„Wir wollen mitregieren“

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„Wir wollen mitregieren“ HANSPETER STAFFLER IM INTERVIEW Poste Italiane SpAVersand im Postabonementges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, CNS Bozen NR. 08 (977)27.04.2023I.P. 27 JG | 14-tägig Lichtlösungen Hotel | Gewerbe | Privat Vinschgaustr. 41d - Eyrs ancoleuchten.it VON UMA NAFTA TSCHOLL WERNER T. 346 8556980 Elektro www.moriggl.com Nachhaltige und unabhängige Energiekonzepte vom Komplettanbieter 0473 831 555 Photovoltaik Thermische Solaranlage für Warmwasser/Heizung Intelligentes Energiemanagement auf dem Handy Heizen & Kühlen mit Flächenheizung Batteriespeichersystem Elektro Ladestation Wärmepumpe (Luft, Wasser; Erdwärme)

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Nur 2 Tote

04 THEMA Mals

Hanspeter Staffler im Interview

Beim Rubbeln, an Automaten, in Spielhallen oder online. Die Angebote, sein Geld zu verlieren, sind kunterbunt. Gelockt wird mit Gewinnaussichten. Gemessen an der Chance, etwas zu gewinnen, müsste man eigentlich von Verlier- und nicht Gewinnspielen reden. Hat jemand tatsächlich irgendwo Glück, wird der Gewinn medial verbreitet, um weitere Kunden zu gewinnen. Wenn jemand aber Haus und Hof verspielt, seine Familie in den Ruin treibt, alle Freunde verliert, von denen er Geld geliehen hat, und am Ende mit Steuergeld behandelt werden muss, um der Sucht (vielleicht) zu entkommen, erfährt das niemand. „Man muss eben wissen, wann aufzuhören ist,“ heißt es dann aus dem Mund der „Profis“. Keine Meinung, sondern statistisch gesichert ist das, was die Italiener so schön mit „il banco vince sempre“ zum Ausdruck bringen. Aber solche Tatsachen verwehen ebenso im Wind und wie so manche Kampagnen oder gute Ratschläge. Wenn wir an allen Ecken zum „Gewinnen“ gelockt werden, ist es schwierig, dieses „Spiel“ zu gewinnen. Nicht viel anders verhält es sich mit einer weiteren Absurdität: wie soll es gelingen, die Gewaltbereitschaft von Kindern und Jugendlichen einzudämmen, wenn sie täglich im Fernsehen und in sozialen Netzwerken mit Gewalt konfrontiert werden? Vielleicht bin ich nur auf den falschen Kanälen, aber einen Film ohne Schießereien und Tote habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Der jüngste Krimi ging gerade noch: es gab nur 2 Tote. redaktion@dervinschger.it

06 GESELLSCHAFT

Naturns

Polemik um Neugestaltung des Dorfzentrums

10 Kastelbell-Tschars

Der Demenz davon laufen

12 LESERBRIEFE

13 Sulden

Rückschlag für „Ortler Ronda“

16 Schlanders

Bezirk drängt auf zweigleisigen Bahnausbau Meran-Bozen

18 Reschen

Vortragsabend mit Peter Habeler

20 Plaus

„Das Wasser steht uns bis zum Hals“

30 Graun

„Höhenflug“ im Oberland

46

40 Mals

Familien stärken

24 SPEZIAL Martell

Jugendhaus Grogg

33 Schlanders

Ein starkes Zeichen in der FUZO

43 Töll

Mehr als ein Nadelöhr

46 KULTUR

Naturns

Nun schaukelt er wirklich

48 Mals

Volksmusik auf der Bühne

54 SPORT Latsch

Der Martial-Arts-Kämpfer

55 Schluderns

3 Mal Wegmann

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06 INHALT
SEPP LANER
DER VINSCHGER 08/23 3 KOMMENTAR
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Grüne mit hehren Zielen

Hanspeter

MALS/VINSCHGAU - Seit wenigen Tagen steht es fest: Hanspeter Staffler stellt sich bei den Landtagswahlen im Herbst erneut auf der Liste der Grünen den Wählerinnen und Wählern. Im Interview mit dem der Vinschger spricht er über bisher Erreichtes, über spezielle Vinschger Anliegen, über die Ziele der Grünen, die Herausforderungen der Zukunft und die Notwendigkeit eines Wandels der Machtstrukturen im Land.

der Vinschger: Herr Hanspeter Staffler, Sie wurden 2018 mit 3.377 Vorzugsstimmen auf der Liste der Grünen in den Landtag gewählt. Bei den Wahlen am 22. Oktober 2023 treten Sie erneut an. Sehen Sie sich selbst als Kandidat aus dem Vinschgau bzw. werden Sie als solcher wahrgenommen?

HANSPETER STAFFLER: Meine kulturellen und politischen Wurzeln sind im Vinschgau verankert, meine Liebe zu Land und Leuten hängt mit dem Vinschgau zusammen, dieses Tal hat mich geprägt. Als Umweltpolitiker und als Politiker, welcher sich für Bildung, soziale Gerechtigkeit und Gesundheit stark macht, agiere ich stets auf Landesebene. Sozusagen bin ich ein Kandidat mit Vinschger Wurzeln, der Umwelt- und Gesellschaftsthemen im gesamten Land vertritt.

Das Image, wonach die Grünen immer nur alles kritisieren und grundsätzliche Nein-Sager seien, hält sich zum Teil bis heute. Ist da etwas Wahres dran?

Das sogenannte Nein-Sager-Image wurde uns von den Wirtschaftslobbys der SVP zugeschrieben: Wir sagten Nein zu Umweltverschmutzung, wir sagten Nein zu Treibhausgasen und wir sagten Nein zu ungezügeltem Wirtschaftswachstum. Aber wir haben immer auch JA gesagt, JA zu erneuerbaren Energien, JA zur Ökolandwirtschaft, JA zum Naturschutz, JA

zum sanften Tourismus und JA zum gemeinwohlorientierten Wirtschaften.

Was haben Sie während der noch laufenden Amtsperiode als Mandatar im Landtag konkret für den Vinschgau bewegt oder erreicht?

Zu Beginn der Legislatur war mein Hauptthema der schitechnische Zusammenschluss Langtaufers-Kaunertal, wogegen ich mich vehement ausgesprochen hatte. Mit mehreren Anfragen und Anträgen hatte ich dieses Thema im Landtag zur Behandlung gebracht. Bisher mit Erfolg. Das Thema der chemisch-synthetischen Pestizide ist stets auf der Agenda, meine Beschlussanträge und Gesetzesentwürfe wurden von der SVP-Lega-Mehrheit zwar abgelehnt, aber das Thema hat es immer wieder in den Landtag geschafft. Bezüglich Vinschger Zug intervenierte ich oft bei der Landesregierung, schlug Verbesserungen des Schienenersatzverkehrs Meran-Töll vor und übte Druck wegen der Wiederaufnahme der Arbeiten in den Bahntunnels aus. Zu Beginn dieses Jahres ist mir in Sachen Schnellbusverbindung Landeck-Mals der Geduldsfaden gerissen und ich brachte das Thema in den Landtag. Die Kollegen Sepp Noggler und Daniel Alfreider reagierten sehr pikiert auf meinen Vorschlag und ließen ihn von der SVP-Lega-Mehrheit ablehnen. Zwei Monate später wurde dann die Schnellbusverbindung mit Pauken und Trompeten angekündigt. Erfolgreich war auch meine letztjährige Intervention zu der völlig missglückten Ausgleichsmaßnahme im Rambach bei Glurns. Die Wildbachverbauung ist daraufhin eingesprungen und renaturiert in diesen Tagen mit viel Sachkenntnis das Bachbett. Schaut sehr gut aus!

Politisch gesehen ist der Vinschgau ein kleiner Bezirk mit entsprechend wenig Stimmenpotential. Wie bewerten Sie die derzeitige Vertretung des Vinschgaus auf der Ebene der Landespolitik?

Die derzeitige Vertretung entspricht recht gut der Vinschger Bevölkerung, die zum einen bäuerlich und zum anderen sehr umweltbewusst geprägt ist. Noch besser ausgewogen wäre die Vertretung, wenn es eine Vinschger Frau in den Landtag schaffen würde.

Was hat die Landesregierung seit 2018 im Vinschgau falsch gemacht und was richtig?

Richtig waren die Ablehnung des Zusammenschlusses Langtaufers-Kaunertal, die Einführung der Schnellbusverbindung Mals-Landeck oder die Ausweisung des Biotops „Spinai“ auf der Malser Haide. Sehr kritisch finde ich das Tourismuskonzept rund um die Stilfserjoch-Straße, was enorm viel Verkehr erzeugen wird, die Absichten, im Nationalpark neue Seilbahnen zu errichten oder den Versuch der Landesregierung, den „Malser Weg“ abzuwürgen.

Klassische grüne Themen wie etwa Umwelt, Ökologie oder Klimaschutz sind mittlerweile auf den Wahlprogrammen aller Parteien oder Bewegungen zu finden. Gehen Ihnen insofern nicht die Themen und Markenzeichen aus?

Ich finde es gut, dass Klima- und Naturkrise auch von anderen Parteien zur Kenntnis genommen werden. Aber der Weg von der Kenntnisnahme bis zur sozial-ökologischen Politik ist sehr weit. Wir Grüne sind diesen Weg seit Jahrzehnten gegangen und sind die Einzigen mit Umsetzungskompetenz. Wenn sich etwas zum Guten ändern soll, dann sind wir bereit anzupacken.

Sollen die Grünen Ihrer Meinung nach weiterhin Oppositionspolitik betreiben oder sollen sie sich bemühen, auf der Regierungsbank mitzuarbeiten?

Vielleicht gibt es den geborenen Oppositionspolitiker, der niemals in die politische Verantwortung will. Ich gehöre nicht dazu.

VINSCHGER THEMA
Staffler: „Um Werte und Ideen irgendwann umsetzen zu können, braucht es eine Regierungsbeteiligung.“
4 DER VINSCHGER 08/23

In der Regel arbeiten Politikerinnen und Politiker der Opposition deshalb so hart, um irgendwann ihre Werte und Ideen umsetzen zu können. Dafür braucht es Regierungsbeteiligung. Wir Grüne sind eine erprobte Oppositionspartei, aber mittlerweile auch willig, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Das letzte Wort haben die Wählerinnen und Wähler.

Wie gut oder schlecht arbeiten die Grünen mit den anderen Oppositionskräften im Landtag zusammen?

Wir orientieren uns bei der Zusammenarbeit stets an der Sache, am Thema. Wenn wir Vorschläge anderer Parteien inhaltlich teilen – ganz egal ob Minderheit oder Mehrheit – dann bringen wir uns ein und unterstützen die Vorschläge der Kolleginnen und Kollegen.

Sie waren früher Direktor des Landeszivilschutzes und von 2014 bis vor den Wahlen 2018 Generaldirektor der Landesverwaltung. Wie hilfreich oder hinderlich ist es für Ihre politische Tätigkeit, die Landesverwaltung sozusagen „von innen“ zu kennen?

Die Landesverwaltung von innen zu kennen, ist ein großer Vorteil. Ich war begeisterter Landesbeamter, arbeitete mit großer Freude für Land und Leute und konnte dadurch viele tolle Menschen aus der Verwaltung kennen lernen. Zur fachlichen Einordnung von politischen Fragen

berate ich mich heute noch gerne mit den Expertinnen und Experten der Landesverwaltung.

Wo orten Sie die größten Herausforderungen und Chancen des Vinschgaus in den nächsten 5 bis 10 Jahren?

Als Chance sehe ich die Neuansiedlung von kreativen und digitalen Unternehmen, die Ökologisierung der Landwirtschaft und den Schwenk zum sanften Tourismus. Die Herausforderungen sind der Umgang mit der Verkehrslawine, die Stärkung des Krankenhauses Schlanders, die Entwicklung von klimaschonenden, leistbaren Wohnkonzepten und die zunehmende Wasserknappheit.

Im Zusammenhang mit dem famosen Teilabriss der Drusus-Kaserne in Schlanders haben Sie von Anfang an klar Position bezogen. Was antworten sie jenen, die Ihnen eine unangebrachte Einmischung von außen und reinen Populismus vorwerfen?

Dieser Vorwurf an mich ist billig und populistisch. Ich beschäftige mich seit Jahren intensiv mit den Themen Brain-Drain, also mit der Auswanderung von jungen und gut ausgebildeten Südtirolerinnen und Südtirolern, leistbares Wohnen und klimaschonendes Bauen. Die Drusus-Kaserne entwickelte sich in den vergangenen Jahren immer mehr zum Anziehungspunkt junger und kreativer Menschen. Das Areal hat beste Voraussetzungen, um günsti-

ge Wohnungen zu errichten. Was mich richtig wütend machte, ist die mutwillige Zerstörung von gesunder Bausubstanz. Jeder erstsemestrige Architekturstudent weiß, dass Bauen im Bestand aus Gründen des Klimaschutzes das Gebot der Stunde ist. Keines dieser Themen macht an der Schlanderser Gemeindegrenze halt, es sind landesweite Themen.

Was ist das Wahlziel der Grünen insgesamt und was ist ihr persönliches Ziel?

Das Wahlziel für die Grünen sind 30.000 Stimmen, ich stelle mich gerne der Wiederwahl und werde alles geben, um den erneuten Einzug in den Landtag zu schaffen.

Glauben Sie, dass es in Südtirol in absehbarer Zeit zu einem grundlegenden Wandel in den seit Jahrzehnten gefestigten Machstrukturen kommen wird?

Es ist in Südtirol de facto so, dass die Vertreter von nur rund 40 Prozent der Bevölkerung praktisch 100 Prozent der Posten besetzen. Die Machtfrage ist somit die größte Frage überhaupt. Wenn sich die festgefahrenen Machtstrukturen nicht verändern, wird es schwierig werden, die neuen Herausforderungen, mit denen sich die gesamte Gesellschaft konfrontiert sieht, zu meistern.

INTERVIEW: SEPP LANER

VINSCHGER THEMA
DER VINSCHGER 08/23 5
„Ohne eine Veränderung der seit Jahrzehnten festgefahrenen Machtstrukturen in Südtirol ist auch eine gesellschaftliche Veränderung nur schwer möglich“, sagte der Landtagskandidat Hanspeter Staffler beim Interview in der BASIS in Schlanders.

Polemik in Naturns

Umstrittene Neugestaltung des Dorfzentrums. Einsprüche und Antrag auf Volksabstimmung. SVP ruft zu Dialog auf. Klausurtagung im Mai.

NATURNS - Wie berichtet (der Vinschger Nr. 6/2023), hat der Gemeinderat von Naturns am 20. März den Tagesordnungspunkt „Genehmigung der Abänderung des Gemeindeplanes für Raum und Landschaft. Einfügung einer Zone mit Plan für die städtebauliche Umstrukturierung“ mit 11 Ja- und 6 NeinStimmen genehmigt. Details zum „Projekt Plaza“ bzw. zur Umgestaltung des Platzes im Dorfzentrum seien erst wenige Tage vor der Ratssitzung an die Öffentlichkeit gelangt, schreibt eine Personengruppe aus Naturns in einer Pressemitteilung. Drei Personen haben am 6. April drei Einsprüche eingereicht. Zeitgleich haben insgesamt 17 Bürgerinnen und Bürger die Abhaltung einer abschaffenden Volksabstimmung beantragt. Laut Projektvorschlag seien am „momentanen Parkplatz vor dem Bürger- und Rathaus eine zweistöckige Tiefgarage mit drei darauf zu errichtenden Gebäuden geplant.“ In einem der Einsprüche wird u.a. bemängelt, „dass der Beschluss nach dem Eilverfahren abgewickelt wurde.“ Im zweiten Einspruch wird beanstandet, dass sich die Verwaltung nicht an die Vorgaben der Gemeindesatzung gehalten habe, wonach im Vorfeld zu diesem Großprojekt eine Bürgerversammlung hätte einberufen werden müssen. Der dritte Einwand betrifft angebliche Differenzen zwischen dem, was der Gemeindeausschuss im Vorfeld beschlossen hatte, und dem, was dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt wurde. Mit dem Antrag nach einer abschaffenden Volksabstimmung möchten die Promotoren „das gesamte Projekt vorerst stoppen, damit nach den guten Regeln

der Bürgerbeteiligung die Bevölkerung in einem neuen Beteiligungsverfahren von Anfang an eingebunden wird.“ Es gehe nicht an, „dass die Dorfbevölkerung mit einem Gemeinderatsbeschluss vor vollendete Tatsachen gestellt wird.“ Gemäß diesem Beschluss sollte eine Tiefgarage mit mindestens 100 Stellplätzen gebaut werden, was einer zweistöckigen Garage gleichkäme. Die oberirdische Fläche sollte zu maximal 30% für Wohnen, zu 25% für öffentliche Dienste und Einrichtungen von öffentlichem Interesse, zu 20% für gastgewerbliche Tätigkeit, zu 15% für den Einzelhandel und zu 10% für Dienstleistung genutzt werden.

„In Anbetracht, dass momentan der gesamte Grund im öffentlichen Besitz ist, wird laut Projekt nach der Verbauung noch 25% für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und der Rest wird an Investoren weitergegeben, um mit dem Erlös das öffentliche Vorhaben finanzieren zu können“, heißt es in der Pressemitteilung wörtlich. Aufgehängt werde die Begründung für das Voranbringen des Projekts am Ergebnis des Bürgerbeteiligungsprozesses „Vision 2030+“ mit dem Abschlussdokument vom Mai 2019. Darin wird als Möglichkeit der Dorfberuhigung der Bau einer Tiefgarage angesprochen, „aber niemals ist die Rede davon, die oberirdische Fläche zu bebauen.“

„Dialog statt Konfrontation“

Diesen Titel trägt eine Stellungnahme von Andreas Pircher (SVP Fraktionssprecher Naturns) und Michael Kaufmann

(SVP Ortsobmann Naturns) zum Beschluss des Gemeinderates bezüglich der Neugestaltung des Dorfzentrums Naturns. Zu diesem Beschluss würden „leider einige irreführende Informationen verbreitet.“ Die SVP lade dazu ein, „zuerst gemeinsam die Ideen zu entwickeln und die Meinung der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen – statt eine Volksabstimmung über noch unklare Inhalte abzuhalten.“ Die SVP-Fraktion und der Ortsausschuss stellen klar, „dass der Beschluss nicht den Rathausplatz betrifft, sondern in erster Linie den Parkplatz und die Rathausstraße. Hier soll eine Gestaltung ermöglicht werden, welche vor allem eine Tiefgarage und einen öffentlichen Park sowie eine leichte Verbauung als Abgrenzung zur Hauptstraße vorsieht.“ Es gebe bisher kein Projekt, alle konkreten Schritte müssten erst gemeinsam erarbeitet werden. Bei einem partizipativen Prozess können dafür Vorschläge von allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgebracht werden. Bei der „Vision 2030+“ seien u.a. folgende Ergebnisse beschlossen worden: Die Parkplätze vor den Geschäften sind zu überdenken und zentral in einer Tiefgarage unterzubringen. Als Ersatz wird ein neuer Gemeindeparkplatz in Form eines unterirdischen Parkhauses (zweistöckige Tiefgarage) errichtet. Laut einer Prognose der Eurac Research bezüglich der Entwicklung der Haushalte beläuft sich der Flächenbedarf in den nächsten 25 Jahren auf rund 25 neue Wohnungen pro Jahr. Flächen im Zentrum sollen verdichtet und mehrgeschossige Bauten gefördert werden.

6 DER VINSCHGER 08/23
„Anstelle des wenig wertvollen Asphaltparkplatzes soll ein attraktiver offener Dorfplatz entstehen“, so die Naturnser SVP-Ratsfraktion und der Ortsausschuss.
VINSCHGER GESELLSCHAFT

„Die Gemeindeverwaltung hat den Auftrag der Bürgerinnen und Bürger ernst genommen und auch in der programmatischen Erklärung für diese Amtsperiode verankert“, so Andreas Pircher und Michael Kaufmann. Als Vorbereitung für die aktuelle Diskussion seien nun mehrere Experten angehört worden: „Der Grundtenor war sehr positiv, die Neugestaltung biete eine große Chance.“ Wichtig sei es, den neuen Platz abzugrenzen und natürlich zu beleben, unter anderem durch eine ansprechende und stimmige Verbauung. Also habe sich die Empfehlung ergeben, „dass eine nachhaltige Aufwertung des Dorfzentrums dadurch erfolgen soll, indem in erster Linie die Autos verschwinden und anstelle des wenig wertvollen Asphaltparkplatzes ein attraktiver offener Dorfplatz entsteht.“ Das bedeute: „Es geht um öffentlichen Raum für alle: Aus dem Parkplatz kann etwas Besonderes für die Allgemeinheit werden.

Erste Ideen wurden bereits gesammelt: Naturns soll einen Dorfplatz erhalten, auf dem Veranstaltungen möglich sind, wo aber auch natürliche Begegnung stattfindet.“ Es soll ein Park entstehen mit einem möglichst prägenden Baumbestand. Es sollen mindestens 100 unterirdische Stellplätze realisiert werden, die der Gemeinde gehören und weiterhin kostengünstig nutzbar sind. Weitere private Stellplätze würden bei Bedarf für Wohnungen und Geschäfte zur Verfügung gestellt. Auch eine neue öffentliche Einrichtung sei vorstellbar, die das Gesamtangebot im Dorf ergänzt.

„Mobilitätszentrale auf jeden Fall notwendig“

„Auf jeden Fall ist eine neue moderne Mobilitätszentrale für den öffentlichen Personennahverkehr mit ausreichend Radabstellplätze notwendig.“ Um die Anregungen

zu sammeln und den Neugestaltungsplan zu konkretisieren werde ein offener Arbeitsabend organisiert, „zu dem sich rund 50 Interessierte gemeldet haben.“ Erst nach der Festlegung der effektiven Anforderungen werden konkrete Pläne entwickelt und gegebenenfalls soll dann auch der aktuelle Beschluss des Gemeinderates angepasst werden. Der bereits eingeleitete Partizipationsprozess soll „unbelastet und in sachlicher Dialektik durchgeführt werden.“ Die weitere Vorgangsweise werde dann von den Ergebnissen des Partizipationsprozesses abhängen und bei einer Klausur des Gemeinderates im Mai festgelegt. Die SVP-Fraktion und der Ortsausschuss unterstreichen, „dass sie den Willen der Bürgerinnen und Bürger umsetzen werden, dabei aber auf einen reifen Dialog und nicht auf die verhärtende Konfrontation in Form einer spaltenden Volksabstimmung setzen wollen.“

Glückwunsch zum 102. Geburtstag

NATURNS - Luise Kofler, Witwe Kaserer, feierte am 5. April 2023 ihren 102. Geburtstag. Die älteste Bürgerin von Naturns ist noch immer geistig frisch und legt Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Gerne berichtet sie über ihr bewegtes und erfülltes Leben. Ihr größter Stolz sind ihre zahlreichen Enkel und

Urenkel. Bürgermeister Zeno Christanell überbrachte kürzlich die besten Glückwünsche der Gemeindeverwaltung. „Wir sind dankbar für alles, was die vorherigen Generationen geleistet und aufgebaut haben. Es liegt an uns, das sehr wertzuschätzen und damit auch verantwortungsvoll umzugehen“, sagte der

Man trifft sich wieder in Vetzan

VETZAN - Samstag, 22. April, Mittagszeit: Es herrschte Dorffeststimmung auf dem „Missionar Luis Helfer-Platz“ mitten in Vetzan. Mit Genugtuung registrierten Peter Tapfer, Obmann des SVP-Ortsausschusses, und Thomas Tapfer, Bauernvertreter, viele Vetzaner Familien und Vereinsvertreter, die sich bei bester Stimmung an der Blockhütte versammelt hatten. Damit war die Hütte offiziell den Vereinen übergeben. Thomas Tapfer erzählte vom Entdecken der Hütte im Internet und deren Überführung von Marling nach Vetzan. „Soziale Treffpunkte sind in Vetzan rar“ meinte er. Um das gesellschaftliche Leben wieder anzukurbeln, hätten sich wieder einmal die Dorfschädel getroffen. Auf Initiative von Ortsobmann

Peter Tapfer und Mathias Tschenett habe man sich umgesehen und sei im Internet fündig geworden. Der Kaufpreis der Blockhütte aus Lärchenholz mit einer Grundfläche von 3 x 2,5 m betrug 3.500 Euro. In Ramona Kuen von „Schlanders Marketing“ sei eine Ansprechpartnerin gefunden

Bürgermeister. Naturns sei eine prosperierende Gemeinde. Viele Menschen ziehen nach Naturns, „weil es sich dort gut leben lässt. Zahlreiche moderne öffentliche Infrastrukturen und interessante Berufsmöglichkeiten zeichnen das Dorf aus.“ Die Einwohnerzahl der Gemeinde betrug am 31. Dezember 2022 genau 6.096. RED

worden, die nicht nur erleichtert war, dass konkret etwas in Vetzan geschehe, sondern auch alle bürokratischen Abwicklungen übernahm. „Die Gemeinde Schlanders hat dankenswerterweise den Platz zur Verfügung gestellt und sich sodann bereit erklärt, über Schlanders Marketing die Hälfte der Spesen zu übernehmen“, teilte Tapfer mit. Der Restbetrag wurde von den Vereinen vorfinanziert und letztlich von der Fraktion Vetzan übernommen. „Alle Vereine sind eingeladen, die Hütte zu nützen. Es gibt wieder einen Dorftreffpunkt. Vereine können sich eintragen und mitteilen, was sie tun“, erklärte Thomas Tapfer. Inzwischen habe sich die Hütte bereits 8 Mal bewährt.

SEPP
Luise Kofler mit Sohn Norbert Kaserer (links) und BM Zeno Christanell. GÜNTHER SCHÖPF Vetzaner treffen sich an der Blockhütte.
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Sie hatten sich bereit erklärt, am Projekt Dorf-Treff mitzuarbeiten (v.l.): Peter Tapfer, SVP Ortsausschuss, Paula Pircher, Ministrantengruppe, Norbert Ratschiller, KVW, Maria Raich, SVP, Emanuel Tschenett, Sportverein, Lukas Tapfer, Tuifl-Verein, Toni Rabensteiner, Kirchenchor, Thomas Tapfer, Bauernvertreter, Renate Gurschler, Singgruppe, Klaus Ratschiller, Kommandant der Feuerwehr, Joachim Rabensteiner, Sportverein.

Im Dienst für die Nächsten

Bezirk Untervinschgau dankt den Wehrleuten und jenen, die hinter ihnen stehen.

LAAS - Mehr als 1.200 Mitglieder, davon 850 aktive, zählt der Bezirksfeuerwehrverband Untervinschgau, dem 18 Freiwillige Feuerwehren, von Tschars bis Eyrs, angehören. Ihnen gelte es zu danken. „Ihnen und ihren Familien. Ohne sie, die dahinterstehen, wäre das alles nicht möglich“, betonte Roman Horrer, der Bezirksfeuerwehrpräsident beim Bezirksfeuerwehrtag am Samstag, 22. April, im Laaser Gerätehaus. Zu tun gab es auch im Jahr 2022 wieder reichlich. 259 technische Einsätze wie Unfälle und Co wurden abgewickelt, 59 Mal wurden die Wehrleute aufgrund von Bränden alarmiert, zudem gab es 14 Fehlalarme. Bei den 332 Einsätzen wurden insgesamt über 6.345 Stunden geleistet.

Wenn es brennt, gibt es keine Bezirke

Wie Bezirksinspektor Stephan Kostner ergänzte, rückten die Wehren somit alle 27,2 Stunden aus. Generell zunehmen würden demnach die Unwetterereignisse, auch wenn es im vergangenen –relativ trockenen Jahr – weniger überschwemmte Keller gab. „Wir werden aber immer mehr mit Unwettern konfrontiert. Wenn der Regen kommt, dann meist stark“, so Kostner. Muren seien die Folge. Brandeinsätze habe es weniger gegeben. „Meist eher kleine Brände, die durch das rasche Einschreiten der Wehren auch klein geblieben

sind“. Bei Waldbränden galt es den Bezirk Obervinschgau zu unterstützen. „Wenn es brennt, gibt es keine Grenzen. Die Unterstützung der Nachbarbezirke ist generell wichtig“, betonte Kostner. Viel Wert lege die Feuerwehr auch auf die Übungen. Zahlreiche Szenarien wurden durchgespielt und geprobt. „Aus- und Weiterbildung ist das Um und Auf für die Feuerwehren“, erklärte Bezirkspräsident Horrer. Insbesondere die Ausbildungen an der der Landesfeuerwehrschule in Vilpian haben einen hohen Stellenwert. „Das müssen wir erhalten und das Angebot intensiv nutzen“, forderte Horrer.

Die Jugend ist die Zukunft

Bezirksjugendreferent Herbert Kaserer berichtete über die Jugendgruppen. Ende des Jahres zählten diese insgesamt 66 Mit-

glieder. „Die Jugend ist die Zukunft des gesamten Feuerwehrlandes. Die größte Belohnung für die gute Arbeit ist es, wenn immer wieder Mitglieder in den aktiven Dienst übertreten“, so Kaserer. Wie aktiv Südtirols Feuerwehrjugend ist, zeigt sich bei einem Blick zurück und nach vorne. 2023 stehen etwa vom 23. bis 25. Juni in Prad die Landes-Jugendfeuerwehrleistungbewerbe auf dem Programm. Der Südtirolcup der Jugend findet am 5. August in Antholz-Mittertal und am 12. August in Salurn statt. Aber auch die „großen“ Bewerbsgruppen messen sich 2023 wieder, und zwar in mehreren Kuppelcups. Im Vinschgau macht der Kuppelcup zum Auftakt am 29. April in Kastelbell Station.

Grußworte überbrachten unter anderem Landesrat Arnold Schuler und die Laaser Bürgermeis -

terin Verena Tröger. „Danke für die Einladung. Ich bin froh, wenn ich mal nicht über Bär und Wolf reden muss“, so Schuler. Stattdessen war er voll des Lobes für die engagierten Wehrleute im Bezirk. „Schön zu sehen, dass die Mitgliederzahlen steigen“.

Feuerwehrmann mit Herzblut

Nicht fehlen durften die Ehrungen. Karl Luggin wurde zum Ehrenmitglied ernannt. „Mit Herzblut bekleidete er viele Positionen innerhalb der Feuerwehr. Dieses Herzblut hat er an seine Jungs weitergegeben“, so Horrer. Dank gelte dabei auch der starken Frau an seiner Seite, Gertraud Luggin. Das goldene Verdienstkreuz für 40 Jahre Feuerwehrdienst erhielten Norbert Trafoier (Latsch), Erich Pircher (Martell), Anton Gluderer (Martell), Norbert Pircher (Martell), Karl Tappeiner (Göflan), Georg Wieser (Schlanders), Marco Burgo (Eyrs) und Walter Rinner (Goldrain). „40 Jahre Dienst heißt 40 Jahre ehrenamtlich da zu sein für den Nächsten. Es ist wichtig, wenn ihr weiterhin dabei seid, und die Erfahrung die ihr gesammelt habt, den Jungen weitergebt. Ein hohes Gut unserer Wehren ist die Mischung aus Erfahrung und neuen Ideen“, wusste der Bezirks-

feuerwehrpräsident. MICHAEL ANDRES Wehrleute aus dem Bezirk bevölkerten das Gerätehaus.
8 DER VINSCHGER 08/23 VINSCHGER GESELLSCHAFT
Viel Ehr (v.l.): Norbert Trafoier, Norbert Pircher, Bezirksfeuerwehrpräsident-Stellvertreter Andreas Mair, Anton Gluderer, Erich Pircher, Landesfeuerwehrpäsident-Stellvertreter Peter Hellweger, Gertraud Luggin, Karl Tappeiner, Karl Luggin, Georg Wieser, Marco Burgo, Walter Rinner und Bezirksfeuerwehrpräsident Roman Horrer.

