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VINSCHGER THEMA

Endlich wieder arbeiten im Gastgewerbe Offene Lokale, Corona-Pass und die Hoffnung auf den Sommer: Das Vinschger Gastgewerbe in Zeiten der Pandemie. VINSCHGAU - „Die Situation ist nach wie vor schwierig. Zumindest aber darf man arbeiten“, sagt Karl Pfitscher, der Gebietsobmann des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) im Vinschgau, im Gespräch mit dem der Vinschger. Mit 26. April durften Bars und Restaurants wieder öffnen. Unter vielen Bedingungen, wie etwa dem sogenannten Südtiroler Corona-Pass. Nur wer einen solchen besitzt, darf im Inneren eines Lokals bedient werden. Dieser Corona-Pass wird vom Sanitätsbetrieb oder anderen ermächtigten Gesundheitseinrichtungen ausgestellt und bescheinigt einen negativen Test, eine vollständige Impfung oder die Genesung nach einer Coronavirus-Infektion. Wie kürzlich klargestellt wurde, müssen auch die Gastwirte diesen Corona-Pass kontrollieren. „Die Personen, die Aktivitäten ausüben, die dies vorsehen, müssen sich die besagte Bescheinigung vorzeigen lassen“, heißt es etwa in Bezug auf die „grünen Bescheinigungen“ in einer Präzisierung in der Verordnung Nummer 21 des Landeshauptmanns. Das bedeutet: Wenn ein Gast im Innenraum bedient werden möchte, muss er dem Wirt seinen Corona-Pass vorzeigen. Wenn er dem nicht nachkommt oder keinen Corona-Pass hat, ist der Wirt verpflichtet, den Gast dazu aufzufordern, im Außenbereich Platz zu nehmen, heißt es von Seiten des HGV.

versucht zwar etwas zu bewegen, aber die Leute haben bisher wenig davon gespürt“, kritisiert Pfitscher. An den Beiträgen hake es, „viele haben überhaupt noch nichts bekommen, viele nur Kleinigkeiten“, erklärt er die Situation im Gastgewerbe. Auch die Stundung von Krediten sei mit Ende März abgelaufen. Nun gelte es hierbei neu zu verhandeln. Wie wird der Sommer?

HGV-Gebietsobmann Karl Pfitscher

ein Miteinander und gelebte Solidarität. „Es ist doch kein Problem, sich regelmäßig testen zu lassen. Diese Nasenflügel-Tests funktionieren schnell und unkompliziert“, betont Pfitscher. Auch in Sachen Impfung hat er eine klare Meinung. „Man muss an alle denken. Die Impfungen und die Tests sind ein Ausweg aus der Krise“, so Pfitscher, der selbst bereits die erste Impfung mit AstraZeneca hinter sich hat. Einige Gastbetriebe, von Bars über Restaurants bis hin zu Hotels, hätten schon jetzt „zu kämpfen“. Es braucht ein Miteinander Die Auswirkungen der Krise seien bereits „Die meisten Gäste verstehen die Si- ersichtlich. tuation. Einige wollen davon aber auch nichts wissen und verlassen das Lokal“, Lage ist dramatisch blickt Karl Pfitscher, der selbst als Gastwirt im „Schwarzen Adler“ im Zentrum von „Leider gibt es auch im Vinschgau einige, Schlanders tätig ist, auf die vergangenen die nicht mehr öffnen“, so Pfitscher. Die SiWochen zurück. Er hoffe, dass die Be- tuation sei dramatisch, die Unterstützungsvölkerung die Maßnahmen, seien es Tests maßnahmen des Landes bei vielen noch sowie Impfungen, annimmt. Es brauche nicht angekommen. „Die Landesregierung 4

DER VINSCHGER 16-17/21

Der Winter sei „eine Katastrophe“ gewesen – mit rund 100 Prozent Ausfällen im Tourismus. Die Hoffnung liege nun vor allem auf den nächsten Wochen und Monaten. Ab 16. Mai darf man laut letzten Infos wieder ohne Quarantänepflicht nach Italien einreisen. Dann können sich EU-Bürger in Italien frei bewegen. Bisher galt eine 5-tägige Quarantäne bei der Einreise. „So hatte es für die meisten Hotels natürlich wenig Sinn zu öffnen“, sagt Pfitscher. Mit den neuen Bestimmungen solle der Tourismus langsam anlaufen. Nach wie vor gelte es aber, die Quarantäne-Bestimmungen im Ausland im Auge zu behalten. Sollte der deutsche Gast bei der Rückreise in Quarantäne müssen, sei es schwierig. Derzeit gelten für die Rückreise nach Deutschland noch strenge Regeln, unter anderem eben Quarantäne- und Testpflicht. „Wenn die Grenzen komplett öffnen, dann birgt das aber auch Chancen. Deutsche Urlauber könnten etwa auf Flüge verzichten und ihren Urlaub bei uns verbringen“, so Pfitscher. Generell sei zu hoffen, dass spätestens mit Ende des Jahres das Coronavirus „verschwindet“ und man dann, unter anderem durch die flächendeckenden Impfungen, wieder zur Normalität zurückkehren könne. MICHAEL ANDRES

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Gastgewerbe in Corona-Zeiten  

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