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unser WINTER VINSCHGAU 2021

I.R.


© Klaus Huber

Liebe Leser und Leserinnen, die heurige Winterzeit ist etwas anders als wir es gewohnt sind. Auch den Weihnachtstagen, dem Jahreswechsel und den Wochen danach hat das Covid-19-Virus seinen Stempel aufgedrückt. Die winterliche Natur indessen bleibt unverändert schön. Trotz der Corona-Situation haben wir uns bemüht, Sie mit einem Winterheft zu überraschen. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Vielfalt des Winters im Vinschgau bieten. Im Mittelpunkt stehen dabei erneut besondere Menschen im Tal. Anhand ihrer Geschichten wird uns bewusst, wie einzigartig und besonders die Winterzeit in den Dörfern und Tälern des Vinschgaus ist. Trotz einiger Fragen, die bei Redaktionsschluss im Zusammenhang mit dem Start der Wintersaison noch offen waren, wünschen wir Ihnen, liebe Leserinnen, Leser und Werbekunden, einen schönen Winter. Bleiben Sie gesund, genießen Sie die freie Natur, halten Sie sich an die Regeln und hören Sie nicht auf zu hoffen, dass diese unselige Corona-Zeit möglichst bald ein Ende finden wird.

INDEX 4

Oberland Kiten: Sie „fliegen“ über die Seen

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Mals/Schleis Fast jeden Tag beim Krippenbauen

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Sulden Eine schwierige Wintersaison

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Latsch Biathlontrainer Sepp Weiss

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Schnalstal/Katharinaberg Zwischen Bauerschaft und Ehrenamt

Daniel Trafoier und das der Vinschger-Team

Das Sport- und Gesundheitszentrum im Oberen Vinschgau

Natur Kultur Leben Mals leben.

Ruhe Schwimmbad und Saunalandschaft Kaffee, Bar und Pizzeria

www.sportwell.net

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Sie „fliegen“ über die Seen Oberland - Die Lust, mit der Kraft des Windes über den Reschensee und den Haidersee zu „fliegen“, wächst Jahr für Jahr. Im Sommer sind es begeisterte Kitesurfer aus nah und fern, welche die günstigen Windverhältnisse nutzen, und im Winter sind es vor allem Snowkiter, die immer zahlreicher anreisen, um auf den zugefrorenen Seen im Oberland ihre Leidenschaft auszuleben. Zu den landesweiten Kite-Pionieren, speziell des Snowkitens, gehört Marco Amico aus Vetzan. Wann und wie kamen Sie dazu, sich für den KiteSport auf dem Reschensee und dem Haidersee zu interessieren? Marco Amico: Entdeckt habe ich das Kitesurfen im Sommer 1998 in einer Zeitung im Urlaub. Dann gelang es mir, in Hawaii nach langem Suchen zwei Kites zu kaufen. Mit diesen zwei Kites habe ich dann lange probiert, nur die Kitekontrolle zu erlernen. Nachdem ich das geschafft hatte, habe ich mich im Winter 1998 mit den Skiern auf den zugefrorenen Reschensee gewagt. Da gelangen mir dann auch gleich die ersten Meter mit dem Snowkite. Somit hatte ich auf dem Reschenund Haidersee die idealen Spots mit optimalen Windbedingungen für das Kiten schnell gefunden.

Marco Amico beim Snowkiten

Wie unterscheidet sich das Kitesurfen im Sommer vom Snowkiten im Winter? Grundsätzlich besteht zwischen dem Kitesurfen und Snowkiten kein großer Unterschied. Das Prinzip der Traktion durch das Kite ist dieselbe. Der Unterschied besteht allein beim Fahren: man fährt mit Skiern oder einem Snowboard auf Schnee oder man gleitet mit einem Board über das Wasser. Es ist aber Fakt, dass das Erlernen des Snowkitens im Winter einfacher ist als das Erlernen des Kitesurfens im Sommer. Auf dem Schnee im Winter mit Skiern oder Snowboard fühlt man sich schnell wohl, das heißt, dass Marco Amico: „Wir hoffen stark, dass die Weltmeisterschaft Ende Jänner 2021 stattfinden kann.“

© Foto: Ferienregion Reschenpass/Oskar Verant

Snowkiten wird immer beliebter


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man sich einfach nur mehr auf die Kitekontrolle konzentrieren muss. Beim Kitesurfen im Sommer hingegen muss man sich auch mit dem Wasser und dem Board auseinandersetzen und diese Koordination auch erlernen. Auf welche athletischen Voraussetzungen kommt es an, wenn Meisterschaften im Snowkiten ausgetragen werden? Sicher sind gute athletische Voraussetzungen notwendig. Je nach Disziplin ist bei Speed-Race-Bewerben viel Kraft notwendig, bei Long-Distance-Bewerben, die auch 100 Kilometer lang sein können, braucht es viel Kondition und bei Freestyle-Contests sind sehr viel Körperkontrolle und Ästhetik gefragt. Natürlich ist das Niveau dieser Voraussetzungen sehr hoch, wenn wir von internationalen Wettbewerben reden. Spricht die Sportart des Snowkitens ausschließlich ein junges Publikums an? Nein, auf keinen Fall. Snowkiten und Kitesurfen sind Sportarten, die alle Altersgruppen ansprechen. Man sieht zum Beispiel auf unseren Snowkitespots im Winter von jung bis alt. Übrigens: Mein ältester Kursteilnehmer war 75 Jahre alt und mein jüngster gerademal 9 Jahre.

Willkommen Bei einem Aufenthalt in unserem Haus im Obervinschgau dreht sich alles um natürlichen Genuss. Gemütliche Zimmern und Suiten, regionale Köstlichkeiten, die wohltuenden Wellnessoase und die vielen Schätze des Vinschgaus runden Ihren Aufenthalt ab. Fam. Folie | Haupstr. 30 - 39027 Reschen (BZ) | Tel. +39 0473 633 120 | info@mohren.com | www.mohren.com

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den. Das Material und die Ausbildungen haben in den letzten zehn Jahren riesige Fortschritte gemacht. Hier ist sehr viel Arbeit von Materialherstellern, Kiteschulen und von den Kitern selbst geleistet worden. Ist davon auszugehen, dass das Snowkiten weiter an Zuspruch gewinnt, zumal es seit kurzem auch eine neue Kite-Station am Ufer des Reschensees in Graun gibt? Ja sicherlich. Seit 20 Jahren wächst diese Trendsportart und es wird weiterhin so sein. Speziell beim Snowkiten bemerkte man in den letzten 10 Jahren einen stark steigenden Trend. Es trägt natürlich auch die neue Kite-Station in Graun dazu bei, den Kitesport hier bei uns noch stärker zu etablieren. Fakt ist, dass der Reschensee und der Haidersee in der gesamten europaweiten Kiteszene im Winter und auch im Sommer in aller Munde sind.

