Am Limit, aber voll engagiert

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

St. Michael mit neuem Dach BURGEIS - Das Dach der St. Michaelskapelle in Burgeis wurde in den vergangenen Monaten erneuert. Das neue Schindeldach ist ein wahrer Blickfang und fügt sich hervorragend in die Umgebung ein. Eine Neueindeckung war notwendig geworden, weil das alte Dach an vielen Stellen undicht war und bereits Feuchtigkeit ins Innere eindrang. Die Dachdeckarbeiten übernahm die Zimmerei Folie aus Mals. Das Dach und Vordach wurden mit Lärchenschindeln neu eingedeckt. Die Kosten belaufen sich auf ca. 60.000 Euro. Beiträge zur Deckung der Kosten kamen vom Landesdenkmalamt und von der Stiftung Südtiroler Sparkasse. Der restliche Betrag

konnte mit Spenden von Handwerks- und Gastbetrieben von Burgeis und Umgebung und von ganz vielen Privatpersonen aufgebracht werden. „Hier hat sich gezeigt, dass die Burgeiser an der ‚Michlskapell’ hängen und bereit sind, dafür zu spenden“, heißt es in einer Aussendung. Der Pfarrgemeinderat spricht allen Spendern, Ämtern und Stiftungen ein großes Vergelt’s Gott aus. – Als um 1630 die Pest wütete, legten die Burgeiser, geängstigt durch den „Schwarzen Tod“, das Gelöbnis ab, eine Kapelle zu Ehren des hl. Michael zu erbauen, damit der Herr diese furchtbare Seuche von ihnen abwende. Im Burgeiser Pfarrarchiv wird eine entsprechende Urkunde verwahrt. Das

Die Präsidentin des Pfarrgemeinderates Burgeis, Ulrike Köllemann, und Pfarrer Pater Peter Perkmann vor der neu eingedeckten Michaelskapelle.

Gelöbnis war hiermit abgelegt und durch diese Urkunde verbrieft. Nachdem aber die Gefahr abgewandt war, schienen es die Burgeiser nicht eilig zu haben, dem Gelöbnis auch nachzukommen. Als nach 7 Jahren immer noch nichts geschehen war, erinnerte der damalige Pfarrer von Burgeis in einer Predigt an das abgegebene Versprechen und rief damit helle Aufregung hervor. 10 Jahre nach dem Gelöbnis schien man mit dem Bau der Kapelle endlich Ernst zu machen. Im August 1651 war es endlich soweit. Am Fest des hl. Bartholomäus wurde der Grundstein gelegt für die neue Kapelle zu Ehren der fünf Heiligen: Michael, Sebastian, Rochus, Pirmin und Zeno. RED

Steinschlagschutz: Weg frei für die Planung LATSCH/KASTELBELL - An mehreren Stellen kam es in den vergangenen Jahren am bergseitigen Hang der Staatsstraße im Bereich der „Latschander“ zu Rutschungen und Steinschlag. „Es braucht einen Eingriff, denn es geht um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer auf dieser wichtigsten Verkehrsader im Vinschgau“, sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Der Bau einer 250 Meter langen

Galerie soll die Steinschlaggefahr verringern. Die Landesregierung hat am 26. April die technischen Eigenschaften für das Bauvorhaben - das zweite von insgesamt drei Baulosen - genehmigt. „Somit können wir mit den konkreten Planungsarbeiten starten“, sagt der Landesrat. Die Schutzgalerie soll zwischen dem 2020 gebauten 290 Meter langen Steinschlagschutzdamm und den vorgesehenen

Steinschlagschutzmaßnahmen am Westprotal der Umfahrung Kastelbell-Galsaun gebaut werden. „Neben der Erhöhung der Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer sollen mit dieser Maßnahme auch Sperrungen des Straßenabschnittes bei Steinschlaggefahr wegfallen. In der Vergangenheit haben diese aufgrund der fehlenden Ausweichroute immer wieder zu einem enormen Verkehrschaos

geführt“, erklärt Amtsdirektor Johannes Strimmer. Laut dem Verfahrensverantwortlichen Andreas Pider gelte es, bei der Planung ein besonderes Augenmerk auf eine möglichst geringe Beeinträchtigung des Verkehrs zu legen. In der Prioritätenliste des Landes für Steinschlagschutzmaßnahmen steht jene an der „Latschander“ an oberster Stelle. Der Eingriff kostet ca. 8,3 Millionen Euro. LPA

BRD Schlanders: 5 junge Anwärter SCHLANDERS - Unlängst hielt der Bergrettungsdienst Schlanders seine Jahreshauptversammlung ab. Geladen hatte Rettungsstellenleiter Klaus Wellenzohn seine 21 Männer nach einer Übung. Trotz der Corona-Einschränkungen versuchte die Bergrettung, auch im vergangenen Jahr ihre monatlichen Übungen regulär abzuhalten, wenn auch der gesellige Teil leider entfiel. Trotz aller Widrigkeiten ist der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit innerhalb der Rettungsstelle groß, wie Wellenzohn feststellte. Stetig im Wachsen ist die Mitgliederzahl, wobei insgesamt 5 Anwärter sind anschicken, die anspruchsvolle Ausbildung

ihre Grenzen brachte. Zum Abschluss der kurzen Sitzung ohne Gäste folgte eine lange Liste an Personen, denen der Rettungsstellenleiter Klaus Wellenzohn für ihre Zusammenarbeit und Unterstützung dankte, u.a. seiner Mannschaft und deren Familien, den Mitgliedern im Ausschuss (Patrik Gamper, Lukas Marx, Hannes Fleischmann und Herbert Im Bild (v.l.): die BRD-Anwärter Georg Perger, Andreas Thomann, Gurschler), dem BRD-BezirksFabian Tappeiner, Marcello Rainer und Reinhard Stricker vertreter Thomas Hellrigl und dem Landesverband mit Ernst zu absolvieren. Zu insgesamt 13 Unfall-Szenario vor, das den ande- Winkler, der Patin Helga Tappeiner, Einsätzen rückte der BRD 2021 ren nicht bekannt war. So wurde der AVS Sektion Schlanders, allen aus, u.a. zu 6 Mountainbike-Un- u.a. im Schlandrauntal ein Notfall Feuerwehren der Gemeinde, der fällen. Bei den 11 Monatsübungen mit einem langen Abtransport Gemeindeverwaltung und dem bereiteten stets 2 Kameraden ein simuliert, der die Mannschaft an BM Dieter Pinggera. AN DER VINSCHGER 09/22

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