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„Hl. Drei Brunnen“ in Bedrängnis

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Im Bild (v.l.): Vizebürgermeisterin Michaela Platzer, Roselinde Gunsch (SVP Frauen), Primaria Sonia Prader, der frühere Gemeindearzt Wunibald Wallnöfer, Christina Hanni Bernhart und Christiane Patscheider (beide SVP Frauen) sowie Bürgermeister Rafael Alber.

„Schaut auf euch und euren Körper“ Infoabend über Brustkrebs mit Sonia Prader. Wunsch nach Kursen zum Erlernen der Selbstuntersuchung. PRAD - Vor über 50 Frauen und einigen ein Standardglas Alkohol (12 g) für Frauen Beteiligung, wie wir sie derzeit haben, ist wenigen Männern referierte die Primaria und zwei Gläser für Männer pro Tag für die zwar nicht niedrig, aber es könnten sich Sonia Prader, Leiterin der Abteilung für Gesundheit gut seien, werde man in Zu- mehr Frauen beteiligen.“ Prader rief dazu Gynäkologie und Geburtshilfe am Kranken- kunft abrücken. Empfehlenswert im Sinne auf, den Einladungen zum Screening, die haus Brixen und Sterzing sowie Direktorin der primären Vorsorge seien hingegen eine alle zwei Jahre eintreffen, entweder Folge des Brustkrebszentrums Brixen, am 3. Mai gesunde Ernährung – auch um Über- und zu leisten oder abzusagen, „damit andere im Raiffeisensaal von „aquaprad“ in Prad auf Untergewicht zu vermeiden – sowie Be- Frauen, die sich beteiligen möchten, einen Einladung der SVP Frauen Vinschgau zum wegung und Schlafen. Wenngleich die Termin bekommen.“ Das Screening sei eine Thema Brustkrebs. Vizebürgermeisterin Bevölkerung in Südtirol im Vergleich zu „tolle Geschichte“ und trage dazu bei, die Michaela Platzer freute sich im Namen anderen Regionen generell relativ gesund Sterberate von Brustkrebspatientinnen zu der Gemeinde, eine derart hochkaräti- ist, „sind rund 26% der Menschen über- senken, „was ja das Ziel aller Bemühungen ge Referentin begrüßen zu können. Den gewichtig. Fast 12% Prozent der Südtiroler ist.“ Zur Feststellung des früheren Prader Schwerpunkt richtete Prader auf die Vor- betreiben keinen Sport, knapp 35% der 18- Gemeindearztes Wunibald Wallnöfer, dass sorge, mögliche Therapien und neueste Ent- bis 69-Jährigen sind risikobehaftete Trinker es manchmal auch zu falsch-positiven Erwicklungen. Einleitend erinnerte sie daran, und rund 25% rauchen.“ gebnissen kommt, was bei den Betroffenen u.a. auch zu psychischen Belastungen dass Brustkrebs mit einer Inzidenz von ca. führen kann, meinte Prader, dass es diese 25 Prozent auch in Südtirol die häufigste „Mammographie-Screening Kehrseite der Medaille zwar gebe, „aber Tumorerkrankung bei Frauen ist. Bei Män- ist eine tolle Geschichte“ nern ist es der Prostata-Krebs, „wobei aber die Mammographie ist derzeit die beste nicht zu vergessen ist, dass auch Männer an Die wichtigste sekundäre Präventions- Methode, die wir haben.“ Nicht unerwähnt Brustkrebs erkranken können.“ Angesichts maßnahme im Kampf gegen Brustkrebs ist ließ sie, dass die Röntgenuntersuchung der der Tatsache, dass jede 8. Frau im Laufe laut Sonia Prader zweifellos das vom Sani- Brust manchmal auch Nebenwirkungen ihres Lebens an Brustkrebs erkrankt, sei die tätsbetrieb organisierte Mammographie- haben kann. primäre Vorsorge fundamental. Schlechte Screening für Frauen im Alter von 50 bis Ernährung zum Beispiel ist laut Prader 69 Jahren. Dieses Screening, das mit einem Aufruf zur Selbstuntersuchung ebenso zu vermeiden, wie Nikotin oder Landesgesetz von 2022 auch auf Frauen zwiAlkohol. Alkohol sei schlicht und einfach schen 45 und 49 Jahren ausgedehnt wurde, Was viele Frauen und Mädchen in Südeine Droge, „obwohl man das in Südtirol sei die wirksamste und sicherste Methode tirol bisher leider noch immer nicht machen, nicht so laut sagen darf.“ Von der immer für die Früherkennung bzw. rechtzeitige ist laut Prader die Selbstuntersuchung der noch stark verbreiteten Ansicht, wonach Diagnose. „Eine 60-prozentige Screening- Brust. Sie rief dazu auf, das Brustgewebe

8 DER VINSCHGER 09/24


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