Damit die Soy-Alm erhalten bleibt

Page 12

VINSCHGER GESELLSCHAFT

Es fehlt ein Teil der Grundlagen Ergänzungen zur Titelgeschichte „Mit Biodiversität zu Stabilität“ in der Vinschger 27/2020 VINSCHGAU - Zu Recht wurde am genannten Beitrag festgestellt, dass „grundlegende“ Vorarbeiten zum derzeitigen Ersetzen der Schwarzföhrenbestände am Sonnenberg nicht aufscheinen. Festgestellt wurde, dass Hanspeter Staffler aus Mals zum Thema „Schwarzföhrenbestände im Vinschgau“ an der Universität für Bodenkultur, Wien, eine Dissertation mit dem Titel „Die potentiell natürliche Vegetation des Vinschgauer Sonnenberges – Umwandlung der Vinschgau Schwarzföhrenforste in naturnahe Bestände“ 1995 angemeldet und 2009 eingereicht hat. Dem vorausgegangen waren 1993 die Diplomarbeit „Waldgesellschaften im oberen Vinschgau als Grundlage für ein Wildbewirtschaftungskonzept“ und verschiedene Publikationen zwischen 2001 und 2003. Staffler stand schon seit 1996 im Südtiroler Landesdienst, allerdings in der Abteilung Wasserschutzbauten. Als Amtsdirektor seit 2002 beschäftigte er sich im Vinschgau unter anderem mit

Hanspeter Staffler, Landtagsabgeordneter der Grünen Fraktion

der „Prader Sand“ und der Revitalisierung des Suldenbaches. Dass die Dissertation sozusagen die Grundlage wurde für das derzeit laufende Aufforstungsprogramm am Vinschgauer Sonnenberg, ist der knappen Inhalts-

Mario Burgo, für Laas zuständiger Förster in den Laaser Leiten

angabe (Abstract) zu entnehmen: „Aufgrund der Analyseergebnisse lässt sich nun sagen, dass die Schwarzföhrenforste – je nach Standort – von autochthonen und naturnahen Flaumeichen-, Rotföhren- oder Lärchenbestän-

den ersetzt werden können. Das heißt, für die konkreten Standorte der Schwarzföhrenforste wurde die potenziell naturnahe Waldvegetation ermittelt, welche in Form einer Karte und eines Geländeschlüssels dargestellt wurde. Die zukünftige Bewirtschaftung kann sich nun an diesen Zielbeständen orientieren.“ (Quelle: abstracts. boku.ac.at) Ebenfalls seit 1996 koordiniert Mario Burgo (Eyrs) als zuständiger Förster für die Gemeinde Laas die Regiearbeiten im Bereich der Forststation Schlanders. Er war und ist somit bis heute auch mit den Arbeiten des Forstinspektorats mit Durchforstung, Aufforstung, Zäunung und Instandhaltung betraut. Der Unterfertigte bedauert, dass er bei seinen Recherchen zur oben genannten Titelgeschichte weder Hanspeter Stafflers Analysen und Folgerungen, noch die Koordination der Regiearbeiten durch Förster Mario Burgo erwähnt und ausgewertet hat. GÜNTHER SCHÖPF

„Freies Bündnis Prad“ PRAD - „Freies Bündnis Prad“ nennt sich die neue politische Kraft, die in Prad aus den Wurzeln der Süd-Tiroler Freiheit entstanden ist. Dem Bündnis gehören Kandidaten aus mehreren politischen Spektren an. Aktuell befinden sich elf Kandidaten, bunt gemischt nach allen Altersstufen, auf der Liste. Angeführt wird diese vom Bürgermeisterkandidaten Alfred Theiner, der sich und seine Liste als „klare und starke Alternative zu der derzeit regierenden Koalition aus SVP und Liste ‚Gemeinsam für Prad’ sieht. „In der auslaufenden Periode ist einiges schiefgelaufen und es gibt noch sehr viele alte Baustellen“, so Alfred

12

DER VINSCHGER 28/20

Theiner. Ein Hauptthema sei nach wie vor das Trinkwasserproblem und der enorme Trinkwasserverlust. Außerdem gelte es, für die Verkehrsproblematik rund um die Hauptstraße sowie für die Instandhaltungen einiger Straßen, die im desolaten Zustand sind, Lösungen zu finden. Auch in der Fraktion Lichtenberg bestehe noch Klärungsbedarf beim Neubau des Widums und der Feuerwehrhalle sowie bei der Dorfplatzgestaltung. „Doch nicht nur Kritik ist angesagt, auch eigene Ideen müssen her“, ist Theiner überzeugt. Er wolle sich für ein Altersheim in Prad sowie für die Erweiterung des Ärzteambulatoriums einsetzen.

Alfred Theiner, BM-Kandidat der Liste „Freies Bündnis Prad“

Er stehe für eine offene, bürgerfreundliche und bürgernahe Gemeinde. Als Tierarzt sei er oft bei den Bürgern und kenne daher viele Sorgen und Nöte.

Bereits in der Opposition sei es für ihn immer wichtig gewesen, „nicht nur auf Fehler und Mängel hinzuweisen, sondern auch selbst konstruktive Vorschläge einzubringen“, die von den Regierenden leider alle abgelehnt worden seien. Das Ziel des neuen Bündnisses ist es somit, „nicht nur deutlich stärker zu werden und damit die alten verkrusteten Strukturen aufzubrechen, sondern auch aktiv und tatkräftig im neuen Gemeinderat mitzuentscheiden und mitzubestimmen.“ Theiners Motto: „Man kann zwar nicht immer alles können, aber man muss zumindest immer mit aller Kraft das Bestmögliche verRED suchen.“