Mit Kobis und Vieh übers Joch

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Die 6.000er Marke ist geknackt NATURNS - Seit dem 20. Mai zählt auch die Marktgemeinde Naturns zu den wenigen Dörfern in Südtirol, welche die 6.000-EinwohnerMarke geknackt haben. Die kleine Maja darf sich 6.000ste Bürgerin nennen. „Trotz des regen Wachstums möchte Naturns aber Dorf bleiben und nur ‚organisch’ größer werden“, unterstreicht Bürgermeister Zeno Christanell. Ihrer historischen Rolle bewusst war sich die 7 Tage alte Maja am 20. Mai im Meldeamt natürlich nicht. Im Lexikon ist nachzulesen, dass Maia in der griechischen Mythologie Tochter des Atlas und Mutter

von Hermes war. Die Maia der römischen Mythologie war eine altitalische Göttin, auf die möglicherweise der Monatsname Mai zurückzuführen ist. Sie war eine Gefährtin des Gottes Vulcanus und galt analog der griechischen Mythologie als Mutter des Mercurius, der römischen Entsprechung des griechischen Hermes. Im Altjapanischen bedeutet der Mädchenvorname Māya so viel wie „Goldene Locke“. Als arabischer weiblicher Vorname bedeutet Maya Quelle oder Fluss. Im Hebräischen kommt der Name als Kurz- und Koseform von dem Wort „Maayan“. Der he-

bräische Begriff Maayan bedeutet ebenfalls Quelle. Eine Quelle der Freude wird die kleine Maja in den nächsten Jahren für ihre Eltern Daniela und Alex sicherlich sein. Auch für die Marktgemeinde Naturns ist sie eine ganz besondere neue Mitbürgerin, nämlich die 6.000ste. BM Zeno Christanell ließ es sich deshalb nicht nehmen, die junge Familie im Meldeamt zu überraschen und im Namen der Gemeinde den Eltern einen kleinen Blumenstrauß und der neuen Mitbürgerin ein Kuscheltier zu überreichen. Naturns hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt. Als attraktiver Wohn- und Lebensort im unteren Vinschgau mit unmittelbarer Nähe zur Kurstadt Meran und als Standort vieler öffentlicher Infrastrukturen erfreute sich das Dorf eines regen Zuzuges. Seit der Jahrtausendwende hat die Bevölkerung um fast 1.000 Einwohner zugelegt. „Natürlich freuen wir uns, dass viele gerne nach Naturns kommen und hier wohnen möchten. Gleichzeitig hat aber die Bevölkerung

BM Zeno Christanell (links) überreichte den jungen Eltern Daniela und Alex einen Blumenstrauß und der kleinen Maja ein Kuscheltier.

im Partizipationsprozess Vision 2030+ klar zum Ausdruck gebracht, dass Naturns Dorf bleiben möchte – und dieses Ziel verfolgen wir auch. Das bedeutet ein organisches Wachstum mit genauen Vorgaben“, erklärt Zeno Christanell. Deshalb wurde in einer Studie von „eurac research“ genau analysiert, wie viel Wohnraum und Bautätigkeit dafür vertretbar ist. Daran wird sich die Gemeindeverwaltung halten, versichert der Bürgermeister. RED

Gelungener Museumstag

SCHLUDERNS - Der Internationale Museumstag am 16. Mai war ein voller Erfolg: Es herrschte reges Kommen und Gehen im „Vuseum - `s Vintschger Museum“ in Schluderns. Viele Kulturinteressierte, aber auch zahlreiche Familien nutzten die Gelegenheit des freien Eintritts, um die drei Dauerausstellungen „Schwabenkinder“, „Wassrwossr“ und „Archaischer Vinschgau“ zu besichtigen. Besonders viel Zuspruch fand die Kuratorenführung mit Helene Dietl Laganda durch die Sonderausstellung „Fahrende – die Vinschger Korrnr“. Kurzweilig und sehr informativ erzählte sie den vielen Besucherinnen und

Besuchern Ausschnitte aus lebensgeschichtlichen Erzählungen. Dabei konnte das Publikum anhand ausgestellter Objekte mehr über den harten Alltag, den die „Fahrenden” in Tirol und Südtirol bis vor Jahrzehnten ertragen mussten, erfahren. Die Sonderausstellung bleibt noch bis zum 8. November 2021 zugänglich. RED

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DER VINSCHGER 19/21

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