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pip

ISSN: 1869-6317 Magazin für die implantologische Praxis 8. Jahrgang 2017 Heft 5 | September 2017 14 € • www.pipverlag.de

5|2017

Praktische Implantologie und Implantatprothetik

kurz & schmerzlos: Digitaler Workflow I: Diagnostik pip Fotostory Frontzahnverlust tipp in pip


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Liebe Leserin, lieber Leser, das Buzzword vom „digitalen Workflow“ spaltet die zahnmedizinische Zunft: Die einen sehen darin aufgrund des Generationswechsels die einzig mögliche Rettung des zahnmedizinischen Abendlandes und des flächendeckenden Versorgungsauftrages, die anderen erkennen darin die drohende Ausgeburt eines seelenlosen und ent-individualisierten Versorgungsapparates und das Ende des zahnmedizinischen freien Heilberufes. pip kurz & schmerzlos hat schon bei vielen Themen die Emotionen herausnehmen und eine Technik oder einen Behandlungsansatz auf eine neutrale wissenschaftliche Basis stellen können, und so haben wir uns auch diesem aufwendigen und kontrovers diskutierten Thema genähert. Wir beginnen aufgrund der wenig überraschenden Fülle von Veröffentlichungen in diesem Heft mit dem Aspekt „Diagnostik“, die aktuellen Studienlagen im Hinblick auf die Bereiche „Chirurgie“ und „Prothetik“ folgen in den kommenden beiden Ausgaben pip 6/2017 und pip 1/2018. So viel ist klar: Besonders in der dentalen Implantologie mit ihren verschiedenen Komponenten und ihrem teamorientierten Ansatz aus Chirurgie, Prothetik und Zahntechnik ergeben sich viele Einsatzgebiete und auch Teilschritte, in denen digitale Prozesse messbare Vorteile, Zeitersparnis, verbesserte Sicherheit und Vorhersagbarkeit und damit deutlichen Nutzen für den Patienten und den Behandler mit sich bringen. Klar ist aber auch: Aus analogem Gemurkse wird niemals digitales Gold. Dr. Michael Norton brachte es bei der World Summit Tour von Dentsply Sirona Implants in Nizza, auf der man 48 Stunden vom Feinsten digital bespielt wurde, auf seine unnachahmliche Art auf den Punkt: Er erlebe sich bei allem doch als ein sehr analoges Wesen in einer analogen Welt, mit einem bisweilen zu seinem Bedauern ausnehmend analog schwitzenden Patienten mit äußerst analogem Speichelfluss und sehr analogen Schmerzen. Machen Sie sich also keine Sorgen, dass die Bits und Bytes Sie eines Tages von Ihrem Zahnarztstuhl schubsen, und setzen Sie sie stattdessen für sich und Ihre Patienten gewinnbringend ein.

Dafür viele gute Ideen mit Ihrer neuen pip!

Ihre Marianne Steinbeck

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017

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Miteinander zum Erfolg


pip auf einen blick

03 so viel vorweg Editorial 05 pip auf einen Blick Inhaltsverzeichnis 08 pip fallstudie A. Happe: Implantatversorgung nach Frontzahnverlust

08

14 pip fallstudie C. Ortmeier, M. Bilek: Implantatprothetik nach dem KISS-Prinzip!

14

20

20 26

9

pip fallstudie I. Baresel: Die digitale Abformung in der Implantologie

kurz & schmerzlos Die digitale Behandlungskette in der dentalen Implantologie, Teil I: Diagnostik

54 tipp in pip Aus der Praxis fĂźr die Praxis

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65 65

pip comic Neulich in der Praxis Dr. Heute und Dr. Gestern

66 pip fallstudie R. FĂźrhauser: Individuumszentrierte Prothetik

56 pip fotostory P. Randelzhofer: Der spezielle Fall 62 pro & contra Digitaler Workflow 64

66

pip hat recht T. Ratajczak: Was macht man eigentlich, wenn der Patient die Zahnprothese nicht bezahlt?

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017

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pip auf einen blick

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72 pip fallstudie V. Knorr: Sofortimplantation am originalgetreuen 3D-Modell

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76 pip system serie J. Kielhorn: One Click, One Scan, One Shift

76 pip fragt 80 D. Buser: Das Know-When zum Know-How

80

82 A. Stavropoulos: Periimplantitis vermeiden und behandeln 84 J. Hahn: 45 Jahre Erfahrung und stete Verbesserungen

90

86 G.-H. Nentwig: Zurück zu den Wurzeln 88 A. Friedmann: Barriere und Gewebeintegration 90 T. Albrektsson: Auf dem Prüfstand

88

82

?

84

86

pip perspektivwechsel 91 Ein neues Level des Backward Planning 92 Intelligentes Dokumentenmanagement 94 Neuer Maßstab in der Konnektivität

94

95 Digitales Röntgen – messbarer Gewinn

95 97 Prange in pip Ein echter Häuptling sein pip vor ort 96 Blick in die Zukunft mit der OR Foundation

6

98 pip impressum Wir stehen hinter pip 98 pip experten Editorial Advisory Board Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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pip fallstudie

Implantatversorgung nach Frontzahnverlust Rekonstruktion eines Alveolarkammdefekts im ästhetisch anspruchsvollen Oberkiefer-Frontzahnbereich Arndt Happe, Pascal Holthaus Infolge von Atrophie- und Remodellationsprozessen des Knochens kommt es nach Zahnverlust im Bereich des Alveolarfortsatzes ohne Maßnahmen zur Ridge Preservation zu einem vertikalen und insbesondere einem horizontalen Volumenverlust. Der Verlust an Hart- und Weichgewebe sowie wichtige anatomische Faktoren wie der Biotyp und der Verlauf des Gingivarandes können eine ästhetische Implantatversorgung wie in der Oberkieferfrontzahnregion [1] deutlich erschweren. Die Rekonstruktion des Alveolarfortsatzes und die Implantatversorgung in einem zweizeitigen Protokoll eignen sich sehr gut zur Wiederherstellung eines ausreichend dimensionierten Implantatlagers. Ein mögliches Verfahren zur Augmentation des Alveolarfortsatzes stellt die Bone Lamina-Technik [2] mittels teilentmineralisierter Kortikalismembran xenogenen Ursprungs dar.

Falldarstellung Die 27-jährige gesunde Patientin stellte sich in unserer Praxis mit der Bitte um den Ersatz des fehlenden Zahnes 21 vor. Der Zahn war infolge eines Frontzahntraumas mit Avulsion einige Wochen zuvor verloren gegangen. Nach klinischer und röntgenologischer Diagnostik, Beratung und Aufklärung entschieden wir uns in Absprache mit der Patientin für eine implantatprothetische Versorgung (Abb. 1).

Klinische Untersuchung Im Rahmen der klinischen Untersuchung fiel ein knöcherner Alveolarkammdefekt auf in regio 21 auf. Durch das Frontzahntrauma war es zum Verlust der bukkalen Knochenlamelle und infolgedessen zu einem ausgeprägten dreidimensionalen Volu-

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Abb. 2: Sichtbarkeit des Gingivaverlaufs beim Lächeln aufgrund der relativ kurzen klinischen Kronen.

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pip fallstudie menverlust des Alveolarkamms und zu einem Höhenverlust des marginalen Gingivarandes sowie der mesialen und distalen Papille gekommen (Abb. 3, 4). Ein weiterer Faktor, der den Schwierigkeitsgrad der Behandlung erhöhte, war das gingivale Lächeln (gummy smile) der Patientin, welches das faziale Weichgewebe der Oberkieferfrontzähne beim Lächeln exponierte (Abb. 2).

Chirurgisches Vorgehen Aufgrund der ausgeprägten Defekte im Bereich des Alveolarfortsatzes und der größeren Vorhersagbarkeit wurde ein zweizeitiges chirurgisches Protokoll gewählt. Zunächst sollte ein Aufbau des bukkalen Knochendefekts und anschließend nach einer Einheilphase von drei Monaten die Implantatinsertion erfolgen. Nach Bildung eines Mukoperiostlappens wurde das Ausmaß des knöchernen Defekts der bukkalen Knochenwand sichtbar (Abb. 5, 6). Zum Aufbau des Knochendefekts wurde die Bone Lamina-Technik [2] gewählt. Im vorliegenden Fall erfolgte die Defektauffüllung mit autologen Knochenchips aus der regio 38. Die anschließende Abdeckung wurde mit einer porzinen OsteoBiol Soft Cortical Lamina (Osteobiol, Tecnoss) durchgeführt, die vestibulär mittels zwei Titanpins und palatinal mittels Matratzennaht (Cytoplast 5-0, Cytogenics Biomedical) befestigt wurde. Die Membran wurde im Vorfeld zurechtgeschnitten, um sie im Defektbereich optimal adaptieren zu können (Abb. 7-9). Der Mukoperiostlappen wurde adaptiert und spannungsfrei mit der umgebenden Gingiva vernäht (Cytoplast 5-0, Cytogenics Biomedical, Seralene 6-0, SeragWiesner) (Abb. 10).

Abb. 3: Verlust an Papillenhöhe.

Abb. 4: Horizontaler Volumenverlust und deutliche Einziehung im Bereich des Alveolarfortsatzes.

Zum Zeitpunkt der Implantatinsertion, drei Monate nach Augmentation des Alveolarfortsatzes, konnten stabile Weichgewebsverhältnisse beobachtet werden (Abb. 11). Die Implantatinsertion erfolgte unter erneuter Bildung eines Mukoperiost-

Abb. 5: Kompromittierte bukkale Wand nach Bildung eines Mukoperiostlappens (Ansicht von frontal).

Abb. 6: Kompromittierte bukkale Wand nach Bildung eines Mukoperiostlappens (Ansicht von okklusal).

Abb. 7: Einlagerung von autologen Knochenchips aus der regio 38.

Abb. 8: Abdeckung des OP-Bereichs nach der Bone Lamina-Technik.

Abb. 9: Vestibuläre Befestigung der xenogenen Membran mittels Titanpins.

Abb. 10: Readaptation des Mukoperiostlappens und spannungsfreie Naht.

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pip fallstudie

Abb. 11: Zustand drei Monate nach Augmentation.

Abb. 12: Der augmentierte Bereich zeigt ein ausreichend dimensioniertes Hartgewebslager und ist gut durchblutet.

Implantatschulter 1 mm 2 mm 3 mm

Abb. 13: Präparation des Implantatbetts.

Abb. 14: Eindrehen des Implantats.

2-4 mm

1,5 mm

1,5 m

m

Abb. 15: Zustand nach erfolgter Implantatinsertion. Kontrolle der Insertionstiefe mittels der Markierungen auf dem Loxim Einbringpfosten.

Abb. 16: Die Abstände zu den Nachbarzähnen wurden respektiert – zirkulär und vor allem bukkal ist ausreichend Knochen vorhanden.

Abb. 17: Spannungsfreie Naht nach erfolgter Implantation.

Abb. 18: Mikrochirurgische Freilegung des Implantats nach drei Monaten Einheilzeit mit der Split Finger-Technik.

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pip fallstudie lappens, der minimalinvasiv ohne vertikale Entlastungsschnitte gebildet wurde. So wurde das Operationstrauma möglichst gering gehalten und das Weichgewebe geschont. Nach Aufklappung waren der gut durchblutete Alveolarknochen und der deutliche horizontale Volumengewinn im Bereich des Hartgewebes gut erkennbar (Abb. 12). Als Implantat wurde ein Bone Level Tapered SLActive Implantat gewählt (Straumann GmbH). Die Präparation des Implantatbetts und die Implantatinsertion erfolgten nach dem Herstellerprotokoll (Abb. 13-16). Das Implantat wurde mit einem Insertionstorque von 30 Ncm ca. 3,5 mm unterhalb der marginalen Gingiva eingesetzt. Nach Implantatinsertion erfolgte erneut der spannungsfreie Verschluss des Wundbereichs mit mikrorchirurgischer Naht (Abb. 17).

Abb. 19: Implantat nach Freilegung.

Abb. 20: Wachsmodellation der Krone.

Abb. 22: Radierung im Bereich der Alveole zur Ausformung eines ästhetischen Emergenzprofils, Titanbasis in situ.

Abb. 21: Ränder der Krone im Gipsmodell mit Bleistift markiert.

Abb. 23: Kontrolle der Dimensionen des ZirkondioxidGerüsts.

Abb. 25: Zustand nach Einsetzen/Einprobe der Krone.

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Abb. 24: Mit Creation-Keramik verblendete Krone auf dem Meistermodell.

Abb. 26: Der in der Keramikkrone integrierte Zugang zum Implantat.

Abb. 27: Röntgenkontrolle des gut osseointegrierten Implantats.

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pip fallstudie

Prothetische Versorgung Nach drei Monaten gedeckter Einheilung wurde das Implantat mittels der Split Finger-Technik nach Misch freigelegt. Mit dieser Technik kann Weichgewebe von palatinal nach bukkal transferiert werden und im besten Fall eine Rekonstruktion der Papillen erfolgen (Abb. 18, 19). Sechs Wochen nach Freilegung erfolgte die Abformung mit offener Löffeltechnik mit einem Abformsilikon (Aquasil, Dentsply). Zunächst wurde im Labor (Zahntechnikermeister Pascal Holthaus) ein Wax up des Zahnes hergestellt sowie das Durchtrittsprofil des Zahnes auf das Modell übertragen (Abb. 20). Anschließend wurde der Gips entsprechend der Einzeichnung radiert, um ein anatomisch ausreichend dimensi-

Abb. 28: Unsichtbare Frontzahnkrone, nicht zu unterscheiden von den Nachbarzähnen.

Abb. 29: Abschlussportrait mit wieder hergestelltem Lächeln der Patientin.

oniertes und ästhetisches Emergenzprofil zu erhalten (Abb. 21, 22). Anhand eines Silikonschlüssels, der nach Herstellung der Krone in Wachs hergestellt wurde, konnte die Größe des Gerüstes kontrolliert werden, um eine ausreichende Schichtstärke für das Verblendmaterial (CT, Creation) zu gewährleisten (Abb. 23). Die Krone passte sich in Form, Farbe und Ästhetik sehr gut in die Zahnreihe ein (Abb. 24, 25, 27, 28). Röntgenologisch waren auf der Kontrollaufnahme zum Zeitpunkt des Einsetzens der Krone stabile krestale Knochenverhältnisse zu sehen (Abb. 26). Trotz der schwierigen Voraussetzungen erzielten wir ein in ästhetischer und funktioneller Hinsicht gutes klinisches Ergebnis, das unserer Patientin wieder zu einem schönen und entspannten Lächeln verhelfen konnte (Abb. 29). Aufgrund regelmäßiger Prohpylaxe-Recalls und exzellenter Mitarbeit der Patientin zeigt sich drei Jahre nach der Eingliederung ein sowohl klinisch als auch röntgenologisch stabiles Ergebnis. K

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Scan mich – Literatur oder Tel.: 08025/5785 E-Mail: leser@pipverlag.de

K 1989-1994 Studium der Zahnmedizin an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster K 1995 Weiterbildungsassistent Praxis Prof. Dr. Dr. G. Habel, Facharzt für MKG-Chirurgie K 1996 Weiterbildungsassistent bei Dr. J. Schmidt, Fachzahnarzt für OralchiPriv.-Doz. Dr. med. rurgie u. Frau B. Schulte, Ärztin für dent. Arndt Happe MKG-Chirurgie in Brilon Fachzahnarzt für K 1996 Promotion an der WWU Münster Oralchirurgie K 1997-1998 Weiterbildungsassistent an der Privatzahnklinik Schellenstein in Olsberg, Chefarzt Prof. Dr. F. Khoury K Seit 1.01.1999 Niedergelassen in eigener Praxis in Münster K 1999 Erfolgreicher Abschluss der Weiterbildung « Oralchirurgie » mit der Fachzahnarztprüfung, Anerkennung der Gebietsbezeichnung « Oralchirurgie » K 2004 Erfolgreicher Abschluss des Postgraduiertenprogramm « Curriculum Parodontologie » der Akademie Praxis und Wissenschaft (APW), Tätigkeitsschwerpunkt « Parodontologie » K Seit 2010 wissenschaftliche Kooperation mit der Abteilung für MKG- und Plastische Chirurgie, Oralchirurgie und Implantologie der Universitätsklink zu Köln (Direktor Prof. Dr. Dr. J. E. Zöller) und Verleihung der venia legendi für das Fach Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten an der hohen Universität zu Köln K praxis@dr-happe.de K www.dr-happe.de

Pascal Holthaus, Zahntechnikermeister

K 1993-1997 Ausbildung zum Zahntechniker K 1999-2003 Anstellung in diversen Laboratorien K 2003 Zahntechnikermeisterschule HBZ, Münster K 2004-2016 Anstellung als Zahntechnikermeister u. stellvertr. Laborleitung im Labor Sinnott, Osnabrück K Ab 2017 Anstellung als Zahntechnikermeister im Eigenlabor Dr. Happe & Kollegen

K holthaus-zahntechnik@gmx.de K www.holthaus-zahntechnik.com

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Implantatprothetik nach dem KISS-Prinzip! Versorgung einer Schaltlücke 45 mit einem bukkal angeschrägten Implantat und einer monolithischen Zirkondioxidkrone Christian Ortmeier, Marcus Bilek Implantatprothetik sollte den Nimbus des technisch sehr aufwendigen und einigen wenigen Spezialisten vorbehaltenen Behandlungsablaufs längst verloren haben. Chirurgisch sowie zahntechnisch einfache Verfahren mindern die operative und finanzielle Belastung unserer Patienten. Im vorliegenden Fall wurde eine Schaltlücke im IV. Quadranten mit einer monolithischen Zirkondioxidkrone auf einem Implantat mit bukkaler Anschrägung eingegliedert. Bis auf die konventionelle Abformung erfolgten alle Behandlungsschritte von der Planung bis zur Eingliederung CAD/CAM-gestützt. Zur Vermeidung einer Augmentation im Sinne einer membrangeschützten Knochenregeneration wurde ein neuartiges Implantatsystem mit einer nach bukkal angeschrägten Schulter gewählt (Astra OsseoSpeed Profile EV).

Anamnese & Chirurgie Bei dem 61-jährigen Patienten lag ein ausgeprägter horizontaler Knochenabbau am endodontisch behandelten Zahn 45 vor. Die klinische Krone war durch Wurzelzementkaries weitgehend bis unter den Limbus alveolaris zerstört. Die systematische PARBehandlung und die implantatprothetische Rehabilitation im Oberkiefer (Ankylos) war bereits vor fünf Jahren erfolgt. Trotz der unterstützenden Parodontaltherapie kam es im IV. Quadranten zu einem Teilrezidiv. Wegen der entzündungsfreien parodontalen Situation mit Bifurkationsbefall Grad II am überkronten Zahn 46 entschied sich der Patient für die Versorgung der Schaltlücke mit einer implantatgestützten Vollkeramikkrone. Aufgrund des guten vertikalen Knochenangebotes über dem Foramen mentale und der mäßigen bukkalen Resorpti-

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Abb. 1: Ausgangsbefund, Wurzelzementkaries am Zahn 45; Bifurkationsbefall Grad 2 regio 46 und vertikaler Knocheneinbruch an der mesialen Wurzel.

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pip fallstudie

Abb. 2: Schräg verlaufender Kieferkamm; Atrophiegrad 2 nach Atwood.

Abb. 3: Manuelle Implantatinsertion.

on (Atrophiegrad 2-3 nach Atwood) wurde die Insertion eines bukkal angeschrägten OsseoSpeed Profile EV Implantates geplant. Eine Augmentation sollte so vermieden werden. Nach entsprechender präimplantologischer Diagnostik – auch unter Zuhilfenahme einer für die OK-Versorgung angeforder-

Abb. 4: Osseospeed Profile EV nach Insertion.

ten DVT – konnte ein Profile EV Durchmesser 4.3 mm mit korrekter Ausrichtung der Implantatschulter nach bukkal inseriert werden. Der implantatchirurgische Eingriff erfolgte nach Prämedikation mit Midazolam und der parenteralen Gabe von Atropin zur Reduktion des sehr starken Speichelflusses.

Abb. 5: Verschlussschraube eingedreht.

Abb. 6: Wundverschluss nach Implantation.

Abb. 7: Gingivaformer.

Abb. 8: Eingedrehte Abformkappe.

Abb. 9: Positionierung des Manipulierimplantats.

Abb. 10: Ausformung des Durchtrittsprofils.

Abb. 11: Längsovales Durchtrittsprofil.

Abb. 12: Digitales Design des Titanaufbaus.

Abb. 13: Mit Titannitrit beschichtetes Abutment.

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pip fallstudie

Abb. 14: Digitales Design der Zirkondioxidkrone von bukkal.

Abb. 15: Digitales Design der Zirkondioxidkrone von okklusal.

Behandlungsprotokoll Bei der Nahtentfernung zeigten sich reizlose Wundverhältnisse. Nach zwölf Wochen wurde das Implantat freigelegt und ein entsprechender Gingivaformer eingegliedert. Die Abformung 14 Tage später wurde mit einer verschraubten Abformkappe, einem individuellen Löffel und Vinylsiloxanether (Identium) durchgeführt. Nach Zuordnung des Meistermodelles in habitueller Interkuspidations-Position zum schädel- und gelenkbezüglich einartikulierten Oberkiefermodell erfolgte die Herstellung des CAD/ CAM-gefertigten und nitritbeschichteten Titanaufbaus sowie der monolithischen Multilayer-Zirkondioxidkrone. Hierfür wurde nach Festlegung des Emergenzprofils die Modellsituation des

Abb. 16: Zirkondioxidkrone auf dem Abutment.

Implantats gescannt und das individuelle Abutment digital designed. Durch die Schleimhautunterstützung des Durchtrittprofils mit konkaver Durchtrittsform und einer digital bestimmten Hohlkehlpräparation mit zirkulär leicht subgingivaler Zementgrenze konnte ein idealisiertes individuelles Abutment hergestellt werden. Die Materialentscheidung fiel auf titannitritbeschichtetes Titan, welches durch seine goldfarbene Eigenschaft die Ästhetik der späteren Zirkondioxidkrone begünstigt. Diese wurde mithilfe der 3Shape-Software mittels CAD-Technik gescannt und digital gestaltet sowie mit CAM-Technik aus einem polychromen Hochleistungszirkon mit fließendem Farbverlauf (Katana Zirkonia ML) trocken gefräst. Durch die Multilayertechnik konnten ein Chipping ausgeschlossen und eine adäquate natürliche Ästhetik durch individuelles Bemalen erreicht werden.

Abb. 17: Passung der Krone auf dem Meistermodell.

Abb. 18: Titanaufbau handfest eingedreht.

Abb. 19: Endgültige Positionierung mit Übertragungsschlüssel.

Abb. 20: Die Okklusalschraube wurde mithilfe der Drehmomentratsche mit 24 N/cm fixiert.

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32670860-DE-1609 © 2016 Dentsply Sirona. Alle Rechte vorbehalten.

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pip fallstudie

Abb. 21: Okklusionskontrolle mit Shimstockfolie.

Abb. 22: Leichte Ischämie unmittelbar bei der Einprobe.

Abb. 23: Zirkondioxidkrone eingesetzt.

Abb. 24: Abschlusskontrolle mit Zahnfilm regio 45/46.

Nach Okklusionskontrolle mit Hanel- u. Shimstockfolie wurde der Titanaufbau mit Hilfe einer gedruckten Übertragungsschablone mit einem Drehmoment von 25 Ncm eingedreht. Die semidefinitive Befestigung mit einem Resinezement ermöglicht den späteren Zugang zum Schraubkanal bei einer evtl. Lockerung der Verschraubung. Die Ästhetik vermag zwar nicht die Transluzenz einer Glaskeramikkrone auf einem Hybridaufbau zu erreichen, wesentliche Einschränkungen ergeben sich durch die Multilayertechnik und die individuelle Bemalung aber nicht. Auf diese

K 1987 Staatsexamen und wissenschaftlicher Assistent an der ZMKKlinik der Universität Erlangen K 1991 Weiterbildungsstelle für Oralchirurgie K 1991 Niederlassung in eigener Praxis in Landau a. d. Isar K Autor nationaler und internationaler Dr. med. dent. Publikationen Christian Ortmeier K 2015 Jahresbestpreis der DGI für die beste praktische Arbeit der Zeitschrift für Zahnärztliche Implantologie ZZI K doktor_o@t-online.de K www.doktor-o.de

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Weise konnte die Schaltlücke mit einem geringen chirurgischen und zahntechnischen Aufwand funktionell und ästhetisch befriedigend versorgt werden. K

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Marcus Bilek, Zahntechniker

K 1999-2003 Ausbildung zum Zahntechniker bei der Slomski Zahntechnik GmbH in Osterhofen K 2009-2010 Curriculum Implantatprothetik der Deutschen Gesellschaft für Orale Implantologie (DGOI) K Seit 2017 Geschäftsführender Gesellschafter der Slomski Zahntechnik GmbH K 2017 Niederbayerischer Gründerpreis, 2. Platz in der Kategorie „Konzept“

K info@slomski-zahntechnik.de K www.slomski-zahntechnik.de

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pip fallstudie

Die digitale Abformung in der Implantologie Ingo Baresel Die Implantatversorgung ist eine wichtige und komplexe Behandlungsmethode in der Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde. In Deutschland werden laut einer Schätzung der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) jährlich etwa eine Million Implantate inseriert. Eine besondere Schwierigkeit liegt in der Versorgung abgewinkelter Komplexversorgungen. Für einen langfristigen Verbleib eines Implantats ist, neben einer gewebeschonenden chirurgischen Vorgehensweise, Material, Oberfläche und Konstruktion der Implantate, auch die Gestaltung der späteren prothetischen Versorgung maßgebend. Die Abformung ist dabei ein entscheidendes Glied im Herstellungsprozess der nach

Abb. 1a: Scan des Emergenzprofils.

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der Implantation folgenden prothetischen Versorgung. Bei der Abformung von implantatgetragenem Zahnersatz kommt der Übertragung der Mundsituation wegen der mangelnden Eigenbeweglichkeit der osseointegrierten Implantate eine besondere Bedeutung zu. Die konventionelle Abformung ist dabei immer noch Standard in der täglichen Praxis. Sie ist jedoch mit zahlreichen material- und methodenbedingten Fehlerquoten behaftet.

Abb. 1b: Ansicht des Scans von kranial.

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


pip fallstudie onen wie Schraubenverlust, Schraubenbruch, Implantatfraktur und Knochenverlust führen.

Die digitale intraorale Abformung Mit der digitalen, intraoralen Abformung (CAI= computer aided impression) steht eine neue Möglichkeit zur Verfügung, eine Abformung genau und für den Patienten komfortabel vorzunehmen. Intraorale Kamerasysteme versetzen den digitalen Workflow in die Lage, die bisherige Herstellung konventioneller Gipsmodelle und Laborscans als Basis digitaler Daten abzulösen. Die optisch digitale Abformung ist im Bereich der Einzelzahn- und Quadrantenversorgung dem als „Goldstandard“ bezeichneten konventionellen Verfahren in der erzielten Genauigkeit zumindest gleichwertig, in den meisten Untersuchungen der direkten Vergleiche der Abformgenauigkeit in diesen Bereichen sogar überlegen [4]. Auch für den Bereich des Gesamtkiefers bestätigen diese These mittlerweile viele Untersuchungen [4, 5, 6]. Fast alle Scanner erzielen bis zum Quadrantenbereich eine Genauigkeit, die für festsitzenden Zahnersatz klinisch nicht mehr relevant ist, da sie von

Abb. 2: Situation mit eingeschraubten Scanbodies.

Abb. 4: Generieren eines Implantatmodells.

Abb. 3: Scan der klinischen Situation.

Abb. 5b

Abb. 5a

Abb. 5a, b: Virtuelles Modell mit Abutments.

Es existiert bisher kein Abformmaterial in Zusammenhang mit einer bestimmten Abformmethode, das die intraorale Situation einer Implantatsituation im Mund des Patienten exakt reproduziert [1, 2]. Eine absolut spannungsfrei sitzende Suprakonstruktion ist nach jetzigem Stand der Forschung mit konventionellen Abformmethoden nicht erreichbar [3]. Suprakonstruktionen, die nicht spannungsfrei auf den osseointegrierten Implantaten aufsitzen, können zu biologischen und mechanischen KomplikatiPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017

den üblichen Schleifinstrumenten der Fräszentren kaum erreicht werden kann [4]. Intraorale digitale Implantatabformungen sind jedoch bisher noch wenig geläufig. Dies ist verwunderlich, da in der Implantologie häufig konfektionierte Teile zum Einsatz gelangen. Diese sind leichter scanbar als individuelle Strukturen. Da auch für die der Abformung folgenden Restaurationen viel-

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pip fallstudie

Abb. 6a

Abb. 6b Abb. 6a, b: Gestaltung der Gerüste.

fach vollkeramische Werkstoffe – die ohnehin einen digitalen Workflow erfordern – verwendet werden, ist es sinnvoll, die digitale Erfassung bereits im Mund zu beginnen.

Digitale Datenerfassung und Herstellung Im Folgenden soll der typische Ablauf einer digitalen Abformung und die Herstellung einer implantatgetragenen Restauration beschrieben werden.

Abb. 7a: Individuelle Abutments auf gedrucktem Modell.

Die Abformung beginnt nach Entfernung des Gingivaformers mit dem Scan der offenen Implantatschraube. Dadurch kann man die exakte Form des Emergenzprofils darstellen und durch geschickte Gestaltung des individuellen Abutments diese positiv beeinflussen. Diese Information ist nicht mit konventionellen Methoden ins zahntechnische Labor übertragbar, aber für funktionell und ästhetischen Zahnersatz überaus wichtig (Abb. 1a, b). Im nächsten Schritt werden als Hilfsmittel zur Übertragung der Lage der zu scannenden Implantate sogenannte Scanbodies eingeschraubt (Abb. 2a). Diese müssen zum verwendeten Implantatsystem und dem Implantatdurchmesser passen. Sowohl viele Implan-

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tathersteller als auch einige Drittanbieter bieten einen digitalen Workflow zu vielen Implantatsystemen an. Für welchen Anbieter man sich hier entscheidet, hängt von der zu scannenden Situation und dem gewünschten Zahnersatz ab und muss mit dem zahntechnischen Labor vorab besprochen sein. Im aktuellen Fall wurden OsseoSpeed TX Implantate (Dentsply Sirona Implants) verwendet, die mit den Scanbodies der Firma NT-Trading gescannt wurden. Als Intaoralscanner wurde der iTero Element der Firma Align Technology verwendet. Nach dem Scan des Gegenkiefers und der digitalen Bissnahme kann die digitale Abformung ins zahntechnische Labor übermittelt werden (Abb. 3). Die notwendigen gnathologischen Ver-

Abb. 7b: Gefrästes Gerüst.

messungen (z. B. Gesichtsbogen) werden konventionell vorgenommen und dem Labor zur Verfügung gestellt.

Labside Nachdem das zahntechnische Labor den Scan empfangen hat, beginnt dort der sogenannte Matchingprozess. Hier wird aus einer Bibliothek die digitale Form des ausgewählten Scanbodys aufgerufen und mit dem Intraoralscan überlagert (Matching). Die Software bestimmt durch diesen Prozess die exakte Position des Implantatanalogs im virtuellen Modell (Abb. 4). Das so konPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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pip fallstudie

Abb. 8: Einprobe der Gerüste.

Abb. 9: Eingegliederte Arbeit.

struierte Modell wird inklusive eines exakten Hohlraumes für das benötigte Laboranalog gedruckt. In das gedruckte Modell werden dann die Laboranaloge nach Herstellerangaben eingebracht.

Individuelle Abutments Im nächsten Schritt werden die individuellen Abutments digital konstruiert, aus Zirkon gefräst, gesintert und mit den passenden konfektionierten Basen verklebt (Abb. 5a, b). Dabei kann es zu Ungenauigkeiten im weiteren Ablauf kommen, beispielsweise wenn zu viel Spiel in der Klebefuge zwischen konfektionierter Basis und gefertigtem Abutment vorliegt. Ein Laborscan des gedruckten Modells mit aufgeschraubten Abutments führt ebenfalls zu Ungenauigkeiten, da eventuelle Fehler im Druck des Modells in den weiteren Prozess mit einfließen. Auf Grund des weiteren Workflows ist es deshalb zukünftig wünschenswert, die Abutments inklusive Basis zu konstruieren und zu fräsen. Die Konstruktion der Gerüste erfolgt ebenso wie im klassischen Workflow (Abb. 6a, b). Wichtig bei der Umsetzung der Gerüste ist, dass diese nicht direkt auf dem Modell aufgewachst werden, da Ungenauigkeiten des Modells und der Verklebung der individuellen Abutments einen negativen Einfluss haben. Die Gerüste sollten stets digital konstruiert und direkt gefräst werden. Nach der Umsetzung der Gerüste im CAM-Prozess erfolgt die erste Einprobe in der Praxis. Die Gerüste sollten spannungsfrei auf den Abutments sitzen (Abb. 8). Eine weitere Bissnahme wird mit den aufgesetzten Gerüsten durchgeführt. Nach Verblendung der Gerüste und möglicher Rohbrandeinprobe zur Überprüfung der Passung und Kosmetik kann die fertiggestellte Arbeit spannungsfrei eingegliedert werden (Abb. 9).

