Geben und Nehmen

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Diese Rieslinge sind spitze Nummer 1 kommt aus der Lombardei – und auch ein Vinschger ist top.

Freuten sich über die Auszeichnung (v.l.): Markus Fliri vom Himmelreichof in Tschars, Cristian Calatroni und Matteo Pojer. PLAUS - Alle Jahre wieder: Bereits zum 16. Mal hat im Rahmen der Naturnser Rieslingtage der gesamtstaatliche Rieslingwettbewerb stattgefunden. 54 Rieslinge vom Jahrgang 2020 aus sechs Regionen in Italien wurden dabei verkostet. Freilich, geschmeckt haben sie wohl alle. Für die 21 Verkoster – darunter 16 Önologen, 2 Sommeliers und 3 Experten - galt es allerdings die besten unter ihnen zu ermitteln. Im Plauser Hotel „Schulerhof“ wurden die Weine schließlich prämitert. Der Sieg dabei ging an die Azienda Agricola Calatroni aus der Lombardei. Inhaber Cristian Calatroni durfte sich über 90,4 Punkte freuen. Gleich dahinter auf dem zweiten Platz findet man einen Vinschger Riesling und zwar den „Südtirol Vinschgau DOC Riesling 2020“ vom Himmelreichhof am Tscharser Sonnenberg. Markus Fliri freute sich über Silber und die Anerkennung seines Weins.

Echte Weinkenner: Peter Dipoli und Magdalena Pratzner.

Sein Riesling erhielt diesmal 88,7 Punkte. Der Tscharser hatte bereits mit dem 2013er Jahrgang Rang zwei und mit dem 2018er Jahrgang Platz drei geholt. Bronze ging an die Azienda Agricola Pojer & Sandri in Faedo aus der Trentiner Gemeinde St. Michael an der Etsch. Matteo Pojer durfte sich über 88,1 Punkte freuen. Eine exklusive Sorte Magdalena Pratzner, Winzerin und Präsidentin der Rieslingtage Naturns und ihr Stellvertreter Peter Dipoli lobten die durchwegs gute Qualität der Rieslinge. Der Riesling sei ein besonderer Wein. Die weiße Rebsorte gelte nicht umsonst als Königin der Weißweintrauben. Weniger als ein Prozent der globalen Anbauflächen von Weinreben ist mit Rieslingen besetzt. Sprach man früher auch in Südtirol noch von einem Nischenprodukt, hat sich der Ries-

Christopf Tappeiner (l.) und Ulrich Stampfer, Präsident bzw. Geschäftsführer der Tourismusgenossenschaft mit der Mitorganisatorin Doris Gorfer

ling-Anbau hierzulande in den vergangenen 20 Jahren endgültig etabliert. Insbesondere Naturns und Umgebung gelten als eine Art Mekka für diesen Weinsorte. „Wir haben es hier mit einer sehr exklusiven Sorte zu tun. Wir können stolz sein, so viele gute Rieslinge zu haben“, betonte Christof Tappeiner, der Präsident der Tourismusgenossenschaft Naturns. Tappeiner freute sich auch über die vielen Gäste von außerhalb der Region: „Schön, dass ihr hier seid“. Ging die Auszeichnung für den besten Riesling 2019 noch an ein Südtiroler Weingut (Zur Erinnerung: Den ersten Platz und die Gold-Prämierung hatte sich der „Südtirol Eisacktal DOC Riesling 2019“ vom Weingut Strasserhof aus Vahrn geholt), durfte diesmal ein Lombarde jubeln. Dies sei generell gut für die „Riesling-Szene“ und sorge für Motivation bei den italienischen Winzern, wie Pratzner erklärte.

Rieslingtage noch bis 21. November Für die heimischen RieslingWinzer sei es generell ein schwieriges Jahr gewesen, in einigen Gebieten hatten die Weinbauern mit Hagel zu kämpfen. Die Qualität könne sich dennoch sehen lassen und sei einmal mehr top. Dementsprechend will man den Riesling auch noch weiter feiern. Noch bis zum 21. November widmen die Naturnser im Rahmen der 17. Rieslingtage dem edlen Wein ein abwechslungsreiches Wochenprogramm mit verschiedenen Veranstaltungen, wie Verkostungen und Weinreisen. Der Riesling bilde eine optimale Symbiose zwischen Tourismus und Landwirtschaft, lobte auch der Geschäftsführer der Tourismusgenossenschaft Naturns Ulrich Stampfer. MICHAEL ANDRES

„Museum ist mir eine Herzensangelegenheit“ PARTSCHINS - Das Museum sei ihm eine Herzensangelegenheit, meinte kürzlich Christian Ungerer, Obmann der Raika Partschins, bei der Unterzeichnung des Sponsorvertrages mit dem Schreibmaschinenmuseum. So versuche man stets, dem Museum unter die Arme zu greifen, überzeugt Museumsleiterin Maria Mayr, BM Alois Forcher und Raika-Obmann Christian vom Mehrwert, das dieses für das Ungerer bei der Unterzeichnung des Sponsorvertrages zusammen mit RaikaDorf - den Tourismus und die ein- Direktor Christoph Ladurner und Gemeindereferent Ulrich Schweitzer

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heimische Bevölkerung - darstellt. Bürgermeister Alois Forcher und Referent Ulrich Schweitzer bedankten sich für die Unterstützung. Die Museumsleiterin Maria Mayr berichtete von den Vorhaben für das kommende Jahr, das stark im Zeichen des Erfinders Peter Mitterhofer stehen wird, dessen 200. Geburtstag 2022 gefeiert wird. RED