Es ist soweit

Page 18

VINSCHGER GESELLSCHAFT

Um den Blick zu weiten SCHLANDERS - Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, auch SDGs genannt, geben den Rahmen einer tragbaren Entwicklung bis 2030 vor. 2015 beschlossen 193 Staaten, die wichtigsten 17 Ziele mit ihren 169 Unterzielen umzusetzen. Die ehrgeizige und weltweite Agenda der SGDs strebt die Würde des Menschen, den Schutz des Planeten, Wohlstand für alle, Friede und Gerechtigkeit und Globale Partnerschaften an. Um die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen in Südtirol bekannt zu machen und zu verankern, fanden in diesem Jahr an vielen Bibliotheken Kreisgespräche statt. Organisiert wurden sie von Südtirols Netzwerk für Nachhaltigkeit, eine freie, autonome, partei- und interessensübergreifende Plattform in Zusammenarbeit mit den Südtiroler Bibliotheken. Gemeinsam sollten die an den Kreisgesprächen teilnehmenden Personen, Vereine und Netzwerkpartner ergründen, wie sie die 17 Ziele für Nachhaltigkeit im eigenen Leben und Umfeld umsetzen können. Judith Hafner, die Ansprechpartnerin für die SDGs, konnte im Innenhof der Mittelpunktbibliothek Schlanders eine interessierte Gruppe begrüßen und auch zur aktiven Teilnahme motivieren. „Die 17 Ziele, die auf der Homepage www.future.bz.it

Kreisgespräch mit Musik und Lagerfeuer im Innenhof der Schlandersburg

nachzulesen sind, sind unzertrennlich miteinander verbunden und sollen uns helfen, komplexer zu denken und den Blick zu weiten. Jedes Projekt, jede Handlung sollte gut durchdacht sein und nie nur ein Ziel verfolgen“, sagte Judith Hafner. Es sei bei jeder Handlung oder Entscheidung zu überlegen, ob damit ein Schaden für andere Menschen oder die Umwelt entstehe bzw. ob eines der 17 Ziele „verletzt“ würde. Als einen nächsten konkreten Schritt brachte Judith Hafner stellvertretend für das Netzwerk den Vorschlag der Gründung eines KlimaKreises ein, die das Engagement vor Ort stärken und das Netzwerk direkt mit den Dörfern und Städten verbinden. Nach ein paar

unterhaltsamen musikalischen Darbietungen von Hanna auf der Gitarre und Mirjam auf der Ziehharmonika formulierten die

Anwesenden ihre persönlichen Ziele für sich und ihre Gemeinde, wobei die Gleichstellung der Geschlechter, die Unterstützung regionaler Kreisläufe, der Naturund Klimaschutz, eine hochwertige Bildung und das friedliche Zusammenleben der Sprachgruppen einen besonderen Stellenwert hatten. Im Vordergrund sollten jedoch die persönlichen Ziele und deren Erreichen stehen, und nicht so sehr die Forderungen an die Gemeindeverwaltung bzw. an die Politik, wie manche Wortmeldungen den Eindruck hinterließen. Dennoch waren abschließend alle Anwesenden der Meinung, dass dieses Kreisgespräch am Lagerfeuer eine wertvolle, bereichernde Veranstaltung war. INGE

Judith Hafner mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen

„Chrüteroski“ in Latsch

18

DER VINSCHGER 33-34/21

Bücher geschrieben. In seinem Widkräuter-Kochbuch zeigt er, wie mit regionalen Produkten „und einer großen Portion Liebe zur Natur“ Küche entsteht. Weil auch der Vinschgau und ganz Südtirol immer wieder auf regionale und lokale Produkte setzen, passte der Besuch des Schweizers optimal ins Konzept. „Mir fällt eigentlich ständig etwas Neues ein, überall und zu jeder Tageszeit. Wenn ich Im Bild (v.l.): „Latscherhof“-Chefkoch Markus Rizzi, Gastgeber Werner Kiem, spazieren gehe und die Natur in Oskar Marti und Chefkoch Günther Angerer. Feld und Wald beobachte oder wenn ich in alten, von mir gesamWanderungen und Spaziergänge. Region – und war voller lobender melten Kräuterbüchern blättere Dabei machte er sich auch ein Bild Worte. Der Schweizer gilt als Kräu- und mich inspirieren lasse“, erklärt von den Köstlichkeiten aus der terpionier und hat bereits mehrere Oskar Marti. RED Fotos: TV Latsch-Martell

LATSCH - Das Feriengebiet LatschMartelltal erfreut sich nicht nur bei Gästen aus aller Herren Ländern und Top-Sportlern (für Trainingseinheiten und Urlaube) großer Beliebtheit, sondern auch internationale Spitzenköche wissen das Gebiet und die hiesige einheimische Kulinarik zu schätzen. Dies wurde kürzlich bei einem Besuch des Schweizers Oskar Marti, besser bekannt als „Chrüteroski“, klar. Marti war im Urlaub in Latsch. Als Gast im „Latscherhof“ durften ein Austausch mit den dortigen Köchen und eine Autogrammstunde freilich nicht fehlen. Marti nutzte das optimale Herbstwetter für