Fazit Die digitale Abformung sollte heute aus der Praxis nicht mehr wegzudenken sein. Sie bietet in vielen Bereichen deutliche Vorteile gegenüber der analogen Abformung. Gerade in der

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Implantatabformung ist es wünschenswert, dass sich diese Art der Abformung weiter durchsetzt. Bei größeren implantatgetragenen Restaurationen ist aber noch Forschungsarbeit nötig. So gilt es wissenschaftlich zu klären, inwieweit Form, Oberflächengestaltung, Material und Größe der Scanbodies Einfluss auf die Qualität der Scanergebnisse und des anschließenden Matchingprozesses im Labor haben. Allerdings stellt die Abformung im Hinblick auf die erreichbare Genauigkeit der Restauration nur einen Mosaikstein in einer Prozesskette dar, viele klinisch- und herstellungsbedingte Parameter können das Ergebnis stark beeinflussen. Dazu spielt das individuelle Geschick des Zahnarztes und des Zahntechnikers eine große Rolle. Ebenso wichtig wie die Genauigkeit des Scans sind daher auch der anschließende digitale Workflow und die eingesetzten Materialien. K

Scan mich – Literatur oder Tel.: 08025/5785 E-Mail: leser@pipverlag.de

Dr. Ingo Baresel

K 1996 Approbation nach Studium der Zahnmedizin an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen K 1999 Niederlassung in der Gemeinschaftspraxis Drs. Wolfgang, Ingo und Jens Baresel, Cadolzburg K 2000 Promotion zum Dr. med. dent. Fachgebiete: Parodontologie, Kieferorthopädie K 2014 Gründung der Deutschen Gesellschaft für digitale orale Abformung (DGDOA) K Vorträge und Artikel zum Thema digitale Abformung

K praxis.baresel@googlemail.com K info@dgdoa.de K www.dr-baresel.de

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Die digitale Behandlungskette in der dentalen Implantologie – Teil 1: Diagnostik Zur bildgebenden Diagnostik in der Implantologie und der Implantatprothetik zählen in erster Linie dreidimensionale bildgebende Verfahren wie die Digitale Volumentomografie (DVT), Computertomografien (CT), sowie verschiedene optische Scansysteme, wie sie u. a. zur intraoralen Abformung verwendet werden. Bei der Evaluation von bildgebenden Systemen spielt naturgemäß die Genauigkeit eine große Rolle, mit welcher die klinische Situation digitalisiert wird. Hierbei ist es wichtig, Begrifflichkeiten wie die „Wirklichkeitstreue“ (Trueness) und die „Präzision“ (Precision) eines Verfahrens zu bestimmen und voneinander abzugrenzen. Wirklichkeitstreue beschreibt die Genauigkeit der digitalen Wiedergabe der klinischen Situation. Die Präzision steht für die Konsistenz des Scanverfahrens, d. h. für die Übereinstimmung der einzelnen Scanvorgänge. Wichtig ist bei der vorliegenden Literatur die Feststellung, dass es sich in der großen Mehrheit der Studien um Wirksamkeitsstudien handelt, die die Aufgabe haben, eine bestimmte Technologie zu beschreiben und ihre Wirksamkeit in einem technischen Zusammenhang zu identifizieren. Diesem Umstand ist es geschuldet, dass mehrheitlich In vitro-Studien zur Verfügung gestanden haben. Genauigkeitsunterschiede zwischen konventionellen und digitalen Abformungen werden in der Literatur unterschiedlich beschrieben. Bei offener konventioneller Implantatabformung mittels Polyether konnten höhere dreidimensionale Abweichungen ermittelt werden als mittels Intraoralscan [Amin, et al., 2016]. Wurden für Vollkronen präparierte Zähne abgeformt, hatte der Präparationswinkel einen signifikanten Einfluss auf die Genauigkeit konventioneller Abformungen bzw. extraoraler Modellscans. Bei Verwendung eines Intraoralscanners konnten verlässlichere Ergebnisse erzielt werden, die durch die Neigung der Präparationswinkel nicht beeinflusst wurden [Carbajal Mejia, et al., 2017]. In einer anderen In vitro-Untersuchung wurden ebenfalls präparierte Zähne mittels verschiedener Intra- und Extraoralscanner abgeformt, ohne dass signifikante Abweichungen in der Präzision oder Größenunterschiede festgestellt werden konnten [Bohner, et al., 2017a, Lee, et al., 2017]. Im Gegensatz dazu führten Intraoralscans zu weniger genauen Ergebnissen als konventionelle Abformungen mittels Polyvinylsiloxan [Basaki, et al., 2017]. Auch bei Messungen der interimplantären Distanz von Implantaten in zwei verschiedenen Quadranten eines Kiefers waren Intraoralscanner ungenauer als Extraoralscanner [Flügge, et al., 2016a]. Andererseits ergaben andere In vitroStudien, dass die direkte Digitalisierung des gesamten Kiefers zu genaueren Ergebnissen führt als die indirekte Digitalisierung mittels Extraoralscannern [Muallah, et al., 2017, Vecsei, et al., 2017]. Auch die Ergebnisse eines RCT ergaben bei Intraoralscans eine bessere Passgenauigkeit und einen genaueren Kronenrandschluss [Ahrberg, et al., 2016]. Im Gegensatz dazu konnte in einer systematischen Literaturrecherche kein Unterschied in der Randschlussgenauigkeit nach konventioneller oder digitaler Abformung ermittelt werden [Tsirogiannis, et al., 2016]. Die wirklichkeitstreue Wiedergabe der intraoralen Situation ist bei Zahnlosen – unabhängig von der Art des Scanners – offensichtlich weniger gut ausgeprägt als im teilbezahnten Kiefer [Imburgia, et al., 2017]. Grundsätzlich scheinen

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Intraoralscanner anderen Abformmethoden gegenüber ebenbürtig bzw. überlegen zu sein, wenn nicht der gesamte Kiefer, sondern lediglich ein Sextant abgeformt wird [Güth, et al., 2016, Rehmann, et al., 2017]. In einer systematischen Übersichtsarbeit wird auf Grundlage der verfügbaren Evidenz sogar empfohlen, den gesamten Kiefer konventionell statt digital abzuformen [Ahlholm, et al., 2016]. Das digitale Matching einer 3D-Bildgebung und Intraoralscans ist ein wichtiger Schritt des digitalen Workflows bei der Herstellung von Bohrschablonen für eine navigierte Implantatinsertion. Allerdings kommt es in Abhängigkeit von der Anzahl bereits vorhandener Restaurationen zu Artefakten, die zu signifikanten Abweichungen zwischen DVT- und Scandaten führen [Flügge, et al., 2016b]. Aber auch ohne Artefaktbildung scheint es zu Abweichungen zwischen der tatsächlichen Situation am Patienten und der digitalen Darstellung zu kommen, was zu Ungenauigkeiten bei der Herstellung der Bohrschablonen führt [Stimmelmayr, et al., 2017]. Insbesondere scheinen DVT signifikant erhöhte mesio-distale und vertikale, d. h. die Insertionstiefe von Implantaten betreffende Abweichungen der Planungsdaten zu beinhalten [Widmann, et al., 2016]. Bei MRT-Aufnahmen führt Zirkondioxid dabei zu weitaus größeren Artefaktbildungen als Titan, während im DVT die größten Artefakte bei Titan-Zirkondioxid-Legierungen entstehen [Smeets, et al., 2017]. Beim Einsatz einer Synchrotron Mikro-CT kann im Gegensatz zu den anderen bildgebenden Verfahren eine Artefaktbildung offensichtlich verhindert werden. Gleichzeitig werden sehr hohe Bildauflösungen erreicht [Neldam und Pinholt, 2014] und morphometrische Knochenindizes werden signifikant genauer dargestellt als mittels DVT und Mehrschicht Computertomogrammen [Van Dessel, et al., 2017]. Die Bildgebung mittels Synchrotron Mikro-CT bzw. Mikro-CT gilt aus diesem Grund als der Goldstandard zur Darstellung der Mikroarchitektur des Knochens [Neldam und Pinholt, 2014, Van Dessel, et al., 2017]. Mikro-CT liefert bei Ermittlung des BIC im Vergleich zu histologischen Untersuchungsergebnissen jedoch weniger genaue Ergebnisse als erwartet [Neldam, et al., 2017]. Die 3D-Bildgebung wird grundsätzlich empfohlen, wenn aufgrund der Schwierigkeit des jeweiligen Patientenfalls mit Komplikationen gerechnet werden kann [Shelley, et al., 2015] bzw. wenn Komplikationen bereits eingetreten sind [Bornstein, et al., 2017]. Einfache Panoramaschichtaufnahmen werden als Grundlage für die Implantatauswahl als völlig ausreichend eingeschätzt, sofern keine vulnerablen Strukturen in Implantatnähe sind und keine Notwendigkeit für die Durchführung augmentativer Maßnahmen besteht [Deeb, et al., 2017]. Zur Beurteilung periimplantärer Knochendefekte scheinen sich konventionelle Zahnfilme und DVT gleichermaßen gut zu eignen [Bohner, et al., 2017b]. Als problematisch wird von einigen Autoren noch immer die mit der 3D-Diagnostik verbundene Strahlendosis eingestuft [Bornstein, et al., 2014, Ludlow, et al., 2015]. Grundsätzlich ist festzustellen, dass im Bereich der digitalen Abformung und der 3D-Bildgebung große Fortschritte zu beobachten sind und große Verbesserungen bei der Praxistauglichkeit der Geräte zu verzeichnen sind. Dennoch gibt es offensichtlich praxisbezogene Situationen, in welchen konventionelle Methoden noch das Mittel der Wahl sind.

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Digitale Abformung In vitro-Studien

Amin S, Weber HP, Finkelman M, El Rafie K, Kudara Y, Papaspyridakos P. Digital vs. conventional full-arch implant impressions: a comparative study. Clin Oral Implants Res. 2016 Dec 31. [Epub ahead of print]. (»Eine vergleichende Untersuchung digitaler gegenüber konventioneller Abformungen zur Implantatversorgung des zahnlosen Kiefers.«) Zur Überprüfung der Nullhypothese, dass die offene konventionelle Abformung mittels Polyether zu genaueren Ergebnissen als zwei Intraoralscanner (Cerec Omnicam und 3M True Definition) führt, wurde die vorliegende In vitro-Untersuchung anhand eines Meistermodells aus Gips mit fünf Implantaten durchgeführt. Je System wurden zehn Abformungen durchgeführt. Die anhand der konventionellen Abformungen erstellten Modelle und das Meistermodell wurden anschließend mit einem hochauflösenden Scanner (Activity 880 Scanner, Smart Optics, Bochum, Deutschland) digitalisiert. Mittels digitaler Überlagerung wurden die Modelle mit dem Meistermodell verglichen. Der Vergleich ergab, dass es bei allen drei Abformsystemen zu signifikanten dreidimensionalen Abweichungen im Vergleich zum Meistermodell kam. Intraoralscanner führen zu signifikant genaueren Abformungen als die konventionelle Abformmethode, was eine Verwerfung der Nullhypothese zur Folge hatte. Der True Definition-Scanner führte im Vergleich zum Cerec Omnicam-System zu signifikant geringeren, dreidimensionalen Abweichungen. Basaki K, Alkumru H, De Souza G, Finer Y. Accuracy of Digital vs Conventional Implant Impression Approach: A Three-Dimensional Comparative In Vitro Analysis. Int J Oral Maxillofac Implants. 2017 July/August;32(4):792–799. (»Eine dreidimensionale In vitro-Analyse zur Genauigkeit digitaler gegenüber konventioneller Abformungen bei Implantattherapien.«) Jeweils zehn Abformungen eines zahnlosen Unterkiefermodells mit Implantaten im Bereich des ersten Prämolaren und ersten Molaren wurden mittels Intraoralscanner oder konventionell im offenen Verfahren mittels Polyvinylsiloxan abgeformt. Anschließend wurden die neu hergestellten Modelle mittels Laserscanner analysiert und mit dem Original-Unterkiefermodell verglichen. Zwischen beiden Abformtechniken und dem Unterkiefermodell lagen signifikante dreidimensionale Abweichungen vor. Zwischen den beiden Techniken konnten keine signifikanten Genauigkeitsunterschiede festgestellt werden. Die (beabsichtigte) Angulation zwischen den Implantaten hatte bei beiden Methoden keinen Einfluss auf die Modellgenauigkeit. Dennoch ergab die Überprüfung mit einer Prüfprothese einen akzeptablen Passive Fit bei nur elf von 20 digital und bei 18 von 20 konventionell abgeformten Modellen. Schlussfolgerung: Die Modellherstellung mittels Intraoralscan Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017

führt zu weniger genauen Ergebnissen als die mittels konventioneller Abformung. Bohner LO, De Luca Canto G, Marció BS, Laganá DC, Sesma N, Tortamano Neto P. Computer-aided analysis of digital dental impressions obtained from intraoral and extraoral scanners. J Prosthet Dent. 2017 Apr 3. pii: S0022-3913(17)30051-3. [Epub ahead of print] (»Computergestützte Analyse intra- und extraoraler digitaler Abformungen.«) Digitale Abformungen können sowohl direkt im Mund des Patienten oder anhand eines Modells erfolgen, das mittels einer konventionellen Abformung hergestellt wurde. Die Digitalisierung der intraoralen Situation erlaubt, unabhängig von der Art des Scans, den Beginn des digitalen Workflow zur Herstellung von Zahnersatz. Um die Genauigkeit von intra- und extraoralen Scannern miteinander zu vergleichen, wurden Kunststoffzähne beschliffen und mittels eines industriellen Computertomografie-Systems gescannt. Diese Scans dienten als Referenz für den folgenden Scan mit den Intraoralscannern Trios, Cerec BlueCam und den Extraoralscannern D250 und Cerec InEosX5. Zwischen den einzelnen Scannern konnten keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Größenabweichungen ermittelt werden. Bei beiden Cerec-Scannern waren Abweichungen im Okklusal- und Zervikalbereich signifikant gegenüber den anderen beiden Scannern erhöht. Carbajal Mejía JB, Wakabayashi K, Nakamura T, Yatani H. Influence of abutment tooth geometry on the accuracy of conventional and digital methods of obtaining dental impressions. J Prosthet Dent. 2017 Feb 17. pii: S0022-3913(16)30600-X. [Epub ahead of print] (»Der Einfluss der Präparationsform von beschliffenen Zähnen auf die Genauigkeit konventioneller und digitaler Abformmethoden.«) Intraorale und extraorale Abformungen sind in der Lage, präparierte Zahnkronen unabhängig von der Präparationsform abzubilden. Es gibt jedoch wenige Untersuchungen, die den Einfluss der Präparationsform auf die Abformgenauigkeit zum Gegenstand haben. Ein mittlerer linker Oberkiefer-Schneidezahn wurde neunmal mit verschiedenen Präparationswinkeln zur Aufnahme einer Krone beschliffen. Als nächstes wurden von den Präparationen Acrylanaloga gedruckt, mittels eines Hochleistungs-Referenzscanners gescannt und im Stereolithografie (STL)-Format abgespeichert. Anschließend wurden von jedem Referenzmodell je fünf konventionelle Abformungen mittels Polyvinylsiloxan durchgeführt und Gipsmodelle des Zahnes hergestellt. Diese wurden schließlich mit einem Extraoralscanner einschließlich des Referenzscanners eingescannt. Die Scans wurden ebenfalls als STL-files gespeichert. Zusätzlich erfolgten direkte Scans der Referenzmodelle mit dem Intraoralscanner. Abformungen mittels Intraoralscanner waren signifikant genauer als die konventionellen Abformungen und die Extraoralscans bei Präparationswinkeln < 8 Grad. Die Präzision des Intraoralscanners war bei allen Präparationswinkeln signifikant größer als bei den anderen beiden Abformmethoden. Visuelle

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kurz & schmerzlos Analysen ergaben, dass bei allen Präparationswinkeln Intraoralscans homogene Abweichungsmuster aufwiesen, während die anderen beiden Abformmethoden bei der Abformung von Unterschnitten zu ausgeprägten lokalisierten Abweichungen führten. Schlussfolgerung: Konventionelle oder extraorale Scans von mittels konventionellen Abformungen hergestellten Gipsmodellen sind nicht in der Lage, verlässliche Abformergebnisse zu erzielen, je größerer die Präparationswinkel sind. Intraoralscans hingegen führen zu verlässlichen Ergebnissen unabhängig vom Präparationswinkel. Flügge TV, Att W, Metzger MC, Nelson K. Precision of Dental Implant Digitization Using Intraoral Scanners. Int J Prosthodont. 2016 May-Jun;29(3):277-83. (»Genauigkeit von Intraoralscannern zur Digitalisierung dentaler Implantate.«) Um eine Herstellung implantatgestützter prothetischer Restaurationen mittels CAD/CAM zu ermöglichen, müssen die Scanbodies der Implantate mittels Intraoral- oder Laborscanner digitalisiert werden. Um die Genauigkeit der Scanner zu untersuchen, wurden zwei Modelle mit unterschiedlicher Positionierung und Anzahl Implantate hergestellt, mittels drei verschiedenen Intraoralscannern (iTero, Cadent; Trios, 3Shape; True Definition 3M) und mit dem D250 Extraoralscanner der Firma 3Shape gescannt. Die interimplantäre Distanz und der verwendete Scanner hatten einen Einfluss auf die Genauigkeitswerte der Abformung. Die Scanpräzision der Intraoralscanner fiel mit einer größeren interimplantären Distanz signifikant ab. Die Scangenauigkeit des Extraoralscanners hingegen wurde nicht von der Distanz der Scanbodies zueinander beeinflusst. Gimenez-Gonzalez B, Hassan B, Özcan M, Pradíes G An In Vitro Study of Factors Influencing the Performance of Digital Intraoral Impressions Operating on Active Wavefront Sampling Technology with Multiple Implants in the Edentulous Maxilla. J Prosthodont. 2016 Mar 2. [Epub ahead of print] (»Eine In vitro-Studie zu Einflussfaktoren bei digitaler Abformung mehrerer Implantate im Oberkiefer mittels Active Wavefront Sampling.«) In ein Kunststoffmodell eines zahnlosen Oberkiefers wurden sechs Implantate mit unterschiedlichen Insertionstiefen und Neigungswinkeln eingesetzt. Anschließend erfolgte mittels einer Koordinaten-Messvorrichtung eine Vermessung des Modells, deren Messdaten als Referenz für die anschließenden digitalen Scans dienten. Nach Anbringen von Scanbodies auf den Implantaten führten vier kalibrierte Untersucher je fünf Scans mit einem True Definition Scanner durch. An der Referenzposition regio 15 wurden je fünf Winkelmessungen und lineare Messungen durchgeführt. Unerfahrene Untersucher, kürzere Scanbodies und größere Implantatabstände führten zu einem signifikanten Genauigkeitsverlust. Die Angulation der Implantate hatte keinen Einfluss auf die Scangenauigkeit. González de Villaumbrosia P, Martínez-Rus F, García-Orejas A, Salido MP, Pradíes G. In vitro comparison of the accuracy (trueness and precision) of six extraoral dental scanners with different scanning technologies.

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J Prosthet Dent. 2016 Oct;116(4):543-550.e1. (»Ein In vitro-Vergleich der Wirklichkeitstreue und Präzision von sechs Extraoralscannern mit unterschiedlichen Scantechnologien.«) Ein Mastermodell in Form eines präparierten Zahnes wurde aus Polyetherketon hergestellt, dessen Maße mit einer Koordinatenmessungsvorrichtung genau vermessen wurden. Anschließend wurde das Mastermodell mit sechs unterschiedlichen Scannern digital abgeformt. Getestet wurden Strukturlichtscanner (IScan D101, Lava Scan ST und SmartOptics Activity 101), zwei Laserscanner (D640 und ZENO Scan 100) sowie ein Kontaktscanner (Renishaw Incise). Die Verlässlichkeit von CAD/CAM-Scannern wurde nicht durch eine bestimmte Technologie beeinflusst. Der ZENO-Scanner führte zu den genauesten und präzisesten Scans. Güth JF, Edelhoff D, Schweiger J, Keul C. A new method for the evaluation of the accuracy of full-arch digital impressions in vitro. Clin Oral Investig. 2016 Sep;20(7):1487-94. (»Eine neue Methode zur Ermittlung der Genauigkeit digitaler Abformungen des Kiefers In vitro.«) In einem Unterkiefermodell wurden die beiden zweiten Molaren mit einem Steg miteinander verbunden, um die Abformgenauigkeit eines Intraoralscanners (True Definition) im Vergleich zu Extraoralscans (D810) eines Gipsmodells nach konventioneller Abformung zu ermitteln. Die Bestimmung der Dimensionen des Mastermodells wurde mittels einer Koordinaten-Messvorrichtung durchgeführt und diente als Referenz. In Bezug auf die Wiedergabegenauigkeit der Steglänge gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen. Der Extraoralscanner zeigte auf der Y- und Z-Achse sowie bei der Winkelgenauigkeit signifikant größere Abweichungen als der Intraoralscanner. Schlussfolgerung: Intraoralscanner scheinen beim Scan von einzelnen Zähnen und kurzen Distanzen Extraoralscannern ebenbürtig bzw. überlegen zu sein. Derzeit mangelt es noch an Daten zur Abformgenauigkeit ganzer Kiefer. Imburgia M, Logozzo S, Hauschild U, Veronesi G, Mangano C, Mangano FG. Accuracy of four intraoral scanners in oral implantology: a comparative in vitro study. BMC Oral Health. 2017 Jun 2;17(1):92. (»Die Genauigkeit von Introralscannern in der oralen Implantologie: Eine In vitro-Vergleichsstudie.«) In der vorliegenden In vitro-Studie wurde die Genauigkeit von vier verschiedenen Intraoralscannern (CS3600, Trios3, Omnicam, True Definition) anhand von Scans eines teilbezahnten, mit drei Implantaten und eines zahnlosen, mit sechs Implantaten versorgten Gipsmodells überprüft. Die Modelle wurden jeweils fünfmal mit Scanbodies aus Polyether-Ether-Keton (PEEK) auf den Implantaten in situ mit einem der Intraoralscanner gescannt. Die Scans wurden mit den Mastermodellen verglichen, die mittels eines Industriescanners (ScanRider) digitalisiert worden waren. Alle Scanner schnitten bei der wirklichkeitsgetreuen Wiedergabe der Situation und in der Konsistenz der digitalen Wiedergabe am teilbezahnten Modell besser ab als beim unbezahnten. Am teilbezahnten Modell waren die besten Genauigkeitsergebnisse mit dem CS3600 zu beobachten, gefolgt vom Trios3, Omnicam und True Definition. Signifikante Genauigkeitsunterschiede waren bei folgenden Scannern erkennbar: CS3600 gegenüber Trios3/Omnicam/True Definition sowie Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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kurz & schmerzlos zwischen Trios3 und Omnicam/True Definition. Im unbezahnten Modell hatte ebenfalls der CS3600 die besten Genauigkeitswerte, gefolgt von Omnicam, Trios3 und True Definition. Signifikante Unterschiede bestanden zwischen CS3600 und True Definition, Trios3 und True Definition sowie Omnicam und True Definition. Die beste Konsistenz wies am unbezahnten Modell der True Definition auf, gefolgt von Trios, CS3600 und Omnicam. Im unbezahnten Modell zeigte der Trios3-Scanner die beste Konsistenz, gefolgt von Omnicam, CS3600 und True Definition. Die Konsistenzunterschiede zwischen den einzelnen Scanverfahren waren weder für die teil- noch für die unbezahnte Situation statistisch signifikant. Die Scanner CS3600, Omnicam und True Definition lieferten jedoch im teilbezahnten Kiefer signifikant bessere Ergebnisse in der Konsistenz als im zahnlosen Kiefer. Lee JJ, Jeong ID, Park JY, Jeon JH, Kim JH, Kim WC. Accuracy of single-abutment digital cast obtained using intraoral and cast scanners. J Prosthet Dent. 2017 Feb;117(2):253-259. (»Genauigkeit intraoraler und extraoraler Scans bei der digitalen Abformung von einzelnen präparierten Zähnen.«) Ein Polymethylmethacrylat-Mastermodell wurde in Form eines präparierten ersten Oberkiefermolaren hergestellt. Das Mastermodell wurde mit zwei Intraoalscannern (Cerec Bluecam und Cerec Omnicam) und einem Hochleistungs-Industriescanner eingescannt. Mit dem Extraoralscanner wurde zunächst das Mastermodell eingescannt (Cast Scanner 1). Anschließend wurden anhand der Scans Gipsmodelle des Zahnes hergestellt und erneut mit dem Extraoralscanner digital abgeformt (Cast Scanner 2). Es konnten keine statistisch signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Wirklichkeitstreue zwischen Bluecam und Cast Scanner 1 sowie zwischen Omnicam und Cast Scanner 2 ermittelt werden. Alle anderen Scannervergleiche führten zu signifikanten Unterschieden bezüglich der Wirklichkeitstreue. Es bestanden keine signifikanten Unterschiede in der Präzision zwischen Bluecam und Omnicam und zwischen Omnicam und Cast Scanner 1. Zwischen allen anderen Paarungen waren die Unterschiede jedoch signifikant. Mangano FG, Veronesi G, Hauschild U, Mijiritsky E, Mangano C. Trueness and Precision of Four Intraoral Scanners in Oral Implantology: A Comparative in Vitro Study. PLoS One. 2016 Sep 29;11(9):e0163107. (»Eine In vitro-Vergleichsstudie zur Wirklichkeitstreue und Präzision von vier Intraoralscannern bei der Implantatbehandlung.«) In der vorliegenden In vitro-Studie wurde die Genauigkeit von vier verschiedenen Intraoralscannern (CS3500, Trios, Zfx Intrascan, Planscan) anhand von Scans eines teilbezahnten und mit drei Implantaten und eines zahnlosen und mit sechs Implantaten versorgten Gipsmodells überprüft. Die Modelle wurden jeweils fünfmal mit Scanbodies aus Polyether-Ether-Keton (PEEK) auf den Implantaten in situ mit einem der Intraoralscanner gescannt. Die Scans wurden mit den Mastermodellen verglichen, die mittels eines Industriescanners (IScan D104I) digitalisiert worden waren. In beiden Modellsituationen zeigte der CS3500 -Scanner die besten Genauigkeits- und Präzisionswerte, gefolgt von Trios, Zfx Intrascan und Planscan. In Bezug auf die Wirklichkeitstreue waren sowohl in der teil-, wie auch in der unbezahnten Situation die Scans des CS3500 signifikant besser als Zfx

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Intrascan/Planscan, und Trios/Zfx Intrascan signifikant besser als Planscan. Hinsichtlich der Präzision waren in beiden Modellsituationen die Ergebnisse bei CS3500 und Trios signifikant besser gegenüber Zfx Intrascan/Planscan. Zfx Intrascan war signifikant besser als Planscan. Muallah J, Wesemann C, Nowak R, Robben J, Mah J, Pospiech P, Bumann A. Accuracy of full-arch scans using intraoral and extraoral scanners: an in vitro study using a new method of evaluation. Int J Comput Dent. 2017;20(2):151-164. (»Genauigkeit von Aufnahmen des gesamten Kiefers mittels intra- und extraoraler Scanner: Eine In vitro-Studie unter Verwendung einer neuartigen Untersuchungsmethode.«) Ziel der Studie war der Vergleich der Genauigkeit von sechs unterschiedlichen Intraoralscannern mittels einer neuartigen Methode. Eine weitere Zielsetzung war der Vergleich der Intraoralscanner mit der indirekten Digitalisierung konventionell hergestellter Modelle. Dazu wurde ein Mastermodell aus Kunststoff mittels 3D-Druck hergestellt und es wurden an fünf verschiedenen Stellen Bohrungen angebracht, um folgende Entfernungen zu simulieren: Intermolare Breite (IMB), interkanine Breite (ICB) und Zahnbogenlänge (ZL). Als Goldstandard wurden Messungen mit einem Koordinatenmessgerät (Zeiss O-Inspect 422) durchgeführt. Das Mastermodell wurde je 37 Mal mit folgenden Scannern abgeformt: Apollo DI (Sirona), CS 3500 (Carestream Dental), iTero (Cadent), PlanScan (Planmeca), Trios (3Shape) und True Definition (3M Espe). Die indirekte Digitalisierung erfolgte mit dem OrthoX Scan (Dentaurum). Bei Trios und iTero konnten die genauesten Ergebnisse ermittelt werden. CS 3500, True Definition und Apollo DI zeigten jedoch ähnlich gute Ergebnisse. Bei PlanScan konnten die größten Abweichungen vom Goldstandard beobachtet werden. Grundsätzlich konnte festgestellt werden, dass die direkte Digitalisierung zu genaueren Ergebnissen führt als die indirekte Digitalisierung. De Paula Silveira AC, Chaves SB, Hilgert LA, Ribeiro AP. Marginal and internal fit of CAD-CAM-fabricated composite resin and ceramic crowns scanned by 2 intraoral cameras. J Prosthet Dent. 2017 Mar;117(3):386-392. (»Zervikale und interne Passung von CAD/CAM-gefertigten Kronen aus Komposit und Keramik anhand eines Scans mit zwei verschiedenen Intraoralkameras.«) Zehn extrahierte Weisheitszähne wurden für Kronen beschliffen und mittels zwei unterschiedlichen Intraoralscannern des Cerec-Systems (Bluecam und Omnicam) abgeformt. Für jeden der beiden Intraoralscans wurden je zehn Kronen aus IPS e.max Lithiumdisilikat-Keramik hergestellt (Bluecam: BE/Omnicam: OE) und je zehn aus Lava Ultimate-Kompositblöcken gefertigt (Bluecam: LB/Omnicam: LO). Je 120 Messungen je Krone wurden für die Analyse der Passgenauigkeit im Bereich des Kronenrands durchgeführt und je 20 für die zervikale Diskrepanz (ZD) sowie für die absolute zervikale Diskrepanz (AZD). Zur Analyse der internen Adaptation wurden je 40 Messungen für die axiale (AS) und die okklusale Zementfuge (OS) durchgeführt. Die mittlere interne Adaptation (AIS) wurde anhand der Division des Gesamtvolumens der Zementfuge durch die Gesamtinnenkontaktfläche berechnet. In Bezug auf die Randschlussgenauigkeit konnten zwischen den Gruppen keine Unterschiede festgestellt werden. Signifikante Unterschiede, die axiale Zementfuge betreffend, wurden zwischen LO und OE gemessen. Bei LB konnte die signiPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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kurz & schmerzlos fikant geringste AIS beobachtet werden. Grundsätzlich wurden die geringsten Diskrepanzen bei den Lava-Kunststoffkronen gemessen, die mittels Bluecam hergestellt wurden. Prudente MS, Davi LR, Nabbout KO, Prado CJ, Pereira LM, Zancopé K, Neves FD. Influence of scanner, powder application, and adjustments on CAD-CAM crown misfit. J Prosthet Dent. 2017 Jul 7. pii: S0022-3913(17)30280-9. [Epub ahead of print] (»Der Einfluss des Scanners, der Applikation von Scanpuder und der Einstellung des CAD/CAM-Systems auf die Passungenauigkeit bei Kronen.«) Das Ziel der Studie war der Einfluss des Scanners, der Applikation von Scanpuder und die Einstellung der Intaglio-Oberfläche (Kroneninnenfläche) von CAD/CAM-gefertigten Kronen auf die marginale Diskrepanz. Ein menschlicher Prämolar wurde für eine Krone beschliffen. Die Abformung erfolgte entweder mit dem Cerec Bluecam-Scanner plus Titaniumoxid-Scanpuder oder dem Omnicam-Scanner mit/ohne Titaniumoxid-Scanpuder. Die Kronen, deren Abformungen mit dem Cerec-Scanner erfolgten, wurden sowohl mit und ohne Einstellung des Intaglio hergestellt. Die Einrichtung eines Intaglio bedeutet, dass zwischen Kroneninnenfläche und der Außenfläche des präparierten Zahnstumpfs Platz für das Klebemedium geschaffen wird (luting space). Auf diese Weise entstanden folgende fünf experimentelle Gruppen: Bluecam plus Scanpuder ohne/mit Anpassung des Intaglio (Gruppen B/BA), Omnicam ohne Scanpuder ohne/ mit Anpassung des Intaglio (Gruppen O/OA) und Omnicam mit Scanpuder (OS). Die verschiedenen Scanner, die Applikation von Scanpuder und das Intaglio beeinflussten die marginale Diskrepanz der CAD/CAM-gefertigten Kronen. Kronen, die mit dem Omnicam-System hergestellt wurden, hatten eine signifikant erhöhte marginale Diskrepanz als Kronen, die mittels Bluecam plus Scanpuder gefertigt worden waren. Die Anpassung der Intaglio-Oberfläche verbesserte die vertikale Passgenauigkeit bei Kronen, die mittels Omnicam abgeformt wurden. Rehmann P, Sichwardt V, Wöstmann B. Intraoral Scanning Systems: Need for Maintenance. Int J Prosthodont. 2017 Jan/Feb;30(1):27-29. (»Die Notwendigkeit der regelmäßigen Wartung von Intraoralscannern.«) Ein Mastermodell wurde mit zwei nicht kalibrierten Intraoralscannern (3M Lava und Cerec Bluecam) je zehnmal eingescannt. Nach Kalibrierung der beiden Scanner erfolgten weitere zehn Scans je Scanner. Scans eines iTero-Scanners dienten als Vergleich. In beiden Systemen konnte nach dem Kalibrierungsvorgang eine signifikante Verbesserung der Genauigkeit ermittelt werden. Renne W, Ludlow M, Fryml J, Schurch Z, Mennito A, Kessler R, Lauer A. Evaluation of the accuracy of 7 digital scanners: An in vitro analysis based on 3-dimensional comparisons. J Prosthet Dent. 2017 Jul;118(1):36-42. (»Untersuchung der Genauigkeit von sieben digitalen Scannern: Eine In vitro-Analyse auf Grundlage dreidimensionaler Vergleiche.«) Ziel der In vitro-Studie war die Untersuchung der Genauigkeit und Präzision von sechs Intraoralscannern (Cerec Omnicam,

