Da hängt was in der Luft

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VINSCHGER SPORT

Von Damen, Königen und Kalbshaxen

Turnierszene in Falkenstein mit Präsident Toni Christanell (2. von links) NATURNS - Es wurde halbgeblitzt auf Falkenstein. Der Schachclub Naturns Jambo hatte zum Abschlussturnier über den Dächern von Naturns geladen. Je 15 Minuten hatten die Denksportler Zeit, den König entweder matt zu setzen oder in eine ausweglose Lage zu bringen. 16 Liebhaber des königlichen Spiels traten gegeneinander an.

Sieger der Kategorie „Unter 1.400“: Leon Gitterle, Jan Gurschler, Robert Pawlus (von links)

Bei unterschiedlichen Spielstärken – ausgedrückt in Elo-Punkten – teilte Clubpräsident Toni Christanell jedem Spieler seine ihm zustehende Bedenkzeit und damit seine Chancen zu. Pro 70 Elo-Punkte wurde eine Minute von der Bedenkzeit des höher bewerteten Spieler abgezogen und dem Schwächeren gutgeschrieben. Von vornherein fest

standen die Kategorien „Unter 1400 Elo-Punkte“ oder „Über 1400 Elo-Punkte“. Nach dem sogenannten Schweizer-System trafen dann gegen Turnierende immer annähernd gleichstarke Spieler aufeinander. Nicht Bedenkzeiten, sondern Trinkfestigkeit und Appetit wurden maßgebend, als Falkensteiner Blauburgunder zu Kalbshaxe

Sieger der Kategorie „Über 1.400“: Wolfgang Wielander, Thomas Gurschler, André Christanell (v.l.)

und Hirschbraten eingeschenkt wurde. Turniersieger wurde Thomas Gurschler. Er erreichte 5,5 Punkte von 7 möglichen. Den halben Punkt zwackte ihm André Christanell ab; die einzige Niederlage fügte ihm sein zweitplatzierter Sohn Jan zu. Jan blieb 5 Mal siegreich. GÜNTHER SCHÖPF

LINZ/MALS - Was macht ein Bike-Profi, wenn er über den Reschenpass zum ersten Mal in den Vinschgau kommt? Zuerst das Erinnerungsfoto mit dem Grauner Kirchturm im Wasser, dann einen Ausruf: „Was für eine megacoole Bike-Gegend!“ Facebook nach zu schließen, könnte es so gewesen sein, als Bike-Profi Lukas Kaufmann zum Vortragsabend nach Mals fuhr. Der auf allen Kontinenten radelnde Vollprofi aus dem 3.500-Seelendorf Kronstorf bei Linz sollte schon gut 50 Tage vor dem Start das OK-Team des 6. Ortler-Bike-Marathons motivieren und gleichzeitig zum Botschafter der Veranstaltung am 4. Juni werden. Diesmal war das Mitglied des Ok-Teams Helmut Gunsch der Netzwerker, der den Kontakt zu Lukas Kaufmann hergestellt hatte. Bevor der Gast aus seinem Leben plaudern konnte, hatte OK-Chef Burger die Neuigkeit verkündet: Der Tross des Ortler-Bike-Marathons zieht von der Handwerkerzone Glurns ins Grauner Freigelände am Reschen-

Quelle: Facebook Kaufmann

Der Motivator aus Oberösterreich

Lukas Kaufmann und der Eintritt in den Vinschgau von Norden

see. Die Gründe waren mehr als einleuchtend. Die Neuerung wurde keine Affäre. Dann durfte Kaufmann loslegen. Er habe als übergewichtiger Junge begonnen und wenn hinter seiner Karriere als Bike-Profi ein Geheimnis stecke, dann die Tatsache, dass er immer Spaß am Biken gehabt

Zur Erinnerung an den Vortragsabend in Mals: Helli Gunsch, Lukas Kaufmann und Gerald Burger (v.l.)

habe. Inzwischen sei er Botschafter geworden des größten österreichischen Radereignisses, der „Salzkammergut Trophy“. Er habe seine Gaudi gehabt in Kapstadt, am Tafelberg zu radeln, den Birkebeiner-Marathon in Norwegen zu bestreiten, im Regenwald von Costa Rica zu schwitzen, die Wüs-

te von Arizona zu durchqueren und Mallorca zu umrunden. Am Ende des Vortrages wollten die Vinschger wissen, warum er nicht „Epik-Rennen“ bestreite und nach welchen Trainingsplänen er sich in Form bringe. GÜNTHER SCHÖPF

DER VINSCHGER 08/22

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