von einem Green-Field-Approach? Sorke: Die bank99 konnte ihren SB-Kanal komplett neu denken, auf der grünen Wiese neu designen eben. Zur Ausschreibung eingeladen waren alle, die Geldausgabe-Automaten aufstellen und betreiben können. Einige hatten jedoch nicht die Fähigkeit, auch „non-cash“ Kundenserviceterminals oder Cashrecycling-Geräte zu betreiben. Gerade für eine neue Bank sind mit der Kernbankanwendung integrierte Software und Systeme zum Drucken von Kontoauszügen, zur automatischen Überweisung von Geld von Konto zu Konto, zum Bezahlen von Rechnungen und zum Einzahlen von Geld auf das Konto sehr wichtig. Diese möglichst effizient in der Selbstbedienung 24/7 abzuwickeln anstatt manuell am Schalter war eine der wichtigen Anforderungen der bank99. Wie viele Filialen wird dieser Deal abdecken und wieviele wurden schon ausgerollt?

Dr. Martin Thomas, Vorstand bank 99 AG und DI(FH) Roland W. Sorke, Country Manager Diebold Nixdorf Österreich Warum wurde DN für diese Lösung ausgewählt? Sorke: In einem anderen österreichischen ATM-as-a-Service-Projekt konnten wir unsere Fähigkeiten bereits erfolgreich demonstrieren und unsere operativen Prozesse mit allen notwendigen Partnern etablieren. Wir haben also unsere Stärken und Erfahrungen nicht nur über „PowerPoint“ erklärt. Es hat uns sehr gefreut, dass wir Fakten für uns sprechen lassen konnten. Diese haben die bank99 schnell überzeugt. Unsere bewährte lokale ATM-as-a-ServicePlattform ist in der Lage, standardisierte Services und letztendlich für den Kunden spürbar verbesserte Self-Service-Verfügbarkeit für Endbenutzer bereitzustellen. Mit dieser verbesserten „Customer Experience“ bedient nun auch die bank99 ihre Kunden. y

Sorke: Wir werden in diesem Projekt rund 500 Geräte unterschiedlichster Kategorie an rund 300 verschiedenen Standorten in ganz Österreich verteilt installieren, und „end-to-end“ als Generalunternehmer für die bank99 betreiben. Ist die Hardware auch Teil der Servicevereinbarung? Sorke: Ja. Wir haben die Vermögenswerte über eine Finanzleasinggesellschaft ins Projekt eingebunden und werden diese zusammen mit unserem laufenden Services der bank99 monatlich als komplett operative Kosten in Rechnung stellen, basierend auf dem tatsächlichen „Verbrauch“ gemessen an unterschiedlichen Transaktionen. Ein echter ATM-as-a-Service halt. bestbanking Juni • 2020

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Red Hat bietet Checkliste für Open-Banking-Readiness Seit Jahren wird der Begriff Open Banking viel strapaziert. An Aktualität hat er aber nicht verloren, im Gegenteil: Mit der Umsetzung der PSD2 und der Öffnung des Zahlungsverkehrs auch für Drittanbieter ist die Entwicklung in Richtung Open Banking keineswegs abgeschlossen, denn im Kontext der verschärften Konkurrenzsituation sind Banken gezwungen, schnell mit neuen Angeboten und Services Kunden zu binden. Nikolai Stankau, Director Business Development, EMEA FSI bei Red Hat, hat eine Checkliste mit Fragen konzipiert, mit der Institute überprüfen können, ob sie zentrale Open-Banking-Voraussetzungen bereits erfüllen.

Modernes Banking wird oft mit der Modernisierung von LegacySystemen gleichgesetzt. Es geht dabei aber um wesentlich mehr: Ein zentrale Aufgabe ist die Verbesserung der Customer Experience. Und dafür müssen die Finanzinstitute vor allem monolithische, institutionalisierte Prozesse aufbrechen und eine Kultur schaffen, die Innovationen fördert. Ein offener Ansatz, der durch Technologien wie Open APIs (Application Programming Interfaces), Linux-Container und Hybrid Cloud sowie durch die kulturelle Bereitschaft zu einer offeneren, partnerschaftlichen Zusammenarbeit gestützt wird, kann Finanzdienstleistungsunternehmen dabei helfen, Kunden stärker zu binden und Open Banking gewinnbringend zu nutzen. Mit der folgenden Checkliste können Institute die entscheidenden Fragen stellen, um ihre eigene Open-Banking-Readiness zu ermitteln. Die Checkliste umfasst die Bereiche Skills, technologische Basis, Applikationsentwicklung und -bereitstellung sowie Erfolgsmessung.

