„Planen, nicht nur schwatzen“

Page 13

VINSCHGER GESELLSCHAFT konnten, herrschte im Tablander Widum viel Harmonie. Kein Wunder, hier wurde unter anderem die neue Feuerwehrhalle vorgestellt. „Ein ansprechender Bau“, lobte Bürgermeister Christanell. Der Naturnser Architekt Markus Gerstgrasser stellte die Halle vor. Das Gebäude sei kompakt und integriere sich gut in die Umgebung. Die Planung sei in enger Zusammenarbeit mit den Feuerwehrleuten selbst durchgeführt werden. Dadurch sei eine zeitgemäße und moderne Halle entstanden. Noch in diesem Jahr soll das Projekt im Gemeinderat auf den Weg gebracht werden, mit dem Bau könne dann im Frühjahr oder spätestens Anfang des Sommers 2022 begonnen werden. Bereits im Sommer 2023 könnten die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 1,1 Millionen Euro, rund 300.000 Euro erhalte man durch Landesbeiträge, 550.000 Euro sind Eigenmittel der Gemeinde. 250.000 Euro kommen hingegen von der Tablander Eigenverwaltung, die der Gemeinde die alte Feuerwehrhalle abkauft. Für das

Projekt gab es viel Lob vonseiten der Freiwilligen Feuerwehr und der Bevölkerung. Generell sei man in Tabland mit der Arbeit der Gemeindeverwaltung zufrieden. Einige Dinge gelte es dennoch anzugehen. So warte man nach wie vor auf das Glasfasernetz. Und ein Ende der Warterei sei derzeit nicht in Sicht. Hier liege der Ball jedoch bei der Infranet, erklärte Gemeindereferentin Barbara Wieser Pratzner. Weitere Themen, die den Tablandern unter den Nägel brennten, waren unter anderem die Verkehrssicherheit und der Wunsch, die Kinder künftig wieder im Kindergarten in Staben einschreiben zu können, um nicht nach Naturns zu müssen. In Sachen Verkehr – einige sollen zu schnell durchs Dorf fahren – gebe es verschiedene Lösungsansätze wie Speedboxen, Zebrastreifen oder Hinweisschilder, in puncto Kindergarten sei die Situation zu beobachten, derzeit aber aufgrund der Gruppengrößen nicht anders zu handhaben. MICHAEL ANDRES

Einer der besten Käse

Sonja Sagmeister nahm die Auszeichnung für den Weichkäse „Arunda“ der Hofkäserei Englhorn entgegen. CITTADELLA/SCHLEIS - Der Weichkäse „Arunda“, erzeugt in der Hofkäserei Englhorn in Schleis, gehört zu den italienweit besten Käsen dieser Kategorie. Die eindrucksvolle Bestätigung dafür war am 13. November die Prämierung des „Arunda“ im Rahmen der renommierten „Italian Cheese Awards“ im „Teatro Sociale“ in der Gemeinde Cittadella in der Provinz Padua. Bei der Auflage 2020/2021 der „Italian Cheese Awards“ wurden die Erstplatzierten in 10 Kategorien

ausgezeichnet. Beim Weichkäse war dies der „Arunda“ aus Schleis. In der Begründung der Jury heißt es sinngemäß, dass dieser Käse den Geruch von „Weide, Bergen und Blumen“ hat. Entgegengenommen hat die begehrte Auszeichnung Sonja Sagmeister, die mit viel Herzblut in der Käserei Englhorn mitarbeitet. Die Prämierung bildete den Höhepunkt des nationalen Käsewettbewerbs, für den im Vorfeld im Rahmen von Verkostungen und Vorausscheidungen insgesamt 33 Käse aus ganz Italien nominiert worden waren. Organisiert werden die „Italian Cheese Awards“ von „Guru Comunicazione“, einer Gesellschaft, die den italienischen Milch- und Käsesektor mit verschiedenen Veranstaltungen fördert. Auch der Schriftsteller Italo Calvino wurde bei der Prämierung zitiert. Er hatte einmal gesagt, dass es für einen guten Käse drei Dinge braucht: „Das Territorium, die Kuh und den Menschen“. RED DER VINSCHGER 39-40/21

13