Kaffee-Projekt in Honduras

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Naturns: Pilger besuchen Seniorenwohnheim Unterwegs für den guten Zweck. NATURNS - Seit dem 1. 1. 2014 sind Heiko Gärtner und Franz von Bujor unterwegs. Zu Fuß und ohne Geld. Sie sind Pilger, die sich seit nun sechs Jahren auf Schusters Rappen quer duch Europa bewegen. Sie erwandern sämtliche Länder und ein Ende ihrer Mission ist noch nicht in Sicht. Die beiden Abenteuerer wollen ihre Tour zum längsten Charity-Walk der Welt machen und mit Hilfe von Sponsoren soziale Projekte unterstützen. Für jeden zurückgelegten Kilometer geben Partner und Sponsoren Geld, so dass Menschenrechtsorganisationen und Naturschutzprojekte unterstützt werden können. So kam es, dass sie Anfang Dezember im Seniorenwohn-

Bujo. Diese erzählten aus ihrem Leben und ihren Erlebnissen aus der langen Wanderschaft, sowie von ihren Erfahrungen als Naturheiler, denn auf ihren Reisen sammeln sie auch Wissen über Naturmedizin, Heilung, gesunde Ernährung und das Leben im Einklang mit der Natur. Präsidentin Claudia Seeber: “Ich verspüre große Dankbarkeit für diesen ganz besonderen Besuch in unserem Seniorenwohnheim und bin froh, Trafen sich in Naturns (v.l.): Heiko Gärtner, Präsidentin Claudia Seeber, über diese, für mich heilsame, Begegnung.” Direktor Stephan Rinner und Mönch Franz von Bujor Weitere Einsicht über den Verheim St. Zeno Naturns nächtig- köstigung offerieren wird, um lauf der Reise und Informationen ten. Nach kurzer telefonischer dieses Vorhaben zu unterstützen. sind auf der Homepage www. Anfrage am Vortag, war sogleich Präsidentin Claudia Seeber und lebensabenteurer.de nachzulesen. RED klar, dass man den beiden Wan- Direktor Stephan Rinner begrüß- derern gerne Obdach und Ver- ten Heiko Gärtner und Franz von

Mit der Hummer-Limousine durchs Land RESCHEN - Russische Patriarchen, Neureiche, Stars aus Hollywood oder einfach nur eine Junggesellenpartie? Viele Spekulationen rankten sich um die HummerLimousine, die kürzlich beim Hotel Etschquelle in Reschen gestartet ist, um durch den Vinschgau über Bozen bis zum Kronplatz zu fahren. Fakt ist: Es handelte sich um eine für viele fragwürdige Aktion, die jedenfalls für großes Aufsehen im Vinschgau und darüber hinaus sorgte. Es waren Alfons Öggl aus St. Valentin auf der Haide und Mirco Cocco, welche sich die Spritztour mit dieser gewaltigen Maschine, die in dieser Form in Europa laut Veranstaltern einzigartig sein soll, gönnten. Ihr Fahrer: Claudio Calzarotto aus Padua. Mit dabei: Rocky, der 10-jährige Schäferhund-Mischling von Cocco. „Warum wir das gemacht haben? Ganz einfach, dann haben die Leute etwas zu reden“,

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DER VINSCHGER 02/20

Die Limo vor dem Reschner Kirchturm.

meinen die Beiden. Und: Auch Rocky habe sich eine derartige Fahrt verdient. Denn: „Im öffentlichen Nahverkehr darf er ja leider ohne Maulkorb nicht mitfahren“, weiß Mirco Cocco. Regeln wie diese gefallen dem Obervinschger aber gar nicht. Die Idee der Hummer-Fahrt sei den beiden Arbeitssuchenden relativ spontan gekommen. „Keine Woche vorher kontaktierten wir dazu den Limo-Verleih aus

Fühlten sich pudelwohl: Alfons Öggl (links) und Mirco Cocco mit Hund Rocky.

Padua“, erzählt das Duo. Sowohl für Cocco, als auch für den 47-Jährigen Öggl sei es nicht zuletzt eine Protest-Aktion gewesen „damit die Leute rumspekulieren können“. Es gehe in dieser Gesellschaft immer um Vorurteile, kritisieren sie. „Menschen werden kriminalisiert, von Gesellschaft und Staat“, schimpft Alfons Öggl, der den Rechts- und Sozialstaat in der derzeitigen Form „ablehnt“. Neben ihrem

Hund Rocky hatte das Duo übrigens Niko Öggl, den 19-jährigen Sohn von Alfons mit dabei sowie einige Bekannte, unter anderem Afghanen und Pakistani. Halt gemacht haben sie in sämtlichen Städten in Südtirol, auch in Glurns. Und woher sie überhaupt das Geld für diese Aktion hatten? „Darüber darf jetzt munter weiterspekuliert werden“, lacht das Duo. AM