Dritter SVP-Landtagskandidat

VINSCHGAU - Zusätzlich zur Laaser Bürgermeisterin Verena Tröger und zum amtierenden Landtagsmandatar Sepp Noggler gibt es seit dem 18. April einen dritten Landtagskandidaten der SVP Vinschgau. Es handelt sich um David Frank (im Bild), der sich am 18. April bei der KandidatenWahl der SVP Jugend gegen seine Mitbewerber Matthias von Wenzl und Daniel Rella durchsetzen

konnte. Für die JG stellen sich somit Stefanie Peintner aus dem Pustertal und David Frank aus dem Vinschgau den Wählerinnen und Wählern. David Frank, geboren 1992, ist in Matsch aufgewaschen und in Glurns wohnhaft.

Er absolvierte das Masterstudium der Agrarwirtschaft an der BOKU Wien und arbeitet als staatlich geprüfter Agronom beim Wirtschaftsdienstleister IDM. In seiner Freizeit ist er mit seiner steirischen Harmonika als Komponist und Musiker anzutreffen. Auch die Jagd gehört zu seinen Hobbys. David Frank ist Mitglied des SVP-Ortsausschusses von Glurns und bringt sich ehrenamtlich in

Gremien zur Stärkung der Regionalentwicklung im Vinschgau ein. Im Hinblick auf die Erstellung des Wahlprogrammes der SVP Vinschgau ist in der ersten Maihälfte ein Treffen mit den Vinschger Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern geplant, bei welchem mit dem KandidatenTrio der SVP die Anliegen und Themen der Gemeinden besprochen werden sollen. SEPP

Heinrich Fliri weiterhin KVW-Bezirksvorsitzender

SCHLANDERS - Heinrich Fliri (im Bild) bleibt das Gesicht des KVW Vinschgau. Das hat der Bezirksausschuss von Südtirols größtem Sozialverband bei seiner konstituierenden Sitzung am 17. April beschlossen. Wichtig bist, so der alte und neue Bezirksvorsitzende, dass ihn eine gute Gruppe unterstützt. Zu dieser Gruppe, der sogenannten Bezirksleitung, gehören zukünf-

tig die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Annemarie Kainz und Josef Bernhart. Auch Sieglinde Regensburger und Gottfried Theiner werden in der Bezirksleitung mitarbeiten. Zudem ist die Vertreterin der Bezirksfrauen

im KVW, Andrea Frank, in der Bezirksleitung vertreten. Administrativen Beistand leistet Bezirkssekretär Emil Unterholzner, stellvertretend Georg Lechner. Nach der Wahl der Bezirksleitung und der Festlegung des Arbeitsmodus des Bezirksausschusses wurden die Bezirksversammlung nachbesprochen und die zukünftigen Arbeitsthemen abgesteckt. Dazu gehören wie

Franz Fliri bleibt Obfrau-Stellvertreter

VINTL/NATURNS - Claudia Plaikner und der Naturnser Franz Fliri stehen dem Südtiroler Heimatpflegeverband weiterhin als Obfrau und Stellvertreter vor. Fliri, seit vielen Jahren bereits auch Vinschger Bezirksobmann, wurde damit auf Vorschlag aus dem Vinschgau in seinem Amt bestätigt. Er berichtete bei der Landesversammlung

am 15. April im Ansitz Töpsl in Obervintl über die Vinschger Anliegen. Vieles habe sich getan, vieles gebe es noch zu tun. „Ich ersuche die Entscheidungsträger um Unterstützung für unsere Anliegen, zu Gunsten der Natur- und Kulturlandschaft zu entscheiden, losgelöst von reiner Gewinnmaximierung und dem hemmungs-

schon bisher die Sanität mit dem Krankenhaus Schlanders, die Mobilität, das leistbare Wohnen und die Weiterbildung. Die Motivation ist groß und die Herausforderungen sind es ebenso. Heinrich Fliri dankte daher allen Gewählten für die Bereitschaft mitzuarbeiten und betonte, dass das Ehrenamt etwas bewirken, aber auch Spaß machen sollte.

losen Größenwahnsinn einiger Menschen“, so Fliri in seiner Rede. Appelliert hat Fliri an die Landesregierung, um bei der Entscheidung, eine skitechnische Verbindung Langtaufers-Kaunertal nicht zu genehmigen, zu bleiben. Ein wichtiges Anliegen sei den Vinschger Heimatpflegern auch die Bahnverbindung ins Dreiländereck. AM

RED
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Der Demenz davonlaufen

Vortragsabend mit Primar Christian Wenter in Kastelbell. Lob für Vereinigung „Demenzfreundlicher Vinschgau“.

KASTELBELL-TSCHARS - „Wer regelmäßig joggt oder sonst aktiv Sport betreibt, hat große Chancen, nicht oder viel später an einer Demenz zu erkranken“. Dies war eine der guten Botschaften, die Primar Christian Wenter vergangene Woche im Gemeindesaal von Kastelbell-Tschars im Rahmen des Referats „Demenz vorbeugen“ überbrachte. Eingeladen hatte die Vereinigung „Demenzfreundlicher Vinschgau“ in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung Kastelbell-Tschars. Christian Wenter, Primar an der Memory Clinic in Meran, lobte die Vereinigung „Demenzfreundlicher Vinschgau“ als eine Initiative mit Vorbildcharakter für ganz Südtirol. Heinrich Fliri (KVW) und Daniel Alber, Sozialreferent der Gemeinde Kastelbell-Tschars, dankten dem Referenten für seine Bereitschaft, immer wieder in den Vinschgau zu kommen, und aus seinem großen Erfahrungs- und Wissensschatz viele Informationen und wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Demenz an das interessierte Publikum weiterzugeben.

Kein Durchbruch in der kausalen Therapie

In Südtirol leben zwischen 6.000 und 6.500 Menschen mit fortschreitender Demenz, und diese Menschen müssen über Jahre beaufsichtigt, begleitet und gepflegt werden. Bisher glaubte man, die Alzheimer-Erkrankung beginne erst bei der ersten Schwierigkeit und Vergesslichkeit. Aber die vorklinische Phase hat bereits viele Jahre früher begonnen, und bis zu den ersten Symptomen ist es ein weiter Weg: So bilden sich im Gehirn anfänglich Eiweiß-Ablagerungen, die dazu führen, dass die Nervenfortsätze geschädigt werden und schließlich Nervenzellen absterben. Dieser Prozess kann bis zu 30 Jahre dauern! Wohl in keinem anderen Wissenschaftsbereich wird der-

zeit mehr geforscht als im Bereich Degeneration des Gehirns, seinen Ursachen und Therapien. Und dank dieser Forschung kann die Diagnose immer früher gestellt und die Lebensqualität von betroffenen Menschen deutlich verbessert werden. „Aber kausale Therapie wird es in den nächsten acht bis zehn Jahren nicht geben“, so Primar Wenter.

Stoppt Demenz, bevor sie beginnt!

Es heißt also, dem jahrelangen Prozess der Degeneration entgegenzuwirken! Es gibt Risikofaktoren, die die Degeneration des Gehirns beeinflussen, aber es gibt auch Schutzfaktoren für die Gehirngesundheit, und jeder

Mensch kann etwas dazu beitragen, damit das Gehirn gesund bleibt. „Das Alter ist der größte Risikofaktor“, so Primar Christian Wenter, „und ab dem 70. bis 75. Lebensjahr nehmen die Demenzerkrankungen exponentiell zu. Auch eine genetische Veranlagung ist ein naturgegebener, nicht modifizierbarer Faktor, mit dem wir leben müssen. Dennoch gibt es viele andere Risikofaktoren, die reduziert werden können, um die Gefahr einer Demenzerkrankung für Jahre zu verschieben.

Bildung als Schutzfaktor für das Gehirn

In den ersten 25 bis 30 Jahren muss das Gehirn der jungen Menschen intensiv arbeiten. Je mehr

Kopfarbeit das Gehirn in den ersten Lebensjahrzehnten geleistet hat, umso mehr hat es dank der Neuroplastizität eine große funktionelle Reserve. Neuroplastizität ist die Fähigkeit des Gehirns, sich während des gesamten Lebens eines Menschen zu verändern und zu wachsen. Wie ein Muskel wachsen Bereiche in unserem Gehirn umso stärker, je mehr wir sie benutzen. Ausreichender Schlaf und eine hohe Schlafqualität sind ebenfalls sehr wichtig für das Gehirn, das sich regelmäßig und gut erholen muss. Fehlender Schlaf kann krank machen und wer wenig schläft, wird schneller dement.

Kopfbälle schaden dem Gehirn

Ein Schädel-Hirn-Traumata kann eine Demenz als Spätfolge haben. Im Jugendfußball bis zum 16. Lebensjahr darf beispielsweise in den USA seit vier Jahren nicht mehr Kopfball gespielt werden und auch in Europa fordern Mediziner das Kopfballverbot, denn Kopfbälle und Schläge auf den Kopf erhöhen das Risiko an Demenz zu erkranken erheblich. Deshalb ist das Tragen eines Helmes beim Ski- bzw. Radfahren immens wichtig. Menschen, die schwerhörig sind und kein Hörgerät tragen, haben ein 69 Prozent höheres Risiko an Demenz zu er erkranken. „Diesen Zusammenhang darf man nicht ignorieren“, betonte Primar Wenter. Auch das Zigarettenrauchen und der Feinstaub in der verschmutzten Luft fördern die Demenzerkrankung, ebenso die soziale Isolation und Vereinsamung. Ein ganz großer Risikofaktor ist laut Primar Christian Wenter der Alkoholkonsum. Fast alle Gewebe werden durch Alkohol beeinträchtigt, ganz besonders jedoch das zentrale Nervensystem. „20 bis 30 Prozent aller jungen Männer, die bei uns Demenzpatienten sind, sind alkoholabhängig“, bestätigte der Referent.

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Im Bild (v.l.): Sozialreferent Daniel Alber, Primar Christian Wenter und KVW-Bezirksvorsitzender Heinrich Fliri

Aktivität trainiert das Gehirn

Wer mindestens 150 Minuten in der Woche joggt, schwimmt, Rad fährt, zügig geht oder tanzt, kann der Demenz ein Schnippchen schlagen. Sport trainiert nicht nur den Körper, sondern verbessert auch die Gehirnleistung.

Regelmäßige Muskelarbeit löst die Ausschüttung des Nervenwachstumsfaktors aus, was zur eingangs erwähnten Neuroplastizität führt. Ob auch die Ernährungsgewohnheiten der Menschen einen Einfluss auf die Demenzerkrankung haben, kann wissenschaftlich nicht belegt werden. „Durch be-

wusste Gewohnheiten haben wir sehr vieles selbst in der Hand, und es ist nie zu spät!“, mahnte Primar Wenter. Zufrieden konnte er bestätigen, dass die Anzahl der Demenzerkrankungen derzeit drastisch sinke. „Wir beobachten dieses Phänomen seit Jahren, und es zeigt uns, dass die verschie-

denen Formen der Prävention wirken“. Abschließend erinnerte Heinrich Fliri an den nächsten Infoabend der Vereinigung „Demenzfreundlicher Vinschgau“ am 25. Mai in Graun und dankte der Bibliothek für den bereitgestellten Büchertisch mit Lektüre zum Thema Demenzerkrankung. INGE

Wieder Aufbruchsstimmung im Bürgerheim

SCHANDERS - Nach der fast dreijährigen, für alle sehr schwierigen Phase der Pandemie ist nun auch wieder im Bürgerheim Nikolaus von der Flüe in Schlanders Aufbruchsstimmung zu verspüren. Deutlich gezeigt hat sich das bei der Mitarbeiter-Feier am 20. April, bei der langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geehrt und neue Arbeitskräfte, die seit Jänner 2020 im Heim mitarbeiten, vorgestellt wurden. Wie die Präsidentin Monika Wellenzohn einleitend ausführte, haben die erschwerten Arbeitsbedingungen während der Corona-Zeit, das Fehlen von Arbeitskräften, das Eingeschlossensein und weitere Umstände zwar Spuren hinterlassen, „aber jetzt können wir wieder mit Hoffnung, Zuversicht und Freude neu anpacken.“ Die Freude und Motivation des Mitarbeiterteams für die Pflege und Begleitung der Bewohnerinnen und Bewohner seien wieder neu gewachsen. Untermauert hat die Präsidentin die Aufbruchsstimmung auch mit konkreten Zahlen. So ist die Zahl der Heimgäste von nur 58 während der schwierigsten Phase wieder auf 70 angewachsen und werde in Zukunft weiter steigen. Eine markante Wende zum Posi-

tiven war im November 2022 die Rückkehr von 6 suspendierten Arbeitskräften. Zurzeit sind im Heim rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 59 davon in Teilzeit. Im Februar konnte das Tagespflegeheim, das von der Bezirksgemeinschaft geführt wird, wieder geöffnet werden. Im Mittelpunkt der Feier standen der Dank und die Wertschätzung dem gesamten Team gegenüber. Den Einsatz der Arbeitskräfte in der Küche hob

die Präsidentin ebenso hervor, wie die Mitarbeit in der Pflege und Therapie, in der Verwaltung, in der Tagesgestaltung und Animation und bei der Reinigung und Wäscherei. Auch der Einsatz der Ärzte, Freiwilligen, des Verwaltungsrates sowie des Hauswirtschafters und Hausmeisters wurde genannt. Ein besonderer Willkommensgruß galt der Pflegedienstleiterin Judith Prantl, die ihren Dienst im Jänner 2022 angetreten hat, sowie der

neuen ärztlichen Leiterin des Bürgerheims, Natalia Ivannikova, welche die Nachfolge von Hugo Daniel angetreten hat. Worte des Dankes und der Anerkennung für das gesamte BürgerheimTeam überbrachte Bürgermeister Dieter Pinggera im Namen der Gemeinde und der für das Bürgerheim zuständigen Gemeindereferentin Christine Kaaserer. Der Höhepunkt der Feier, für welche das Küchen-Team ein wunderbares und köstliches Buffet vorbereitet hatte, war die Ehrung langjähriger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Jahren 2020, 2021 und 2022 das 10-, 15-, 20-, 25- und 35-jährige Dienstjubiläum erreicht haben.

Für 35 Jahre wurden Christine Testor und Christof Tumler geehrt. Für Maria Prister aus Kastelbell war zu Beginn der Feier eine Gedenkminute eingelegt worden. Sie ist am vergangenen 15. April gestorben und wäre bei der Feier für 20-jährige Mitarbeit geehrt worden.

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Ein Blick auf das vom Küchen-Team des Bürgerheims vorbereitete Buffet. Die Präsidentin Monika Wellenzohn, der Hauswirtschafter Walter Stieger, die Pflegedienstleiterin Judith Prantl und Direktor Christof Tumler (v.l.) mit dem Großteil der geehrten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
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Links im Bild Direktor Christof Tumler, die ärztliche Leiterin Natalia Ivannikova und ihr Vorgänger Hugo Daniel; rechts die Präsidentin Monika Wellenzohn, Bürgermeister Dieter Pinggera und Vize-Präsident Harald Tappeiner.

LESERBRIEFE

Scheinverwaltung, Scheinkompetenz, Scheindemokratie

Nachdem Bozen seinen WaltherPark bekommen wird, will nun die nächste in Geldnöten steckende Gemeinde öffentliches Gut veräußern, um sich schuldenfrei zu verkaufen. Schon allein der Name des Immobilienprojektes „Plaza“ sagt viel über die Selbstüberschätzung der Gemeindeverwaltung Naturns, bei gleichzeitig schwacher sprachlicher und visionärer Kompetenz. Das Plaza soll visionär sein, ist aber mit seinen unreflektierten Ideen, die Naturns ganz sicher nicht braucht, ein Dokument des geringen Horizontes dieser Verwaltung. Zur Realisierung einer Tiefgarage sollen an die 7000 - 9000 m³ Überbauungsrecht abgegeben werden, aber kein Mensch in Naturns hatte bis vor kurzem von dieser grandiosen Idee gehört, ja nicht einmal der Gemeinderat hatte eine Ahnung, obwohl seit vielen Monaten ein Projekt in der Schublade des Bürgermeisters liegt, das nun wie aus dem Ärmel geschüttelt aufgetaucht und im Handumdrehen vom Ausschuss genehmigt wurde. Diese Vorgangsweise ist komplett abzulehnen, sie ist inkorrekt und antidemokratisch. Ein Projekt dieser Größenordnung, bei dem es um Verkauf oder Abtretung öffentlichen Eigentums geht, darf nicht ohne öffentliche Auseinandersetzung, ohne das breite Abwägen der Vor- und Nachteile, ohne die Bürgerinnen und Bürger vorher zu unterrichten, ohne den Gemeinderat zu informieren, in einer Nacht- und Nebelaktion genehmigt werden. Bemerkenswert ist auch der Umstand, dass dieses Projekt „Plaza“ schon vor etlichen Monaten von einem hiesigen Architekten anscheinend unentgeltlich erarbeitet wurde, und im Verborgenen auf den richtigen Erscheinungszeitpunkt gewartet hat. - Ein der Öffentlichkeit, also allen Bürgern und Bürgerinnen gehörender Raum, wenn auch momentan als Parkplatz genutzt,

darf nicht einmal bei dringlicher Notwendigkeit veräußert oder privatisiert werden. Es handelt sich nicht um einen Parkplatz, sondern um öffentliches Gut, um einen öffentlichen Raum. Dieser Raum kann morgen, bei einer fähigen Verwaltung, durchaus eine wirkungsvolle und nützliche Funktion für die Gemeinde übernehmen, weitab von der heutigen Verwendung. Der Bau einer Tiefgarage muss nicht abgelehnt werden, jedoch nicht an diesem Ort und um den Preis, den Bürgerinnen die Oberfläche zu enteignen. Alles öffentliche Gut, wie auch dieser Platz gehört ebenso den kommenden Generationen und ist für diese offenzuhalten, zu bewahren und darf auf keinen Fall verkauft werden.

Zum Leserbrief von Elmar Karl Müller: Aufwertung des Dorfzentrums von Naturns - Beschluss des Gemeinderates

Nachweislich unwahr ist die Behauptung von Herrn Müller, dass der Beschluss des Gemeindesrates den Rathausplatz betrifft. Wahr ist hingegen, dass es vor allem um den Parkplatz und die Rathausstraße geht. Unwahr ist, dass der Beschluss des Gemeindesrates einen Verkauf an Immobilienfirmen vorgibt. Wahr ist, dass eine Gestaltung ermöglicht wird, welche vor allem eine Tiefgarage und einen öffentlichen Park sowie eine leichte Verbauung als Abgrenzung zur Hauptstraße vorsieht. Unwahr ist, dass es bereits einen Vorentwurf gibt und die Planungen für ein konkretes Projekt weit fortgeschritten sind. Wahr ist hingegen, dass ein partizipativer Prozess eingeleitet wurde, bei dem Vorschläge von allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern gesammelt und dann in Form eines Ideenwettbewerbs

konkretisiert werden sollen. Unwahr ist, dass ein Architekt bereits einen Auftrag erhalten hat. Wahr ist, dass sich Menschen aus Überzeugung auch ehrenamtlich „umsonst“ engagieren. Unwahr ist, dass die Bevölkerung nicht hinter dem Anliegen einer Neugestaltung des Parkplatzes steht. Wahr ist hingegen, dass im Abschlussdokument bei der „Vision 2030+“ beschlossen wurde: „Die Parkplätze vor den Geschäften sind zu überdenken und zentral in einer Tiefgarage unterzubringen.“ Zudem wurde festgehalten, dass der Ausweisung von neuem Bauland die Verdichtung im Dorf vorzuziehen ist und für das organische Wachstum rund 25 neue Wohnungen pro Jahr realisiert werden sollen. Unwahr ist abschließend auch, dass man „selig“ wird, wenn man glaubt, dass der Gemeinderat von Naturns im öffentlichen Interesse handelt. Wahr ist hingegen, dass die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte aller Parteien ausschließlich zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger arbeiten. Es gibt keinen dokumentierten Gegenbeweis, geschweige denn ein anderslautendes Urteil. Diesen wichtigen legitimierten Einsatz pauschal zu diffamieren ist eine böswillige und nichthaltbare Abwertung der lokalen demokratischen Organe. - Wer in dieser unsachlichen Form argumentiert und dann auch noch der „Glaubwürdigkeit“ wegen eine Bürgerbefragung fordert, erweist der eigentlichen Idee und auch dem wichtigen Instrument der Bürgerbeteiligung wenig Wertschätzung. Durch diese Art der Desinformation wird Misstrauen erzeugt, was für jede Dorfgemeinschaft schlecht ist. Wir werden unbeeindruckt weiterhin in transparenter Form im Interesse ALLER arbeiten und konstruktiv unseren Beitrag für eine gesunde Entwicklung von Naturns leisten. Dazu laden wir alle Interessierten herzlich ein – denn wir sind gemeinsam unterwegs!

ANDREAS PIRCHER (SVP FRAKTIONSSPRECHER NATURNS), MICHAEL KAUFMANN  (SVP ORTSOBMANN NATURNS), 14.04.2023

Erinnerungen!

Wahr ist auch, dass Elmar Karl Müller ein geschätzter Naturnser Bürger ist. Ich kenne ihn als einen gewissenhaften, umsichtigen, aufgeschlossenen und sehr korrekten Präsidenten des Südtiroler Sportvereins Naturns. Ich habe mit ihm viele Jahre als Vizepräsident sehr gut zusammengearbeitet. Elmar Karl Müller hat in seiner Tätigkeit als Präsident selten „harte Worte“ gebraucht, aber immer sehr korrekt und verständnisvoll gehandelt. Wahr ist auch, dass er in seiner Amtszeit als Präsident (1993 bis 2003) beim Neubau des „Sportheimes“, Bar, Küche, Sitzungsraum, Büro, Tischtennisraum, Fitnessraum, Eingliederung und zum Teil Erneuerung der Bahnengolfanlage, Bau der Garage für Vereinsbusse, Verlegung des Fußballplatzes, Bau einer Klein-Leichtathletikanlage wesentlich beigetragen hat. Ich habe das Bedürfnis, dies auch heute öffentlich kund zu tun.

KARL BACHMANN (GEMEINDEREFERENT FÜR SPORT UND SOZIALES VON 1980 BIS 1995), NATURNS, 24.04.2023

Kinderchor aus Afrika

Der persönliche Kommentar des Redakteurs SEPP am Ende seines Artikels „Lieder und Tänze aus Afrika“ war für mich wegen seines Zynismus sehr befremdlich. Letztes Jahr war ich selbst mit einer Freundin für 2 Monate in Uganda im Werk „Vision for Africa“, wo wir uns über den im Alltag offen

INITIATIVGRUPPE GEGEN DAS PROJEKT PLAZA NATURNS, ERICH KOFLER FUCHSBERG UND 40 WEITERE UNTERZEICHNER, 23.04.2023
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Im Bild (v.l.): Karl Bachmann, Walter Weiss und Elmar Karl Müller anlässlich der Vorstellung 2002 der Jubiläumsfestschrift 50 Jahre SSV Naturns.

gelebten Glauben überzeugen konnten. Innerhalb der Anlage mit Kinderheimen, Schulen, Werkstätten, Großküche und vielem mehr erlebten wir nahezu paradiesische Verhältnisse: es herrschten ein wohltuender Frieden, Freude, Freundlichkeit, aufgebaut auf dem Fundament der christlichen Lehre, die wir in der Zeit des hiesigen „Lockdowns“ sehr genossen. Hier werden Kinder aus ärmsten Umständen mit Alkohol, Drogen, Prostitution, Gewalt und Hunger herausgeholt und erfahren in geschütztem Rahmen erstmals, was es bedeutet, mit Nahrung, Kleidung, Zuwendung und Bildung versorgt zu werden. Und Teil eines solchen Chores sein zu dürfen, bedeutet, dieser Freude in Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen und den vielen Paten

und Unterstützern zeigen zu können, wofür diese ihr Geld spenden. Vielleicht kann sich mancher in unserer übersättigten Konsumgesellschaft nicht vorstellen, was eine solche Reise für einen Höhepunkt und eine große Chance für diese Kinder bedeutet, die sonst niemals aus Uganda heraus kämen. Worte wie „Drill“ und „müssen“ finde ich da völlig unangebracht und verletzend, wie auch den letzten Satz: „Und dann kommen wir alle in den Himmel“. Vielleicht besuchen Sie, SEPP, ja selbst einmal ganz unvoreingenommen dieses Missionswerk und dieses wunderschöne Land am Äquator, um zu sehen, zu erfahren?

Windkraft im See?

Bezugnehmend auf die Titelgeschichte im der Vinschger Nr. 07 vom 13.04.2023 habe ich folgende Idee, über die man nachdenken könnte: Was wäre, wenn man in den Reschensee Windräder stellen würde? Wind gäbe es von beiden Seiten, sie wären dem Verkehr auf der Straße nicht im Weg und die Sicht auf den Ortler wäre auch nicht übermäßig eingeschränkt. Auch für den Wasserverkehr sehe ich keine unüberwindbaren Schwierigkeiten. Von bewohntem Gebiet wären sie auch genügend weit entfernt und die Montage und Wartung wären im zeitigen Frühjahr kein Problem, weil der See eh fast leer ist und die Anlagen leicht erreichbar wären. Probleme

Rückschlag für „Ortler Ronda“

SULDEN - Für enttäuschte Gesichter bei der Seilbahnen Sulden GmbH, der Tourismusbranche und bei der Gemeinde Stilfs sorgte das Urteil des Staatsrates vom vergangenen 18. April, mit dem das seit Jahren geplante Skikarussell „Ortler Ronda“ einen herben Rückschlag erlitt. Der Staatsrat hat das Urteil des Bozner Verwaltungsgerichtes von 2020 zugunsten des Projektes annulliert, den Erstrekurs verschiedener Umweltverbände an das Verwaltungsgericht aus dem Jahr 2018 angenommen und den Landesregierungsbeschluss Nr. 106 von 2018, mit dem die „Ortler Ronda“ genehmigt worden war, aufgehoben. Die Kernaussage des Staatsratsurteils sieht Rechtsanwalt Rudi Benedikter, der die Umweltverbände (Alpenverein Südtirol, Dachverband für Natur- und Umweltschutz und weitere) zusammen mit der Rechtsanwältin Paola Brambilla vertritt, darin, dass keine „Strategische Umweltprüfung“ durchgeführt worden sei, wie sie eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2001 obligatorisch vorschreibe. Laut Benedikter habe das Projekt „alle ökologischen Schutznormen des

doppelt und dreifach geschützten Ökosystems Nationalpark StilfserJoch verletzt.“ Die Projekt-Betreiber hätten sich auch über den Landesskipistenplan hinweggesetzt.

„Zum Glück für den Nationalpark, die hochalpine Umwelt und das Klima wurde diesem Projekt nun ein Riegel vorgeschoben“, so Benedikter, der von einer „exemplarisches Entscheidung des Höchstgerichtes“ spricht. Von einem „guten Tag für den Naturschutz“ ist auch in einer gemeinsamen Presseaussendung von Mountain Wilderness und dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz die Rede. Der Staatsrat habe das Projekt „Ortler Ronda“ vorerst gestoppt. An die Landesregierung

sehe ich hingegen bei den Volksvertretern, wobei diejenigen, die ab Herbst in unserem Land die Fäden ziehen wollen, die Möglichkeit hätten, im Sinne der Nachhaltigkeit, auch goldene Kühe zu schlachten. Auch einige Tourismustreibende, Umweltund Naturschützer müssten, wahrscheinlich, erst über ihren Schatten springen, um solche windigen Ideen zuzulassen. Sicher, bei der derzeit geltenden Gesetzeslage und bei den nicht ganz klaren Zuständigkeiten, wäre so etwas schwer umsetzbar, aber über innovative Energieerzeugungsanlagen wird man ja nachdenken dürfen.

geht die Forderung, „angesichts des galoppierenden Klimawandels und des rasanten Artensterbens das Projekt endgültig ad acta zu legen.“ Die Errichtung der neuen Seilbahn zum Hintergratkopf und der Bau einer neuen Skipiste hätten die Moräne unter der Hintergratspitze unwiederbringlich zerstört. Als Feigenblatt für diesen massiven Eingriff habe der Politik die Idee eines verkehrsberuhigten Suldens gedient. Die Landesregierung habe im Herbst den neuen Entwurf des Nationalparkplans und der Nationalparkordnung vorgelegt. In den Durchführungsbestimmungen heißt es:

„Bei nachgewiesenem sozialen und wirtschaftlichen Nutzen sind

neue Aufstiegsanlagen für neue zulässige Skipisten erlaubt, sofern sie in einer angemessenen gebietsstrategischen Planung enthalten sind“. Die Natur- und Klimaschutzvereine fordern nun erneut, diesen Passus zu streichen. Um ihre Sicht der Dinge darzulegen und die weitere Vorgangsweise vorzustellen, hat die Seilbahnen Sulden GmbH für den 24. April (nach Redaktionsschluss) eine Pressekonferenz in Prad im Beisein des Bürgermeisters der Gemeinde Stilfs, Franz Heinisch, anberaumt. In Sulden wartet man schon lange auf den Bau der Hintergratbahn, mit der die „Ortler Ronda“ vervollständigt werden soll. Auf die Umsetzung des Projektes war u.a. auch bei einem Informations- und Diskussionsabend mit Landeshauptmann Arno Kompatscher im Sommer 2022 in Sulden gedrängt worden. Die Pendelbahn sollte von der Bergstation des 2er-Sessellifts Langenstein zum Hintergratkopf fahren. Von dort soll die neue Piste „Gran Zebrù“ zur Mittelstation der Seilbahnverbindung Sulden-Schaubachhütte führen.

ISOLDE VILL, MARGARETH ZWICK, APRIL 2023 NORBERT KOFLER, APRIL 2023, PRAD AM STILFSERJOCH
SEPP
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Das Projekt „Ortler Ronda“ sieht u.a. den Bau einer Pendelbahn von der Bergstation des 2er-Sessellifts Langenstein zum Hintergratkopf vor.