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Cerec Bluecam, Planmeca Planscan, Cadent iTero, CS3500 und 3Shape Trios3) und eines Extraoralscanners (3Shape D800) zu ermitteln. Es wurden sowohl ein Sextant als auch der gesamt Kiefer gescannt. Beim Scan des Sextanten konnten mittels Planscan die besten Ergebnisse bezüglich der Genauigkeit und Präzision gemessen werden. Die schlechtesten Ergebnisse beim Scannen von Sextanten lieferte der 3Shape Trios3-Scanner. Die Rangfolge bei der Qualität der Genauigkeit nach Scan des gesamten Kiefers war wie folgt: 3Shape D800 > iTero > 3Shape TRIOS 3 > CS3500 > Planscan > Cerec Omnicam > Cerec Bluecam. Die Rangfolge der Präzision war CS3500 > iTero > 3Shape D800 > 3Shape Trios3 > Cerec Omnicam > Planscan > Cerec Bluecam. Es konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen Scandauer und Genauigkeit sowie Präzision festgestellt warden. Schlussfolgerung: Beim Scannen von Sextanten war der Planscan allen anderen Systemen hinsichtlich Genauigkeit und Präzision überlegen. Der 3Shape Trios3 hatte bei Gesamtkieferscans das beste Verhältnis zwischen Schnelligkeit und Genauigkeit des Scans. Vandeweghe S, Vervack V, Dierens M, De Bruyn H. Accuracy of digital impressions of multiple dental implants: an in vitro study. Clin Oral Implants Res. 2017 Jun;28(6):648-653. (»Eine In vitro-Untersuchung zur Genauigkeit digitaler Abformungen bei mehreren Dentalimplantaten.«) In einem Acrylmodell eines menschlichen Kiefers wurden sechs Implantate mit externer Verbindung in regio 36, 34, 32, 42, 44 und 46 eingesetzt. Nach Einsetzen von PEEK-Scanbodies erfolgten je zehn Scans mit den Intraoralscannern 3M Lava COS, 3M True Definition, Cerec Omnicam und 3Shape Trios. Als Referenz wurde ein Modellscan mit dem Hochleistungs-Laborscanner 104i durchgeführt. Zwischen True Definition und 3Shape Trios waren keine signifikanten Unterschiede in der Genauigkeit und Präzision messbar. Cerec Omnicam lieferte statistisch signifikant weniger genaue Abformungen und eine geringere Präzision als True Definition und 3Shape Trios, war aber signifikant genauer als 3M Lava COS. Bezüglich der Präzision konnten zwischen Cerec Omnicam und 3M Lava COS keine signifikanten Unterschiede ermittelt werden. Scans mit 3M Lava COS ergaben statistisch signifikant ungenauere und unpräzisere Abformungen als 3M True Definition und 3Shape Trios. Lava COS schien ungeeignet für die Abformung des gesamten zahnlosen Kiefers. Vecsei B, Joós-Kovács G, Borbély J, Hermann P. Comparison of the accuracy of direct and indirect three-dimensional digitizing processes for CAD/CAM systems - An in vitro study. J Prosthodont Res. 2017 Apr;61(2):177-184. (»Der Genauigkeitsvergleich direkter und indirekter dreidimensionaler Digitalisierungsprozesse für CAD/CAM-Systeme. Eine In vitro-Studie.«) Zur Überprüfung der Wirklichkeitstreue und Präzision direkter und indirekter Scans wurde ein Mastermodell mit präparierten Zähnen und zahnlosen Kieferabschnitten aus Polymethylmethacrylat (PMMA) angefertigt. Mit einem hochauflösenden Industriescanner wurde ein Referenzmodell hergestellt. Vom PMMA-Modell wurden konventionelle Abformungen aus Polyvinylsiloxan (PVS) und mittels Intraoralscans erstellt. Mit einem Laborscanner wurden die Modelle, die aus den PVS-Abformungen hergestellt wurden, digitalisiert. Anschließend wurden die verschiedenen Daten miteinander verglichen. Sowohl mit der diPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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kurz & schmerzlos rekten wie der indirekten Methode konnten genaue Ergebnisse erzielt werden, je geringer die Messabstände waren. Allerdings verfügen direkt digitalisierte virtuelle Modelle über eine höhere Genauigkeit, als Modelle, die nach konventioneller Abformung digitalisiert wurden.

Einfache klinische Studien Hassan B, Gimenez Gonzalez B, Tahmaseb A, Greven M, Wismeijer D. A digital approach integrating facial scanning in a CAD-CAM workflow for complete-mouth implant-supported rehabilitation of patients with edentulism: A pilot clinical study. J Prosthet Dent. 2017 Apr;117(4):486-492. (»Eine klinische Pilotstudie zur Integration eines Gesichtsscans in einen CAD/CAM-Workflow im Rahmen einer implantatprothetischen Versorgung zahnloser Patienten.«) Die implantatprothetische Versorgung zahnloser Patienten beinhaltet für ein erfolgreiches und ästhetisch ansprechendes klinisches Endergebnis zahlreiche Behandlungsschritte, die mit einem erhöhten zeitlichen Aufwand, hohen Behandlungskosten und Unannehmlichkeiten für den Patienten verbunden sind. Die vorliegende Fallserie mit zehn Patienten wurde durchgeführt, um einen neuartigen Behandlungsansatz vorzustellen, der auf intra- und extraoralen Scans basiert. Die intraoralen Scandaten wurden anhand eines Scans der duplizierten Interimsprothese mit einem Laborscanner gewonnen, während die extraoralen Daten mittels Gesichtsscan ermittelt wurden. Intra- und extraorale Daten wurden zusammengeführt, um die Lagebeziehung der Zähne zum dreidimensionalen Gesichtsscan festzulegen. Anschließend wurde auf Grundlage des virtuellen Arrangements ein Interimszahnersatz mittels CAD/ CAM hergestellt. Die Prothesen wurden am Patienten eingesetzt und blieben für sechs Monate in situ. Mit Ausnahme einer Prothesenfraktur bei einem Patienten konnten während dieser Zeitspanne weder biologische noch technische Komplikationen beobachtet werden. Li H, Lyu P, Sun Y, Wang Y, Liang X. A quantitative study of 3D-scanning frequency and Δd of tracking points on the tooth surface. Sci Rep. 2015 Sep 24;5:14350. (»Eine quantitative Untersuchung der Häufigkeit dreidimensionaler Scans und der Abstandsveränderung der Trackingpunkte auf der Zahnoberfläche.«) Mikrobewegungen des Kiefers im Ruhezustand während der dreidimensionalen Aufzeichnung der Kiefer können das Scanergebnis beeinflussen. Um Informationen zur notwendigen Abtastfrequenz beim Intraoralscan für ein möglichst genaues Scanergebnis zu erhalten, wurden die Distanzänderungen von Trackingpunkten im Frontzahnbereich mit sieben unterschiedlichen Scanfrequenzen bei fünf Patienten ermittelt. Es konnte festgestellt werden, dass die Distanzänderungen mit steigender Scanfrequenz abnahmen. Im Bereich von 60 Hz konnten die genauesten Ergebnisse ermittelt werden.

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Kontrollierte Klinische Studien

Atieh MA, Ritter AV, Ko CC, Duqum I. Accuracy evaluation of intraoral optical impressions: A clinical study using a reference appliance. J Prosthet Dent. 2017 Feb 17. pii: S0022-3913(16)30603-5. [Epub ahead of print] (»Genauigkeitsmessung intraoraler Abformungen mittels einer Referenzvorrichtung.«) Das Ziel der klinischen Studie war die Untersuchung der Wirklichkeitstreue und Präzision konventioneller und digitaler Abformungen anhand eines neuartigen Studiendesigns mit einer Referenzvorrichtung aus einer Kobalt-Chrom-Legierung, die während des Scanvorgangs im Unterkiefer von fünf Probanden befestigt wurde. Die Gipsmodelle, die mittels konventioneller Abformungen hergestellt worden waren, wurden mit einem Präzisionsscanner digital abgeformt. Der Scan konventioneller Abformungen wies eine signifikant größere mittlere Wirklichkeitstreue und Präzision auf als die Intraoralscans. Schlussfolgerung: Intraoralscans des gesamten Zahnbogens waren in der vorliegenden Untersuchung weniger genau als die konventioneller Abformungen, schienen sich jedoch gut für die digitale Abformung von Sextanten zu eignen. Ender A, Attin T, Mehl A. In vivo precision of conventional and digital methods of obtaining complete-arch dental impressions. J Prosthet Dent. 2016 Mar;115(3):313-20. (»Die In vivo-Präzision konventioneller und digitaler Abformungen des gesamten Kiefers.«) Bei fünf voll bezahnten Patienten wurden konventionelle Abformungen mittels Polyether, Vinylsiloxanether, direkt scanbarem Vinylsiloxanether, digitalisiert scanbarem Vinylsiloxanether sowie Alginat durchgeführt. Für den Intraoralscan wurden die sieben Scansysteme Cerec Bluecam, Cerec Omnicam, Cadent iTero, Lava COS, Lava True Definition Scanner, 3Shape Trios und 3Shape Trios Color verwendet. Die Auswertung der Ergebnisse ergab, dass die Kiefer mittels konventioneller Abformungen mit Ausnahme von Alginat am genauesten dargestellt werden konnten. Allerdings ist mit Intraoralscannern durchaus eine gleichartige, wenn nicht bessere Präzision als mit einigen konventionellen Abformmaterialien erzielbar. Lim JH, Park JM, Kim M, Heo SJ, Myung JY. Comparison of digital intraoral scanner reproducibility and image trueness considering repetitive experience. J Prosthet Dent. 2017 Jul 7. pii: S0022-3913(17)30350-5. [Epub ahead of print] (»Der Vergleich der Reproduzierbarkeit von Intraoralscans und der Bildgenauigkeit in Abhängigkeit von der Anwendererfahrung.«) Ziel der Studie war die Untersuchung des Einflusses der Anwendererfahrung auf Veränderungen der Wirklichkeitstreue von Intraoralscans des gesamten Kiefers. Dazu wurden 20 Dentalhygienikerinnen mit einer mindestens dreijährigen Berufserfahrung (Gruppe 1: 3-5 Jahre; Gruppe 2: >6 Jahre) rekrutiert und in

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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kurz & schmerzlos die Handhabung der zwei Scansysteme Trios und iTero angeleitet. Es wurden je zehn Intraoralscans durchgeführt und die Wirklichkeitstreue sowie die Präzision ermittelt. Der Trios-Scanner zeigte die bessere mittlere Präzision als das iTero-System. Beim iTero konnte aber im Vergleich zum Trios-System eine signifikante Genauigkeitszunahme mit steigender Lernkurve ermittelt werden. Dabei war die Zunahme der Wirklichkeitstreue im Oberkiefer im Vergleich zum Unterkiefer besser.

RCT Ahrberg D, Lauer HC, Ahrberg M, Weigl P. Evaluation of fit and efficiency of CAD/CAM fabricated allceramic restorations based on direct and indirect digitalization: a double-blinded, randomized clinical trial. Clin Oral Investig. 2016 Mar;20(2):291-300. (»Die Beurteilung der Passgenauigkeit und der Effizienz CAD/ CAM-gefertigter vollkeramischer Restaurationen nach direkter oder indirekter Digitalisierung: Eine doppelt-verblindete, randomisierte klinische Studie«) Ziel der Studie war die Beurteilung der marginalen und internen Passgenauigkeit CAD/CAM-gefertigter vollkeramischer Kronen und dreigliedriger Brücken nach dem Intraoralscan (Lava COS) oder indirektem Scan (Lava Scan ST) von Modellen nach konventioneller Polyether-Abformung. Die zervikale Diskrepanz und die interne Passgenauigkeit waren bei dem mittels Intraoralscan gefertigten Zahnersatz signifikant besser als nach Extraoralscan. An den übrigen Messpunkten waren keine Unterschiede zwischen den beiden Abformmethoden erkennbar. Der Intraoralscan war die zeitsparendere und somit effizientere Abformmethode. Benic GI, Mühlemann S, Fehmer V, Hämmerle CH, Sailer I. Randomized controlled within-subject evaluation of digital and conventional workflows for the fabrication of lithium disilicate single crowns. Part I: digital versus conventional unilateral impressions. J Prosthet Dent. 2016 Nov;116(5):777-782. (»Eine randomisiert kontrollierte Within-Subject-Untersuchung digitaler und konventioneller Workflows zur Herstellung von Kronen aus Lithium-Disilikat. Teil I: Digitale vs. konventionelle einseitige Abformungen.«) Bei zehn Patienten wurden drei digitale Abformungen (Lava COS, iTero und Cerec Bluecam) sowie eine konventionelle Polyvinylsiloxan-Abformung durchgeführt. Für die konventionelle Abformung musste weniger Zeit aufgewendet werden als für die Intraoralscans, sofern für die digitalen Abformungen Puder aufgebracht wurde. Ohne Puderapplikation

waren keine statistisch signifikanten Unterschiede bezüglich der Zeitdauer messbar. Es konnten keine signifikanten Unterschiede bezüglich der Patientenpräferenz für eines der vier Verfahren ermittelt werden. Die Anwender beurteilten die konventionelle Abformung und das iTero-System als signifikant leichter anwendbar als die beiden anderen Systeme. Joda T, Lenherr P, Dedem P, Kovaltschuk I, Bragger U, Zitzmann NU. Time efficiency, difficulty, and operator's preference comparing digital and conventional implant impressions: a randomized controlled trial. Clin Oral Implants Res. 2016 Sep 5. [Epub ahead of print] (»Eine randomisiert kontrollierte Studie zu Effizienz, Schwierigkeitsgrad und Anwenderpräferenz bei digitaler und konventioneller Abformung bei der Implantatversorgung.«) Hundert Probanden mit unterschiedlichem zahnmedizinischem Erfahrungslevel (Zahnmedizinstudenten und Zahnärzte) führten an einem standardisierten Oberkiefermodell mit einem Bone Level Implantat in regio 13 konventionelle und digitale Abformungen (Trios) durch. Die Zuteilung in zwei Gruppen erfolgte nach dem Zufallsprinzip. Probanden der Gruppe A führten zuerst digitale und anschließend konventionelle Abformungen durch, während Probanden der Gruppe B das Modell zuerst konventionell und danach digital abformten. Die mittlere Gesamtbehandlungszeit war sowohl für Studenten wie Zahnärzte beim Intraoralscan signifikant gegenüber der konventionellen Abdrucknahme reduziert. Weder die Art der Zuteilung, noch das Geschlecht oder die Anzahl der Abformungen beeinflussten die Behandlungsdauer. Die Anwenderfreundlichkeit wurde für den Intraoralscanner grundsätzlich besser eingestuft. Die Effizienz wurde von der Mehrzahl Studenten (88,0 %) und der Zahnärzte (64,0 %) gegenüber der konventionellen Methode als überlegen bezeichnet. 76,0 % der Studenten favorisierten den Intraoralscanner als bevorzugte Abformmethode. 48,0 % der Zahnärzte ordneten die konventionelle Abformung als bevorzugte Abformmethode ein, während nur 26,0 % den Intraoralscan bevorzugten.

Systematische Reviews, Metaanalysen Ahlholm P, Sipilä K, Vallittu P, Jakonen M, Kotiranta U. Digital Versus Conventional Impressions in Fixed Prosthodontics: A Review. J Prosthodont. 2016 Aug 2. [Epub ahead of print] (»Digitale vs. konventionelle Abformungen bei festsitzenden prothetischen Versorgungen: Eine Übersicht.«) Um Aussagen zur aktuellen Evidenz zu möglichen Vorteilen und

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Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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kurz & schmerzlos zur Genauigkeit der digitalen gegenüber der konventionellen Abformung zu erhalten, wurde eine systematische Recherche in den elektronischen Literaturdatenbanken Cochrane Central Register of Controlled Trials, Pubmed, und Web of Science durchgeführt. Die Recherche ergab, dass digitale Abformungen bei der Versorgung natürlicher Zähne mit Einzelkronen und kurzspannigen Brücken gegenüber der konventionellen Abformmethode gleichwertig sind. Im Rahmen der Versorgung von Implantaten mit Einzelkronen und kurzspannigen Brücken führen digitale Abformungen zu annehmbaren klinischen Ergebnissen bezüglich der Passform. Zudem stellen digitale Abformungen eine zeitsparende Alternative dar, die zu einer Verkürzung der Behandlungsdauer führt. Bei der Versorgung des gesamten Kiefers ist allerdings noch immer die konventionelle Methode zu empfehlen, da sie zu genaueren Ergebnissen führt als die digitale Abformung. Aragón ML, Pontes LF, Bichara LM, Flores-Mir C, Normando D. Validity and reliability of intraoral scanners compared to conventional gypsum models measurements: a systematic review. Eur J Orthod. 2016 Aug;38(4):429-34. (»Ein systematischer Review zur Qualität und Zuverlässigkeit von Intraorascannern im Vergleich zur Messung an konventionellen Gipsmodellen.«) Um zu evaluieren, ob die Maße von Modellen nach digitaler Abformung so zuverlässig und genau wie die nach einer konventionellen Abformung hergestellten Modelle sind, wurde eine elektronische Suche in sieben elektronischen Datenbanken durchgeführt. Vier Veröffentlichungen erfüllten die Einschlusskriterien. Sie beinhalteten Ergebnisse zur Anwendung der Intraoralscanner OrthoProof, Lava, iOC intraoral, iTero und D250. In diesen Studien wurden die Verlässlichkeit der Wiedergabe von Zahnbreiten und der Bolton Ratio untersucht sowie Bilder mittels Superimposition miteinander verglichen. Zwei Studien hatten einen niedrigen Risk of Bias (RoB), eine Studie hatte einen moderaten RoB und eine weitere hatte einen hohen RoB. In nur einer dieser Studien wurde die Behandlungsdauer gemessen und die Einstellung der Patienten zum digitalen Abformungsverfahren ermittelt. Die Genauigkeit und Präzision von Intraoralscans schienen den konventioneller Abformungen überlegen zu sein. Allerdings waren die Behandlungszeiten beim Intraoralscan deutlich länger und die Patienten fühlten sich wohler bei Durchführung konventioneller Abformverfahren. Chochlidakis KM, Papaspyridakos P, Geminiani A, Chen CJ, Feng IJ, Ercoli C. Digital versus conventional impressions for fixed prosthodontics: A systematic review and meta-analysis. J Prosthet Dent. 2016 Aug;116(2):184-190.e12. (»Ein systematischer Review und eine Metaanalyse zum Einsatz digitaler gegenüber konventioneller Abformverfahren bei festsitzenden prothetischen Versorgungen.«) Das Ziel der Übersichtsarbeit war der Vergleich der Rand-, und Passgenauigkeit von festsitzenden prothetischen Restaurationen nach konventioneller oder digitaler Abformung. Dazu wurde eine systematische Suche in den Literaturdatenbanken Medline, Cochrane und Embase durchgeführt. Die in der Übersicht präsentierten Ergebnisse beruhten mehrheitlich auf In vitro-Studien (zwei klinische und neun In vitro-Studien). Im Kronenrandbereich führten digitale Abformungen zu vergleichbaren Passungenauigkeiten wie konventionelle Abformungen. Die Art der Herstellung (CAD/CAM oder Pressverfahren) und die Art des

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Zahnersatzes sowie das Abformmaterial (für konventionelle Abformungen) hatten keinen Einfluss auf die Passgenauigkeitswerte. Allerdings konnte eine signifikante Assoziation zwischen dem Modell- und dem Restaurationsmaterial und der Passform der Restaurationen festgestellt werden. Marginale und interne Passungenauigkeiten waren signifikant größer bei konventionellen Gips- und Polyurethanmodellen als bei den digital hergestellten Modellen des gleichen Materials. Sowohl bei konventionellen als auch digitalen Abformverfahren war die interne Passungenauigkeit von Restaurationen aus Glaskeramik größer als die von Kronen aus Zirkondioxid oder Edelmetall. Bei digitaler Abformung konnte der beste Randschluss bei Kronen aus Edelmetall ermittelt werden. Goracci C, Franchi L, Vichi A, Ferrari M. Accuracy, reliability, and efficiency of intraoral scanners for full-arch impressions: a systematic review of the clinical evidence. Eur J Orthod. 2016 Aug;38(4):422-8. (»Genauigkeit, Verlässlichkeit und Effizienz von Intraoralscannern für Abformungen des gesamten Kiefers: Ein systematischer Review zur klinischen Evidenz.«) Das Ziel der systematischen Übersichtsarbeit war die Beantwortung der Fragestellung, inwieweit klinische Daten zur Validität, Präzision, Reproduzierbarkeit, Effizienz und Patientenakzeptanz der derzeit verwendeten Scannersysteme zur intraoralen Abformung vorliegen. Dazu wurde eine elektronische Literaturrecherche in den Datenbanken Pubmed, Scopus, Cochrane, Web of Science und Embase durchgeführt. Es konnten lediglich acht Studien identifiziert werden, die eine Abformung des gesamten Kiefers mittels Intraoralscannern untersuchten und es wurden nur die beiden Scannersysteme Lava COS und iTero untersucht. Die in sechs Studien untersuchte Scandauer zeigte eine hohe Variabilität. Derzeit liegen keine ausreichenden und aktuellen Daten zur wissenschaftlichen Evidenz des Einsatzes von Intraoralscannern zur Abformung des gesamten Kiefers vor. Daten zum Intraoralscan bei Kindern fehlen. Aussagen zur Effizienz von Intraoralscans konnten nicht getroffen werden, da es keine konsentierten prozeduralen Beschreibungen zu Einzelschritten während des Scanvorgangs gibt. De Luca Canto G, Pachêco-Pereira C, Lagravere MO, Flores-Mir C, Major PW. Intra-arch dimensional measurement validity of laser-scanned digital dental models compared with the original plaster models: a systematic review. Orthod Craniofac Res. 2015 May;18(2):65-76. (»Messgenauigkeit des intramaxillären Abstands bei lasergescannten digitalen Modellen im Vergleich zu den Originalmodellen aus Gips: Ein systematischer Review.«) Das Ziel der Übersichtsarbeit war die Beantwortung der Fragestellung wie genau die digitale Darstellung der Kieferdimensionen nach Laserscan von Gipsmodellen im Vergleich zu den Originalmaßen der Modelle (Goldstandard) ist. Dazu wurde eine Literaturrecherche in den Datenbanken Cochrane, Embase, Medline, Pubmed. Lilacs und Google Scholar durchgeführt. Für die Analyse standen nach Sichtung der Rechercheergebnisse 16 Studien zur Verfügung. Laut Aussagen in diesen Studien sind die Messungen mittels Laserscan vergleichbar mit den direkten Messungen an Modellen. Unterschiede in den Messergebnissen sind laut Aussagen in den Studien nicht von Relevanz. Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


kurz & schmerzlos Tsirogiannis P, Reissmann DR, Heydecke G. Evaluation of the marginal fit of single-unit, complete-coverage ceramic restorations fabricated after digital and conventional impressions: A systematic review and meta-analysis. J Prosthet Dent. 2016 Sep;116(3):328-335.e2. (»Ein systematischer Review und eine Metaanalyse zur Randschlussgenauigkeit keramischer Restaurationen nach digitaler oder konventioneller Abformung.«)

Ziel der systematischen Literaturrecherche war die Untersuchung zur marginalen Passgenauigkeit von keramischen Einzelkronen nach digitaler oder konventioneller Abformung. Zwölf von 63 Studien erfüllten die Einschlusskriterien für die Durchführung einer Metaanalyse. Es konnten keine signifikanten Unterschiede beim Randschluss in Abhängigkeit von der Abformmethode ermittelt werden.

Digitale Bildgebung

Narrative Reviews

Bornstein MM, Horner K, Jacobs R. Use of cone beam computed tomography in implant dentistry: current concepts, indications and limitations for clinical practice and research. Periodontol 2000. 2017 Feb;73(1):51-72. (»Der Einsatz der Digitalen Volumentomografie in der dentalen Implantologie: Aktuelle Konzepte, Einsatzbereiche und Einschränkungen in Praxis und Wissenschaft.«) Der Übersichtsartikel stellt aktuelle klinische Konzepte der digitalen Bildgebung mittels Digitaler Volumentomografie (DVT) vor. Desweiteren werden Leitlinien und die Reduktion der Strahlendosis diskutiert und die Grenzen der DVT aufgezeigt. Derzeit liegen keine eindeutigen Nachweise dafür vor, dass eine Diagnostik und präoperative Planung mittels DVT zu geringeren Komplikationsraten oder höheren Überlebensraten bei/nach einer Implantattherapie führt. Der Einsatz der DVT sollte post-OP bei Komplikationen wie beim Verdacht von Verletzungen von Nerven-Gefäßbündeln oder Infektionen im Bereich des Sinus maxillaris vorbehalten bleiben. Bei einer Periimplantitis ist die Diagnostik des Schweregrads der Erkrankung auf klinische Parameter und konventionelle Röntgenbefunde zu beschränken.

Carter JB, Stone JD, Clark RS, Mercer JE. Applications of Cone-Beam Computed Tomography in Oral and Maxillofacial Surgery: An Overview of Published Indications and Clinical Usage in United States Academic Centers and Oral and Maxillofacial Surgery Practices. J Oral Maxillofac Surg. 2016 Apr;74(4):668-79. (»Die Anwendung der Digitalen Volumentomografie in der Oral- und in der Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie: Ein Überblick zur Indikationsstellung und dem klinischen Einsatz in Wissenschaftszentren und Praxen für Oral- und Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie in den Vereinigten Staaten von Amerika.«) Die Übersichtsarbeit wurde von der American Association of Oral and Maxillofacial Surgeons in Auftrag gegeben. Ziel der Untersuchung waren die Indikationsstellungen, die Sicherheit sowie der klinische Einsatz der DVT in der Mund-, Kiefer- Gesichtschirurgie. Die Darstellung der aktuellen Sichtweise wissenschaftlicher Vordenker und Meinungsführer zur DVT und der damit verbundenen Technologie war eine weitere Zielstellung der Arbeit, die als Review der weltweit publizierten Literatur zur DVT sowie als landesweite Befragung von chirurgisch tätigen Wissenschaftlern und Praxisinhabern konzipiert worden war. Die Ergebnisse zeigen, dass bei den Anwendern bezüglich der Einsatzbereiche und Autorisierungen für die Durchführung von DVT sowie für die Liquidation der Aufnahmen derzeit große Unklarheit besteht. Im Artikel wird eine Matrix vorgestellt, anhand welcher für Anwender Indikationsfelder benannt und für Dritte Vergütungsbedingungen und Kosten für die Erstellung der DVT transparent und nachvollziehbar vorgestellt werden.

Die bisher veröffentlichten Abstracts und Exzerpte der wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind für pip-Leser jederzeit in den E-Papers der pip auf www.pipverlag.de nachzulesen und im YouVivo Store im DGINet und im Mitgliederbereich der DGOI als PDF-Download erhältlich. Bisher erschienen: All on Four (04/2012), Biologische Breite (02/2012), Bisphosphonate und orale Implantologie (03/2011), Computergesteuerte Implantologie – Nutzen und Risiken (03/2014), Digitaler Workflow: Teil I Diagnostik (05/2017), Der unbezahnte Kiefer (04/2017), Einteilige Implantatsysteme (04/2014), Extraktionsalveole und Kammerhalt: Teil I (04/2016) / Teil II (01/2017) / Teil III (02/2017), Kermik in der Implantologie (01/2013), Knochenaugmentationen – Techniken (02/2013), Knochenaugmentationen – Materialien (03/2013), Knochenaugmentationen – Tissue Engineering (04/2013), Kurze Implantate (02/2016), Mini-Implantate (03/2017), Periimplantitis – Ätiologie, Häufigkeit und Diagnostik (01/2015), Periimplantitis – Prävention und Therapie (02/2015), Piezochirurgie (02/2014), Platform Switching (01/2014), PRP, PRGF und PRF in der Implantologie (01/2016), Risiken und Komplikationen (04/2015), Sinusboden-Elevationen (04/2011), Sofortbelastung und Sofortversorgung (03/2015), Systemische Erkrankungen (03/2012), Weichgewebsmanagement (02/2011).

