Bahn-Feuer brennt

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Benjamin Raffeiner bleibt Ortsobmann SCHNALS - Bei der Jahresversammlung der Ortsgruppe Schnals des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), die pandemiebedingt online abgehalten wurde, stand die Neuwahl der Ortsgremien im Mittelpunkt. Benjamin Raffeiner (im Bild) wurde in seinem Amt als HGV-Ortsobmann bestätigt. Im Ortsausschuss stehen ihm Matthias Gamper, Andreas Götsch, Caroline Gurschler, Lisa Platzgummer und

Dietmar Weithaler zur Seite. In seiner Rückschau berichtete Raffeiner über vielfältige Aktivitäten in der Ortsgruppe. Die Spezialitätenwochen rund um die Transhumanz seien einem kulinarischen Highlight weit über die Talgrenzen hinaus geworden. Bei den Gemeinderatswahlen schafften zwei HGV-Vertreter den Sprung in den Gemeinderat. Sehr bedauerlich sei laut dem Ortsobmann der komplette Ausfall der Wintersaison in Schnals. Er gab sich aber zuversichtlich, dass bald wieder Normalität in den beruflichen Alltag der Tourismustreibenden einkehren werde. Der Präsident der Schnals-

taler Gletscherbahnen, Michl Ebner, ging vor allem auf bevorstehende Investitionen im Talschluss und am Gletscher ein. Heuer wird der sogenannte Kurzenbergbach verbaut, damit der große Parkplatz und der „Caravan-Park“ besser vor Muren und Steinschlag geschützt werden können. Außerdem sind qualitative Verbesserungen bei der Pendelbahn sowie bei verschiedenen Liftanlagen am Gletscher geplant. Diese Investitionen sollen wesentlich dazu beitragen, dass sich der Tourismus im Schnalstal sowohl im Sommer wie auch im Winter weiter entwickeln kann. Ebner schloss mit den Worten: „Ich

glaube an dieses schöne Tal und gemeinsam wird man was Gutes und Schönes erreichen“. Der Landtagsabgeordnete Helmut Tauber informierte über seine Tätigkeit im Landtag und über Unterstützungsmaßnahmen seitens des Landes und des Staates. Bezirksobmann Hansi Pichler berichtete über die Nasenflügeltests, die den Betrieben kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Bürgermeister Karl Josef Rainer und der Präsident des Tourismusvereines, Walter Zerpelloni, bedankten sich für die gute Zusammenarbeit mit den Touristikern und sagten ihrerseits die weitere Unterstützung zu. RED

oder in einem sogenannten Flüchtlingsheim, zu staatlich verordneter Untätigkeit gezwungen, auf den erhofften positiven Asylbescheid warten. Es ist an der Zeit, diese Überheblichkeit und die Gier, den Neid selbst noch auf die Ärmsten abzulegen, und zu akzeptieren, dass die Welt im Wandel ist und seit je her war. Die menschenverachtenden Systeme, getragen von den großen Konzernen, WaffenÖl- und sonstigen Lobbys, sind nicht Naturgesetz, sondern von Menschen gemacht, und es liegt in unseren Händen, das zu ändern. Die Politik trägt hier eine große Verantwortung und versagt meist total, es wird immer hoffähiger, ja sogar notwendig, will man Wah-

len gewinnen, diese Thematik auf „Grenzen dicht“, „islamistischer Terror“ und „Stoppt illegale Einwanderung“ zu beschränken. Diese Angstwortdrescherei will uns vergessen machen, dass wir hier immer von MENSCHEN reden. Wir müssen handeln, wenn es die Politik nicht tut, aus dem Bauch heraus, aus Nächstenliebe und Menschlichkeit. Der Grundgedanke muss sein: wir alle sind gleichwertig, gleichwürdig, und sollen uns auf dieser, unser aller Welt, frei bewegen dürfen, gleichberechtig grenzenlos! Utopie? Lassen wir die Welt sich wandeln und verwandeln uns einfach mit!

GASTKOMMENTAR

Die Welt im Wandel

Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Die UNO zählte Mitte 2020 80 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Konflikten, Verfolgung oder Naturkatastrophen. Wie oft haben wir schon von ihren Schicksalen gehört und gelesen, diese schrecklichen Bilder gesehen? Es sind menschliche Tragödien, die wir in keiner Weise nachvollziehen können. Hauptsache, wir bleiben vor dem Elend, das an Europas Tore klopft, verschont. Für sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge haben wir sowieso keinen Platz, und wer aus Kriegsgebieten kommt, soll in der Heimat gefälligst seinen Mann oder seine Frau stehen, kämpfen und wiederaufbauen. Aufgeregt echauffiert man sich über den Be-

sitz von Geld für Schlepper oder Mobiltelefone. Und „der Mensch aus Afrika“ hat bis auf die Knochen abgemagert und mit geblähtem Hungerbauch um „Entwicklungshilfe“ zu betteln, und zwar demütig und dankbar bei denjenigen, die diese Position durch Jahrhunderte der Kolonialisierung und Ausbeutung ja auch redlich verdient haben. Man beschwert sich über integrationsunwillige Asylwerber, will aber kein integrationsfreundliches Umfeld schaffen. Natürlich werden Menschen, die sich verstanden und akzeptiert fühlen, eher einer Gesellschaft zugehörig sein, als wenn sie jahrelang unter menschenunwürdigen Bedingungen in einem Lager verkommen

DOMINIK PLANGGER, WIEN, 02.06.2021

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DER VINSCHGER 20/21

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