„Fleißige und eigenständige Sektion“

SULDEN - Im Zeichen des Dankes an die 44 Freiwilligen, die 22 Mitglieder der Jugendgruppe, die 8 Jugendbetreuer, die 5 Angestellten, die 6 ehrenamtlichen Führungskräfte, die Patin Christine Dosser und an die Mitglieder stand die Jahreshauptversammlung der Sektion Sulden des Weißen Kreuzes, die am 22. April im Zivilschutzgebäude in Sulden stattgefunden hat. Was das Weiße Kreuz Sulden unter der Führung von Sektionsleiter Franz Heinisch und von Dienstleiter Fabian Paulmichl im Vorjahr geleistet hat, ging aus den Daten und Statistiken hervor. Die Zahl der Einsätze stieg von

204 im Jahr 2021 (Corona-Zeit) auf 391 im Jahr 2022. Insgesamt wurden 1.212 Transporte durchgeführt, wobei fast 74.000 Kilometer zurückgelegt wurden. Die Zahl der geleisteten Gesamtstunden (Einsätze und Krankentransporte) belief sich auf über 14.600. Gottlieb Oberprantacher vom WK-Landesvorstand zeigte sich von der Einsatzstatistik und den vielen anderweitigen Tätigkeiten der Sektion Sulden und seiner Jugendgruppe unter der Leitung von Anna Reinstadler beeindruckt. „Das Weiße Kreuz Sulden ist eine fleißige und eigenständige Sektion“, sagte Oberprantacher,

der seinerseits mit durchaus positiven Entwicklungen des Weißen Kreuzes auf Landesebene aufwarten konnte. Landesweit gab es im Vorjahr 3.808 aktive Freiwillige, die 947.790 freiwillige Arbeitsstunden leisteten. Worte des Dankes für die gute Zusammenarbeit und der Wertschätzung für den unverzichtbaren Dienst, den das Team des Weißen Kreuzes Sulden das ganze Jahr über zu jeder Tages- und Nachtzeit für die Bevölkerung und die Gäste erbringt, überbrachten der Vizebürgermeister Armin Angerer, der Gemeindearzt Georg Valentin Hofer, Klaus Reinstadler

Temporäre Denkstatt am Damml

im Namen der Bergrettung und der Fraktion Sulden sowie der Feuerwehrkommandant Oliver Mattivi. Georg Valentin Hofer gab zu Bedenken, dass der Anspruch an die Rettungshelfer zunehmend steige und die Leute, sprich die zu Rettenden vermehrt fordernder werden. Die professionelle Distanz im Umgang mit den Leuten werde daher zu einer besonderen Herausforderung der Zukunft. Konfliktsituationen seien nach Möglichkeit flach zu halten. Im Anschluss an die Versammlung lud Franz Heinisch zu einem Abendessen in das Hotel „Post“ ein. SEPP

SCHLANDERS - Noch bis zum 1. Mai bleibt die „Temporäre Denkstatt am Damml“ gegenüber der Spitalkirche in Schlanders geöffnet. Zu hören sind Vogelstimmen „aus den Bäumen, die NOCH auf dem Kasernenareal stehen.“ Die „Denkstatt“ ist eine Initiative von Thomas Strobl aus Schlanders, Oberschullehrer in Mals. Die Powerpoint-Präsentation, die in den Vitrinen zu sehen ist, wirft Fragen auf („Sind wir im Kriegszustand mit der Natur?“), lädt

zum Nachdenken, Aufwachen und Handeln auf. „Die Schlanderser Gemeindeverwaltung hält nach wie vor an ihrem Plan fest, den gesamten Baumbestand und die leerstehenden Gebäude des Kasernenareals für Neubauten zu eliminieren“, heißt es auf einem der Slides. Die Betrachterinnen und Betrachter werden u.a. gefragt, ob sie der Gemeindeverwaltung mitteilen möchten, „dass es Stumpfsinn, Unsinn und Wahnsinn ist, im Jahr 2023 einen

gewachsenen Baumbestand zu vernichten und eine Oase des Wohlbefindens und der Schönheit im Ortsbereich zu zerstören“ und „dass es Stumpfsinn, Unsinn und Wahnsinn ist, im Jahr 2023 einen adaptierten Gebäudebestand mit selten gewordenen Qualitäten für die Errichtung neuer Wohnschachteln abzureißen.“ Es wird dazu aufgerufen, die Mitteilungen über E-Mail an den Bürgermeister Dieter Pinggera, den Gemeindesekretär Georg

Sagmeister und die Ausschussmitglieder Monika Wielander und Thomas Oberegelsbacher zu schicken. Und auch Thomas Strobl wäre froh über Post (tom651204@gmail.com): „Wenn du möchtest, schreib mir, dass du ein Mail zur Meinungsbildung an die Gemeindeverwaltung geschickt hast“. Unter den Einsendenden werden 50 Exemplare der Essaysammlung „Bäume vernichten kann jeder Narr“ von John Muir verlost. SEPP

Auch etliche Mitglieder der 22-köpfigen Jugendgruppe der Sektion Sulden des Weißen Kreuzes sind zur Jahreshauptversammlung gekommen; mit der Statistik zum Jahr 2022 wartete das Ausschussmitglied Katherina Horrer (im Bildvordergrund links) auf. Im Bild (v.l.): Die Ausschussmitglieder Matthias Abler, Sarah Crazzolara und Hubert Horrer, Sektionsleiter Franz Heinisch, Gottlieb Oberprantacher (WK-Landesvorstand), Ausschussmitglied Jakob Hofer, Dienstleiter Fabian Paulmichl und Vizebürgermeister Armin Angerer.
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Über 300 Kilogramm Unrat gesammelt

NATURNS - In Naturns hat kürzlich wieder die große Müllsammelaktion stattgefunden. Über 50 Personen säuberten Grün- und Waldflächen im Dorf und im unmittelbaren Umkreis. Bei der „Generalreinigung“ stieß man auf Müll, den wenig gewissenhafte Mitbürgerinnen und Mitbürger oder auch Gäste hinterlassen hatten. Mitgetragen bzw. unterstützt wurde die Aktion u.a. von den Pfadfindern, den Feuerwehren, dem Heimatpflegeverein, dem AVS, dem ELKI und dem VKE, dem Fischerverein Seeforelle und der Firma Ivoclar. Die über 50 Personen waren in Kleingruppen unterwegs und sammelten unter der Regie von Umweltreferent Florian Gruber über 300 Kilogramm Unrat. Bürgermeister Zeno Christanell freute sich, „dass auch in diesem Jahr so viele die Aktion unterstützt und dadurch ihren Beitrag für ein sauberes Dorf geleistet haben.“ Er bedankte sich bei allen Beteiligten und rief dazu auf, „noch mehr auf den öffentlichen Raum zu schauen und keinen Müll unbedacht zu ent-

sorgen.“ Insgesamt funktioniert die öffentliche Müllsammlung in der Gemeinde sehr gut. Die Restmüllmenge 2022 (schwarze Tonnen) belief sich auf 915,5 Tonnen, die Gartenabfälle (grüne Tonnen) auf 330,5 Tonnen und die Küchenabfälle (braune Eimer) auf 54,5 Tonnen. Beachtlich sind die Wertstoff-Mengen, die von der Bevölkerung zur Wiederverwertung zum Recyclinghof gebracht wurden: 150,7 Tonnen Karton, 120 Tonnen

Papier, 23 Tonnen Kunststoff, 22 Tonnen Metall, 299 Tonnen Glas und 32 Tonnen Altkleider. Über die mobile Schadstoffsammlung wurden 2022 weitere 35,7 Tonnen abgegeben. Im öffentlichen Raum sorgt der Gemeindebauhof dafür, dass alles aufgeräumt und sauber bleibt. Viele öffentliche Mülleimer und auch Hundetoiletten stehen im Gemeindegebiet zur Verfügung. Trotzdem wird immer wieder Müll auf öffentlichen und

privaten Grünflächen illegal entsorgt. Die Ortspolizei führte in den vergangenen Monaten mehrere Fahndungen durch. Neben größeren Vergehen gibt es zahlreiche kleine. „Vor allem Zigarettenstummel oder auch volle Säckchen mit Hundekot werden oft unbedacht weggeschmissen oder irgendwo liegen gelassen. Das ist respektlos, jeder ist dafür verantwortlich, seinen Müll zu entsorgen“, sagt Florian Gruber. RED

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Viele Naturnserinnen und Naturnser halfen bei der Müllsammelaktion mit, darunter auch Umweltreferent Florian Gruber und Bürgermeister Zeno Christanell mit seinem Sohn.

Vinschgau drängt auf Ausbau Meran-Bozen

SCHLANDERS - Wird die Eisenbahnlinie Meran-Bozen in eine zweigleisige Schnellverbindung umgewandelt, so hat das auch positive Auswirkungen auf die Benutzer der Vinschger Bahn. „Aus der Sicht des Vinschgaus wäre der zweigleisige Ausbau ein Quantensprung, denn es gäbe dann ab Meran Schnellzüge nach Bozen mit einer Zeiteinsparung von rund 20 Minuten“, sagte Bezirkspräsident Dieter Pinggera bei der Bezirksratssitzung am 20. April. Einhellig sprachen sich die anwesenden Bezirksräte dafür aus, auf den Ausbau der Linie Meran-Bozen zu drängen und dies auch öffentlich kundzutun. Bewusst nicht einlassen will sich der Bezirk allerdings in die Diskussion rund die Trassenführung bzw. die Begradigung bestimmter Abschnitte zwischen Terlan und Bozen. Das Bezirksratsmitglied Joachim Weiss hatte zu Bedenken gegeben, dass aufgrund der Verlegung von Bahnhöfen im Etschtal rund 60 Hektar an landwirtschaftlichen Flächen verloren gehen würden, „obwohl damit die Fahrzeit nur um 4 Minuten reduziert wird.“ Für den Vinschgau ist es laut Pinggera wichtig, dass ein zweigleisiger Ausbau möglichst rasch erfolgt und dass auf der Linie Meran-Bozen ein Viertelstundentakt eingeführt wird. Was die Trassenführung betrifft, werde sich der Bezirk nicht einmischen, sondern lediglich eine möglichst grund- und umweltschonende Variante empfehlen. Gustav Tappeiner, Bürgermeister von Kastelbell-Tschars, meinte, dass es sich sicher um ein „Opfer“ handle, „aber es muss gerechtfertigt sein.“

Auch sein Malser Amtskollege Josef Turner, die Bürgermeisterinnen von Taufers im Münstertal und Laas, Roselinde Gunsch und Verena Tröger, der Marteller Bürgermeister Georg Altstätter, sein Prader Amtskollege Rafael

Alber und weitere Bezirksratsmitglieder hoben die Bedeutung des zweigleisigen Ausbaus MeranBozen für den Vinschgau hervor. Ebenso wichtig sei der Bau eines dritten Gleises zur Einfahrt am Bozner Bahnhof (Tunnel unter dem Virgl), damit eine von der Brennerlinie unabhängige Einfahrt der Züge, die von Meran kommen, gewährleistet werden kann.

„Es braucht mehr Schwung“

Für mehr Schwung bei den Bahnprojekten insgesamt sprach sich Josef Thurner aus. Die Bauarbeiten in den Tunnels Töll und Josefsberg gehen laut dem Bezirkspräsidenten zwar voran, aber es werde noch einige Monate dauern, bis der Abschnitt Töll-Meran wieder geöffnet und der Schienenersatzdienst, der

mit vielen Unannehmlichkeiten verbunden ist, speziell aufgrund des jetzt wieder steigenden Verkehrsaufkommens auf der Straße, eingestellt werden kann. Bei einem Ortsaugenschein in den Bahntunnels sei als Traumziel für die Fertigstellung der Arbeiten der Schulbeginn 2023 genannt worden. Es könnte aber auch sein, dass bis Oktober, November oder noch später gearbeitet werden muss, denn in einem der Tunnels gestalten sich die Arbeiten wegen der geologischen Beschaffenheit des Gesteins schwierig. Anfang Mai sollen übrigens die Arbeiten für die neu zu errichtende Oberleitung beginnen, die für die Elektrifizierung der Bahnlinie notwendig sind. Mehr als 1.500 Masten sind von Meran bis Mals aufzustellen. Über einen längeren Zeitraum wird daher jeweils am Samstag, am Sonntag und an Fei-

ertagen die gesamte Strecke für den Bahnverkehr gesperrt (Infos dazu: www.suedtirolmobil.info).

Ja zu Vereinbarung für Ortspolizeidienst

Einstimmig genehmigt hat der Bezirksrat die Vereinbarung bezüglich der gemeinsamen Ausübung des Ortspolizeidienstes in den 13 Vinschger Gemeinden sowie in den Gemeinden Naturns und Plaus. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2032 und bildet die Grundlage für einen jährlichen Landesbeitrag in Höhe von rund 250.000 Euro für die gemeinsame Ausübung des Dienstes. Die meisten Gemeinderäte hatten der Vereinbarung bereits vor der Bezirksratssitzung zugestimmt, andere nachher, so etwa der Gemeinderat von Schluderns, der die Vereinbarung am 21. April einstimmig genehmigt hat. In manchen Gemeinderäten, vor allem in Laas, Prad und Kastelbell-Tschars, hatte es zum Teil angeregte Diskussionen gegeben. Mitte Mai wird sich eine große Kommission (Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Sekretärinnen und Sekretäre sowie Ortspolizisten) mit den Dienststunden-Kontingenten und weiteren Details des gemeinsamen Ortspolizeidienstes befassen. SEPP

„Das wäre ein Quantensprung für die Nutzer der Vinschger Bahn und den Bahnverkehr insgesamt.“
Aufgrund der Sperre des Abschnittes Töll-Meran verkehrt die Vinschger Bahn schon seit längerer Zeit nur talintern zwischen Mals und der Töll.
16 DER VINSCHGER 08/23 VINSCHGER GESELLSCHAFT
Der Rat der Bezirksgemeinschaft Vinschgau drängt auf einen möglichst raschen, zweigleisigen Ausbau der Eisenbahnlinie Meran-Bozen.

Zweiter Südtiroler Specktag

Nach dem großen Erfolg der Premiere im vergangenen Jahr findet der Specktag dieses Jahr am Sonntag, 7. Mai 2023 statt.

NATURNS - Besucherinnen und Besucher erwartet am Rathausplatz in Naturns von 10 bis 18 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit Genussmarkt, Showcooking, Kinderprogramm und Live-Musik. Am Vormittag sorgt die Musikkapelle Naturns für musikalische Unterhaltung. Um 11.15 Uhr erfolgt der feierliche Auftakt mit der offiziellen Eröffnung, moderiert von Silvia Fontanive gemeinsam mit Tochter Stella. Thomas Ortler vom Restaurant Flurin bietet anschließend ein spannendes Showcooking mit Südtiroler Speck g.g.A. Mittags und nachmittags runden Simon Rabanser und das Sextett Pamstiddn Kings die Veranstaltung musikalisch ab. Die Hauptrolle spielt der Südtiroler Speck g.g.A., innovativ zubereitet

vom Koch Martin Fritz. Auf dem Genussmarkt haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, kulinarische Kreationen rund um den Südtiroler Speck g.g.A. an verschiedenen Ständen mit Südtiroler Käse, Südtiroler Brot, Südtiroler Wein, ätherischen Ölen und vieles mehr zu verkosten.

Mit der geschützten geografischen Angabe „Südtiroler Speck g.g.A.“ wird nur jener Speck ausgezeichnet, der nach traditioneller Methode hergestellt wird. Der Speck wird mild gewürzt, leicht geräuchert und reift an frischer Bergluft. Sein einzigartiger Geschmack macht den Südtiroler Speck g.g.A. zu einem der

typischsten Qualitätsprodukte aus Südtirol.

Naturns im Vinschgau ist für sein ganz besonderes Klima bekannt, für seine Burgen und Schlösser wie die St. Prokulus Kirche oder Schloss Juval. In der ursprünglichen Natur des Vinschgaus lassen sich abwechslungsreiche Wander- oder Bikeausflüge unternehmen. Der Specktag wird von der Tourismusgenossenschaft Naturns und dem Südtiroler Speck Konsortium organisiert und von den lokalen Vereinen Musikkapelle, Bauernjungend und Krampusverein Naturns unterstützt. Er findet bei jeder Witterung statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Informationen: www.speck.it/ suedtiroler-specktag-naturns/

DER VINSCHGER 08/23 17 PR-INFO
Südtiroler Specktag Naturns Rathausplatz, 07.05.2023, 10–18 Uhr ww w.speck.it ww w.naturns.it

„Gott sei Dank sind die Berge noch analog“

Gut besuchter Vortragsabend mit Peter Habeler in Reschen. „Zehre heute noch von meiner Kindheit.“

RESCHEN - Wie alt oder jung er ist, hat für ihn keine Bedeutung. Er ist mit allen per Du, lässt den Humor nie außen vor und ist immer auf dem Boden geblieben. Seine Begeisterung für die Berge und die Natur ist ungebrochen und von seiner Kindheit zehrt er bis heute. „Gott sei Dank sind die Berge noch analog und haben nichts mit Künstlerischer Intelligenz zu tun“, sagte der Extrembergsteiger und Bergführer Peter Habeler aus dem Zillertal, als er am 12. April vor rund 200 Personen aus nah und fern im Vereinshaus in Reschen besondere Geschichten und Erlebnisse aus seinem Leben erzählte. Die Idee, Peter Habeler nach Reschen einzuladen, war von Armin Plangger, dem Leiter der CNSAS-Bergrettungsstelle Melag-Langtaufers ausgegangen. Organisiert wurde der Abend gemeinsam mit der CNSAS-Bergrettungsstelle Reschen und dem Tourismusverein Reschenpass.

„Es kann dich wegputzen“

Auf einfache, ehrliche, unverblümte und bodenständige Art ließ der 80-jährige Zillertaler das Publikum an „Berg-Geschichten“ teilhaben, „bei denen ich Gott sei Dank immer unbeschadet blieb.“ Er habe oft „Schwein gehabt“. Natürlich kann es passieren, „dass es dich einmal wegputzt.“ Trotz allen Könnens und aller Erfahrung

sei es in der Natur und speziell in den Bergen auch gefährlich.

„Man muss die Natur spüren und sich von der Schönheit und Ruhe der Berge begeistern lassen. Viel Verständnis für die Natur geht verloren“, sagte Peter Habeler. Nicht zu fassen sei, „was heute am Mount Everest los ist. “ Er bezog sich auf die Menschenschlagen, die im Stau stehen, um auf den höchsten Gipfel der Erde (8.848 Meter) zu gelangen. Als er den Mount Everest 1978 zusammen mit Reinhold Messner erstmals ohne zusätzlichen Sauerstoff bestieg, „waren wir unter dem Gipfel allein.“ Die „Geburtsstunde“ für die Everest-Erstbesteigung ohne Sauerstoff reicht laut Habeler auf das Jahr 1975 zurück, als er in einer Zweierseilschaft mit Reinhold Messner den Hidden Peak (8.068

m) ohne zusätzlichen Sauerstoff bestieg. Es war dies die erste Besteigung eines Achttausenders im Alpinstil. „Reinhold war der Beste. Er hat einfach gedacht, aus dem Stegreif entschieden, nur das Notwendigste mitgenommen und nicht lange geredet: „Mit Reinhold brauchte man nicht reden. Es war unglaublich. Ich wusste: wenn er vorausgeht, fliegt er nicht herunter. Wer vorausging, gab die Richtung vor. Es gab keine Diskussionen über links oder rechts.“

„Scheitern gibt es nicht“

Nie anfreunden konnte sich Peter Habeler mit dem Begriff des Scheiterns: „Scheitern gibt es nicht. Wenn ich es nicht bis auf einen Gipfel schaffe, drehe ich einfach um. Umkehren heißt

nicht Scheitern.“ Bis auf den heutigen Tag dankbar ist Peter Habeler dafür, dass ihm seine Mutter den Humor mit auf den Weg gegeben hat und dass ihn die Bergführer im Zillertal schon sehr früh unter ihre Fittiche genommen haben. „Ich habe den Beruf des Bergführers von der Pike auf gelernt. Die Bergführer brachten mir bei, immer achtsam zu sein und immer zu schauen, was um mich herum passiert.“

Peter Habeler, geboren am 22. Juli 1942 in Mayrhofen, wurde bereits 1965 Bergführer. Von 1972 bis 1979 war er Ausbildungsreferent im Verband Österreichischer Berg- und Skiführer. In Reschen erzählte er u.a. auch, wie er 1975 mit der italienischen Kletterin Tiziana Weiss die Mauk Westwand im Kaisergebirge bestieg und dabei einen rund 50 Meter langen Sturz überlebte. Auch diese Erzählung war mit Humor bespickt: „Humor braucht es immer, auch in verkorksten Situationen.“ Insgesamt hat Peter Habeler nicht nur 5 Achttausender bestiegen, sondern noch mit vielen weiteren Extremleistungen auf Bergen und in Wänden weltweit aufhorchen lassen. So gelangen ihm unter anderem spektakuläre Erstbegehungen in den amerikanischen Rocky Mountains. Peter Habeler war der erste Europäer an den Big Walls im Yosemite-Nationalpark in Kalifornien (USA) und kletterte als zwölfte Seilschaft, gemeinsam mit Doug Scott, die Route Salathé Wall in der El-Capitan-Südwestwand, die damals eine der schwersten Mehrseillängentouren der Welt war.

Zum 75. die Eiger-Nordwand

Dass er nicht mehr der Jüngste ist, stört den Zillertaler überhaupt nicht: „Natürlich ist man mit 80 etwas langsamer, aber die Freude und Begeisterung

Reinhold Messner und Peter Habeler 44 Jahre nach der erstmaligen Besteigung des Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff. Im Bild (v.l.): Gerald Burger (Geschäftsführer Ferienregion Reschenpass), Peter Habeler und Armin Plangger, Leiter der CNSAS-Bergrettungsstelle Melag-Langtaufers.
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Rund 200 Personen aus nah und fern sind zum Vortragsabend mit Peter Habeler in das Vereinshaus von Reschen gekommen.

am Klettern und Bergsteigen sind bei mir immer noch voll da.“ Kurz vor seinem 75. Geburtstag hat er übrigens gemeinsam mit David Lama die Eiger-Nordwand durchstiegen. Er war mit 74 Jahren der bis dahin Älteste, dem das gelang. Der österreichische Sportkletterer und Alpinist David

Lama, der weltweit als Ausnahmetalent galt, ist am 16. April 2019 im Banff-Nationalpark in Kanada zusammen mit Hansjörg Auer und Jess Roskelley bei einem Lawinenabgang gestorben. Neben David Lama fielen beim Vortrag noch viele weitere Namen von Bergsteigern, mit denen

Peter Habeler unterwegs war und die nicht mehr leben. Viele davon sind in den Bergen verunglückt. Solo ist Peter Habeler oft geklettert, Free-Solo aber nie: „Wenn du beim Free-Solo fällst, dann bist du ‚hin’“. Zum 80. Geburtstag hat Peter Habeler übrigens zusammen mit Nirmal Purja

Pizza-Buffet zum Abschluss

MALS - Einen besonderen Kochkurs für Jugendliche mit Behinderung hat kürzlich Anna Maria Jörg organisiert. An insgesamt 4 Nachmittagen traf sich die begeisterte Gruppe in der Lehrküche des Oberschulzentrums Mals, um mit dem diplomierten Diätkoch Karlheinz Zerz aus Taufers im Münstertal jeweils verschiedene Gerichte vorzubereiten, zu kochen und abschließend auch gemeinsam zu essen. Die Palette reichte von Fritattensuppe und Rindertafelspitz über Spargelrisotto und Truthahn-Piccata bis zu einem abschließenden Pizza-Buffet mit unterschiedlichsten Pizzas.

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Karlheinz hatte für alle Nachmittage einfache Rezepthefte mit Angaben über die Zutaten, die Zubereitung und das Kochen der

Menüs vorbereitet. „So können die Kursteilnehmenden die Gerichte auch zu Hause nachkochen“, sagte der Diätkoch, der beruflich

den Ex-Formel 1-Fahrer Mark Webber auf den Großglockner geführt. Der Nepalese Nirmal Purja (auch als Nims bekannt) hat 2019 alle 14 Achttausender erklommen, und zwar im Zeitraum vom 23. April bis zum 29. Oktober unter Verwendung von Flaschensauerstoff. SEPP

im „Center da sandà“ in Sta. Maria arbeitet, dem der Vinschger. Dass es der Gruppe Spaß machte, gemeinsam zu kochen, Neues zu lernen und auch stärker zusammenzuwachsen, zeigte sich an allen Nachmittagen. Zum abschließenden Verschmaus der köstlichen Pizzas wurden auch Familienmitglieder und Freunde eingeladen. Die TeilnehmerGruppe freut sich bereits auf eine weitere Auflage. Ein besonderer Dank wurde dem Direktor des OSZ Mals, Werner Oberthaler, ausgesprochen, der die Lehrküche für diese nette Initiative zur Verfügung gestellt hatte. SEPP

Vinschgau: Mit der Aktion „do leb i, do kaf i“ die Orte beleben

hds: „Lokale Betriebe sorgen für attraktive Dörfer und Städte!“

Der Bezirk Vinschgau des Wirtschaftsverbandes hds setzt immer wieder Akzente, wenn es darum geht, mit einer Reihe von Initiativen den lokalen Einzelhandel, aber auch die Gastronomie und die Dienstleistungen zu stärken, die Bevölkerung zum Einkaufen und Konsumieren vor Ort einzuladen und dafür zu sensibilisieren.

„Seit mittlerweile vier Jahren organisieren wir die Aktion ‚do leb i, do kaf i‘ – gekoppelt mit einem großen Gewinnspiel für die Kunden. 105 lokale Betriebe von Reschen bis Kastelbell/Tschars und aller Sparten des Handels nehmen daran teil. Sie sind die Botschafter der Aktion und der Lebensqualität in unseren Orten. Sie sorgen für lebendige Dörfer und schaffen Arbeitsplätze vor Ort!“, so der Bezirksausschuss des hds.

Der Bezirksausschuss des Wirtschaftsverbandes hds im Vinschgau (v.l.): Dietmar Spechtenhauser, Karin Gluderer, Liese Lotte Nielsen, Elke Weissenegger, Martin Psenner, Claudia Leoni, Gabi Gufler und Doris Gstrein.

Das Gewinnspiel findet vom 2. bis 20. Mai 2023 statt. Als Hauptpreis winkt ein Einkauf-Genuss Bon Vinschgau im Wert von 2000 Euro. Weitere Preise sind 13 Gutscheine zu jeweils 200 Euro. Mit diesen

Preisen möchte der hds regionale Kreisläufe unterstützen und die Wertschöpfung im Tal behalten.

Die Gewinncoupons sind in den teilnehmenden Betrieben erhältlich und können auch dort wieder abgeben werden. Alle Informationen zum Gewinnspiel und alle Betriebe sind online unter www.hds-bz.it/dolebi abrufbar.

„Besonders in der aktuellen Situation sehen wir diese Kampagne als wichtige Unterstützung zur Stärkung der regionalen Kreisläufe und zum Erhalt der Nahversorgung im Vinschgau“, betont abschließend der hds-Bezirksausschuss.

Die Preisverleihung findet am 10. Juni 2023, um 10 Uhr, im Rathauscafé in Latsch statt.

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Gruppenfoto im Anschluss an das Belegen der Pizzas (v.l.): Elmar, Joachim, Karla, Annika, Paula, Anna Maria, Felix, Nadia, Florian und Karlheinz; Lisa Maria fehlt im Bild.
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Großes Gewinnspiel - - - - - - - - - -Grandegioco a premi 02. – 20.05.23 hier abtrennen / staccare qui
perché mi è familiare.
familär isch.
economy
Lahner: Emma, Anna, Barbara und Armin

„Das Wasser steht uns bis zum Hals“

Düstere Klima-Szenarien in Plaus. Aber auch Hoffnung und Chancen.

PLAUS - „Anregungen und Ideen für die Energiewende bei Dir zu Haus“: So lautete das Motto der Energy Days 2023 in Plaus, organisiert vom lokalen Bildungsausschuss. Thomas Egger, der Präsident des Klima Clubs Südtirol, referierte über den Klimawandel, erneuerbare Energien und Energieeinsparung. Er zeichnete ein düsteres Bild. „Das Wasser steht uns bis zum Hals“, brachte er es auf den Punkt. Es sehe derzeit nicht danach aus, als könne man das 1,5-Grad-Ziel erreichen. Zur Erinnerung: Dabei handelt es sich um das Ziel, den menschengemachten globalen Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, gerechnet vom Beginn der Industrialisierung bis zum Jahr 2100. Auch wenn dieses Ziel noch erreicht werde, dürften schwierige Zeiten auf die Menschheit zukommen. Verstärkte Trockenheit, mehr Waldbrände auch in Südtirol, Konflikte um die Ressource Wasser, vermehrt Flüchtlingsbewegungen. Teile der Erde werden nicht mehr bewohnbar sein.

Sollte das Ziel nicht erreicht werden und es einen Anstieg auf 2 bis 3 Grad oder mehr geben, dann drohe die Klima-Apokalypse. „Wenn wir entgegensteuern, können wir vielleicht noch das Schlimmste verhindern. Aber es wird so oder so schlimm, insbesondere für unsere Nachfolgegenerationen. Unsere Kinder werden sagen: ‚Was habt ihr uns hier nur für einen Schlamassel hinterlassen?‘“. Egger betonte auch: „Die Situation, in der wir uns befinden, ist kein Zufall oder höhere Gewalt. Energiekrise, Energieknappheit, fast vollständige Energieabhängigkeit und enorme Preissteigerungen sind das Ergebnis völlig verfehlter Energiepolitik der letzten 20 bis 30 Jahre“. Die Politik habe wider besseren Wissens bewusst auf fossile Energieträger gesetzt.

Radinfrastruktur

„bis ins letzte Dorf“

Was Südtirol betreffe seien laut einer EURAC-Studie von 2018 44 Prozent der KohlendioxidEmissionen auf den Verkehr zurückzuführen, 36 Prozent auf die Erzeugung von Wärmeenergie, 18 Prozent auf die Landwirtschaft, 2 Prozent Sonstiges. Einflussmöglichkeiten gebe es auch in Südtirol durchaus. Man müsse unbedingt weg von den fossilen Energieträgern. Was den Verkehr betreffe könne man nicht direkt beeinflussen, dass alle auf E-Autos umsteigen. Hier gelte es den Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes und die Radmobilität voranzutreiben.

„Ein massiver Ausbau der Radinfrastruktur bis ins letzte Dorf ist nötig“, forderte Egger. Das Ziel der Landesregierung, bis 2040 klimaneutral zu sein, sei löblich. Aber: Hier gebe es noch einiges zu tun. „80.000 fossile Heizanlagen müssen innerhalb von 17 Jahren ersetzt werden. Einige große Fernheizwerke, die derzeit noch Gas verwenden, müssen innerhalb 17 Jahren umgerüstet werden“, so Egger. Man müsse auf einen massiven Ausbau von Wärmepumpen setzen. Das größte Ausbaupotenzial habe Südtirol aber in Sachen Fotovoltaik.

„Die Ausbauziele laut Klimaplan reichen unseren Berechnungen zufolge bei weitem nicht aus“, kritisierte Egger.

Dass seine Gemeinde in Sachen Nachhaltigkeit nicht schlafe, erklärte der Plauser Bürgermeister Jürgen Klotz: „Wir waren eine der ersten Gemeinden in ganz Südtirol, die den Klimaplan genehmigt hat“. Und: „Die Gemeinde tut viel“. Zuletzt umgesetzte Energieeffizienzmaßnahmen waren unter anderem die energetische Sanierung von Gebäuden, die Installation von drei Fotovoltaikanlagen, der Einbau von Wärmepumpen, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. Ein Musterbeispiel einer energetischen Sanierung sei das Pixnerhaus, in dem sich die Energy Days abspielten. Die Bauarbeiten waren 2021 fertiggestellt worden. Auch weitere Energieeffizienzmaßnahmen seien geplant, wie etwa die energetische Sanierung weiterer gemeindeeigener

Gebäude und Anlagen: Sportplatz, Feuerwehrhalle und Jugendraum.