Ist der Sport des Snowkitens eigentlich teuer oder anders gefragt: Wie viel kostet in etwa eine Standardausrüstung? Snowkiten im Winter ist im Gegensatz zum Kitesurfen im Sommer sehr günstig. Wintersportler wie Skifahrer oder Snowboarder haben schon die gesamte geeignete Winterausrüstung. Zusätzlich braucht es einen Helm, ein oder zwei Kites und ein Trapez. Ein gutes Kite und ein geeignetes Trapez dazu sind schon mit weniger als 700 Euro zu haben. Worin besteht für Sie persönlich der besondere Reiz des Snowkitens? Für mich ist das Kiten, egal ob im Sommer oder im Winter, einfach faszinierend. Man braucht nur Schnee oder Wasser und Wind und man hat schon alles. Dieses Zusammenspiel von Wind, Schnee oder Wasser und Mensch ist für mich der besondere Reiz. Sind Kitesurfen und Snowkiten eigentlich gefährliche Sportarten? Nein, nicht mehr. Seit sehr vielen Jahren sind das Kitesurfen und Snowkiten sichere Sportarten gewor-

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Wie wirkt sich die Corona-Krise auf das Snowkiten aus? Darf man heuer bzw. zu Beginn des Jahres 2021 mit Wettbewerben und öffentlichen Veranstaltungen überhaupt noch rechnen? Gute Frage, momentan (Jahresende 2020, Anmerkung der Redaktion) wird das Snowkiten wie alle Sportarten im Freien gehandhabt. Je nach Dekret können wir diese Sportart ausüben oder können es eben nicht. Natürlich ist es eine Sportart, die im Freien ausgeübt wird, und es gelten daher nicht dieselben Restriktionen wie etwa bei einer Kontaktsportart. Dies ist sicher ein großer Vorteil. Ich hoffe aber ganz stark, dass unsere internationale Weltmeisterschaft, die wir seit vielen Jahren auf dem Reschensee austragen, Ende Jänner 2021 trotzdem stattfinden kann.* Interview: Sepp Laner

*Zu Jahresbeginn mussten die Veranstalter mitteilen, dass die Weltmeisterschaft leider abgesagt werden musste. Als Hauptgrund wurden die europaweiten Corona-Restriktionen genannt. Vielen Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich und anderen Ländern wäre es nicht möglich gewesen, anzureisen.


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INFOS SEERESIDENCE „MEIN DÖRFL“ Fam. Hubert & Stefan Stecher Altdorfstraße 11 39027 Reschen Tel. +39 0473 632 056 Tel. +39 347 76 14 842 www.meindoerfl.com

Wintererlebnis im „Mein Dörfl“ Am Reschensee werden Winterträume wahr Reschen - Der Reschensee bietet auch im Winter eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten. Ob Winterwanderungen rund um den See, Skigaudi, ­Rodelspaß, Langlaufen, Snowkiten oder einfach nur ­Entspannen: hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Genießen Sie unsere gute Küche mit lokalen Spezialitäten, hausgemachten Kuchen, Kaffee oder einem guten Glas

Wein. Dazu die wunderbare Aussicht von unserer Sonnenterrasse auf den Reschensee. Lassen Sie sich verwöhnen! Nehmen Sie sich eine Auszeit und verbringen Sie ein paar erholsame Tage in einem unserer Almhütten-Chaltes. Genießen Sie die herrliche Lage mit direktem Seeblick und verbringen Sie entspannende Stunden im „Mein Dörfl“. Wir freuen uns auf Sie!

Willkommen am Reschensee

Altdorfstraße 11 · 39027 Reschen Tel. 0473 632 056 · Tel. 347 76 14 842 www.meindoerfl.com

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Am Anfang der Talabfahrt von Schöneben

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INFOS SKIRESORT SCHÖNEBEN-HAIDERALM Piz | 39027 Reschen Tel. +39 0473 633 333 www.schoeneben.it

Funlines sind neue Abenteuer im Schnee! Die neue Generation an Skisportlern will springen, rutschen, driften, wenden… und vor allem Vielfalt und Abwechslung! St. Valentin/Reschen - Spaß und Kreativität sind zunehmende Motivationstreiber im Skisport. Das Skigebiet Schöneben Haideralm hat diesen Trend schon vor Jahren erkannt und einen einzigartigen Snowpark in Schöneben geschaffen. Der Snowpark mit seiner neuen, über 800 Meter langen Funslope bietet alles, was Skifahrer mit Lust auf Spaß und Action für einen perfekten Wintertag im Schnee benötigen. Neben einem 3 Meter und einem 4 Meter-Jump warten auf der stets perfekt präparierten Piste eine 4 Meter-Schneefunbox, zwei 6 Meter lange Corners und eine jeweils 5 Meter lange Up-Down, Dancefloor und Rainbow-Butterbox auf wahre Könner und Adventure-Sportler. Doch damit nicht genug! In Schöneben gibt es nun eine 5 Meter lange Wanne, einen 7 Meter langen Tunnel und eine gewundene Schnecke für eine actionreiche Abfahrt. Die Fun-Elemente sind auf Spaß, Vielfalt, Individualität, Kreativität und Erlebniswert getrimmt. Dafür sind neue, besondere Strukturen und Pistenausstattungen nötig. Das Skigebiet Schöneben Haideralm hat im Südtiroler Unternehmen F-TECH, dem führenden Anbieter in diesem Bereich, den idealen Partner gefunden. Die innovativen Systeme von F-TECH bieten neue, attraktive Möglichkeiten, auf spaßige Weise bereits den jüngsten Gästen und Familien Spaß und Freude am Wintersport zu vermitteln. Die Planungen von F-TECH basieren auf Basis von exakten GPS-Mes-

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sungen und dem vorgegebenen Gelände. Sie sind in den Pistengeräten digital abrufbar und erleichtern so die Präparierung. Drei Südtiroler Shaper sind gemeinsam mit den Pistenraupenfahrern zuständig für die perfekte Welle, die Steilkurve oder die Doppelschnecke. Mit Shapetools und Schaufeln ausgestattet, sind die drei Shaper Daniel Schöpf aus Taufers i.M., Dominik Gamper aus Eyrs und Mathias Oberrauch aus dem Pustertal für die Feinarbeit auf der Piste zuständig. Jeden Tag präparieren sie die Fun-Strecke, damit sich Freestyler und andere Skiakrobaten in den Funslopes so richtig austoben können und bei zahlreichen Fahrten immer wieder neue Möglichkeiten entdecken, die vielen Hindernisse zu überqueren. Sofern es die Einschränkungen zulassen, gibt es tolle Events im Snowpark. Ein geplanter Event läuft während der ganzen Skisaison: der SchönebenRiders Photo Contest. Wer aus dem Skigebiet Schöneben Haideralm die gewaltigsten Bilder und besten Schnappschüsse von spektakulären Tricks wie Grabs oder Flips schickt, kann tolle Preise gewinnen. Die coolsten Bilder werden auf den Social-Media-Kanälen des Skigebietes Schöneben Haideralm veröffentlicht, und auf den Fotografen wartet eine tolle Überraschung! Spaß und Kreativität sind zunehmende Motivationstreiber im Skisport. 