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Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


kurz & schmerzlos

In vitro-Studien Bahrampour E, Zamani A, Kashkouli S, Soltanimehr E, Ghofrani Jahromi M, Sanaeian Pourshirazi Z. Accuracy of software designed for automated localization of the inferior alveolar nerve canal on cone beam CT images. Dentomaxillofac Radiol. 2016;45(2):20150298. (»Die Genauigkeit einer speziell entwickelten Software zur automatisierten Lokalisation des Mandibularkanals auf Digitalen Volumentomogrammen.«) Die in diesem Artikel vorgestellte Methode basiert auf einer Kombination von Längs- und Querschnitten der DVT und der anschließenden Verarbeitung der Bildinhalte mittels einer sogenannten Hough Transformation. 40 DVT wurden von zwei Untersuchern zweimal in einem zeitlichen Abstand von sechs Wochen ausgewertet und die Lage des Mandibularkanals quantitativ bestimmt. Die konsentierten Ergebnisse wurden als Goldstandard definiert und mit den Werten der automatisierten Methode verglichen. Die mittlere Abweichung der Lage des Kanals betrug 0,75 mm. Schlussfolgerung: Die hier vorgestellte Methode zur Ermittlung der Lage des Mandibularkanals ist präziser und schneller als die manueller und anderer softwarebasierter Methoden. Cançado Oliveira BF, Valerio CS, Jansen WC, Zenóbio EG, Manzi FR. Accuracy of Digital Versus Conventional Periapical Radiographs to Detect Misfit at the Implant-Abutment Interface. Int J Oral Maxillofac Implants. 2016 Sep-Oct;31(5):1023-9. (»Die Genauigkeit digitaler gegenüber konventioneller Röntgenbilder zur Erkennung von Passungenauigkeiten im Bereich des Implantat-Abutment-Interface.«) Das Ziel der Studie war die Untersuchung, inwieweit sich konventionelle oder digitale Röntgenaufnahmen zur Bestimmung von Passungenauigkeiten im Implantat-Abutment Interface eignen. Dazu wurden an sieben Prüfkörpern mit verschieden ausgeprägten Passungenauigkeiten zwischen Abutment und Implantatplattform digitale und konventionelle Röntgenaufnahmen durchgeführt. Die Fehlpassung wurde rasterelektronenmikroskopisch dokumentiert und vermessen (Goldstandard). Fünf Radiologen werteten unabhängig voneinander die Röntgenaufnahmen aus. Die konventionellen Röntgenaufnahmen zeigten signifikante Abweichungen vom Goldstandard. Schlussfolgerung: Mittels digitaler Röntgnaufnahmen können Diskrepanzen in der Passung zwischen Abutment und Implantat besser ermittelt werden als mittels konventioneller Röntgenaufnahmen. Dagassan-Berndt DC, Zitzmann NU, Walter C, Schulze RK. Implant treatment planning regarding augmentation procedures: panoramic radiographs vs. cone beam computed tomography images. Clin Oral Implants Res. 2016 Aug;27(8):1010-6. (»Implantatplanung unter Berücksichtigung augmentativer Verfahren: Panoramaschichtaufnahmen vs. Digitale Volumentomografie.«) Panoramaschichtaufnahmen und DVT von 40 Patienten, die mit Einzelimplantaten versorgt werden sollten, wurden von sechs

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implantologisch tätigen Zahnärzten in Bezug auf notwendige Augmentationsverfahren retrospektiv untersucht. Die Schätzung der Knochenhöhe ergab mittels konventionellem Röntgen eine größere Variabilität und höhere Werte als mit DVT. Wenn die Planung mittels DVT erfolgte, wurde eine stärkere Invasivität der geplanten Eingriffe beobachtet. Feragalli B, Rampado O, Abate C, Macrì M, Festa F, Stromei F, Caputi S, Guglielmi G. Cone beam computed tomography for dental and maxillofacial imaging: technique improvement and low-dose protocols. Radiol Med. 2017 Aug;122(8):581-588. (»Digitale Volumentomografie zur Bildgebung in der Zahnmedizin und Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie: Technische Fortschritte und Niedrigdosisprotokolle.«) Mit drei unterschiedlichen Systemen wurden mittels fünf verschiedener Aufnahmeprotokolle Röntgenaufnahmen eines menschlichen Phantomkörpermodells durchgeführt. Anhand thermoluminiszenter Dosimeter erfolgten an 58 verschiedenen Körperstellen in Nähe strahlenempfindlicher Organe Strahlungsmessungen. Bei den eingesetzten bildgebenden Technologien handelte es sich um das Pax Zenith DVT und Orthophos, mittels welchem sowohl konventionelle Orthopantomogramme als auch kephalometrische Schädelaufnahmen durchgeführt wurden. Das Niedrigdosisprotokoll mit einem großen Field of View (FOV), einer normalen Bildauflösung, einem Potential von 80 kVp, einer Stromstärke von fünf Milliampere und einer Messzeit von 24 Sekunden ergaben eine effektive Dosis von 35 Mikrosievert und einer gleichzeitig sehr guten Bildqualität. Flügge T, Derksen W, Te Poel J, Hassan B, Nelson K, Wismeijer D. Registration of cone beam computed tomography data and intraoral surface scans - A prerequisite for guided implant surgery with CAD/CAM drilling guides. Clin Oral Implants Res. 2016 Jul 20. [Epub ahead of print] (»Registrierung von Daten aus Digitalen Volumentomogrammen und intraoralen Scans - Eine Voraussetzung zur geführten implantatchirurgischen Therapie mit CAD/CAM gefertigten Bohrschablonen.«) In der vorliegenden In vitro-Studie wurden der störende Einfluss dentaler Restaurationen und die dadurch bedingte Entstehung von Artefakten untersucht. Dazu wurden DVT-Daten von 36 Patienten verwendet, um ein dreidimensionales Modell herzustellen. Eine Einteilung der Patienten in vier verschiedene Gruppen erfolgte anhand der im Mund vorhandenen Restaurationen. Ein weiteres Modell wurde anhand der Intraoralscans hergestellt. Beide Modelle des jeweiligen Patienten wurden jeweils von vier verschiedenen Untersuchern abgeglichen und Abweichungen gemessen. Die mittlere Abweichung zwischen den DVT- und Intraoralscan-Modellen betrug 0,54 mm. In der Gruppe mit 0-2 Restaurationen war die mittlere Abweichung mit 0,36 mm am geringsten und in der Gruppe mit einer Anzahl Restaurationen > 8 waren die Abweichungen mit 1,01 mm am höchsten. Die Anzahl Restaurationen ist eine relevante Störgröße und hat einen signifikanten Einfluss auf Abweichungen zwischen DVT-Daten und den Daten aus Intraoralscans, woduch eine Fehlpositionierung der Implantate erfolgen kann. Kühl S, Zürcher S, Zitzmann NU, Filippi A, Payer M, DagassanBerndt D. Detection of peri-implant bone defects with different radiograPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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kurz & schmerzlos phic techniques - a human cadaver study. Clin Oral Implants Res. 2016 May;27(5):529-34. (»Eine Studie an humanen Kadaverpräparaten zur Erkennung periimplantärer Knochendefekte mittels verschiedener radiologischer Technologien.«) Verschiedene artifizielle Knochendefekte im Bereich von sechs Implantaten wurden mittels konventioneller intraoraler Röntgenaufnahmen (IR) und Panoramaschichtaufnahmen (PR) sowie DVT und CT aufgenommen. An drei Implantaten wurden 1,0 mm tiefe zwei- drei- und vierwandige Knochendefekte gesetzt und die gleiche Art und Anzahl Knochendefekte wurden an den anderen drei Implantaten mit einer Tiefe von 3,0 mm präpariert. Anschließend erfolgte die Auswertung der verschiedenen Aufnahmen durch sieben verschiedene Untersucher. Die höchste Sensitivität wurde bei IR und DVT bei beiden Defekttiefen beobachtet. Die höchste Spezifität konnte, ebenfalls für beide Defekttiefen, bei IR beobachtet werden. Matta RE, von Wilmowsky C, Neuhuber W, Lell M, Neukam FW, Adler W, Wichmann M, Bergauer B. The impact of different cone beam computed tomography and multi-slice computed tomography scan parameters on virtual three-dimensional model accuracy using a highly precise ex vivo evaluation method. J Craniomaxillofac Surg. 2016 May;44(5):632-6. (»Die Bedeutung verschiedener Scanparameter bei Digitalen Volumentomogrammen und Mehrschicht-Computertomogrammen auf die virtuelle dreidimensionale Modellgenauigkeit bei Verwendung einer hochpräzisen Ex vivo-Untersuchungsmethode.«) In der vorliegenden Studie sollte die Bedeutung verschiedener Scanprotokolle bei Erstellung von DVT und Mehrschicht-Computertomogrammen (MSCT) anhand eines dreidimensionalen Unterkiefermodells ermittelt werden. Nach zehn Messdurchläufen mit 19 Messpunkten (n=190 Messungen) konnte beim MSCT mit 140 kV die besten Genauigkeitsergebnisse erzielt werden. Nur DVT mit einer Auflösung von 0,2 Voxel führten zu vergleichbaren Ergebnissen. Shelley AM, Ferrero A, Brunton P, Goodwin M, Horner K. The impact of CBCT imaging when placing dental implants in the anterior edentulous mandible: a before-after study. Dentomaxillofac Radiol. 2015;44(4):20140316. (»Der Einfluss der Digitalen Volumentomografie bei der Insertion von Implantaten im zahnlosen anterioren Unterkiefer.«) Vier Kiefermodelle mit der Simulation unterschiedlicher klinischer Schwierigkeitsgrade wurden von acht erfahrenen niedergelassenen implantologisch tätigen Zahnärzten zur Einschätzung des Schwierigkeitsgrades und der entsprechenden Implantatauswahl untersucht. Als diagnostische Basis lagen zunächst konventionelle Übersichtsröntgenaufnahmen und sagittale Röntgenbilder aus dem Bereich der Symphyse des Unterkiefers vor. Danach erfolgte die Präparation des Implantatbetts für zwei Implantate. Perforationen bzw. „fast-Perforationen“ der lingualen Kortikalis wurden anschließend bestimmt. Im zweiten Durchlauf erhielten die Probanden DVT der Kiefer, anhand welcher sie erneut die Bestimmung des Schwierigkeitsgrades, die Auswahl der entsprechenden Implantate und Präparationen durchführen sollten. Nachdem DVT zur Fallbeurteilung verfügbar waren, wurden Fälle mit einem erhöhten Schwierigkeitsgrad von den Probanden als schwieriger eingestuft und es wurden Implantate mit kleinerem

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Durchmesser gewählt als im ersten Durchgang der Evaluation. In den schwierig eingestuften Patientenfällen war bei Verfügbarkeit von DVT-Aufnahmen eine geringere, aber statistisch nicht signifikante Perforationshäufigkeit der lingualen Kortikalis zu beobachten als nach der Präparation des Implantatbetts im ersten Durchgang. In den einfachen Patientensituationen konnten weder bei Verfügbarkeit von konventionellen Röntgenbildern noch DVT Perforationen der Kortikalis beobachtet werden. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten eine schwache Evidenz dafür, dass bei schwierigen Patientenfällen mittels DVT Komplikationen im Rahmen von Implantatbehandlungen vermieden werden können. In einfachen Patientensituationen führte der Einsatz einer DVT nicht zu einem Zusatznutzen für den Patienten. Smeets R, Schöllchen M, Gauer T, Aarabi G, Assaf AT, Rendenbach C, Beck-Broichsitter B, Semmusch J, Sedlacik J, Heiland M, Fiehler J, Siemonsen S. Artefacts in multimodal imaging of titanium, zirconium and binary titanium-zirconium alloy dental implants: an in vitro study. Dentomaxillofac Radiol. 2017 Feb;46(2):20160267. (»Eine In vitro-Untersuchung zu Artefakten bei multimodaler Bildgebung von Dentalimplantaten aus Titan, Zirkondioxid und binärer Titan-Zirkondioxid-Legierung.«) Implantate aus Titan, Zirkondioxid und einer Legierung aus Titan-Zirkondioxid wurden in Gelatine eingebettet und mittels der bildgebenden Verfahren MRT, CT und DVT gescannt. Implantate aus Titan und der Titan-Zirkondioxid-Legierung erzeugten im MRT die stärksten Artefakte. Zirkondioxid-Implantate hingegen wurden deutlich und mit nur geringer Artefaktbildung dargestellt. Im CT wurden im Gegensatz dazu beim Scan von ZirkondioxidImplantaten die größten Artefakte erzeugt. Im DVT ergab der Scan der Implantate aus Titan-Zirkondioxid die größte Artefaktbildung. Stimmelmayr M, Denk K, Erdelt K, Krennmair G, Mansour S, Beuer F, Güth JF. Accuracy and reproducibility of four cone beam computed tomography devices using 3D implant-planning software. Int J Comput Dent. 2017;20(1):21-34. (»Genauigkeit und Reproduzierbarkeit vier verschiedener Digitaler Volumentomogramme mittels 3D-Implantatplanungssoftware.«) Für einen menschlichen Schädel wurde eine dreidimensionale Schablone hergestellt, in die Marker in der Vertikal-, Transversal- und Sagittalebene angebracht wurden. Die Länge der Marker wurde mit hochpräzisen Messlehren gemessen. Der Schädel und die Schablone wurden mit den vier DVT Gendex GXCB-500 (Gruppe 1), Sirona Galileos Comfort (Gruppe 2), Sirona Orthophos XG 3D (Gruppe 3) und Carestream CS 9300 (Gruppe 4) durchgeführt. Die Scans erfolgten je zehnmal ohne den Schädel aus der Messvorrichtung zu entfernen und neunmal mit Entfernung und Repositionierung des Schädels nach Angaben des Herstellers. Bei jedem DVT-System wurden unabhängig davon, ob der Schädel reponiert wurde, Abweichungen von der tatsächlichen Situation ermittelt. Diese Abweichungen machen es notwendig, Sicherheitsabstände bei der schablonengeführten Impantatpositionierung zu berücksichtigen. Van Dessel J, Nicolielo LF, Huang Y, Coudyzer W, Salmon B, Lambrichts I, Jacobs R. Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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kurz & schmerzlos Accuracy and reliability of different cone beam computed tomography (CBCT) devices for structural analysis of alveolar bone in comparison with multislice CT and micro-CT. Eur J Oral Implantol. 2017;10(1):95-105. (»Genauigkeit und Verlässlichkeit verschiedener Digitaler Volumentomogramme im Vergleich zu Mehrschicht Computertomogrammen und Mikro-Computertomogrammen zur strukturellen Analyse des Alveolarknochens.«) Das Ziel der Studie war die Untersuchung, inwieweit DVT zur klinisch verlässlichen Bestimmung der Knochenqualität im Vergleich zum MSCT und zum Goldstandard Mikro-CT verwendet werden kann. Dazu wurden sechs bezahnte Kieferpräparate mit sieben verschiedenen DVT (ProMax 3D Max, NewTom GiANO, Cranex 3D, 3D Accuitomo 170, Carestream 9300, Scanora 3D und I-CAT Next generation), einem Mikro-CT (SkyScan) und einem MSCT (Somatom Definition Flash) mit zwei verschiedenen Protokollen (standard- und hochauflösend) gescannt. Sowohl MSCT als auch DVT zeigten einen klinisch relevanten und einen statistisch signifikanten Messfehler. Vom Knochenangebot abhängige morphometrische Indizes wurden bei allen Scannern im Vergleich zum Mikro-CT signifikant überschätzt, was in signifikant engeren trabekulären Poren und fraktalen Dimensionen resultierte. Dennoch konnte bei ProMax 3D Max, NewTom GiANO, Cranex 3D, 3D Accuitomo 170 und Carestream 9300 ein ähnliches Strukturmuster wie beim Mikro-CT ermittelt werden. Scans mit Scanora 3D, i-CAT Next Generation und MSCT (standard- und hochauflösend) führten zu einer Überschätzung des Knochenangebots und ein von den anderen Scannern abweichendes Strukturmuster des Knochens. Die Berechnung morphometrischer Indizes ergab eine allgemein hohe Zuverlässigkeit mit Ausnahme des i-CAT Next Generation und dem MSCT mit Standardauflösung. Schlussfolgerung: Mit den meisten DVT kann das Knochenangebot mit einer Genauigkeit und Zuverlässigkeit wie bei einem Mikro-CT eingeschätzt werden. Veldhoen S, Schöllchen M, Hanken H, Precht C, Henes FO, Schön G, Nagel HD, Schumacher U, Heiland M, Adam G, Regier M. Performance of cone-beam computed tomography and multidetector computed tomography in diagnostic imaging of the midface: A comparative study on Phantom and cadaver head scans. Eur Radiol. 2017 Feb;27(2):790-800. (»Der Einsatz Digitaler Volumentomogramme und Multidetektor Computertomogramme zur bildgebenden Diagnostik des Mittelgesichts: Eine Vergleichsstudie von Scans am Phantomkopf und an Schädeln von Leichenpräparaten.«) DVT und Multidetektor Computertomogramme (MDCT) wurden miteinander bezüglich der Parameter Strahlung, Auflösung, Bildrauschen und Bildqualität verglichen. Dazu wurden mit den beiden Systemen Scans nach drei verschiedenen Protokollen Standarddosis (24 mGy), reduzierte Dosis (9 mGy) und niedrige Dosis (4 mGy) durchgeführt. Am Phantomkopf wurden das räumliche Auflösungsvermögen und das objektive Bildrauschen gemessen. An den 25 Leichenpräparaten erfolgte die Ermittlung der Bildqualität anhand der Skala nach Likert. Die DVT war im reduzierten und niedrigen Dosisbereich bezüglich der objektiven und subjektiven Bildqualität und der gleichmäßigen Auflösung dem MDCT überlegen. Im reduzierten und StandardDosisprotokoll zeigte die DVT ein besseres räumliches Auflösungsvermögen. Eine MDCT sollte bevorzugt zur bildgebenden

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Diagnostik von Weichteilverletzungen und in der Onkologie eingesetzt werden. Vidor MM, Liedke GS, Vizzotto MB, da Silveira HLD, da Silveira PF, Araujo CW, da Silveira HED. Imaging evaluating of the implant/bone interface-an in vitro radiographic study. Dentomaxillofac Radiol. 2017 Jul;46(5):20160296. (»Bildgebung im Bereich des Implantat-Knochen-Interface: Eine radiografische Studie.«) 37 Implantate wurden in bovinen Rippenknochen mit Passung (guter Osseointegration) inseriert und weitere 37 Implantate wurden mit einem Spalt zwischen Knochen und Implantat von 0,125 mm (zur Simulation eines Misserfolgs während des Prozesses der Osseointegration) eingesetzt. Zahnfilme wurden hergestellt und auf konventionellen Speicherfolien oder Speicherfolien aus Phosphor-Platten hergestellt (VistaScan und Express). Digitale Röntgenaufnahmen wurden von drei Untersuchern mit und ohne Verstärkerfilter (Hochpassfilter) ausgewertet. Konventionelle Röntgenaufnahmen und digitale Aufnahmen mit Verstärkerfiltern (Caries 2, Endo und Sharpen3) zeigten die höchste Genauigkeit bei der Wiedergabe des Knochen-Implantat-Interface. Widmann G, Fischer B, Berggren JP, Dennhardt A, Schullian P, Reto B, Puelacher W. Cone Beam Computed Tomography vs Multislice Computed Tomography in Computer-Aided Design/Computer-Assisted Manufacture Guided Implant Surgery Based on Three-Dimensional Optical Scanning and Stereolithographic Guides: Does Image Modality Matter? Int J Oral Maxillofac Implants. 2016 May-Jun;31(3):527-33. (»Digitale Volumentomografie vs. Mehrschicht-Computertomografie in der CAD/CAM-navigierten Implantologie mittels stereolithografisch hergestellten Bohrschablonen nach dreidimensionalem optischen Scan.«) Die MSCT wird immer mehr durch die DVT zur Implantatplanung und für die mittels CAD/CAM-hergestellten Bohrschablonen verdrängt. Ziel der Studie war die Untersuchung, ob das Bildgebungsverfahren einen signifikanten Einfluss auf die Genauigkeit der Bildfusion stereolithografisch hergestellter Bohrschablonen hat. Dazu wurden 240 Implantate unter Einsatz von Bohrschablonen in Kunststoffmodelle inseriert. Die Herstellung der Bohrschablonen erfolgte nach einem optischen Scan von Modellen, auf welchen ein diagnostischer Wax up durchgeführt worden war, entweder auf Basis einer MSCT oder einer DVT. Die postchirurgischen Bilddaten wurden mit dem prächirurgischen Planungsdaten zusammengeführt und ausgewertet. Die DVT-Daten zeigten eine signifikant erhöhte mittlere Gesamtabweichung sowie eine signifikant erhöhte mesio-distale und vertikale (Tiefe der Implantatinsertion) Abweichung. In der Horizontalen (bukko-lingual) waren keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden bildgebenden Verfahren zu beobachten.

Tierexperimentelle Studien Neldam CA, Sporring J, Rack A, Lauridsen T, Hauge EM, Jørgensen HL, Jørgensen NR, Feidenhansl R, Pinholt EM. Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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kurz & schmerzlos Synchrotron radiation μCT and histology evaluation of boneto-implant contact. J Craniomaxillofac Surg. 2017 Jun 3. pii: S10105182(17)30185-3. [Epub ahead of print] (»Synchrotron mikrocomputertomografische und histologische Untersuchung des Knochen-Implantatkontakts.«) Die Synchrotron Mikrocomputertomografie (SR Mikro-CT) zeichnet sich durch ihr räumliches Auflösungsvermögen, ihr hervorragendes Signal-Rausch-Verhältnis und ihr Kontrastvermögens aus. Zudem ist das bildgebende Verfahren in der Lage, die Oberfläche von Implantaten und ihren Kontakt zu den umliegenden Hart- und Weichgeweben dreidimensional darzustellen. Im vorliegenden Tierexperiment mit sieben erwachsenen weiblichen Ziegen wurde die Darstellungsgenauigkeit des KnochenImplantat-Kontakts (Bone to Implant Contact, BIC) im nativen und augmentierten Kieferknochen mittels SR Mikro-CT und histologischer Schnitte untersucht. Anhand des SR Mikro-CT waren weder Unterschiede im BIC zwischen nativem und augmentiertem Knochen noch zwischen den verschiedenen Augmentationsmethoden zu beobachten. Mittels Histologie waren in Bezug auf die verschiedenen Augmentationsverfahren ebenfalls keine signifikanten Unterschiede feststellbar, wohingegen sich der BIC im augmentierten Knochen signifikant vom BIC im nativen Knochen unterschied. Schlussfolgerung: Obwohl SR Mikro-CT bei der Bestimmung des BIC weniger exakte Ergebnisse liefert als eine histologische Untersuchung, können sich beide Verfahren zur BIC-Bestimmung gegenseitig ergänzen.

Fallstudien

Harris BT, Montero D, Grant GT, Morton D, Llop DR, Lin WS. Creation of a 3-dimensional virtual dental patient for computer-guided surgery and CAD-CAM interim complete removable and fixed dental prostheses: A clinical report. J Prosthet Dent. 2017 Feb;117(2):197-204. (»Ein klinischer Bericht zur Herstellung eines dreidimensionalen virtuellen Patienten für die Durchführung navigierter Implantatinsertionen und Versorgung mittels CAD/CAM-gefertigtem, herausnehmbarem und festsitzendem Zahnersatz.«) Anhand zweidimensionaler Digitalfotos, dreidimensionaler Scans des Gesichts und DVT-Daten eines realen Probanden wurde ein dreidimensionaler virtueller Patient kreiert. Mittels Software konnte anhand eines virtuellen Lächelns die Zahnstellung visualisiert und mit dem Patienten abgestimmt werden. Die Methode eignet sich u. a. als Kommunikationstool mit dessen Hilfe der Patient das visualisierte Endergebnis beurteilen und seine Zustimmung zur geplanten Therapie geben kann. Weiterhin lassen sich anhand der Daten die Lage der Implantate nach prothetischen Gesichtspunkten planen und CAD/CAM-gefertigter prothetischer Interimsersatz herstellen. He S, Kau CH, Liao L, Kinderknecht K, Ow A, Saleh TA. The use of a dynamic real-time jaw tracking device and cone beam computed tomography simulation. Ann Maxillofac Surg. 2016 Jan-Jun;6(1):113-9.

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(»Der Einsatz einer Vorrichtung für ein dynamisches Jaw-Tracking in Echtzeit und der Simulation einer Digitalen Volumentomografie.«) Das Ziel des Fallberichts war die Vorstellung und vorläufige Untersuchung der Sicat Function-Software, mittels welcher dreidimensionale DVT-Daten und elektronisch aufgezeichnete Unterkieferbewegungen zusammengeführt werden können. Dazu wurden mit dem Tracking-System funktionelle Bewegungen des Unterkiefers drei Tage lang aufgezeichnet. Die virtuelle Kondylenposition wurde mit der realen Position der Kondylen, die anhand der DVT-Daten gewonnen wurde, verglichen und anschließend mit der Sicat-Software visualisiert.

Einfache klinische Studien De Santis D, Graziani P, Castellani R, Zanotti G, Gelpi F, Marconcini S, Bertossi D, Nocini PF. A New Radiologic Protocol and a New Occlusal Radiographic Index for Computer-Guided Implant Surgery. J Craniofac Surg. 2016 Jul;27(5):e506-10. (»Ein neuartiges radiologisches Protokoll mit einer Aufbissschiene zur computergeführten implantatchirurgischen Therapie.«) Um eine geführte Implantattherapie mit dem NobelGuide-Verfahren durchführen zu können, ist ein interokklusaler Mindestabstand von 40,0 mm erforderlich. Das Ziel der vorliegenden klinischen Studie mit drei Patienten war die Vorstellung eines Verfahrens, mittels welchem es möglich ist, Patienten mit einem limitierten interokklusalen Platzangebot zu identifizieren. Bei einem Patienten erfolgte die Herstellung eines Bissschlüssels aus einem additionsvernetzenden Silikon bei maximaler Mundöffnung. Bei den anderen beiden Patienten erfolgte die Herstellung des Bissschlüssels aus additionsvernetzenden (P2) und kondensationsvernetztem (P3) Silikon. Zusätzlich wurden Keile verwendet, mittels welcher die maximale Mundöffnung gesichert werden sollte. Bei P1 war die Mundöffnung nicht ausreichend groß, was zu Störungen bei der Bildgebung führte. Bei P2 war trotz guter maximaler Mundöffnung das Silikon zu sehen, während bei P3 kein Silikon zu sehen war, was zu einer hervorragenden Bildqualität führte und dadurch ermöglichte, den Interokklusalabstand zu ermitteln. Sedlacik J, Kutzner D, Khokale A, Schulze D, Fiehler J, Celik T, Gareis D, Smeets R, Friedrich RE, Heiland M, Assaf AT. Optimized 14 + 1 receive coil array and position system for 3D high-resolution MRI of dental and maxillomandibular structures. Dentomaxillofac Radiol. 2016;45(1):20150177. (»Eine optimierte 14 + 1-Spulenanordnung und ein Positionierungssystem zur Erstellung hochauflösender 3D-Magnetresonanztomografien von Strukturen im Mund-, Kiefer-, Gesichtsbereich.«) Eine 14 + 1-Spulenanordnung und ein Positionierungssystem wurden für die Herstellung hochauflösender Magnetresonanztomografien bei drei Patienten eingesetzt, um den Einfluss dieses Systems auf die Bildqualität der dreidimensionalen Darstellung des Mund-, Kiefer-, Gesichtsbereichs zu ermitteln. Das hier vorgestellte System ist mit einem großen Patientenkomfort verbunPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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kurz & schmerzlos den, der dazu führt, dass es zu weniger Bewegungen der Patienten während der Datenerfassung kommt. Dies wirkt sich positiv auf die Bildqualität aus und führt zu einer geringeren Artefaktbildung. Zudem wirkt sich die Nähe der Aufnahmespulen zum Patienten ebenfalls positiv auf die Bildqualität aus und führt zu einer guten Bildauflösung bei einer gleichzeitig reduzierten Scandauer und somit zu einer Reduktion der Strahlendosis.

Kontrollierte Klinische Studien

Deeb G, Antonos L, Tack S, Carrico C, Laskin D, Deeb JG. Is Cone-Beam Computed Tomography Always Necessary for Dental Implant Placement? J Oral Maxillofac Surg. 2017 Feb;75(2):285-289. (»Liegt im Rahmen von Implantatversorgungen immer die Indikation für eine Digitale Volumentomografie vor?«) Das Ziel der retrospektiven Kohortenstudie war die Untersuchung, wie genau in klinischen Routinesituationen die Implantatauswahl und die Notwendigkeit für Augmentationsmaßnahmen mittels einer klinischen Untersuchung und einer Panoramaröntgenaufnahme im Vergleich zu einer DVT-Aufnahme bestimmt werden können. Dazu wurden zunächst bei 82 Patienten durch einen Untersucher die Länge/der Durchmesser des Implantates sowie die Notwendigkeit für Augmentationsmaßnahmen anhand einer klinischen Untersuchung und einer zweidimensionalen Panoramaröntgenaufnahme bestimmt. Anschließend wurden DVT erstellt und die Implantatauswahl sowie die Notwendigkeit für eine Augmentation des Kieferkamms mittels der Simplant-Software bestimmt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Behandlungsplanung mittels DVT zu genaueren Ergebnissen bei der Implantatauswahl und der Entscheidung für augmentative Maßnahmen führt, als bei Verwendung der konventionellen Methode. Allerdings ist eine einfache Panoramaschichtaufnahme als Grundlage für die Implantatauswahl in den Fällen völlig ausreichend, in welchen keine anatomisch vulnerablen Strukturen in Implantatnähe sind und keine Notwendigkeit zur Durchführung augmentativer Maßnahmen besteht. De Faria Vasconcelos K, Dos Santos Corpas L, da Silveira BM, Laperre K, Padovan LE, Jacobs R, de Freitas PH, Lambrichts I, Bóscolo FN. MicroCT assessment of bone microarchitecture in implant sites reconstructed with autogenous and xenogenous grafts: a pilot study. Clin Oral Implants Res. 2017 Mar;28(3):308-313. (»Beurteilung der Knochen-Mikroarchitektur mittels Mikro-CT nach Augmentation des Implantatbereichs mit autologem und xenogenem Knochen«) Zwölf Proben mit 17 Fixierungsschrauben aus Titan, die mindestens 0,5-1,0 mm von Knochen bedeckt waren, wurden aus mit autologem oder xenogenem Knochen augmentierten Kieferhöhlen gewonnen und mittels Mikro-CT und Histologie hinsichtlich ihres Knochen-Implantat-Kontakts (BIC) untersucht. Histomorphometrische Parameter wurden für drei verschiedene Regionen (Augmentat; Übergangsregion; nativer Knochen) ermittelt. Die histomorhometrischen Parameter ergaben grundsätzlich höhere

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mittlere BIC-Werte bei Verwendung autologen Knochens. Während im nativen Knochen, unabhängig vom Augmentationsmaterial, mittels Mikro-CT ein signifikant größerer BIC beobachtet wurde, war beim Vergleich nur der augmentierten Bereiche kein Unterschied des BIC im autologen und im xenogenen Transplantat zu ermitteln. Die zweidimensionalen histologischen Schnitte bestätigten die Ergebnisse des Mikro-CT. Wolff C, Mücke T, Wagenpfeil S, Kanatas A, Bissinger O, Deppe H. Do CBCT scans alter surgical treatment plans? Comparison of preoperative surgical diagnosis using panoramic versus conebeam CT images. J Craniomaxillofac Surg. 2016 Oct;44(10):1700-1705. (»Führt der Einsatz Digitaler Volumentomogramme zu Änderungen von Therapieplänen? Prächirurgische Diagnostik mittels Panoramaröntgenaufnahmen im Vergleich zu Digitalen Volumentomogrammen.«) Für die retrospektive Studie standen die Daten von 253 Patienten zur Verfügung, bei welchen vor einem chirurgischen Eingriff sowohl konventionelle Übersichtsröntgenaufnahmen als auch DVT durchgeführt worden waren. Die Untersuchung ergab, dass mittels DVT mehr relevante Informationen für das chirurgische Vorgehen bei Implantattherapien, der Diagnostik des Sinus maxillaris und der Therapie von Verletzungen im Mund-, Kiefer-, Gesichtsbereich zur Verfügung stehen. Dennoch führte der Einsatz der 3D-Bildgebung nicht zu einer signifikanten Änderung des operativen Vorgehens, das mittels der konventionellen Röntgenaufnahme geplant wurde. Correa LR, Spin-Neto R, Stavropoulos A, Schropp L, da Silveira HE, Wenzel A. Planning of dental implant size with digital panoramic radiographs, CBCT-generated panoramic images, and CBCT crosssectional images. Clin Oral Implants Res. 2014 Jun;25(6):690-5. (»Implantatplanung mit digitalen Panoramaschichtaufnahmen sowie mittels Digitaler Volumentomogramme erstellter Panoramaaufnahmen und Querschnitte.«) Bei 71 Patienten wurden mittels digitaler Panoramaschichtaufnahmen (D-PAN) und auf DVT-Daten basierenden Panoramaaufnahmen (DVT-PAN) und Querschnitten (DVT-QUER) Implantate im Oberkiefer-Prämolarenbereich und/oder im Unterkiefer-Molarenbereich geplant. Der mittlere Implantatdurchmesser und die Implantatlänge wurden beim Einsatz von DVT-Quer signifikant häufiger kleiner gewählt, als bei D-PAN und DVT-PAN. Im Prämolarenbereich waren keine Unterschiede zwischen den drei verschiedenen Bildgebungsmodalitäten in Bezug auf die gewählte Implantatlänge zu beobachten. Guerrero ME, Noriega J, Jacobs R. Preoperative implant planning considering alveolar bone grafting needs and complication prediction using panoramic versus CBCT images. Imaging Sci Dent. 2014 Sep;44(3):213-20. (»Präoperative Implantatplanung mittels Panoramaschichtaufnahmen oder DVT unter Berücksichtigung der Notwendigkeit zu augmentativen Maßnahmen und der Vorhersage von Komplikationen.«) Die Studie wurde durchgeführt, um die Einschätzung einer Notwendigkeit für Augmentationen und die Vorhersage von perioperativen Komplikationen mittels Panoramaschichtaufnahmen Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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kurz & schmerzlos (PAN) und DVT zu ermitteln. Dazu wurden präoperativ von 108 teilbezahnten Patienten PAN und DVT erstellt, die anschließend von vier Untersuchern ausgewertet wurden. Mittels DVT konnte eine signifikant bessere Einschätzung zur Notwendigkeit augmentativer Verfahren und von Komplikationen beobachtet werden. Auch die Planung der notwendigen Implantatlänge konnte mittels DVT besser erfolgen.

Systematische Reviews, Metaanalysen Anter E, Zayet MK, El-Dessouky SH. Accuracy and precision of cone beam computed tomography in periodontal defects measurement (systematic review). J Indian Soc Periodontol. 2016 May-Jun;20(3):235-43. (»Ein systematischer Review zur Genauigkeit und Präzision Digitaler Volumentomogramme bei der Vermessung parodontaler Defekte.«) Um die Genauigkeit der DVT bei der Vermessung von Parodontaldefekten zu ermitteln wurden eine systematische Literaturrecherche in der Literaturdatenbank Pubmed und eine Handsuche in relevanten Journalen durchgeführt. Von insgesamt 47 Artikeln erfüllten 14 die Einschlusskriterien. In den ausgewählten Studien wurde von einem mittleren Fehler von 0,19 ± 0,11 mm als Minimalwert und einem maximalen mittleren Fehler von 1,27 ± 1,43 mm berichtet. Die Durchführung einer Metaanalyse war aufgrund der hohen Heterogenität der Studiendesigns nicht möglich. Wegen der z. T. geringen Belastbarkeit der Studien ist von einer eher eingeschränkten Evidenz der getroffenen Aussagen auszugehen. Bohner LOL, Mukai E, Oderich E, Porporatti AL, Pacheco-Pereira C, Tortamano P, De Luca Canto G. Comparative analysis of imaging techniques for diagnostic accuracy of peri-implant bone defects: a meta-analysis. Oral Surg Oral Med Oral Pathol Oral Radiol. 2017 Jun 23. pii: S2212-4403(17)30976-8. [Epub ahead of print] (»Eine Metaanalyse bildgebender Techniken zur Darstellung der Genauigkeit periimplantärer Knochendefekte.«) Um die diagnostische Genauigkeit verschiedener bildgebender Verfahren bei der Entdeckung periimplantärer Knochendefekte zu untersuchen wurde eine systematische Literaturrecherche in acht verschiedenen Datenbanken durchgeführt. Zwölf von insgesamt 680 Studien wurden in die Auswertung einbezogen. In den Studien wurde der Einsatz der DVT, CT und konventioneller Röntgentechniken (Zahnfilme, Panoramaaufnahmen) untersucht. Grundsätzlich konnte anhand der Parameter Sensitivität, Spezifität, ROC-Kurve, positive und negative Vorhersagewerte, Likelihood-Ratio sowie Odds Ratio festgestellt werden, dass DVT und Zahnfilme sich gleichermaßen zur Beurteilung von periimplantären Knochendefekten eignen. Bornstein MM, Scarfe WC, Vaughn VM, Jacobs R. Cone beam computed tomography in implant dentistry: a systematic review focusing on guidelines, indications, and radiation dose risks.

