Hollywood made in Schnals

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Trotz Corona nichts verlernt SCHLANDERS - Im Vergleich zum Vorjahr, als sich der Männergesangverein Schlanders pandemiebedingt gezwungen sah, seine Revue „nur“ online aufzuführen, trat der MGV heuer wieder vor das Publikum. Der Theatersaal im Kulturhaus war bei allen 3 Vorstellungen ausverkauft. Die Pandemie hatte auch den MGV gezwungen, sich neu zu erfinden. Dass dies den MGV-Mannen, der Chorleiterin Sibylle Pichler, dem Revue-Komitee, dem Regisseur Franz Steiner und allen weiteren Mitwirkenden vortrefflich gelungen ist, bewiesen die viele Publikums-Lacher während sowie der große Applaus am Ende aller 3 Vorstellungen. Zum Lachen und Schmunzeln gab es genug. Nicht nur den deutschen Gesundheitsminister Karl Lauterbach konnte Thomas Gottschalk zum „Maskenball“ begrüßen, sondern auch den Corona-Experten Bernd Gänsbacher, der anstelle des Grünen Passes eine Pistole zückte. Zu den weiteren Stargästen gehörten Reinhold Messner, der einen grünen EU-Ausweis bei sich hatte, und die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sogar mit einem 7G-Pass erschienen war. Das 7. und letzte „G“ stand für

Einige Schnappschüsse der Revue 2022 des MGV Schlanders

„Gedemütigt von der Südtiroler IDM.“ Leider nicht kommen konnte - weil positiv getestet - „Ursula von der Leiden“. Gebührend ausgeglichen haben diese Lücke der Bunga-Bunga-Cavaliere Silvio Berlusconi mit seiner Gesichtsstraffungsmaschine und Jürgen, „der Wirt an der Lahn“, als Vertreter der „Persönlichkeitinnen“ aus dem quer-diversen Lager. Auch Österreichs Ex-Kanzler Sebastian Kurz und so manche Südtiroler Politiker und Promis bekamen ihr Fett ab. Einen Sonderapplaus

gab es für den Singer-Songwriter Horst Saller, der seinen Debütsong „Hörnchen im Eich“ vortrug und außerdem in Uniform und mit Videokamera als OrtspolizeiKommandant Carli auf die Bühne stürmte, um dem Maskenball ein Ende zu setzen. - Obwohl der traditionelle MGV-Ball auch heuer nicht stattfinden konnte, hatten der MGV und alle Mitwirkenden viel Zeit geopfert und viel Vorarbeit geleistet, um das Publikum mit einer besonderen Revue, gespickt mit vielen Gesangseinlagen

und auch Videoeinspielungen, zu überraschen. Der Mehrwert lag nicht zuletzt darin, dass alles „handgemacht“ war, von den Texten bis hin zu den Kostümen. Einen speziellen Dank zollte der Interims-Obmann Daniel Staffler dem Revue-Komitee, dem Regisseur Franz Steiner, dem Kulturhaus, der Chorleiterin Sibylle Pichler, Robert Grüner für das Texten der Lieder, Bruno Giongo für die Kulisse, den Sponsoren und nicht zuletzt dem treuen Publikum aus nah und fern. SEPP

„Wir möchten Solidarität leben“ SCHLANDERS - 2014 haben zuerst Kaufleute und Dienstleister (hds), dann die Handwerker (lvh) im Ober- und Untervinschgau und der Hotelier- und Gastwirteverband (HGV) ihre soziale Ader entdeckt. Sie gingen auf Initiative von hds Bezirksobmann Dietmar Spechtenhauser unter der Bezeichnung „Vinschger Weihnachtslicht“ eine Partnerschaft mit den Vinzenzkonferenzen des Vinschgaus ein. Durch erfolgreiche Überzeugungsarbeit holte Dietmar Spechtenhauser auch die Raiffeisenkassen ins Boot, die erst eine Bewerbung der Aktion ermöglichten. Die Spendenübergabe über die Aktion 2021 stand natürlich im Zeichen der Pandemie. Günther Platter, lvh, meinte in seinen Grußworten, dass man gern gespendet hat: „…weil

Regina Marth Gardetto mit den Worten übergeben: „Es ist uns ein Anliegen, etwas von dem, was wir erwirtschaftet haben, zurückzugeben. Wir möchten Solidarität auch leben. Schon die Tatsache, etwas zu schenken, hinterlässt ein gutes Gefühl.“ Zugegen waren die Vertreter aller „Vinzenz-Konferenzen“ des Vinschgaus. Marth Gardetto dankte für die Spende und schilderte die Auswirkungen Regina Marth Gardetto (2 v.l.) rüttelte auf; im Bild (v.l.): Günther Platter (lvh der Pandemie. Es sei „fürchterlich Obervinschgau, der die Abwesenheit des Obmannes des lvh Untervinschgau, gewesen“, wie viele Menschen derHermann Raffeiner-Kerschbaumer, entschuldigte), Erich Ohrwalder zeit an die Vinzenzgemeinschaft (Raiffeisenkassen des Vinschgaus), Karin Gluderer (hds-Bezirksausschuss) herantreten, wie viele Hemmunund Dietmar Spechtenhauser (hds Bezirkspräsident Vinschgau). gen hatten, wie viele sich schämten, ihre Not zu schildern, und man froh sein musste, überhaupt außen.“ Das Ergebnis von 6.557 wie viele nicht mehr Therapien arbeiten zu können.“ Als Ver- Euro wurde am 22. Februar im und Medikamente für ihre Kinder treter der Raiffeisenkassen stellte Hotel-Restaurant „Maria There- bezahlen konnten. Erich Ohrwalder fest: „Die Aktion sia“ in Schlanders an die Bezirksist ein positives Zeichen nach obfrau der Vinzenzkonferenzen GÜNTHER SCHÖPF DER VINSCHGER 04/22

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