Ingeborg Rechenmacher


Snowpark

unser Funline WINTER

Kinderland

Grafik: zeichenfaktur.com

MEIN ALPINES ABENTEUER

Foto: IDM | Benjamin Pfitscher

PISTA HÖLLENTAL + PISTA NUOVO ORIZZONTE 2 NUOVE PISTE A ROJEN

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INFOS FERIENREGION RESCHENPASS T +39 0473 633 101 info@reschenpass.it www.reschenpass.it

Freiheit & Abenteuerlust Kommt mit uns auf eine Abenteuerreise durch den Schnee in der Ferienregion Reschenpass!

Skitouren – feinste Tiefschneeerlebnisse Pulverschnee, Stille und unberührte Winterlandschaften – immer mehr Menschen besinnen sich auf Naturbewusstsein und Entschleunigung. Genau dieses Gefühl verspricht das Skitourengehen. Das idyllische Rojental und das Langtauferertal am Fuße der mächtigen Ötztaler Alpen, lassen die Herzen echter Skitourengeher höherschlagen.

Langlaufen – die neue Trendsportart in diesem Winter Als Teil von Venosta Nordic, der neue Langlaufverbund im Vinschgau, bietet die Ferienregion Reschenpass wundervollsten Landschaftsgenuss auf den Loipen in Langtaufers und Reschen. Die Höhenloipe in Langtaufers garantiert ein schneesicheres und landschaftliches Vergnügen. Die

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Dreiländer Loipe von Reschen nach Nauders hingegen einen grenzenlosen Langlaufspaß.

Eislaufen – unterwegs auf zwei Kufen Als Alternative zum Skifahren kannst du in die Schlittschuhe schlüpfen. Auf bestens geschliffenen Kufen, inmitten der imposanten Berggipfel und einer märchenhaften Winterkulisse, kannst du über 40 Zentimeter dickes Eis auf der Natureisbahn am Haidersee gleiten.

© IDM Südtirol - Benjamin Pfitscher

Winterwandern abseits ausgetretener Pfade, Langlaufen auf Panoramaloipen, Bogenschießen im verschneiten Talaiwald – Skitouren und Schneeschuhwanderungen in Rojen und Langtaufers – Action Sportarten wie Eisschnelllaufen, Eissegeln und Snowkiten auf den Seen. Der Reschenpass ist ein ideales Erholungsgebiet für aktive Winterurlauber.


Die Rodelbahnen Ochsenberg, Vallierteck, Talaiwald und die Rodelbahn von Plawenn-Fischerhäuser werden regelmäßig für euch präpariert. Auch Nachteulen kommen beim Rodeln in der Ferienregion Reschenpass auf ihre Kosten,

© IDM Südtirol - Frieder Blickle

Rodeln - Spaß für die ganze Familie

© IDM Südtirol - Frieder Blickle

© IDM Südtirol - Benjamin Pfitscher

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© IDM Südtirol - Benjamin Pfitscher

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denn die Rodelbahn im Talaiwald bietet bei entsprechenden Schneebedingungen auch Nachtbeleuchtung.

Berge Erleben – Idylle und Berglandschaft auf der Berghütte Maseben Winterurlauber, die auf der Suche nach Naturidylle und Hüttenromantik sind, finden ihr besonderes Wintererlebnis in Maseben in Langtaufers. Umgeben von einer traumhaften Berglandschaft kann die stille Seite des Winters genossen werden. Die Vielzahl an Möglichkeiten und lohnende Berggipfel machen Maseben und das Langtauferertal zum idealen Urlaubsgebiet für Winterwanderer, Skitourengeher, Schneeschuhwanderer und Rodel Begeisterte.

WEITERE HÜTTEN UND ALMEN … die für euch bereits im

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Highlight auf der Berghütte Maseben Blickt gemeinsam mit uns in die Sterne. Die Sternwarte auf der Berghütte Maseben auf 2.267 Höhenmeter, bietet die einmalige Chance, in die Welt des Nachthimmels und der Sonne einzutauchen. Mit den zwei Teleskopen kann in die Tiefe des Universums eingedrungen werden und es zeigen sich Bilder, welche ein Besucher sonst nie zu sehen bekommen würde. Ausgebildete Sternenguides bieten auf Anfrage Sternenführungen an. Informationen und Anmeldungen in den Tourismusbüros.

© IDM Südtirol - Frieder Blickle

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Dezember geöffnet sind!

Rescher Alm auf 2.000 m, dieses Jahr mit neuer Alm-Wirtin

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© IDM Südtirol - Benjamin Pfitscher

© IDM Südtirol · Alex Filz

Melager Alm auf 1.970 m, auch mit einer Pferdeschlittenfahrt erreichbar


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© IDM Südtirol - Benjamin Pfitscher

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INFOS ERLEBNISBERG ­WATLES Prämajur | 39024 Mals Tel. +39 0473 831 199 www.watles.net

Endloses Schneevergnügen Der Ski- und Erlebnisberg Watles ist das Winter-Aktiv-Gebiet für die ganze Familie.