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Int J Oral Maxillofac Implants. 2014;29 Suppl:55-77. (»Die Digitale Volumentomografie in der Implantologie: Ein systematischer Review mit den Schwerpunkten Leitlinien, Indikationen und Strahlendosisrisiken.«) Das Ziel der Publikation war die aktuelle Evidenz zu klinischen Leitlinien, Indikationen und Kontraindikationen der DVT in der Implantologie sowie Risiken, die mit der Strahlendosis verbunden sind. Dazu wurden eine systematische Literaturrecherche in der Datenbank Medline und eine Handsuche durchgeführt. Zwölf Publikationen wurden zum prä- und postoperativen diagnostischen Einsatz der DVT gefunden. Zu Indikationen und Kontraindikationen wurden 56 Publikationen identifiziert und zu Strahlenrisiken 22 Artikel. In der Literatur wurden verschiedene Indikationen wie spezifische anatomische Voraussetzungen, die Beurteilung der Notwendigkeit von augmentativen Verfahren und eine computergestützte Behandlungsplanung genannt. Die beschriebene effektive Dosis zeigt eine weite Streuung, die in ihrer maximalen Ausprägung das Hundertfache der Minimaldosis betragen kann. Eine signifikante Dosisreduktion kann u. a. mittels einer Begrenzung des FOV erreicht werden. Horner K, O'Malley L, Taylor K, Glenny AM. Guidelines for clinical use of CBCT: a review. Dentomaxillofac Radiol. 2015;44(1):20140225. (»Leitlinien zum klinischen Einsatz des DVT: Ein Review.«) Ziel der Literaturrecherche in Medline war die Evaluation, auf welcher Grundlage Leitlinien zum Einsatz des DVT formuliert wurden, ihre qualitative Einschätzung sowie ein Vergleich der dort getroffenen Aussagen. Insgesamt 26 Veröffentlichungen standen nach der Recherche zur Verfügung. Zwei der Studien verwendeten eine formale evidenzbasierte Verfahrensweise zur Leitliniengenerierung und zwei basierten auf einer Konsensfindung. Grundsätzlich mangelte es in den Veröffentlichungen an evidenzbasierten Aussagen und ihre Qualität wurde entsprechend niedrig eingestuft. Zukünftig sollten daher Leitlinien mittels des AGREE II-Instrumentes entwickelt werden, um qualitative Standards einzuhalten und um systematische Fehler bei der Leitliniengenerierung zu vermeiden. Joda T, Brägger U, Gallucci G. Systematic literature review of digital three-dimensional superimposition techniques to create virtual dental patients. Int J Oral Maxillofac Implants. 2015 Mar-Apr;30(2):330-7. (»Ein systematischer Literaturreview zu digitalen dreidimensionalen Superimpositionstechniken zur Herstellung eines virtueller Patienten.«) Die rasante digitale Weiterentwicklung hat dazu geführt, dass anhand von dreidimensionalen Bilddaten des Schädels, des Gesichts und der Zähne virtuelle Patienten kreiert werden können. Um einen Überblick über den derzeitigen Stand der Entwicklung zu erhalten, wurde eine elektronische Literaturrecherche in den Datenbanken Medline und Ovid durchgeführt. Von insgesamt 403 Artikeln wurden 18 Studien in die endgültige Analyse einbezogen. Bei der Mehrzahl dieser Studien handelte es sich um Machbarkeitsanalysen, die bei insgesamt 112 Patienten durchgeführt wurden. Für die dreidimensionale Simulation des Patienten sind 3D-Daten des Gesichtsskeletts, der extraoralen Weichteile und der Zähne die relevanten Strukturen. Die Technik hat sich als gute Methode für eine Patientensimulation unter statischen Bedingungen erwiesen. Das nächsthöhere Ziel sollte sein, dynamische Patientensimulationen in Echtzeit zu entwickeln. Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


kurz & schmerzlos Ludlow JB, Timothy R, Walker C, Hunter R, Benavides E, Samuelson DB, Scheske MJ. Effective dose of dental CBCT-a meta analysis of published data and additional data for nine CBCT units. Dentomaxillofac Radiol. 2015;44(1):20140197. (»Effektive Dosis dentaler DVT-Aufnahmen - Eine Metaanalyse auf Basis publizierter Daten und Daten aus neun DVT-Einheiten.«) Ziel des vorliegenden Artikels war die Analyse der Dosismessung und der Schätzung der effektiven Dosis beim Einsatz dentaler DVT. Weiterhin wurden die Herausforderungen bei der Dosisberechnung sowie die alternative Verwendung des DosisHöhen-Produkts (DHP) statt des Dosis-Flächen-Produkts (DFP) evaluiert. Mittels einer Recherche in den Datenbanken Pubmed und Embase konnten 20 relevante Studien identifiziert werden. Angaben zur effektiven Dosis zeigten große Schwankungen. So schwankten die Angaben zur effektiven Dosis für Erwachsene bei großem Gesichtsfeld (FOV) zwischen 46-1073 Mikrosievert, bei mittlerem FOV zwischen 9-560 Mikrosievert und bei kleinem FOV zwischen 5-652 Mikrosievert. Bei Kindern wurden effektive Dosiswerte bei großem/mittlerem FOV von 13-769 Mikrosievert und bei kleinem FOV von 7-521 Mikrosievert angegeben. Die mittlere Dosis für Erwachsene betrug bei großem FOV 212 Mikrosievert, bei mittlerem FOV 177 Mikrosievert und bei kleinem FOV 84 Mikrosievert. Bei Kindern lag die mittlere effektive Dosis bei großem/mittlerem FOV bei 175 Mikrosievert und bei kleinem FOV bei 103 Mikrosievert. Bedingt durch herstellerspezifische Niedrigdosis- und High Definition-Protokolle bestanden auch bei den verschiedenen DVT-Einheiten große Unterschiede zu Angaben der effektiven Dosis. Neldam CA, Pinholt EM. Synchrotron μCT imaging of bone, titanium implants and bone substitutes - a systematic review of the literature. J Craniomaxillofac Surg. 2014 Sep;42(6):801-5. (»Ein systematischer Review zur bildlichen Darstellung von Knochen, Titanimplantaten und Knochenersatz mittels Synchrotron Mikrocomputertomografie.«) Bildgebung mittels Mikro-CT wird anhand polychromatischer Röntgenstrahlen erzeugt. Dies führt häufig zu Artefakten, Kontrastmangel und Unschärfe. Durch eine Kopplung des Mikro-CT an ein Synchrotron werden sehr hohe Bildauflösungen bis zu einem Zehntel eines Mikrometers erreicht. Der Review zum Einsatz des Synchrotron Mikro-CT (SR Mikro-CT) wurde durchgeführt, um seine Benutzerfreundlichkeit und seine Fähigkeit zur Darstellung von Knochenstrukturen und Gefäßen zu evaluieren. Auch wenn zum Einsatz des SR Mikro-CT lediglich in vitro-

Untersuchungen vorliegen, kann das bildgebende Verfahren als Goldstandard zur Darstellung der Knochenmikroarchitektur angesehen werden. Niraj LK, Patthi B, Singla A, Gupta R, Ali I, Dhama K, Kumar JK, Prasad M. MRI in Dentistry- A Future Towards Radiation Free Imaging Systematic Review. J Clin Diagn Res. 2016 Oct;10(10):ZE14-ZE19. (»MRT in der Zahnmedizin: Ein Schritt in eine zukünftige strahlungsfreie Bildgebung. Ein systematischer Review.«) Die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) hat sich als Methode der Wahl für viele klinische Indikationen bewährt. Die vorliegende Übersichtsarbeit wurde durchgeführt, um die Anwendbarkeit, Machbarkeit und die Wirksamkeit der Technologie in der Zahnmedizin zu evaluieren. Dazu wurde eine Recherche in den Datenbanken Pubmed, Cochrane, Embase und Google Scholar durchgeführt. Von den 2.672 Artikeln erfüllten 25 Publikationen die Einschlusskriterien. Die Analyse der Literatur ergab, dass das MRT erfolgreich zur Diagnostik und Behandlungsplanung z. B. in der Implantologie, der Traumatologie, bei Kiefergelenkerkrankungen und der Kieferorthopädie für eine bessere Vorhersagbarkeit des Behandlungsergebnisses eingesetzt werden kann. Shelley AM, Glenny AM, Goodwin M, Brunton P, Horner K. Conventional radiography and cross-sectional imaging when planning dental implants in the anterior edentulous mandible to support an overdenture: a systematic review. Dentomaxillofac Radiol. 2014;43(2):20130321. (»Konventionelle Röntgenbilder und Schnittbildaufnahmen zur Implantatplanung im anterioren Bereich des zahnlosen Unterkiefers.«) Ziel des systematischen Review war die Beantwortung der Fragestellung, welchen Einfluss die Verfügbarkeit von mittels DVT hergestellten Schnittbildern auf die Planung von zwei Implantaten im anterioren Bereich des zahnlosen Unterkiefers hat. Dazu wurde eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken Central, Medline und Embase durchgeführt. Aus insgesamt 2.374 Studien erfüllten fünf Studien die Einschlusskriterien. Auch wenn der Vergleich der Studienergebnisse aufgrund ihrer klinischen Diversität nicht möglich und ein sehr hohes Verzerrungsrisiko erkennbar waren, kann vorsichtig geschlossen werden, dass der Einsatz von DVT-Schnittbildern einen therapeutischen Vorteil in schwierigen Behandlungsfällen haben kann. Anhand der Ergebnisse kann keine starke Empfehlung für eines der derzeit möglichen bildgebenden Verfahren zur Implantatplanung ausgesprochen werden. K _

In der nächsten Ausgabe pip 6/2017: Die digitale Behandlungskette in der dentalen Implantologie – Teil II: Chirurgie Wollen Sie mehr zu einer bestimmten Arbeit wissen? Nutzen Sie unseren Volltext-Service auf www.pipverlag.de, senden Sie ein Fax an 08025-5583 oder eine E-Mail an leser@pipverlag.de. Wir recherchieren die Gesamtkosten bei den einzelnen Verlagen bzw. Textservices, Sie erhalten eine Gesamtkostenübersicht und können über uns bestellen. Für pip-Abonnenten sind Recherche, Handling und Versand der Texte kostenlos!

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017

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Aus der Praxis für die Praxis Tipps in pip kommen dieses Mal von Karl-Ludwig Ackermann, Jürgen Becker, Martin Bonsmann, Volker Bonatz, Kai Fischer, Philipp Sahrmann, Ralf Smeets, Michael Stimmelmayr

Kurzzeitgedächtnis Seit wir unsere Recall-Abstände auf durchschnittlich vier Monate gelegt haben, bleiben die Patienten besser bei der Stange. Angeblich ist dies auf das menschliche Belohnungsgedächtnis zurückzuführen – ein Termin alle sechs Monate wird auch mal auf neun oder zehn Monate verlegt, alle drei bis vier Monate bleibt er bedeutsam und wird mehr beachtet.

Kriegs-Chirurgie

Bei einem echt en Explantations -Notfall bohre ic ohne Kühlung, da h mit geht die Tem peratur in den Ap und das Geweb ex e ums Implanta t wird nekrotis nach einer Woc ch, he kann ich es da nn leicht entfern Danach ist für ei en. nige Zeit aber ke ine Neuimplanta on möglich, inso tifern sollte diese Methode wirklic Notfällen vorbeh hen alten bleiben.

Papillen-Puffer

Bei zwei nebe neinander liege nden Alveolen messe ich die Dimen sionen mit einer PA-Sonde ab und entneh me passend zwei mit einem Zwischensteg zusammenhängende Wei chgewebstrans plantate. Ich unterminiere di e Papille, zieh e das Transplantat darunt er durch und stabilisiere damit neben de m Alveolenver schluss zusätzlich die Pa pille.

Geschmacksexplosion

Nach langem Tragen von herausnehmbarem Zahnersatz haben sich Patienten oft an ein verringertes Geschmacksempfinden gewöhnt. Um ihnen die dramatische Verbesserung bei einer implantatgetragenen Versorgung zu verdeutlichen, halten wir in der Praxis ein paar salzige, süße, cremige und knusprige Snacks bereit, die wir den Patienten je nach Vorliebe dann gaumenfrei testen lassen – das Ergebnis ist durchschlagend.

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Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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Jod-Diplom

ktion konta der Desinfe ei b t n ig ei ze mir PVP-Jod flächen bei plantatober Im s CHX al er rt n ie te al in m zungsverh et en B s re nd im Zuge viel besse iten. Währe ke ig ss ü Fl e g die meisoder ander henspannun äc fl er b O n, benetzt der hohen fort abperle so en it ke ig he, sondern ten Flüss die Oberfläc r u n t h ic n genen KraPVP-Jod efer eingezo ti ie d in ch henstruktuscheint au er Oberfläc al n o si en im ter dreid gen. ht einzudrin ren regelrec

Putzfimmel

Nach Membranversorgung bekommt unser Patient die Anweisung, bis zum vollkommenen Wundverschluss drei Mal täglich mit CHX-Lösung (0,2 %) zu spülen und mechanische Reizungen im Wundgebiet möglichst zu vermeiden. Zusätzlich nimmt er drei Mal täglich für eine ganze Woche 750 mg Amoxicillin. Bei der wöchentlichen Kontrolle in der Praxis führen wir zusätzlich eine topische Desinfektion mit H2O2 (3 %) und Wattepellets durch. Mit diesem Maßnahmenpaket konnten wir bisher immer eine Kontamination der Membranoberfläche verhindern.

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Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017

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pip fotostory

Der spezielle Fall Seitenzahnimplantation mit maximaler Osseointegration sowie Integration der Prothetik in die anatomisch optimierte knöcherne Architektur Peter Randelzhofer Zahn 36 unserer Patientin mittleren Alters musste im Zuge von Komplikationen an den endodontisch behandelten Wurzeln entfernt werden. Nach Aufklärung über die Möglichkeiten der Versorgung einer Seitenzahnlücke, wie etwa u. a. mit einer konventionellen Brücke oder mit einem Einzelzahnimplantat, entschied die Patientin sich für ein Einzelzahnimplantat – auch aufgrund ihrer, bis auf zwei kleine einflächige Kunststoffinlays unversehrten – Nachbarzähne. Abb. 1a

Abb. 1b

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Abb. 2

Abb. 3 Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


pip fotostory Die Patientin war parodontal gesund, in der Röntgendiagnostik offenbarte sich ein mittelschwerer horizontaler Knochenabbau regio 036 (Abb. 1a). Die knöcherne Situation und das Risiko einer geringeren Knochendichte veranlassten uns ein dreieckiges Implantat (V3-Implantat, Fa. MIS) auszuwählen, bei dem aufgrund der dreieckigen Form drei kompressionsfreie Bereiche entstehen, die zu einer verbesserten krestalen Blutversorgung führen. Folgen sind ein optimierter initialer Gerüstbau des Knochens und damit ein insgesamt verbessertes Knochenwachstum mit guter Osseointegration des Implantats. Gleichzeitig fördern die patentierten Eigenschaften der hydrophilen und speziell biomechanisch sowie biochemisch bearbeiteten B+-Implantatoberfläche des V3-Implantats sowohl die Knochenheilung als auch das Knochenwachstum.

Abb. 4a

Abb. 4b

Abb. 5

Chirurgie Zu Beginn des chirurgischen Eingriffs wurde der OP-Situs mit einem Schnitt längs auf der Mitte des Kieferkamms bis zum Sulkus der benachbarten Zähnen eröffnet (Abb. 1b). Die durchgeführte Spaltlappen-Präparation sollte für einen spannungsfreien Wundverschluss sorgen. Der vorhandene Knochen war gut erhalten, das Implantat konnte problemlos primärstabil inseriert werden (Abb. 2-4a). Das Implantat hatte 4.3 mm Durchmesser, es verfügt über einen höheren Bone-to-Implant-Contact (BIC). Wie durch das Design des Implantats beabsichtigt, war der dreieckig geformte Hals des Implantats nur an drei Stellen mit dem krestalen Knochen in Kontakt (Abb. 4b). Die flache Seite

Abb. 6

Abb. 7

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017

der dreieckigen Form des oberen Anteils des Implantats zeigte nach bukkal, um das Risiko des dort häufig auftretenden Resorptionsvorgangs abzuwenden. Der Wundverschluss erfolgte mit spannungsfrei gesetzten, modifizierten Matratzennähten (Abb. 5). Es ist von großer Bedeutung, dass die Nähte nur leicht zugezogen werden um die Blutversorgung des Weichgewebes und auch im Gewebe rund um den Implantathals zu verbessern. Zu feste Nähte können zu Resorptionen und Taschenbildungen führen. Die Patientin wurde entlassen, die Einheilzeit des Implantats konnte im Zuge der oberflächenbedingten verbesserten Knochenheilung auf sechs Wochen reduziert werden.

Abb. 8

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pip fotostory

Freilegung Im Zuge der Freilegung (Abb. 6) wurde das Weichgewebe mit einer kleinen Vestibulumplastik auf das ursprüngliche Niveau gebracht. Außerdem konnte damit die bukkale Weichgewebsmanschette verdickt werden, um eine ästhetisch und hygienisch optimale weichgewebliche Basis für eine quasi unsichtbar zementierte Krone auf dem Implantatabutment zu schaffen. Das Implantat, musste – wie so oft mit diesem System beobachtet – aus dem Knochen quasi „ausgebuddelt“ werden (Abb. 7, 8). Das Implantat war optimal im Knochen osseointegriert, das Risiko einer negativen Tasche unterhalb der Implantatschulter war ausgeschlossen. Nach Einsetzen des Gingivaformers (Abb. 9a) und einem Kontrollröntgenbild zur Dokumentation des Osseointegrationsverlaufs (Abb. 9b) wurde die Patientin mit einem Termin eine Woche später entlassen. Sieben Tage nach der Freilegung sehen wir einen gut genesenen periimplantären Bereich (Abb. 10a).

Abb. 9a

Abb. 9b

Abb. 10a

Anfertigung der implantatprothetischen Versorgung Die prothetische Implantatversorgung folgte drei Wochen nach dem Reentry. Bei der offenen Abformtechnik verwendeten wir einen ganz schmalen, extra dünnen Abformstift mit einem individuellen Kunststofflöffel und Abformmaterial aus Silikon (Identium, Fa. Kettenbach) (Abb. 10b, 12, 13). Auf dem Gipsmodell wurde das Abutment angefertigt (Abb. 11). Zusätzlich wurde eine Registrierung vorgenommen und der Gegenkiefer abgeformt. Abb. 11

Abb. 10b

Abb. 12

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Abb. 13

Abb. 14

Abb. 15 Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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pip fotostory Das CAD/CAM-gefertigte Keramikabutment (Zirkoniumdioxid) auf einer Klebebasis ist im unteren Bereich so schmal wie der Abformstift. Das Weichgewebe legt sich daher wie ein Kragen um die Struktur. So wird der Anteil des Gewebes, welcher später im Sulkusbereich für ein natürliches Emergenzprofil zur Verfügung steht (Abb. 14, 15), nur minimal verdrängt.

Abb. 16

Abb. 18

Abb. 17

Fokus Emergenzprofil und Herstellung Abutment Zur Schaffung eines optimalen Emergenzprofils stellen wir immer einen optimal dimensionierten Zahn auf. Diesen Durchmesser übernehmen wir mit einer möglicherweise nötigen Abweichung (Tieferlegung von rund einem Millimeter ). Dabei bleibt der mittlere wie untere Bereich so schmal wie möglich, das obere Drittel erweitert sich jedoch in Zahnform. Voraussetzung für diese Technik ist eine Gingiva von mindestens drei bis vier Millimetern Dicke. Die Anprobe des Abutments entfällt. Bei kleinen Versorgungen wie bei einer Einzelkrone kann alles in einem Schritt fertig gestellt werden. Die präzise Form der Abformstifte lässt keine Abweichungen erwarten. Die zur Diskussion stehenden Ungenauigkeiten von Kontraktion des Abformmaterials und Expansion des Gipsmodells werden unseren Erfahrungen nach über den Zementspalt kompensiert. Eine zementierbare Implantatkrone ist für uns eine ideale Implantatversorgung, weil sie immer spannungsfrei (Durelon, Fa. Espe) zementiert werden kann. Zusätzlich wird die Einstellung der Approximalkontakte so vereinfacht. Voraussetzung ist ein CAD/CAM-Abutment, das auf Gingivaniveau der Wurzelform des Zahnes entspricht und epigingival – nicht subgingival – positioniert ist.

Abb. 19

Die Patientin wurde abschließend über die notwendigen Mundhygienemaßnahmen für ihre neue Implantatkrone aufgeklärt. Die Zirkondioxid-Kappe wurde von ZTM Uwe Gehringer mit widerstandsfähiger Verblendkeramik (Creation) versehen, um die okklusal auftretenden Kräfte abzufedern (Abb. 16). Ästhetik, Funktion und Okklusion wurden überprüft und leicht optimiert, die Patientin war sehr zufrieden (Abb. 17, 19). Das abschließende Röntgenkontrollbild zeigte in den zu beurteilenden Ebenen eine sehr gute knöcherne Einheilung (Abb. 18). Diese problemlosen und gut aufeinander abgestimmten Arbeitsschritte im Behandlungsverlauf wünschen wir uns für jeden Patienten. Sie geben uns Vertrauen, dass diese Implantatversorgungen – mit regelmäßigen Recallintervallen unterstützt – auch in Zukunft so gesund und funktionsstabil sind wie am ersten Tag. K

Ästhetik und Funktionsanprobe Die Ästhetik und Funktionsanprobe verlief absolut problemlos. So konnte die Krone schnell und für die Patientin kostensparend inseriert werden. Nur das untere Drittel der Implantatkrone wurde mit Zement benetzt, um überschüssige Zementreste zu vermeiden. Ein Einbringschlüssel sorgte für die gewünschte Präzision, gleichzeitig kontrollierten wir damit den Sitz der Krone.

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Dr. Peter Randelzhofer, München, www.icc-m.de, ZTM Uwe Gehringer, Made by Uwe Gehringer – Dentallabor, www.madeby-ug.com Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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pro & contra

Digitaler Workflow „Es wird alles digitalisiert werden, was digitalisiert werden kann“ – auch die Zahnmedizin wird sich von diesem markigen Spruch der US-Managerin Carly Fiorina nicht abkoppeln können. Und es wäre auch dämlich, denn nur mit einer konsequenten Digitalisierung unserer Arbeitsabläufe werden wir für die künftigen Herausforderungen durch eine dramatisch veränderte Behandlergruppe und eine zunehmend anspruchsvollere aber zeit- und komfortsensible Patientenschaft gewappnet sein. Die Zahnmedizin war schon immer ein sehr konservatives Gebiet, was nicht zuletzt der Tatsache geschuldet ist, dass es selbst bei hoffnungslos rückständigen Praxen lange Zeit immer noch zu einem auskömmlichen Erwerb reichte. Patienten sind heute aber besser informiert und nutzen moderne Medien selber so intensiv, dass nicht mehr zeitgemäße Angebote leicht aufgedeckt werden und sich schnell herumsprechen – selbst in ländlichen Gebieten haben es veraltete Praxen daher immer schwerer. Prof. Edelhoff prägte einmal ein schönes Bild: Alle stehen am Schwimmbeckenrand und überlegen, ob sie springen sollen – wenn aber das Rennen dann angepfiffen wird und sie haben noch nicht einmal ihr „Seepferdchen“ gemacht, gibt es für viele ein böses Erwachen. Den „idealen Zeitpunkt“ zum Einstieg wird man ebenso wenig abpassen können wie bei anderen digitalen Technologien – denken Sie allein an Ihre erste Digitalkamera. Aber heute sind Sie mit Ihrem aktuellen Modell nur so fit, weil Sie damals irgendwann bei 0,01 Megapixeln angefangen haben, sich mit der neuen Technik zu beschäftigen. Viele Praxen sehen den digitalen Workflow als eine undurchsichtige und vor allem durch hohe Anfangsinvestitionen belastete, komplexe Kette. Dabei ist es bei ein bisschen Überlegung total einfach, für die jeweilige Praxis die Bereiche zu definieren, in denen sich digitale Prozesse sehr einfach einbauen bzw. analoge Verfahren ersetzen lassen: Bei dem Einen fängt das mit dem digitalen Röntgen an, der Nächste macht viele Einzelzahnversorgungen und erlebt daher die digitale Abformung als enorme Erleichterung des Arbeitsablaufs, der Dritte hat bereits ein vollständig auf CAD/CAM-Prozesse spezialisiertes Labor und kann eigene Planungen nahtlos in die prothetische Fertigung geben. Schritt für Schritt kann man immer mehr Bereiche ergänzen – und viele Zahnärzte erleben dabei, dass sich auch ihr Behandlungsspektrum durch die verbesserte digitale Diagnostik und Planung sukzessive und spürbar erweitert. Der Mehrwert liegt also nicht nur in der direkten Zeitersparnis und einem Zugewinn an Komfort, sondern auch an einem messbar höheren Praxisumsatz. Unsere Kernkompetenz liegt in der Behandlung des Patienten. Die Zeit am Stuhl, im direkten Kontakt mit dem Patienten, die Behandlungsschritte, die nur wir persönlich erbringen können, werden immer kostbarer. In Erweiterung des Fiorina-Zitats müsste man sogar sagen: Es muss unbedingt alles digitalisiert werden, was uns hilft, Prozesse zugunsten von Zeit am und mit unserem Patienten bei gleichbleibend hoher Qualität zu vereinfachen und zu beschleunigen. K

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Spätestens nach der IDS war ich hinsichtlich der allgemeinen digitalen Besoffenheit wieder einmal mehr als bedient. Diesmal hatten sie es mit dem 3D-Druck – als sei es nur noch ein Schritt vom digitalen Röntgen zum im Nebenraum fertig gedruckten, perfekten individuellen Zahnersatz. Schon vor zwölf Jahren taumelte jeder wackere Zahnarzt völlig digital verstört von der Messe und hat zwischenzeitlich mit vielen nutzlosen, zu komplizierten oder aufgrund von mangelnden Schnittstellen und Kompatibilitätsproblemen unsinnigen Anschaffungen teures Lehrgeld bezahlt. Mein Patient und seine Biologie bleiben von den ganzen Bits und Bytes komplett unbeeindruckt. Der sitzt schwer analog bei mir im Stuhl, ganz un-virtuell ängstlich und mit einem leider sehr realen Speichelfluss, direkt spürbaren Schmerzen und meist noch einer ganzen Reihe von anderen Problemen, bei denen er vor allem meine Hilfe als einfühlsamer und zugewandter Zahnarzt und als kundiger Zahn-Heilkundler sucht. Sieht eigentlich keiner die politischen Dimensionen dieses uns mit solcher Macht von Industrie und Politik aufgezwungenen „Trends“? Während die Industrie anfänglich noch nicht müde wurde zu betonen, die digitalen Verfahren seien nichts für den blutigen Anfänger, man setze ein hohes Maß an Erfahrung voraus und wolle vielmehr dem Experten den komplexen Alltag erleichtern, wird inzwischen unverhohlen blutigen Anfängern oder zahnmedizinischen Generalisten suggeriert, es bedürfe nur des Verfahrens XY, und man könne mit einer Horde unerfahrener Assistenzärzte denselben Praxisoutput erreichen, wie einst zwei erfahrene Chirurgen. In nicht zu ferner Zukunft bestehen Zahnkliniken dann aus einem BWLer und ein paar niedrig-entlohnten zahntechnischen ITDrohnen, die im Schichtdienst Zahnersatz herstellen oder die Daten sowieso nur noch an ein industrielles Fertigungszentrum weiterleiten. Bis heute ist es noch keinem der digitalen Zukunftsversprecher gelungen, mir einmal eine klare Gegenüberstellung auszuarbeiten, was mir die mit großen Anfangs- und Umstellungsinvestitionen verbundene, digitale Prozesskette in meiner Praxis tatsächlich an Zugewinn bringt. Bei Nachbohren drängte sich mir eher der Eindruck auf, mit dem ersten Schritt die Büchse der Pandora zu öffnen: Lizenzgebühren, regelmäßige Software Updates, unabdingbar natürlich teure Wartungsverträge, permanenter Ausbau meines eigenen IT-Netzwerkes, um die immer größeren Datenmengen verarbeiten zu können, permanentes Entsenden von Mitarbeitern auf immer neue Fortbildungen – und um diesen ganzen riesigen und schnelllebigen Apparat zu unterhalten, stehe doch letztlich ich mit meinen beiden Händen am Patienten. Der erste, der mir glaubhaft machen kann, dass auch nur einer dieser digitalen Prozesse seinen Aufwand mehr als einspielt, indem mir mehr wertvolle Zeit am Patienten bleibt, darf sich gern melden – bis dahin lasse ich Kollegen gern den Vortritt, die Industrie kostenlos bei der Entwicklung ihrer massenhaft auf den Markt geworfenen Test-Versionen zu unterstützen. K Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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Was macht man eigentlich, wenn der Patient die Zahnprothese nicht bezahlt? In pip 4/2017 diskutierte ich den Fall, dass der Patient seine Zahnkrone nicht bezahlt. Was gilt bei der Zahnprothese (z. B. Modellguss, steggetragene, teleskopgestützte Locatorprothese, Cover Denture, usw.)? Der Ausgangsfall ist auch hier einfach. Der Patient braucht eine Zahnprothese. Der Zahnarzt fertigt sie und setzt sie ein. Der Patient erhält die Rechnung insgesamt (Privatpatient) oder seinen Eigenanteil (Kassenpatient), bei gleichartiger Versorgung (§ 55 Abs. 4 SGB V) hinsichtlich der Mehrkosten, bei andersartiger Versorgung (§ 55 Abs. 5 SGB V) insgesamt, bedankt sich, geht – und zahlt nicht. Die Zahlungsklage wird gewonnen, der Gerichtsvollzieher losgeschickt – und der teilt nach einiger Zeit mit, dass der Patient vermögenslos ist. Die Zahnkrone kann man dem Patienten nicht einfach wieder wegnehmen. Wegnehmen kann man nur Sachen. Sachen sind nach § 90 BGB „nur körperliche Gegenstände“. Der lebende Mensch ist Person und keine Sache. Künstliche Körperteile, die mit dem menschlichen Körper fest verbunden werden, wie z. B. Zahnfüllungen, Inlays oder eben Zahnkronen, aber auch Implantate, verlieren mit dem Einsetzen die Eigenschaft als Sache und werden Teil des menschlichen Körpers. Damit können sie nicht mehr gepfändet werden (§ 808 Abs. 1 ZPO). Man kann sie auch nicht gegen den Willen des Patienten entfernen oder entfernen lassen. Das wäre dann eine strafbare Körperverletzung. Aber die Zahnprothese kann man problemlos wieder ausgliedern. Sie wird gerade nicht fest mit dem menschlichen Körper verbunden und verliert damit nicht ihre Eigenschaft als bewegliche Sache. Das ist auch unstreitig. Also: Gerichtsvollzieher losschicken und die Prothese pfänden, ggf. im Wege einer Austauschpfändung nach § 811a ZPO (teure Prothese raus, Billigprothese rein)? Die Antwort lautet, dass das nicht geht. Hierfür enthält § 811 Abs. 1 Nr. 12 ZPO (Zivilprozessordnung) ein explizites Pfändungsverbot. § 811 Abs. 1 Nr. 12 ZPO ist eine wenig bekannte Norm. Sie hat folgenden Wortlaut: „Folgende Sachen sind der Pfändung nicht unterworfen: 12. künstliche Gliedmaßen, Brillen und andere wegen körperlicher Gebrechen notwendige Hilfsmittel, soweit diese Gegenstände zum Gebrauch des Schuldners und seiner Familie bestimmt sind;“ Die Vorschrift schützt alle Hilfsmittel der Krankenpflege vor Pfändung, sofern nicht in übermäßiger Zahl vorhanden (z. B. drei Prothesen statt einer) und solange sie nicht ausgemustert sind. Die wertvolle goldhaltige Prothese, die vom Patienten nicht mehr benutzt wird, ist damit pfändbar, und zwar auch dann, wenn sie ein anderer Familienangehöriger jetzt benutzt (sowas gibt’s). Denn die Zahnprothese ist nur für den konkreten Patienten, der nicht zahlen kann, und nicht zum Gebrauch seiner Familie oder sonstiger Dritter bestimmt. § 614 Satz 1 BGB enthält für Dienstverträge, also auch für den zahnärztlichen Behandlungsvertrag (§ 630b BGB) die Vorgabe,

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dass die Vergütung erst nach der Behandlung zu zahlen ist. § 10 GOZ erfordert noch zusätzlich die Rechnung. Bei der Zahnprothese kann man sich die Aushändigung der Prothese Zug um Zug gegen die Zahlung des Patienten ohne weiteres vorstellen. Der Zahnarzt prüft den Sitz, der Patient ist zufrieden, der Zahnarzt nimmt sie wieder raus und händigt sie dem Patienten (nur) gegen Zahlung der Rechnung aus. Aber kann man den Patienten, der auf die Prothese zum Kauen angewiesen ist, ohne Prothese gehen lassen, weil er nicht zahlt und man befürchtet, dass er auch künftig nicht zahlen wird? Das wird in Betracht kommen, wenn er noch eine funktionierende „alte“ hat, nicht aber bei Neuanfertigungen. Das AG Neu-Ulm hatte in einem von der Presse stark beachteten Verfahren (Stichwort: Mundraub) am 19.02.2009 einen Zahnarzt zu einer Geldstrafe von 6.000 € wegen Nötigung und vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt, weil er einer Patientin die beiden unbezahlten Prothesen bei einem abendlichen „Hausbesuch“, bei dem er sich an der Sprechanlage als Polizist ausgegeben haben soll, aus dem Mund „gefischt“ (seine Version) bzw. „gewaltsam die Wangen zusammengedrückt“ (so die Staatsanwaltschaft) und dann herausgeholt habe. Die Patientin bekam auch noch 2.000 € Schmerzensgeld. Also bleibt es auch hier bei der Lösung, die ich für die Krone in pip 4/2017 vorgeschlagen habe.

