Geflügelschlachthof

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VINSCHGER GESELLSCHAFT Abgestimmt wird über diesen Vorschlag bei der ersten Sitzung des neuen Gemeinderates am 12. Oktober. Als Gemeinderätin zurückgetreten ist Margot Tschager Svaldi von der Liste „Zukunft Naturns“. Wie sie dem der Vinschger bestätigte, übernehme sie damit als Listenführerin die Verantwortung für das nicht zufriedenstellende Abschneiden der Liste, die nur mehr 2 Mandate erreichen konnte. Anstelle von Tschager Svaldi rückt nun Evi Prader in

den Gemeinderat nach. Tschager Svaldi kündigte an, weiterhin aktiv für die Liste zu arbeiten und die zwei Ratsmitglieder Astrid Tappeiner und Evi Prader bei ihrer Tätigkeit im Gemeinderat zu unterstützen. Zurückgetreten ist auch der BM-Kandidat Werner Albrecht (Für Naturns - Per Naturno). An seiner Stelle rückt die aus Brasilien stammende Ana Maria De Castro nach. Ein Rücktritt wird auch aus der Gemeinde Taufers im Münstertal gemeldet. Dort

ist es der BM-Kandidat Luis Hellrigl von der „Freien Liste Taufers im Münstertal“, der nach langjähriger politischer Tätigkeit ausscheidet. In Taufers hatte sich die amtierende Bürgermeisterin Roselinde Gunsch Koch klar gegen Luis Hellrigl durchgesetzt. Um die Aufgaben des Ausschusses auf mehrere Schultern verteilen zu können, soll die Zahl der Referenten von derzeit 3 auf 4 SEPP aufgestockt werden.

Keine Ausnahme für OSZ Schlanders SCHLANDERS - Obwohl man am Oberschulzentrum Schlanders (Technische Fachoberschule, Realund Sprachengymnasium sowie Wirtschaftliche Fachoberschule) alles unternommen hatte, um allen Schülerinnen und Schülern einen Präsenzunterricht zu gewährleisten, erteilten die Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner, Bildungsdirektor Gustav Tschenett und Landesrat Philipp Achammer diesem Vinschger Sondermodell eine Absage. Es gehe nicht an, dass die landesweite Vorgabe, wonach aufgrund der Covid-19-Situation höchstens 70% der Fahrschüler gleichzeitig in der Schule anwesend sein können, am OSZ Schlanders nicht anwende. Wie die Schuldirektorin Verena Rinner (im Bild) am Freitag dem der Vinschger bestätigte, sei in der Weisung aus Bozen darauf verwiesen worden, dass die Busse bzw. Bahntransporte nicht erhöht werden könnten. Dabei hätte es laut Rinner nur zwei zusätzliche Linien gebraucht,

um das Transportproblem zu lösen. Für das Sondermodell am OSZ Schlanders hatten sich neben der Schulgemeinschaft u.a. auch der Schlanderser Bürgermeister Dieter Pinggera und vor allem die Schülereltern eingesetzt. Die Elternvertreter des OSZ Schlanders hatten sich in einem Schreiben vom 24. September an Falkensteiner, Tschenett und Achammer dafür ausgesprochen, das Dekret der Landesschuldirektion dahingehend anzupassen, dass der Präsenzu nte r r i cht weiterhin gewährleistet werden kann. Die Problematik bezüglich des Transports sei nach Ansicht der Elternvertreter lösbar und dringend anzugehen. Tatsache ist, dass sich das OSZ aufgrund der Weisung aus Bozen gezwungen sah, vom anfänglichen Modell des