© IDM- F.Blickle; IDM - A.Filz; Ferienregion Oberviscnghau - N. Anstein

Watles - Entdecken Sie ganz besondere Wintererlebnisse abseits von allen Pisten: Schneeschuhwandern auf verschneiten Wanderwegen zu wunderschönen Aussichten, Winterwandern hin zu urigen und romantischen Almen und Skitouren zu zahlreichen Gipfeln in unserer Umgebung. Ziehen Sie Ihre Schwünge ins wunderbare Weiß! Dazu Skischule, Skikindergarten und tolle Rodelbahn: all das finden Sie am Ski- und Erlebnisberg Watles. Der Watles

trumpft als sonnigstes Skigebiet der Ortler Skiarena und mit einem einzigartigen 360° Bergpanorama. Wintersportler aller Art, Sesselbahn-Ausflügler, Sonnengenießer, Genussmenschen, willkommen! Faszination Langlauf in unserem Nordischen Skizentrum Schlinig: als Teil des neuen Langlaufverbund rund um Ortler und Reschenpass – mit rund 6 Langlaufgebieten im Vinschgau und Nauders. Alle Infos zur Langlaufkarte gibt es unter www.venosta-nordic.net

www.watles.net

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Fast jeden Tag … … beim Krippenbauen Schleis/Mals - Ob Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter: Es vergeht kaum ein Tag im Jahr, an dem Richard Hirschberger aus Schleis nicht einige Stunden seinem Hobby widmet, dem Bau von Krippen. Aus seinem Keller ist schon vor vielen Jahren eine Krippen-Werkstatt geworden. Zum Werkeln gibt es jetzt nur mehr wenig Platz, denn im Keller haben sich mit der Zeit Dutzende Krippen angehäuft. Aus über 20 Krippen besteht zudem das „Krippendorf“, das Richard aus Platzgründen in der Garage aufbewahrt. Dieses Krippendorf war in den vergangenen Jahren mehrmals im Rahmen des Glurnser Advents im Tauferer Torturm ausgestellt und stieß jedes Mal auf viel Zuspruch bei kleinen und großen Ausstellungsbesuchern. Heuer muss die „große Krippe“, wie sie Richard nennt, in der Garage bleiben, denn zu den vielen Veranstaltungen, die coronabedingt abgesagt werden mussten, gehört auch der Glurnser Advent. Dem Coronavirus zum Opfer gefallen ist außerdem der Krippenbaukurs, den der lei-

denschaftliche Krippenbauer heuer in Lichtenberg hätte leiten sollen. So richtig geweckt wurde Richards Leidenschaft vor vielen Jahren bei einem Krippenbaukurs in Glurns, der unter der Leitung von Theo Parschalk abgehalten wurde. Seither ist der Krippenbauer fast täglich in seinem Keller anzutreffen. Das war auch am 28. November so, als ihn

Drei Jahre lang hat Richard Hirschberger an seiner „großen Krippe“ gearbeitet. Um sie transportieren zu können, muss er sie in 7 Teile „zerlegen“.


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Auf die vielen Details der Krippen wird man erst bei näherem Hinsehen aufmerksam.

Markus Malloth war am 28. November noch mit dem „Rohbau“ seiner Krippe beschäftigt.

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der Vinschger besuchte. Er war an diesem Tag gerade dabei, Markus Malloth aus Taufers im Münstertal beim Bau seiner Krippe zu unterstützen. „Wir sind noch beim ‚Rohbau’, aber bis kurz vor Weihnachten wird die Krippe fertig sein“, freute sich Markus. Mit Richard stimmt er darin überein, dass die Zeit beim Krippenbauen wie im Flug vergeht: „Man ist frei und blendet den Alltag völlig aus. Stunden vergehen wie Minuten.“ Ein großer Freund von Zahlen ist Richard nicht. Er weiß weder, seit wann genau er Krippen baut („es werden wohl 20 oder 25 Jahre her sein“), wie viele er bislang gebaut hat („sicher einige Dutzend“) und wie viel Zeit im Jahr er seinem Hobby widmet („ich bin fast jeden Tag in der Werkstatt“). Richard baut vornehmlich Bauernkrippen. Eine besondere Vorliebe hat er für den originalgetreuen Nachbau von Höfen und historischen Gebäuden in Schleis, Laatsch und weiteren Dörfern und Tälern des Obervinschgaus entwickelt. Manche Höfe und Gebäude gibt es mittlerweile nicht mehr, sodass ihre Nachbauten sozusagen zu „Zeugen der Geschichte“ geworden sind. Wenn Richard wandert oder auf die Berge geht, richtet sich sein Blick nicht gegen den Himmel, sondern auf den Boden. Er ist ständig auf der Suche nach „Baumaterialien“ für seine Krippen. Besonders scharf ist er auf Wurzeln und besonderes Gehölz. Zu Gute kommen ihm beim Krippenbauen auch die Erfahrungen, die er gesammelt hat, als er noch Maler war. Seit 15 Jahren arbeitet er bei der HOPPE in Laas „und im nächsten Jahr gehe ich in Pension.“ Seine Krippenbau-Kenntnisse hat Richard im Rahmen vieler Kurse weitergegeben. Er leitete zum Beispiel Kurse in Rifair in Taufers, in Lichtenberg und in der Fürstenburg in Burgeis. Groß ist seit jeher auch die Freude an der „Dorfkrippe“, die er jährlich zu Weihnachten neben dem Christbaum in Schleis aufstellt. Leider erfolglos blieb bisher die Suche von Richard Hirschberger nach einem alten Stadel oder Gebäude in Glurns, Schleis oder in einem anderen Dorf, wo seine Krippen aufbewahrt bzw. ausgestellt werden könnten. Sepp Laner

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INFOS

© IDM Südtirol · Benjamin Pfitscher

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SEILBAHNEN SULDEN AM ORTLER Rosimstraße 39 | 39029 Sulden/Stilfs Tel. + 39 0473 613 047 www.seilbahnensulden.it

Skifahren in traumhafter Kulisse Pures Skivergnügen in Sulden am Ortler Sulden- Inmitten des Nationalparks Stilfserjoch liegt eines der schneesichersten Skigebiete der Alpen. Die vielen Pistenkilometer mit modernster Infrastruktur warten im Skigebiet Sulden darauf, Wintersportlern unvergessliche Stunden zu bescheren. Nicht nur Snowboardfans und Freerider

kommen hier voll auf ihre Kosten, sondern auch Familien mit Kindern: Im „Yeti Club“ werden die Kleinsten unter der Anleitung von geschulten Skilehrern an den Skisport herangeführt, während die Eltern sich mal entspannen oder auf den Skipisten vergnügen können. Freuen Sie sich auf Skifahren in traumhafter Kulisse unter König Ortler!

Gut und sicher durch den Winter! Seilbahnen Sulden am Ortler | Tel. 0473 613 047 | www.seilbahnensulden.it

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© Filz Alex

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INFOS SKIGEBIET TRAFOI AM ORTLER Trafoi 13/A | 39029 Trafoi/Stilfs Tel. +39 0473 613 112 www.trafoi.com

Trafoi, das Paradies für Familien Kleines Skigebiet – gigantisches Panorama Trafoi - Das Naturerlebnis beginnt bereits mit der Bergfahrt im Lift zur Furkelhütte: Meter für Meter gibt der Riese Ortler immer mehr von seinem schönen Anblick preis. Oben angekommen, können die Augen nicht mehr vom eindrucksvollen Panorama lassen. Vor der Abfahrt will der Betrachter den 360 Grad Blick aufnehmen und auf sich wirken lassen.

