50 Jahre LAC Vinschgau

Page 31

VINSCHGER KULTUR Für ihn den jungen Musikanten prägend waren neben seiner „musikalischen Reifezeit“ unter Kapellmeister Konrad Verdross aus Schlanders die ersten Kontakte mit der B-Klarinette und mit Notenblättern unter Anleitung von Arnold Pirhofer. Schmunzelnd erzählte er vom „Zäunen“ bei dessen Hochzeit mit Waltraud Nagl im Jahr 1971. In bester, symbolischer Absicht fand unweit vom frühesten Latscher Musikanten, dem Minnesänger „Hans der An das Tragen der Tracht war Heinrich Sager“, ein „Kirchplatz-Konzert“ statt mit spätestens seit der Erstkommunion gewohnt.

den von Arnold Pirhofer betreuten Jungmusikanten. Dirigiert wurden Roland Eder am Flügelhorn, Christian Platzgummer an der Trompete und Heinrich mit Klarinette vom damals 16-jährigen Andreas Nagl. Am Schluss seines kurzen Rückblicks vergaß Heinrich Schuler nicht, als „entscheidende Förderin und feste Säule“ des langen Musikantendaseins seine Frau Helene zu nennen. GÜNTHER SCHÖPF

Basis Vinschgau bleibt am Zug SCHLANDERS - Basis hat sich einer „Lebensschule“ geöffnet oder eine Lebensschule ins Haus geholt. So könnte man die Eröffnung eines „Schachcafés“ wohl nennen. Die Einrichtung gibt es erst seit kurzem, steht aber allen offen. Jeden 2. Mittwoch dürfen Interessierte – Anfänger oder nicht - ab 20 Uhr in gemütlicher Umgebung „einen guten Zug“ machen. Nicht aus der Flasche und nicht mit Zigarette oder durch sonstige Zugzwänge. Die Ausdrücke „ein guter Zug“ oder „unter Zugzwang“

sind aus der Schachsprache in die Alltagssprache übergegangen. Nicht um Sprachbereicherung geht es den Verantwortlichen in der Basis, sondern um zwanglose Treffen von Gleichgesinnten und um friedliche Duelle. Einer, der sich in seiner Freizeit seit Jahrzehnten mit „Bauernbewegungen“, mit „Pferdesprüngen“, „Fesselung“ und „Opferzügen“ beschäftigt, ist Hans Unterthurner, vor gut 40 Jahren Gründer des Schachclubs Vinschgau, langjähriger Vorsitzender des Schachclubs Naturns und

Hans Unterthurner (rechts) gegen Simon Keim

immer noch aktiver Spieler auf dem 1. Brett der Naturnser Mannschaft in der höchsten Schachliga

des Landes. Kürzlich hat er das Schach-Café in der Schlanderser Drusus-Kaserne aufgesuchte und war überrascht, wie viel Jugendliche sich für das „königliche Spiel“ interessierten – meist mit Vorerfahrungen aus dem Internet. Hans Unterthurner stürzte sich sofort in eine Blitzpartie gegen Simon Keim, dem Verantwortlichen des Schach-Cafés. Sofort waren junge Spielbeobachter zur Stelle, in der Schachsprache „Kibitze“ genannt. GÜNTHER SCHÖPF

Licht in die Advenstzeit

KORTSCH - Es gelang dem KFS – Kortsch mit Hilfe der Dorfbevölkerung ein wenig Licht in die Adventszeit zu bringen. Das Dorf wurde in einen großen Adventskalender verwandelt. Dabei erstrahlte jeden Tag vom 1. bis zum 24. Dezember ein selbstgestaltetes Fenster. Mit dieser Aktion wollten die KFS-Mitglieder nicht nur sich selber, sondern vor allem auch anderen eine Freude bereiten. Am 23. Dezember organisierte der Pfarrgemeinderat einen Spaziergang durch das Dorf, um noch einmal alle Fenster

zu bestaunen. Man startete beim Kirchplatz und ging dann von Fenster zu Fenster. Zwischendurch wurde Halt gemacht, es wurden besinnliche Texte vorgelesen und eine Gruppe singfreudiger Damen und Herren stimmten liebliche Adventslieder an. Zum Abschluss kam man wieder zum Kirchplatz zurück. Dort gab es noch einen heißen Tee und Panettone. Der KFS – Kortsch bedankt sich auf diesem Wege noch einmal herzlich bei allen, für das Mitmachen und Gestalten der wunderschönen Fenster. R ED

Öffnungszeiten Täglich von 12 bis 14 Uhr und 18:30 bis 21 Uhr auf Vorbestellung Mittwoch Ruhetag

Stilfs, Dorfstraße 10 · Tel. 0473 611 740 info@hotel-stilfserhof.com · www.hotel-stilfserhof.com DER VINSCHGER 01/23

31