Präsenzunterrichtes abzurücken. Mittlerweile ist es so, dass alle Klassen aller Schulen jeweils einen Tag pro Woche zu Hause bleiben. Damit wird ein Fernunterricht von 30% gewährsleistet. Die Direktorin vergleicht die Weisung aus Bozen in Richtung Schlanders mit der seinerzeitigen „Weisung“ von Rom in Richtung Bozen: „Auch in Bozen beharrte man auf autonome Entscheidungen gegenüber Rom.“ Und jetzt verhalte man sich in Bozen ähnlich wie es damals die Verantwortlichen in Rom gegenüber Bozen getan hätten. Eine der Schulklassen am OSZ Schlanders mit 22 Schülerinnen und Schülern befindet sich übrigens seit dem 1. Oktober in Quarantäne. Die zweiwöchige Quarantäne wurde verfügt, nachdem sich herausgestellt hatte, dass der Corona-Test einer Schülerin positiv ausgefallen war. Die symptomfreie Schülerin war nicht an der Schule getestet worden, sondern im Zuge von Tests eines Vereins, dem sie angehört. Grundsätzlich zu bedenken gibt

Verena Rinner im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, dass positiv getestete Personen vielfach stigmatisiert bzw. als Schuldige abgestempelt würden, was völlig fehl am Platz sei. Nicht nachvollziehbar sei es außerdem, dass Personen erst dann in Quarantäne versetzt würden, sobald das positive Testergebnis vorliegt: „Zwischen dem Test und der Mitteilung des Ergebnisses können mehrere Tage vergehen und während dieser Zeit können sich die betroffenen Personen frei bewegen.“ Was das OSZ Schlanders betrifft, so habe man die Weisung aus Bozen akzeptiert: „Wir können damit leben und bemühen uns, das Beste daraus zu machen.“ Die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zu einem normalen Schulbetrieb bleibe natürlich aufrecht. Landesrat Achammer habe in Aussicht gestellt, das mittlerweile untersagte Modell am OSZ Schlanders nach einigen Wochen möglicherweise neu zu bewerten. SEPP

„SVP Bezirk Vinschgau hat Wahlziel voll erreicht“ VINSCHGAU - Die Nachricht aus Prad über den wiedereroberten Bürgermeistersessel war für den SVP-Bezirksobmann Albrecht Plangger die größte Genugtuung der Gemeindewahlen 2020. „Der Mut des jungen Bürgermeisteranwärters und die Geschlossenheit einer jungen und kompetenten Mannschaft wurde von der Prader Bevölkerung belohnt“, so der Bezirksobmann in einer Pressemitteilung vom 23. September. Ein großer Dank gehe an die Wähler und Wählerinnen im Bezirk

Vinschgau für die noch akzeptable Wahlbeteiligung, aber auch an die vielen Kandidaten/innen, die sich bereit erklärt haben, in ihren Gemeinde Verantwortung zu übernehmen. Hervorzuheben seien laut Plangger auch der Einzug vieler Jugendkandidaten in die Gemeinderäte und das ausgezeichnete Ergebnis der neuen Bürgermeisterin in Laas: „Es gibt nun im Vinschgau zwei Gemeinden, die von sehr gut gewählten Frauen geführt werden und die sicherlich nun auch Einfluss auf

die Bezirkspolitik haben werden.“ Erfreulich sie auch, „dass wir im Vinschgau - im Vergleich zu 2015 ca. 14.000 SVP-Wählerstimmen bezirksmäßg + 6% - und auch bei den Gemeinderäten insgesamt 11 Gemeinderatssitze (z.B. Schluderns +7) dazugewinnen konnten.“ Dies solle aber nicht ablenken von der Tatsache, „dass wir in einigen Gemeinden auch SVP-Sitze verloren haben.“ Auch die vielen weißen und ungültigen Stimmen und die leider wieder gesunkene Wahlbeteiligung seien

zu analysieren. Positiv ausgewirkt habe sich im Wahlkampf die massive Präsenz des Landeshauptmannes im Tal, der seine aktuelle Rolle als „Vinschger Landesrat“ mit sehr gutem Erfolg wahrgenommen habe. Auch der Parteiobmann habe den Bezirk stark unterstützt. Erfreut ist Plangger als Koordinierungsobmann in der Gemeinde Graun und Ortsobmann in der Fraktion Graun auch darüber, „dass die zwei Grauner Kandidaten/innen ausgezeichnet gewählt wurden.“ RED DER VINSCHGER 34/20

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