Während sich im Skigebiet Trafoi die Genussskifahrer über die herrlichen Aussichten freuen, übt unten im Tal der Skinachwuchs am Thöni Lift. Die Skischule Trafoi „Gustav Thöni“ hat sich auf kleine Ski-Anfänger spezialisiert. Die Skilehrer wissen, was Kinder motiviert und mit kleinen Tricks kommt der Ski-Nachwuchs schnell auf Erfolgskurs.

ß a p s e ! e e i n l h i m Sc a F ze n a g e i d für !

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nd gem u g i f u ä l weit

Trafoi am Ortler · Tel. 0473 613 112 · www.trafoi.com

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© Klaus Huber

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Schritt für Schritt … Losziehen in der Winterfrühe und hineinschreiten in das weiße Abenteuer. Dein Atem weht eine Rauchfahne in die morgendliche Kälte und mit jedem Schritt erwärmt sich dein Körper. Der Wald ist still, die Tierwelt scheint zu schlafen. Allein das Gleiten der Skier schleift sich als Rhythmus in deine Kopfmelodie. Mit Erreichen der Waldgrenze öffnet sich dir eine unendliche Zauberwelt aus Schnee. Am Gipfel angekommen hallt dein Freudenschrei über weite Wolkenmeere. Das Hinabschlängeln dann im stiebenden Pulver ist wie das Zeichnen einer Wellenlinie auf einem unbeschriebenen Blatt Papier. Du ziehst deine Spur. Sie gehört nur dir. Ingrid Beikircher

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„Eine schwierige Lage“ Die scheinbar nicht enden wollende Coronavirus-Krise macht allen zu schaffen. In Sulden hofft man noch auf eine, zwar kurze, aber zumindest teilweise reguläre Wintersaison. Sulden - Die Saison vollständig retten wird man nicht mehr können. Zu viel ist passiert, zu sehr ist alles noch ungewiss. Das weiß auch Erich Pfeifer, der Geschäftsführer der Seilbahnen Sulden. „Es ist schwierig. Wenn die Deutschen, die Niederländer und weitere Gäste aus vielen europäischen Ländern nicht kommen können, dann nützen uns auch offene Skigebiete wenig“, betont er. Geschlossene Grenzen, ein Lockdown in Deutschland, Reisewarnungen und Co.: „Es ist fast unmöglich mit einem Mangel an Gästen ordentlich zu arbeiten. Die Defizite wären groß“, erklärt Pfeifer. Auch mit offenen Skigebieten, für Einheimische und einige wenige Gäste, tue man sich ohne den „Hauptmarkt“ Deutschland schwer. Dabei wären in Sulden die Bedingungen ideal. Für alle. Wohin geht der Blick am Ortler?

Bereits im Oktober öffnete das Skigebiet. Schon ab Anfang November war das Skizentrum aber nur mehr für Sportmannschaften und Trainingseinheiten zugänglich. Bis auf einer Woche Schließung während des Lockdowns konnten Athleten stets optimal trainieren. Davon allein kann aber freilich kein Skigebiet leben. Mitarbeiter in Kurzarbeit, Stellen die nicht besetzt werden


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Erich Pfeifer hofft auf eine bessere Ski-Zukunft.

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können, dies sind die Sorgen, die Pfeifer plagen. „Es ist eine extreme Situation für so gut wie alle. Insbesondere wir im Vinschgau sind auf Skigebiete angewiesen. Zahlreiche Mitarbeiter und der gesamte Wintertourismus sind derzeit hart von dieser Krise getroffen“, betont Pfeifer.

Sicherheitsbestimmungen einhalten Die nötigen Sicherheitsbestimmungen könne man problemlos einhalten. Auch wenn stets neue Gesetze dazu kommen. „Wir werden alle Auflagen hinnehmen“, so Pfeifer. Man könne für die Sicherheit der Gäste garantieren. Abstandsregeln können im Skisport ohnehin eingehalten werden. Außerhalb der Piste, wo dies nicht immer möglich sei, etwa beim Anstehen an der Kasse, solle eine Maskenpflicht gelten. Die exakten Sicherheitsprotokolle, wie es sie bei einer eventuellen Öffnung Mitte Jänner geben könnte, standen bei Redaktionsschluss Anfang des Jahres noch nicht fest. Aber: „Egal was kommt, wir sind gerüstet“, erklärte Pfeifer damals.

Aus der Pandemie-Geschichte rauskommen

Die Bedingungen in Sulden sind ideal.

Zwar sei man stets angespannt, wie sich die Lage in Deutschland und weiteren Staaten entwickle, aber in erster Linie gelte es laut Pfeifer auch, in Südtirol „die Zahlen weiter runterzukriegen“. Im November habe die Infektionslage wieder drastisch zugenommen, auch im Dezember waren die Zahlen noch hoch. „Es nützt alles nichts, wir müssen selber schauen, die Lage in den Griff zu bekommen. Es gilt die Regeln und Maßnahmen einzuhalten, Masken zu tragen, Sicherheitsabstände einhalten und auf penible Hygiene zu setzen“, mahnt der Geschäftsführer der Seilbahnen Sulden, der früher selbst Skirennen bestritt und nach wie vor gerne auf die Piste geht. Für ihn selbst ist derzeit an gemütlichen Skisport nicht zu denken: Zu sehr beschäftigt ihn die Arbeit, die derzeitige Lage und die Hoffnung, „dass alles wieder besser wird – und bleibt“. Michael Andres

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DAS HÖCHSTE DER GEFÜHLE.