Skills Nur die wenigsten Banken verfügen über die internen Ressourcen und das Know-how, um ein offenes API-Ökosystem aufbauen und bereitstellen zu können. Die meisten Institute werden sich somit auf Technologiepartner verlassen müssen, um die Kompetenzlücke zu schließen. Die Fragen, die sich Banken stellen müssen, lauten: • Können schnell funktionsübergreifende Teams gebildet werden, die geänderte Geschäftsanforderungen umsetzen? • Wie attraktiv ist die eigene Organisation für Entwickler-Talente? Leistet sie Beiträge zur Open-Source-Community? • Welche Incentive-Programme werden genutzt, um den Austausch von positiven und negativen Erfahrungen aus der Entwicklung von Prototypen zu fördern?

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Technologisches Fundament Open Banking steht auch für eine hohe Agilität. Die schnelle Umsetzung von Änderungen erfordert eine hohe Flexibilität der technologischen Basis für API-Anwendungen. Die Fragen lauten: • Wie einfach ist es für die Entwickler, auf die benötigten Daten, Tools und Systeme zuzugreifen? • Können Entwickler die Daten, Tools und Systeme problemlos nutzen? • Ist ein Standardkonzept vorhanden, um API-zentrierte Architekturen für einzelne Komponenten zu erstellen? • Wie sieht der Prozess zur Lösung von Problemen aus, die bei der Arbeit an der technologischen Basis auftreten?

Applikationsentwicklung und -bereitstellung Die effiziente, sichere Nutzung einer offenen API-Umgebung ist eine grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Open-Banking-Strategie. Die Fragen lauten: • Können schnell verschiedene Benutzersegmente erstellt, adressiert und unterschiedliche Vertriebskanäle konzipiert werden? • Wie einfach ist es für neue Mitarbeiter, APIs zu verwenden? Sind die APIs gut dokumentiert? Gibt es Beispielanwendungen? • Welche Richtlinien existieren für die Sicherheit in DevOps?

Erfolgsmessung Der Erfolg von Open-Banking-Initiativen muss immer an den Geschäftszielen ausgerichtet werden. Entscheidende Fragen sind:


Foto: © Red Hat

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Nikolai Stankau, Director Business Development, EMEA FSI bei Red Hat • Welche Key Performance Indicators (KPIs) werden verwendet, um den Erfolg der Open-Banking-Strategie zu messen? • Können verschiedene Gebührenstrukturen für unterschiedliche Zielsegmente definiert werden? • Wie wird der Erfolg von Entwicklungsprojekten gemessen?

An einer Open-Banking-Strategie wird letztlich kaum ein Finanzdienstleister vorbeikommen. Sie ist eine entscheidende Komponente für das Vorantreiben der Digitalisierung und die Verbesserung der operativen Effizienz. Zudem eröffnet eine solche Strategie mit einem konsequenten und strukturierten API-Einsatz Finanzinstituten neue Geschäftschancen und ermöglicht ihnen produktivere Kooperationen oder komplett neue Geschäftsmodelle. y

• Welche Automatisierungs-Initiativen werden verfolgt?

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IMPRESSUM

best banking bestbanking.at Impressum:

Grundlegende Richtung Offenlegung: bestbanking ist ein unabhängiges Fachmagazin für Banken und Finanzdienstleister. Der redaktionelle Teil berichtet über die Neuausrichtung im Finanzdienstleistungsbereich und den damit ver­bundenen Unternehmen und Organisationen. Der Inseraten- und PR-Teil und bezahlte Werbeeinschaltungen in Textform sind durch die Seiten­paginierung „WERBUNG“ gekennzeichnet und so vom redaktionellen Teil getrennt. Verlagsadresse: bestbanking medien Margaretenstrasse 149/23 1050 Wien T +43 1 50 50 225, F +43 1 50 50 225 10 www.bestbanking.at Herausgeber: bestbanking medien

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Cyberkriminalität aktuell

Terminplan der nächsten Ausgabe:

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Ausgabe Oktober 2020 Erscheinungstermin: Oktober 2020 Redaktions-und Anzeigenschluss: 06.10.2020

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