Damit die Soy-Alm erhalten bleibt

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VINSCHGER THEMA

„Sonst wird es schwierig“ Almpächter soll künftig mit Quad auf die Alm gelangen. Steilstücke des Weges werden ausgeglichen. GOLDRAIN/MARTELL - Die östlichen Talhänge

des Martelltals werden von drei Seitentälern durchschnitten. Eines davon ist das Soy-Tal mit der Soy-Alm. Die auf 2.072 Höhenmetern gelegene Alm gehört der Fraktion Goldrain. Mit Fahrzeugen ist die Alm bislang nicht erreichbar. Mehrere Pläne aus den 1980er Jahren für den Bau eines Forst- bzw. Traktorweges haben sich zerschlagen. Auch aus dem Ansinnen, Hand in Hand mit der Erneuerung der Druckrohrleitung, über die Wasser aus dem Soy-Bach zum Zufritt-Stausee geleitet wird, einen Weg zu bauen, wurde nichts. Die Alperia hat mit der Erneuerung der Leitung bereits begonnen. Nach vielen Vorarbeiten, Aussprachen und Begehungen im Vorjahr konnte Manfred Ladurner, der Präsident der Eigenverwaltung bürgerlicher Nutzungsrechte Goldrain, am 13. August bei einer Bürgerversammlung in der Feuerwehrhalle Goldrain das Projekt „Errichtung eines neuen Wander- und Viehtriebweges“ vorstellen. Es geht um den Erhalt der Alm De facto handelt es sich um den „Plan B“, nachdem von allen zuständigen Stellen unterstrichen worden war, dass der Bau eines Traktorweges im Nationalpark und in einem Natura-2000-Gebiet nicht denkbar sei. Das

Die Materialseilbahn (im Bildvordergrund die Bergstation) ist die Lebensader der Soy-Alm; das Titelfoto zeigt Josef Kaufmann mit Julia und den Kindern Luis und Fredi.

hatte nicht nur die Landesrätin Maria Hochgruber Kunzer unterstrichen, sondern auch Vertreter des Nationalparks und weiterer Behörden. Bei einer „fruchtbringenden Aussprache“ mit allen Beteiligten (Nationalpark, Forstbehörde, Landesämter und Gemeinde Martell) habe man sich darauf einigen können, auf einen Traktorweg zu verzichten, dafür aber einen neuen Wander- und Viehtriebweg zu errichten. Als schlagendes Argument hatte die Fraktionsverwaltung ins Feld geführt, dass es um nicht weniger gehe, als

Auch Weideverbesserungsarbeiten auf den Weideflächen der Soy-Alm sind geplant.

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DER VINSCHGER 28/20

um den Erhalt und Weiterbestand der SoyAlm. Das Almgebäude hatte die Fraktion Ende der 1980er Jahre neu gebaut. Materialseilbahn bleibt unverzichtbar 1995 wurde die Materialseilbahn errichtet, 2000 wurde der Stall erneuert und 2004 wurde ein kleines E-Werk gebaut. Die Seilbahn leistet zwar gute Dienste und bleibt für den Weiterbestand des Almbetriebes unverzichtbar, „aber die Möglichkeit, zumindest

Josef Kaufmann beim Umdrehen der Käselaibe