Im Zweifel Vorkasse beim Privatpatienten Beim Kassenpatienten je nachdem, um welche Art von Leistung es sich handelt (Regelleistung, Mehrleistung, andersartige Versorgung), Vorkasse bei der andersartigen Versorgung, Vorkasse bei Mehrleistungsfällen hinsichtlich des Mehrleistungsbetrages. Bei reinen Regelleistungsfällen im Zweifelsfall bestehenden Anspruch des Patienten auf eine Härtefallzahlung der gesetzlichen Krankenkasse zu pfänden. Ansonsten wird man, also bei der andersartigen Versorgung, die Grundsätze für Privatpatienten anwenden können, bei Mehrleistungen immerhin hinsichtlich des Mehrleistungsbetrages, da auch diese nach GOZ abzurechnen sind. K

Prof. Dr. Thomas Ratajczak Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht, Fachanwalt für Sozialrecht, Justiziar des BDIZ EDI Kanzlei RATAJCZAK & PARTNER mbB Rechtsanwälte Berlin · Essen · Freiburg i. Br. · Meißen · München · Sindelfingen Posener Str. 1, 71065 Sindelfingen Tel.: 07031-9505-18 (Sybill Ratajczak) Fax: 07031-9505-99 K ratajczak@rpmed.de K Facebook: ProfRatajczak K www.rpmed.de

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017

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pip fallstudie

Individuumszentrierte Prothetik Ein voraussagbarer Weg von der natürlichen Bezahnung zur festsitzenden Implantatversorgung Rudolf Fürhauser Die Voraussagbarkeit des klinischen Erfolgs ist der wesentliche Aspekt der Behandlung der sogenannten "failing dentition". Die Entfernung der Restbezahnung eines Patienten stellt eine große psychische Belastung für den Patienten dar, die deutlich reduziert wird, wenn der Patient sein Erscheinungsbild nicht verliert. Während die Verbesserung des Selbstwertgefühls, die Lagerstabilität sowie die Verbesserung der Mastikation mit einer festsitzenden Implantatbrücke keine Probleme darstellen, verhält es sich mit den Faktoren Ästhetik und Lautbildung diametral.

Abb. 1: Ausgangssituation. Die vertikale Dimension wird belassen und die Länge der Frontzähne um zwei Millimeter verlängert.

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60 % der Patienten fürchten, dass sie sich mit der neuen Versorgung nicht gefallen und nicht wohl fühlen werden [1]. Ein Umstand, der offensichtlich aus den persönlichen Erfahrungen im Umfeld der Patienten gespeist wird. Offensichtlich hat es die

Abb. 2: Ausgangssituation: Problematische Restbezahnung bei Wunsch nach festsitzender implantatgetragener Versorgung.

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pip fallstudie

Abb. 3: Ausgangssituation im OPG.

Abb. 4: Die okklusal äquilibrierte Abformfolie ist am Gaumen abgestützt und Überträgerin der okklusalen Höhe.

Zahnheilkunde nicht verstanden, die Wünsche der Patienten nach Veränderung oder Nichtveränderung zu hinterfragen. Gerade die Nichtveränderung des Erscheinungsbildes ist aus der Sicht des Verfassers in der gegenwärtigen Zahnheilkunde nicht ritualisiert, obwohl etwa 90 % der Patienten in unserem Krankengut dies wünschen. Dies schließt Veränderungen wie Verlängerung der Inzisalkanten oder Vertikalisierung nicht aus. Hier muss die Lautbildung besonders hervorgehoben werden. In der Literatur zeigt sich, dass bei etwa zehn bis 20 % der Patienten auch nach der Adaptationsphase von zwei bis drei Monaten permanente Lautbildungsstörungen verbleiben – was in Anbetracht des klinischen wie finanziellen Aufwandes für die Patienten eigentlich eine Katastrophe darstellt. Jede Veränderung der Frontzahnneigung führt unmittelbar zur Veränderung des S-Lautes [2]. So wird also durch ungewolltes Verändern der Frontzahnstellung sofort die Sprache verändert, was die Schwierigkeit der Akzeptanz für den Patienten noch verstärkt. Hier kommt die emotional-psychologische Ebene zum Tragen. Nicht nur ist das äußere, soziale Erscheinungsbild wurde ohne Rücksprache verändert, sondern auch das sozial-kommunikative Organ und damit auch die Lautbildung. Am Ende wird die Arbeit dann deshalb so schwierig, weil die Patienten in ihrem Glauben, dass "ihre" Zähne selbstverständlich der Ausgangspunkt für jedwede Veränderung sind, enttäuscht werden.

Protokoll am Beispiel eines Patienten Im vorliegenden Artikel soll daher ein Protokoll vorgestellt werden, das in einfachen Arbeitsschritten das Erscheinungsbild

Abb. 5: Der freie Gaumen zeigt die korrekte Lage des Abformlöffels.

des Patienten kopieren oder in gemeinsamer Arbeit unter Beachtung der Lautbildung verändern läßt. Anhand eines 52-jährigen Patienten (Abb. 1-3) soll dieses Vorgehen erläutert werden. Ausgangspunkt ist das Gespräch mit dem Patienten: 1. Gefällt sich der Patient mit der aktuellen Versorgung 2. Funktioniert das stomatognathe System in allen Parametern inklusive Lautbildung? 3. Gefällt mir als Behandler das Erscheinungsbild? 4. Wenn Veränderung erwünscht oder erforderlich: Erarbeitung der neuen Situation und wenn möglich Überprüfung mit einem Mock up. Sind die ersten drei Fragen mit "Ja" beantwortet, so sollten wir Konzepte haben, die originäre Zahnform des Patienten standardisiert und in einfachen Abläufen zu kopieren. Zwei Parameter sind dafür im Wesentlichen erforderlich: O Übertragung der vertikalen Dimension O Übertragung der Frontzahnstellung

Übertragungsmethode An der Akademie für orale Implantologie wird dies durch den sogenannten vertikal äquilibrierten Löffel ermöglicht. Ein Duplikatmodell der Ausgangsituation wird einartikuliert. Bei fixiertem Inzisalstift wird okklusal Raum für eine drei Millimeter starke Tiefziehfolie geschaffen (Abb. 4). Die Folie wird tiefgezogen, reartikuliert und die Vorkontakte werden eingeschliffen. Die außerordentlich stabile Folie kann nun nach dem Inserie-

Abb. 6: Herstellung der provisorischen Versorgung. Die vertikale Dimension bleibt in der Ausgangshöhe.

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Abb. 7: Die eingesetzte provisorische Brücke.

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pip fallstudie

Abb. 8: Röntgenkontrolle.

Abb. 9: Die Verlängerung der Frontzahnlänge wirkt sich positiv auf das Erscheinungsbild aus.

Abb. 10: Blande Weichgewebsverhältnisse vor der definitiven Abformung.

Soll die Zahnstellung in Absprache mit dem Patienten verändert werden, dann bleibt der Ablauf identisch, da ein Modell der neu gewonnen Zahnstellung zur Herstellung des Löffels dient. Die neu erarbeitete Vertikale wird dann ganz von selbst postoperativ übertragen.

Im vorliegenden Fall wurde, wie mit dem Patienten bei der Erstbefundung besprochen, die Vertikale belassen und die Frontzähne um zwei Millimeter verlängert. Dies wurde mit Komposit ästhetisch ausprobiert und über den F-Laut (Zählen von 50 nach 60) funktionell überprüft. Etwa drei Stunden nach der Abformung kann die provisorische Brücke eingegliedert werden (Abb. 6-9). Der Patient wird angewiesen über die Einheilzeit von vier Monaten auf das Kauen harter Speisen zu verzichten. Nach einer Woche kommt der Patient zur Kontrolle, insofern vorhanden werden die Nähte entfernt und die Putznischen adaptiert. Die Instruktion zur Pflege mit den Interdentalraumbürstchen erfolgt in dieser Sitzung.

Nach der Abformung kann eine mit Glasfasern verstärkte provisorische Brücke angefertigt werden.

Der Übergang zur definitiven Versorgung beginnt mit der Abformung der aktuellen Weichgewebssituation, die mit dem

ren der Implantate als Abformlöffel benutzt werden (Abb. 5). Im Oberkiefer dient der Gaumen als Abstützung und der Patient schließt während der Abformung in die bestehende vertikale Dimension. In wenigen Minuten kann so in einem Arbeitsschritt Abformung sowie Registration der vertikalen und horizontalen Relation erfolgen.

Abb. 11: Idente Abformtechnik für die definitive Abformung.

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Abb. 12: Fräsung der Bio-HPP Gerüstkonstruktion.

Abb. 13: Die fertig gestellte definitive Brücke unter Verwendung der Horizontalverschraubung.

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Abb. 14: Abschlussbilder mit der definitiven Brücke. Der Unterkiefer ist bereits mit Implantaten und dem Provisorium versorgt.

Abb. 15: Der Patient wirkt bei belassener, vertikaler Dimension mit den verlängerten Frontzähnen ästhetisch verbessert. Auch die verbesserte Lebensqualität wird in den Bildern deutlich.

gleichen Abformlöffel durchgeführt werden kann (Abb. 10, 11). Aus der Sicht des Verfassers ist diese Abformmethodik auch für die definitive Versorgung ausreichend genau. In jedem Fall wird eine Testbrücke mit provisorischen Zylindern angefertigt. Erst wenn alle Parameter perfekt sind – Passung, Biss, Ästhetik und Lautbildung – wird mit der definitiven Brücke begonnen. An der Testbrücke können alle Parameter völlig frei verändert werden, sodass ein entspanntes, vertrauensvolles Arbeiten immer gewährleistet ist. Erst dann wird die gewonnene und überprüfte Situation identisch in die finale Brücke übertragen.

wenn gewünscht, in Absprache und unter kontrollierter Beachtung der Lautbildung verändert. Dies führt zu klinisch entspannter Arbeit und vermeidet die so gefürchteten Probleme mit der Lautbildung. K

Digitale Verfahren sind hier eine große Hilfe. Im vorliegenden Fall wurde als Gerüstwerkstoff BioHPP (Fa. bredent, Senden) verwendet, da hier sehr gute Haftwerte zu den Verblendschalen erreicht werden (Abb. 12). Zusätzlich wurde, da trotz Winkelung der Implantataufbauten der Schraubendurchtritt in der provisorischen Brücke bukkal erfolgte, von der Möglichkeit gebraucht gemacht, ohne Wechsel der Aufbauten in eine Horizontalverschraubung zu wechseln (Abb. 13-15).

K 1977-1983 Studium der Medizin an der Universität Wien K 1983-1987 Ausbildung zum praktischen Arzt mit Ius practicandi K 1987-1989 Ausbildung zum Facharzt für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde an der Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Wien Prim. Dr. Rudolf K 1990-2004 Assistent an der AbteiFürhauser lung für abnehmbare und festsitzende Prothetik unter Univ. Prof. Dr. R. Slavicek und Fr. Univ. Prof. E. Piehsliger Schwerpunkt der Tätigkeit: abnehmbare Teilprothetik und Implantatprothetik K Seit August 2004 Akademie für orale Implantologie, implantologische Gemeinschaftspraxis mit Univ.-Doz. Dr. Dieter Busenlechner, Univ.-Prof. DDr. Robert Haas, Univ.Prof. Dr. Georg Mailath-Pokorny und Univ.-Prof. Dr. Georg Watzek K Seit 2010 ärztlicher Leiter der Krankenanstalt Schwerpunkt: Implantatprothetik, Sofortversorgung von Implantaten, umfangreiche Kurstätigkeit K Verfasser von Buchbeiträgen und Publikationen

Fazit Mit dem hier vorgestellten Verfahren kann eine festsitzende Oberkieferbrücke prospektiv sicher hergestellt werden. Ausgangspunkt bleibt immer die vorhanden Bezahnung des Patienten und jede Veränderung erfolgt in Absprache und nach klinischer Befundung. Die Lautbildung spielt hier große Rolle, da nicht nur die Zahnlänge über den F-Laut kontrolliert werden kann, sondern auch die Vertikale mit dem S-Laut überprüft wird. Eine zu hoch gewählte Vertikale würde sich durch repetitives Berühren der Zähne während des Zählens von 60 nach 70 zeigen, der minimale Sprechabstand wäre nicht eingehalten und es müsste abgesenkt werden. Dieses seit zwölf Jahren an der Akademie für orale Implantologie angewandte Protokoll erlaubt es Versorgungen herzustellen, die die Ausgangssituation des Patienten kopiert oder diese,

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K fuerhauser@implantatakademie.at K www.implantatakademie.at

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Sofortimplantation am originalgetreuen 3D-Modell Volker Knorr Die dentale Implantologie beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der optimalen Vorbereitung eines chirurgischen Eingriffs. Trotzdem gibt es immer wieder Herausforderungen, die in der Planung nicht vorhergesehen werden können. Um dem Implantologen zusätzliche Sicherheit beim Implantieren zu bieten, sind immer öfter sogenannte Individual Surgical Models im Einsatz. Diese Modelle entstehen auf der Basis eines DICOM-Datensatzes des zu behandelnden Patienten. Die Daten werden in der Regel mit Hilfe einer DVT generiert, mehrmals bearbeitet und dann 3D gedruckt. Im fertigen Modell sind die entscheidenden Strukturen wie etwa der Anteil der Spongiosa, der Canalis alveolaris inferior und dessen Ramus frontalis, der Canalis incisivus, die A. palatina major und deren Sulci, das Foramen mentale, der Sinus maxillaris oder die transossären Canali mit hoher Genauigkeit wiedergegeben. Nicht nur für den implantologischen Einsteiger sind Probe-Eingriffe an diesen Modellen interessant.

Ausgangssituation Eine 52-jährige Patientin stellte sich mit Schmerzen an Zahn 15 bei uns vor. Im Rahmen der Schmerzdiagnostik wurde nach unzureichendem Erkenntnisgewinn per Zahnfilm eine DVT-Aufnahme angefertigt (Abb. 2). Dabei zeigte sich eine Längsfraktur am zuvor wurzelstiftbehandelten Zahn 15. Nach entsprechender Aufklärung entschied sich die Patientin für eine Sofortimplantation.

Behandlungsplanung und Modell-OP Der bestehende DVT-Scan wurde verwendet um ein originalgetreues Modell des zukünftigen Operationsgebietes zu drucken (Abb. 3). Dabei war der Zahn 15 virtuell entfernt worden (Abb. 4 a-c), sodass man die zukünftige Alveole post extractionem im Modell beurteilen konnte (Abb. 5). Die vestibuläre Lamelle zeigte im krestalen Anteil eine Stärke von 1 mm, weiter nach apikal waren es jedoch nur noch 0,2 mm (!). Am 3D-Modell wurde daher zuerst die knöcherne Wölbung im Bereich der mesialen Alveolenwand entfernt (Abb. 6 a, b), um eine optimalere Implantatachse gewährleisten zu können. Danach wurde 2 mm palatinal des tiefsten Punktes der Alveole die Kompakta mit einem Pilotbohrer eröffnet (Abb. 7, 8).

Abb. 2

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2,3 mm weiter erreichte man den Kieferhöhlenboden. Dieser wurde mit einem Keramikbohrer (2 mm) ausgedünnt und letztlich Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


pip fallstudie Aufbereitungsschritt weiter nach vestibulär verlagert, anschließend wurde eine Fixtur 10 mm x 4 mm gesetzt (Abb. 11 a-d).

Chirurgische Behandlung

Abb. 3

mit einem Osteotom im Sinne eines internen Sinuslifts durchstoßen (Abb. 9 a, b). Mit Hilfe von Fingerspreadern erweiterten wir die Kavität (Abb. 10 a, b). Bei der Aufbereitung stellte sich ein Sideshift nach vestibulär ein, der durch die palatinale Alveolenwand bedingt war. Diese verhinderte ein Vordringen der chirurgischen Instrumente (Bohrer, Osteotome und Fingerspreader) nach palatinal. Das Zentrum der Fixtur wird mit jedem

Abb. 4a

Abb. 5

Nach der Extraktion des Zahnes 15 fanden wir einen knöchernen OP-Situs vor, der zu unserem Modell identisch erschien (Abb. 12 a, b). Auch hier wurde zuerst die knöcherne Wölbung im Bereich der mesialen Alveolenwand entfernt, um eine optimale Implantatachse zu ermöglichen. Danach wurde 2 mm palatinal des tiefsten Punktes die Kompakta mit einem Pilotbohrer eröffnet. Im Unterschied zum Modell erfolgte der interne Sinuslift ausschließlich mit Hilfe von Osteotomen. Hier war der knöcherne Kieferhöhlenboden deutlich instabiler als am Modell. Mit Hilfe von Fingerspreadern erweiterten wir nach erfolgtem Sinuslift die Kavität. Als Augmentationsmaterial diente eine osteokonduktive Knochenersatzmatrix auf Basis von Hydroxylapatit, Calciumphosphat und azellulärem Kollagen vom Schwein. Wie am Modell setzten wir eine Fixtur 4,0 x 10 mm. Auch hier war der vestibuläre Sideshift nachzuvollziehen. Das Röntgen-Kontrollbild war regelrecht (Abb. 12d). Die Primärstabilität des inserierten Implantates ((R)evolution, Firma Champions) war bei 35 Ncm. Der verbleibende „Jumping gap“

Abb. 4b

Abb. 6a

Abb. 4c

Abb. 6b

Abb. 7

Abb. 8

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017

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pip fallstudie

Abb. 9a

Abb. 9b

Abb. 10a

Abb. 10b

Abb. 11a

Abb. 11b

Abb. 11c

Abb. 11d

Abb. 12a

Abb. 12b

Abb. 13a

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Abb. 12c

Abb. 13b

Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


pip fallstudie

Abb. 13c

Abb. 13d

Abb. 14a

von 2 mm verfüllt sich durch Koagel und das zugegebene porcine Augmentationsmaterial. (Abb. 13 a-d). Nach sechs Monaten zeigt sich eine absolut reizfreie und für den Patienten ausnehmend zufriedenstellende, ästhetisch sehr ansprechende Situation (Abb. 14 a, b).

Fazit Die Probe-Operation am Individual Surgical Model vereinfacht den chirurgischen Eingriff. Vor allem ist die dreidimensionale Orientierung im OP-Situs von Vorteil, sie dient besonders in komplexen anatomischen Verhältnissen zur vorhersehbaren, schnelleren und damit patientenschonenden und sicheren Umsetzung des Eingriffs. Allerdings sind die 3D-gedruckten Modelle deutlich härter und spröder als die eigentlichen Gewebe. Somit bleibt die Kalkulierbarkeit der Primärstabilität weiterhin suboptimal. Auch zur Vorbereitung einer Sofortimplantation können sehr originalgetreue Modelle erstellt werden, auch wenn die Extraktion am Tag des DVT noch gar nicht erfolgt ist. Wichtig sind hier der Einsatz eines streustrahlungsarmen DVT und natürlich eine spätere schonende Extraktionstechnik. K Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017

Abb. 14b

K 2000 Staatsexamen nach Abschluss des Studiums der Eberhard-KarlsUniversität Tübingen K 2001 Promotion K Seit 2002 implantologisch tätig K 2006 Master of Oral Medicine In Implantology (MOM) K 2006 Gründung der GemeinschaftsDr. Volker Knorr praxis ,,Zahnheilkunde Mühlesgässle“ (mit Dr. Steffen Ecker, Eislingen, Fils) K Seit 2011 Referent für Implantologie im In- und Ausland K 2012 Gründung der Knorrconcept GmbH K 2017 Patenterteilung: Verfahren zur Ermittlung digitaler Datensätze für die Herstellung von Zahnersatz

K info@zahnheilkunde-muehlesgaessle.de K www.zahnheilkunde-muehlesgaessle.de K www.knorrconcept.eu

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pip system serie

One Click, One Scan, One Shift Der digitale Workflow Jan Kielhorn Die Einführung neuer digitaler Techniken, kombiniert mit der Einsatzmöglichkeit neuer Materialien, verändert die Behandlungsabläufe im Praxisalltag erheblich. Bisherige Arbeitsabläufe müssen im Hinblick auf Patientenwunsch, Kosten und Rentabilität kontinuierlich hinterfragt werden. iSy – das intelligente Implantatsystem, steht für Einfachheit, moderne Protokolle und einen optimierten Workflow. Es bietet mit innovativen Zusatzkomponenten deutliche Mehrwerte und steigert die Effizienz in der Implantattherapie. Für Cerec-Anwender und deren Patienten erschließt sich mit dem „one click, one scan, one shift-Konzept“ eine neue, extrem zeitsparende Option und rückt den Full-DigitalWorkflow zunehmend in den Fokus. Das Potenzial der Digitalisierung in der zahnmedizinischen Praxis breitet sich rasant aus. So ist im Bereich der Diagnostik und Planung die Digitalisierung der dentalen Radiologie

ein hilfreiches Tool [1-3]. Die aktuelle Patientensituation kann damit exakt analysiert werden und sowohl die Implantatpositionen sowie -längen und -durchmesser können mithilfe der Datenüberlagerung eines Set ups im Sinne des Backward Plannings ermittelt werden [4-5]. Die Prozesse der Digitalisierung entwickeln sich schrittweise [6]. Einzelne Bausteine werden zusammengefügt und die digitale Prozesskette sukzessive verlängert. Das iSy Implantatsystem bietet Cerec-Anwendern mit den neuen Scanadaptern und den Scanbodies die Herstellung einer Kronenversorgung an einem Tag im Full-Digital-Workflow.

Der Patientenfall Abb. 2: Das Röntgenbild der Ausgangssituation.

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Der 45-jährige Patient kam im Dezember 2016 mit dem Wunsch, die Lücke im Prämolarenbereich des linken Oberkiefers zu schließen, in unsere Praxis (Abb. 1, 2). Die Exposition Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


pip system serie

Abb. 3: Mithilfe eines Volumentomogramms wurden Länge und Position des Implantats festgelegt.

der Zahnlücke beeinflusste sein ästhetisches Empfinden sehr stark. So suchte er ein Behandlungsteam, das ihm eine kostengünstige und zeiteffiziente Möglichkeit anbieten konnte, den fehlenden Zahn 24 zu ersetzen. Nach einem DVT (Abb. 3) und eingehender Diagnostik zeigte sich eine altersgerechte Dentition mit gesicherter abgestützter Okklusion mit leichtem Bruxismus. Der ermittelte Parodontale Screening Index war 0-1. Sowohl die Weisheitszähne als auch der Zahn 14 fehlten. Nach der

tat, da er die Einzelzahnversorgung einer Brückenkonstruktion vorzog und er den gesunden Eckzahn nicht beschleifen lassen wollte. Voraussetzung für die Rekonstruktion war allerdings eine Versorgung, die sein kleines Budget nicht überstrapazierte und mit wenig Zahnarztbesuchen realisierbar war. Wir boten ihm die Sofortversorgung am Tag der Implantation mit dem iSy System an. Mithilfe des neuen iSy Scanadapters, der auf die vormontierte iSy Implantatbasis gesteckt wird, und dem Sirona Scanbody, der auf den Scanadapter geklickt wird, erfolgt die digitale Abformung unmittelbar nach der Insertion – ohne weitere Zwischenschritte oder Auf- und Abschrauben von Komponenten.

Die Insertion des iSy Implantats Außer einer professionellen Zahnreinigung waren keine weiteren Vorbehandlungen notwendig. Die Aufbereitung des Implantatbetts erfolgte nach einer krestalen, leicht nach palatinal orientierten Inzision und der Präparation eines Mukoperiostlappens. Mithilfe einer zuvor im Labor gefertigten Orientierungsschablone wurde die Implantatposition zunächst mit dem Rosenbohrer angekörnt. Die Aufbereitung in die Tiefe erfolgte mit dem Pilotbohrer. Zur Überprüfung der Achsrichtung wurde der iSy Richtungs- und Tiefenindikator eingesetzt (Abb.

Abb. 4: Der Tiefen- und Richtungsindikator ist ein hilfreiches Tool zur Überprüfung der Implantatneigung.

Abb. 5: Die Insertion des Implantats erfolgt mithilfe des Eindrehinstruments, das zur Aufnahme des Implantats in die Implantatbasis gesteckt wird.

Abb. 6: In der okklusalen Aufsicht wird die korrekte Platzierung des Implantats überprüft.

Abb. 7: Das Röntgenkontrollbild zeigt die subkrestale Platzierung des iSy Implantats.

Situationsabformung erfolgten die Behandlungsplanung und ein ausführliches Patientengespräch. Alternativ zur implantatprothetischen Rekonstruktion stellten wir dem Patienten eine Versorgung mittels Adhäsivbrücke mit minimaler Präparation der Pfeilerzähne vor. Der Patient entschied sich für ein ImplanPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017

4). Anschließend wurde das Implantatlager final mit dem – im iSy Implantat-Set enthaltenen – Einpatientenformbohrer aufbereitet. Das auf der iSy Implantatbasis vormonierte Implantat (Ø 3.8 mm/L 11 mm) wurde inseriert. Dem Platform Switching geschuldet kann die Implantatschulter zur besseren Hart- und

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pip system serie Weichgewebeanlagerung minimal subkrestal platziert werden (Abb. 5, 6). Durch die Implantatform und das leicht unterdimensionierte Bohrloch wurde eine sehr gute Primärstabilität erreicht, sodass das Implantat sofort versorgt werden konnte. Vor dem Weichgewebeverschluss machten wir ein Röntgenbild, um auch eventuelle Verletzungen der umgebenden Gewebe aus forensischer Sicht ausschließen zu können (Abb. 7).

Der digitale Workflow Ein durchdachtes technisches Highlight ist der iSy Scanadapter, der einfach auf die Implantatbasis aufgeklickt wird. Darauf aufgesteckt wird der Sirona Scanbody (Abb. 8), damit die intraorale Abformung digital erfolgen kann. Nach der Datenübertragung wurde der Scanadapter inklusive des Scanbodies abgezogen, der Gingivaformer aufgesteckt und das Weichgewebe mit zwei Positionierungsnähten vernäht. Da eine leichte Weichgewebeschwellung zu erwarten ist, reicht

Abb. 8: Für den Intraoralscan wurde der iSy Scanadapter in die Implantatbasis gesteckt und der Scanbody aufgeklickt.

Abb. 10: Die Okklusalansicht zeigt die perfekte Positionierung des Schraubenzugangskanals.

diese Naht aus, damit das Emergenzprofil der Krone, die einige Stunden später eingesetzt werden sollte, ausreichend Platz findet. Die übertragenen Scandaten wurden eingelesen und die Hybridkrone auf der in der Software hinterlegten Titanbasis CAD/ CAM-konstruiert. Der Schraubenzugangskanal wurde angelegt

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und die Krone im IPS emax CAD-Rohling virtuell positioniert (Abb. 9, 10). Alternativ ist zu diesem Zeitpunkt die provisorische Versorgung mit Telio CAD möglich. Nachdem die Hybridkonstruktion gefräst worden war, wurden die Trägerverbindungen zum Rohling durchtrennt und vorsichtig verschliffen, die Krone mit Malfarben leicht individualisiert und dann im Keramikofen gesintert. Selbstverständlich besteht hier ebenso die Option der laborseitigen Fertigung.

Eingliederung der Rekonstruktion am OP-Tag Zum Verkleben der Krone mit der iSy Titanbasis CAD/CAM wurden die Klebeflächen dem Material entsprechend aktiviert. Das heißt, die Titanbasis wurde gestrahlt und silanisiert und die Krone mit 5 %-iger Flusssäure geätzt. Mit Multilink Implant (Ivoclar Vivadent) wurden die Komponenten definitiv verbunden (Abb. 11).

Abb. 9: Der übertragene Intraoralscan zeigt das umgebende Weichgewebe und die Pyramide des Cerec Scanbodies.

Abb. 11: Die Verklebung der CAD/CAM-gefertigten Lithiumdisilikatkrone erfolgte extraoral auf der Titanbasis.

Die Eingliederung der Hybridkrone erfolgte wenige Stunden später. Dafür wurde der Gingivaformer abgenommen, die Abutmentschraube gelöst, entfernt und die iSy Implantatbasis mithilfe des Konuslöseinstruments abgezogen. Die Versorgung wurde auf das am Vormittag inserierte Implantat gesetzt und die Schraube mit 30 Ncm festgezogen (Abb. 12). Nach erfolgter Okklusions- und Funktionskontrolle wurde der SchraubenPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


pip system serie

Abb. 12: Einige Stunden nach der Implantation wurde die Hybridkrone eingesetzt.

Abb. 13: Nachdem die Abutmentschraube nachgezogen wurde, erfolgte der Verschluss des Schraubenzugangkanals mit Teflonband und einem Flowcomposite.

zugangskanal mit Teflonband und Flowcomposite verschlossen (Abb. 13).

Diskussion Oft werden in der Implantologie Workflows angewendet, die als „goldener Standard“ angesehen werden. Bei den täglichen und eingespielten Arbeitsabläufen wird jedoch übersehen, dass es genügend Evidenz gibt, die zum Wohle des Patienten reduzierte Lösungen zulassen. Diese führen zu denselben, wenn nicht sogar zu besseren Ergebnissen [7]. In unserer Praxis sehe ich den digitalen Workflow als wirtschaftliche Notwendigkeit, um den Anforderungen unserer Patienten nach kostengünstigen Lösungen – bei gleichzeitig wenig Zahnarztbesuchen – gerecht zu werden [8-12]. Die neuen Sofortversorgungskonzepte reduzieren die tatsächlichen „Stuhlzeiten” und somit die Praxiskosten drastisch. Die Umsetzung des digitalen Workflows kann in kleinen Schritten – nach dem Baukastenprinzip – begonnen und die Infrastruktur Schritt für Schritt erweitert werden. Dabei ist zu beachten, Systeme anzuschaffen, die sich mit den Infrastrukturen der Teampartner einfach und sicher vernetzen lassen.

