Nah beim Volk

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VINSCHGER SPEZIAL lichen Oberland aber freilich auch das Genussbiken mit den Runden rund um den Haidersee oder rund um den Reschensee, die Claudia Augusta und der Vinschger Radweg im Mittelpunkt. Auch das E-Biken auf den Vinschger Almen und Hütten zieht immer mehr Gäste an. Welche Strahlkraft der Reschenpass mittlerweile auch im Sommer hat belegen aktuelle Zahlen: „Derzeit macht der Sommertourismus rund 45 Prozent aus, in den nächsten Jahren wird es auf 50/50 hinauslaufen“, erklärt Burger. Ohnehin arbeite der Tourismus hervorragend, auch in schwierigen Coronavirus-Zeiten. In der Ferienregion findet man zahlreiche attraktive Hotels und Gastbetriebe in den verschiedenen Sterne-Kategorien. Für jeden ist sozusagen etwas dabei. Auch was Restaurants und Bars betrifft kommt man hier auf seine Kosten, von St. Valentin bis zum Dorf Reschen. Das freut Gäste und Einheimische. Fleißige Handwerker Zudem findet man am Reschenpass zahlreiche gut aufgestellte Betriebe in den verschiedenen Sparten. Vom Elektrobetrieb über Bauunternehmen bis hin zum Holzbau, zahlreiche fleißige Handwerker überzeugen mit ehrlicher und bodenständiger Arbeit. Zu kämpfen hat man freilich wie viele Unternehmen im oberen Vinschgau mit der Abwanderung in die benachbarte Schweiz –

trotz guter Arbeitsbedingungen. Neben dem Handwerk findet man auch im Handel eine feine Auswahl mit guter Beratung, vom Modegeschäft bis hin zum Sportfachhandel. Der versunkene Turm Spricht man vom Reschenpass, muss man natürlich auch den historischen Kirchturm erwähnen. Der 1355 erbaute romanische Turm der Pfarrkirche von Alt-Graun erinnert an den Ort, der hier im Jahr 1950 in den Fluten des Stausees versunken ist. Ein dunkles Kapitel in der Südtiroler Geschichte. Zur Erinnerung: Im Jahre 1939 reichte

der italienische Großkonzern „Montecatini“ ein Projekt ein, den Reschen- und Graunersee um 22 Meter zu stauen. Die Bevölkerung von Reschen und Graun wurde dabei völlig übergangen. Der Weltkrieg verzögerte das Projekt, 1950 wurde es aber Realität, 677 Hektar Grund und Boden wurden überflutet, zig Familien zwangsenteignet und zum Auswandern gezwungen. Heute ist der Turm aber nicht nur ein Mahnmal, sondern eine weitum bekannte Sehenswürdigkeit. So steht der Turm zum Beispiel auch bei der Netflix-Serie Curon im Mittelpunkt. Die TV-Serie verbindet Mystery-, Fantasy- und Horror-Elemente miteinander.

Noch viel Potenzial Der Turm hat als Publikumsmagnet Potenzial. Vor allem auf der Durchreise machen zahlreiche Urlauber Fotos und posten diese in den Sozialen Medien. Das Potenzial gelte es noch mehr zu nutzen. „Wir sind gewillt beim Areal noch mehr zu machen“, so Burger. Das Projekt „Turm-Areal“ wurde bereits auf den Weg gebracht und vorangetrieben. Der historische Kirchturm im Wasser sei schließlich nicht nur ein Markenzeichen der Gemeinde Graun, sondern von ganz Südtirol. MICHAEL ANDRES

HOTEL ZUM MOHREN

Viel Genuss beim Mohren RESCHEN - Das Hotel „Zum Mohren“ mit dem angeschlossenen Restaurant „Mohrenstuben“ ist für besondere Genussmomente bekannt. Das 4-Sterne-Hotel und die geräumigen urigen Suiten laden zum Urlaub ein – ob für einen längeren Zeitraum oder fürs verlängerte Skiwochenende. Nach einem Aktiv-Tag kann man sich im Wellnesshotel, im Schwimmbad, der Sauna oder bei Massagen entspannen. Im öffentlichen Restaurant verwöhnen die Juniorchefs Sabine und Dietmar die Gäste mit be-

sonderen Spezialitäten. Freude und Fleiß gepaart mit Kreativität und dem Wunsch, immer wieder neue Geschmacksnuancen auszuprobieren, lassen feinste Gerichte entstehen. Diese können sich Hausgäste und Tagesgäste in behaglichem Ambiente schmecken lassen. Dabei setzt man vor allem auf regionale Zutaten. Das Restaurant ist mittags und abends geöffnet und eignet sich ideal auch für Reisegruppen, Familien- und Firmenfeiern, Hochzeiten, Geburtstage und vieles mehr. AM DER VINSCHGER 01/22

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