Im Kulturkampf

Page 25

VINSCHGER GESELLSCHAFT muss, für die Produkte höhere Preise zu erzielen. Hierfür seien vor allem neue Ideen gefragt. Gerlinde Wiedenhofer meinte zum Thema Tierwohl, dass es sicher einige „schwarze“ Schafe gibt, aber auch viele „weiße“. Ebenso sollten Tiertransporte nicht pauschal und grundsätzlich verurteilt werden. Es gebe zwar auch in diesem Bereich „schwarze“ Schafe, „aber auch solche, die alle Regeln beachten.“ Das Südtiroler Tierwohl-Projekt gelte es besser zu kommunizieren. Laut Schuler versuche das Land, in punkto Tiertransporte zwar das Beste auf lokaler Ebene zu geben, „aber außerhalb wird es schwierig.“ Eine Webinar-Teilnehmerin rief zu mehr Kontrollen auf. Tierethik als Unterrichtsfach Martin Lintner sprach sich in Sachen Tiertransporte für strengere Regeln auf der Ebene des Landes und der EU aus. Transporte in Drittländer sollten verboten werden. Außerdem plädierte Lintner für die Einführung des Unterrichtsfaches Tierethik an den landwirtschaftlichen Fachschulen. Zum Thema Kraftfutter räumte Matthias Gauly ein, „dass wir leider stark von Importen abhängig sind.“ Mehr Unabhängig-

keit in diesem Bereich wäre zwar wünschenswert, aber nur schwer erreichbar, weil die Flächen für die Produktion von Kraftfutter hierzulande fehlen. Der Wettbewerb auf dem Milchproduktemarkt sei ohnehin hart genug und ohne den Einsatz von Kraftfutter kaum zu bestehen. Zum Einwand, dass den Konsumenten von landwirtschaftlichen Produkten zum Teil nicht das geboten wird, was man ihnen in der Werbung verspricht, meinte Gauly, „dass das, was versprochen wird, auch eingehalten werden soll.“

allein aufgrund der landschaftlichen Besonderheiten nur begrenzt möglich. Trotzdem gebe es mittlerweile auch in diesem Bereich innovative Ideen und Projekte junger Bäuerinnen und Bauern. Nicht zur Sprache kam beim Online-Abend das Thema Großraubwild, was aber heißt, dass dieses Thema nicht mehr unter den Nägeln brennt. Abgeschlossen wurde die Webinar-Reihe Ende März mit einem Austausch zum Thema „Klimaund Umweltschutz – Beitrag der Landwirtschaft“ (siehe Seite 26). Umsetzen lässt sich das Brachliegende Potenziale Konzept „LandWIRtschaft 2030“ laut Schuler nur dann, „wenn die Eines der Potentiale für die Bäuerinnen und Bauern ein zuBerglandwirtschaft sieht Schuler kunftsweisendes Verständnis der u.a. in der Produktion von Quali- Gesellschaft gegenüber der Landtätsfleisch. Allerdings stecke man wirtschaft erzielen.“ Anregungen damit in Südtirol derzeit noch in aus den Webinaren sollen bei den Kinderschuhen. Angespro- der Erarbeitung des Konzeptes chen hat das Online-Publikum berücksichtigt werden. auch das Problem im Zusammenhang mit dem Absatz männlicher 6 Handlungsfelder Kälber sowie den Trend, wonach Bereits definiert wurden 6 die Konsumenten - speziell seit dem Ausbruch der Corona-Pan- Handlungsfelder, die es zu „bedemie - vermehrt pflanzlichen ackern“ gilt: Familienbetriebe Lebensmitteln den Vorzug ge- und ländlicher Raum, Klima und ben. Laut Daniel Gasser sei eine C02-Reduktion, Wasser und BoUmstellung auf die Produktion den, Artenvielfalt und Landschaft, pflanzlicher Lebensmittel in Gesundheit und Genuss sowie der Berglandwirtschaft schon Gesellschaft und Dialog. SEPP

IMPFEN SCHÜTZT! Für dich. Für mich. Für uns.

Gärtnern in bequemer Hüfthöhe SCHLUDERNS - 65 Teilnehmer*innen haben sich am 17. März zum ersten Online-Vortrag zugeschaltet, den die Bibliothek Schluderns in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss und den Bäuerinnen veranstaltet hatte. Der Vortrag mit dem Gartenexperten Alexander Huber fand als Webkonferenz statt. Der Bibliotheksverband Bozen hatte die Software zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer*innen konnten sich von Zuhause aus über die Website der Bibliothek Schluderns einloggen. Alexander Huber referierte zum Thema „Das Hoch- und Hügelbeet - Gärtnern in bequemer Hüfthöhe“. Der Referent beleuchtete einleitend die Vorteile eines Hochbeetes. Dazu gehört u.a. bequemes Gärtnern in Hüfthöhe auch für eingeschränkte Personen. Ein Hoch- bzw. Hügelbeet kann

„Ich lasse mich impfen, weil es nur so möglich ist, die sozialen Kontakte, die ich so sehr vermisse, wieder zu pflegen.“ Monika Alber Pflegekoordinatorin Zentrales internistisches Day Hospital/ Day Surgery Meran

Auch über das richtige Befüllen eines Hochbeetes informierte der Gartenexperte Alexander Huber.

auch als Alternative bei schlechten Bodenbedingungen im Garten dienen. Zur Befüllung können auch Gartenabfälle verwendet werden. Auch auf höhere Erträge und schnelleres Wachsen verwies der Experte, auf längere Reifezeiten, weniger Schädlinge, keine Probleme infolge von Schnecken, weniger Pflegearbeiten und weitere Vorteile. Außerdem zeigte

Alexander Huber anschaulich und konkret auf, wie und mit welchen Materialien ein Hochbeet gebaut werden kann, wie man es befüllt und wie man es pflegt. Auch mit Tipps zur langjährigen Nutzung des Hochbeetes wartete der Experte auf. Wer ein Hochbeet anlegt, sollte darauf achten, die Pflanzen zu Beginn ausreichend RED zu gießen.

coronaschutzimpfung.it

DER VINSCHGER 11-12/21

25