Geben und Nehmen

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Kürbis, Gruseliges und mehr

Der über 8 kg schwere Kürbis wurde trotz eifrigen Hochhebens großteils unterschätzt.

Nathalie Pisu (5. Klasse, 2. v.l.) mit Martha Pobitzer, Lisa Eberhöfer und Petra Pedross (v.l) vom Bibiliotheksteam

SCHLANDERS - Das Bibliotheksteam der WFO Schlanders lud am Freitag vor den Herbstferien alle Schüler/innen der WFO zu einem Halloween-Rundgang durchs Schulgebäude ein. Interessantes, Wissenswertes und

Gruseliges rund um den Abend vor Allerheiligen (altenglisch „All Hallows Eve“) und die beliebten orangefarbenen Kürbisse gab es zu entdecken. In kleinen Gruppen streiften die Schüler/innen mit einem Aufgabenzettel von

Gruselige Mini-Geschichten zum Lesen und Raten gab es im Filmraum der WFO.

Station zu Station und suchten Antworten, lösten Rätsel, lasen Horrorgeschichten, falteten Origami und schätzten das Gewicht eines großen Halloween-Kürbisses. Wer alle Aufgaben richtig bewältigen konnte, nahm an der

Jonas Platter (4. Klasse) und Simone Raffeiner vom Bibliotheksteam

Verlosung von Buchpreisen und Kürbis-Rezepten samt Zutaten teil. „Mal was anderes“, freuten sich die Schüler/innen über die kleine Auflockerung im Schulalltag. RED

AUFGESPÜRT & AUSGEGRABEN (76)

Nur kurz vor der Pandemie Fast vergessene oder aus dem Bewusstsein verschwundene Ereignisse, die hier ausgegraben werden, liegen oft Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte zurück. Anderes wiederum ist gerade einmal zweieinhalb Jahre her und kaum jemand denkt noch daran – entweder weil jede Nachricht nur bis zur nächsten interessant ist oder weil seit zwei Jahren so Vieles von den Corona-Meldungen überdeckt wird. Als am 15. und 16. April 2019 ein Großbrand die Kathedrale Notre-Dame von Paris teilweise zerstörte, schaute die ganze Welt geschockt nach Frankreich. Der aus etwa 13.000 Eichenbalken bestehende Dachstuhl über dem Hauptschiff ist über 100 Meter lang und 13 Meter breit und stammte aus dem 13. Jahrhundert. Als nach einem Feueralarm eine brennende Stelle auf dem Dachboden entdeckt worden war, dauerte es nur eine Stunde, bis der Brand den ganzen Dachstuhl erfasst hatte und der Vierungsturm, das höchste Bauteil der Kirche, einstürzte. 600 Feuerwehrleute und 70 Fahrzeuge, dazu Flugzeuge, Drohnen, zwei Boote und ein Löschroboter waren im Einsatz, um das Schlimmste zu

verhindern. Gleichzeitig wurden in nur wenigen Stunden Rekordsummen für den Wiederaufbau gespendet. Es schien so, als würden sich Milliardäre weltweit in ihrer Großzügigkeit überbieten wollen. Zwei Tage danach gab es schon Spendenzusagen im Umfang von 1 Milliarde Euro. So dauerte es auch nur weitere zwei Tage, bis manche Medien die Bilder des zerstörten Gotteshauses durch die Frage ersetzen, wieso es so einfach sei, Hunderte von Millionen für Stein und Holz zu sammeln, nicht aber für humanitäre Projekte. Dabei hatte die Diözese zuvor nötiges Geld für Reparaturarbeiten kaum zusammengebracht und nun kam an einem einzigen Tag dreimal soviel zusammen. Der Generaldirektor der Erzdiözese Paris hatte darauf eine Antwort: „Es ist eine Schande. Wir tendieren dazu, auf katastrophale Umstände Z zu warten, bevor wir etwas unternehmen.“

Vom 13. bis zum 27.11.2021

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