Südtiroler Energiegenossenschaften

Barbara Passarella vom Raiffeisenverband Südtirol berichtete über das neue Modell „Energiegemeinschaften“. Es sei der „Beginn einer neuen Ära für die Erzeugung und den gemeinsamen Verbrauch erneuerbarer Energie in Südtirol“. Dabei könne es sich um verschiedene Zusammenschlüsse handeln, von kleinen oder mittleren Unternehmen, von Privatpersonen oder auch von Gemeinden. Damit könne man die Energieabhängigkeit vom nationalen Stromnetz verringern. Der Raiffeisenverband Südtirol, die Alperia und der technologische Partner unterstützen die Gründung solcher Gemeinschaften. Die Gemeinde könne die Dächer für die Erzeugung von Energie aus Fotovoltaikanlagen zur Verfügung stellen. Offiziell gegründet wurden in Südtirol noch keine solcher Energiegemeinschaften, dies solle aber bereits in den nächsten Monaten geschehen. Zuletzt durchliefen Pilotprojekte die verschiedenen Testphasen, mit Energieanalyse, Planung zur Entwicklung der Fotovoltaikanlagen und dem Aufbau der Gemeinschaftsstruktur

Plauser Maßnahmen in genossenschaftlicher Form. MICHAEL ANDRES Der Bildungsausschuss Plaus ist erst seit rund einem Jahr aktiv, aber bereits voller Tatendrang. Im Bild die Vorsitzende Barbara Egger Mair bei der Begrüßung.
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Protagonisten der Klima-Tage (v.l.): Christoph Tappeiner (Bildungsausschuss), Alessandro Costa (Alperia), Barbara Passarella (Raiffeisenverband), Thomas Egger (Klima Club Südtirol), der Plauser Bürgermeister Jürgen Klotz und Sepp Walder (Bildungsausschuss).

Schnee-Erlebnistag der Mittelschule Latsch

LATSCH - Kürzlich fand der traditionelle Schnee-Erlebnistag aller 3. Klassen der Mittelschule Latsch im Martelltal statt. Wie schon in den vergangenen Jahren hatte sich das Team der Bergrettung Latsch bereit erklärt, den Drittklässlern das richtige Verhalten im Schnee zu vermitteln. An vier Stationen wurden den Schülerinnen und Schülern die Grundlagen zu verschiedenen Themen beigebracht. So mussten sie einen Beutel, der im Schnee vergraben war, mit Hilfe von Lawinensonden und Schaufeln suchen und ausgraben. Zugleich informierten die Bergretter über Lawinenabgänge und die Suche nach Verschütteten. Bei einer Schneeschuhwanderung lernten die Jugendlichen die verschie-

denen Lawinen-Gefahrenstufen kennen. Auch die Vermittlung einer richtigen Vorgangsweise bei Unfällen stand auf dem Programm: Dafür wurden drei Peilsender im Schnee versteckt, die dann mit Lawinensuchgeräten gesucht werden mussten. Die Bergrettung informierte die Jugendlichen auch über die passenden Erste-Hilfe-Maßnahmen

in den Bergen und den Abtransport von verletzten Personen. Die Schülerinnen und Schüler durften das Gelernte, aufgeteilt in vier Gruppen, selbst ausprobieren und konnten so den Schnee hautnah erleben. Auch in diesem Jahr ist es den Freiwilligen der Bergrettung wieder gelungen, den Jugendlichen überlebenswichtiges Wissen für den Not-

Ärzte-Zuwachs in Schlanders

SCHLANDERS - Mit dem Arzt für Allgemeinmedizin, Berthold Moser, und seiner Lebenspartnerin Alexandra Vent, Fachärztin für Dermatologie und ästhetische Medizin, wurde das Angebot der ärztlichen Versorgung in der Gemeinde Schlanders erweitert und ergänzt. Schon vor wenigen Monaten hat das Ärzte-Paar die Räume des Ambulatoriums in der Hauptstraße Nr. 144 bezogen, wo früher die Kinderärztin Gerda Tinzl tätig war. Bei einer schlichten Eröffnungsfeier am 15. April gewährten Alexandra Vent

und Berthold Moser einen Einblick in ihre Tätigkeiten. Moser, aufgewachsen in Mals, hatte den Schwerpunkt bei seiner Facharztausbildung auf Anästhesie und Intensivmedizin gelegt. Auch Ausbildungen in den Bereichen Schmerztherapie, Akupunktur, medizinische Hypnose, Sportmedizin und manuelle Medizin hat er absolviert. Bei der manuellen Medizin werden verschiedene Handgriffe eingesetzt, um Schmerzen oder Bewegungsstörungen aufzulösen. Auch auf dem Gebiet der Homöopathie, sprich

Taufe

Di Taf keart in Lebm derzua. Pa der Taf kriegsch an Noumen. Suscht tasch gor nicht hoaßn. Pa der Taf weart a Wosser oigschüttet übern Kopf. Sell Wosser isch noss und Krismaöl isch drin. Kriesam sein Tropfn daß man gsegnat isch. Di Taf mocht der Pforrer. Tafn torf it a jeder, lei dia in Auftrog hobm. Gsungen weart pa der Taf ah und gessn. Sell isch a Taf-Schmaus. Meine Taf woaß i nou guat. Mei Taf honn i af an Foto oubm gsechn. Wenna taft bisch, norr wearsch a Christ. Christ sein isch eppes mit Religioun. Di Religioun brauchts in Lebm. Suscht war ah koa Mess in Sunnta. Noch der Mess gean di Mander an Tegl hebm. Di Frauen gean norr hoam an Brotn kochn. Dia

Behandlungsmethoden aus dem Bereich der Alternativmedizin, ist Berthold Moser bewandert. Die aus Latsch stammende Fach-

fall auf abwechslungsreiche und unterhaltsame Art und Weise näher zu bringen. Die Schulgemeinschaft Latsch bedankt sich bei der Bergrettung Latsch für die Organisation und die Durchführung dieses spannenden Tages und bei Alexander Mair vom Hotel „Waldheim“ für das kostenlose Bereitstellen der Schnee-Schuhe.

ärztin Alexandra Vent schließt mit ihren ärztlichen Angeboten in den Bereichen konservative und ästhetische Dermatologie eine Lücke im Vinschgau. Die Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten hat in der Vergangenheit über viele Jahre in der Schweiz gearbeitet, genauer gesagt in Zürich und bei Einsiedeln im Kanton Schwyz. Viele sind am 15. April gekommen, um dem Ärzte-Paar zur Eröffnung der Praxis zu gratulieren und sich über die Angebote zu informieren.

nicht taft sein, hoaßt ma Antischrist. I honn eigatla drei Namen. I hoaß Elmar, norr Elli und Ello. Ober dia Namen honn i it olle pa der Taf krieg. Pa der Taf isch ma kloan, sell gsprüsch it viel. Lustige Lieder wearn pa der Taf ah gsungen. Sell hoaßt ma Kirchalieder. Ober mitgsungen honn i pa der Taf it. Selm honn i epper lei plärrt. Wenn ma kloan isch, versteaht ma it viel. Wenn ma groaß isch ober nou weniger. Taft weart in Taufers in Sankt Blasius. In Himmel kemmen lei di Tafte. Di nicht Tafte bleibm in Grob untn.

Rückmeldungen: werkstattprad@bzgvin.it

ELMARS BLICK AUF DIE DINGE (43) Elmar Rufinatscha Taufers im Münstertal
RED
Bei der Suche nach „Verschütteten“. Die begeisterten Drittklässler der Mittelschule Latsch.
SEPP
DER VINSCHGER 08/23 21 VINSCHGER GESELLSCHAFT
Alexandra Vent und Berthold Moser

Spendenaufruf

GRAUN - Die Vinzenzkonferenz zur Heiligen Katharina Graun, die Gemeinde Graun und die Raiffeisenkasse Obervinschgau rufen zu einer Spendenaktion für die Hinterbliebenen der Familie Verena Stecher (St. Valentin auf der Haide) auf. Verena Stecher (im Bild) ist am 2. April im Alter von 45 Jahren bei einem tragischen Lawinenunglück verstorben. Ihr Tod hinterlässt in der mehrköpfigen Familie eine große Lücke. Verena Stecher hinterlässt 4 Kinder im Alter von 19, 17, 13 und 10 Jahren und den Vater der Kinder. Verena Stecher war als Sportlehrerin in der Mittelschule St. Valentin sehr geschätzt. In ihrer Freizeit hat sie Kindergruppen verschiedener Vereine und Organisationen beim Langlauftraining, Lauftraining, Trockentraining oder auch beim Schlittschuhlaufen begleitet. Als Mutter war ihr ein gemeinsames Zuhause für die Familie und die Aus- und Weiterbildung ihrer Kinder ein besonderes Anliegen. Durch eine Spendenaktion kann der Verlust dieser wertvollen Person nicht wettgemacht werden. Das Bemühen der Vinzenzkonferenz, der Gemeinde und der Raiffeisenkasse ist es, den Kindern eine Schulausbildung ohne zusätzliche finanzielle Sorgen zu erleichtern und ein sicheres Zuhause zu unterstützen: „Das Anliegen der Mutter sehen wir als Verpflichtung und rufen in ihrem Sinne zur Spendenaktion für den Unterhalt, die Ausbildung und für das Zuhause der Familie auf. Ein schmerzlicher Moment, eine schwierige Zeit, wo die Familie große Unterstützung und neue Hoffnung braucht.“ Spenden können über das Spendenkonto unter dem Kennwort „Familie Verena Stecher (St. Valentin)“ eingezahlt werden (Südtiroler Vinzenzgemeinschaft – Vinzenz-Konferenz zur Heiligen Katharina Graun: IT41C0806658352000302217279).

Jeder gespendete Euro kommt zu 100 Prozent der Familie Stecher zugute. Die Spenden an die Vinzenzgemeinschaft können von Privatpersonen und von Betrieben in der Einkommenssteuererklärung abgesetzt werden. RED

Viele Bereiche, viel Geld

Latscher Nachtragshaushalt verabschiedet.

LATSCH - „Es sind viele verschiedene Bereiche, ich denke wir haben alles gut abgedeckt“, sagte Bürgermeister Mauro Dalla Barba und freute sich über die einstimmige Genehmigung des Latscher Nachtragshaushaltes. Dieser beträgt mehr als 2.850.000 Euro. Einen großen Teil davon macht mit 232.000 Euro die Restfinanzierung für den Kindergarten in Goldrain aus. Das Projekt wurde mittlerweile ausgeschrieben, das Kindergartenjahr wird abgeschlossen, im Herbst wird mit Sanierung und Umbau begonnen. 100.000 Euro Restfinanzierung braucht es für die Instandhaltung des Goldrainer Vereinshauses, 143.000 Euro für die bald beginnenden Arbeiten am Schießstand Latsch. 50.000 Euro sollen in ein Ausführungsprojekt für das Morterer Vereinshaus fließen. „Dieses ist aus den 1980er Jahren. Es wird Zeit, dass sich auch hier was tut“, erinnerte Dalla Barba.

Gemeinde macht bei Eisstadion-Sanierung ernst

40.000 Euro gibt es als Beitrag für das Schloss Goldrain, wo eine Fotovoltaikanlage entstehen soll. „Das Schloss heizt aufgrund der Vorlagen des Denkmalamtes vorwiegend mit Strom, deshalb ist eine solche Anlage natürlich sehr sinnvoll“, erklärte der Bürgermeister. Einen großen „Brocken“ machen die Planungen am Eisstadion aus: 290.000 Euro für Einreichund Ausführungsprojekt. Das Gesamtvolumen des Projekts soll

sich dann auf rund 6,5 Millionen Euro belaufen. „Nun wollen wir ernsthaft weitermachen und die Sanierung vorantreiben. Damit setzen wir als Gemeinderat ein klares Zeichen, dass wir hinter dem Stadion und dem Verein stehen“, betonte Dalla Barba. Für das Mega-Projekt könne man dann auch 80 Prozent an Landesbeiträgen generieren. Dafür waren der Latscher Bürgermeister und Sportreferent Manuel Platzgummer rund 1,5 Stunden bei Landeshauptmann Arno Kompatscher. Dieser habe ein offenes Ohr gehabt und die Finanzierung zugesichert. Das Projekt solle noch heuer stehen. Auch was die weiteren Sportanlagen betrifft, tue sich einiges. Rund 130.000 Euro werden in die Instandhaltung von „Bolzplätzen“ investiert. Vor allem jener bei den Latscher Tennisplätzen sei sanierungsbedürftig.

150.000 Euro fließen in die Restfinanzierung der Instandhaltungs-

arbeiten bei der Latscher Seilbahn, wo ein „Face Lifting“ durchgeführt wurde. Den größten Teil des Nachtragshaushalts macht das Straßenwesen aus, mit insgesamt rund 467.000 Euro. Hier gibt es freilich immer so einiges zu tun. Für 350.000 Euro soll das Projekt „Hans-Sager-Gasse/Seilbahnweg“ verwirklicht werden. Vom CulturForum bis zur Seilbahn wird die Straße neu gestaltet, durch Pflasterungen, Blumenbeete und mehr. Sicherer und schöner für die Fußgänger solle es werden. Im Herbst sollen die Arbeiten beginnen. Auch der Kirchplatz Tarsch soll attraktiver gestaltet werden, dafür sind rund 100.000 Euro vorgesehen. Erste Planungen sollen auch beim Kirchplatz in Latsch vorangebracht werden. „Das Dorf entwickelt sich weiter, hier tut sich so einiges“, so Bürgermeister Dalla Barba. Künftig solle der Platz autofrei werden, der Verkehr solle beruhigt werden, der Platz langfristig bis hin zu den Kirchenmauern verlängert werden. Für das Asphaltierungsprogramm sind 130.000 Euro vorgesehen, für den Ankauf eines neuen Traktors 90.000 Euro. Die Beiträge an die Feuerwehr belaufen sich auf rund 100.000 Euro. Die Latscher Wehr bekommt ein neues Tanklöschfahrzeug. In Sachen Stromverteilung sind 386.000 Euro für das Edyna-Umspannwerk vorgesehen. Zudem gibt es zahlreiche weitere mittlere und kleinere Investitionen.

Erfolgreiche Primel-Aktion in Sulden

SULDEN - Die SVP Ortsgruppe Sulden hat am 12. März bei der Primel-Aktion der SVP Frauen zu Gunsten der Krebsforschung 480 Euro gesammelt. Der Ortsobmann Fabian Wunderer bedankt sich bei allen Suldnerinnen und Suldnern für die Spenden. Ein besonde-

rer Dank für die Mithilfe geht an das Ausschussmitglied Nadia Hutter, an Hubert Horrer und an die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft mit dem Zweigstellen-Leiter Roman Stecher. RED

Bürgermeister Mauro Dalla Barba legte dem Gemeinderat den Nachtragshaushalt vor.
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24/7: Willkommen in der Servicestation Vetzan

Rund um die Uhr: das neue Konzept an der Staatsstraße

VETZAN - Mit der Zeit gehen, auf innovative Konzepte setzen, das zeichnet die Servicestation Vetzan direkt an der Vinschger Staatsstraße seit jeher aus. Nach mehrmonatigen Umbauarbeiten erstrahlt die Bar nicht nur im neuen Glanz, sondern auch auf völlige neue Art und Weise. Mittendrin befinden sich im gemütlichen Ambiente gleich mehrere Automaten: Ein Pizza-Automat mit verschiedenen leckeren Pizzen zur Auswahl, ein Kaffeeautomat mit qualitativ hochwertigem Kaffee, Getränke und Snackautomaten. „Alles was eine Bar braucht“, so Inhaber Patrick Burger. Die 24/7-Bar ist wie der Name schon sagt, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche geöffnet. Aktuelle Zeitungen und

Zeitschriften liegen auf. Nicht zuletzt werden Tabakwaren angeboten. Mit einigen Neuheiten ist in den kommenden Wochen noch zu rechnen.

Nebenan findet man die Waschanlagen. Die Waschstraße ist täglich

durchgehend von 6 bis 23 Uhr geöffnet, die drei Waschplätze und die Staubsaugeranlagen rund um die Uhr. Eines bleibt dabei festzuhalten: Innovatives hat sich in den vergangenen Jahren bei der Servicestation so einiges getan, mit dem neuen

Konzept lässt Patrick Burger aufhorchen. Etwas ist aber beständig: Der stets optimale Service – in allen Bereichen. Seit rund 38 Jahren setzt die Familie Burger nun schon auf beste Betreuung der Kunden. Und diese wissen das zu schätzen.

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Jugendhaus Grogg

Aus einer Marteller Idee wurde Realität.

MARTELL - Am Anfang war es eine Idee. Schon lange dachte man im Marteller Gemeinderat über eine Art Jugendhaus nach. Das Konzept: „Ein Haus für Jugendliche und junge Menschen im Alter von bis zu 25 Jahren“, erklärt Gemeindereferent Andreas Rieder. Anfangs stand ein anderer Standort in Aussicht, und zwar kurz vor Talschluss im hintersten Martelltal bei der Enzianalm. Später entschied man sich für den Standort beim

Biathlonzentrum Grogg Alm in Hintermartell. Die Planungen schritten voran, die Bauarbeiten begannen im April 2021. Vor Kurzem wurden diese fertig gestellt. Das Jugendhaus Grogg wurde zur Realität. Die ersten Jugendgruppen werden hier bereits Anfang Mai ihre Zelte aufschlagen. Wobei Zelte aufschlagen nicht ganz zutreffend ist. In mehreren Schlafsälen gibt es reichlich Platz, gemütliche Betten und funktionell. Platz

ist hier für 24 Jugendliche mitsamt Betreuern, die in eigenen Zimmern untergebracht sind. Erlaubt sind ausschließlich Jugendgruppen.

Das Haus ist als Selbstversorgerhaus konzipiert, als Bauträger fungiert die Gemeinde Martell. Unterstützt wurde der Bau zu 80 Prozent vom Land Südtirol, von der Abteilung Kultur, Amt für Jugendarbeit. Die Führung des Selbstversorgerhauses hat der Jugenddienst Mittelvinsch-

gau inne, Jugenddienst-Mitarbeiterin Ellen Schuster ist für die Verwaltung des Hauses zuständig.

Der Ort kommt zwar in erster Linie der Jugend zu Gute, die Räumlichkeiten können aber auch von Vereinen für Seminare, Tagungen etc. benutzt werden. Durch Vereinstätigkeiten, Platz für Bildungsausschüsse und Schulsprengel profitiert hier auch die Allgemeinheit. Ideal ist der Standort auch deshalb, weil

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er sich gleich neben dem Biathlonzentrum befindet. Nachwuchsathleten aus aller Herren Länder können somit hier untergebracht werden, auch für den Südtiroler Landeskader ergeben sich ideale Unterkunftsmöglichkeiten für Trainingslager.

An Bestand anpassen

Für die Planung zeichnete das Latscher Ingenieurbüro Pohl+Partner verantwortlich.

„Eine grundsätzliche Überlegung war es, dass sich das Gebäude an die Umgebung und an das bestehende Gebäude anpasst“, erklärt Architektin Heike Pohl. Sie leitete gemeinsam mit Alexander Kofler das Projekt. Das Jugendhaus solle sich „anpassen, aber doch eine andere Sprache sprechen“. Sieht man das Ergebnis, kann man dies als gelungen betrachten. Das neue Haus ist als reduzierter Bau Außen und Innen gedacht. Ein typisches

Naturstein Fliesen

DER VINSCHGER 08/23 25 VINSCHGER SPEZIAL
Gemeindereferent Andreas Rieder (links) und Bürgermeister Georg Altstätter FUCHS.IT Schlanders und Meran
Lieferung und Verlegung

Selbstversorgerhaus solle es sein, funktionell und flexibel. „Es muss auf verschiedene Gruppen und deren Bedürfnisse reagieren können, zudem ist es generell einer hohen Belastbarkeit ausgesetzt“, erklärt Heike Pohl. Auf einer Meereshöhe von rund 1.700 Metern in der Marteller Bergwelt ist das Haus den Wetterbedingungen ausgesetzt, im Winter viel Schnee und extreme Kälte, im Sommer oft viel Wind. Dies galt es beim Bau stets zu beachten, robust und kompakt zu bauen.

Funktionale Räume

Entstanden sind innen funktionale Räume, die unterschiedliche Nutzungen vorsehen. So gibt es keine herkömmliche Küche, sondern eine ganz besondere, die viel Platz für Jugendliche zum Mithelfen bietet. Vieles ist auf die Gemeinschaft ausgelegt. Die Außenflächen gehen direkt an das bestehende Biathlonzentrum über, für die Jugendlichen bieten sich Platz und Räume. Im Untergeschoss befindet sich

ein großer Aufenthaltsraum, ausgestattet unter anderem mit Billard, Darts und verschiedenen Sitzmöglichkeiten. Zudem gibt es hier einen Trockenraum, drei Lagerräume, sowie drei Bäder mit Duschmöglichkeit. Im Erdgeschoss befindet sich der Speisesaal für 40 Personen, ausgestattet mit flexiblem Mobiliar und moderner Technik. Die Räumlichkeiten können auch für Seminare benutzt werden. Hier befindet sich auch der Zugang zur großzügigen Terrasse mit

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Blick auf das Biathlonzentrum und die Berglandschaft. In der großen, bestens ausgestatteten Küche kann man gemeinschaftlich kochen. Zudem findet sich im Erdgeschoss ein weiterer Raum für Besprechungen.

Im ersten und zweiten Obergeschoss befinden sich die Schlafräume für zehn Personen. Eine Regalwand bietet genügend Platz. In diesem Stockwerk findet man auch einen großen Werkraum, ein Schlafzimmer für zwei Personen, ein Badezimmer

die

Jugendhaus

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mit drei WCs, zwei Duschen und Waschgelegenheiten sowie ein eigenes Bad für Personen mit Handicap. Im zweiten Obergeschoss befinden sich der zweite Schlafraum für zehn Personen, ein großer und ein kleiner Grup-

penraum, sowie ein weiteres Schlafzimmer für zwei Personen.

Lokales Handwerk

Beim Bau selbst wurde durchgehend mit lokalen Handwerkern

aus dem Vinschgau gearbeitet. Lokale Materialien prägen das Erscheinungsbild. Im Inneren finden sich Böden und Treppen mit dem hochwertigen Marteller Plimastein, außen ist das Gebäude im Lärchenholz verkleidet

und ergänzt sich optimal mit dem bestehenden Gebäude. Das Haus ist vollständig barrierefrei, was auch der Gemeinde Martell ein großes Anliegen war. AM

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Nicht alles ist sichtbar

10.027

Einsatzstunden für die Obervinschger Feuerwehrleute.

GRAUN - „Ihr seid die Protagonisten. Danke“, sagte Klaus Obwegeser, der Präsident des Bezirksfeuerwehrverbandes Obervinschgau, beim Bezirksfeuerwehrtag. 21 Freiwillige Feuerwehren und drei Züge zählt der Bezirk, der von Prad bis Reschen reicht. Sinnbildlich präsentierte Obwegeser ein Bild mit einem Eisberg und betonte: „Gesehen wird dies, was über dem Wasser stattfindet. Einsätze, Großübungen, Feste. Den Großteil unserer Arbeit, ‚unter Wasser‘, sieht man gar nicht“. So viel gebe es zu tun. Lehrgänge, Versammlungen, Bewerbe, Brandschutzübungen, Sicherungsdienste, Ordnungsdienste, verschiedene Anschaffungen, und, und, und.

Die Herausforderungen der Wehrleute seien zahlreich. Oft gehen sie an die psychischen und physischen Grenzen. Dabei konnte Obwegeser einige Beispiele aus dem vergangenen Jahr nennen. Die Brände in Burgeis und Prad, die sich über mehrere Tage hinzogen. Bei einem Brand in Prad verletzte sich ein Feuerwehrmann. Die vielen Unfälle mit mehreren Verletzten, oft mit tödlichem Ausgang. „Wenn Freunde und Bekannte in den Unfall verwickelt sind, ist es psychisch eine besonders große Belastung“, betonte der Bezirkspräsident. Zu schaffen machen den Feuerwehren aber auch viele weitere Gegebenheiten. Allen voran die Bürokratie des Staates. Aber auch die steigenden Kosten der Rohstoffe belasten die Wehren. „Man muss schauen, wie Neuanschaffungen in Zeiten wie diesen zu tragen sind“, so Obwegeser.

Mitgliederstarker Bezirk

Und dennoch: Das Positive bei den stets engagierten Wehrleuten überwiegt immer. Mit Blick auf die Mitgliederzahlen wird dies deutlich. 1.251 Mitglieder zählt der Bezirksfeuerwehrverband Obervinschgau. 16 mehr als im Jahr davor. Auch die Zahl der aktiven Wehrleute steigt stets, 2022

waren es 838, 7 mehr als im Jahr davor. Am mitgliederstärksten ist Prad mit 67 Wehrleuten. Viel Lob gab es auch für kleine Feuerwehren: „In manchen kleinen Dörfern und Weilern ist fast jeder bei der Feuerwehr mit dabei“, so der Bezirkspräsident. Auch die Frauen werden immer mehr. Prad zählt am meisten, gleich 8, gefolgt von Lichtenberg mit 5. „Hinter unseren Mitgliederzahlen verbirgt sich eine Vielfalt von Berufen, Berufsgruppen und Profis, die für die Feuerwehren ein riesiges Potenzial bilden, auf das wir in den verschiedensten Situationen zurückgreifen können. Schlussendlich ist es das, was uns ausmacht, die Menschen die ihr Können und Wissen und ihre Zeit für die anderen einsetzen“, lobte Obwegeser.

Bezirksinspektor Peter Theiner stellte die Einsätze vor. 523

Mal mussten die Obervinschger Feuerwehren ausrücken. Bei 153 Einsätzen handelte es sich um Brandeinsätze, bei 370 um technische Hilfeleistungen wie Unfälle und dergleichen, 9 Mal gab es einen Fehlalarm. 4.670 Wehrleute leisteten insgesamt 10.027 Einsatzstunden. Auch für Brandschutzdienste und Ordnungsdienste brauchte es die Wehrleute. Um stets für den Ernstfall gerüstet zu sein, wurden 424 Übungen durchgeführt. Bezirksjugendreferent David Waldner informierte über die zahlreichen Tätigkeiten der Jugend. Jugendliche und Betreuer leisteten 2.288 Stunden für Ausbildung und 1.301 Stunden für die sportlichen Tätigkeiten. 9 Jugendgruppen mit 96 Mitgliedern gibt es derzeit im Obervinschgau. Immer wieder treten junge Leute in den aktiven Dienst über, im vorigen Jahr gab es 9 Übertritte.

Dank und Blumen gab es für die scheidende Bezirksfeuerwehrärztin Bettina Skocir. Viele weitere verdiente Mitglieder der Feuerwehr wurden für ihre langjährige Tätigkeit geehrt, das Gold-Verdienstkreuz für 40 Jahre gab es für Anton Stecher, Richard Hirschberger, Leo Eller, Manfred Thöni, Manfred Gruber, Peter Theiner, Seraphin Stecher, Lorenz Fliri, Bernhard Köllemann und Ferdinand Fritz. Für 15-jährige Kommandantschaft wurde Stefan Winkler geehrt und Roland Stecher für 20-jährige-Vizekommandantschaft. Lob gab es unter anderem vom Grauner Bürgermeister Franz Prieth, von Landesrat Arnold Schuler und von Feuerwehr-Landespräsident Wolfram Gapp. „Kompliment für euren Frauenanteil, der Obervinschgau ist dabei besser vertreten als andere Landesteile“, sagte Gapp. In Sachen Bürokratie versuche der Verband, „so viel wie möglich von den Wehren abzuwenden“. Aber: „Es ist nicht immer einfach“. Für Auflockerung sorgten der Feuerwehrkurat Florian Öttl und der ehemalige Feuerwehrarzt Helmut Rauner, die in ihren Sketchen auch mit Kritik an der Politik nicht sparten.

Viel Lob, viel Ehr MICHAEL ANDRES Blumen zum Abschied (v.l.): Peter Theiner, Wolfram Gapp, die ehemalige Feuerwehrärztin Bettina Skocir, Stefan Fliri und Klaus Obwegeser.
28 DER VINSCHGER 08/23 VINSCHGER GESELLSCHAFT
Vizebezirkspräsident Stefan Fliri, Bezirkspräsident Klaus Obwegeser, Landesrat Arnold Schuler (hinten stehend v.l.) sowie Landesfeuerwehrpräsident Wolfram Gapp (2. stehend v.r.) und Bezirksinspektor Peter Theiner (rechts) ehrten die Feuerwehrmänner (v.l. stehend): Anton Stecher, Leo Eller, Manfred Thöni, Manfred Gruber sowie (vorne v.l.) Seraphin Stecher, Lorenz Fliri, Bernhard Köllemann, Stefan Winkler, Richard Hirschberger und Roland Stecher.

Stockkampf–Projekt in der Waldorfschule

MALS - In der Waldorfschule Vinschgau gab es in den vergangenen Wochen ein klassenübergreifendes Projekt zu einer Kampfkunsttechnik. An mehreren Nachmittagen durften die Schülerinnen und Schüler in die Kunst des Stockkampfs hineinschnuppern. Überall auf der Welt gibt es Formen des Stockkampfs. Die Kinder erlernten einige grundlegende Techniken des Stockkamps, die man ähnlich auch im Fechten findet. Es wurden einfache Choreografien zusammengestellt. Die Kinder benutzten einen Stock von 1,10 m Länge. Beim Stockkampf geht es nicht um das Kämpfen, sondern zunächst einmal um Körperbeherrschung. Eine der Grundregeln lautet, dass man immer genügend Kontrolle über die eigenen Bewegungen hat, damit Schläge auch gestoppt werden können, wenn sich der Partner oder die Partnerin nicht rechtzeitig schützen kann. Es wird nicht von Gegnern gesprochen, da die

Bewegungen gemeinsam eingeübt werden. Deshalb kann der Stockkampf auch mit dem Paartanz verglichen werden. Dennoch dürfen die Bewegungen auch schnell, kräftig und aggressiv sein, wenn sie auch gemeinsam so geübt werden. Man könnte auch von einem Dialog spre-

chen, in dem man nicht mit Worten, sondern mit Berührungen der Stöcke miteinander spricht. Durch den Stockkampf wird die Aufmerksamkeit trainiert sowie die Kontrolle über die eigenen Impulse und die eigenen Aggressionen geübt. Im besonderen Maße schult diese alte Kampf-

kunsttechnik die körperliche und geistige Wachheit. Im Workshop wurden erste Schritte getan, die sich in weiteren Workshops vertiefen lassen. „Im Sommer wird es weitere Projekte geben, die auch der Öffentlichkeit zugänglich sind und Einblicke in die vielfältige Arbeit des Vereins Waldorf Vinschgau und in die Waldorfpädagogik erlauben“, heißt es in einer Pressemitteilung. In der letzten Juniwoche lädt der Waldorflehrer Ulrich Kaiser interessierte Kinder im Alter zwischen 8 und 11 Jahren zu einer Wanderwoche ein. Im Juli öffnet der Waldorf Sommerkindergarten wieder für 4 Wochen seine Tore: freies Spiel, Kochen, Backen, Malen, Singen, Tanzen, Handwerken, Spaziergänge im Wald. Der Ablauf und das Angebot entsprechen dem regulären Alltag in der Waldorfgruppe. Für Fragen und Anmeldungen können sich Interessierte über E-Mail melden (projekte@waldorf-vinschgau.it).

