Bahn-Feuer brennt

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Eine Sommerlinde mit Herz SCHLANDERS - Im ganzen Land erinnern die Zweigstellen des Katholischen Familienverbandes Südtirol derzeit mit der Aktion „Hoffnungsbaum“ an die Gründung des Verbandes vor 55 Jahren in Bozen. Der Ausschuss der KFS-Zweigstelle Schlanders, der fast 300 Familien aus Schlanders, Vetzan und Göflan angehören, pflanzte am Samstag, 5. Juni, beim Fischerteich Priel in Schlanders eine Sommerlinde. Kostenlos zur Verfügung gestellt hatte das Bäumchen der Landesforstgarten Prad. Hubert Flora, der den Fischerteich zusammen mit seiner Frau Gerda betreut, hatte ein geeignetes Plätzchen ausgesucht. Die Zweigstellenleiterin Monika Theiner und die Ausschussmitglieder Georg Gurschler, Beatrix Matzohl Niedermair, Sieglinde Holzknecht Regensburger, Gerda Flora, Helga Schönthaler Wielander und Petra Flora freuten sich, dass die Zweigstelle nach der Corona-Zwangspause die Tätigkeit

Für das Pflanzen der Sommerlinde hätte das Wetter nicht besser sein können. Im Bild (v.l.): Annalena, Monika Theiner, Georg Gurschler, Sieglinde Holzknecht Regensburger, Gerda Flora, Beatrix Matzohl Niedermair, Helga Schönthaler Wielander und Petra Flora.

wieder langsam aufnehmen kann. Als erste Veranstaltung hatte der KFS Schlanders am Sonntag, 30. Mai, für die Jubelpaare einen gemeinsamen Dankgottesdienst in der Pfarrkirche organisiert. Die von Dekan Mathew Kozhuppa-

kalam zelebrierte Messfeier, die von 3 Männern aus Eyrs musikalisch umrahmt wurde, war gut besucht und fand viel Zuspruch. Der KFS Schlanders hofft, das Tätigkeitsprogramm ab September wieder in gewohnter Form

Dieses Tonherz erinnert an die Gründung des Familienverbandes vor nunmehr 55 Jahren.

aufnehmen zu können. Der KFS zählt landesweit ca. 15.000 Mitgliedsfamilien. Das heurige Jahresmotto lautet: „FamilienZeit – Leben.Lieben.Lachen“. SEPP

Pelikan 3 wieder im Einsatz LAAS - Die fünfwöchige Pause ist wie im Flug vergangen: der auf dem HOPPE-Gelände in Laas stationierte, saisonale Notarzthubschrauber Pelikan 3 hat am 29. Mai seinen Betrieb wieder aufgenommen. Er steht bis einschließlich 3. Oktober täglich von 8 bis 20 Uhr bzw. entsprechend der Jahreszeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang der Landesnotrufzentrale zur Verfügung. Am letzten Wochenende im Mai wickelte er bereits fünf Einsätze ab, darunter den tödlichen Verkehrsunfall in Innerulten, bei dem für einen bundesdeutschen Motorradfahrer leider jede Hilfe zu spät kam. Während der Wintersaison, die bis Ende April lief, hob der Notarzthubschrauber Pelikan 3 zu insgesamt 141 Einsätzen ab. „Pandemiebedingt war es eine ruhige Wintersaison, weil die Skigebiete geschlossen hatten“, fasst HELI-Präsident Georg Rammlmair zusammen. In der Nähe des Pelikan 3-Standortes liegen gleich mehrere Skigebiete: Watles, Schöneben/Haide-

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DER VINSCHGER 20/21

Sie freuten sich gemeinsam über den Saisonsstart in Laas (v.l.): der Kommandant der Ortspolizei Laas, Klaus Obwegeser, der Flughelfer Hannes Gamper, die Bürgermeisterin Verena Tröger, der Notarzt Kurt Habicher, der Flugtechniker Christian Parigger und der Pilot Christian Holzer.

ralm, Sulden, Trafoi, Schnals und Langtaufers. Und auch in den Skigebieten in Schnals, Pfelders und Ulten ist dieser Notarzthubschrauber schnell vor Ort. „Mit dem Pelikan 3 hat sich eine Lücke in der Südtiroler Rettungskette geschlossen“, ergänzt HELI-Direktor Ivo Bonamico. „Vor allem die Bevölkerung im Vinschgau ist sehr dankbar für diesen professionellen Dienst.“

Genau dies hat auch Verena Tröger, die Bürgermeisterin von Laas, bei ihrem Besuch am 29. Mai an der Basis unterstrichen. Sie hob die enorme Wichtigkeit des Pelikan 3 für die Notfallversorgung im Vinschgau und besonders für Laas hervor und bedankte sich für die Wiederaufnahme des Dienstes. Wenn beispielsweise in Laas Dorf ein Notfall gemeldet wird, bei dem

ein Notarzt benötigt wird, und der Pelikan 3 am Boden ist, rückt die medizinische Besatzung mit einem Einsatzfahrzeug aus, um die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte aus Schlanders zu überbrücken. „Noch effektiver und schneller kann man nicht helfen“, betont Bonamico. „Und darum geht es schlussendlich, denn die Flugrettung ist dazu da, RED um Leben zu retten.“