„Vieles wird sich ändern“

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Der etwas andere Stammtisch SCHLANDERS - Normalerweise findet der BASIS-Stammtisch in lokalen Gastbetrieben statt. Aufgrund der Coronavirus-Krise musste der Verein BASIS Vinschgau mit dieser Tradition brechen. Die Idee: Ein digitaler Stammtisch. Eine Idee, die angenommen wurde. Etwa 35 Teilnehmer diskutierten jeweils von Zuhause aus über ihren Computer, Tablet oder Smartphone mithilfe einer App virtuell. Das Thema am 7. April: Welche Erkenntnisse nehmen wir aus der derzeitigen Krisensituation für die lokale Wirtschaft mit? Neben Privatpersonen diskutierten auch Experten aus verschiedenen Branchen mit. BASIS-Mitarbeiterin Carina Matscher und BASIS-Projektleiter Hannes Götsch freuten sich über die rege Beteiligung. „Durch die vielen Vertreter regionaler Institutionen und Unternehmen, sowie durch Studierende wurden wertvolle Inputs gesammelt“, so Carina Matscher. Beim virtuellen Meeting waren sich die Teilnehmer größtenteils einig, dass

Es gibt auch Chancen Einige Teilnehmer der Diskussion wiesen auf diese positiven Aspekte der Krise hin. Nun könne man über die Gesellschaft in der wir leben nachdenken, hieß es. Die „Wegwerfgesellschaft“ werde nun neu diskutiert. Denn: „Muss ich wirklich jedes Jahr ein neues Shirt kaufen oder kaufe ich einmal ein hochwertiges“, warf ein Teilnehmer ein. Mehr denn je gelte es auf Qualität zu Beim digitalen Stammtisch: achten und besser „einmal etwas BASIS-Mitarbeiterin Carina Matscher. Ordentliches kaufen anstatt den billigen Ramsch bei internationaregionale Kreisläufe und lokale len Großkonzernen im Internet Dienstleistungen im Zuge der bestellen“. Krise vermehrt an Akzeptanz gewinnen. Der Stellenwert loka- Digitalisierung als Chance ler Kreisläufe zeige sich derzeit, die Wertschätzung gegenüber Eine große Chance sei es auch, der verschiedenen Produktions- das Thema der Digitalisierung abläufe nehme zu. „Die Krise umfassender anzugehen und gibt allen einen Dämpfer, keine neue Arbeitsformen in Betracht Frage. Das System wird auf eine zu ziehen. Derzeit gebe es etwa harte Probe gestellt. Aber es gibt weniger Flugreisen und mehr auch Chancen“, meinte Hannes „Home-Office“, was durchaus Götsch. positiv sei. Unternehmen würden

nun viele Systeme überdenken und setzen vermehrt auf digitale Prozesse. Neue Prozesse, die während der Krise gut funktioniert haben, könnten anschließend von Unternehmen ausgearbeitet werden und schlussendlich beibehalten werden. Die Politik müsse in die Pflicht genommen werden und bisherige Gesetze überarbeiten sowie neue Regelungen für Zölle und Grundeinkommen aufstellen. Es sei zu hoffen, dass man Lehren aus der Krise zieht. Jedoch äußerten auch einige Teilnehmer Bedenken, dass viele Menschen in alte Gewohnheiten zurückfallen, sobald wieder Normalzustand herrsche. Dass man in einer virtuellen Gesprächsrunde zusammenkomme sei jedenfalls schon mal ein positives Signal, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Man verfolge eine gemeinsame Vision. MICHAEL ANDRES

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DER VINSCHGER 16-17/20

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