VINSCHGER GESELLSCHAFT
Ein Fenster für die BASIS SCHLANDERS - Der Eröffnungstag des neuen BASIS-Lokals in der FUZO von Schlanders zog kürzlich zahlreiche neugierige Passanten an. Der von der Vinzenzgemeinschaft eingerichtete Kleidertausch sorgte in den Vormittagsstunden für einen regen „Warenaustausch“. Am Nachmittag wurden in Zusammenarbeit mit der OEW (Organisation für eine Solidarische Welt) diverse Aktivitäten zum weltweiten Ressourcenverbrauch angeboten und die ökologischen Fußabdrücke der Interessierten gemessen. „Wir möchten einen dynamischen Be-
gegnungsort im Dorf schaffen, in dem neben Sensibilisierungsaktionen auch Wirtschaftsinitiativen, Ausstellungen und Ge-
ein Buch lesen, innovative Produkte kennenlernen oder lokale Künstlerinnen und Künstler unterstützen können,“ erklärte Sarah Trevisiol von der BASIS Vinschgau Venosta. Das neue Lokal verspricht zusätzlich Leben ins Dorf zu hauchen, kleine Veranstaltungen und Workshops anzubieten und direkte Einblicke in die verschiedenen Tätigkeiten in der Kortscher Straße 97 zu gewährleisten. Wer also mehr über meinschaftsaktionen Platz finden. die zahlreichen Aktionen der BAEin konsumfreier Treffpunkt, in SIS wissen möchte, kann sich nun dem Menschen auch nur kurz direkt im Dorf, in der Hauptstraße arbeiten können, Musik hören, 100, informieren. INGE/BASIS
„Sicherer Schulweg“ in Mals MALS - Das Projekt „Sicherer Schulweg“ hat sich über das ganze Schuljahr 2022/23 hingezogen. Die Grundschulkinder der Grundschule Mals haben sich intensiv mit ihrem Schulweg auseinandergesetzt. Im Unterricht haben sie viele Regeln des Straßenverkehrs kennengelernt und mit dem Dorfpolizisten in der Praxis angesehen und ausprobiert. Zusammen mit der Gemeinde
Mals und dem Safety Park wurden Holzmännchen entworfen und von den Kindern und Lehrpersonen angemalt und kreativ gestaltet. Ende Mai war es dann soweit: zusammen mit der Direktorin Doris Schönthaler, der Referentin für Schule, Marion Januth, dem Zentrumsleiter des Safety Parks, Lukas Nothdurfter, dem Dorfpolizisten und den Bauhofarbeitern wurden die Männ-
chen an den gefährlichen Stellen auf dem Schulweg im Dorf angebracht. Sie sollen die Autofahrer sensibilisieren und dazu anregen, langsam und aufmerksamer zu fahren und besonders auf die Kinder gut aufzupassen. Während des Sommers werden auch die Männchen Ferien machen, damit sie im Herbst 2023 die Kinder wieder auf ihrem Schulweg unterstützen können. RED
RAETICUS, DER RIESE VOM RESCHENSEE (TEIL 8) Idee und Zeichnungen: Artur Winkler Text: Katharina Hohenstein Da ging es oft um oh, ja: grausame Machenschaften oder Rechtsbrüche, die Meinhard II. benutzte, um die Bischöfe, eigentlich seine Lehensherren, von sich abhängig zu machen. Hauptsache, er drängte den Einfluss der Kirche zurück. Was ihm gelang, berichtete Athene, und wusste noch mehr: Er hatte auch eine Vereinheitlichung von allem, was das Gebiet, das nördlich von Trient begann, sich bis leicht westlich von Reschen, leicht nördlich von Innsbruck und sich dann bis östlich von Brixen und Bozen erstreckte, erreicht. Kurz: Alle alten Rechtstitel unterschiedlicher Herkunft und Bedeutung waren null und nichtig, und vor allem der Landesherr hatte die Staatgewalt inne! So schnell würde das kleine Reich also nicht zerfallen. Sizilius war das recht egal: seit gesalzener Hering und Kabeljau den Weg zu ihm fanden, eine Delikatesse, die gehandelt wurde und ab und an am Reschen vorbei kam, mochte ihm alles recht sein, dachte er sich und leckte sich die Pfoten. Doch Athene kam erst richtig in Fahrt, als der Lauf der Geschichte ihr die Tochter von Heinrich Herzog von Kärnten vor den zarten Bart spucken sollte. Ach, ein Fressen für Geschichtenerzählerinnen! Eine Schönheit soll sie gewesen sein, berichtete man.
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(Erst Jahrhunderte später erzählte man das genaue Gegenteil, das sich bis heute erhalten sollte und woher auch der Ausdruck Maultasch stammen sollte: von ihren angeblich missgestalteten Mund). Da sollte die junge Frau also 1325 die Nachfolge Tirols antreten. Doch vorher wurde noch kräftig gestritten, zwischen den Habsburger Herzögen und Ludwig von Bayern. Und da war noch ein Ehemann, von dem sie behauptete, er habe die Ehe nicht vollzogen, also in ihrem Kopf war das: Wie nie verheiratet. Ihn wollte sie so schnell wie möglich loswerden. Sie heiratete noch ein zweites Mal, bevor sie rechtlich geschieden war. Unter Margarethe war die Macht in Tirol ein Auf und Ab, es waren stürmische Zeiten, 16 Jahre lang galt ein Interdikt, erst ab 1359 wurden wieder Sakramente gespendet und Messen gelesen, wusste Athene. Doch die Oberländer hatten in dieser Zeit noch andere Sorgen: 1348 wurde der Großteil der Bevölkerung von der Pest dahingerafft. Fortsetzung folgt
Artur Winkler * 10.11.1940 † 18.07.2018