Fundament der BASIS steht

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VINSCHGER THEMA

Abschluss und Neubeginn BASIS Vinschgau vor einem Wendepunkt: Wie der Verein in der Schlanderser Drusus-Kaserne neue Wege bestreiten will. SCHLANDERS - „Das EU-Projekt neigt sich dem Ende zu, gleichzeitig startet die Initiative nun so richtig. Und wir wissen auch schon, wohin die Wege führen sollen. Allem voran wollen wir ein Ort gelebter Innovation für die gesamte Gesellschaft sein“, betont der 36-jährige Hannes Götsch im Gespräch mit dem der Vinschger. Götsch, der in den vergangenen fünf Jahren als Projektleiter für das Projekt BASIS (Business And Service Incubator Schlanders) fungierte und mit seinem Team für die Umsetzung des EUProjektes „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung EFRE 2014–2020“ zuständig war, weiß: „Wir stehen vor dem offiziellen Beginn unseres Gründer- und Innovationszentrums“.

höhe betrachten und weiterentwickeln. „BASIS Vinschgau ist ein Ort für moderne Formen der Arbeit, kreative Entfaltung und flexible Raumnutzungsmöglichkeiten für die gesamte Gesellschaft. Ein gemeinschaftlich öffentlicher Raum für Jung und Alt, Dick und Dünn, Schwarz und Weiß, Mann und Frau“, so der Schlanderser. Nachhaltig durchstarten

Das EU-Projekt sei ein wichtiger Schritt gewesen, um überhaupt zu diesem Punkt zu kommen. „Dies haben wir nun gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung, den vielen Betrieben und ehrenamtlichen Helfern geschafft, das Fundament steht“, sagt Götsch. Während am Mittwoch, 23. September, die offizielle Abschlussfeier des EU-Projekts Hehres Ziel (ab 15.45 Uhr im Kasernenareal) stattDas EU-Projekt begann mit dem Ziel, „den findet, ist BASIS für die Zukunft gerüstet. Vinschgau als Region in seinen Qualitäten Mit einer Vereinsstruktur wolle BASIS gesamtheitlich zu bewerten, zu erheben was Vinschgau Venosta, so der offizielle Name, es gibt und was fehlt“, erklärt Götsch. Zudem in den kommenden Jahren „als inklusive galt es, die Sanierung und Adaptierung des Einrichtung ergänzende Möglichkeiten im ehemaligen Versorgungsgebäudes im Ka- Vinschgau schaffen“. Dabei gelte es, positives, sernenareal inhaltlich zu begleiten und hier unternehmerisches Denken zu kultiviekonkrete Pläne für die künftige Nutzung zu ren und sich als Non-Profit-Organisation erarbeiten. Die Ideen gingen schnell in eine über die kommenden 10 Jahre größtenteils klare Richtung: die Bereiche Wirtschaft, wirtschaftlich selbst zu tragen. „Wir haben Bildung, Kultur und Soziales auf Augen- zusammen mit der Gemeinde- und Landes-

Der neue Veranstaltungsraum, der den Namen KASINO trägt, ist das Herzstück der BASIS.

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verwaltung erfolgreich an einer Gesetzesanpassung gearbeitet, die es ermöglicht, Entwicklungsgelder auch dezentral in der Peripherie Südtirols einzusetzen“, erklärt Götsch. Auch könne man weiterhin mit lokalen wie internationalen Partnern an verschiedenen EU-Projekten teilnehmen und damit Erfahrung und Wissen direkt in die Region holen. Möglichkeiten gesehen und gefunden Es gelte, in Standorten bzw. ländlichen Gegenden wie dem Vinschgau ergänzende Arbeitsmöglichkeiten und Motivation zu schaffen. „Wenn ich sehe, was sich in den vergangenen Jahren alles getan hat, dann bin ich sehr zuversichtlich. Die Kombination der Bereiche Öffentlichkeit, Privatwirtschaft, Forschung und Entwicklung sowie Ehrenamt ist eine der wichtigen Aufgaben unserer Zeit und von BASIS“, sagt Götsch. Auch die funktionale Sanierung des Gebäudes habe gut geklappt: „Wir haben hier im Kasernenareal Möglichkeiten sowie Räume gesehen und gefunden.“ Aktivierungsräume wie die offene Werkstätte für kreative Köpfe, oder der Salotto mit dem urigen Pizzaofen sind ebenso im alten Ambiente neu entstanden wie ein großer Veranstaltungsraum, der im Laufe des Septembers endgültig fertig gestellt wird.

Das BASIS-Team (v.l.) Lukas Tappeiner, Carina Matscher und Luca Daprà; auf dem Titelbild Hannes Götsch