Fazit iSy ermöglicht es, Behandlung und Kosten erheblich zu reduzieren und dennoch ein absolut verlässliches, qualitativ hochwertiges Ergebnis zu erzielen. Um die Möglichkeiten im vollen Umfang ausschöpfen zu können, bedarf es neben der „Digitaltechnik“ einer konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten. Der reibungslose verlustfreie Datentransfer muss zum Wohle Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017

des Patienten gewährleistet sein. Das seit langem bekannte Backward Planning sollte der Mittelpunkt jeder Behandlungstherapie sein. K

Scan mich – Literatur oder Tel.: 08025/5785 E-Mail: leser@pipverlag.de

K K K K K K

Fachzahnarzt für Oralchirurgie Curriculum Implantologie (DGI) Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie Curriculum Endodontie (DGET) Tätigkeitsschwerpunkt Endodontie Dozent des internationalen Masterstudienganges für Implantologie der Johann Goethe Universität Frankfurt Jan Kielhorn (MOI) Zahnarzt K Fachjournalist für Implantologie und Implantatprothetik (Deutscher Fachjournalistenverband) K Referent des internationalen Fortbildungszentrums für Implantologie (Whiter Campus) K Mitglied des Zahnärzteteams und leitender Chirurg – Whiter Öhringen K Mitglied des Zahnärzteteams – Whiter Tuttlingen K Fachgesellschaften: DGI, DGOI, BDO, DGET, ICOI, BDIZ K campus@whiter.dental K www.whiter.dental

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pip fragt

Das Know-When zum Know-How Die korrekte Beurteilung der Implantatstabilität und Osseointegration war schon immer ein wesentliches Kriterium für den Behandlungserfolg. Der explizite Patientenwunsch nach gestrafften Behandlungsprozessen ebenso wie eine zunehmende Patientenzahl mit Risikofaktoren führen zu fortschrittlichen und ambitionierten Protokollen, bei denen herkömmliche Verfahren wie der Drehmoment- oder Perkussionstest an ihre Grenzen stoßen. pip sprach mit Universitätsprofessor Dr. Daniel Buser, dem Direktor der Klinik für Oralchirurgie und Stomatologie an den Zahnmedizinischen Kliniken der Universität Bern, über heutige Möglichkeiten der sicheren Diagnostik. pip: Mal im Ernst: Als versierter Behandler spüre ich doch beim Eindrehen, ob mein Implantat stabil sitzt oder nicht? Und falls nicht, sollte ich vielleicht besser gar nicht erst implantieren …? Prof. Buser: Wenn dem so wäre, dürften Sie mir, denke ich einmal, durchaus zutrauen, eine solche Technik auch zu beherrschen – ich behandele seit mehr als 30 Jahren im Durchschnitt 150 Patienten pro Jahr. Mit der Attraktivierung der Implantattherapie streben wir aber zugunsten dieser Patienten und auch der eigenen Effizienz zunehmend verkürzte Einheilzeiten und prothetische Versorgungsprotokolle an – und hier sollte man die Stabilität des Implantates nicht nur im Gefühl haben, sondern objektiv messen können. pip: Wie funktioniert die RFA-Methode und was gibt der ISQ-Wert genau wieder? Prof. Buser: Mittels der Osstell-Sonde und einem im Implantat eingeschraubten SmartPeg wird der ISQ – Implantatstabilitätsquotient – gemessen. Der ISQ ist die Maßeinheit der Resonanzfrequenzanalyse – RFA – zur Bestimmung der Stabilität eines Implantates. Prof. Dr. Daniel Buser. Auf einer klinisch nutzbaren Skala von 1-100 ISQ wird diese Resonanzfrequenz gemessen. Unter 60 ISQ sind Sie im kritischen Bereich, ab 70 ISQ kommen Sie in den gewünschten hohen Stabilitätsbereich. pip: In jeder Praxis verstaubt in irgendeiner Ecke ein Gerät, was einst als High-Tech-Tool angepriesen wurde, im Praxisalltag aber nie so recht zum Einsatz kam … Prof. Buser: Das ist durchaus richtig, und das mag daran liegen, dass bei einigen Geräten der Spielzeug-Charakter für den Behandler überwiegt. Beim Osstell ISQ können Sie den Einsatz aber unmittelbar an deutlich verkürzten Einheilzeiten und damit einem klaren Benefit für Ihre Patienten und Ihre eigenen Behandlungszeiten und -protokolle messen. Der Nutzen ist so

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praktisch und unmittelbar, dass Sie es, wie wir selber auch, nicht mehr aus der Hand legen werden. Wir haben seit dem Jahr 2001 Erfahrung mit der RFA-Methode. Die erste und zweite Generation waren allerdings alles andere als zuverlässig und wenig anwenderfreundlich. Mit der dritten Generation hat sich das deutlich verbessert und seit 2009 ist das Gerät an unserer Klinik im Dauereinsatz. Seither können wir unsere Patienten spürbar früher prothetisch versorgen, was auch mit der von uns bevorzugten, hydrophilen SLActive Implantatoberfäche zusammenhängt: Standardimplantationen in der Regel nach vier Wochen, mit GBR oder Sinusbodenelevation meist nach acht Wochen, vorausgesetzt, dass der ISQ Wert bei der Abschlusskontrolle ≥70 ist. Ist der Grenzwert nicht erreicht, warten wir ganz einfach. Die Möglichkeit der longitudinalen Anwendung ist ein ganz großer Vorteil. Ganz wichtig dabei: Dieser spürbare Zeitgewinn geht nicht zu Lasten der Sicherheit, im Gegenteil, dank der Osstell-ISQ-Messung können wir sicher sein, nur wirklich gut osseointegrierte Implantate prothetisch zu belasten. Eine kürzlich publizierte Studie mit 109 Implantaten mit simultaner SBE von Kuchler et al., COIR 2017, belegt das deutlich. Sie werden sich wundern, wie viele Ihrer Patienten damit deutlich früher versorgt werden können, ohne dass es Ihnen schlaflose Nächte bereitet. Übrigens handelt es sich bei der Methode um eine mehr als 20 Jahre alte und wissenschaftlich mit über 200 Studien sehr gut dokumentierte Methode – auch hier sind wir aus der High-Tech-Spielzeug-Ecke also längst raus. pip: Wo sehen Sie zusammenfassend den größten Nutzen für die tägliche Anwendung? Prof. Buser: Wenn ich die klinische Erfahrung der letzten acht Jahre zusammenfasse, so kann ich mit einer großen Genugtuung festhalten, dass wir mit der RFA-Methode heute eine Technik einsetzen können, welche uns zuverlässige und objektive Informationen liefert, ob ein Implantat ausreichend gut im Knochen integriert ist oder nicht. Der von uns gewählte Grenzwert von 70 ISQ hat sich dabei gut bewährt. Damit haben wir eine große Sicherheit und können etwa 80 % der Patienten viel früher prothetisch versorgen als noch vor zehn Jahren. Damit sind unsere Behandlungskonzepte deutlich attraktiver für die Patienten, weil die Phase mit einem provisorischen, meist abnehmbaren Zahnersatz bei den meisten Patienten deutlich verkürzt werden konnte. pip: Herzliches Danke, verehrter Herr Professor Buser, für Ihre Zeit und dieses Gespräch. K Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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Periimplantitis vermeiden und behandeln Prof. Dr. Andreas Stavropoulos ist Leiter der Abteilung für Parodontologie an der Universität Malmö. Für seine Forschung wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen und Mitglied des Editorial Boards mehrerer Zeitschriften. Zum Thema „Periimplantitis (PI) vermeiden und behandeln“ hat er Ende September 2017 gemeinsam mit Priv.Doz. Dr. med. dent. Kristina Bertl, PhD, M.Sc., Malmö, sowie Dr. Daniel Engler-Hamm, M.Sc., München, zwei von Zimmer Biomet veranstaltete Workshops in München und am Zimmer Biomet Institute in Winterthur gehalten. Im Gespräch mit pip berichtet er über den Stand der Forschung und Lehre sowie über die Erfahrungen aus der klinischen Praxis. pip: Ist das Thema Periimplantitis an Ihrem Institut und generell in der Ausbildung der Zahnärzte Teil des gängigen Lehrstoffs? Prof. Stavropoulos: Man hat definitiv erkannt, dass periimplantäre Erkrankungen ein Problem sind und bildet das auch in der Ausbildung ab. Diagnostik und Therapiemöglichkeiten sind ein wichtiges Thema, die praktische Lehre am Patienten ist jedoch zumeist nur in begrenztem Ausmaß möglich. pip: Wo liegt der Schwerpunkt in der Periimplantitis-Forschung? Prof. Stavropoulos: Wichtige Aspekte in der Periimplantitis-Forschung stellen die Identifikation von Risikofaktoren auf Patienten- und Implantatebene sowie die Identifikation von möglichst voraussagbaren Therapieansätzen dar. In Bezug auf Periimplantitis arbeiten wir in Malmö zurzeit an optimierten Methoden zur Diagnostik sowie Therapieoptionen im nicht-chirurgischen und chirurgischen Bereich.

Parodontitisfällen. Unterschiedliche Implantatdesigns und -oberflächen scheinen das Risiko für das Entstehen einer Periimplantitis sowie deren Progression zu beeinflussen. Beispielsweise haben wir anhand eigener Daten gesehen, dass die Kombination zweier Oberflächen (glatter Anteil im koronalen Bereich kombiniert mit einer rauen Oberfläche weiter apikal) – wie beim Osseotite Implantat – eine sehr geringe Rate an Periimplantitis nach zehn Jahren aufweist (ca. 5 %). Aber kein Implantatsystem ist „immun“ gegen PI. pip: Welches chirurgische und prothetische Konzept wird in der Lehre zur Vorbeugung der PI empfohlen? Was hat sich methodisch verändert? Prof. Stavropoulos: Das Wesentliche für die Vorbeugung einer Periimplantitis liegt in der Putzbarkeit der Suprakonstruktion und in der Konrolle allfälliger parodontaler Erkrankungen. Es gibt zahlreiche Tests zur effizienteten Reinigung der Implantatoberfläche. Hier kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass nicht immer die aufwendigeren (und teureren) Lösungen notwendig sind, sondern bei gutem Zugang auch einfachere Methoden angewandt werden können. So kann beispielsweise ein Tupfer mit Wasserstoffperoxid den gleichen positiven Effekt zeigen wie eine Laserbehandlung. pip: Welches medizinische Vorgehen zur Behandlung von PI ist state of the art?

Prof. Stavropoulos: Es gibt bislang kein evidenzbasiertes Behandlungskonzept der Periimplantitis, aber wir wissen, dass eine rein konservative, nicht-chirurgische Therapie nur einen sehr geringen Effekt pip: Welche Fehleinschätzungen gibt Prof. Dr. Andreas Stavropoulos. aufweist und höchstens in leichten es aus Ihrer Sicht noch immer zur PI? Periimplantitis-Fällen als alleinige Therapieform ausreichend sein kann. Prof. Stavropoulos: Einen DiskusIn moderaten und schweren Fälsionspunkt stellt nach wie vor die Definition und Diagnose periimplantärer Erkrankungen len sind chirurgische Therapieansätze notwendig. Sofern dar. Aufgrund gewisser histologischer Unterschiede ist die eine knöcherne Defektwand vorhanden ist, empfiehlt es Diagnose nicht immer so eindeutig zu treffen wie bei pa- sich, den Defekt mit autologem Knochen und/oder Knorodontalen Erkrankungen. So werden auch in Studien oft chenersatzmaterialien aufzufüllen und im Sinne einer unterschiedliche Diagnosekriterien angewandt, was wie- GBR mit einer Membran abzudecken. Jedoch in jenen Bereichderum einen direkten Vergleich der Ergebnisse erschwert. en, in denen keine knöcherne Defektwand mehr vorhanden ist (z. B. bei bukkalen Dehiszenzen), sollte ein resektiver pip: Welche Fehler bei der Implantation erhöhen das PI-Risiko? Ansatz gewählt werden (Implantoplastik). Diese Varianten können – je nach Defektform – miteinander kombiniert Kann das Implantatdesign helfen, PI zu vermeiden? werden. Prof. Stavropoulos: Ein Problem stellt sowohl eine Fehlpositionierung der Implantate dar, da dies in weiterer Folge zu schwer putzbaren Suprakonstruktionen führen kann, als auch das pip: Professor Stavropoulos, herzlichen Dank für das InterK „Ignorieren“ von nicht kontrollierten oder sogar unbehandelten view!

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Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


T3 Implantate ®

• Modernes Hybrid Design mit Multilevel Topographie. • Integriertes Platform Switching reduziert den krestalen Knochenrückgang auf weniger als 0,37 mm.*1 • Die Certain® SureSeal™ Innenverbindung maximiert die Dichtigkeit im Mikrobereich durch enge Toleranzen der Verbindungen und eine maximale Erhöhung der Haltekräfte.

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Östman PO†, Wennerberg A, Albrektsson T. Immediate Occlusal Loading Of NanoTite™ PREVAIL® Implants: A Prospective 1-Year Clinical And Radiographic Study. Clin Implant Dent Relat Res. 2010 Mar;12(1):39-47. n = 102. † Dr. Östman steht bis auf weiteres in einem finanziellen Vertragsverhältnis zu Biomet 3i LLC raufgrund seiner Referentenund Beratertätigkeit sowie weiterer Dienstleistungen. * ein Knochenrückgang von 0,37 mm tritt nicht in allen Fällen auf.

Weitere Informationen über T3 Implantaten erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Zimmer Biomet Dental Vertriebsmitarbeiter.

www.zimmerbiometdental.com Alle Marken sind Eigentum von Zimmer Biomet oder seiner Tochterunternehmen, wenn nicht anders angegeben. Aufgrund behördlicher Anforderungen wird der Geschäftsbereich Dental von Zimmer Biomet bis auf Weiteres Produkte unter Zimmer Dental Inc. bzw. Biomet 3i, LLC herstellen. Das T3 Implantat wird hergestellt und vertrieben von Biomet 3i, LLC. Einzelne Produkte sind möglicherweise nicht in jedem Land/jeder Region erhältlich oder registriert. Bitte wenden Sie sich wegen Produktverfügbarkeit und für weitere Informationen an einen Vertriebsmitarbeiter von Zimmer Biomet. ADEMEA050DE REV B 09/16 ©2016 Zimmer Biomet. Alle Rechte vorbehalten.


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45 Jahre Erfahrung und stete Verbesserungen Seit er vor nahezu einem halben Jahrhundert sein erstes Implantat setze, tüftelte und entwickelte Dr. Jack Hahn stets an technischen Details, um die implantologische Behandlung für Patient und Zahnarzt zu verbessern. Dr. Hahn war und ist innerhalb dieses Prozesses oft Vorreiter für maßgebliche und bahnbrechende Neuerungen gewesen, die der dentalen Implantologie zu ihrem heutigen Stellenwert als unverzichtbarer und wertvoller Bestandteil des zahnmedizinischen Behandlungsspektrums verholfen haben. Antrieb für ihn war immer, die Behandlung einfacher und gleichzeitig besser vorhersagbar zu machen. pip sprach mit Dr. Hahn in den Glidewell Labs in Newport Beach, Kalifornien. pip: Mit all Ihrer Erfahrung: Was ist Ihr Credo? Dr. Hahn: Ganz einfach: Nehmen Sie sich die Natur zum Vorbild. Je besser es uns gelingt, ein Implantat so zu positionieren, dass die prothetische Versorgung einem natürlichen Zahn am nächsten kommt, desto mehr haben wir gewonnen. Genau dieser Gedanke lag auch der Entwicklung meines wurzelförmigen Implantates zugrunde: Der natürliche Zahn hat eine konische Wurzelform, wieso sollten wir da eine parallelwandige Schraube setzen? Ein schmalerer Apex verbessert die Stabilität selbst in Knochen der Klasse 4 und ist auch ideal für etwas kritischere Implantationsorte wie die Extraktionsalveole, konvergierende Wurzeln und Unterschnitte nach labial. In hartem Knochen zeigt er eine hervorragende Primärstabilität. Und auch bei der Entwicklung des maschinierten Halses, damals für das SteriOss-Implantat, haben wir uns von der Oberfläche einer natürlichen Zahnwurzel inspirieren lassen. Und schon hatten wir weniger Knochenverluste und bessere Ergebnisse. Dr. Jack Hahn. pip: Wie laufen solche Entwicklungsprozesse ab – gehen Sie einfach mit einer Zeichnung zu einem metallverarbeitenden Betrieb? Dr. Hahn: Nach so vielen Jahren kennt man sich in der Szene – ob Ingenieure, Techniker oder auch Unternehmen, die neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen sind. Nach SteriOss und der Entwicklung von Replace habe ich viele Jahre mit Nobel Biocare – die 1998 Steri Oss übernommen hatten – zusammengearbeitet, sowohl in der Entwicklung und klinischen Erprobung als auch bei internationalen Studien. Nobel Biocare hat einen hohen Verdienst daran, dass die dentale Implantologie aus der damals als „experimentell“ betrachteten Ecke kam und heute im Kreise der allseits und auch universitär und wissenschaftlich anerkannten Therapieformen sehr gut dasteht. Insofern auch kein Zufall, dass das Hahn-Implantat mit dem sehr gut durchdachten Nobel Replace Tapered Chirurgie-Kit versorgt werden kann.

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pip: Wo sehen Sie die heutigen Herausforderungen? Dr. Hahn: Wir müssen die dentale Implantologie unverändert einer viel breiteren Schicht von Patienten zugänglich machen. Dafür müssen wir mehr Generalisten implantologisch ausund fortbilden. Jeder Zahnarzt sollte in der Lage sein, zumindest die einfachen implantologischen Fälle zu behandeln – für komplexe Situationen kann er immer noch einen Oral- oder MKG-Chirurgen zu Rate ziehen. Nach all meiner Zeit fand ich daneben immer noch Details um die Behandlung zu verschlanken, das Bohrprotokoll einfacher zu gestalten und auch die Stabilität zu verbessern. Zu jener Zeit erledigte Glidewell bereits alle meine Laborarbeiten, und ich war von der Qualität ihrer prothetischen Komponenten und Restaurationen schwer beeindruckt. Das führte mich in ihre Implantatherstellung, und gemeinsam mit den GlidewellIngenieuren und -Entwicklern haben wir mit dem Hahn Tapered Implant eine Schraube entwickelt, in die all meine Erfahrungen eingeflossen sind, seit vor fast 20 Jahren das erste konische Implantat entwickelt wurde. pip: Warum haben Sie sich für Glidewell als Partner entschieden? Dr. Hahn: Ich hätte die Fertigung nicht selber übernehmen können, auf keinen Fall zu einem Preis, der dieses Implantat für die angestrebte breite Schicht von Patienten verfügbar macht. Glidewell verfügt über eine außergewöhnliche zahntechnische und prothetische Expertise und darum geht es ja letztlich. Daneben sind wir absolut einer Meinung, dass mehr niedergelassene Zahnmediziner implantologisch tätig werden sollten und daher in die Ausbildung investiert werden muss. Selten zuvor hat jemand so gut verstanden, wie sehr Veränderungen im Design eines Implantates sich unmittelbar auf die Behandlungsergebnisse auswirken. Die Fertigungsstätten sind hochmodern und die Geschwindigkeit, mit der die Glidewell-Teams mit ihrem Know-How und den verfügbaren Technologien eine Idee und ein Konzept in ein Implantat umsetzen, das ebenso einfach zu setzen wie prothetisch zu versorgen ist, war einfach atemberaubend. Glauben Sie mir, ich habe erst meinen Namen auf dieses Implantat setzen lassen, als es in jeder Hinsicht meinen Erfahrungen und meiner Vision eines modernen Systems für ein vereinfachtes und gleichzeitig extrem zuverlässiges Protokoll entsprach. Und nicht ohne Stolz: Wir sind das offizielle Implantat des renommierten Misch International Implant Institute.

pip: Herzlichen Dank, Herr Dr. Hahn, für dieses Gespräch.

K

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Zurück zu den Wurzeln Die implantologische Fachwelt staunte nicht wenig, als Professor Dr. Georg-Hubertus Nentwig an der IDS zusammen mit dem chirurgischen Spezialanbieter Hager & Meisinger das neue MyPlant II-Implantatsystem präsentierte. Was steckt hinter der Überlegung, der an Systemen wahrlich nicht armen Gemeinde ein neues Design zu präsentieren? pip sprach mit Prof. Nentwig über die Beweg- und Hintergründe. pip: Was war das Ziel bei der Entwicklung des MyPlant II-Implantatsystems? Prof. Nentwig: Seit über 30 Jahren haben sich das enossale progressive Gewindedesign und die selbsthemmende Konusverbindung bei zweiteiligen Implantatsystemen als maßgeblich für Gewebestabilität und Langzeiterfolg erwiesen. Beide Komponenten wurden von uns, Dr. Dipl.-Ing. Walter Moser und mir, 1985 mit dem NM-Implantatsystem auf den Weg gebracht. Progressivgewinde und Konusverbindungen werden heute als Standard von vielen Implantatsystemen genutzt. Unser Ziel war es, auf der Basis des Bewährten in Details weitere Verbesserungen zu erreichen. pip: Inwieweit lässt sich auch bei kompromittierten Knochenverhältnissen eine hohe Primärstabilität erzielen?

Aufgrund des flachen Konuswinkels ist die Verbindung so dicht, dass ein in den Implantathohlräumen unterhalb der Verbindung vorherrschender bakterieller Besatz nicht passieren und das zervikale Gewebe infizieren kann und sie gewährt eine hohe mechanische Verbundfestigkeit, sodass im Gegensatz zu den meisten anderen Systemen kein Rotationsschutz nötig ist. Damit lässt sich ein abgewinkeltes Abutment in jeder beliebigen Position fixieren, sodass Dys-Parallelitäten bei benachbart gesetzten Implantaten leicht ausgeglichen werden können. Aufgrund der Bakteriendichtigkeit kommt es nach subkrestaler Implantation dazu, dass sich der peripher überstehende Knochen auf die Implantatschulter auflagert und das Weichgewebe stabilisiert. Und schließlich konnten wir mittels vergleichenden Finite Element-Untersuchungen und Dauerbelastungstests nachweisen, dass die mechanische Stabilität unserer Verbindung gegenüber dem Standard überlegen ist. Mit der MyPlant II Abutmentserie können mit einer Baureihe alle Implantatdurchmesser in allen Indikationen, d. h. auch in hochbelasteten Situationen, sicher versorgt werden. Das System bleibt damit sehr übersichtlich und effizient. Übrigens: Dank eines Revisionsinstrumentes lässt sich die Verbindung im Bedarfsfalle ohne weiteres wieder lösen. pip: Was wollen Sie genau mit dem Slogan „Back to the roots, shaping the future“ ausdrücken?

Prof. Nentwig: Es gibt zwei Wege, die Primärstabilität eines Implantates zu verbessern: Die unterdimensionierte Aufbereitung des knöchernen Implantatlagers – das „Bone Condensing“ – und die Verwendung eines Implantats mit aggressivem verdrängendem Gewindedesign, das sich im strukturschwachen Knochen besser verankert.

Prof. Nentwig: Die beiden Konstruktionsmerkmale, die die Basis des Systems sind, gibt es seit über 30 Jahren. Auf diesen Grundlagen – roots – wollen wir mit den soeben geschilderten Modifikationen sowohl die biologische Kompatibilität als auch die mechanische Sicherheit verbessern. Und schließlich hatten wir Prof. Dr. med. dent. Georg-Hubertus pip: Gemeinsam mit Dr. Moser und der Firbesonders auch die Wirtschaftlichkeit Nentwig. ma Meisinger haben Sie die EPS-Technik im Auge: Der logistische Aufwand ist beentwickelt. Was ist das und wie funktiogrenzt, und es lassen sich trotzdem alle niert es genau? Optionen moderner implantologischer Therapiekonzepte umsetzen. Prof. Nentwig: EPS steht für Erhöhte Primäre Stabilität. Beide oben genannten Komponenten sind beim MyPlant II System rea- pip: Warum haben Sie sich gemeinsam mit Dr. Moser für Hager & lisiert. Die mehrstufige Aufbereitung orientiert sich an der indivi- Meisinger als Partner entschieden? duellen Knochenqualität, wobei der Operateur seine Entscheidung innerhalb der vorgesehenen Varianten objektiv anhand von schnell Prof. Nentwig: Hager & Meisinger genießt weltweit einen ausgeund einfach vorzunehmenden Drehmomentmessungen trifft. Ein zeichneten Ruf als Hersteller hochwertiger zahnmedizinischer fakultativ linksdrehender, konischer Ausreiber kondensiert bei- Instrumente, und ich hatte persönlich seit meiner Studienzeit spielsweise das Knochenlager und dank eines im Detail optimier- immer wieder Kontakte dorthin. Im Zuge der Diskussionen und ten Progressivgewindes wird auf diese Weise ein hohes finales Vorversuche entwickelte sich schnell ein Klima gegenseitigen Drehmoment auch im kompromittierten Knochenlager erreicht. Vertrauens und Engagements, gepaart mit schneller und kompetenter Umsetzung der technischen Komponenten. So konnten pip: Was ist das Besondere an der Implantat-Abutment-Ver- wir bereits zur IDS 2017 das MyPlant II-System der Öffentlichbindung? keit präsentieren. Ich freue mich auf den weiteren gemeinsamen Weg und bin überzeugt, dass sich das MyPlant II-System Prof. Nentwig: Die Verbindung des MyPlant II-Systems ist das als Bereicherung bei der implantatprothetischen Behandlung Element, das sich am deutlichsten von anderen Implantatsyste- unserer Patienten erweisen wird. men unterscheidet. Es handelt sich um eine einzigartige selbsthemmende Konusverbindung, die zwei prinzipielle Vorteile hat: pip: Herzlichen Dank für dieses Gespräch. K

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Barriere und Gewebeintegration Beim Einsatz von Membranen scheiden sich immer noch die Geister und so recht scheint die beste aus allen Welten noch nicht gefunden. Fast immer geht eine gute Performance auf der einen Seite, wie eine gute Langzeitstabilität, auf Kosten einer anderen, wie einer guten Bioverträglichkeit und Gewebeintegration. Mit neuen Materialien und Techniken scheint aber möglich, sich der optimalen Kombination anzunähern. pip sprach mit Universitätsprofessor Dr. Anton Friedmann, Inhaber des Lehrstuhls für Parodontologie im Department Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Fakultät für Gesundheit der Privaten Universität Witten/Herdecke. pip: Herr Prof. Friedmann, ganz provokant – geht es nicht auch ganz ohne Membran? Prof. Friedmann: Für mich ist der Einsatz von Membranen aus heutiger Sicht unabdingbar, wenn regenerative Behandlungsmethoden zur Anwendung kommen sollen. pip: Was ist für Sie – je nach Indikation – der Membrantyp der Wahl? Prof. Friedmann: Zunächst muss zwischen Indikationen innerhalb des implantologischen Anwendungsbereichs und solchen innerhalb der parodontalen Regeneration unterschieden werden. Im Bereich der implantologischen Knochenaugmentation stellen für mich die mit Zuckerzusätzen kreuzvernetzten Kollagenmaterialien die Membran der Wahl dar. In der parodontalen Regeneration ist die Adaptationsfähigkeit an dem zu behandelnden Zahn –neben der selbstverständlich herausragenden Bioverträglichkeit – ein Qualitätsmerkmal, sodass hier synthetische Produkte mit einer eingelassenen resorbierbaren Naht – wie beispielsweise die GUIDOR Matrix Barrier von Sunstar – eine Alternative sein können.

Prof. Friedmann: In den Beiträgen, die diesen Zusammenhang beleuchten wollen, werden zu gern sehr unterschiedliche Materialien unter einem Sammelbegriff zusammengezogen und bedauerlicherweise undifferenziert behandelt. Mir drängt sich bei der Diskussion seit langer Zeit die Frage auf: Welche Nachteile besitzt ein Material, wenn eine daraus hergestellte Membran für ein prognostisch sicheres Ergebnis im Sinne der Knochenneubildung sorgt, selbst wenn sie eine Zeitlang die Exposition zur Mundhöhle weitgehend unbeschadet übersteht und anschließend durch sekundäre Epithelialisierung verschlossen wird? Dies geschieht so bei einer Ossix Plus Membran regelmäßig im Fall einer zeitlang offenen Heilung. pip: Worauf führen Sie die besonderen Eigenschaften der Ossix Plus Membran zurück und wie zeigen sie sich im klinischen Einsatz? Prof. Friedmann: Inzwischen laufen bei uns einige In vitroVersuche im Labor, die genau dieser Fragestellung nachgehen. Die ex vivogemachten Beobachtungen an den eingesammelten Membranrückständen nach Knochenaugmentationen und Alveolenversorgungen deuten in den Humanbiopsien an, dass es bei den Vorteilen der OssixPlus Membran nicht bei der Standzeit der Barriere im Gewebe allein bleibt, sondern ihre Präsenz u. U. eine positive Reaktion im Sinne einer verstärkten Aktivierung der knochenbildenden Zellen abruft. pip: Was muss eine ideale Membran von heute für Sie besitzen und wo bleiben noch Wünsche offen?

Prof. Friedmann: Qualitativ betrachtet haben wir mit der OssixPlus bereits eine sehr herausragende Membran in Prof. Dr. Anton Friedmann. den Händen, ihre Handhabung erforpip: Von den Herstellern werden undert allerdings eine kurze Eingewöhterschiedliche Behauptungen zur opnungsphase, da dieses Material nicht timalen Resorptionzeit einer Membran gepinnt oder gestreckt werden darf. angestellt. Wieviel Barriere / Resorptionszeit ist Ihrer Erfahrung Die Applikation erfolgt ausschließlich unter chirurgischen Kaunach nötig? telen, d. h. es muss eine gewisse chirurgische Expertise beim Anwender vorliegen. Für die Zukunft stelle ich mir deswegen Prof. Friedmann: Wenn wir von der Knochenregeneration im eine Membran aus dem gleichen Material vor, wie die Ossix Sinne der klassischen GBR sprechen, ist eine Barrierezeit bzw. Plus, diese soll dann noch einfacher in der Anwendung sein Funktionsdauer einer Membran, die zwischen vier und sechs und auch einem chirurgisch wenig Versierten die Fehler verMonaten angesiedelt ist, genau richtig. zeihen können, die im Laufe der Behandlung schnell entstehen können. pip: Wie stehen Sie zu der Aussage, die man häufig zu Membranen liest: „Hohe Langzeitstabilität bedeutet schlechte Bioverträglichkeit / Gewebeintegration“? pip: Besten Dank, Herr Prof. Friedmann, für dieses Gespräch. K

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Auf dem Prüfstand Professor Dr. Tomas Albrektsson war von Anfang an auf dem Gebiet der Implantologie tätig und verfolgte deren Entwicklungen genau, als Nobel Biocare im Jahr 2000 die mäßig raue TiUnite Oberfläche auf den Markt brachte. Heute, 17 Jahre später, ist er Koautor einer richtungsweisenden Metaanalyse aller prospektiven Studien über diese Oberfläche, die seitdem veröffentlicht wurden – insgesamt 106 Arbeiten über 12.000 TiUnite Implantate. In diesem Interview spricht Prof. Albrektsson über die Bedeutung der Ergebnisse. pip: Prof. Albrektsson, die Metaanalyse zur Beurteilung von TiUnite Implantaten, die Sie zusammen mit Prof. Dr. Matthias Karl verfasst haben, ist die vielleicht umfassendste Bewertung einer einzelnen Marke von Zahnimplantaten. Welche Bedeutung hat eine derart detaillierte Betrachtung der Forschung?

lust nach dem ersten Jahr krankhaft, was, milde ausgedrückt, nicht korrekt ist. Wenn Periimplantitis eine Krankheit ist, was zur Zeit viel diskutiert wird, betrifft sie vielleicht nach zehn Jahren ein Prozent der Implantate, ich meine, wenn wir unter ‚Krankheit‘ Knochenverlust verstehen, der das Überleben des Implantats gefährdet, dann liegt die Größenordnung bei einem Prozent. Die Implantatsysteme von Nobel Biocare sind nicht die einzigen, die gute Ergebnisse aufweisen, was Periimplantitis betrifft. Wenn ich mich aber heute für ein Implantat entscheiden müsste, würde ich mir die dokumentierte Forschung ansehen, und da liegt Nobel Biocare weit vorne. Die TiUnite Implantatoberfläche wird von mehr Fünf- oder Zehnjahresstudien gestützt als die Implantatoberflächen der meisten Mitbewerber. Wenn es um überzeugende wissenschaftliche Belege geht, haben Implantate von Nobel Biocare die Oberhand.

Prof. Albrektsson: Es ist immer wichtig, dass gute klinische pip: Wie können die Erkenntnisse aus dieser Metaanalyse die Studien durchgeführt werden. Aber nur die große Menge an klinische Praxis verbessern? Forschungsergebnissen zu TiUnite Implantaten hat diese Metaanalyse möglich Prof. Albrektsson: Ich glaube, dass wir gemacht. Nobel Biocare ist hier definitiv stets danach streben müssen, uns weiter wegweisend. Es gibt einige andere systezu verbessern. Im 19. Jahrhundert war man matische Übersichtsarbeiten über einzelne mit einer Sterblichkeitsrate von 19 % bei Implantatoberflächen oder -marken, aber Fällen von Appendizitis ein überdurchnicht viele. Und je mehr wir wissen, um so schnittlich guter Arzt. Heute würde man besser ist es natürlich für Zahnärzte und damit seine Approbation verlieren, weil wir Patienten. Forschung dieser Art zeigt die neue Techniken haben. Bei Zahnimplantagroßen Unterschiede zwischen hochwertiten ist es ähnlich – wir müssen ständig das, gen Implantaten und Nachahmerprodukwas wir jetzt für die bestmögliche Lösung ten, die meist von keiner derart umfassenfür Implantate halten, hinterfragen, um in den Dokumentation gestützt werden. Auch Zukunft noch bessere Lösungen für die Pawenn sie scheinbar dem Implantat ähneln, tienten zu haben. Das ist eine fortlaufende das sie imitieren wollen, heißt das nicht, Aufgabe und ich weiß, dass Nobel Biocare dass sie genauso funktionieren. Das ist an einer Reihe von Studien beteiligt ist, um es nämlich, was zählt – dass ein Zahnimstetig weitere Verbesserungen zu erzielen. plantat wirklich wie geplant funktioniert Ich glaube, das ist genau der richtige Anund dass es gute und verlässliche Belege satz, denn der Idealfall ist, dass wir nach dafür gibt. zehn Jahren eine Überlebens- und ErfolgsProfessor Dr. Tomas Albrektsson. rate von 100 % haben. Wir haben das noch pip: Was waren die wichtigsten Erkenntnicht erreicht, aber das ist das Ziel. nisse aus dieser Metaanalyse? pip: Sie sind seit Jahren an der wissenschaftlichen Bewertung der Prof. Albrektsson: Die Überlebensrate der Implantate mit der Implantate von Nobel Biocare beteiligt. Haben die Erkenntnisse TiUnite Oberfläche fiel sehr hoch aus, was aber keine große Ihrer Analyse Ihre Ansichten zur TiUnite Oberfläche in irgendeiÜberraschung war. Wir wissen heute, dass TiUnite in der über- ner Weise verändert? wiegenden Mehrheit der Fälle sehr gute klinische Ergebnisse beim Erhalt des Knochenniveaus zeigt. Tatsächlich gibt es fünf Prof. Albrektsson: Diese Metaanalyse ist eine weitere Bestätiverschiedene Zehnjahresstudien zu TiUnite, die gut erhaltene gung der Wirksamkeit von TiUnite, aber Belege für deren gute Knochenniveaus aufzeigen. Leistung finden sich auch in anderen Arten von klinischen Studien. Metaanalysen bringen Ergebnisse mit hoher Aussagekraft pip: Was sagt Ihre Studie über die Häufigkeit von Periimplantitis und TiUnite wird nicht nur von prospektiven Studien, wie wir sie bei TiUnite Implantaten aus? untersucht haben, sondern auch von retrospektiver Forschung und anderen Arten von Studien gestützt. Ich war damals schon Prof. Albrektsson: Die Veröffentlichungen, die biologische Kom- überzeugt, als TiUnite im Jahr 2000 auf dem Markt kam, heute plikationen bewerteten, ergaben eine niedrige Prävalenz von weiß ich, dass ich recht hatte. Es ist eine hervorragende ImplanPeriimplantitis bei TiUnite Implantaten. Das ist ebenfalls wenig tatoberfläche. überraschend. Die Zahlen, die häufig in der Literatur berichtet werden, sind übertrieben. Demzufolge wäre jeder Knochenver- pip: Herzlichen Dank für dieses Gespräch. K

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Ein neues Level des Backward Planning Die Vorteile computergestützter Fallplanung und geführter Chirurgie hinsichtlich zeitlicher Effizienz, Sicherheit und Vorhersagbarkeit sind inzwischen weitgehend unumstritten. Beim Handling und Beibehalten der gewohnten Protokolle setzen manche Systeme aber Grenzen, die viele Behandler noch zögern lassen. Mit der Quintessenz aus 30 Jahren Implantologie-Erfahrung präsentiert Medical Instinct mit BoneTrust Guide ein System, das bei Praktikabilität, Sicherheit und Effizienz neue Maßstäbe setzt. Drei von fünf Zahnärzten verweigern sich bisher der schablonengeführten Implantologie aufgrund vermuteter Unwirtschaftlichkeit wegen zu geringer Fallzahlen, eines zu komplizierten Handlings und vor allem der eingeschränkten Einsehbarkeit des OP-Feldes: Mit BoneTrust Guide können diese Behandler nun ein erwiesenermaßen zeitsparendes, effizienzsteigerndes und sicherheitsoptimiertes System auch in ihrer Praxis einsetzen.