Das Ortlergebiet inmitten des Nationalpark Stilfserjoch gelegen, umrahmt von 14 Dreitausendern. Ortler, Cevedale, Königsspitze eine faszinierende, majestätische Bergwelt. Wandern im Sommer, Skifahren im Winter, Kultur erleben und Ruhe erfahren. Die Schönheit der faszinierenden Bergwelt mit allen Sinnen erleben. Legendäre Berge wie Ortler, Cevedale oder Königsspitze bewzingen. Klettern und Wandern inmitten des Nationalparks Stilfserjoch. Skifahren, Langlaufen und Schneeschuhwandern in einer einmaligen Landschaft. Die Natur nicht nur genießen sondern auch verstehen, erforschen und erlernen.

www.ortlergebiet.it

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Dann kam ein Telefonat aus Martell Sepp Weiss hat die Vinschgauer Biathlon-Szene maßgeblich mitgeprägt und bereichert. Latsch - Der kleine Seppl war sechs, als er es unbedingt seinen drei älteren Schwestern nachmachen wollte. Er wollte auch auf Langlaufskiern durch die Landschaft gleiten und zur Langläufergruppe gehören. Es gab da ein Paar Holzskier auf dem Karthein-Hof in Latsch; ein Ski war abgebrochen. Vater Karl verpasste beiden Skiern die gleiche Länge, setzte die Bindungen nach vorne und schon hatte Seppl sein begehrtes Fortbewegungsmittel. Es war das letzte Mal im Winter 1979/80, dass man in Latsch vom Sportplatz aus eine Loipe zwischen den Apfelanlagen bis nach Montani und wieder retour gezogen hatte. „Mein erstes wichtiges Rennen habe ich als Mittelschüler 1984 bestritten. Meine ersten Trainer waren Peter Tappeiner und Kurt Pircher. Es ging um die Qualifikation zur nationalen Phase der ‚Giochi della Gioventú‘, der Jugendspiele. Sie fanden damals in Pavullo, Provinz Modena, statt“, erzählte Sepp. Nach der Mittelschule besuchte der Bauernsohn die Oberschule für Landwirtschaft in Auer und hatte so gut wie keinen Kontakt mehr zum Skilanglauf in Latsch. Auch nicht, als 1992 in Latsch und Martell die ersten und einzigen „Winterspiele der Jugend“ im Vinschgau stattfanden. Nach der

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Als Biathlon-Trainer kontrolliert er das Schießbild übers „Spektiv“

Sepp Weiss als Mittelschüler bei den Spielen der Jugend in Pavullo 1984.


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Sepp Weiss (hintere Reihe, links) mit Co-Trainer und Nachwuchsathleten

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Matura ging’s zum Militärdienst, zuerst zur Offiziersausbildung für fünf Monate nach Aosta und dann zum Dienst nach Sterzing. Danach beschloss der Weiss Seppl, so kennt man ihn in Latsch, seine sportlichen Erfahrungen zu nützen und zu erweitern. Er meldete sich zur Ausbildung als Skilanglauflehrer. Über zwei Jahre wurde er in der klassischen und in der Skating-Technik gedrillt. Insgesamt waren es 90 Tage, die in Schnals, Antholz und Ulten zugebracht wurden. „Fünf Saisonen habe ich als Skilehrer auf der Seiser Alm gearbeitet und schließlich auch die Trainerausbildung hinter mich gebracht. Dann, 2004, kam das Telefonat von Alexander Mair aus Martell: Sie brauchen einen Skilanglauflehrer hat’s geheißen.“ In Martell heuerte ihn dann Georg Altstätter, damals Präsident des Sportvereins, heute Bürgermeister, als Trainer mit der Aufgabe an, den Biathlon-Nachwuchs zu übernehmen und die Biathlon-Mannschaft weiterzuführen. Zahlreiche Athletinnen und Athleten aus den Gemeinden Martell, Latsch, Schlanders und Laas haben bei Sepp Weiss ihre ersten Biathlon-Sporen verdient und sind dann in Südtirol-Auswahlen, Junioren-Nationalmannschaften und in verschiedene Militärsportgruppen berufen worden. Günther Schöpf

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© IDM Südtirol · Frider Blickle

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INFOS FERIENGEBIET LATSCH-MARTELLTAL Tourismusverein Latsch-Martell Hauptstraße 38/a | 39021 Latsch Tel. +39 0473 623 109 info@latsch.it www.latsch-martell.it

Raus. Aber richtig. Winter bei uns im Feriengebiet Latsch-Martelltal… mehr als nur ein Wintertag. Latsch-Martelltal - Eingebettet im Nationalpark Stilfserjoch, finden Langläufer und Biathleten, Winterund Schneeschuhwanderer, sowie Skitourengeher vor allem eines: himmlische Ruhe und eine atemberaubende Naturkulisse. Den wirklich unschlagbaren Grund, alternativen Wintersport auszuprobieren, gleich mal vorneweg: so wunderschön kann man diese Jahreszeit sonst wohl nicht erleben. Die ursprüngliche und stille Bergwelt des Martelltales stellt Naturliebhaber und Ruhesuchende gleichermaßen zufrieden. Genusswanderer stapfen durch den knirschenden Schnee zu den Hütten und Einkehrmöglichkeiten und lassen sich hoch oben bei herrlichen Aussichten über die Bergwelt der Ortler-Cevedale-Gruppe regionale Köstlichkeiten schmecken. Langläufer und Biathleten finden im hinteren Martelltal ihr Winterparadies. Klein und Groß kommen im Feriengebiet auf ihre Kosten, sei es bei einer unbekümmerten Schlittenfahrt bei der Rodelbahn Hölderle, bei einer Winterwanderung durch den „beerigen“ Erdbeerweg oder beim Tanz auf dem Eis. Wer wollte nicht schon immer wie eine Eisprinzessin die Pirouetten drehen oder wie ein Profi Hockeyspieler über das Eis flitzen? Im Ice:Forum in Latsch werden all diese Wünsche erfüllt, durch die überdachte Eishalle ist das Eisstadion auch bei schlechtem Wetter ein Tipp. Großer Beliebtheit erfreut sich der Sunkid-Zaubertep-

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pich und das Snowtubing. Der Zauberteppich befindet sich neben dem Biathlonzentrum auf der Grogg Alm im Martelltal. Das 100 Meter lange Skiförderband bringt Kinder und Erwachsene auf einer Anfängerpiste an den Start. Die Hänge rund um den Zauberteppich sind ideal zum Snowtuben, dabei düst man sitzend oder liegend auf einem Luftreifen, welcher vor Ort ausgeliehen werden kann, den Hang hinunter. Die winterliche Naturlandschaft des Nationalparks Stilfserjoch ist ein Paradies für Schneeschuhwanderungen. Gerade das ursprüngliche Martelltal bietet im Winter viel Schnee, Ruhe und eine einmalige hochalpine Bergwelt. Auch das Gebiet rund um die Tarscher Alm verspricht schöne und aussichtsreiche Wanderungen durch den Winterwald. Von einfachen Genusstouren bis zu anspruchsvollen Gipfelzielen – im sonnigen Latsch-Martelltal findet jeder eine Tour seiner Wahl. Einfache Touren auf dem Latscher Nörderberg, sind genauso beliebt wie alpine Schneeschuhwanderungen im Martelltal. Eine schöne Wanderung führt etwa vom Hotel Waldheim bis zum Gasthof Stallwies auf 1.950 m; oben angekommen


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wärmt man sich in der urigen Stube bei heißen Getränken wieder auf. Eine weitere schöne Winterwanderung durch die Wälder bietet der Nörderberg, etwa hinauf zum Berggasthof Tarscher Alm, welcher die Wanderer mit leckeren Gerichten verwöhnt. Eingebettet im Herzen des Martelltales, umhüllt von der weißen Schneepracht, liegt das Langlauf- und Biathlonzentrum auf der Grogg Alm. Neben dem hochmodernen Schießstand, welcher mit vollautomatischen Schießständen ausgestattet ist, bietet das Zentrum auf einer Meereshöhe von 1.700 m ein 12 Kilometer langes Loipennetz, auf dem auch schon der ein oder andere Profi sein Können bewiesen hat. Bestens präparierte und schneereiche Loipen inmitten einer atemberaubenden Winterlandschaft bieten für jeden Langlauftypen etwas.

