„Hände weg von Langtaufers!“

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VINSCHGER GESELLSCHAFT Sockerhof in Mals. Anna Folie hat diesen 2015 nach ihrem Studium übernommen und setzt auf unbehandeltes Gemüse zum fairen Preis. Von violetten Karotten bis hin zu schwarzen Tomaten werden hier immer wieder Neuheiten produziert. Chemie sucht man dabei vergebens, zudem verzichtet Folie soweit möglich auf den Einsatz von Maschinen. Nominiert war auch das Organisationskomitee der Südtiroler Ritterspiele, wo man unter anderem im Sinne der Müllvermeidung auf Plastik verzichtet hat. Essen gab es auf Porzellan- oder Holztellern, Trinken aus Pfand-Krügen. Der Weinhof

Calvenschlössl am Ortsrand von Laatsch war mit seinem Bio-Wein nominiert. Die belgische Familie um Hilde Van den dries baut beim Hof in Laatsch sowie beim Kloster Marienberg auf einer Höhe von fast 1.400 Metern Bio-Wein an. „Viele waren skeptisch. Aber es hat geklappt. Und es wurde ein sehr guter Wein“, so die lobenden Worte der Jury. Nominiert war auch Wolfgang Kapeller, Tierarzt aus Taufers, der sich mit seinem Elektro-Auto auf den Weg zu den entlegensten Bergbauernhöfen macht. Das Oberschulzentrum Schlanders war etwa für die Sensibilisierungsvorträge sowie der

Reduzierung von Einwegplastik und vieler weiterer Projekte nominiert worden. Der vom Verein für Kinderspielplätze und Erholung (VKE) ins Leben gerufene Waldkindergarten Wichtelwald setze hingegen voll und ganz auf Naturmaterialien, auf herkömmliches Spielzeug wird verzichtet. Als ein Vorbild für viele Gastbetriebe stellte Josef Gruber das Vegan Hotel La Vimea in Naturns vor. Die Familie Posch setze dabei nicht nur auf vegane Ernährung, sondern verwendet auch ausschließlich Bio-Lebensmitte, in erster Linie aus der unmittlerbaren Umgebung.

„Laden zum Nachahmen ein“ „Sämtliche Projekte laden zum Nachahmen ein“, lobte Gastgeber Karl Perfler, der Wirt der Tschenglsburg, der selbst stets auf Nachhaltigkeit setzt. „Alle Nominierten haben Großartiges geleistet und verdienen unsere Wertschätzung“, betonte auch Josef Gruber. In der Jury habe es rege Diskussionen gegeben. Sämtliche Projekte im Einzelnen werden im Laufe des kommenden Jahres im der Vinschger vorgestellt. MICHAEL ANDRES

Die Engel, die Hirten, das göttliche Kind MALS - So lautet das Motto des weihnachtlichen Orgelkonzertes, das Peter Waldner (Innsbruck/ Mals) am Donnerstag, 26. Dezember um 17:00 Uhr im Auftrag der Gemeinde Mals in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Mals gibt. Das Publikum darf sich auf festliche Orgelmusik des europäischen

Barock zum Weihnachtsfest freuen. Peter Waldner (im Bild) ist Professor am Tiroler Landeskonservatorium und an der Expositur

der Universität Mozarteum, Organist und Kirchenmusiker der Landschaftlichen Pfarrkirche Mariahilf, Künstlerischer Leiter der Konzertreihe für Alte Musik „Innsbrucker Abendmusik“, Cembalist sowie Spezialist für historische Tasteninstrumente und Musikwissenschaftler (www.peterwaldner.at).

Beim Konzert in Mals spielt Peter Waldner Werke von Georg Muffat, Johann Sebastian Bach, Domenico Zipoli, Anton Estendorffer, Johann Gottfried Walther, Franz Xaver Murschhauser und Daquin. Der Reinerlös (freiwillige Spende) ist für den KVW Hilfsfonds (Bezirk Vinschgau) bestimmt. RED

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