Am Limit, aber voll engagiert

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VINSCHGER KULTUR

AVS Laas: mehr Mitglieder trotz Pandemie LAAS - Die Reihen der Alpenvereinler in der Feuerwehrhalle waren zwar durch parallele Sitzungen gelichtet, aber die Stimmung war gut – trotz der Diskussion über bürokratische Auflagen und über den Status der Oberen Alm. Erträglich machte dies einmal die Erfolgsmeldung, dass auch die Pandemie eine Steigerung der Mitgliederzahl auf derzeit 877 nicht verhindern konnte, aber vor allem der Rückblick auf ein überraschend erfolgreiches Tätigkeitsjahr und die vielversprechenden Vorschauen von Sektionsleiter Markus Tröger und Jugendführer Manuel Gurschler. Tröger machte für Mai auf die Familienwanderung im Passeirer Schluchtenweg aufmerksam. Im Juni sind Klettern für alle Interessierte – mit angedachtem Kletterfest an der Nesselwand am 12. Juni - und das Herz JesuFeuern vorgesehen. Im Juli stehen die Hochtour „Ötzi Glacier“

Martin Muther (2. Vorsitzender, links) und Markus Tröger (1. Vorsitzender, rechts) überreichten Diplome und Geschenke an (v.l.) Hans Hauser, Walter Verdross (50 Jahre), Alvaro Raffi (50 Jahre), Gottfried Alber (50 Jahre), Roswitha Waschgler (25 Jahre) und Monika Hauser (40 Jahre).

Sinngemäß meinte Monika Hauser: „Es ist fast nicht vorstellbar, was der Hauser Hansl alles für die Alpenvereinssektion Laas geleistet hat.“

und eine historische Wanderung im Stilfser Joch-Gebiet auf dem Programm. Als Schwerpunkte im August sind die Klettersteig-Tage in den Sextener Dolomiten und eine nicht näher definierte Wanderung angeführt. Im September sollen eine Bergtour im Eisacktal und der Plattkofel Klettersteig angegangen werden. Das Jahr klingt

genwanderung werde man sich ab Mai im Klettergarten umsehen, mit der Familie auf Wanderschaft gehen, sich am Kletterfest im Laaser Tal am 12. Juni und mit Übernachtung in der Wasserfallhütte am Herz Jesu-Feuern beteiligen. Nach dem Hüttenlager in Landro, stehe der Spiel- und Spaß-Tag am Tarscher See, das Begehen des Schluchtenwegs und Murmele Klettersteigs in Martell und ein Wochenende am Gardasee auf dem Programm. Mit Törggelen in heimischen Gefilden, mit Klettern in der Halle, mit Adventskranzwinden und Lagerfeuer mit Stockbrot werde das Jahr zu Ende gehen. Bevor man an die Ehrung langjähriger Mitglieder schritt, zollte Markus Tröger den Wegepatinnen und – paten Respekt und Anerkennung.

mit einer Wanderung zur „Jürgen Prigl Friedensstele“ (zwischen Weißwand und Laaser Spitze) und einer Lawinenübung aus. Das Beste aus den Corona-Einschränkungen gemacht hätten auch die Jugendführer, wie Manuel Gurschler berichtete. Nach zwei Winterwanderungen, der Müllsammelaktion und der Sa-

Klettersteigfeeling für Erfahrene und Spiel im Gelände um St. Sisinius für Jugendliche

GÜNTHER SCHÖPF

In memoriam Walter P. Auer NATURNS - In Erinnerung an den im Vorjahr plötzlich verstorbenen Naturnser Künstler Walter P. Auer laden die Bibliothek Naturs und „Kultur Naturns“ zu zwei Ausstellungen ein. Die Ausstellung, die am 13. Mai um 19 Uhr in der Rathausgalerie eröffnet wird, trägt den Titel „Malen als Lebensspur“ und läuft bis zum 27. Mai. Die zweite Ausstellung mit dem Titel „Ein Leben in Farbe“ wird am 20. Mai um 19.00 Uhr in der Bibliothek Naturns eröffnet und bleibt bis zum 10. Juni zugänglich. „Der Naturnser Künstler Walter P. Auer hat

in seiner Kunst stets die Welt und dessen Menschen zu thematisieren versucht. Er hat die aktuellen Weltgeschehnisse kritisch hinterfragt, seine Umgebung erkundet, Dinge in Frage gestellt und all dies durch seine gezielt ausgewählten Medien künstlerisch ausgedrückt. Dabei entstanden spannende Gegensätze, kontroverse Perspektiven und neue Ansichtsweisen, die die Betrachter/innen in den Bann ziehen,“ schreibt Nicole Abler, die Kuratorin der Ausstellungen. Beide Ausstellungen „zeigen eindrucksvoll eine große Bandbreite

aus dem Oeuvre des Künstlers. Es sind verschiedenste Arbeiten aus den 1980er, 1990er, 2000er Jahren und aktuelle Werke, die

kurz vor dem frühzeitigen Tod des Künstlers 2021 entstanden sind.“ Zu sehen sein werden u.a. nie ausgestellte Werke, von kleinund großformatigen Malereien bis hin zu Skulpturen aus verschiedensten Materialien. Nicole Abler: „Es sollen die Vielseitigkeit, der Ideenreichtum und die unbändige Schöpfungskraft eines Künstlers zum Ausdruck gebracht werden, einem Maler, der die Kunst als Versuch sah, dem Leben einen Sinn zu geben - ganz nach den Worten des deutschen Malers Otto Dix: ‚Der Maler ist das Auge der Welt’.“ RED DER VINSCHGER 09/22

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