RED VINSCHGER GESELLSCHAFT bis bald im archeoParc :Ö t z i s L e b e n s r a u m e n t deck e n — w w w a r c h e o p a r c i t f o t o + d e s g n g a n e s h G r a p h i c s Inserate_23.qxp_Vinschgert 212x143 +3 20.04.23 16:24 Seite 1

„Höhenflug“ im Oberland

Ferienregion Reschenpass mit positiven Zahlen. Sommer erstmals stärker als der Winter.

GRAUN - Auf ein durchaus erfolgreiches Tourismusjahr 2022 konnten die Mitglieder der Ferienregion Reschenpass bei der Vollversammlung am 12. April im Vereinssaal in Graun zurückblicken. Mit etwas mehr als 414.000 Nächtigungen war das Vorjahr nach dem Rekordergebnis von 2019 (fast 416.000 Nächtigungen) das bisher beste überhaupt. Und noch mit einem weiteren Novum warteten die Präsidentin Deborah Zanzotti und der Geschäftsführer Gerald Burger auf: erstmals war die Zahl der Nächtigungen während der Sommersaison mit knapp 210.000 höher als jene der Wintersaison (rund 203.000). Zurückzuführen seien diese TopErgebnisse auf die Hauptprodukte, mit denen die Ferienregion seit jeher punktet: Wanderwege, Bike-Trails, Wasserangebot mit Kiten und Segeln, Ski, Loipen und weitere mehr. Hinzu kommen Lauf- und Bike-Veranstaltungen, ansprechende Wochenprogramme und weitere Angebote. „Wir arbeiten und leben in einer tollen Ferienregion, die noch viel Potential für neue Ideen und Projekte hat“, stimmten Deborah Zanzotti und Gerald Burger überein. Mehrfach unterstrichen haben sie den Stellenwert des Zusammenhalts und der guten Zusammenarbeit mit den Mitgliedsbetrieben, den Partnern, den Vereinen und auch mit den Nachbarregionen Obervinschgau und Nauders. Ein großes Lob ging an das gesamte Team des Tourismusvereins mit den Mitarbeitenden in den Büros und den Arbeitskräften, die ganzjährig im Außendienst im Einsatz stehen.

Bewährtes und viel Neues

Neben bewährten und erfolgreichen Erst-Veranstaltungen im Vorjahr („La Venosta Skiroll“, Weinverkostung im Etschquellbunker und andere mehr) wurde noch auf weitere Neuerungen zurückgeblickt, wie etwa auf die

Erweiterung und Neugestaltung der Büroräume in Reschen oder die Anbringung von Informationstafeln an den wichtigsten Ausgangspunkten und Parkplätzen im Gemeindegebiet. Zu den neuen Veranstaltungen 2023 gehört unter anderem das „Terra Raetica Trails Tour Festival“ vom 4. bis zum 8. Juli im 3-Ländereck Österreich-Italien-Schweiz (siehe der Vinschger Nr. 7/2023). Um weitere Angebote ergänzt wird das Wochenprogramm. Neben den beliebten Bunkerführungen, Sonnenaufgangs-Wanderungen zum Piz Lad und weiteren Angeboten warten heuer u.a. auch Stilfserjoch-Fahrten, Sagenwanderungen sowie geführte Flora- und Faunawanderungen auf die Gäste. Der „Zipf Zapf Weg“ im Lärchenwald Talai soll in den nächsten Jahren mit neuen Spielstationen und Attraktionen aufgewertet werden. In Angriff

genommen wird die Planung eines „neuen“ beschilderten Sternenweges von Kappl bis zur Sternwarte auf Maseben (Interreg-Projekt). Zu den Sportlern, die von der Ferienregion unterstützt werden, gehört seit 2022 auch der professionelle Kiter und Spezialist im Kitefoilen Flavio Marx, der nebenher als Kitelehrer am Reschensee arbeitet.

Vinschgau Marketing neu aufgebaut

Erfreut zeigten sich die Präsidentin und der Geschäftsführer darüber, dass es gelungen ist, „Vinschgau Marketing“ neu zu beleben bzw. neu aufzubauen. Wie Verena Niederegger in ihren Grußworten ausführte, sind derzeit zwei Mitarbeiterinnen bei „Vinschgau Marketing“ in Glurns beschäftigt. Die Zusammenarbeit mit der IDM sei laut

Gerald Burger in den vergangenen Jahren gut gewesen. Bei der Einführung der Südtiroler Gästekarte in der Ferienregion Reschenpass sei man auf einem guten Weg. „Wir werden ab 1. Dezember 2023 oder ab 1. April 2024 mit dabei sein“, kündigte der Geschäftsführer an. Derzeit sei man noch nicht soweit. Was die Finanzgebarung, den Personalstand und die Strukturen betrifft, so stellte der Aufsichtsratspräsident Ignaz Bernhard dem Tourismusverein ein gutes Zeugnis auf allen Ebenen aus. Der Verein sei schuldenfrei und personell gut aufgestellt. Der Abschlussrechnung 2022 mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils rund 1,4 Millionen Euro sowie dem Haushaltsvoranschlag 2023 stimmte die Vollversammlung einhellig zu.

Gremien neu bestellt

Auch die Neuwahl des Vorstandes und Aufsichtsrates stand heuer an. Im neu bestellten 10-köpfigen Vorstand arbeiten die bisherigen Vorstandsmitglieder Deborah Zanzotti, Thomas Strobl, Manuela Wallnöfer, Peter Noggler, Hubert Thanei, Carina Bardroff, Karl Heinz Theiner und Evi Kürner mit sowie Martin Mall und Christian Maas als neue Mitglieder. Rechtsmitglieder sind die Gemeindereferentin Hannah Waldner sowie die Die Vollversammlung

der Ferienregion Reschenpass war gut besucht.
30 DER VINSCHGER 08/23 VINSCHGER GESELLSCHAFT
Gruppenbild mit Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsführer (v.l.): Gerald Burger, Christian Maas, Peter Noggler, Doris Ziernhöld, Evi Kürner, Hannah Waldner, Ignaz Bernhard, Manuela Wallnöfer, Karin Mall, Hubert Thanei, Karl Heinz Theiner, Deborah Zanzotti und Thomas Strobl; Carina Bardroff, Martin Mall, Julia Patscheider und Helmut Thurner fehlen im Bild.

HGV-Vertreterin Julia Patscheider (St. Valentin a.d.H.). Die bisherigen Vorstandsmitglieder Doris Ziernhöld und Helmut Thurner bilden nun zusammen mit Ignaz Bernhard den Aufsichtsrat. Den ausscheidenden Mitgliedern beider Gremien (Frowin Stecher, Dietmar Folie, Karin Mall, Hubert Stecher) wurde mehrfach für ihren ehrenamtlichen Einsatz gedankt. Im Zuge der Vollversammlung konnten auch drei neue Mitglieds-Betriebe aufgenommen werden.

Dass die Sommersaison erstmals stärker als die Wintersaison war, wertete der HGV-Ortsobmann Thomas Strobl in seinen Grußworten als Wendepunkt der Ferienregion Reschenpass hin zu einer Ganzjahres-Destination. Was es zu fördern gelte, sei die positive Tourismusgesinnung: „Die Bevölkerung muss hinter dem Tourismus stehen und wir müssen uns bemühen,

die Bedeutung des Tourismus aus einem objektiven Blickwinkel heraus hervorzuheben.“ In der Aufwertung der Tourismusgesinnung vor Ort sieht auch der Direktor des Landesverbandes der Tourismusorganisationen Südtirols (LTS), Hubert Unterweger, eine der Kernaufgaben der Zukunft. Es gelte, sich nicht nur gast-, sondern verstärkt auch einwohnerorientiert auszurichten „und das geht nur mit der Partizipation der Bevölkerung.“ Einer noch nicht veröffentlichten

Studie sei zu entnehmen, „dass 44 Prozent der Südtiroler weniger Tourismus wollen.“ Auch zum Thema Ortstaxe nahm Unterweger Stellung: „Das ist unsere Ortstaxe und sie soll im Tourismus bleiben“, obwohl viele ihre Finger nach diesem „Honigtopf“ auszustrecken versuchen. Grußund Dankesworte für die gute Zusammenarbeit überbrachten auch Katharina Fritz im Namen der Ferienregion Obervinschgau sowie Raika-Direktor Markus Moriggl. SEPP

Von Schwimmbad bis Sommer-Rodelbahn

GRAUN - Über eine ganze Reihe von geplanten bzw. neuen Projekten und Vorhaben informierten bei der Vollversammlung der Ferienregion Reschenpass Bürgermeister Franz Prieth und Christian Maas (Präsident der Schöneben AG), die beide den Führungsgremien und dem gesamten Mitarbeiterstad der Ferienregion für ihre breit gefächerten Tätigkeiten dankten. Konkret nannte Franz Prieth u.a. die Bemühungen der Gemeinde, „etwas vom Geld, das aus der Tourismusbranche nach Bozen fließt, speziell über die künftige Gästekarte, zurückzuholen.“

So erwarte man sich, dass die jährlichen Kosten in Höhe von über 200.000 Euro für die Skibuslinien vom Land getragen werden, „wobei die Gemeinde das ihre dazu tut.“ Der Bürgermeister erinnerte u.a. an die geplante Erweiterung des Busparkplatzes in Graun, auch im Hinblick auf den Direktbus Mals-Landeck, sowie an die Erweiterung des Parkplatzes Maseben in Langtaufers. Weit gediehen sei mittlerweile das Projekt für die behindertengerechte Adaptierung und teilweise Neugestaltung des Museums Vinschger Oberland in Graun. Auch inhaltlich seien Neuerungen geplant. Die Finanzierung sei zum Großteil gesichert. Als sehr wichtig für die Bevölkerung, aber auch für die Gäste nannte Franz Prieth den Bau des neuen Schwimmbades mit Restaurant und Saunalandschaft in Graun. Die Planungsphase sei so gut wie abgeschlossen, „es steht nur noch die Genehmigung seitens

Bürgermeister Franz Prieth mit einem Mini-Modell des neuen Schwimmbades, das in Graun entstehen soll.

der Gemeindekommission für Raum und Landschaft aus sowie die formelle Genehmigung des Führungskonzeptes seitens der Schöneben AG.“ Das HallenbadProjekt soll der Bevölkerung in absehbarer Zeit auf einer Bürgerversammlung vorgestellt werden. Was die Weißkugelhütte betrifft, so hofft der Bürgermeister, dass für die heurige Sommersaison ein Pächter gefunden werden kann. Der Bau der neuen Weißkugelhütte an der orografisch linken Seite des Karlinbaches, wie ihn das Land schon vor Jahren ins Auge gefasst hat, lässt indessen weiter auf sich warten. Nach Ansicht des Bürgermeisters „würde es beide Hütten gut tragen.“ In Sachen Turm-Areal sei es gelungen, einen Konsens mit dem Landesdenkmalamt zu erzielen. Aufbauend darauf werde nun das Hochbauamt des Landes eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Die weiteren Schritte wären dann ein Grundsatzbeschluss der Landesregierung und die Ausschreibung eines Planungswett-

u.a. über das Vorhaben, auf der Haideralm eine Sommer-Rodelbahn zu errichten.

bewerbes. Nicht unerwähnt ließ Franz Prieth, dass in der „aufstrebenden Tourismusgemeinde“ in nächster Zeit rund 300 neue Gästebetten dazu kommen werden, was sehr zu begrüßen sei.

Christian Maas blickte auf eine „tolle Wintersaison“ mit rekordverdächtigen Zutrittszahlen zurück. Die gute Zusammenarbeit mit der Ferienregion und den anderen Partnern trage Früchte, im Winter ebenso wie im Sommer. Als konkrete künftige Herausforderungen bzw. Projekte nannte er die 20-Jahr-Revision der 6erFraiten-Sesselbahn im Skigebiet Schöneben, die schrittweise Erneuerung der Beschneiungsanlagen auf der Haider Alm sowie die Errichtung eines neuen Iglus in St. Valentin. Der alte soll abgerissen werden. Ein größeres Vorhaben, für das noch sämtliche Gutachten und Genehmigungen einzuholen sind, ist der Bau einer SommerRodelbahn im Bereich der Bergstation der Haideralm. SEPP

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Christian Maas informierte
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Der Spargel als Protagonist

Die Spargelzeit ist eröffnet: Spargelbauer Max Pohl, Christina Bernhart (Vorstand Raiffeisenkasse Untervinschgau) und Manfred Prantl (Präsident Tourismusverein Kastelbell-Tschars).

KASTELBELL-TSCHARS - Noch bis Ende Mai steht die Gemeinde Kastelbell-Tschars ganz im Zeichen der Spargel. Die Spargelwochen stehen auf dem Programm. In diesem Jahr bereits zum 15. Mal. „Wenn man etwas zum 15. Mal macht, dann heißt das, dass es sich um eine Erfolgsgeschichte handelt“, lobte Bürgermeister Gustav Tappeiner bei der Eröffnung der Spargelzeit am 13. April im Restaurant Kesslwirt. Er weiß: „Wir Vinschger können uns mit den lokalen Produkten sehen lassen. Wir haben tolle heimische Produkte. Es braucht innovative Unternehmer und Betriebe, welche diese präsentieren“. Die Spargelwochen seien beispielhaft dafür und mittlerweile zu einer optimalen Symbiose zwischen

PR-INFO

Freuten sich über eine gelungene Eröffnung (v.l.): Priska Theiner (Tourismusverein Kastelbell-Tschars), HGV-Präsident Manfred Pinzger, BM Gustav Tappeiner und Verena Niederegger (Vinschgau Marketing/IDM)

Spargel und Weinen geworden. Denn nicht nur der Spargel ist Protagonist dieser Vinschger Genusswochen, sondern auch die lokalen Weine. Gleich vier Winzer beteiligen sich an den Spargelwochen und zwar das Kastelbeller Weingut Köfelgut, das Galsauner Weingut Lehengut, das Kastelbeller Weingut Marinushof und der Rebhof (Galsaun). Die Spargel

werden vom Weingut Köfelgut geliefert, der Spargelverkauf findet zudem im Kastelbeller Gemischtwaren-Geschäft Gstrein Doris und im Vinschger Bauernladen in Naturns statt.

Spargelkreationen

Weinkenner unter sich: Peter Tratter (Rebhof), Heiner Pohl (Marinushof) und Leo Forcher (Rebhof)

mischen Gastbetrieben unterzubringen“, erklärte er. Dies zeichne erfolgreiche Tourismus-Destinationen aus.

Die Gastgeber im Kesslwirt: Simone und Markus Gurschler.

Spargelgerichte gibt es in den teilnehmenden Gastronomiebetrieben, dem Sterne-Restaurant Kuppelrain, dem Gasthof Gstirnerhof, der Pizzastube zur Sonne, dem Restaurant Himmelreich sowie im Kesslwirt. HGV-Präsident Manfred Pinzger lobte die Initiative. „Es braucht das Zusammenspiel zwischen Landwirtschaft und Tourismus. Wir versuchen das auch zu leben und die lokalen Produkte in den hei-

GERSTL Alpine Retreat“ ist Südtirols Bierwirt 2023

MALS - Es war im Jahr 2001, als Stiegl gemeinsam mit dem „Wirtshausführer“ die Auszeichnung „Bierwirt des Jahres“ aus der Taufe gehoben hat. Die begehrte Trophäe wird seither alljährlich in jedem Bundesland sowie in Südtirol vergeben. Bei der Auswahl und Bewertung legt die Jury das Augenmerk vor allem auf die Zapf- und Glaskultur, den Service und das kulinarische Knowhow rund ums Bier. Beurteilt wird auch nach den Kriterien, wie gut das jeweilige Speisenangebot zu den Bierspezialitäten passt, sowie „Kochen mit Bier“. In Südtirol fiel die Wahl heuer auf „DAS GERSTL Alpine Retreat“ in der Gemeinde Mals. „Die Gastgeber-Familie Gerstl sorgt durch die Kombination aus

familiärer Gastfreundschaft, Südtiroler Tradition und Moderne dafür, dass der Aufenthalt für die Gäste zu einem unvergesslichen Erlebnis

wird. Das stilvolle Hotel, das sich in traumhafter Lage auf 1.540 Metern Seehöhe mitten in der Vinschgauer Bergwelt befindet, bietet neben

Der junge Spargelbauer Max Pohl vom Weingut Köfelgut berichtete über die Spargelpflanzung und Anbautechniken. Die Spargelzeit sei eine intensive, die ganze Familie helfe mit. Auf über einem Hektar werden Spargel angepflanzt. „Wichtig ist der Boden. Dieser hat viele Ansprüche“, so Pohl. Der Boden müsse eher sandig sein, locker. Das Produkt reagiere sehr sensibel. „Es ist ein Naturprodukt und stark vom Wetter abhängig“, erklärte der Landwirt, der derzeit noch in Wien studiert, aber immer wenn möglich fleißig daheim mithilft. AM

umfangreichem Spa-Angebot und Aktivprogramm auch kulinarische Genusserlebnisse auf höchstem Niveau: vom Vital-Frühstück über verführerische Mehlspeisen bis zum Gourmetabend, romantischem Candlelight-Dinner oder 5-6-Gang Abendmenü inklusive passender Bierempfehlungen“, heißt es in einer Pressemitteilung. In der Küche legt man den Fokus ganz bewusst auf Qualität und regionale, Südtiroler Produkte aus einem 30-Kilometer-Umkreis. „Dazu schmeckt natürlich ein perfekt gezapftes Bier: im Restaurant, in der Lounge&Bar sowie auf der herrlichen Panoramaterrasse werden bestens gepflegte Salzburger Bierspezialitäten von Stiegl serviert.“ RED

32 DER VINSCHGER 08/23 VINSCHGER GESELLSCHAFT
„DAS
Im Bild (v.l.): Gregor Lintner (Stiegl) mit den Südtiroler Bierwirten 2023 Marion und Lukas Gerstl. Foto: Fabian Hyden

Ein starkes Zeichen in der FUZO Schlanders

Die Familie Gluderer zeigt mit dem Umbau ihres Wohn- und Geschäftshauses viel Mut und die Beständigkeit eines gesunden Unternehmertums.

SCHLANDERS - Entgegen aller Trends haben Günther Gluderer und seine Tochter Karin in der Schlanderser Fußgängerzone ein starkes Zeichen gesetzt, und ihren Familienbetrieb groß -

zügig umgebaut und erweitert. In Zeiten von Personalmangel, hohen Bau- und Energiekosten, Kaufkraftschwund und OnlineHandel war das Projekt des Traditionshauses Gluderer mehr als

ARCHITEKTUR und DESIGN

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mutig und innovativ, und heute, nach 15-monatiger Bauzeit, ist es mehr als gelungen! Um die Anrainer über ihr Bauprojekt zu informieren, hatten Karin und Günther Gluderer alle be-

troffenen Nachbarn zu einem Treffen eingeladen, in dem der Projektant Horst Thöni von Architektur und Design, die Pläne vorstellte. Es sollte vor allem versucht werden, die Belastungen

Planung und Bauleitung

Foto: René Riller DER VINSCHGER 08/23 33 VINSCHGER SPEZIAL

während der Bauphase möglichst gering zu halten. Die örtliche Situation zu den Nachbargebäuden und deren Rechte mussten ebenfalls in der Planung berücksichtigt werden. So musste der Baukran inmitten der Fuzo vor dem Hauptgebäude aufgestellt werden. Um die Durchfahrt für Autos, Lieferwagen und auch größere Fahrzeuge zu gewährleisten, wurde der Kran auf eine vierfüßige Metallkonstruktion aufgesetzt, sodass man problemlos darunter durchfahren konnte. Die Aufgabe von Architektur und Design war es, aus drei bestehenden Gebäuden, dem Wohn- und Geschäftshaus, einem weiteren Wohngebäude und dem alten Stadel hinter

dem Hauptgebäude in der Josef-Daney-Straße eine Einheit zu schaffen für die Erweiterung des Geschäftes , für Mietwohnungen und einem Penthouse für die Eigentümer. Bevor das Penthouse als letzte Einheit errichtet wurde, diente dieser Stock, als beste logistische Lösung, als Zwischenlager für die Baumaterialien. Im Geschäftsbereich

wurden Materialen verwendet, welche funktional, edel, langlebig und zurückhaltend bleiben. Das Möbeldesign für das Geschäft wurde von der Firma Compet-Team ganz nach den Wünschen der Familie Gluderer konzipiert und eine maßgeschneiderte Einrichtung für die Produktpräsentation und Kundenbetreuung geschaffen. Be-

wusst wurde sägeraue Eiche mit schwarzem Stahl bei den Möbeln kombiniert; die Decke, nach den Plänen von Horst Thöni zur Gänze in schwarz gehalten, lässt den gesamten Geschäftsraum höher erscheinen. Der farblose Industrieboden ist pflegeleicht und unauffällig. Damit konnte ein ruhiges Ambiente geschaffen werden, welches die Produkte in den

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In Zusammenarbeit mit der Familie Gluderer ist es gelungen, ein sehr attraktives modernes Verkaufslokal zu realisieren.
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Ausführung der Fassade

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Mittelpunkt setzt und trotzdem unauffällig auffällig wirkt. Eine große, zentrale Verkaufs- und Kassatheke wird von kleineren Beratungstischen ergänzt, die im Geschäft verteilt sind und als Kombination zwischen Warenausstellung und Produktpräsentation für die Kunden fungieren. Nach wie vor finden Kunden im Mode- und Sportgeschäft Gluderer die beliebten Marken Montura, Karpos, CMP, Millet, Mammut, 4F, Sportful u.a.m. in der Sportabteilung und Bugatti, Cape Horn, gollehaug, Green Goose, Prani und Modastil in der Modeabteilung. Neben einem reichen Sortiment an Sportbekleidung gibt es auch Rucksäcke, Wanderzubehör, Helme und

Gletscherausrüstung zu kaufen. Bedient werden die Kunden von Karin und Günther Gluderer sowie von einem sechsköpfigen Verkaufsteam. Große Grafikwände mit austauschbaren Fotos wurden ebenfalls in das Einrichtungskonzept integriert. Im hinteren Bereich wurde ein Lichtschacht gesetzt, welcher beim Eintreten in das Geschäft Helligkeit und Offenheit zeigt. Im Eingangsbereich und in einer kleinen Lounge im hinteren Geschäftsbereich wurden große, dekorative Leuchten angebracht. Ansonsten wurde die rein technische Beleuchtung an der dunkel gehaltenen Decke installiert. Ebenfalls an der Decke wurden die Rohre für die Belüftungs-

DER VINSCHGER 08/23 35 VINSCHGER SPEZIAL
Foto: René Riller
Balkone · Fassaden · Terrassenböden

anlage in sichtbarem Schwarz montiert. Der ursprünglich mit Marmorsäulen versehene Geschäftsbereich wurde durch eine nahezu vollverglaste Fassade ersetzt. Durch das Absetzen des Erdgeschossbereiches wurde dem Gebäudekomplex Leichtigkeit und eine schwebende Optik gegeben, welches die Größe verschwinden lässt.

Die Hülle der Gebäude wurde durch einen vertikalen Streichputz betont und so die Massivität und Schlichtheit des Bauwerks unterstrichen. Die Holzumrahmungen der innenliegenden Balkone dienen als Verzierung des Gebäudes und führen so alte Baukultur in eine minimalistische Interpretation weiter. Die Farben wurden mit Sorgfalt gewählt,

und trotz der außergewöhnlichen Oberflächenbeschaffenheit und der unauffällig auffälligen Architektur die Zugehörigkeit zum Dorfbild hergestellt. Um genügend Belichtungs- und Belüftungsflächen zu schaffen, wurde ein Zwischenbereich geplant, welcher das Treppenhaus und einen Innenhof unterbringt. Die

Fixglaselemente im Treppenhaus wurden mit alten Bildern aus Schlanders beklebt, auch um die Zugehörigkeit der Familie Gluderer zu Schlanders und dessen Vergangenheit aufzuzeigen. Die Wohnungseingangstüren wurden in neutralem Schwarz gehalten. Die Holztüren in den Wohnungen wurden an die Far-

ben der Bodenbeläge angepasst und vermitteln eine ruhige, einheitliche Optik. Im Innenbereich der Wohnungen wurden alle Decken mit groben Putzen versehen, um sich optisch und akustisch vom Standard abzusetzen. Großformatige Fliesen in Naturtönen wurden in den Bädern verlegt, ebenso wurden die Terrassen mit

AUSFÜHRUNG DER MALER- UND GIPSARBEITEN

Ein Dorf ist attraktiv und überlebensfähig, wenn es Geschäfte, Bars und Restaurants gibt, die gut zusammenarbeiten und gemeinsam Projekte realisieren.
36 DER VINSCHGER 08/23 VINSCHGER SPEZIAL
VIELEN DANK FÜR IHR VERTRAUEN UND VIEL
ERFOLG

großformatigen Platten für den Außenbereich versehen. DesignLine-Elemente mit Drehtüren verschaffen einen einfachen Zugang zu den Balkonen bzw. Terrassen und lassen mehr Licht in die Räume. In den Wohnungen entschieden sich die Bauherren für eine indirekte LED-Beleuchtung. Der Penthousebereich wurde mit Holz verkleidet und so fast unsichtbar auf den Kubus aus Mauerwerk aufgesetzt. Die Dachöffnungen im Penthouse lassen Lichtspiele je nach Tageszeit in die Wohnung dringen und spiegeln die Offenheit und Transparenz der Unternehmerfamilie wider. Die Holztüren im Penthouse wurden farblich an den in Landhausdiele verlegten Boden angepasst. Das gesamte

Wohngebäude ist an das Fern wärmenetz der Marktgemeinde Schlanders angeschlossen. Eine Fußbodenheizung sorgt für an genehme Wärme. Die Qualität der Ausführung wurde durch einheimische Unternehmen ge währleistet, welche während der gesamten Bauzeit außerordent lich gut zusammengearbeitet haben, so dass die Planung zur vollsten Zufriedenheit umgesetzt werden konnte. Genauso einzig artig waren auch das Verständnis der Nachbarschaft und deren Geduld während der Bauzeit. Durch die Einbindung der Anrai ner bereits in der Anfangsphase der Planung und der Ausführung war ein harmonischer Ablauf während der gesamten Bauzeit gewährleistet.

Fotos: René Riller DER VINSCHGER 08/23 37 VINSCHGER SPEZIAL M air ös l W e r n e r Mobil 335 588 04 32 ww w. mai ro es l.b z .i t Ausführung der Elektroinstallationen, Beleuchtung und Alarmanlage Brandschutz- & Innentüren Tischlerei Telser OHG Tel. 0473 836 811 | www.telser.it Lieferung der Türen Fliesen Holzböden FUCHS.IT Schlanders und Meran Lieferung und Verlegung

Wie baue ich ein Blockhaus?

Wochenseminare mit dem Blockhausbauer Karl Hager in Langtaufers.

LANGTAUFERS - Vor dem neuen Fraktionsgebäude der Eigenverwaltung Langtaufers in Grub herrschte in der vergangenen Woche emsiges Treiben. Und auch während der laufenden Woche wird das Geräusch von Motorsägen zu hören sein. Zwei Gruppen mit jeweils rund 20 Teilnehmern hatten sich für zwei Blockbau-Wochenseminare mit dem renommierten Blockhausbauer Karl Hager aus Deutschland angemeldet. „Die Teilnehmer stammen aus Kärnten, Oberösterreich, Hessen und anderen Gegenden in Deutschland und Österreich sowie aus dem Vinschgau“, freute sich der Fraktionspräsident Toni Zanini in seiner Funktion als Gast-

geber der nicht alltäglichen Blockhausbau-Kurse. Er nahm zusammen mit Leo Eller an der ersten Seminarwoche teil. Mit dabei waren auch 3 Grödner. Während der jetzt laufenden Woche sind auch einige Blockbaubegeisterte aus dem Vinschgau mit dabei. Bei den Seminaren lernt man in der Theorie, vor allem aber in der Praxis, wie man kleine Blockhäuser, aber auch Bänke und Tische baut. „Zu den Besonderheiten der Kurse in Langtaufers gehört der Umstand, dass vorwiegend mit Zirbenholz gearbeitet wird. Das ist in den Augen der Teilnehmer wie ein ‚Luxus’“, freute sich Toni Zanini. Zur Verfügung gestellt hat die frisch gefällten Zirben

die Eigenverwaltung. Im Gegenzug bekommt die Fraktion die während der Wochenseminare gebauten, 3 Mal 3 Meter großen Blockhäuschen sowie auch originelle Bänke und Tische, die an Wanderwegen aufgestellt werden können. Eine sehr gelungene Theke aus Zirbenholz wird im Festsaal des neuen Fraktionsgebäudes einen festen Platz finden. Die Hauptwerkzeuge der Teilnehmer sind die Motorsäge, der Zirkel und der Schiffshobel. Nägel werden bei der Rundstammverbauung nicht eingesetzt. Lediglich etwas Leim wird verwendet. Werden sie fachgerecht gebaut, sind die Blockhäuschen vollständig abgedichtet. Die Absolventen der

Seminare nutzen das Erlernte, um mit den eigenen Händen eine Jagdhütte, ein Gartenhäuschen, eine Geräteschuppen oder gar eine Sauna aus Rundholz zu bauen. Von Langtaufers und speziell von den Zirbenbeständen im Tal begeistert zeigte sich der Blockhausbauer und Seminarleiter Karl Hager. Er stammt aus Nusplingen auf dem Heuberg, dem südwestlichen Teil der Schwäbischen Alb. Hager ist leidenschaftlicher Zimmermeister und Liebhaber des Rohstoffs Holz. Bei seinen Seminaren erlernen die Teilnehmer alle Schritte bis zum Bau eines Blockhauses, und zwar vom Entrinden der Stämme bis zum Wandaufbau und zur Dachkonstruktion. SEPP

Der Fraktionspräsident auf einer Bank aus Zirbenholz. In Theorie und Praxis lernen die Seminarteilnehmer, wie man ein Blockhaus baut. Der Blockhausbauer Karl Hager. Leo Eller und Toni Zanini bei der Theke, die im Festsaal des Fraktionsgebäudes einen festen Platz finden wird.
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Die Abdichtung ist perfekt.