© Rainer Goryniak

© IDM Südtirol · Frieder Blickle

© David Gorfer

© IDM Südtirol · Manuel Kottersteger

Skitourengeher finden in Latsch-Martelltal mit seinen vielen 3.000er Gipfeln unzählige Möglichkeiten für ansprechende Touren und echte Herausforderungen in großer Höhe. Die unverwechselbare Bergwelt des Ortler-Cevedale Massivs ist eines der schönsten Gebiete für Skitouren im Vinschgau, Südtirol und den gesamten Alpenraum. Beste Firn- und Tiefschneeverhältnisse sorgen für ideale Bedingungen bis in den Frühling hinein. Beliebte Routen führen auf die Butzenspitze, zur hinteren Schöntaufspitze oder zum Ebenen Jöchl. Eine der schönsten Touren, die herrliche Fernblicke zur Königsspitze und zum Ortler freigibt, führt von der Zufallhütte und der Marteller Hütte auf die 3.330 Meter hoch gelegene Cima Marmotta (Köllkuppe).

Lust? Wir freuen uns Sie mit Ihrer Familie oder Freunden bei uns im Feriengebiet Latsch-Martelltal begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen schon jetzt einen unvergesslichen Wintertag – wir versprechen Sie werden genauso schwärmen und verliebt sein wie wir. 

Tourismusverein Latsch-Martelltal

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#alpinarenaschnals #mitsicherheitindenwinter Folgt uns auf

Offizielles Trainigszentrum von


Mehr unter schnalstal.com

NEUE LAZAUN PISTE Schnee soweit das Auge reicht, weite Pisten und bewährte Sicherheitsmaßnahmen. Gespickt mit dem tiefen Blau des Stausees und dem Schneeweiß des Gletschers, dürfen Wintersportler sich auf Pistenabenteuer freuen, während sie gesunde Bewegung und frische Gletscherluft genießen. Vor kurzem wurde auch die neue Lazaun Rennpiste fertiggestellt. Sie wurde verbreitert, ein neuer Steilhang errichtet und bietet somit viel Platz für aktive Wintersportler sowie für Rennen von Profis .


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Das Ehrenamt scheut keine Erschwernispunkte Rita Pföstl ist Bäuerin mit Leib und Seele. Sie ist am Naturnser Sonnenberg geboren, hat nach Partschins geheiratet, aber die Hoffnung nie aufgegeben, doch noch Bäuerin zu werden. Katharinaberg - Der Wunsch wurde so drängend, dass sie und ihr Mann Josef nach Katharinaberg im Schnalstal auf den Niederegghof zogen. Niederegg, der Heimathof von Ritas Vaters liegt auf 1.245 m Meereshöhe. Rita wurde als Hofbesitzerin eingetragen und im Jahr 2008 erhielt sie den Bergbauernpreis als „Anerkennung ihrer beispielhaften Arbeit am Hof und in Würdigung des ständigen Strebens, die erschwerten Arbeits- und Lebensbedingungen durch Können und Fleiß wettzumachen“. Die den Bergbauernhöfen zugewiesenen Erschwernispunkte setzen sich aus den Faktoren Meereshöhe, Hangneigung, Teilstücke, Entfernung des Betriebes zur nächstgelegenen Ortschaft und Zufahrt zum Wirtschaftsgebäude zusammen. Der Preis bedachte auch die vielen Ehrenämter, die Rita Pföstl und ihr Mann in der Dorfgemeinschaft von Katharinaberg und in der Gemeinde Schnals leisten, was bei der extremen Lage und der vielen Arbeit am Hof keine Selbst-

verständlichkeit ist. Josef ist zudem noch berufstätig: er ist Tierkennzeichner im Schnalstal, am Tomberg und Tschars und führt gemeinsam mit Sohn Christian ein kleines Transportunternehmen. Er ist Ortsobmann des Südtiroler Bauernbundes und des SVP-Ortsausschusses, während Rita sich als langjährige Ortsbäuerin, Schriftführerin beim Viehversicherungsverein und Obfrau beim Schnalser Braunviehzuchtverein engagiert. Wenn auch in diesem Corona-Jahr die Vereinstätigkeit ziemlich heruntergefahren werden musste, so geht dem Ehepaar


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Klein-David hat die Liebe zu den Tieren von Oma Rita geerbt

(v.l.) Enkelin Lena, Rita, Tochter Karin und Josef

Pföstl das ehrenamtliche Engagement nicht aus. Es gilt, Informationen weiterzuleiten und Kontakte mittels WhatsApp-Gruppen zu pflegen. Eine besondere Genugtuung war eine erfolgreiche Aktion der Schnalser Bäuerinnen im Herbst: an zwei Wochenenden machten sie Unmengen an köstlichen Schnalser Krapfen und verkauften sie auf Bestellung. Der Reinerlös soll einer Familie im Ultental zugutekommen, deren junge Mutter an einer schweren Krankheit verstorben ist. Ritas Töchter scheinen in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten. Tochter Karin ist bereits in der zweiten Legislaturperiode im Schnalser Gemeinderat tätig, Veronika, die zweitälteste war vor 10 Jahren bei der Neugründung der Bauernjugend dabei und steht ihr als Ortsleiterin vor. Die jüngste Tochter Judith hat gemeinsam mit ihren Freundinnen wieder frischen Wind in die Bauernjugend gebracht. Ritas große Leidenschaft sind die Tiere. Kühe, Schafe und Ziegen werden auf Niederegg gehalten. Während die Milch an den Meraner Milchhof geliefert wird, verwendet Rita die Ziegenmilch für die Aufzucht der braunen Stierkälber. Diese werden dann an einen Metzger in Partschins verkauft, dessen Kunden das zarte Kalbfleisch vom Bauernhof sehr schätzen. Rita und Josef legen sehr viel Wert darauf, dass es auch den Tieren auf dem Hof gut geht. Deshalb planen sie die Erweiterung des Stalls, um einen Laufstall für die Kühe zu errichten. Ein schwieriges Unterfangen am steilen Berg, aber die Bauersleute auf Niederegg werden auch diese Herausforderung mit dem ihnen eigenen Engagement und Durchhaltevermögen bewältigen. Ingeborg Rechenmacher

