Frauenpower in Laas

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VINSCHGER GESELLSCHAFT der Unterrichtsmaterialien waren schon entsprechend angepasst worden an die Möglichkeiten der technischen Plattformen, die an unserer Schule benutzt werden. Neue Materialien wurden entwickelt, verschiedene Varianten von Video-Unterrichtseinheiten ausprobiert, neue Test-Formate entwickelt. Natürlich gab es auch viele technische Probleme sowohl bei den Lehrpersonen als auch bei den Schülern, die gelöst werden mussten: nicht funktionierende Mikrophone, schlecht auflösende Kameras oder unverständliche Fehlfunktionen der verwendeten Software. Zusätzlich galt es, sich alle möglichen Zugangsdaten zu merken und zu verwalten. Das viel kritisierte Smartphone war hierbei oft die letzte Möglichkeit, den

Kontakt zur Schule aufrechtzuerhalten. Eines ist jedenfalls sicher: Für die digitalen Kompetenzen von 517 Schüler und 108 Lehrpersonen an unserer Schule ist die Corona-Krise weniger eine Krise als eine sehr fruchtbare Zeit. Viele haben in dieser Zeit das gemacht, was beim Aufbau der digitalen Kompetenzen so wichtig ist: Learning by doing (Lernen durch Handeln). Sehr oft habe ich in den letzten Wochen bei der Unterstützung zu Problemen in der ITWelt einen ‚AHA-Ausruf’ gehört, und oft habe ich auch den Spruch gehört: ‚Das wollte ich schon immer mal wissen, wie das genau funktioniert.’ Natürlich stellt die COVID-19-Pandemie nach wie vor eine sehr dramatische Zeit dar, als Informatik-Professor sehe ich den Fernunterricht aber auch mit

einem positiven Auge. Das ‚informatische’ Lernen findet jedenfalls derzeit über alle Fächer verteilt ganz automatisch und wesentlich intensiver statt als bisher im ‚normalen’ Präsenz-Unterricht.“ Bianca Gisler, Schülerin der 3A Sport: „Für mich ist der Fernunterricht optimal. Da ich sehr viel trainiere als Snowboardfahrerin in der Nationalmannschaft der Schweiz, kann ich so leichter dem Unterricht folgen und mit den Lehrern kommunizieren.“ Leonie Gurndin, Schülerin der 1A Sport: „Es geht mir jetzt besser im Fernunterricht als im Frühjahr, aber es ist nicht dasselbe wie vor Ort dabei zu sein. Es ist eigentlich auch komisch, vor dem PC zu reden.“

Levin Kuhn, Schüler der 2B Sport: „Ich komme ganz gut zurecht mit dem Fernunterricht. Ich kann mich besser einteilen beim Lernen und im Training. In ein paar wenigen Fächern, wie zum Beispiel in Mathe, finde ich den Online-Unterricht schwierig.“ Alan Telfser, Schüler der 3A Sport: „Ich finde den Fernunterricht gut, da man selbstständig lernen muss. Das fördert diese Kompetenz. Zudem lerne ich besser mit dem PC umzugehen und ich kann mich besser einteilen. Ich würde auch nicht behaupten, dass ich weniger lerne als im Präsenzunterricht.“ DANIELA DI PILLA

Schwieriger Brandeinsatz in Reschen RESCHEN - Es war kurz vor 2 Uhr, als die Freiwilligen Feuerwehren von Reschen, Graun, Langtaufers, St. Valentin auf der Haide und Mals sowie der Bezirk Obervinschgau am 1. Dezember zu einem Großbrand gerufen wurden. Das erste Fahrzeug der FF Reschen war bereits nach wenigen Minuten vor Ort. Das Vieh konnte der Hofbesitzer mit der Unterstützung couragierter Helfer in Sicherheit bringen. Der erste Löschangriff erfolgte mittels Hochdruck und Löschleitungen vom Tanklöschfahrzeug und einem nahen gelegenen Hydranten aus. Die erste Priorität der Einsatzkräfte war es, das am Wirtschaftsgebäude angebaute Wohnhaus und die Nachbargebäude abzuschirmen. Das Wohnhaus war durch eine massive Feuermauer vom Wirtschaftsgebäude getrennt. Somit konnte ein Übergreifen des Brandes verhin-

Ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus konnte verhindert werden.

dert werden. Lediglich am Dachstuhl drohten die Flammen auf das Wohnhaus überzuspringen. Dies wurde aber durch Innenangriff unter schwerem Atemschutz und Wärmebildkamera erfolgreich verhindert. Durch das fortlaufende Eintreffen weiterer Einsatzkräfte wurde der Brand allmählich von allen Seiten bekämpft. Für die Atemschutzsammelstelle wurde in der Nähe der Einsatzstelle ein beheiztes Zelt aufgestellt. Warme Getränke wurden bereitgestellt. Eine große Herausforderung war nicht nur der Brand an sich, son-

dern auch die Witterung. Die Temperatur lag unter dem Gefrierpunkt und ließ das Löschwasser sofort zu Eis erstarren. Um das Brandobjekt wurden die Straßen sehr rutschig und auch die Löschwasserleitungen drohten zu gefrieren. Der Gemeindebauhof wurde alarmiert und brachte Streusalz zum Einsatz. Da die Einsatzstelle direkt an der Reschen Bundesstraße lag, musste ein Lotsendienst eingerichtet werden, der die Verkehrsteilnehmer auch auf die eisige Fahrbahn hinwies. Die FF Mals brachte ausreichend Reserve

an Atemschutzflaschen aus dem Bezirkslager zum Einsatzort. Mithilfe eines Kranwagens wurden Dachstuhl und Heu abgetragen. LKWs brachten die Brandüberreste zu einem sicheren Lagerplatz, wo sie von den Wehrmännern nach und nach abgelöscht wurden. Um 5 Uhr wurde noch die Drehleiter der Nachbarwehr Nauders alarmiert, um eine noch rauchende Stelle am Giebel des Hauses zu kontrollieren und zu löschen. Personen und Tiere kamen beim Einsatz nicht zu Schaden. Die Berufsfeuerwehr Bozen und die Carabinieri Reschen führten am Vormittag die Brandermittlung durch. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten bis zum Nachmittag an. Insgesamt standen 112 Wehrleute im Einsatz. Auch Mitarbeiter der Sektion Oberland des Weißen Kreuzes waren vor Ort. RED

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