Erste Hausmesse der TFO Schlanders

SCHLANDERS - Nicht weniger als 14 Betriebe aus dem Vinschgau und aus anderen Landesteilen waren am 19. April zu Gast in der Technologische Fachoberschule (TFO) Schlanders. Das Ziel der ersten Hausmesse der TFO Schlanders war es, den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Vielfalt der Südtiroler Unternehmen zu gewähren, ihnen die Möglichkeit zu bieten, mit Vertretern der Betriebe direkt in Kontakt zu treten sowie Orientierungshilfen für die Berufswahl

zu erhalten. Den Unternehmen ihrerseits wurde eine Plattform geboten, um sich sowie ihre Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. Die Betriebe, die mehr oder weniger alle händeringend nach Arbeitskräften suchen, nutzten die Hausmesse auch dazu, über die Vielfalt der Berufe in den Unternehmen zu informieren. Veranstaltet wurde die gelungene Hausmesse in der Turnhalle. Zuerst wurden die Tore für die ersten Klassen geöffnet, dann für die zweiten und

später für die Schülerinnen und Schüler, die das Triennium absolvieren. Dem zuständigen Lehrerteam ist es in Zusammenarbeit mit der gesamten Schulgemeinschaft der TFO gelungen, einen für alle interessanten Vormittag zu organisieren. Aufbauend auf den Erfolg der heurigen ersten Auflage soll es in Zukunft weitere Hausmessen mit noch mehr Betrieben geben. Heuer waren folgenden Unternehmen mit dabei: Doppelmayr Italia, GEIER Raupenfahrzeuge, GEOS, Ilmer

Maschinenbau, ivoclar, Patscheider Partner Engineers, BASIS Vinschgau Venosta, Recla AG, Schweitzer Project, ewos, Frigotherm Ferrari, Pedross Die Leiste, Laaser Marmorindustrie und Durst Group. Detail am Rande: bei Vertretern von rund einem halben Dutzend der beteiligten Unternehmen handelte es sich um Abgänger der TFO Schlanders. Viele Schüler und Schülerinnen der TFO hatten bereits Praktika in den Unternehmen absolviert. SEPP

STILFS - Vor kurzem fand in Stilfs die diesjährige Ortsversammlung des Wirtschaftsverbandes hds statt. Dabei wurde Christina Antonia Thöni zur Ortsobfrau gewählt. Die weiteren Mitglieder des Ortsausschusses sind Hilbert Reinstadler und Julian Angerer. hds-Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser und Bezirksleiter Aaron Pircher dankten der Ortsobfrau und dem Ortsausschuss für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der loka-

len Wirtschaft. Bürgermeister Franz Heinisch berichtete, dass das erste Geld des PNRR-Pro-

jektes eingetroffen sei und dass Stilfs in den nächsten Jahren eine Baustelle sein werde. Für

Stilfs Dorf ist ein Geschäftslokal vorgesehen, das bespielt werden kann, sollte das bestehende letzte Geschäft endgültig schließen müssen. Einen potenziellen Betreiber gibt es auch schon. Somit ist die Nahversorgung in Stilfs gesichert. Bedauert wird, dass in Trafoi wichtige Dienstleistungen, wie zum Beispiel Postamt oder Bank, fehlen. Ein weiteres Thema ist die geplante Aufwertung des Stilfserjochs, die nur langsam voranschreitet. RED

Einige Schnappschüsse der ersten Hausmesse der TFO Schlanders.
„Die Nahversorgung ist gesichert“
DER VINSCHGER 08/23 39 VINSCHGER GESELLSCHAFT www.gamperdach.it Lana . T 0473 56 15 09 HANDWERK PUR.
Im Bild (v.l.): hds-Bezirksleiter Aaron Pircher, Hilbert Reinstadler, hds-Ortsobfrau Christina Antonia Thöni, Julian Angerer und Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser.

Sprachencafé

SCHLANDERS - Bereits vor der Pandemie hat der Bildungsausschuss Schlanders zweimal ein Sprachencafé für Deutsch und Italienisch angeboten. Eine solche Möglichkeit gibt es mittlerweile auch in vielen anderen Ortschaften in Südtirol. Was ist ein Sprachencafé? Es ist ein gemütliches Zusammensein, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich in einer Fremdsprache austauschen und so ihre mündliche Kommunikationsfähigkeit verbessern. An jedem Sprachtisch sitzen auch muttersprachliche Moderatorinnen oder Moderatoren, die Impulse geben und das Gespräch in Gang halten. Nach den Weihnachtsferien 2022 hat der Bildungsausschuss

Familien stärken

in der Bibliothek Schlandersburg wieder ein Sprachencafé angeboten. Über zehn Wochen, jeweils am Samstag von 10 bis 11.30 Uhr, hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Sprachen Deutsch, Italienisch und erstmals auch Englisch zu üben. Das Angebot wurde gerne angenommen und bei jedem Treffen waren ca. 25 bis 30 Interessierte dabei. Bei Kaffee, Tee oder Saft und kleinen Knabbereien unterhielt man sich über die verschiedensten Themen in Deutsch, Italienisch oder Englisch. Eine Anmeldung war nicht erforderlich. Wer Zeit und Lust hatte, konnte einfach zu den Treffen kommen. Das Angebot war kostenlos, eine kleine freiwillige Spende aber willkommen. Aufgrund der positiven Erfahrungen wird das Projekt im Herbst weitergeführt.

CLAUDIA

MALS/SCHLANDERS - Familien stärken und das Wohlergehen aller Familienmitglieder fördern: Das ist das Ziel des Bereichs „Kinder und Jugendliche“ der Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft Vinschgau. Dieses Ziel wird auch mit dem Interreg-Projekt „Familien stärken in der Terra Raetica“ verfolgt. Zum Projekt-Auftakt lud die Bezirksgemeinschaft am 19. April zum Abendvortrag „Familie und Veränderung“ mit Kathia Nocker für Eltern und Interessierte aus dem Sozialsprengel Obervinschgau in das Kulturhaus von Mals ein. Ein zweiter Vortrag zum selben Thema und mit derselben Referentin findet am 8. Mai um 20 Uhr im Kulturhaus in Schlanders für Eltern und Interessierte aus dem Sozialsprengel Mittelvinschgau statt. Wie Manuela Ortler, die Leiterin des Bereichs „Kinder und Jugendliche“, in Mals vorausschickte, seien die Vorträge als Angebot anzusehen, „Wissen zu erweitern und eine neue Perspektive einzunehmen.“ Es gehe darum, „positive Lebens- und Beziehungsmuster in Familien und somit in der Gesellschaft im Sinne der Prävention zu fördern.“ Dass der Fokus in den Familien nicht ausschließlich auf das Wohlergehen der eigenen Familie zu rich-

ten sei, sondern dass die Familie auch eine Verantwortung für die gesamte Gesellschaft zu tragen habe, hob Kathia Nocker gleich zu Beginn ihrer Ausführungen hervor. „Nicht umsonst wird die Familie als Keimzelle der Gesellschaft bezeichnet“, sagte die Pädagogin und Trainerin in systemischer Kompetenzentwicklung. Den Schwerpunkt ihres Referates legte sie auf die Beantwortung folgender zwei Fragen: „Wie kann ich unser Familienleben zum Wohle aller Familienmitglieder gestalten?“ und „Wie kann ich meine eigene Elternrolle weiterentwickeln?“ Jede Familie habe ihre eigenen Dynamiken und gehe mit Herausforderungen anderes um. Wesentlich sei, dass Eltern ihre Führungsrolle liebevoll und achtsam wahrnehmen und sich bewusst mit den Auswirkungen von Veränderungen befassen. Nocker ging auf verschiedene systemische Grundprinzipien für die Erziehung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen ein und zeigte auf, wie Werte das Familienleben nachhaltig stärken können. Als Werte für eine „gesunde“ Familie nannte sie in Anlehnung an den dänischen Familientherapeuten Jesper Juul (1948-2019) die Gleichwürdigkeit,

die Authentizität, die Integrität und die Verantwortung. „Kinder machen nicht das, was wir sagen, sondern das, was wir tun“, sagte Juul. Zum Thema Verantwortung hat er geschrieben: „Wir müssen nicht auf alle Wünsche eingehen. Trotzdem können wir den anderen und seine Wünsche ernst nehmen.“ Auch mit konkreten Tipps und Ratschlägen wartete Kathia Nocker auf. Wenig hält sie von ständigem Tadeln der Kinder, von Verboten und Vorwürfen ihnen gegenüber: „Wir können die Kinder nicht formen. Wohl aber können wir sie bei der Entwicklung ihrer Potentiale begleiten und fördern. Wir müssen ihnen das Werkzeug mit auf den Weg geben, damit sie sich selbst formen können.“ Im Rahmen des Interreg-Projektes wurde bzw. wird eine Eltern-Jahresgruppe gegründet. Wie Kevin Hofer (Berater und Mitorganisator) informierte, sind von Juni 2023 bis Juni 2024 insgesamt 6 Tages- bzw. Halbtagestreffen der Gruppe zu unterschiedlichen Themen geplant: Familienleitbild, Elternrolle, Wertevermittlung, Familienrat und weitere Themen mehr. Die Teilnahme ist kostenlos. Zielgruppe sind interessierte Eltern.

MERAVIGLIA BODINI (KOORDINATORIN SPRACHENCAFÉ, IM AUFTRAG DES BILDUNGSAUSSCHUSSES SCHLANDERS)
SEPP
Manuela Ortler Rund 40 Interessierte haben am 19. April am Vortragsabend in Mals teilgenommen. Ein weiterer Vortrag findet am 8. Mai in Schlanders statt. Kathia Nocker
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Kevin Hofer

Wie stellt sich künstliche Intelligenz Südtirol vor?

PRAD/ZÜRICH - Mit Hilfe besonderer Techniken der künstlichen Intelligenz (KI) lassen sich fotorealistische Bilder aus beliebigen Texteingaben erzeugen. Eine dieser Bilderzeugungstechniken ist Stable Diffusion. „Stable Diffusion hat Milliarden von Text-Bild paaren gesehen und dadurch ein Verständnis erhalten, wie unsere Welt aussieht“, sagt der Informatikstudent Markus Pobitzer (im Bild) aus Prad. Er beschäftigt sich in seiner Masterarbeit an der ETH in Zürich mit Bildgeneration durch künstliche Intelligenz, im Speziellen mit Stable Diffusion. Markus Pobitzer wollte wissen, wie sich dieser Algorithmus Südtirol vorstellt und hat einige Bilder generiert (siehe Fotos). Mit der Stable Diffusion-Technik können Bilder erzeugt werden, die die Queen, Donald Trump und den Papst beim Wandern in Südtirol zeigen. Es ist auch möglich, Bilder von Bergen wie dem Ortler und den Dolomiten zu erstellen. „Wobei schnell auffällt, dass der Algorithmus von der Realität abweicht und es schwierig ist, Gesichter und Gliedmaßen natürlich darzustellen“, so der Informatikstudent. Die Technologie zur Bilderzeugung hat ihre Vorteile, „doch

gibt es auch negative Aspekte zu bedenken.“ Ein Problem sei die Möglichkeit der Erstellung irreführender oder gefälschter Bilder, die zur Verbreitung falscher Informationen oder zur Manipulation der öffentlichen Meinung verwendet werden könnten. Darüber hinaus gibt es potenzielle ethische

Bedenken im Zusammenhang mit der Verwendung von KI-generierten Bildern in der Werbung oder in politischen Kampagnen. Zusammenfassend lässt sich laut Markus Pobitzer sagen, dass die Bilderzeugungstechnologie zwar ihre potenziellen Nachteile hat, aber auch zahlreiche Vorteile und

Möglichkeiten bietet. Da sich die Technologie schnell weiterentwickelt, „ist es wichtig, ihre Anwendungen und Auswirkungen zu diskutieren.“ Aber wie stellt sich nun KI Südtirol vor? Sehr idyllisch: blauer Himmel, majestätische Berge und ein saftiges Grün entlang der Wanderwege. SEPP

DER VINSCHGER 08/23 41 VINSCHGER GESELLSCHAFT
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Markus Pobitzer wollte wissen, wie die künstliche Intelligenz (KI) das Land Südtirol sieht und hat einige Bilder generiert.
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Platz da für den Kaiser: auf keinen Fall für das Volk

Der Laaser Dorfplatz besitzt als einziger Dorfplatz im Vinschgau einen unverwechselbaren Kaiserstil: Zwei alte große stattliche Bäume - Kaiserlinde und Rosskastanie -, die die ganze Dorfgeschichte widerspiegeln, von der Monarchie bis zur Gegenwart. Nun soll die ca. 70-jährige Rosskastanie, die Jahrzehnte überdauert hat und älter als mancher Dorfbewohner geworden ist, einer zeitgemäßen Platzgestaltung weichen. - Wieso setzen wir Laaser mit diesem Baum nicht ein Symbol zur Erhaltung und zum Schutze unserer Heimat- und unserer Dorfkultur und lassen ihn stehen? Damit sorgen wir für gute und gesunde Luft auf einem frisch gestalteten Dorfplatz.

Eine der Maßnahmen, um gegen Hitze und Trockenheit anzugehen, die in vielen Orten und in Städten schon gesetzt wurden, ist das Pflanzen und Gießen von Bäumen. Bäume wirken wie Klimaanlagen in Städten. Wie wir ja wissen, brauchen Bäume aber viel Zeit, bis die Baumkrone soweit gewachsen ist, dass Menschen in seinem Schatten sich aufgehoben fühlen.

Nun soll jedoch genauso ein Baum, die Rosskastanie, die Jahrzehnte überdauert hat und älter als mancher Dorfbewohner geworden ist, einfach weg. Ist das nachvollziehbar? Für viele nicht. Für mich auch nicht.

Der Dorfplatz ist das Herz von Laas und macht sich gut mit seinen Bäumen: Ist Euch schon aufgefallen, dass der Laaser Dorfplatz der einzige Platz im ganzen Vinschgau mit zwei alten großen ehrwürdigen Bäumen ist? Einer dieser Bäume bekam sogar einen besonderen Namen: Die ca.100-jährige „Kaiserlinde“ Der zweite Baum, eine Rosskastanie, wurde als seine Gefährtin 30 Jahre später gesetzt. Scheinbar muss man als Baum den Namen „Kaiser“ tragen, um zu überleben, denn mit dem Argument der Gemeinde (siehe s’Blattl), er könne sich erst richtig entfalten, wenn die Rosskastanie gefällt wird, bedeutet für mich so

viel wie: die primitive Rosskastanie wird der edleren Linde (weil Kaiserlinde) geopfert. Wenn es eine Kaiserliche Rosskastanie wäre, hätte sie dann eine Überlebenschance?

Alle Bäume auf diesem Platz spenden uns Schatten und schaffen eine angenehme Atmosphäre, gar nicht vorstellbar - der Platz ohne unsere großen Bäume! Wie armselig nackt würde das Dorfzentrum wirken und wie ausgeräumt und lebensunwert! Wir würden uns als Fußgänger nicht so willkommen und beschützt fühlen. Alle Bäume sind Teil dieses Platzes und haben ihre Daseinsberechtigung - nicht nur die Kaiserlinde. Im übertragenen Sinn hieße das, das Volk, alle Bürger, haben ein Anrecht auf diesen Platz, dürfen sich auf dem Platz bewegen und sich Raum nehmen. Stattdessen, sagen die Entscheidungsträger, werden auf dem Platz zwei schmale kleine junge Bäume gepflanzt, welche jedoch 25 bis 30 Jahre brauchen, bis sie sich zu derselben Größe entfaltet haben wie unser Rosskastanie.

20 Jahre haben wir wirklich nicht mehr Zeit. Unglaublich, dass es heutzutage noch möglich ist, einen so großen statt-

lichen Baum, der wesentlich zur Identität des Dorfplatzes beiträgt, einfach zu fällen. Ein alter Förster behauptet gar, dass alle vorgebrachten Argumente fadenscheinige Ausreden seien, um diesen Baum zu fällen. Sie sollten wenigstens klipp und klar sagen, sie mögen ihn nicht und deshalb muss er weg.

Warum nicht zwei Bäume zusätzlich setzen und die Rosskastanie stehen lassen? Jeder hierzulande weiß, wie hoch das Überlebensrisiko junger Bäume ist, wenn sie bei dieser Hitze nicht regelmäßig gegossen werden und sich die Wurzeln im Untergrund, oft auch wegen immer wieder stattfindenden Umbauarbeiten, nicht richtig entfalten können.

Wusstest Du, dass ein Baum von der Größe unserer Rosskastanie 10 Klimaanlagen ersetzt? Wusstest Du, dass unter dem breiten Blätterdach dieser Kastanie der Temperaturunterschied zur Umgebung von mehreren Grad deutlich spürbar ist. Autos machen das nicht. Autos tragen nichts zur Dämmung der Klimaerwärmung bei, Bäume schon, vor allem alte Baumbestände schirmen mit ihrem Laub die gefährlichen UV-Strahlen ab.

Schirme geben Schatten, erzeugen jedoch keine Luftfeuchtigkeit und keinen Sauerstoff.

Angesichts der Erderwärmung müssen wir jetzt überlegen und können jetzt entscheiden, was für das Allgemeinwohl unseres Landes und unserer Heimat wichtig ist. Ich schreibe als Seniorin, die sich nicht mehr profilieren muss und auch nicht will, deren einziger Wunsch darin besteht, mit diesem Schreiben der jungen Generation ein Anrecht auf ihre Zukunft zuzusprechen. Ich appelliere an alle Laaser und Laaserinnen, an Großeltern und Eltern, an alle Mütter und Väter, gut zu überlegen, was wichtig ist. Wir als Elterngeneration haben die Verantwortung. Wir können sie nicht auf die zukünftige Generation abschieben. Dann ist es zu spät.

Unsere Rosskastanie spiegelt Beständigkeit und Wachstum. Für uns bedeutet das, wir vertrauen gemeinsam auf eine gemeinsame Zukunft. Wenn Euch etwas an Eurer Heimat liegt, dann rettet Eure Bäume und gebt Euren Kindern ein Stück Welt zurück.

GASTKOMMENTAR
BIRGIT SEISSL, LAAS, APRIL 2023
42 DER VINSCHGER 08/23 VINSCHGER GESELLSCHAFT
Links die Kaiserlinde, rechts die Rosskastanie

Mehr als ein Nadelöhr

Bekenntnis zu einem besonderen Wirtschaftsstandort.

TÖLL - Ein Gespräch zum Wirtschaftsstandort Töll mit dem Partschinser Wirtschaftsreferenten Ulrich Schweitzer.

der Vinschger: Wo liegen die Stärken und Vorteile des Standorts Töll?

ULRICH SCHWEITZER: Die Fraktion Töll im Gemeindegebiet Partschins ist für Industrie, aber auch Handel und vor allem für das Handwerk ein idealer Standort. Auch deshalb hat die Gemeindeverwaltung in den letzten Jahren die Gewerbezone Töll erweitert und so vielen einheimischen Betrieben die Möglichkeit geboten, sich strategisch weiterzuentwickeln. Logistische Aspekte sind bei der Auswahl eines neuen oder dem Ausbau eines bestehenden Betriebsstandortes im Sekundär- (Industrie und Handwerk) und im Tertiärsektor (Handel- Dienstleistung) von entscheidender Bedeutung. Unternehmen müssen, um dem oftmals starken Preisdruck standzuhalten, so kostengünstig und schnell wie möglich den Endverbraucher erreichen. Die Töll bietet sich am Eingang zum Vinschgau an der SS38 und gleichzeitig als Randgebiet zur Ballungszone Meraner

Land ideal dafür an.

Wie ist der Branchenmix?

Welche Betriebe fehlen?

Der Branchenmix in der Fraktion Töll ist meines Erachtens

sehr gut. Wir finden neben etablierten größeren Industriebetrieben und mittelständische Unternehmen aus der Baubranche, auch viele engagierte und in der lokalen Wirtschaft seit Jahren etablierte Handwerksbetriebe, welche sich untereinander sehr gut ergänzen. Der Dienstleistungssektor spielt eher eine untergeordnete Rolle. Nachdem in naher Vergangenheit die Wohnzone „Steidlhof“ erweitert wurde und hier über 25 Familien ihren neuen Lebensmittelpunkt gefunden haben, würde ich sagen es fehlt für die Nahversorgung z. B. noch ein Lebensmittel- bzw. Backwarengeschäft.

Was tut die Gemeinde Partschins, um die heimische Wirtschaft in der Töll zu unterstützen?

Die Gemeinde hat in den letzten Jahren für zusätzlichen Wohnraum und für Gewerbeniederlassungen gesorgt. Die dort angesiedelten Betriebe bieten vielen Partschinsern einen sicheren Arbeitsplatz in ihrer Nähe und Familien ein regelmäßiges Einkommen. Die Wertschöpfung für das Dorf, welche diese Betriebe, auch in der Unterstützung unserer örtlichen Vereine und des Ehrenamtes hinterlassen, ist unbezahlbar. Die Gemeindeverwaltung versucht, vermehrt heimische Betriebe mit der Vergabe von öffentlichen Aufträgen zu unterstützen. In den vergangenen Jahren wurde die Zone mit Glasfasernetz ausgestattet. Vor kurzem wurde die geplante Erweiterung der Gewerbezone von der Landeskommission für Raum und Landschaft positiv

bewertet, sodass demnächst die Antragsteller, welche zum Großteil bereits angesiedelte Betriebe sind, ihre natürliche Erweiterung vollziehen können, was wir als Gemeinde als klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Partschins sehen und im Sinne der Erhaltung der Arbeitsplätze auch für die nächste Generation beruhigend wirkt. Was den Verkehr betrifft ist die Verwirklichung eines Kreisverkehrs auf der Höhe der Auffahrt nach Partschins von immenser Wichtigkeit. Die Planungsarbeiten hierzu sind bereits stark fortgeschritten und der Baubeginn ist für 2024 vorgesehen. Auch die Über/Unterführung des Vinschger-Radweges an der „Töller Schleuse“ ist in Planung und soll zeitnah realisiert werden.

AM
Das großflächige Wandbild, das seit kurzem entlang des Etsch-Radweges auf der Töll zu sehen ist, ist ein Geschenk an Peter Mitterhofer.
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Wirtschaftsreferent Ulrich Schweitzer

ALPIPLAST

Im Zeichen der Nachhaltigkeit

TÖLL - Stets mit der Zeit gehen. Das hat sich die Firma Alpiplast seit jeher vorgenommen. Mehr denn je gilt es heute auf Nachhaltigkeit zu setzen. Dem wird der Betrieb gerecht.

So werden mittlerweile vermehrt biologisch abbaubare Trinkhalme aller Art produziert.

Von den Trinkhalmen bis hin zu Bechern und Zubehör werden effiziente und personalisierte Komplettlösungen für die Gastronomie entwickelt und angeboten.

Eine weitere Innovation sind die biologisch abbaubaren Deckel, die sich immer größerer

Beliebtheit erfreuen. Seit der Gründung von vor 50 Jahren hat sich der Familienbetrieb Alpiplast zu einem international agierenden Unternehmen entwickelt. Rund 1,2 Millionen Meter Halme werden täglich mit modernsten Maschinen und hoch qualifizierten Mitarbeitern produziert.

Alpiplast

Neben der Getränkeindustrie und einigen Fast-food-Ketten produzieren wir seit mittlerweile 50 Jahren auch Halme für die Gastronomie. Seit geraumer Zeit sind alle unsere Trinkhalme auch in verschiedenen biologisch abbaubaren Materialien erhältlich.

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DIFFERENT NATURAL ATTITUDE

TÖLL - Wissen und Respekt ist der rote Faden, der sich seit mehr als einem Jahrhundert durch unsere Geschichte zieht: der Respekt für die Umwelt, die Achtung des Menschen und die Ehrfurcht vor dem Leben im Gesamten und in all seinen Formen.

Bei RÖFIX arbeiten Menschen mit Leidenschaft: kompetent, engagiert, motiviert. Die Geschichte von RÖFIX ist ein Erfahrungsschatz, der uns heute ermöglicht, unsere Projekte dank zukunftsweisenden Lösungen so umzusetzen, dass sie höchsten technischen, sowie ökologischen und ökonomischen Ansprüchen genügen. Aber „heute“ erfolgreich zu sein, bedeutet für uns nicht, stehenzubleiben, den Erfolg zu genießen und nicht an morgen zu denken.

Wir betrachten das „heute“ als einen Startpunkt für weitere Investitionen in die Zukunft des

Bauwesens und als Antrieb für die Entwicklung von neuen, außergewöhnlichen Produkten, Systemen und Materialien. Dabei setzen wir auf Innovation, Engagement und Unermüdlichkeit, um jene Wege zu beschreiten, die Ökologie und Nachhaltigkeit fördern und unterstützen.

Bei RÖFIX setzen wir auf ein internationales Forschungsteam von Fachleuten, die in Zusammenarbeit mit Baustoffexperten, Mineralogen und Chemikern stetig an der Entwicklung und Optimierung unserer Produkte arbeiten.

So entstehen Synergien und Innovationen, die eine gleichbleibend hohe Produktqualität garantieren. RÖFIX entwickelt stetig neue Lösungen, die Verarbeitern, Anwendern, Baustoffhändlern, Architekten und Endkunden einen praktischen Mehrwert bieten.

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Unikate vom Meisterbetrieb

TÖLL - Echte Unikate, zeitlos, Garanten für wohlige Wärme. Hafnermeister Eduard Rungg und sein Team von Thermo Ton setzen mit ihren Speicher- und Kaminöfen Akzente im Wohnraum. Dabei ist jedes Stück ein Einzelstück. Individuell, so wie die Kunden selbst. Jeder Ofen wird detailliert geplant und fachmännisch ausgeführt, Per-

fektion bis ins kleinste Detail. Bei sämtlichen Schritten setzt man auf die langjährige Erfahrung und das Know-How: Von der anfänglichen Beratung bis hin zur Fertigstellung. Als Ofensetzerbetrieb konnte man sich deshalb schon lange einen guten Namen machen, auch weit über den Vinschgau hinaus. Mit derselben Kompetenz führt die

Firma Thermo Ton auch die Schamottierung und Ausmauerung von Biomassekesseln durch. Der Großteil der Fernheizwerke in Südtirol aber auch Kunden in Österreich, Deutschland und Norditalien vertrauen seit Jahren auf das Fachwissen und die Zuverlässigkeit der Firma. Somit ist die Firma Thermo Ton der fachkundige An-

sprechpartner vom Kachelofen im Wohnzimmer bis hin zum Biomassekessel im Fernheizwerk.

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in professioneller Ausführung braucht. Besonderes Augenmerk gilt bei Ungerer dem ökologischnachhaltigen Gedanken. Unser Leistungsspektrum umfasst die Planung, Ausführung und Wartung von Kühl-, Klima-, Reifeund Trocknungsanlagen. Dabei streben wir für unsere Kunden eine besonders wirtschaftliche

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Nun schaukelt er wirklich

100 Jahre nach seiner Freilegung wurde dem Heiligen auf der Schaukel eine besondere Ehrung zuteil.

NATURNS - Die Rede ist von jener Freskofigur in der Naturnser Kirche St. Prokulus, die etwas salopp „der Schaukler“ genannt wird. Wer sich wirklich dahinter verbirgt, ob der aus Damaskus fliehende Apostel Paulus oder St. Prokulus, der Stadtheilige von Verona, bleibt ein Geheimnis, genauso wie das Alter der Fresken in der kleinen Kirche östlich von Naturns. Geheimnis hin oder her, die Naturnser sehen in ihm den Bischof Prokulus, der vor der Christenverfolgung des Kaisers Diokletian im Jahre 303 aus Verona fliehen musste und dazu über die Stadtmauer abgeseilt wurde. Inzwischen ist die Darstellung weltberühmt. Deren Freilegung im Jahre 1923, also vor jubiläumswürdigen 100 Jahren, war ein Anstoß für Kulturbewusste in Naturns, Kirche und St. Prokulus wieder ins Gespräch zu bringen. Angestoßen fühlten sich nicht nur Kulturreferent Michael Ganthaler, die Leiterin des Prokulus-Museums Tanja Flarer, die Obfrau des Prokulus Kulturvereins Maria Theresia Kreidl und ihre Mitglieder, die Pfarre mit Dekan Christoph Wiesler, sondern auch die Tourismusgenossenschaft und viele Naturnser Bürger mit Bürgermeister Zeno

Christanell an der Spitze. Referent Ganthaler erinnerte sich nicht mehr, wer auf ein Projekt des Künstlers Eduard Habicher aus dem Jahre 2003 hingewiesen hatte. Damals, 2003, wurde Naturns vom Durchzugsverkehr befreit und der Umfahrungstunnel eröffnet. Der aus St. Valentin auf der Haide stammende Künstler Eduard Habicher hatte die Identität stiftende Wirkung „des Schauklers“ vor Augen und wollte ihn überlebensgroß auf Naturns hinweisen lassen. Der Gedanke wurde 20 Jahre später wieder aufgegriffen und Habicher kontaktiert. Der war inzwischen ein Burggräfler mit Werkstatt in Riffian geworden und durch seine großformatigen Skulpturen in ganz Europa bekannt. Um sich abzusichern und jeden Anschein von Blasphemie zu vermeiden, haben die Naturnser eine Stellungnahme des Direktors des Landemuseums Dorf Tirol, Leo Andergassen, eingeholt. Der schrieb: „Meines Erachtens ist der Schaukler aus den Wandmalereien von St. Prokulus zu einem selbstredenden Motiv geworden, das als Verweis auf den hochrangigen Kult- und Kulturort wunderbar funktioniert. Ich hätte keine Bedenken hinsichtlich der Profanie-

46 DER VINSCHGER 08/23 VINSCHGER KULTUR
Naturns wird sichtbarer gemacht.

rung eines Heiligenbildes“. Anfangs April 2023 verschwanden zuerst die „grünen Biker“ aus dem Kreisverkehr und in der angrenzenden Wiese entstand ein Betonsockel. Am Dienstag, 12. April, fuhren ein Kranwagen und eine Hebebühne auf. In wenigen Stunden wuchs ein tonnenschweres Gerüst aus angerosteten Stahlrohren in die Höhe. Eduard Habicher und ein Helfer ließen sich den verpackten, mannshohen Schaukler aus Edelstahl anheben, „damit er in 7 m Höhe im famosen Vinschger Wind schaukeln und im Sonnenlicht in gleißende Energie sprühen kann“, wie Habicher nach getaner Arbeit meinte. „Die Skulptur hat verschiedene Bedeutungsebenen“, erklärte Eduard Habicher, „einerseits ist es ein Fingerzeig auf das kostbare, kulturgeschichtliche Erbe der Marktgemeinde Naturns, andrerseits bilden die angerosteten Stahl-Rohre einen Hinweis auf die Natur, auf den Sonnenberg.“ Die Bewegung im Wind leite von einem rein physischen Phänomen hin auf eine mentale Ebene, wo alles Bewegung ist, Veränderung und andauerndes Werden, ergänzte der Künstler. Die Segnung der Kunstinstallation mit Dekan Christoph Wiesler findet im Rahmen einer schlichten Feier am 1. Mai um 10.00 Uhr statt. Für Samstag, 6. Mai mit Start um 15.00 Uhr ist eine „siedlungsgeschichtliche Wanderung“ rund um Naturns vorgesehen mit dem Archäologen Hubert Steiner und dem Bauforscher und Kunsthistoriker Martin Laimer. Kontakt: prokulusmuseum@naturns.eu

GÜNTHER SCHÖPF

Der Schaukler als Symbol

NATURNS - Wer immer es auch sei, der heilige Paulus, den man zur Flucht aus Damaskus verhalf oder der Heilige Prokulus, der über die Stadtmauer von Verona abgeseilt wurde, es gehe immer um Verfolgung und Flucht, meinte der Diözesanpriester und Familienberater Josef Torggler. Er war von Dekan Christoph Wiesler eingeladen worden, um im Jubiläumsjahr 2023 „Verdeckt – Entdeckt“ auf die Symbolik der Fresken in der Prokulus-Kirche einzugehen und deren Inhalte im Sinne der Bibel zu vertiefen und mit dem menschlichen Dasein in Verbindung zu bringen. Mit dem Referat „Momente des Innehaltens – Gedanken, Impulse, Mediationen“ gelang es dem ausgebildeten Psychotherapeuten, in kurzweiliger und verständlicher Form auf die Sym-

bolik des „berühmten Schauklers“ einzugehen. Im Leben komme es immer wieder zu Schaukel- und Pendelbewegungen, meinte Torggler. In der Unvollständigkeit der

Welt würden sich leichtere und schwierigere Phasen abwechseln. „Überall ist Bewegung. Wir sollten uns hinsetzen und spüren, wie der Atem kommt und geht –

in einer Art Schaukelbewegung. Und wir sollten dabei gelassen bleiben.“

GÜNTHER SCHÖPF

Der Künstler Eduard Habicher und sein Modell Der „Schaukler“ im geschätzten Alter von 1.350 Jahren Beeindruckt Josef Torgglers Vortrag waren Maria Theresia Kreidl, Obfrau des Prokulus Kulturvereins, und Vizebürgermeister Michael Ganthaler (rechts). Dekan Christoph Wiesler (links) mit dem Referenten Josef Torggler Fotos: Prokulus Museum
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Foto: Michael Ganthaler

Volksmusik auf der Bühne

Gelungenes Sänger- und Musikantentreffen in Mals.