Entscheidende Verbesserungen Konstruktiver Hauptunterschied beim Bone Trust Guide System ist die bilaterale Führung des Winkelstücks über „Legs“, spezielle Halter,

Grazile Schablone und Führung durch das Winkelstück.

mit denen konventionelle Führungshülsen überflüssig werden. Dadurch kann die Schablone sehr grazil gehalten werden. Das OP-Feld bleibt damit die ganze Zeit komplett einsehbar und frei zugänglich. Da es keine zentralen Führungshülsen gibt, können die Bohrer völlig frei laufen und optimal gekühlt werden – die für den Operateur so wichtige Rückmeldung bezüglich der KnochenquaVollendeter Workflow. lität bleibt erhalten wie beim freien Implantieren, und eine Erhitzung des Bohrers oder gar Knochens wird vermieden. Auch eine Kontamination des OP-Gebietes durch Kunststoff- oder Metallabrieb ist damit ausgeschlossen. Eventuelles Knochenaugmentat kann durch die spezielle Schablonenkonstruktion und erneut dank des VerKunststoffschablone. zichts auf Bohrhülsen sehr leicht und ohne Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017

Kontakt zur Schiene eingebracht werden. Sogar Expansionsschrauben können kontaktfrei eingebracht und direkt auf ihren korrekten Sitz hin überprüft werden. Konstruktionsbedingt ist die Nutzung deutlich kürzerer Bohrer möglich, was den Einsatz auch in schwer zugängliche Regionen oder bei verringerter Mundöffnung deutlich erleichtert. Das System bietet einen geschlossenen Workflow von der konventionellen Abdrucknahme und einer DVT- oder CT-Aufnahme mit einem Steckbaustein über die Implantatplanung mit der 2Ingis Planungssoftware 2TCare oder auch kompatiblen Planungstools wie coDiagnostiX, smop etc. bis zur geführten Implantation. Nach der Modellherstellung erfolgt auf Basis der Implantatplanung ein Wax up der prothetischen Versorgung. Das Labor kann nach dem anschließenden Modell- und Wax up-Scan alle digitalen Daten matchen und prüfen, ob eine entsprechende Schienenproduktion möglich ist oder die Planung noch einmal geändert werden muss. Anschließend wird die Bohrschablone im DLP-Druckverfahren wahlweise in Metall oder Kunststoff gefertigt und nach Lieferung in die Praxis bei 135 Grad sterilisiert. Jede Bohrschablone wird mit einem individuellen Bohrerprotokoll geliefert, das alle einzelnen Schritte bis zur Implantation aufzeigt.

Durchdachte neue Tools Das BoneTrust Guide Chirurgietray enthält alle ergänzend zum konventionellen BoneTrust Implantatsystem benötigten Bohrer und Instrumente, u. a. speziell entwickelte kurze Vorund Erweiterungsbohrer, die durch eine minimale Bauhöhe den Einsatz auch bei geringer Mundöffnung ermöglichen. Mit einem speziellen Flat Drill Planierbohrer kann eine ausreichend breite und plane Fläche an der geplanten Implantationsregion erzeugt werden. Der Gingiva Punch bietet eine minimalinvasive Alternative zu einer herkömmlichen Lappenpräparation. Das Instrumentarium insgesamt ist minimal und leicht handhabbar gehalten und vielseitig auch in anderen Bereichen einsetzbar – damit bleibt die Erstinvestition von ohnehin nur € 1490,00 überschaubar. Auch der Kauf einer Software ist nicht zwingend erforderlich, auf Wunsch kann die Nutzung fallbezogen abgerechnet werden. K

Scan mich –Video

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Intelligentes Dokumentenmanagement Spürbare Entlastung des Verwaltungsprozesses in der Praxis Bereits vor dem eigentlichen Behandlungsgespräch beginnt in Ihrer Praxis die Bürokratie. Die griffbereite Verfügbarkeit relevanter Unterlagen ist im Praxisalltag eine große Herausforderung. Lassen Sie sich durch den DokumentenPool der Deutschen Zahnärztlichen Rechenzentren (DZR) entlasten.

Stets das passende Schriftstück in der richtigen Sprache zur Hand? Haben Sie schon einmal gezählt, wie viele Formulare und Dokumente in Ihrer Praxis eingesetzt werden? Die immer neuen Anforderungen hinsichtlich Regulatorik etc. bedingen ein kontinuierliches Ansteigen an notwendigen Schriftstücken: Nachschlagewerk bei Abrechnungsfragen, Einverständniserklärung, Anmeldeformular für Patienten, Patientenmerkblatt für die Beihilfe und privaten Kostenträger, Vereinbarung einer Privatbehandlung, Vereinbarung nach § 2, Abs. 1 und 2 GOZ sowie § 2 Abs. 3 GOZ, GOZ-Übersicht, Checklisten, Dokumentationsunterlagen, Richtlinien, Patientenerklärungen und vieles mehr. Zunehmend fällt es schwer, hier ohne ein intelligentes Dokumentenmanagement zeit- und ressourcensparend zu arbeiten – vor allem wenn die Formulare und Dokumente auch noch multilingual benötigt werden. Ein gutes Dokumentenmanagement entlastet die Praxis nicht nur zeitlich. Denn die Formulare und Dokumente dienen auch der rechtlichen Absicherung, der Praxisorganisation, dem Qualitätsmanagement und der Kommunikation mit dem Patienten. Musterverträge für die Patientenbehandlung helfen, Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Die Einverständniserklärung des Patienten ist ein wichtiger Bestandteil für die Zusammenarbeit mit einem Factoring-Unternehmen, ein Nachschlagewerk bei Abrechnungsfragen und Erstattungsschwierigkeiten erspart dem Zahnarzt das zeitaufwendige Suchen in verschiedenen Quellen. Darüber hinaus muss die Sammlung konstant aktualisiert werden, wenn das passende Formular oder Dokument griffbereit, in der richtigen Sprache und auf dem neuesten Stand sein soll.

Mit dem DokumentenPool haben Kunden der DZR immer alle wichtigen Formulare in der richtigen Sprache direkt griffbereit.

Die PerformancePro-Module der DZR

Die Deutschen Zahnärztlichen Rechenzentren (DZR) sind seit über 40 Jahren am Markt tätig und mit den meisten Kunden und dem größten Abrechnungsvolumen Marktführer in der zahnEine komfortable Lösung bietet hier der DokumentenPool der ärztlichen Privatliquidation. Als starker und erfahrener Partner DZR. Er ist online nur ein Klick entfernt. Kunden der DZR haben entlasten sie ihre Kunden in vielfältigen Bereichen des Praxisüber das Kundenportal dataline-Z schnellen und kostenlosen Zu- alltags. Mit dem PerfomancePro-System helfen die DZR ihren griff auf eine umfassende Formular- und Dokumentensammlung Kunden, den Erfolg ihrer Praxis zu steigern. Die PerformacePromit Hilfsmitteln, Sonderdrucken zu Spezialthemen und weite- Module unterstützen große und kleine Praxen an verschiedenen ren praxisrelevanten Materialien zum schnellen Herunterladen Stellen im Patientenprozess. Da die Module individuell einge– in derzeit elf Sprachen und der rechtlich aktuellsten Version. setzt werden können, ist es für den Zahnarzt möglich, zielsicher Sollten einmal bestimmte Unterlagen in Papierform gewünscht das gerade Benötigte anzusteuern: Ein Benchmark-Modul auf werden, können diese direkt online bestellt und per Post in die Abrechnungsziffer-Ebene, eine halbautomatische Brieferstellung Praxis geliefert werden. Somit entfällt das Vorhalten der Formu- für die Argumentation von privaten Therapieplänen in wenigen lare und Dokumente in der eigenen Praxis. Minuten, Unterstützung bei z. B. Spezialfragen in der zahntechnischen Abrechnung sowie multilinguale Formulare und Doku Welche Vorteile bietet der DokumentenPool einer Praxis? mente für den Praxisalltag. Über das Modul PerformanceCoa O Immer die aktuellste Version von Formularen und Dokuching findet ein Praxisinhaber passgenaue Unterstützung für menten verfügbar sich und seine Praxis – schnell und unkompliziert. K O Einfache und übersichtliche Download-Funktion O Sammlung von wichtigen Formularen in derzeit elf SpraWeitere Informationen unter: chen DZR Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH O Formulare und Dokumente auch in Papierform bestellbar www.dzr.de O Direkter Zugriff auf Mehrwertdokumente Tel.: 0711 96000-240

Wie kann eine Praxis Unterstützung finden?

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Neuer Maßstab in der Konnektivität Dass Synergien beim Zusammenschluss von größeren Unternehmenseinheiten keine Lippenbekenntnisse bleiben müssen, bewiesen Nobel Biocare und KavoKerr an der IDS mit einem gelungenen gemeinsamen Messeauftritt und der Präsentation einer ganzen Reihe sich nahtlos ergänzender Workflows. Mit DTX Studio präsentierten sie dabei eine neue digitale Plattform, die Diagnostik und Behandlung und die Konnektivität durch die gesamte Behandlungsdauer revolutionieren wird DTX Studio ist als modulare Lösung konzipiert, auf die aus verschiedenen Räumen und von verschiedenen Behandlern und Spezialisten – vom Radiologen über den Chirurgen bis zum Zahntechniker und der Hygieneassistentin – zugegriffen werden kann. Jeder Anwender kann die Diagnose- und Behandlungsmodule oder das Design auswählen, die er je nach Rolle und Erfahrungsstand benötigt.

angestrebtem prothetischem Ergebnis deutlich erleichtern. Weitere Tools verbessern die Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker, um Patienten eine CAD/CAM-gestützte provisorische Versorgung bereits am Tag des Eingriffs anzubieten. Für Dentallabore sind über das Designmodul eine Kombination leistungsstarker CAD-Tools mit einer intuitiven Schnittstelle ansteuerbar, über die die gewünschte prothetische Versorgung – auf Zähnen oder Implantaten – einfach und schnell gestaltet werden kann. Die aktuelle NobelDesign Software wird in DTX Studio integriert.

Neuer Maßstab in der Konnektivität in der Zahnmedizin Behandler können sich über DTX Studio dann sehr einfach mit ihrer bevorzugten Produktionsquelle verbinden. Die Optionen reichen von der lokalen Produktion von Modellen über provisorische Versorgungen mit 3D-Druck oder Fräseinheiten im Labor, prothetischen Gerüsten, vollanatomischen Versorgungen und OP-Schablonen bis zur Delegation an eine 1. Diagnose.

Saubere Schnittstellen und klare Strukturen Als offenes System stellt DTX Studio eine Verbindung zu KaVo-Imaging-Geräten her, kann aber auch Bilder jedes anderen Röntgengeräts oder Intraoral- oder Desktop-Scanners importieren. Ein Diagnosemodul bietet eine übersichtliche Schnittstelle zu mehreren Arbeitsplätzen, um die genaue Diagnose zu ermöglichen. Eine zahnpositionsbasierte Navigation hilft dem Anwender seine Ergebnisse klar zu strukturieren. Das ab 2018 erhältliche Implantatmodul wird die Visualisierung wichtiger Informationen für eine präzise Implantatplanung je nach

2. Design.

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3. Implant Planning.

zentrale Produktionsstätte von Nobel Biocare für aufwendigere Restaurationen und technisch hochanspruchsvolle Konstruktionen. DTX Studio setzt einen neuen Maßstab in der Konnektivität in der Zahnmedizin, indem es die verschiedenen Aspekte der täglichen Arbeit in einer modernen Zahnarztpraxis wirklich über offene, vollständig integrierte Abläufe verbindet. Neben der Verbesserung von Prozessen und dem Zugang zu qualitativ hochwertigen Produkten bietet die Software auch neue Möglichkeiten und Verbindungen zu neuen Technologien. Sie wird den täglichen Einsatz für das gesamte Behandlungsteam deutlich erleichtern und unterstützt damit ein für den Patienten verbessertes Behandlungsergebnis. K Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017


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Digitales Röntgen – messbarer Gewinn Während auf der IDS der Eindruck entstehen konnte, die meisten Zahnarztpraxen seien inzwischen komplett „durchdigitalisiert“, setzt sich die Erkenntnis, dass „alles digitalisiert werden wird, was digitalisiert werden kann“ im zahnärztlichen Bereich noch eher zögerlich durch. Bedenken, zu früh auf eine Technologie aufzuspringen, deren Nutzen in der eigenen Praxis nicht greift, lassen viele Behandler noch abwarten. Auch offene Fragen nach den tatsächlichen zeit- und geldwerten Vorteilen für die eigenen Abläufe stehen im Raum. Allein im Bereich des digitalen Röntgens lassen sich die Vorzüge für die Praxis jedoch sehr genau aufzeigen. Tatsächlich wurde die digitale Röntgentechnologie schon vor 30 Jahren in der Zahnheilkunde etabliert, sodass man heute auf ausgereifte und den Anwendungsbereichen angepasste Systeme zugreifen kann. Das gilt sowohl für die Preisgestaltung als auch für die erforderliche Strahlendosis.

schaften wie Planmeca SmartPan gestatten nachträglich eine Optimierung der Schichtlage, womit sich Positionierungsfehler deutlich verringern lassen. Die innovative Bewegungsartefaktkorrektur Planmeca CALM und weitere Algorithmen, mit denen sich Rauschen und Artefakte korrigieren lassen, sind analogen Methoden weit überlegene Techniken. Mit solchen digitalen Korrekturmöglichkeiten gehören Wiederholungsaufnahmen der Vergangenheit an.

Digital geplant, präzise behandelt Nur über digitale Röntgenprozesse eröffnen sich die Werkzeuge für eine Vielzahl von Anwendungen, die besonders im Bereich der dentalen Implantologie, Oral- und MKG-Chirurgie heute wesentlich sind: Die aussagefähige Diagnose von Knochendefekten, die Bildbearbeitung und die dreidimensionale Implantatplanung mit der Möglichkeit der bidirektionalen, optimal an Knochenangebot und prothetischen Bedürfnissen

In der Software lassen sich DVT-Aufnahme, 3D-Gesichtsfoto und 3D-Oberflächenscan zusammenführen (3x3D).

Alles und alle im Bilde Besonders in spezialisierten Gebieten wie der dentalen Implantologie und Endodontie liegen die Vorteile im Praxisablauf auf der Hand: Innerhalb von Sekunden sind digitale Daten und damit schnelle und genaue Diagnosen oder Planungsparameter verfügbar. Behandler können Patienten mit der digitalen Darstellung ihrer Befunde besser aufklären und aktiv in die Diagnostik und Behandlungsplanung einbinden. Moderne Zahnheilkunde ist Teamarbeit: Durch vielseitige Im- und Exportfunktionen der offenen Systeme des Herstellers Planmeca – wie beispielsweise die Romexis Cloud – lassen sich auch zahnmedizinische Kollegen und Techniker unmittelbar in die Planungen einbinden. Der Imagegewinn als Praxis, die sich technisch auf dem neuesten Stand befindet, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Geringe Dosis, höchste Präzision Der finnische Hersteller Planmeca gilt als Pionier der UltraLow-Dose-3D-Bildgebung. Mit dem ULD-Modus seiner DVT lässt sich die Strahlendosis um bis zu 90 % gegenüber analogen Verfahren verringern. Die Funktion erlaubt ein optimal wählbares Verhältnis aus erforderlicher Strahlung und notwendiger Bildqualität. Mittels der entsprechenden Software Planmeca Romexis lassen sich Helligkeit, Kontrast und Schärfe bearbeiten und gewünschte Ausschnitte und Größe anpassen. EigenPraktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 5 | 2017

Digitale Werkzeuge unterstützen die Diagnostik, die Kronen- und Implantatplanung sowie die Herstellung von Bohrschablonen.

orientierten Positionierung. Die zunehmend am prothetischen Ergebnis orientierten Verfahrenswege sind ohne digitale Röntgendarstellung und Planungswerkzeuge kaum zu beschreiten. Ob man eines Tages einen geschlossenen digitalen Workflow anstrebt oder die eigene Praxis sukzessive auf digitale Verfahren umstellen möchte: Das digitale Röntgen bietet den idealen Einstieg in diese Verfahrenskette. Allein durch Einsparungen im Materialbereich und messbare Effizienzsteigerung in den Arbeits- und Dokumentationsabläufen schlägt sich diese Umstellung unmittelbar als zeit- und geldwerter Vorteil für Behandler und Patient in der Praxis nieder. K

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pip vor ort

ROTTERDAM

Blick in die Zukunft mit der OR Foundation Die Kalender für 2018 hängen bei vielen für die erste Übersicht bereits an der Wand – eine gute Zeit, sich direkt die wichtigen Termine zu blocken. Unter dem Titel "The Future of the Art of Implant Dentistry" kündigt die OR – Oral Reconstruction Foundation – ihr globales Symposium vom 26. bis zum 28. April 2018 in Rotterdam an. Die aus der Camlog Foundation hervorgegangene Stiftung wird mit Ihrem Welt-Symposium (dem ehemals Internationalen Camlog Kongress) einen Ausblick in die Zukunft der oralen Implantologie und angrenzender Gebiete bieten. Neben etablierten evidenzbasierten, chirurgischen und prothetischen Konzepten ist daher jeweils eine Session speziell den zukunftsweisenden Bereichen des digitalen Workflows und der Keramikimplantate gewidmet.

Hier dürfen über 1.500 Teilnehmer hinein!

Vorgeschaltet finden am Donnerstag die bewährten, und meist weit im Vorfeld ausgebuchten. praktischen Workshops statt. Renommierte Kliniker vermitteln in kleinen Gruppen und mit praktischen Übungen neue Konzepte und Techniken für die 3D-Diagnostik und -Planung, den digitalen Workflow bei periimplantären Komplikationen und vielem mehr. Ganz gezielt spricht die OR Foundation den akademischen und klinischen Nachwuchs mit einem Posterwettbewerb an – die Autoren von fünf ausgewählten Postern erhalten die einzigartige Möglichkeit sich und ihre Arbeit vor einem weltweiten Publikum

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und dem internationalen Board mit einem englischen Kurzvortrag im Hauptplenum zu präsentieren. Einen Höhepunkt setzt die Veranstaltung zum Abschluss der beiden Kongresstage mit den auch in der Vergangenheit immer begeistert aufgenommenen und heiß diskutierten Fallstudien zu "Komplikationen – was können wir aus ihnen lernen?". Hier ist auch das Auditorium gefragt, das über eine spezielle KongressApp jederzeit Fragen stellen und eigene Statements abgegeben kann. Teilnehmer und Mitreisende erwartet neben dem Kongressgeschehen ein buntes kulturelles Rahmenprogramm, der am 27.04. gleichzeitig stattfindende, stets begeistert gefeierte holländische Nationalfeiertag "Koningsdag" zu Ehren der Königsfamilie, und eine einmalige Party in der einzigartigen mittelalterlichen Laurenskerk. Rotterdam besitzt eine vielfältige multiethnische Gesellschaft und ist mit seiner futuristischen Architektur eine wahre Freiluftgalerie und damit der ideale Rahmen für ein zukunftsgerichtetes globales Symposium. Merken Sie sich den Termin. Anmeldungen sind möglich ab Oktober 2017 unter www.orfoundation.org/globalsymposium. K

Futuristische Architektur überall.

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Prange in pip

Ein echter Häuptling sein Wir haben uns in den letzten Erörterungen immer wieder mit dem Zahnarzt als Chef und Führungsperson beschäftigt. Nun hat mich ein Schreiben von einem Zahnarzt erreicht, in dem er sich über die desolate Situation im Team beklagte und verschiedene Ideen zu dessen Entwicklung ausführt. Er würde gerne die Regeln vom Team entwickeln lassen und mehr an den Wir-Gedanken appellieren. Zudem bemängelt er, dass seine Mitarbeiterinnen sich nicht für die Praxisziele einsetzen würden. Die Regeln in einem Unternehmen und auch in einer Zahnarztpraxis können und dürfen nicht die Mitarbeiter entwickeln, sondern sie müssen von der obersten Leitung vorgegeben werden. Ansonsten müssten ja bei jeder Neueinstellung die Regeln basisdemokratisch neu überdacht werden. Der Wahnsinn lauert überall. Welche Praxisziele sind überhaupt gemeint? Sauberkeit, reibungslose Abläufe, kompetente Patientenversorgung? Diese Ziele haben auch die Mitarbeiter immer vor Augen. Oder sind damit Gewinne, Expansion, Investitionen und das Behandlungsspektrum gemeint? Mitarbeiter können und dürfen nicht über Finanzen, die Praxisstrategie und das Praxiskonzept mitbestimmen. Das ist ausschließlich die Aufgabe des Praxisinhabers. Es gibt aber durchaus bei manchen Chefs Unsicherheiten, weil sie keine volle Verantwortung für ihr Unternehmen tragen wollen, und es gibt noch zu viele Zahnärzte, die gerne die Schuld für ihre eigene Unzulänglichkeit bei den Mitarbeitern suchen.

3. Häuptlinge sind immer Teil der Lösung und nicht des Problems. Sie denken in Möglichkeiten und nicht in Verhinderungen. Häuptlinge konzentrieren sich auf das, was sie wollen und nicht auf das, was sie nicht wollen. Wo Probleme auftauchen, werden Lösungen gesucht und nicht Schuldige. 4. Häuptlinge denken strategisch, lassen sich nicht jagen und auch nicht anklagen. Deshalb verteidigen oder rechtfertigen sie sich nicht. Sie informieren und korrigieren. Denn: Wer sich verteidigt, wird gejagt, wer sich rechtfertigt, wird angeklagt. 5. Häuptlinge entscheiden. Dazu stellen sie Fragen und sammeln Informationen. Sie fällen Ihre Entscheidungen mit Bedacht und zügeln ihre Spontanität. Entscheidungen werden getroffen, wenn das Gefühl und die Zeit dazu reif sind. 6. Häuptlinge haben keine Angst, sondern handeln aus dem Gefühl der Stärke, der Kraft und der inneren Sicherheit. Sie haben Respekt und verlangen Respekt. Sie sind loyal und verlangen Loyalität.

„So geben Häuptlinge ihren Indianern klare Orientierung und Sicherheit.“

Die oberste Aufgabe eines Häuptlings ist es, entscheidungsfähig und gleichzeitig respektvoll zu sein, einfühlend und gleichzeitig konsequent zu denken und zu handeln. So geben Häuptlinge ihren Indianern klare Orientierung und Sicherheit.

Was sollten Häuptlinge also beachten und möglichst irgendwann im roten Blut haben:

7. Häuptlinge sind generell zuversichtlich und haben deshalb einen latent erhöhten Dopaminspiegel, was überwiegend zu guter und stabiler Laune führt. Deshalb suchen andere Menschen ihre Nähe. 8. Indianer können sich bei starken Häuptlingen gut entwickeln, sich sicher und wertgeschätzt fühlen. Indianer folgen starken Häuptlingen gerne. Schwache Häuptlinge verunsichern Indianer, eine gebremste Leistungsbereitschaft ist die Folge.

Das wären die wichtigsten Orientierungspunkt für Häuptlinge. Mehr dazu und auch zu anderen Themen kannst Du in meinem Buch lesen „Psychologie & Management in der modernen Zahnarztpraxis“. K

1. Ein Häuptling trägt Verantwortung für die Gruppe und sieht immer aus der Metaebene die Gesamtinteressen und die Gesamtlage. Er/sie regelt nachhaltig und konsequent die Aufgaben, die Rangordnung und erlässt feste Regeln, die eingehalten werden müssen. Wenn einzelne Gruppenmitglie der die Regeln nicht einhalten, muss der Häuptling dies ahn den und auf die Regeleinhaltung pochen. Wenn er dies unterlässt, gibt er ein Signal zur Meuterei und zur Anarchie.

Haben Sie eine gute Zeit mit Ihrem „Stamm“! Herbert Prange

2. Ein Häuptling jammert nicht, sondern nimmt die Entwicklungen als Herausforderungen und Aufgabe. Wer jammert, schwächt sich selbst und seine Mitmenschen und verunsichert die Indianer.

Herbert Prange, (Diplompädagoge), Journalist und Psychologietrainer für Führungsnachwuchs ist einer der gefragtesten Psychologieredner auf Kongressen. Er ist bekannt für seine kurzweiligen und tiefgründigen Seminare und Vorträge.

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pip Editorial Advisory Board Prof. Dr. Marcus Abboud Bonn und Lexington, Kentucky, USA Associate Dean for Digital Dentistry

Dr. Michael Claar Kassel Implantologie, Oralchirurgie

Dr. Pantelis Petrakakis Düsseldorf Fachzahnarzt für ÖGW, Fachjournalist, Epidemiologie, Statistik, Dental Public Health

Dr. Önder Solakoglu Hamburg MCD, MSc. Implantologie, Parodontologie

Univ.-Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas Halle an der Saale MKG-Chirurgie, Knochenund Weichgewebsmanagement, EBM, Hygiene und Infektiologie

Dr. Bernhard Giesenhagen Kassel Implantologie, Augmentation

Dr. Volker Rabald Mengkofen Hart- und Weichgewebschirurgie, Implantologie

ZTM Gerhard Stachulla Mühlhausen Galvano-Kombitechnik, CAD/CAM-Techniken, Implantatprothetik

Dr. Dr. Eduardo Anitua Vitoria (Alava)/Spanien Regenerative Medizin, Implantologie, Prothetik

Prof. Dr. Joachim S. Hermann Stuttgart Implantologie, Parodontologie, Ästhetische Zahnmedizin

Dr. Peter Randelzhofer München Implantologie, Prothetik

Dr. Thomas Staudt Frankfurt/Main Implantologie, Laserzahnheilkunde

ZA Tobias Bauer Singen Allgemeinzahnarzt, Parodontologie, Fachjournalist

Dr. Oliver Hugo Schweinfurt Implantatchirurgie, Implantatprothetik MSc Parodontologie, MSc Implantattherapie

Prof. Dr. Thomas Ratajczak Sindelfingen, Ulm Medizinrecht, Sozialrecht

Dr. Marius Steigmann Ann Arbor, USA Adjunct Clinical Associate Professor University of Michigan

Dr. Georg Bayer Landsberg Implantologie, Knochenregeneration, Prothetik, Past Präsident DGOI

Dr. Doreen Jaeschke Sangershausen Fachzahnärztin für KFO, Freie Journalistin für Medizin und Zahnmedizin

Dr. Stefan Ries Wertheim Implantologie

Dr. Dr. Alexander Steiner Berlin Implantologie, Epithetik

Dr. Angela Bergmann Düsseldorf Fachzahnärztin für ÖGW, Fachjournalistin, Infektionshygiene

Dr. Mario Kirste Frankfurt/Oder Implantologie, Bone-Management

Prof. Dr. Georgios Romanos Stony Brook, New York, USA Professor School of Dental Medicine Dept. of Periodontology

Priv.-Doz. Dr. Dr. Philipp Streckbein Limburg und Gießen Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie, Implantologie, Knochenmanagement

Dr. Fred Bergmann, Viernheim Oralchirurgie, Implantologie, PA Präsident DGOI, ICOI

Dr. Christian Köneke Bremen CMD-Therapie, Implantologie, Parodontologie

Prof. Dr. Dr. Daniel Rothamel Mönchengladbach Implantologie, Augmentationen, Biomaterialien, MKG-Chirurgie

Dr. Georg Taffet Rielasingen-Worblingen Msc. Implantologie und Orale Chirurgie

Dr. Sven Marcus Beschnidt Baden-Baden Implantologie, Spezialist für Prothetik

Dr. Henriette Lerner Baden-Baden Implantologie, Parodontologie und Ästhetische Zahnheilkunde

Priv.-Doz. Dr. Dr. Markus Schlee Forchheim Implantologie, Parodontologie

Dipl. ZT Olaf van Iperen Wachtberg Implantologie, Ästhetik

Dr. Peter Bongard Moers Behandlungsplanung (funktionell/ästhetisch), Implantologie, Parodontologie

Dr. Aninka Ludwig Berlin Spezialistin Prothetik, Implantologie

Dr. Doris Seiz Kelsterbach Implantologie, Oralchirurgie

Dr. Bastian Wessing Aachen Implantologie, Implantatprothetik, Hart- und Weichgewebsmanagement, GBR, Sofortimplantationen

Dr. Claudio Cacaci München Implantologie, Implantatprothetik

Dr. Wolf-Ullrich Mehmke Chemnitz Implantologie, Laserzahnheilkunde

Univ.-Prof. Dr. Dr. Ralf Smeets Hamburg, MKG-Chirurgie, Implantologie, Hart- und Weichgewebsmanagement, Biomaterialien

Dr. Dr. Bijan Zahedi Ratingen Implantologie

Haben Sie eine Anregung oder Frage? Wünschen Sie ein spezielles Thema in pip, oder möchten Sie mit einem Mitglied des pip EA – Editorial Advisory Boards Kontakt aufnehmen? Schreiben Sie einfach an: ea@pipverlag.de

pip impressum Verlegerin: Marianne Steinbeck ms@pipverlag.de Chefin vom Dienst: Dr. med. dent. Angela Bergmann ab@pipverlag.de Redaktion: Marianne Steinbeck (V.i.S.d.P.) Dr. med. dent. Peter Randelzhofer pr@pipverlag.de Dr. med. dent. Thomas Staudt ts@pipverlag.de

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Chefredakteur Wissenschaft International: Dr. med. dent. Pantelis Petrakakis pp@pipverlag.de Abo-/Leserservice: leser@pipverlag.de Recherche & Archiv: Christa Partenhauser cp@pipverlag.de Webdesign und OnlineSupport: Sandra Guggenbichler sg@pipverlag.de Anzeigen & PR: Gisela Feldmann gf@pipverlag.de

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8. Jahrgang 2017 Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 9, gültig ab 25.08.2017 Druckauflage: ...........................15.020 Expl. Verbreit. Auflage:.......................15.000 Expl. IVW-geprüft III. Quartal 2017 Mitglied der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. Diese Ausgabe enthält Beilagen von:

Bien-Air Deutschland GmbH, BLUE SAFETY GmbH, DGÄZ e.V., Mectron Deutschland Vertriebs GmbH, medentis medical GmbH, SIC Invent AG.

Termine: pip Ausgabe November 2017 Redaktionelle Beiträge:................15.09.2017 Anzeigenbuchungen: ..................ausgebucht Beilagen:......................................ausgebucht

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pip Praktische Implantologie und Implantatprothetik - Heft 5 - September 2017  

Das Buzzword vom „digitalen Workflow“ spaltet die zahnmedizinische Zunft: Die einen sehen darin aufgrund des Generationswechsels die einzig...

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Das Buzzword vom „digitalen Workflow“ spaltet die zahnmedizinische Zunft: Die einen sehen darin aufgrund des Generationswechsels die einzig...

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