VINSCHGER GESELLSCHAFT
Leitplanken für den Weg in die Zukunft Gemeinde Mals entwickelt zusammen mit der Bevölkerung eine Nachhaltigkeitsstrategie. MALS - Die Liste der Herausforderungen für eine nachhaltige und enkeltaugliche Entwicklung der Gemeinden ist lang. Man denke nur an den Klimawandel und seine Folgen, die immer sichtbarer werden, an die knapper werdenden Ressourcen, wie etwa das Wasser, an die Probleme im Zusammenhang mit dem Verkehr oder an die Überalterung der Bevölkerung. Um nicht blindlings in eine ungewisse Zukunft zu laufen, sondern Leitplanken für die weitere Entwicklung zu Ein Teil der Ergebnisse, wie sie sich bei den Gesprächen an den Arbeitstischen herauskristallisiert haben, setzen, wird in der Gemeinde soll in das Gemeindeentwicklungsprogramm der Gemeinde Mals einfließen. Mals eine Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet. Dieser Prozess Themen Infrastruktur, Soziales, rinnen und Bürger setzten sich fen und Strukturen für betreutes ist schon vor einiger Zeit ange- Wirtschaft, Mobilität, Ressour- an den Arbeitstischen mit Ziel- Wohnen seien zu schaffen. Die laufen. Mit der Begleitung und cen sowie Natur und Landschaft setzungen auseinander, brachten Kultur- und Naturlandschaft sei Betreuung des Prozesses hat die zu vertiefen“, schickten Helene zum Teil neue Ideen und Vor- zu erhalten. Die verschiedenen Gemeindeverwaltung das „Terra Thierig und Katharina Telfser schläge aufs Tapet, warteten mit Bereiche der Wirtschaft zum Institute“ beauftragt. Bei einer vom „Terra Institute“ voraus. In Anregungen auf und tauschten nachhaltigen Nutzen aller zu Informationsveranstaltung mit einigen Bereichen stehe die Ge- sich aus. Beim Thema Ressourcen vernetzen, ist das oberste Ziel anschließenden Gruppengesprä- meinde gut da, etliche Initiativen z.B. lautet das Ziel: „Wir wollen beim Thema Wirtschaft. Der chen an mehreren Arbeitstischen und Maßnahmen seien bereits den Gesamtverbrauch an Energie Appell an die Bürgerinnen und wurden am 25. März im Kultur- gesetzt worden bzw. im Gang. und Ressourcen bis 2030 um ins- Bürger, sich bei der Entwicklung haus die bisherigen Arbeiten vorgesamt 30 Prozent im Vergleich der Nachhaltigkeitsstrategie weigestellt und die weiteren Schritte „Einiges läuft bereits gut, aber …“ zu 2023 reduzieren.“ In Bezug auf terhin aktiv einzubringen, war angekündigt. Bereits durchgedas Thema Soziales sei auf ein beim Info-Abend unüberhörbar. führt wurde eine Analyse über Allerdings gebe es aber auch achtsames Miteinander zu set- Interessierte konnten sich melmögliche Risiken und Chancen Bereiche, in denen es hapert. zen: „Wir wollen bewusst machen, den und ihr Bereitschaft zur Mitin Bezug auf die künftige Ent- Auch Frust und Unzufriedenheit dass jeder und jede einen Beitrag arbeit in eine Liste eintragen. Wie wicklung der Gemeinde. Zudem seien teilweise festzustellen. „Ein hierzu leisten kann.“ In Sachen bei allen Konzepten, Leitbildern, hatte es Gespräche mit Vertretern Teil der Ergebnisse der heutigen Mobilität soll die Nutzung des Visionen und schön formulierten von Interessensgruppen gege- Arbeitsgespräche wird in das Ge- öffentlichen Verkehrs und von Zukunftsszenarien wird auch das ben. Aufbauend darauf wurden meindeentwicklungsprogramm Fahrrädern gefördert und der Schicksaal der NachhaltigkeitsHandlungsfelder erarbeitet und einfließen und ein Teil soll wäh- Individualverkehr reduziert wer- strategie der Gemeinde Mals Ziele formuliert. „Heute geht es rend der kommenden Gemein- den. „Wir wollen leistbares Woh- davon abhängen, ob sie in der darum, sich zu den Handlungs- deratsperioden als Zielvorgaben nen und Gesundheit fördern“, Schublade landet, oder mindesfeldern und Projekten an Arbeits- dienen“, sagte Bürgermeister heißt das Ziel beim Thema Infra- tens teilweise Wirklichkeit wird. tischen auszutauschen und die Josef Thurner. Knapp 50 Bürge- struktur. Leerstand sei anzukau- SEPP
Gemeinsames Nachdenken und Diskutieren über die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Mals.
26 DER VINSCHGER 07/24