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Jesus zu Füßen setzt und ihm einfach zuhört, was er ihr sagen möchte. Es geht nicht darum, Marta und Maria gegeneinander auszuspielen. Beide verkörpern wichtige Seiten einer Frau. Aber auch hier ist oft Marta die lautere. Sie hat alle Argumente für sich. Sie tut etwas für die Gäste, während Maria, die Hörende, die Künstlerin, nichts vorzuweisen hat. Sie sitzt einfach nur da und lauscht den Worten Jesu. Man könnte auch sagen: Sie horcht in sich hinein, um zu spüren, was ihr von innen heraus an Inspiration kommt. Maria und Marta gehören zusammen. Ohne Maria wird Marta blind in ihrer Arbeit. Aber Maria braucht auch Marta, denn sonst wird sie nie handlungsfähig werden. Die Künstlerin in uns ist die sinnenfrohe Frau, die Kreative, die aus der eigenen Mitte heraus gestalten will. Sie sucht sich einen Ausdruck für das, was sie im Innersten bewegt. Ihre Freude oder ihr Kummer, ihre Lebenslust oder einfach ihr Sinn für Schönes wollen aus ihr heraus. Das macht sie schöpferisch. Viele Frauen in meinen Seminaren erklären, sie hätten nichts Künstlerisches an sich. Sie sehen in der Künstlerin nur die, die ein schönes Bild malt, die Gedichte schreiben kann oder die vielleicht musikalisch ist. Wenn sie aber – ʹ͵ –

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Anselm grün , linda jarosch lebe, was du bist! königin und wilde frau  

Anselm grün , linda jarosch lebe, was du bist! königin und wilde frau  

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