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INFOS VI.P Hauptstraße 1/C 39021 Latsch Tel. +39 0473 723 300 www.vip.coop

Das Paradies für Äpfel Im Vinschgau fühlen sich die Äpfel wie im siebten Himmel. Doch was macht das sonnige Tal zum Apfelparadies? Wir begeben uns auf eine Entdeckungsreise. Alpine Apfelregion mit idealem Klima Der Vinschgau ist mit Anbauflächen zwischen 500 und 1.000 Meter Meereshöhe das höchste homogene Apfelanbaugebiet Europas. So nah am Himmel entwickeln die Vinschger Äpfel ihre hohe Qualität und einzigartigen Eigenschaften, für die sie in der ganzen Welt geschätzt werden. Durch die vielen Sonnentage und die langsame Reifung können die Äpfel ihr Aroma intensiv ausbilden. Doch nicht genug damit. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht verlangsamen zudem die Zellteilung. Das macht die Vinschger Äpfel fest und knackig. Und es gibt noch einen wichtigen Helfer aus der Natur: den Vinschger Wind. Als frische Brise weht er vom Reschenpass durch das ganze Tal und hält die Äpfel trocken. All dies macht den Vinschgau zum perfekten Apfel-Anbaugebiet, einem echten Apfelparadies.

Apfelbauern aus Leidenschaft Der Apfelanbau ist im Vinschgau mehr als nur ein Beruf. Er ist eine über hundertjährige Leidenschaft, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Jeder der 1.700 Obstbauern kümmert sich mit Sorgfalt um seine Äpfel. Diese Liebe zum Überschaubaren entsteht aus dem Bewusstsein, dass jeder Apfel

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nur mit persönlicher Zuwendung gesund und natürlich heranwachsen kann. Seit dem Beginn des Apfelanbaus im Vinschgau um 1930 hat sich klarerweise einiges verändert. Heute vereinen sich im Apfelparadies Vinschgau die traditionellen Wurzeln der Landwirtschaft mit dem technologischen Fortschritt. Über die Jahrhunderte gleich geblieben, ja sogar verbessert hat sich die hohe Qualität des Vinschger Apfels.

Naturnahe Landwirtschaft Die Vinschger Bauern wissen seit jeher: Landwirtschaft gelingt nur im Einklang mit der Natur. Mit den natürlichen Ressourcen gehen sie daher verantwortungsvoll um. Bereits die Hälfte der Obstwiesen im Apfelparadies wird daher mit der wassersparenden Tropfberegnung bewässert. Leben und leben lassen, so lautet die Formel der Vinschger Bauern, um die Artenvielfalt zu fördern. Mit Hecken und Sträuchern, Insektenhotels und Nistplätzen schaffen sie in den Obstgärten zusätzlichen Lebensraum für Pflanzen, Insekten, Vögel und Kleintiere. Und diese geben dem Apfelparadies auch etwas zurück: Als natürliche Schädlingsbekämpfer helfen sie mit, das Gleichgewicht in den Obstanlagen zu halten. So wie es sich für ein Apfelparadies gehört.


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Lerne unsere Produkte persönlich kennen. Verkauf in den Detailgeschäften: JUVAL: Kastelbell, Tel. +39 0473 727519 MIVOR: Latsch, Tel. +39 0473 749964 GEOS: Schlanders, Tel. +39 0473 737100 OVEG: Eyrs, Tel. +39 0473 617581 Details unter vip.coop/detailgeschäfte

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INFOS ALPINE LIFESTYLE HOTEL „PFELDERERHOF“ Fam. Marlene Gufler Pfelders/Plan 29 39013 Moos in Passeier Tel. +39 0473 646 706 www.pfeldererhof.it

Der Pfeldererhof… …das Alpine Lifestyle Hotel Pfelders - Erleben Sie bei uns unvergessliche Tage abseits von Alltag und Hektik im idyllischen Bergdörflein Pfelders im Passeiertal. Allein schon unsere gemütlichen Panoramazimmer und Suiten aus heimischen Berghölzern, Pseirer Gestein und Südtiroler Loden laden zum Wohlfühlen ein. Die Alpine Wellnesswelt: SPA-Bereich, In- und Outdoorpool mit Panoramablick auf die Winterwelt

im Hinterpasseier, Aufguss-Erlebnisse, Bergkräuter-Bad und vieles mehr ermöglichen Körper und Geist neue Kräfte zu schöpfen. Aber auch Ihr Aktiv-Programm startet direkt vor unserer Haustür, hinein in die unberührte winterliche Natur im Naturpark Texelgruppe. Genießen Sie Südtiroler Spezialitäten, einer jungen, kreativen und bodenständigen Küche mit alpinen Style versehen.

Eine Auszeit vom Alltag in unserem Hotel im Passeiertal! Genießen Sie wertvolle Urlaubstage. Es erwarten Sie tolle Berge, klare Luft, fantastische Natur und ein Haus voller Möglichkeiten - Wellness vom Feinsten im Alpine Lifestyle Hotel Pfeldererhof.

Entdecken Sie laufend neue Angebote auf unserer Homepage www.pfeldererhof.it

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Herzlich Willkommen im Alpine Lifestyle Hotel Pfeldererhof**** Ihr Familie Marlene Gufler

Pfelders / Plan 29 | 39013 Moos in Passeier | Tel. 0473 646 706 | info@pfeldererhof.it

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© IDM Südtirol · Alex Filz

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Schwünge ins Glück Heuer dauerte die Vorfreude lange an

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Sonderausgabe zum der Vinschger Nr. 1 vom 20.01.21 | Herausgeber: Bezirksmedien GmbH | Grüblstr. 142 | 39028 Schlanders Telefon: +39 0473 621 715 | www.dervinschger.it | Ermächtigung des Landesgerichtes Nr. 19/1993 Verantwortlich im Sinne des Presse­gesetzes: Josef Laner | Gesamtkoordination: Daniel Trafoier | Werbeverkauf: Irene Niederl | Lektorat: Karoline Lösch Redaktion: Josef Laner, Michael Andres, Ingeborg ­Rechenmacher, Günther Schöpf, Ingrid Beikircher WINTER IM VINSCHGAU Grafik: M ­ anuel Platzgummer, Jasmin Kiem | Titelbild: Ferienregion Reschenpass/Benjamin Pfitscher

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