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VINSCHGER SPORT

Es gibt auch ein sportliches „Wunder von Mals“ Trotz unzähliger „Rückschläge“ ist Stefan De March seit 30 Jahren Präsident der Sektion Badminton MALS - Nicht „Langzeitpräsident“ Stefan De March, der seine sportliche Karriere als 17-jähiger mit den „Rückschlag-Spielen“ Tennis und Badminton begonnen hat, ist das sportliche Wunder von Mals, sondern die gesamte Sektion Badminton. Seit 1993 ist Stefan De March „deren Kopf“. An sich der Leiter einer Sektion, aber in Mals wird er Präsident genannt. Vielleicht, weil er mit dem Rückschlagspiel Badminton eine Sportart vertritt, die es im Vinschgau nur in Mals gibt und auch landesweit auf wenige Orte beschränkt ist. Stefan ist im Mai 1963, im Sternzeichen Zwilling, geboren und ist seit 1985 Mitarbeiter der Raiffeisenkasse Obervinschgau am Hauptsitz in St. Valentin auf der Haide. Mit Badminton ist er als Spätberufener um 1980 herum in Berührung gekommen. Mit dem Langzeitsektionsleiter De March traf sich der der Vinschger in der Turnhalle der Mittelschule in Mals. Im Hintergrund hörte man, wie Monika Radovska aus Lettland und Auditya Alpha Hidayat aus Indonesien der Malser Jugend ihre Erfahrungen als Hochleistungssportler vermittelten.

der Vinschger: Was hat Badminton, was andere Sportarten nicht haben? DE MARCH: 2 Sachen: das schnelle

Erfolgserlebnis, wenn man den Ball trifft, erstens, und zweitens bei Badminton spielen Mandl und Weibele von Anfang an auf Augenhöhe – im Doppel Mix auch gegeneinander. Beide unter denselben Bedingungen durchs Netz getrennt, auf dem gleichgroßen Feld und mit demselben Schläger. Männliche Grobheiten sind kein Thema. Im Turnier gibt es dann – wie gesagt – die Disziplin Doppel-Mix, wo ein Junge und ein Mädchen gemeinsam antreten. 48 DER VINSCHGER 02/24

3 Wochen später auch Vereinsmeister im Tennis. Nicht weil ich gut spielte, sondern weil ich gerannt bin wie ein Tier. Ich war die Schnelligkeit von Badminton gewohnt. Beim Tennis geht im Vergleich alles langsamer. Dann hat mich der damalige Sektionsleiter Wolfgang Pircher überredet. Wahrscheinlich wär ich beim Tennis hängen geblieben, wenn es eine strukturierte Sektion gegeben hätte. (Er sucht und findet die Broschüre „50 Jahre ASV Mals“)

Stefan De March war noch nicht 30, als man ihn zum Präsidenten der Sektion Badminton wählte.

Der Vater Stefan De March mit der jüngeren Tochter Lara Maria.

den Lorenz Waldner gekannt. Hab gemerkt, es braucht keinen besonderen Aufwand. Ich bin nur bis zu einem bestimmten Punkt Ganz einfach, ich lade sie ein, gekommen. Ich war 22, als ich mit ihrem Kind in die Halle zu vom Militärdienst zurück direkt kommen. Sobald es einem Kind im Ausschuss landete. 4 oder 5 gelingt, den Federball 5 Mal übers Jahre war ich Vize. Damals wurNetz zu schlagen - ohne Bodenbe- de ich Doppel-Vereinsmeister: rührung - ist das Kind begeistert. zuerst im Badminton und zag

Und wie überzeugen Sie Eltern, dass sie ihr Kind zum Badminton-Training schicken sollen?

Sind Mädchen leichter zu motivieren?

Kann man nicht eindeutig sagen. Buben sind anders zu trainieren; sie haben andere Spiele im Kopf. Eltern oder sagen wir die Gesellschaft hat unterschiedliche Erwartungen an Töchtern und Söhnen. Die Mädchen brauchen eine bestimmte Umgebung und tauchen vielfach mit Freundinnen auf.

An den Masters-Italienmeisterschaften. Da steigst du mit 35 Jahren ein und alle 5 Jahre wechselt man Kategorie. Grad hab ich nachgeschaut: Ich habe 18 mal gewonnen. Die Claudia (Nista, Jg. 1966) ist sogar 46-fache MasterItalienmeisterin. Mit ihr bestreite ich des Öfteren das Doppel-Mix. Wir Masters treffen uns einmal im Jahr irgendwo zwischen Mals und Sizilien. Hat Sie jemand besonders motiviert, die Funktionärslaufbahn anzuschlagen?

Das haben mich Lorenz Waldner und seine Frau Annelies Veith. Sobald ich Sektionsleiter geworden war, saß ich jede Woche einmal bei ihnen zu Hause. Wir haben Kaffee getrunken, uns Notizen gemacht und uns ausgetauscht. Alle haben wir uns immer gefreut über diese Treffen. Wir haben auch Sitzungen im Hause Waldner abgehalten.

Zurück zum Ursprung. Wie sind Sie zu Badminton gekommen?

Angefangen habe ich mit 17 Jahren mit Tennis und Badminton. Man glaubt es kaum. Ich hatte vorher für Sport keinen einzigen Muskel gespannt. Ich hab damals

Also hat Stefan De March schon auch eine bestimmte Badminton-Laufbahn aufzuweisen. Und er nimmt im zarten Alter von 60 Jahren immer noch an Meisterschaften teil?

So kennt und schätzt man ihn in Mals: als vernehmbaren Sektionsleiter Stefan De March.

Inzwischen sind Sie seit mehr als 30 Jahren Sektionsleiter. Im Gegensatz zu anderen Sportarten werden


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