Am Limit, aber voll engagiert

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VINSCHGER SPORT

B wie Badminton, Brescia und Bozen Die einen wurden in Bozen flügge, die anderen zeigten in Brescia, dass sie noch flügge sind. BOZEN/BRESCIA - Der „Bozner Frühling 2022“ sollte sich in der Talfer-Stadt zu einem festen Termin für junge und jüngere Badminton-Spieler entwickeln. Die „Nation Mals“ war neben den Nationen Deutschland, Slowenien, Dänemark, Österreich, Kroatien und Malta vertreten. 20 junge Malser waren im Einsatz. Das Ergebnis im Medaillenspiegel kann sich sehen lassen. Es gab 12 Mal den obersten Podestplatz, 8 Mal wurde Silber eingeheimst und 11 Mal ein dritter Platz belegt. Erfolgreichste Spielerin war Anna Sofie De March, die sich ein „Triple“ sicherte und somit ihren „100 Percento“ treu bleiben konnte. Nicht weniger erfolgreich waren auch die Kleinen, wie Anton Gurschler, Franzi Hellrigl und Patrick Horrer, die sich mit je zwei Titeln krönen konnten. Für je eine Goldmedaille sorgten Noah Thöni, Emilia Ziernheld, Lena Kobler, Matthias De Stefani, Carolin Rauner, Anna Hohenegger, Samar Dhahri und Sebastian Tataru. Hinzu kamen die vielen Silber und Bronzemedaillen. Begleitet und betreut wurden unsere Spieler

Junge Malser sorgten mit Tom Scholz (hintere Reihe 2.v.l) und Roy Mulder (hintere Reihe ganz rechts) für einen Malser Frühling in Bozen.

von den Trainern Roy Mulder und Tom Scholz, die alle Hände voll zu tun hatten, aber mit den Resultaten zufrieden waren. Wichtige Stützen, Betreuer und fleißige Fahrer waren die Eltern. Ohne Eltern, aber mit dem Willen, sich ins Zeug zu legen, reisten die „Oldies“ zur „Master Italienmeisterschaft“ nach Brescia. Mit von der Partie waren Stefan De March, Hannes Mair, Tom Habicher, Markus Stocker, Maria Luisa Mur, Claudia Nista, Monika Nista, Claudia Theiner und Alena De Stefani. Für Markus und Monika war es die erste Turniererfahrung. Insgesamt waren über 100 Athle-

Erfolgreich in Brescia (v.l.) Maria Luise Mur, Claudia Nista, Monika Nista, Hannes Mair, Claudia Theiner, Alena De Stefani, Markus Stocker, Thomas Habicher, Stefan De March

ten am Start und sorgten für viele interessante und faire Spiele. Dass es zu einem regelrechten Medaillenregen kam und auch noch zum Mannschaftspokal reichte, war sensationell und könnte auch damit zu tun haben, dass man sich in der „netten und freundlichen Stadt“ auf Anhieb sehr wohl fühlte. Malser „Frauen-Power“ drückte dem Turnier auch dieses Jahr seinen Stempel auf, denn Luise und Claudia konnten ihre jeweils drei Titel (Einzel, Mixed mit ihren Partnern Klaus Raffeiner und Konrad Hofer aus Meran, gemeinsam im Doppel) verteidigen. Hinzu kam heuer der Titel unserer beiden

Funktionäre Stefan und Hannes, die in einem „mega spannenden“ Finale gegen Dennis Passador und Edvidio Milani vom BC Lecco die Oberhand behielten. Es wurde ein Herzschlagfinale, da die Partie mit 22:20 zu Gunsten der Malser endete, die im 3. Satz noch mit 13:18 zurücklagen. Einfach nur spektakulär und nervenaufreibend fürs Publikum! Nicht nervenaufreibend, aber doch spektakulär waren die „Limoncello Runden“ nach dem Abendessen, zu dem die Italiener nicht „Cena“ sagen würden, sondern „Cenone“. GÜNTHER SCHÖPF

So spannend war es noch nie MORTER - Wenn’s nur spannend wär, es ist gerade hochdramatisch. Drei Spiele vor Meisterschaftsende bangen, zittern, hoffen gleich drei Mannschaften in der 2. Amateurliga auf den Aufstieg: Kastelbell-Tschars aus dem unteren Vinschgau auf Platz 2 und Prad im oberen Vinschgau punktegleich auf Platz 3. Schon am vergangenen Wochenende (6., 7. und 8. Mai) hatte sich die Situation zugespitzt. Der ASV Prad musste zum „Angstgegner“ Morter ins Plima-Stadion. Der ASV Goldrain auf Platz 10 spielte gegen den Tabellenersten Girlan.

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DER VINSCHGER 09/22

Verblüffend parallel ereilte beide Vinschger Mannschaften ein ähnliches Schicksal. Goldrain spielte eines seiner besten Spiele, verlor in der 84. Minute einen Spieler durch Rot, glich in der 85. Minute aus und musste in den letzten Sekunden eine 2:1 Niederlage hinnehmen. Nervenkrieg auch in Morter – „traditionell ein heißes Pflaster für Prad“ wie Sektionsleiter Marco Hoffer (Prad) meinte. Die Heimmannschaft verlor schon in der 29. Minute einen Spieler durch Rot und „spielte trotzdem unverdrossen auf Sieg“ -so ASV Morter-Prä-

Archivbild: 2019 schaffte der ASV Morter (in Rot) den Aufstieg durch einen Sieg über den ASV Prad; im Mai 2022 drehte Prad den Spieß um und blieb im Titelrennen durch die 3 Punkte gegen Morter.

sident Steve Trenkwalder. „Wir gingen durch einen Elfmeter von Johannes Höllrigl in Führung.“ Sieben Minuten später kam der Umschwung. Der Prader Bernd Schwienbacher glich per Kopf aus einem Eckball aus. Die Unterzahl bei Morter zeigte zunehmend Wirkung. Philipp Dellasega erlöste Prad mit seinem Treffer in der 65. Minute und hielt seine Mannschaft auf dem 3.Tabellenplatz – bereit zum Mitmischen um den Aufstieg mit KastelbellTschars und Girlan. GÜNTHER SCHÖPF