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VINSCHGER SPORT

Der beste Vinschger: Florian Cappello.

Der Sieger am Samstag: Tord Asle Gjerdalen.

mussten die lange Strecke über 33 Kilometer absolvieren. Es verwundert daher nicht, dass auch hier die Profis ganz vorne landeten. Und auch hier mit viel Weltcup-Flair. So war es der Deutsche Thomas Bing, der sich den Sieg holte: Für gewöhnlich startet er im Skilanglauf Weltcup, auch bei der Tour de Ski war er dabei. Die Olympia-Nominierung hat er aber knapp verpasst. Bing ließ im Zielsprint den Norweger Amund Riege hinter sich. Für den Franzosen Bastien Poirrier blieb der dritte Rang. Das Rennen der Damen entschied die Finnin Kati Roivas für sich, vor der Tschechin Teresa Hujerovà und der Schweizerin Nicole Donzallaz.

mit einer Zeit von 53.23 Minuten hinter dem „Azzurro“ Lorenzo Busin (49.58) den zweiten Platz. Rang drei ging an den Pusterer Matthias Schwingshackl. Das Podest nur knapp verpasst hat hingegen Mattia Giusti vom ASV Prad. Er landete nur acht Sekunden hinter Schwingshackl auf dem vierten Platz. Bei den Damen triumphierte auf der kurzen Strecke die Schwedin Maja Eriksson in 1:06.19 Stunden, vor der Russin Varvara Prokhorova (1:08) und Anna Happ aus Deutschland (1:17).

Ein Vinschger auf dem Podest Die Lokalmatadore trumpften auf der kürzeren Strecke über 23 Kilometer auf. So holte sich der Laaser Florian Cappello

Siegreich am Sonntag: Thomas Bing und die Krampusse.

für direkte sowie indirekte Wertschöpfung und habe vor allem einen großen Werbeeffekt. „Das Rennen wurde in 40 Ländern live übertragen“, so der OK-Chef. Im skandinavischen Raum, aber auch in Russland und Tschechien sei der Skilanglaufsport bzw. insbesondere die „Visma Ski Classics“ immens populär. „Das Tal konnte sich einmal mehr als Langlauf-Paradies präsentieren“, freute sich Burger. Langtaufers sei prädestiniert für den Langlauf-Sport, ergänzte auch der Grauner Bürgermeister Franz Prieth. Auch die Gemeinde wolle den Skilanglaufsport im Langtauferer Tal weiter Organisatoren zufrieden unterstützen. „Die Strukturen sind bereits Zufrieden zeigten sich die Organisatoren vorhanden, es ist ein naturnaher Sport, rund um OK-Chef Gerald Burger. „Ein der perfekt hierher passt“, schwärmte der Dank geht an die vielen freiwilligen Helfer“, Bürgermeister. Es gelte im Tal auf sanften erklärte Burger. Rund 300 Starter, davon Tourismus zu setzen. zahlreiche Profis aus aller Herren Länder, waren mit dabei. Die Veranstaltung sorge MICHAEL ANDRES

Ein 2. Langlaufwunder hat es nicht gegeben LATSCH - 2020 wird als erster „Winter mit Maulkorb“ in die Geschichte eingehen. Für die Sektion nordischer Skilauf wurde er trotz Pandemie zum Glücksfall. Nach Jahrzehnten konnte man in Latsch Dorf wieder weiße, nachweihnachtliche Tage erleben - wie in alten Zeiten. Fast – nur fast sind die langlaufbegeisterten Latscher unter Sektionsleiterin Tanja Plörer auch heuer wieder zu einem Glückswinter gekommen mit Skilauf im eigenen Dorf. Das Wunder wäre dem ehemaligen Langlauf-Trainer und Sektionsleiter Horst Tscholl beinahe gelungen. Er und seine Freunde schafften es, in knapp 100 Traktorfahrten sämtlichen Schnee aus der Industriezone in die Latscher Sportzone zu

2020, kurz vor Jahresende: Horst Tscholl mit einem Schützling und Sektionsleiterin Tanja Plörer (rechts) beim Langlaufkurs.

transportieren. Es gelang ihnen, daraus eine Loipe und eine Skating-Bahn von einem Kilometer zu bauen. Das Langlaufwunder hielt aber nur zwei Tage. Die zwei Tage nutzte die Sektion,

2021, kurz vor Jahresende: Frühlingstemperaturen und Regen zerstörten den Traum vom Langlaufen im Dorf.

um ihren Weihnachtsskikurs im erzwangen die Fortsetzung des Dorf abzuhalten. Der gefürchtete Skikurses im Marteller BiathlonWärmeeinbruch um die Weih- Zentrum Grogg. nachtszeit und der nächtliche Regen gegen Jahresende machten GÜNTHER SCHÖPF die Bemühungen zunichte und DER VINSCHGER 01/22

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