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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Countrystadt: Blick nach vorne Countryfest findet trotz Brandanschlag und Corona-Krise statt. Viel Solidarität. PRAD - Im Wilden Westen lässt man sich nicht unterkriegen. Weder von der Coronavirus-Krise noch von Brandanschlägen. Das traditionelle Countryfest, welches seit rund 30 Jahren stattfindet und die Säule eines ganzen Vereins bildet, findet vom 7. bis 9. August statt. „Das Fest ist für unseren Eishockeyverein essenziell“, weiß Georg Fliri, Leiter der Sektion Eishockey im Prader Sportverein. Rund 200.000 Euro und tausende Arbeitsstunden waren in jener Nacht auf den 16. Juli in Flammen aufgegangen. Vermutlich aufgrund der Tat eines miesen Feuerteufels waren mehrere Gebäude in der Westernstadt „Sacramento City“, unter anderem der Saloon und der Ausschank-Bereich mitsamt Küchengeräten sowie die Hauptbühne völlig abgebrannt. „Das Herz blutete“, betont Mitorganisator Marcel Riedl. Versichert sei man für solche Brandanschläge nicht, dies sei schwer möglich, wie die Organisatoren des Countryfests betonen. Dennoch: „Wir müssen nach vorne schauen“, betont Fliri. Unterstützung kommt auch von Sponsoren, Gönnern, der Gemeindepolitik und natürlich dem gesamten Sportverein. „Wir alle stehen hinter der Sektion Eishockey“, betont der neue ASV Prad-Präsident Thomas Unterberger.

Vor den Trümmern: Marcel Riedl (links) und Georg Fliri blicken trotz allem nach vorne.

Vize-Sektionsleiter Mirco Klotz (links) und Karl, ein freiwilliger Helfer aus der Nachbarschaft, bei den Aufräumarbeiten.

Dennoch ein hochkarätiges Fest

nakrise eingehalten werden“, sagt Riedl. Ausschank an den Theken Ohne das Countryfest sei der und „Schnapsbudl“ werde es nicht Eishockeybetrieb in Prad nicht zu geben. „Die Bedienung erfolgt stemmen. „Das Fest ist seit Jahren an den Tischen“, so Riedl. Dadazu da, die Sektion Eishockey mit mit könne man auf ein perfektes ihren vielen Kindern und Jugend- Sicherheitskonzept bauen und lichen zu finanzieren“, erklärt Fliri. dennoch zahlreichen Besuchern Nun laute das Motto aber: „Jetzt den Einlass gewähren. Shows gebe erst Recht“. Nach einer Reihe der es diesmal keine, dafür setze man Solidarität sei es gelungen, ein umso mehr auf ein hochwertiges hochkarätiges Fest auf die Beine Musikprogramm. zu stellen. Um etwas Wild-WestStimmung in die Stadt zu zaubern, „Es muss weitergehen“ bekomme man die passenden Kulissen von den Organisatoren „Jetzt freuen wir uns erst mal auf der Südtiroler Ritterspiele. Zu- ein schönes Fest. Danach muss dem werde sich einiges bei und in man weiter schauen“, sagt Fliden noch stehenden Western-Ge- ri. Auf alle Fälle wolle man die bäuden abspielen. „Das gesamte Countrystadt wieder aufbauen. Fest-Gelände wird genutzt, so „Die Stadt ist mittlerweile ja auch können auch die Sicherheitsbe- zu einer touristischen Attraktion stimmungen aufgrund der Coro- geworden“, so Sektionsleiter Fliri.

Die große Solidarität im Dorf und weit darüber hinaus zeige zudem auch den Stellenwert des Festes. „Es wird zwar Jahre dauern bis wir wieder da sind, wo wir waren. Aber es muss weitergehen“, betont Riedl. MICHAEL ANDRES

INFO

Vorverkauf Der Kartenvorverkauf läuft bereits auf Hochtouren. Tickets für das Countryfest findet man im Internet unter www.ticektone.it sowie in allen Athesia-Filialen.

70 Jahre Seestauung: „Aussigwassert“ GRAUN - Ein besonderes Theater-

stück wird heuer im Rahmen der Oberländer Aktionstage in Graun aufgeführt. Es handelt sich um das Stück „Aussigwassert“ aus der Feder von Brigitte Pircher. Aufgeführt wird es anlässlich der Seestauung vor 70 Jahren. Das dokumentarische Theaterstück soll an die schwierigen Zeiten vor 70 Jahren erinnern. Verschiedene Dokumente und Erzählungen von Zeitzeugen wechseln sich 14

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mit gespielten, fiktiven Szenen ab. Die Zuschauer werden in eine ferne Zeit zurückversetzt und erleben wichtige Stationen der Entstehung des Stausees mit. Das Theaterstück soll auch dazu beitragen, Geschichte aufzuarbeiten, Erinnerungen zu bewahren und positiv in die Zukunft zu blicken. Träger des Theaterprojektes ist der Bildungsausschuss Graun mit Unterstützung der Gemeinde Graun und der Theaterbühnen

im Gemeindegebiet. Gespielt wird im Zeitraum vom 30. Oktober bis zum 8. November, und zwar im Hallenbad Graun. Dieses bietet besondere Inszenierungs-Möglichkeiten und ist ein einmaliges Ambiente für Darsteller und Publikum. Mitwirkende sind Interessierte der Bevölkerung der Gemeinde Graun in Zusammenarbeit mit den Theatergruppen von St. Valentin und Langtaufers, Musikkapelle und Chor. Das

Originalstück wird derzeit so angepasst, dass es den gültigen Regeln von Theateraufführungen entspricht, die kürzlich per Dekret vom Landeshauptmann aufgrund der Corona-Pandemie erlassen wurden. Wer als Spieler/ in oder in einer anderen Form am Projekt mitwirken möchte, kann sich bei Wolfgang Thöni innerhalb 12. August 2020 melden (Tel.: 348 0609560). Regie führt Ludwig Fabi.  RED

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Die Turbine läuft  

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