MALS - Die Pflege und Verbreitung des bodenständigen Volksliedes, der Volksmusik und des Volkstanzes ist das Ziel des Südtiroler Volksmusikvereins (bisher Volksmusikkreis). Ein kräftiges Zeichen dafür, dass die Volksmusik im Vinschgau und speziell im Obervinschgau lebt und gedeiht, setzten am 15. April nicht weniger als 6 Musik- und Gesangsgruppen beim einem Sänger- und Musikantentreffen in der Aula Magna des Oberschulzentrums in Mals. Zum einmaligen Volksmusikabend konnte Martin Moriggl, der Bezirksvertreter des Vinschgaus im Südtiroler Volksmusikverein, zahlreiche Volksmusikfreunde aus nah und fern begrüßen.

Reges Volksmusikleben

Gernot Niederfriniger, der Obmann des Volksmusikvereins, bestätigte im Gespräch mit der Moderatorin Heike Tschenett (Rai Südtirol), dass es vor allem im Obervinschgau ein reges Volksmusikleben gibt. Niederfriniger, aufgewachsen in Eyrs und wohnhaft in Mals, ist nicht nur begeisterter und begeisternder Musikschullehrer, sondern komponiert auch selbst Stücke, spielt über ein Dutzend Musikinstrumente und tritt mit verschiedenen Formationen auf. Gespielt und musiziert wird in Wirtshäusern, auf Märkten und zu anderen Anlässen. Beim wöchentlichen Bauernmarkt, der von Juni bis Oktober in Mals stattfindet, spielt Gernot schon seit Jahren immer

mit seiner Frau Bernadette auf.

„Heute können wir nach langer Zeit endlich wieder Volksmusik auf der Bühne anbieten“, freute sich der Vereinsobmann. Zu hören waren die Obervinschger Gstanzlsänger, der Eyrser Viergesang, die Glieshof Musi, die Gargitzer, die Nussis und Fabian Alber als Solist an der Ziehharmonika. Heike Tschenett bot den Mitwirkenden die Möglichkeit, sich und ihre Musik in kurzen Interviews vorzustellen. Das abwechslungsreiche Programm

reichte von Stücken des Ziehharmonikaspielers Alois Federspiel aus Laatsch, vulgo „Storcha Luis” (1905-1970), bis hin zu Eigenkompositionen und Uraufführungen von Werken aus der Feder von Gernot Niederfriniger. Dass sich klassische Musik und Volksmusik nicht ausschließen, bewiesen Lukas Punter (Organist und Kantor im Kloster Marienberg) und Marian Polin (seit 2023 Professor für Kirchenmusik und Chordirigieren am Konservatorium Claudio Monteverdi in

Bozen), die zusammen mit Gernot Niederfriniger (Gitarre) als Obervinschger Gstanzlsänger zu hören waren.

Einblick in kulturhistorische Schätze

Zusätzlich bereichert wurde der Volksmusikabend mit „Korrnliadrn“ von Luis Stefan Stecher, die Ernst Thoma vortrug, mit kurzen Einführungen von Helene Dietl Laganda in kulturhistorische Besonderheiten und Schätze des Obervinschgaus, wie es etwa die St.-Benedikt-Kirche in Mals, das Kloster Marienberg sowie kirchliche und profane Bauwerke aus der Romanik sind, und mit Gedanken von Karl Perfler vom Kultur- und Dorfgasthaus Tschenglsburg in Tschengls. Perfler hatte am 15. April ein Marillenblüten-Singen in Tschengls veranstaltet. In der Zeit vor Corona hatten im Laufe von 6 Jahren über 260 Chöre aus dem In- und Ausland an Sängerwanderungen anlässlich der Marillenblüte teilgenommen. Auch an der Wiederbelebung des Getreideanbaus im Vinschgau arbeitet Karl Perfler schon seit Jahren. Im Vorjahr wurden auf 45 Äckern von Reschen bis Partschins auf einer Gesamtfläche von rund 21 Hektar verschiedene Getreidesorten angebaut. Heuer kommt ein Hof in Tanas dazu (Unterfrinig). Das Sänger- und Musikantentreffen in Mals wurde von Rai Südtirol aufgezeichnet und am 25. April im Hörfunk ausgestrahlt.

SEPP
Heike Tschenett und Ernst Thoma. 6 Musik- und Gesangsgruppen wirkten beim Sänger- und Musikantentreffen in der Aula Magna des Oberschulzentrums in Mals mit. Im Bildvordergrund die mittlerweile auf 4 Mitglieder angewachsene Glieshof Musi. Der Eyrser Viergesang mit Gernot Niederfriniger Die Obervinschger Gstanzlsänger Lukas Punter (l.) und Marian Polin (r.) mit Gernot Niederfriniger (Bildmitte).
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Fabian Alber aus Eyrs.

Singen für die Natur und den Wald

SCHLUDERNS - Den Themen Natur und Wald war das Konzert des 6-köpfigen Vokalensembles StimmGold aus Regensburg gewidmet, das am 16. April im voll besetzten Kulturhaus in Schluderns zu Gast war. Vorgetragen hat das Vokalensemble nicht nur Lieder aus den goldenen Zeiten der Musikgeschichte, wie etwa Werke von Heinrich Schütz und Johannes Brahms, sondern auch traditionelle Volkslieder und zeitgenössische Arrangements rund um die Themen Natur und Wald. In einigen Liedern wurden auch Geräusche aus der Natur und dem Wald nachgeahmt, wie etwa der Gesang von Vögeln. Überrascht hat das Vokalensemble das Publikum außerdem mit Liedern aus der neuen CD „Durch den Wald“, die im Programm nicht angekündigt worden waren. Mit diesem CD-Projekt bringt Stimmgold konkrete Folgen des menschenverursachten Klimawandels in der Region Oberpfalz/Bayern mit Hilfe von 15 Auftragskompositionen mit Vokalwerken des ober-

pfälzischen Komponisten Max Reger in Verbindung. „Durch den Wald“ heißen die ersten Worte des sechsstimmigen A-cappellaWerks „Frühlingsblick“ von Max Reger, der übrigens vor 150 Jahren (19.03.1873) geboren wurde. „In 150 Jahren hat sich unsere Umwelt enorm verändert“, heißt es in der CD-Beschreibung. Diese Veränderungen seien nicht immer deutlich sichtbar, „deshalb ist es umso wichtiger, gerade die unauffälligeren und stillen Veränderungen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.“ In einem der Lie-

der, die in Schluderns vorgetragen wurden, hieß es u.a. wörtlich: „Die Welt kann man nicht verändern, aber gewisse Sauereien kann man abstellen.“ Willkommen geheißen hatte die 3 Sägerinnen und 3 Sänger Dieter Pinggera im Namen des Musikvereins „musica viva Vinschgau“. Er freute sich, dass viele Musikinteressierte den Weg nach Schluderns gefunden hatten und dankte der Gemeinde Schluderns und dem Bildungsausschuss für die Mitunterstützung des Konzertes. Das Vokalensemble StimmGold wurde

von Studierenden der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg und der Fakultät für Musikpädagogik an der Universität Regensburg gegründet. Die 6 klassisch ausgebildeten Sängerinnen und Sänger verbindet neben jahrelanger Ensemblepraxis und reichhaltiger Chorerfahrung vor allem die Freude am gemeinsamen Singen anspruchsvoller Werke. Den Schwerpunkt legt das Ensemble auf die deutsche romantische Vokalmusik sowie auf aktuelle A-cappella-Literatur. SEPP

Blumen- und Gartenmarkt mit „Straßenmusik“

Samstag, 6. Mai 2023

von 9 bis 16 Uhr in den Glurnser Lauben

Frühlingszeit ist die Zeit der Blumen und der Gärten. Verschiedene Gärtnereien, Geschäfte präsentieren sich entlang der alten Gemäuer.

• Direktvermarkter mit hochwertigen landwirtschaftlichen Produkten

• Workshop für Klein und Groß: „Wir bauen ein Insektenhotel“ mit Anna Andreatta

• Speis und Trank in den lokalen Gastbetrieben und auf dem Markt

• Auf mehreren Plätzen entlang des Marktes musizieren Schüler*Innen der Musikschule Oberer Vinschgau

DER VINSCHGER 08/23 49 VINSCHGER KULTUR
Das Vokalensembles StimmGold aus Regensburg beim Konzert in Schluderns.
Stadtgemeinde Glurns Comune della città di Glorenza Tiroler Volksmusikkreis

Nachhaltigkeit in Südtirol 2030

SCHLANDERS - Während der Aktivtage führten die Klassen 4A und 5A der WFO Schlanders einen Workshop mit der ehemaligen Schülerin und jetzigen Forscherin an der EURAC, Daria Habicher, zum Thema „Zukunftsszenarien für ein nachhaltiges Südtirol“ durch. Zu Beginn des Workshops vertieften die Jugendlichen das Thema nachhaltige Entwicklung anhand einer PowerPoint-Präsentation und betrachteten 4 mögliche Zukunftsszenarien für Südtirol im Jahr 2030 genauer. Dabei ging es um Themen wie „In der Tradition liegt die Stärke“, „Global denken, lokal handeln“, „Individuelle Freiheit“ und „die

Amateurfilmer begeistern

Ein Stück Vinschger Filmgeschichte im CulturForum.

LATSCH - „Es gibt etwas zu feiern“, wussten Leo Lanthaler, der Obmann vom Amateurfilmer Vereins Vinschgau (AVV), und Co. Seit über 30 Jahren besteht der AVV nun. Vor quasi vollem Haus konnte die 30. Jubiläums-Filmvorstellung am Samstag, 15. April, im CulturForum von Latsch über die Bühne gehen. Die vielen Partygäste wurden Zeugen diverser interessanter Filme – alle so individuell wie die jeweiligen Filmer selbst. Josef Gufler hatte die Segnung der Hängebrücke-Fallerbach (Schlanders-Vetzan) im Mai 2022 festgehalten. Walter Raffeiner präsentierte Ötzi. Kein Wunder, dass ein Schnalser für diesen „Mini-Spielfilm“ von gerade mal 3 Minuten verantwortlich ist. Die Zuschauer wurden Zeugen davon, wie originell bereits Ötzi es schaffte, ein Feuer zu machen. Alois Winkler zeigte in seinem zehnminütigen Filmbeitrag nützliche Kochtipps. Mit versteckter Kamera unterwegs war hingegen Leo Lanthaler. In Naturns spielte der Beitrag „Schlawiner Nr. 6 – die Parklücke“. Der Obmann brachte den Saal zu Schmunzeln.

Von der Tiefe in die Höhe

Welt der grünen Innovation“. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich danach in Gruppen mit den Zukunftsszenarien auseinander. Die rege Diskussion um die vielfältigen Möglichkeiten und individuellen Sichtweisen förderten einen Perspektivenwechsel und das Verständnis sowohl für die komplexen Problematiken in unserer Gesellschaft als auch für unsere unterschiedlichen Werte. Schließlich wählten sie aus allen Möglichkeiten die erwünschten Elemente aus und gestalteten dazu kreative Collagen. Damit zeigten sie anschaulich, was für sie selbst in Zukunft wichtig ist und was sie sich als junge Menschen heute von der Politik erwarten. RED

Daniel Kofler zeigte in seinem Filmbeitrag das Balzgeschehen der Raufußhühner im Frühjahr. Ulrich Schwienbacher präsentierte mit „Tellura X - die drei Kreuze“ den Zusammenschnitt eines Rockkonzertes, welches die Geschichte Südtirols erzählt und in Latsch im Juli 2022 aufgeführt wurde. Thomas Tutzer porträtierte Roman Oberhofer in „Goaszüchter aus Leidenschaft“. Was man durch Zusammenhalt alles schaffen kann, zeigte Helmut Pöhl in seinem Beitrag „Kreuzzeichen - Neuerrichtung Wetterkreuz am Tarscherjöchl“. Die Zuschauer wurden Zeugen einer enormen Gemeinschaftsleistung der Tarscher Bevölkerung. Sieg-

fried Schnitzer sorgte in seinem Film Harley wieder für einige Lacher. Oswald Gerstl entführte die zahlreichen Besucher mit seinem Film Höhlentaucher in eine fantastische Unterwasserwelt. Schwindelfrei sein musste man für den Beitrag „Ortler 3905“ von Anton Blaas. Die Besteigung über den Hintergrat wusste zu beeindrucken. Was Richard Theiner und sein Team vom Weltladen Latsch leisten, welche Rolle Fairtrade in der heutigen Zeit spielt, dies dokumentierte Ulrich Schwienbacher.

Die Menschen begeistern

Die Bürgerkapelle Latsch hatte für die musikalische Umrahmung gesorgt, ein Umtrunk durfte anschließend nicht fehlen. Geehrt wurde im Rahmen der Filmvorstellung Gründervater Adolf Josef Steinkeller. Der Goldrainer hat den Verein 1990 aus der Taufe gehoben. „Hätte ich das nicht

gemacht, wären wir heute alle nicht hier“, brachte er es etwas scherzhaft, aber kurz und bündig auf den Punkt. Steinkeller selbst führte den Verein rund zehn Jahre lang. Anschließend fungierte der Tarscher Helmut Pöhl bis 2009 als Obmann, ihm folgte Josef Gufler aus Vetzan. Seit 2020 ist der Naturnser Leo Lanthaler Obmann. Der Verein zählt heute 30 aktive Mitglieder, die sich regelmäßig im Vereinslokal im Goldrainer Schießstand treffen. Seit jeher werden Filme gedreht und der Öffentlichkeit präsentiert. „Ich glaube nicht, dass es sowas in Südtirol ein zweites Mal gibt“, so Steinkeller. Das Ziel der Amateurfilmer: Ihr schönstes Hobby, „Videos aufzunehmen, zu bearbeiten und vorzuführen, nach allen Regeln der Kunst zu betreiben“. Und möglichst viele Menschen dafür zu begeistern. An jenem Abend im CulturForum ist dies gelungen.

Geehrt (v.l.): Robert Bernardi, Leo Lanthaler, Josef Steinkeller, Josef Gufler, Dieter Marsoner und Leo Oberdörfer. Das Interesse an der 30. Jubiläums-Filmvorstellung im CulturForum in Latsch war groß.
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Das Wagnis ist gelungen

LATSCH - Nach 250 Jahren hat die ehrwürdige Bürgerkapelle eine Geburtstagsfeier hingelegt, die man so schnell nicht vergessen wird. Es war wirklich „Musi mol ondersch“. Den 54 einheitlich gekleideten Musikantinnen und Musikanten war das Alter nicht anzumerken. Sie haben eine wundersame Verwandlung geschafft: aus einer Blechblaskapelle wurde eine „Big Band“, die an die 500 Besucher aus allen Generationen von den Sitzplätzen riss. Ermöglicht hat dies Kapellmeister Wolfgang Schrötter, der Übermenschliches geleistet hat. Nicht nur am Dirigentenpult. In nur 6 Wochen hatte er seine Truppe in alle möglichen Stilrichtungen getrimmt und persönlich das lässige Musikprogramm zusammengestellt. Den Rest besorgten das Lichtspektakel mit Feuer-

werk, die coolen Ohrwürmer, die rassigen und temperamentvollen Gesangseinlagen von Claudia Fischnaller und Thomas Gruber aus Marling, ElisaLeen aus St. Valentin auf der Haide und die Begleitung am Elektro-Bass durch Dominik Told und am ElektroPiano durch Lisa Lantschner. Der Einstieg in die „ondere Musi“ voll-

zog sich über Robbie Williams‘

„Let me entertain you“, Lass mich dich/euch unterhalten, mit dem Aufruf: „Die Hölle ist vorbei und der Himmel ist da / es gibt nichts mehr, was du fürchten musst…“ Aus dem englischsprachigen Überangebot ragten beruhigend Hubert von Goisern’s „Heast as ned“ und Reinhard Fendrichs

Pflanzen und Kräuter im Mittelpunkt

SCHLANDERS - In der Fußgängerzone in Schlanders findet am Samstag, 29. April, die zweite Auflage des Pflanzentauschmarktes statt. Von 9 bis 12 Uhr können Pflanzen und Samen untereinander getauscht oder bei Verkaufsständen der teilnehmenden Gärtnereien erworben werden. Federführend organisiert wird der Pflanzentauschmarkt vom Bildungsausschuss Schlanders und der „Heilpflanzenschule in Südtirol“ der Juliane Stricker Alber. Juliane wartet beim Markt mit Tipps und Ratschlägen auf, wie man Kräuter und Beikräuter in die tägliche Ernährung einbauen kann. Mit dabei ist auch die Lebenshilfe Schlanders, die selbstgefertigte Produkte aus den

Werkstätten anbietet. Die Schlanderser Bäuerinnen warten mit Krapfen auf, wobei der Erlös aus dem Verkauf für einen wohltätigen Zweck bestimmt ist. Erstmals vertreten ist heuer der Imkerverein Schlanders, der über bienenfreundliche Pflanzen informieren sowie gemeinsames Basteln zum Thema Bienen und Natur für die Kleinen anbieten wird. – Im Rahmen des Pflanzentauschmarktes hat bereits am 21. April in der Bibliothek Schlandersburg ein gut besuchter Vortragsabend mit der Kräuterexpertin Andrea Kofler (im Bild) aus Tarsch stattgefunden. Kofler referierte zum Thema „Die Kräuter in meinem Garten“. Mit Kräutern könne man viel verändern und zahlreiche positive

Effekte erzielen, „aber Krankheiten, vor allem schwerere, lassen sich mit Kräutern nicht behandeln. In solchen Fällen braucht

„Bergwerk“ heraus. Frank Sinatra’s „My Way“, Mein Weg, und den Worten: „Und jetzt ist das Ende nahe /und so stehe ich vor dem letzten Vorhang…“ sollte das Konzert abschließen. 500 waren dagegen und erzwangen durch frenetischen Beifall 2 Zugaben.

es natürlich die Medizin und das Gespräch mit dem Arzt“, schickte die Referentin voraus. Anschaulich und einfach schilderte sie dem Publikum, welche Kräuter im Garten wachsen, über welche Inhaltsstoffe sie verfügen und bei welchen Beschwerden oder Leiden Salbei, Thymian, Oregano, Giersch, Majoran und viele andere Kräuter helfen können bzw. wie sie die Gesundheit und das Wohlbefinden grundsätzlich fördern, auch wenn man keine Beschwerden hat. Bedauert hat Kofler, dass der Wert so mancher Kräuter, die man als Unkraut bekämpft, nicht selten verkannt wird. Sie verwies außerdem auf die Bedeutung des überlieferten Kräuterwissens. SEPP

GÜNTHER SCHÖPF „Musi mol ondersch“ programmiert und 6 Wochen lang dirigiert hat Kapellmeister Wolfgang Schrötter Standing Ovation zum Geburtstag. Gefühlvoll: Claudia Fischnaller, Thomas Gruber und ElisaLeen (v.l.)
DER VINSCHGER 08/23 51 VINSCHGER KULTUR
Zum Jubiläum der Bürgerkapelle selbstgemachte „Bigband-Stimmung“ im CulturForum Latsch.

ah a bissl afn Morkt?“

MALS - Pflanzen, Blumen, Samen, hockwertige Produkte vom Bauernhof, Handwerkszeug, kulinarische Köstlichkeiten in den Wirtshäusern, Musik auf Plätzen und in Gassen, Flohmarktstände: Dies und vieles mehr gab es am 22.

April beim traditionellen Georgimorkt in Mals. Große und kleine Besucher aus nah und fern waren nach Mals gekommen, um sich auf dem Jahrmarkt mit Sachen einzudecken, die man im Frühjahr braucht, um Leute zu treffen

oder einfach nur zu schauen, was es alles gibt. Auch Insektenhotels konnten gebaut und Blumenkränze gewunden werden. Im Rahmen des Traditionsmarktes wurde am 21. April im Kulturhaus in Mals ein Vortrag zum

RAETICUS, DER RIESE VOM RESCHENSEE (TEIL 5)

Idee und Zeichnungen: Artur Winkler

Text: Katharina Hohenstein

Dieses Dörfchen sah übrigens nett aus. Aber, eben, ja: Menschen konnten eben auch Ärger bedeuten. Also ging man mit etwas Vorsicht erst mal zum Abwaschen. Danach entschieden die drei, ein paar Ruhetage einzulegen, eventuell das Örtchen später zu erkunden. Sie flätzten sich den ganzen Tag an den See, gingen mal Hüft- oder Hufhoch das Wasser. Sizilius wurde des öfteren gehört, wie er fluchend vor sich hin murmelte: “Mein Name ist Programm! Und das Programm von diesem eisekalten Gewässer habe ich bestimmt nicht bestellt!” Und obwohl er so fluchte, sahen Athene und Raeticus, wie der hübsche Kater immer wieder zu einer bestimmten Stelle des Ufers, worin ein kleiner Bergbach mündete, pilgerte. Und sie sahen nicht nur, wie glücklich das Wasser Sizilius machte, das er trank. Sie kosteten selbst davon. Herrlich! Nachts ging es dann los. Auf die Dächer, in die Keller, Mäuse sind hier wie dort lecker, befand der Kater, von dem tollen Bergahorn und den leckeren Ebereschen konnte Athene nicht genug bekommen und nahrhaftes Kraut wie in der alten Heimat gab es auch. Die drei fingen recht viele Informationen ein. Ihr Fazit: Die wenigen Menschen, die hier wohnen, sind arm und wahrscheinlich ungefährlich. Und

Thema „Lebendiges Kulturerbe: Waale und Bewässerung auf der Malser Haide“ organisiert. Am Morgen des Markttages wurde außerdem eine VogelstimmenWanderung in Mals angeboten.

ja, sagten sie, wir wollen noch ein bisschen hier bleiben. Und genauso war es. Aber aus dem bisschen wurden Tage, aus den Tagen Wochen. Und aus den Wochen wurden Jahre. Der Rhythmus der Tage verlief im Großen und Ganzen ähnlich. Man knüpfte neue Kontakte und blieb doch zusammen. Sizilus fand ein paar umgängliche Kater, aus denen Freunde wurden. Kurz vor Sonnenuntergang stellte sich Athene immer mal wieder zu Josefine, der Geis vom Planggertonihof, die bestens informiert war, weil ziemlich viele andere Ziegen während des Tages bei ihr vorbeikamen und für geregelten Nachschub an Neuigkeiten sorgten. Alles, was das kleine Dorf an Klatsch und Tratsch und wirklich Wissenswertem zu bieten hatte, landete auf diesem Wege beim Trio von Riese, Kater, Geißlein. So vergingen nicht nur Jahre, sondern ganze Jahrhunderte. Sie erlebten, wie die Römer sich zurückzogen, ihr Name für die Region blieb: Raetia.

Fortsetzung folgt

Artur Winkler * 10.11.1940 † 18.07.2018
„Bisch
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Tania Wallnöfer stellt aus

LATSCH - Der Einfluss der fernöstlichen Kultur Japans ist in ihren Bildern ebenso zu erkennen wie der Eindruck, den die Berge der Ortlerguppe auf Tania Wallnöfer seit jeher ausüben. Einen Querschnitt

der japanischen Sprache und war dort als Lehrerin für Fremdsprachen tätig. Die Malerei nahm schon damals einen besonders wichtigen Platz in ihrem Leben ein. Schon bald konnte sie die Kenntnis

Wallnöfer einem sehr seltenen Handwerk widmen, nämlich der Herstellung und Restaurierung von Bleiverglasungen sowie der Glasgestaltung mittels Techniken wie Sandstrahlen und Ätzen. Nach

Menschen versucht die Künstlerin auf Leinwand und Papier zum Ausdruck zu bringen. Hand in Hand mit dem Arbeitswechsel in die Landwirtschaft kamen neue Motive hinzu. Es entstanden Tier

DER VBB-BUS

HOLT SIE VON ZUHAUSE AB!

Sonntag, 14. Mai

Mals (15.50 Uhr)

Schluderns (16 Uhr)

Schlanders (16.25 Uhr)

Bozen / Stadttheater

Vorstellungsbeginn 18 Uhr

Beim Kauf eines Tickets ist die Busfahrt gratis inkludiert! Rückfahrt nach der Vorstellung vor dem Stadttheater

Anmeldung bis zum 10. Mai

VINSCHGER KULTUR
Die Künstlerin Tania Wallnöfer und einige ihrer Bilder.
Foto: Ma r tina Steck h olzer RICHARD O’BRIEN’S CON SOPRATITOLI IN ITALIANO
AND THE ROCKY HORROR COMPANY LTD

Der Latscher Kämpfer

Benjamin Tscholl und die erste Martial Arts Systematics Schule.

LATSCH - Die Leidenschaft zum Beruf gemacht, seiner Berufung gefolgt. Spricht man mit dem Latscher Benjamin Tscholl, dann wird schnell klar: Dieser junge Mann ist Feuer und Flamme für die Kampfkunst. Er betreut die erste Martial Arts Systematics Schule in ganz Südtirol. Als erster hierzulande absolvierte er diese neuartige Ausbildung – und dabei ist Tscholl eigentlich ein gelernter Koch.

Aber der Reihe nach: 1991 geboren, konnte sich der kleine Benjamin schon in seiner Kindheit für den Kampf begeistern. Das Schwert, das Mittelalter, Ritter und alles Drumherum, das war schon immer „sein Ding“. Kein Wunder, dass man ihn bei Veranstaltungen wie den Ritterspielen in Schluderns regelmäßig treffen konnte. Auch heute noch sind diese ein Pflichttermin für ihn. Als Kind übte er zudem den Kampfsport Karate aus. Als junger Erwachsener erlernte Tscholl dann den Beruf des Kochs. 2017 wollte er aber einen anderen Weg in seinem Leben einschlagen, ein neues Kapitel aufschlagen. Im Internet stieß er auf Martial Arts Systematics, eine Akademie der Selbstverteidigung. „Ich habe mich in die Thematik eingelesen. Und war sofort begeistert“, erinnert sich Tscholl im Gespräch mit dem der Vinschger

Als Begründer der Martial Arts Systematics Organisation gilt der Österreicher Andreas Brandstätter. Dieser trägt den Titel des Magisters. Studiert hat er Sport-

wissenschaften, seine Akademie gründete er 2014 in Graz. Dort absolvierte Tscholl schließlich auch die Ausbildung. „Hier befindet sich das Hauptquartier“, erzählt er begeistert. Hart sei sie gewesen, die Ausbildung. Theorie und Praxis standen auf dem Programm, trainiert wurde quasi täglich. Nebenbei jobbte der Latscher in einem Gemüsegroßhandel. Die Zwischenprüfungen im Rahmen der Ausbildung wusste er zu meistern. Im Rangsystem arbeitete er sich auf die höchste Stufe. „So wie der schwarze Gürtel im Karate“, vergleicht er.

2021 ging es zurück in die Heimat. Heute lebt Tscholl mit seiner Lebensgefährtin in Burgstall. Im Herbst des vergangenen Jahres gründete er schließlich die erste MAS-Schule in ganz Italien. „Ich will auch hier in Südtirol das Feuer für diese Kampfkunst entfachen“, sagt er. Der Trainingsstandort befindet sich in Untermais, im dortigen „Kraftwerk“. Einmal wöchentlich bietet er auch in der Latscher Grundschule Trainingseinheiten an. „Es gibt verschiedene Trainingspakete und Trainingszeiten“. Ob das Martial Arts Systematics das Richtige für einen ist, das könne man in einem Probetraining herausfinden. Geht es nach Tscholl, ist es „absolut das Richtige. Für jeden Mann und jede Frau. Und auch für Kinder“. Die Altersklassen starten bereits ab 7 Jahren, von 12 bis 16 gibt es Jugendgruppen, danach gilt man als Erwachsener.

„Für Körper und Geist“

„Martial Arts Systematics ist etwas für Körper und Geist. Es ist technisch. Robust. Schnell. Alle Bewegungsabläufe werden mitgenommen“, erzählt er begeistert. Dabei könne man im Training stets selbst entscheiden, welches Tempo man mitgeht. „Schlussendlich sprechen wir hier von einem vollkommen neuen, effektiven Konzept zur Selbstverteidigung“. Unabhängig von der körperlichen Konstitution könne es jeder erlernen. „Das Besondere an dieser Kampfkunst ist, dass sie sich allen für den Zweikampf relevanten Sachen bedient“, betont der junge Vinschger. Es handle sich um eine absolut stillose Kampfkunst. „Mit dem Stildenken wird aufgeräumt, es gibt kein besser oder schlechter, effektiver oder weniger effektiv“, so Tscholl. Es gehe schlicht und ergreifend um die Systematik hinter den Kampfkünsten, „die es zu verstehen, zu erlernen und umzusetzen gilt“.

In der Martial Arts Systematics befinden sich Einflüsse aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen: Karate, Judo, Taekwondo, Jiu Jitsu, Aikido, Wing Chun, Muay Thai, Boxen, Kickboxen, Mixed Martial Arts, um nur einige zu nennen. Systembegründer Brandstätter erlernte selbst 13 verschiedene Kampfsport-Stile quasi perfekt und ist seit über 40 Jahren im Kampfsport aktiv.

54 DER VINSCHGER 08/23 VINSCHGER SPORT
Benjamin Tscholl

Für jeden Kampf gerüstet

Wettbewerbe in der Martial Arts Systematics gebe es noch keine, man könne aber problemlos an Kämpfen in den einzelnen Disziplinen teilnehmen. „Dafür ist man dann schon gut gerüstet. Man muss nur aufpassen, dass man die Regeln einhält und nicht die verschiedenen Kampfstile vermischt“, so Tscholl. An Wettkämpfen teilzunehmen habe er aber vorerst ohnehin nicht vor, er konzentriert sich ganz auf sein Konzept mit den zig Stilen.

