Im Kulturkampf

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Martina Plörer folgt auf Georg Stillebacher VINSCHGAU - Alle drei Jahre werden die Ausschüsse der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund neu gewählt. Normalerweise finden die Wahlen im Rahmen der Jahresversammlungen statt. Weil diese Coronabedingt ausfallen mussten, konnte im Herbst 2020 nur mittels Brief- und Urnenwahl gewählt werden. Einige Ortsausschüsse wollten ihren Mitgliedern trotz der schwierigen Situation ein kleines persönliches Zeichen überbringen. So backten beispielsweise in den kleineren Ortsgruppen des Vinschgaus fleißige Frauen zu Hause Kekse und legten diese den Mitgliedern gemeinsam mit dem Wahlbrief vor die Haustür. Die Seniorinnen und Senioren setzten in den meisten der 9 Vinschger Ortsgruppen mit insgesamt rund 1.600 Mitgliedern auf Kontinuität und bestätigten die Vorsitzenden. Lediglich in den Ortsgruppen Nördersberg und Prad gab es

Jahren Bezirkspräsident-Stellvertreterin mitgearbeitet und kann auf großen Zuspruch in den Ortsgruppen zählen. Erich Mair wurde als neuer Stellvertreter ernannt. Adelheid Staffler und Theresia Florineth Gemassmer übernehmen die Aufgaben der Kassierin bzw. Schriftführerin. Georg Stillebacher, der sein Amt als Bezirkspräsident nach 8 Jahren niedergelegt hatte, wurde aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in den Bezirksausschuss kooptiert. „Wir hoffen jetzt alle auf eine baldige Besserung der Martina Plörer Georg Stillebacher aktuellen Lage, damit wir uns einen Wechsel an der Spitze. In wurden Martina Plörer, Erich in Sicherheit wieder treffen und Nördersberg folgt Maria Aloisa Mair, Adelheid Staffler, There- unterhalten können. Wir haben Stieger Fleischmann auf Rosa sia Florineth Gemassmer, Alois ein tolles Jahresprogramm für Tumler Gurschler und in Prad Hellrigl und Josef Prugger. Bei unsere Mitglieder zusammengefolgt Hubert Pinggera auf Kassian der konstituierenden Sitzung, die stellt und freuen uns schon darauf, Theiner. Im Februar wurde der in Forma einer Telefonkonferenz alle wieder zu sehen. Dabei steht Bezirksausschuss neu bestellt, stattfand, wurde Martina Plörer die Sicherheit unserer Mitglieder ebenfalls mittels Briefwahl. Die aus Morter als neue Bezirksprä- an erster Stelle“, betont die neue Wahlbeteiligung war hoch. In sidentin gewählt. Sie hat im Aus- Bezirkspräsidentin Martina Plöden Bezirksausschuss gewählt schuss bereits in den vergangenen rer. RED

Bürger halten Klimawandel für ausschlaggebend schön sein und trägt zur Artenvielfalt bei: Dies ist nur eine der Botschaften des Webinars, beim dem Landesrat Arnold Schuler zusammen mit Experten Antworten auf die Fragen der Bürger zu Klima- und Umweltschutz gab. Schuler hatte zur Diskussion eingeladen, um mit den Bürgerinnen und Bürgern über den Beitrag der Landwirtschaft zum Klima- und Umweltschutz zu diskutieren und Inputs für sein Strategiepapier zur Zukunft der Landwirtschaft zu sammeln. Ulrike Tappeiner, Professorin für Ökosystemforschung und Landschaftsökologie an der Universität Innsbruck sowie der Forscher des Institutes für Alpine Umwelt Georg Niedrist beantworteten gemeinsam mit dem Landesrat die mündlich gestellten Fragen der Teilnehmenden. Wie in den vorausgegangenen Webinaren waren die Themen auch am 30. März vielfältig: vom Artenschutz durch Schutz des Habitats, über die Bienenhaltung bis hin zur Diskussion über die Frage, ob im Sinne der Effizienz pflanz26

DER VINSCHGER 11-12/21

Viehhaltung effizient. Außerdem ist die Berglandwirtschaft auch für die Erhaltung des ländlichen Raumes von großer Bedeutung“, argumentierte Schuler. Zwei Drittel der Teilnehmer gaben bei einer Umfrage an, dass Klima und Artenschutz künftig die größte Auswirkung auf die Landwirtschaft haben wird. Folglich wurden auch die Konsumenten aufgefordert, durch ihre Erwartungen an die Landwirtschaft und ihre täglichen Entscheidungen - etwa im Kaufverhalten - aktiv beizutragen, die Artenvielfalt zu steigern und die Klimabilanz zu verbessern. Das Webinar zum Klima- und Klima und Artenschutz werden Arnold Schuler: „Pflanzliche Umweltschutz war das letzte die größte Wirkung auf die Anbauweise ist in vielen einer dreiteiligen Reihe (siehe Landwirtschaft haben: Dieser Berggebieten wegen des Klimas nicht Seiten 24 und 25). Nun geht es Meinung waren rund zwei Drittel der möglich. Viehhaltung ist dort effizient an die Einarbeitung dieser InTeilnehmenden am gestrigen Webinar. und wichtig für die Landschaft.“ puts von der Bevölkerung in das Strategiepapier „LandWIRtschaft liche Anbauweisen der tieri- für den Pflanzenanbau gar nicht 2030“. Das Papier wird Mitte Mai schen Produktion vorzuziehen geeignet.“ In Südtirol seien dies vorgestellt. Es wird zukunftsweiseien. Zum letzten Punkt erklärte beispielsweise nur rund 10% der sende Maßnahmen und Schritte Schuler: „Für die Klimabilanz Agrarflächen. „Es ist daher eine beinhalten und die Partnerschaft ist eine pflanzliche Anbauweise standortangepasste Landwirt- sowie die Abstimmung zwischen grundsätzlich gewiss günstiger. schaft erforderlich. Für unsere Landwirtschaft und Bevölkerung LPA Weltweit sind aber viele Flächen klimatischen Bedingungen ist die in den Fokus stellen. Foto: LPA/Noemi Prinoth

VINSCHGAU - Unkraut kann auch