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VINSCHGER GESELLSCHAFT brauchen.“ Sie rief die Bäuerinnen dazu auf, „selber zu säen und auf die Weitervermehrung zu setzen.“ Auch mit einem Zitat von Charles Dudley Warner wartete die Referentin auf: „Ein Stück Land zu besitzen, es mit der Hacke zu bearbeiten, Samen auszusäen und deren Erneuerung des Lebens zu beobachten – dies ist die befriedigendste Sache, die ein Mensch tun kann.“

Zuversicht ist gefragt NATURNS - Auch eine schöne Tulpe macht noch keinen Sommer. Dennoch ist Zuversicht gefragt, dass dieser bald kommen möge und wir weitestgehend von diesem Corona-Desaster erlöst werden. RED Foto: Walter Pöder

dern grundsätzlich und in allen Bereichen: „Auch die Insekten sollen von unserem Garten etwas haben, denn ohne sie haben wir keine Ernte. Einen schön gepflegten Rasen kann ich nicht essen.“ Eine Mischkultur und ein Wechsel seien unabdingbar: „Es braucht auch Blumen, Wildpflanzen und Kräuter. Und irgendwo im Garten sollte es eine ‚wilde’ Ecke geben, wo alles Platz hat. Ein Steinhaufen zum Beispiel ist nützlicher als viele meinen.“ Einem Ort, wo kein Unkraut wächst, traue sie nicht, „und außerdem kann ich fast jedes Unkraut essen.“ Der Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern kommt im Garten der Referentin nicht in Frage. Großen Wert legt sie auch auf die Fruchtfolge und darauf, dass im Garten zu fast allen Jahreszeiten gesunde Nahrungsmittel gedeihen. „Der kürzeste Weg zur Gesundheit ist der Weg in den Garten“, ist Elisabeth Pircher überzeugt. „Selber anbauen ist mehr als Geld sparen. Es macht unabhängig, sorgt für Gesundheit, für körperliches und geistiges Wohlbefinden.“

„Kein Mittel gegen Schnecken“ Elisabeth Pircher in ihrem Garten

Brauchen wir alles, was wir kaufen? Mehrfach rief sie dazu auf, beim Einkaufen darauf zu achten, dass die Produkte in der unmittelbaren Umgebung erzeugt wurden: „Warum muss ich zum Beispiel im April Erdbeeren aus Spanien kaufen und kann nicht warten, bis unsere Erdbeeren reifen?“ Abgesehen davon sollten wir uns vermehrt fragen, „ob wir alles, was wir kaufen, wirklich

Zu den Fragen im Anschluss an den Vortrag gehörte jene, wie sie mit den Schnecken Frieden schließe. Elisabeth Pircher dazu: „Ich habe eigentlich kein Problem mit den Schnecken.“ Sie selbst sammelt sie ein und gibt sie in einen Kanister mit Essig, wo sie schnell und schmerzlos verenden. Zur Thema Kartoffelanbau riet die Referentin, bereits im Herbst bei der Ernte schöne, mittelgroße Kartoffeln abzusondern und sie dann im Frühjahr darauf in den Boden einzubringen. Dass man jedes Jahr Saatkartoffeln kaufen müsse, sei ein Blödsinn. SEPP

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