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Tourismus ist nicht alles

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Mit „Goldenem Ehrenzeichen“ ausgezeichnet VINSCHGAU - Im Herbst 2019 wur-

de das Präsidium des Südtiroler Schwarzen Kreuzes neu gewählt. Alle 11 Außenstellen waren mit ihren Obleuten vertreten. Präsident Hans Duffek und die Obleute blickten auf die Tätigkeiten der vergangenen Amtsperiode zurück. Im Mittelpunkt der Arbeiten und Initiativen standen die Pflege und Instandhaltung der Südtiroler Soldatenfriedhöfe. Der Präsident des Österreichischen Schwarzen Kreuzes (ÖSK), Peter Rieser, hob in seiner Festrede die Wichtigkeit der Kriegsgräberarbeit hervor, auch in der modernen Zeit. Zu den weiteren Höhenpunkten gehörte die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder. Engelbert Agethle aus Prad und Adalbert Tschenett aus Tschengls, Friedhofswart des Soldatenfriedhofs in Spondi-

Im Bild (v.l.): Engelbert Agethle, Hans Duffek, Adalbert Tschenett und Peter Rieser

nig, wurden mit dem „Goldenen Ehrenzeichen“ ausgezeichnet. Die höchste Ehrung des ÖSK, nämlich das „Große Goldene Ehrenzeichen mit Stern,“ konnte Hans Duffek

entgegennehmen. Das neu gewählte Präsidium des Südtiroler Schwarzen Kreuzes setzt sich in den kommenden drei Jahre wie folgt zusammen: Hans Duffek

(Präsident), Adalbert Tschenett (Vizepräsident), Hermann Hotter (Delegierter des ÖSK), Herbert Tschimben (Schriftführer) und Margit Pfeifer (Kassierin). RED

LESERBRIEFE

Sehr geehrter Bischof Ivo Muser! Die Pfarrgemeinde Schluderns hat mit ihrem Brief an Sie bereits ihr Bedauern über die Abberufung unseres Pfarrers Paul Schwienbacher zum Ausdruck gebracht. Mit diesem unserem Schreiben möchte die große Mehrheit der Schludernser Bürger dem Anliegen, ihren Pfarrer zu behalten, mehr Nachdruck verleihen. Pfarrer Schwienbacher ist hier gut verwurzelt und bei der älteren, aber auch bei der jüngeren Generation beliebt. Die Dorfgemeinschaft akzeptiert und respektiert ihn. Er betreut hier bereits 4 Gemeinden und hat genug Arbeit. Seine Abberufung trifft hier deshalb auf Unverständnis. Die Abberufung ist ein altes Machtinstrument der Kirche. Dieses sollte in unserer aufgeklärten und demokratischen Zeit nicht gegen den Willen der Glaubensgemeinschaft eingesetzt werden. Wir möchten Ihnen deshalb eine Metapher mitsenden: „Ein Herr, der seine Schafe liebt, sucht für seine Herde einen guten Schäfer. Dieser kümmert sich um seine Schafe, hält seine Her20

DER VINSCHGER 18-19/20

de mit aufgebautem Vertrauen und Respekt zusammen. Dieser Hirte kann auch einzelne und ‚ausgebüchste’ Schafe betreuen, ohne dass die ganze Herde reiß aus nimmt und auseinanderrennt. Würde der Herr, dem seine Schafe am Herzen liegen diesen Schäfer austauschen?“ Der gefolgsame Pfarrer Paul Schwienbacher wird seine anvertraute Herde verlassen, auch schweren Herzens wird er die neue ihm auferlegte Herausforderung annehmen. Er ist ein treuer Diener seines Herrn. Wir aber wünschen uns, dass unser Pfarrer Paul Schwienbacher nicht eine Figur auf dem Kirchenschachbrett wird, sondern das bleibt was er ist: der vertraute Hirte unserer Glaubensherde, den wir behalten möchten. Mit der eindringlichen Bitte, die Abberufung unseres Pfarrers Paul Schwienbacher im Sinne unserer Glaubensherde zurückzunehmen … HOCHACHTUNGSVOLL, DIE INITIATOREN, DIE BÄUERINNENORGANISATION SCHLUDERNS, I.V. DIE OBFRAU DANIELA STECHER, 31 VEREINE UND INSTITUTIONEN TRAGEN MIT IHREN ZEICHNUNGSBERECHTIGTEN DIESE BITTE MIT.

„Leerstand: Welt, wo ein zentrumsfernes Ein Unternehmer klagt an“ Einkaufszentrum sich positiv auf das historische Stadt- bzw. (der Vinschger, Nr. 10/11 Dorfzentrum ausgewirkt hat – 2020) die Situation ist immer dieselbe. Es mutet schon etwas eigenartig an, wenn ein Heinz Fuchs sich berufen fühlt, die Latscher so negativ darzustellen. Zuerst baut er vor den Toren der Marktgemeinde mit sehr speziellen Methoden ein Einkaufszentrum, realisiert nie, obwohl verbindlich vorgeschrieben, die geplanten Wohnungen, will sich einige Jahre später schließlich mittels eines Deals (Raumordnungsvertrag) mit der Gemeinde Latsch von dieser Bindung freikaufen, was ihm „Gott sei Dank“ nicht gelingt und will der Latscher (und Vinschger) Bevölkerung glauben machen, dass er es nur gut mit allen gemeint habe. Fuchs betreibt ca. 1 Km vom Zentrum, also nahezu auf der „Grünen Wiese“, seit über 15 Jahren das Herilu und macht nun die Latscher dafür verantwortlich, dass an manchen Häusern im Zentrum der „Putz“ runterfällt. Also sowas darf nicht unkommentiert bleiben. Es gibt kein Beispiel auf der

Vom historischen Dorfzentrum fließt stetig Kaufkraft und somit Attraktivität in Richtung Einkaufszentrum. Kurzfristige Vorteile locken die Konsumenten, wie nahe und kostenlose Parkplätze, alles unter einem Dach – aber zu welchem mittel- bzw. langfristigem Preis? Ja, der Preis ist eben jener, dass im Dorfzentrum so schön langsam die Lichter schwächer werden, obwohl man den noch aktiven Latscher Kaufleuten durchaus Kreativität und ein hohes Niveau anerkennen muss. Wenn es so negativ ist, wie Sie schreiben – dann haben Sie bestimmt ihren „wertvollen“ Beitrag dazu geleistet. Deshalb, wenn Ihnen Latsch so am Herzen liegt, dann investieren Sie doch mitten im Ortskern mal richtig Geld – machen Sie es doch vor, wie es geht und miteinander gut funktionieren kann. DIETMAR SPECHTENHAUSER, HDS-BEZIRKSPRÄSIDENT, 07.05.2020


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