Hört man Tscholl über die Martial Arts Systematics sprechen, dann versteht man:

Daniel Wegmann hoch 3

SCHLUDERNS - 1. AMATEURLIGA, 21. SPIELTAG, SONNTAG, 23.04.23Der SV Schluderns besiegte den SV Plaus 3:2. An allen 3 Toren war Daniel Wegmann entscheidend beteiligt. In der 10. Spielminute als Torschütze, in der 36. als Vorbereiter für Lamin Sanneh’s 2:0 und in der 74. als Opfer nach Foul für den Kopf-Abstauber von Lars Burger zum Endstand. Die Untervinschger aus dem Burggrafenamt schalteten erst in der 2. Spielhälfte einen Gang höher. Die Folgen waren übertriebene Hektik und gelbe Karten in Serie. Stärkster Plauser war

eindeutig Schlussmann Patrick Trogmann, der durch seine Paraden den totalen Absturz ver-

Das Derby der Helden

NATURNS - LANDESLIGA, 25. SPIELTAG, SONNTAG, 16.04.23 - Naturns verliert gegen Partschins 2:3. Selten war ein Fußballspiel derart von Einzelpersönlichkeiten geprägt wie „das Spiel der Spiele“ mit dem Ersten gegen den Zweiten in der Landesliga. Nicht das Kollektiv spielte die entscheidende Rolle, sondern die Aktionen einzelner. Das begann mit dem Weitschuss des jüngsten Spielers im Feld, des Naturnser Noah Schweitzer in den Farben von Partschins. Es setzte sich fort mit dem Elfmeter des Naturnser Schlüsselspielers Matthias Bacher. Am Höhepunkt der Begegnung –zwischen der 52. und 55. Spielminute – schien ein NischlerClan am Werk zu sein. Fabian Nischler verwandelte eine Flanke von Kevin Nischler zur Naturn-

Der Partschinser Tormann Ulrich Rungg als Flugakrobat

ser Führung. Alexander Nischler netzte zum Gleichstand ein. Auf Partschinser Seite entwickelten sich Schlussmann Ulrich Rungg

Hier handelt es sich nicht zuletzt um eine Ideologie. „Ich glaube an dieses System mit seinem ganzheitlichen Ansatz. Und es macht auch riesigen Spaß“. Stand heute gibt es insgesamt 11 Martial-Arts-Systematics-Schulen. Neben dem Hauptquartier in Graz und Tscholls Schule gibt es weitere Standorte in Österreich, Deutschland und Slowenien. Tscholl wolle dazu beitragen, dass der Verband in Italien größer wird: „Es macht mir Freude, auch in anderen die Leidenschaft für die Kampfkunst zu entfachen“.

hinderte und sogar einen Elfer parierte. Unterm Strich kann man schon sagen: Eine Chance

zum Aufstieg als zweitplatzierte Mannschaft zeichnet sich für Schluderns ab. S

Olaf Stark freute sich über den erfolgreichen Weitschuss seines jüngsten Mitspielers Noah Schweitzer

und sein Vordermann Michael Aiello zu Abwehrhelden. Naturns hatte dagegen tragische Helden vorzuweisen: David Zischg mit

dem Eigentor und Lukas Müller mit der roten Karte.

GÜNTHER SCHÖPF

Foto: ASV Partschins/sam Foto: SSV Naturns/sam Zu tun hatte Patrick Trogmann im Plauser Tor. Daniel Wegmann geriet unter die Plauser.
DER VINSCHGER 08/23 55 VINSCHGER SPORT
Benjamin Tscholl (rechts) in Aktion.

Rückblick auf eine erfolgreiche Saison

LAAS - Der Laaser Jonas Tscholl (Jahrgang 2008) kann nun am Ende der Biathlonrennen auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Bei den Bewerben mit dem Luftdruckgewehr, die er noch das letzte Jahr absolvieren konnte, wurde er bei den Italienmeisterschaften in der Gesamtwertung Zweiter, mit zweimal 2 zweiten Plätzen und einmal einem dritten Platz. Die Staffette konnte er mit seinen Teamkollegen Andreas Braunhofer (Ridnaun) und Rafael Santer

(Ulten) mit einem deutlichen Vorsprung gewinnen. Bei den Schweizermeisterschaften in Pontresina konnte er den Titel Schweizer Meister (jedoch außer Konkurrenz) holen und verwies den bisher ungeschlagenen gleichaltrigen Schweizer Tobit Keller auf den zweiten Platz. Beim Ländervergleich in Lenzerheide, wo Athleten aus Tirol, Südtirol, Bayern und der Schweiz teilnahmen, gewann er den Massenstart mit 4 Mal Schießen. Jonas nahm auch an einigen

Kleinkaliberrennen (Italienpokal) gegen 2 Jahre ältere Konkurrenten (Jahrgänge 2006, 2007 und 2008) teil und platzierte sich stets unter den ersten Zehn, beim Alpencup in Ridnaun erreichte er den 7. Rang. Den krönenden Abschluss bildete natürlich der dritte Platz bei den Italienmeisterschaften in Martell im Kleinkaliber, wo Jonas sich gegen die zwei Jahre älteren Konkurrenten durchsetzten musste. - Auch die Laaserin Eva Hutter (Jahrgang 2006), die nur

mehr Kleinkaliberrennen absolvierte, war stets eine Medaillenkandidatin. So belegte sie bei den Italienpokalrennen in Ridnaun zweimal den 3. Rang, viermal den 2. Rang (zweimal in Forni Avoltri, in Martell und in Isolaccia) und bei der abschließenden Italienmeisterschaft in Martell konnte sie den Sieg für sich entscheiden. Mit diesem entscheidenden Sieg holte sie sich auch den Gesamtwertungssieg des Italienpokals.

Unserer lieben Zita aus Agums gratulieren wir von ganzen Herzen zu ihrem

80. Geburtstag

und wünschen weiterhin alles Gute, vor allem Gesundheit - Gleichzeitig großen Dank für die 53-jährige bestehende Freundschaft.

Deine Neu-Ulmer Marianne und Martin mit Familie Zita Grasser - 04.05.1943 - Agums

90 Jahre sind es wert, dass man dich besonders ehrt.

Darum wollen wir dir heut‘ sagen, es ist schön, dass wir dich haben.

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Lieber Franz, Tata, Opa und Uropa, zu deinem 90. Geburtstag wünschen wir dir viel Glück und Gesundheit.

GLÜCKWÜNSCHE 90

Deine Rita, Tochter Elisabeth mit Klaus, Lea und Lynn, Markus, Claudia und Sonja mit Familien.

RED
56 DER VINSCHGER 08/23 VINSCHGER SPORT VINSCHGER MARKT
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Junges einheimisches Paar sucht zwischen Schlanders und Mals ein Haus, einen Stadel zum Umbauen oder ein Baugrundstück zum Kauf.

Bei Interesse gerne unter der folgenden Nummer telefonisch oder per WhatsApp melden: Tel. 375 63 27 444

Die Marktgemeinde Latsch gibt bekannt, dass der öffentliche Schankbetrieb „Bar Seilbahn St. Martin“ an der Talstation mit Nebenräumen für 3 Jahre und verlängerbar um weitere 3 Jahre in Konzession vergeben wird. Alle Interessent/innen, welche im Besitz der entsprechenden Voraussetzungen sind, können ihr Interesse in der Gemeinde Latsch, Hauptplatz 6, 39021 Latsch oder mittels Mail an info@gemeinde.latsch.bz.it bekunden. Der Bürgermeister, Mauro Dalla Barba

Gemütliche Dachgeschosswohnung

(27 m2) mit Balkon und Kellerraum, im Zentrum von Latsch zu vermieten.

Tel. 348 06 33 595

Kleinanzeigen schon ab 25€ +MwSt. Infos unter: Tel. 0473 62 17 15 oder info@dervinschger.it

400 m2 Lager mit Büro im Zentrum von Naturns ab August zu vermieten.

Tel. 351 79 23 173

Tabarettahütte in Sulden

sucht für die Sommermonate noch Mithilfe (ab 15 Jahren).

Zur Verstärkung unseres jungen, engagierten Teams suchen wir

für unser Serviceteam:

Servicekraft und Barist/in und

Rezeptionist/in

bzw. Hotelsekretärin

Wir bieten eine sehr gute Entlohnung.

Auf Ihre Bewerbung freuen wir uns.

Panorama

Bio Genuss Hotel ****

Familie Steiner

Staatsstr. 5 - 39024 Mals

Tel. 0473 831 186

georg@biohotel-panorama.it www.biohotel-panoama.it

Evtl. auch mit exiblem Zeitraum. Tel. 347 26 14 872 info@tabaretta.com

Verpachtung Dorfgasthaus

„Am Platzl“ in Göflan

Die Eigenverwaltung BNR Göflan gibt bekannt, dass das neuerrichtete Dorfgasthaus „Am Platzl“ in Göflan verpachtet wird. Das entsprechende Verfahren umfasst folgende Schritte:

Verpflichtender Lokalaugenschein (Datum wird mitgeteilt)

Übergabe des Auflagenheftes durch die Fraktion beim Lokalaugenschein Erstellung eines Nutzungskonzeptes innerhalb 14 Tagen ab Übergabe des Auflagenheftes Zuschlag nach Bewertung der eingereichten Vorschläge

Interessierte melden sich unter folgender zertifizierter Mailadresse (PEC): fraktiongoeflan.frazionecovelano@pec.it oder E-Mail: georg.sagmeister@schlanders.it

Nur jene Personen werden zum Lokalaugenschein eingeladen, welche eine entsprechende Mitteilung innerhalb 15.05.2023 an die genannten Adressen richten.

Wir suchen zur Verstärkung unseres Teams Mitarbeiter/innen als:

Berufskraftfahrer/in

Inlandsfahrten / Tagesfahrten / geregelte Arbeitszeiten

Voraussetzung CE & CQC Führerschein

Möchtest du dich bei uns bewerben?

Dann schicke uns deine Bewerbungsunterlagen an: info@transportezoeggeler.com oder melde dich telefonisch unter: Tel. 0473 831 036

Melde dich unter: Tel. 346 49 73 788 · info@erhard-tedoldi.it

DER VINSCHGER 08/23 57 VINSCHGER MARKT
OFFENE STELLEN UND STELLENGESUCHE (Alle Stellenangebote beziehen sich ausnahmslos auf Bewerber beiderlei Geschlechts.) OFFENE STELLEN UND STELLENGESUCHE (Alle Stellenangebote beziehen sich ausnahmslos auf Bewerber beiderlei Geschlechts.)
Wir suchen MAURER UND LEHRLINGE

W IR S UC HEN

L INIENBUS -FAHRER /-INNEN

Strecke Nauders - Landeck - Nauders geregelte Arbeitszeit, 4-Tagewoche, fixe Tage möglich, ab Netto € 2.400,-je nach Qualifikation Überzahlung möglich

WIR SUCHEN VERSTÄRKUNG!

Wir freuen uns auf deine Bewerbung! mario@bus-taxi tirol Tel.: 0043 664 4171101

Ihre Bewerbung wird vertraulich behandelt!

www.schmid-reisen.at

Für unser Büro in Glurns suchen wir zum sofortigen Eintritt eine/n

in Vollzeit.

glurns@walzl.com

Tel. 0473 831 133

Fachschule für Land- und Forstwirtschaft „Fürstenburg“ mit Sitz in Burgeis

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir: Haushaltsgehil

n/Haushaltsgehilfen

Zugangsvoraussetzungen: Zweisprachigkeitsnachweis D Deutsche Sprachgruppenzugehörigkeit

Zur Terminvereinbarung für ein Vorstellungsgespräch melden Sie sich bitte unter der Tel. 0473 836 500 (Mo.-Do. 08:00-12:00 Uhr und 14:00-16:00 Uhr / Fr. 08:00-12:00 Uhr)

LASSEN SIE BAUTRÄUME WAHR WERDEN!

Das Bauunternehmen Tetris in Meran sucht Unterstützung in den Bereichen:

_ BAUSTELLENLEITUNG

_ TECHNISCHE LEITUNG

_ SEKRETARIAT

+39 0473 861 720 info@tetris.bz.it tetris.bz.it

GBAS

Schlanders

Zur Verstärkung suchen wir ein/e Mitarbeiter/in in Vollzeit zum sofortigen Eintritt

Deine Aufgaben:

Beratung im Bereich Arbeitsrecht und Steuererklärung

Dein Pro l: Belastbarkeit, Lernwilligkeit und Sorgfalt

· gute zwischenmenschliche und organisatorische Fähigkeiten

Wir bieten:

· vielseitiges und interessantes Aufgabengebiet sicheres Arbeitsumfeld und leistungsgerechte Entlohnung

Haben wir dein Interesse geweckt?

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir ein

ZIMMERMÄDCHEN

in Voll- oder Teilzeit

rezeption@vinschgerhof.com

Tel. 335 78 37 448

Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbungsunterlagen bitte per E-Mail an: schlanders@asgb.org

Freundliche/r Mitarbeiter/in oder Student/in für die Sommermonate in Latsch gesucht.

Tel. 339 28 82 489 (ab 16 Uhr)

Das Sport- und Wellnesshotel Post mit Erlebnisbar Why Not, Hotel- und Schirmbar sowie zwei a-la-carte-Restaurants liegt mitten im Zentrum des Zollfrei-Ortes Samnaun Dorf

Ab Sommer 2023 suchen wir folgende motivierte Mitarbeiter/-innen:

Koch / Entremetier / Gardemanger und Rezeptionist

(m/w/d)

ab sofort bzw. nach Vereinbarung

DAS BIETEN WIR:

Ÿ Flex Work: flexible Arbeitszeitmodelle, z. B. 5-Tage-Woche (100 % = 43,5 h), 6-Tage-Woche (120 %) oder Teilzeit

Ÿ Möglichkeit zur Jahresstelle

Ÿ Überdurchschnittliche Entlohnung (Schweizer Löhne, starker Schweizer Franken und Wechselkursvorteil von CHF in EUR)

Ÿ Zusätzliche Vergütung von Überstunden und Feriengeld

Ÿ Alle Benefits der zollfreien Zone: günstiges Tanken, steuerliche Vorteile und, und, und

Ÿ Komfortable Unterbringung im Mitarbeiterhaus

Ÿ Ermässigungen in den Hangl-Shops und Tankstellen

Kontakt:

Sebastian Lumpi, Tel.: 0041 79 349 00 84, E-Mail: s.lumpi@hangl.ch

Sport- und Wellnesshotel Post, Dorfstrasse 9, 7563 Samnaun Dorf www wellnesshotelpost.ch + www.hangl.ch

58 DER VINSCHGER 08/23 VINSCHGER MARKT
motivierte/n Mitarbeiter/in

LAAS

Servicekraft

ab sofort oder nach Vereinbarung gesucht!

(keine Hausgäste, keine Unterkunft, Montag Ruhetag)

Tel. 0473 626 117

www.spitex-oberengadin.ch

www spital-oberengadin ch www promulins ch

Pegasus sucht NACHHILFELEHRER*INNEN

für alle Schulfächer, Grundschule bis Matura. Überall im Vinschgau. Freie Zeiteinteilung und gute Entlohnung. Bewerbung und Infos www.pegasus.bz.it

Tel. 0471 978 875

Richard’s Würstlstandl am Stilfser Joch sucht

selbstständige/n

Mitarbeiter/in

für den Sommer ab Juni.

Tel. 338 76 24 559

LKW-Chauffeur und Baggerfahrer gesucht

Bau rma Vetsch Klosters AG

Wir sind ein Unternehmen in der Nähe von Davos und freuen uns auf deine Bewerbung.

Kontakt: Beate Vetsch

Tel. +41 795 511 988 auch per WhatsApp oder beate.vetsch@vetsch-klosters.ch

Die Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin ist mit dem grössten Spital Südbündens, dem Pflegeheim Promulins und der Spitex Oberengadin in Samedan für die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung und der Gäste verantwortlich

Für die Akut- und Langzeitversorgung auf verschiedenen Abteilungen der Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung motivierte/-n

Pflegefachpersonen HF / FH

Fachangestellte Gesundheit

Pflegehilfen

Möglich sind

befristete oder unbefristete Einsatzdauer

Sommer- oder Wintersaison

Vollzeit- oder Teilzeitstelle (zwischen 40 und 100%) Dauernachtwache

Ihr Profil

Abschluss in Pflege HF/FH oder als FAGE oder entsprechendes Diplom mit Schweizer Anerkennung (SRK)

belastbare, flexible, verantwortungsbewusste Persönlichkeit mit hohem Qualitätsbewusstsein

Teamfähigkeit und Flexibilität sowie Arbeitsbereitschaft in allen Schichten

Deutsch in Wort und Schrift, Italienisch und weitere Sprachen von Vorteil

wertschätzende Grundhaltung gegenüber Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Mitarbeitenden

Ihre Aufgaben abhängig von Ihrer Ausbildung und Ihren Kapazitäten besprechen wir die Aufgabenfelder gerne in einem persönlichen Gespräch

Wir bieten

eine sorgfältige Einführung in das neue Arbeitsgebiet einen interessanten Arbeitsplatz eine verantwortungsvolle Tätigkeit in einem kollegialen, wertschätzenden Umfeld zeitgemässe Anstellungsbedingungen mit bezahlter Umkleidezeit in jeder Jahreszeit ein wunderbares Freizeitangebot in der unvergleichlichen Landschaft des Oberengadins

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne Frau Elke Bönicke, Co-CNO, +41 (0)81 851 81 51 oder boenicke.elke@spital.net

Ihre vollständige elektronische Bewerbung (PDF-Unterlagen) senden Sie an personal@spital net Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

DER VINSCHGER 08/23 59 VINSCHGER MARKT

Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir ab 1. April oder nach Vereinbarung:

eine Köchin 60 – 80 % nach Absprache (Jahresstelle)

Wir sind ein modernes Einkaufscenter mit Tankstelle und Selbstbedienungs-Restaurant in der Zollfreizone Samnaun/CH

• Sie sind selbstständig, engagiert, aufmerksam und freundlich?

• Ein lebhafter Betrieb bringt Sie nicht so schnell aus der Ruhe?

• Sie arbeiten gerne in einem kleinen, gut eingespielten und motivierten Team?

In diesem Fall würden wir uns freuen, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen. Wir bieten Ihnen eine interessante, abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Aufgabe. Unsere Arbeitszeiten sind von morgens 9.00 bis abends 18.30 Uhr, xe freie Tage.

Auskünfte und Bewerbungen:

Acla da Fans, Zollfreies Einkaufscenter

Bettina Zannier, CH-7560 Martina Tel. 0041/81 861 84 20 oder b.zannier@acla-da-fans.ch

VERKÄUFER GESUCHT

X4U Italia Srl, ein Transport- und Logistikunternehmen in Südtirol, sucht eine/n Verkäufer/in für eine Vollzeitstelle im Vinschgau.

Aufgaben: Festigung der bestehenden Kunden und Bindung neuer Kunden

Voraussetzungen: Kenntnisse der italienischen und deutschen Sprache (C1-Niveau), Führerschein der Klasse B

Möglichkeit der beru ichen Weiterentwicklung in einem dynamischen und angenehmen Arbeitsumfeld.

Senden Sie uns Ihre Bewerbung an staff@x4u.it, das X4U-Team wartet auf Sie!

WIR SUCHEN

CHEF DE BAR 100% (M/W/D)/ BARKEEPER 100 % (M/W/D)

JAHRESVERTRAG

OFFENE STELLEN, IMMOBILIEN UND

Wir eröffnen im Engadin/St. Moritz/Silvaplana ab Juni 2023 unsere neue Bar und suchen motivierte, kreative, herzliche Persönlichkeiten.

Deine Aufgaben:

Selbständige Führung eines Barbetriebes, Koordination und Organisation

· Selbständige Einteilung der Arbeitszeiten/Tagen

· Fachgerechtes Herstellen und Servieren von Misch- und Mixgetränken

· Reinigungsarbeiten nach den geltenden Hygienerichtlinien HACCP

Wir bieten:

· Moderne, exible Arbeitsbedingungen

· Junges kollegiales super Team

· Personalzimmer

· Möglichkeit Ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen

· Deine Ideen in unsere neue Bar einzubauen

· Dabei sein bei einer kompletten Neueröffnung

Sie verfügen über:

· Sprachkenntnisse: Deutsch, Italienisch

· Sicheres Auftreten und positive Ausstrahlung

Wir freuen uns auf deine Bewerbung an: info@peppinos.ch

60 DER VINSCHGER 08/23 VINSCHGER MARKT
MEHR!
auchline
www.dervinschger.it HABEN SUCHST!

Wir suchen REINIGUNGSKRAFT

für unsere Ferienwohnungen für samstags (nach Vereinbarung auch mehrmals die Woche)

Tel. 338 53 79 733

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir:

Praktikant Lehrling Hilfsarbeiter

Wir bieten: 4,5 Tage Woche

Wir freuen uns auf deinen Anruf!

Latsch - Tel. 335 63 70 060

Öffentliches Aufnahmeverfahren nach Titeln, auch mittels horizontaler und vertikaler Mobilität zwischen den Körperschaften für die befristete Besetzung einer Stelle als Verwaltungsassistent/in in der 6. Funktionsebene mit Voll- oder Teilzeit für die Verwaltungseinheit der Gemeinden Glurns, Graun i.V. und Taufers i.M. - Arbeitsplatz Glurns

Voraussetzung für die Teilnahme: Reifezeugnis und Zweisprachigkeitsnachweis B2 (Ex B)

Abgabetermin:

Mittwoch, der 10.05.2023 um 12:00 Uhr in der Gemeinde Glurns

Die Ausschreibung und die Gesuchsvorlage nden Sie auf der Homepage der Gemeinde Glurns unter www.gemeinde.glurns.bz.it Für weitere Auskünfte stehen wir unter der Telefonnummer 0473 835 524 gerne zur Verfügung.

Die TRAFOI GMBH sucht für die heurige Sommersaison auf der FURKELHÜTTE

· B E D I E N U N G BEDIENUNG m / w m/w

· H I L F S K R A F T HILFSKRAFT m / w m/w i m S e r v i c e b e r e i c h m Servicebereich (auch als Sommerjob)

Wir bieten: Gute Verdienstmöglichkeiten und ideale Arbeitszeiten (9.00 -17.00 Uhr)

Interessiert?

Dann melden Sie sich bei...

TRAFOI GMBH - TEL. 335 6830144 (Erwin Steinhauser)

Kleinanzeigen einfach online aufgeben: www.dervinschger.it

DER VINSCHGER 08/23 61 VINSCHGER MARKT

Das Restaurant Balcun At in Müstair (CH) sucht eine exible und motivierte Mitarbeiterin für unser Team im Service.

Es erwartet dich eine 5-Tage-Woche mit durchgehenden Dienstzeiten mit abwechselnder Früh- und Spätschichten.

Bist du interessiert Teil unseres Teams zu werden, dann melde dich unter Tel. +41 81 858 55 61

Brennholz Blaas

Brennholz in verschiedenen Längen erhältlich, auch mit Zustellung. Buchenholz auch speziell für Pizzaoder Backöfen.

Erreichbar unter

+39 348 769 15 25 (Sepp)

+ 39 342 932 80 31 (Michael)

62 DER VINSCHGER 08/23 VINSCHGER MARKT www.krebshilfe.it Die Südtiroler Krebshilfe (EO) Bezirk Vinschgau sucht unterstützende Mitglieder VERSCHIEDENES Petra Theiner St. Antonweg 69 I-39026 Prad am Stj. (BZ) Tel. +39 339 886 2240 petratheiner@hotmail.com www.petratheiner.org
IRPEF Steuernummer Codice fiscale 91063910219 Muttertagsfahrt am 14.05.2023 Info und Anmeldung Tel. 0473 744 544 IM GEDENKEN Dr. Agatha Egger 339 477 6494 www.betreut.it - info@betreut.it 39011 Lana – Maria Hilf pflegebedürftig? Allumfassende Behördengänge, Beratung, Betreuung Wir schnell Dr. Agatha Egger Dr. Jutta Pircher 339 477 6494 328 7311 039 www.betreut.it - info@betreut.it 39011 Lana – Maria Hilf Str. 3 - Lanahof pflegebedürftig? Allumfassende Hilfe bei Pflegebedürftigkeit: Behördengänge, Ansuchen jeglicher Art, Beratung, Betreuung in allen Belangen! Wir helfen Ihnen schnell und unbürokratisch! www.betreut.it – info@betreut.it – in Lana Jutta Pircher 328 7311 039 Agatha Egger 339 4776 494 Wir sind eine autorisierte Agentur für die Suche von Pflegepersonal. Wir managen Pflegenotfälle innerhalb kurzer Zeit! Pflegebedürftig? Auf der Suche nach einer Pflegekraft? Personalagentur BETREUT 100% SÜDTIROL EINLAGERUNGSAKTION Palette 1.200 kg mit 78 Säcke Pellets JETZT bestellen und ZAHLUNG nach der LIEFERUNG im HERBST! Aktion gültig solange der Vorrat reicht NEU 10% MwSt. anstelle 22% MwSt. info@federer-pellets.com Tel. 0471/786226 - Reparaturen rund ums Haus - Maurer- und Abbrucharbeiten - Malerarbeiten Tel. 371 52 49 547 - Latsch Christian Zuegg
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VINSCHGER VERANSTALTUNGEN

FREITAG, 05. MAI 2023, 20 UHR „DER POSTWEG ÜBER DEN RESCHEN“

Vorstellung des Buches „Der Postweg über den Reschen“ von Sebastian Felderer im Museum in Graun; begleitende Ausstellung von Sebastian Felderer („Die Post durch den Vintschgau - 200 Jahre Postgeschichte meines Heimattales“) am 6. und 7. Mai von jeweils 10 bis 17 Uhr.

SAMSTAG, 06. MAI 2023

SÜDTIROLER KREBSHILFE LÄDT EIN

Die Südtiroler Krebshilfe, Bezirk Vinschgau, lädt zur Besichtigung der Gärten von Schloss Trauttmansdorff und des Museums Touriseum in Meran ein; Zusteigemöglichkeiten: Mals um 07.30 Uhr, Schlanders um 08.00 Uhr sowie an allen öffentlichen Bushaltestellen; Anmeldungen und Auskünfte im Büro der Südtiroler Krebshilfe (Tel. 0473 621 721; Handy: 345 92 78 129).

SAMSTAG, 06. MAI 2023, AB 09 UHR

BLUMEN- UND GARTENMARKT MIT „STRASSENMUSI“ IN GLURNS

flegebedürftig?

Hilfe bei Pflegebedürftigkeit:

Behördengänge, Ansuchen jeglicher Art, Betreuung in allen Belangen!

IMPRESSUM

Geschäftsleitung: Elke Ziernhöld, Daniel Trafoier, Anna Paulmichl

Serkretariat/Anzeigen/Werbung: Karoline Lösch: Tel. 0473 621 715 ; info@dervinschger.it

Irene Niederl: Tel. 347 89 58 469 ; in@bezirksmedien.it

Grafik: Manuel Platzgummer: grafik@dervinschger.it

Verantwortlich im Sinne des Presserechtes: Josef Laner (sepp): redaktion@dervinschger.it

Stellvertreter: Michael Andres (AM)

Redaktion: Ingeborg Rechenmacher (inge), Daniela di Pilla (DANY), Andrea Kuntner (AN), Günther Schöpf (S), Oskar Telfser (OSSI), Katharina Hohenstein (KAT), Hermann Schönthaler (HS), Christian Zelger (Z), Manuel Gruber (MG), Wolfgang Thöni (WOTH), Dominik Pazeller (DOM), Andrea Perger (ANP), Redaktion (RED).

Fotos: Redaktionsmitarbeiter (wenn nicht anders angegeben)

Druck: Athesia Druck, Bozen, Weinbergweg 7

Preise: Einzelnummer Euro 0,20 | Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 30,00 | außerhalb des geographischen Bezirkes Vinschgau: Euro 40,00 | restl. Italien und Auslandsabonnement: Euro 120,00 (inkl. Porto) | Schweiz: Sfr. 140,-

Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Ges. Nr. 903 vom 9.2.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschger“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und Disketten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form, haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur.

Eigentümer und Herausgeber: Bezirksmedien GmbH - Ermächtigung des Landesgerichtes Nr. 19/1993; Eintragung in ROC 3226/1994

39028 Schlanders | Grüblstraße 142 | Tel.: 0473/62 17 15

Fax: 0473/62 17 16 | info@dervinschger.it

Bürozeiten: Mo. - Fr., 8.30 – 12.30 Uhr und 13.30 – 17.30 Uhr

Frühlingszeit ist die Zeit der Blumen und Gärten, daher organisiert Glurns Marketing in den Glurnser Lauben den schon traditionellen Blumen & Gartenmarkt. Blumen, P anzen, Bäume und allerlei Zubehör säumen die Straße der Laubengasse. Gärtnereien, Geschäfte sowie Hobbyverkäufer preisen ihre Waren entlang der alten Gemäuer an. Direktvermarkter präsentieren ihre hochwertigen landwirtschaftlichen Produkte. Umrahmt durch die Straßenmusi der Schüler*innen der Musikschule Oberer Vinschgau, wird dieser Markt wiederum zu einem unvergesslichen Einkaufserlebnis für Groß und Klein.

SAMSTAG, 06. MAI 2023 AB 10 UHR

BRAUNVIEHZUCHT JUBILÄUMSAUSSTELLUNG

IN SCHLUDERNS

Die Braunviehzuchtvereine Schluderns und Schluderns-Berg organisieren zum 80-jährigen Jubiläum beim Fernheizwerk in Schluderns eine Braunviehzuchtausstellung. Um 10 Uhr beginnen die ersten Bewertungen, ab 12 Uhr ndet die of zielle Eröffnung, sowie die Ansprachen, Ehrungen und die Viehsegnung statt. Die Vorstellung der Siegertiere und die Prämierung wird um 12.30 abgehalten. Für musikalische Unterhaltung und das leibliche Wohl ist gesorgt.

VINSCHGER THEATER

MONTAG, 01. MAI 2023, 17.00 UHR

(PREMIERE) PETER PAN

Der Theaterverein Schlanders bringt mit „Peter Pan“ einen zeitlosen Klassiker für Alt und Jung auf die Bühne. Fünf Darsteller/innen begleiten in diesem von Daniel Clemente als Rollenspiel inszeniertem Stück die Zuschauer ins Nimmerland - wo man nur an etwas glauben muss, damit es passiert. Mit diesem Projekt geht ein lang gehegter Traum für den Theaterverein Schlanders in Erfüllung. Dieser freut sich auf viele Kinder und Junggebliebene im Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders. Weitere Aufführungen: 06.05, 07.05. und 14.05.23 um 17.00 Uhr. Kartenreservierung ab 17.00 Uhr oder jederzeit per WhatsApp: Tel. 329 49 95 751.

DONNERSTAG, 04. MAI 2023, 20.00 UHR (PREMIERE) UND EWIG RAUSCHEN DIE GELDER

Die Volksbühne Naturns bringt im Theatersaal die Komödie „Und ewig rauschen die Gelder“ (Regie Kathrin Hirber) zur Aufführung. Michael Cooneys aberwitzige Verwechslungs- und Verwandlungskomödie ist mitten aus dem Leben gegriffen, voller Überraschungen, Situationskomik und schlagfertiger Wortspiele. Hier bleibt garantiert kein Auge trocken. Das Publikum kann sich auf eine turbulente Komödie freuen. Weitere Aufführungen: 6./9./10./12./13. Mai um 20 Uhr - 7. Mai um 18 Uhr. Kartenreservierung 0473 667 307 oder WhatsApp: Tel. 335 67 57 609.

DER VINSCHGER 08/23 63 VINSCHGER MARKT
Hilf Str. 3 - Lanahof
info@betreut.it
Wir helfen Ihnen und unbürokratisch
Tel. 335 83 45 046 9.30 - 18.30 Uhr 9.30 - 13.00 Uhr Mo - Fr Sa
ÖFFNUNGSZEITEN
ANLASSMODE DAMEN - HERREN FACHKUNDIGE BERATUNG INKLUSIVE Ab 10 Uhr
DURCHGEHENDE
Latsch Zentrum

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