Schnell und unbürokratisch

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VINSCHGER GESELLSCHAFT zugelassen (vgl. Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: www.bvl. bund.de), die im Vinschgau produzierenden Apfelbauern und -bäuerinnen setzen maximal rund 1,08 kg pro Hektar und Jahr ein. Zudem wird auch im integrierten Anbau vermehrt auf Glyphosat verzichtet und durch den Einsatz von Maschinen ersetzt (auch wenn die dadurch entstehende Belastung durch Kleinst-Plastikteilchen, die in den Boden gelangen, und deren Auswirkungen für die Umwelt noch nicht vorhersehbar sind). Besonders hervorzuheben ist zudem: Während es in Deutschland und in der gesamten EU keine Vorschriften zur Anzahl und Gesamtmenge von Pestiziden gibt, die in einem Lebensmittel vorkommen dürfen, sind auf den Vinschgauer Äpfeln garantiert nicht mehr als 4 Rückstände zu finden. Die Rückstände der 4 Wirkstoffe liegen dabei bei maximal 50% der vom Gesetz zulässigen Höchstmengen. Alles andere als „pestizidintensiv“ Was damit verdeutlicht werden soll: Die integrierte Landwirtschaft im Vinschgau ist entgegen Ihrer leider unbegründeten und daher wenig ernst zu nehmenden Meinung alles andere als „pestizidintensiv“. Vor allem ist sie mit dem konventionellen Anbau überhaupt nicht zu vergleichen, auch wenn dies medienwirksam in der Öffentlichkeit

möglich in Deutschland und europaweit versuchen umzusetzen! Dabei unterstützen wir Sie, als Vorreiter der Pestizidreduktion und des nicht-chemischen Pflanzenschutzes, gerne! Auch wenn die durch Ihre Aussagen noch verstärkte Ruf- und Imageschädigung nicht wieder gut zu machen ist, appelliere ich dennoch an Ihren Anstand und an Ihre Vernunft, Ihre unseriösen Aussagen zu revidieren, die nicht auf Fakten oder wissenschaftlich fundierten Informationen basieren, sondern vielmehr auf subjektiven Einschätzungen Einzelner. Mir ist natürlich bewusst, dass Sie sich in Deutschland gegen eine starke Agrarlobby behaupten müssen Andrea Ladurner und gegen die dort vorherrschenden Missstände beispielweise bei der Massentierhalversucht wird zu verschweigen. Wenn Sie tung und der konventionellen Landwirtschaft sich ein eigenes Bild machen wollen, dann schwer vorzugehen ist. Sich womöglich aber unternehmen Sie doch einen Spaziergang aufgrund fehlender Erfolge bezüglich der in unseren Obstgärten und überzeugen sich Agrarpolitik und der Klimakrise im deutselbst, wie viele Insekten, Vögel und zahl- schen Bundestag hinter diese mehr schlechte reiche weitere Tiere sich dort wohlfühlen – als rechte Propaganda gegen den integrierten übrigens auch die fleißigen Bienchen, die dort Obstbau im Vinschgau zu stellen, grenzt meigerne von Imkern zum Blütenstaub sammeln ner Ansicht nach geradezu an Lächerlichkeit. hingebracht werden. Ihren Vorschlag, einen Im Gegensatz zu Ihren Ansichten würde gemeinsamen Weg für einen umwelt- und die Umsetzung des IPS in Deutschland und gesundheitsschonenden Pflanzenschutz in europaweit tatsächlich zu einer nachhaltigen Europa zu gehen, stimme ich daher voll- sowie ressourcen- und umweltschonenden kommen zu – gerne können Sie sich von Landwirtschaft beitragen. der integrierten Landwirtschaft, wie sie im Mit besten Grüßen nach Berlin, Vinschgau betrieben wird, Ideen holen und sich inspirieren lassen, um sie schnellstAndrea Ladurner

In eigener Sache In der der Vinschger-Redaktion hat es kürzlich einen Wechsel gegeben. Der Vorstand der Bezirksmedien GmbH hat den langjährigen der Vinschger-Mitarbeiter Michael Andres (im Bild) aus Latsch zum stellvertretenden Chefredakteur ernannt. Er ersetzt nun die bisherige Stellvertreterin

Ingeborg Rainalter Rechenmacher, die diese Funktion zurückgelegt hat, dem der Vinschger aber weiterhin als freie Mitarbeiterin erhalten bleibt. RED

„Schmecken tut er wie die Milch auf der Alm.“ Mozzarella, 100% Milch aus Südtirol.

„Es geat schun“ zu hören. Seit über 7 Monaten darf auch der „Tschosch-Heiner“ das Bügerheim nicht verlassen. Am 19. Oktober bekam er unerwarteten Besuch. Es war der Kammerabgeordnete Albrecht „Abi“ Plangger, der sich zufällig in Schlanders aufhielt und dem Heiner das mitbrachte, worauf er sich immer am meisten freut, ein SCHLANDERS - Wie geht es ei- paar „Tschigg“. Auf die Frage, wie gentlich dem Schwabl-Heiner? es ihm geht, meinte der Heiner: Diese Frage ist in Schlanders oft „Es geat schun.“ SEPP

Südtirol

Es ist

in unserer Natur

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