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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Die Gemeinde als Gemeinschaftswerk MARTELL - Einhellig stimmte der Gemeinderat von Martell bei der virtuellen Sitzung am 20. November dem programmatischen Dokument des Bürgermeisters Georg Altstätter zu. „Ziel ist es, die Arbeit der Verwaltung so bürgernah und transparent wie möglich zu gestalten“, schickte Altstätter voraus. Es gelte, „den gemeinsamen Lebensraum für die gesamte Bevölkerung zu erhalten und zu gestalten.“ 7 Schwerpunkte sind für die neue Verwaltungsperiode vorgesehen: Martell und seine Bürger/innen; Bildung, Kultur und Vereinsleben; Unterstützung und Förderung von Familie, Jugend und Senioren; Steigerung der Wohn- und Lebensqualität; Förderung von Sport, Freizeit, Kultur und Bildungsangeboten; Zivilschutz; Qualifizierung der Wirtschaft und Landwirtschaft. Zu jedem Bereich scheinen im Dokument konkrete Vorhaben, Projekte und Maßnahmen auf. Besonders hervorgehoben wird u.a. das Ziel, die Jugendlichen in die Entscheidungsprozesse einzubinden und Angebote und Maßnahmen für junge Menschen weiter auszubauen. Ebenso sollen weitere Angebote und Unterhaltungsmöglichkeiten für ältere Menschen geschaffen werden. Im Bereich Wohnen wird u.a. daran gedacht, Mietwohnungen zur Verfügung zu stellen. Zu den weiteren

Das Wanderwegenetz in Martell soll aufgewertet und weiter ausgebaut werden. Im Bild ein Teil des Marteller Almenweges, der im Sommer 2020 offiziell eröffnet wurde.

Vorhaben gehören die Erstellung eines Gesamt-Verkehrskonzeptes für Martell, die Anbindung an den Radweg Vinschgau, die Fortsetzung der Bemühungen für eine unterirdische Verlegung des Stromnetzes, der weitere Ausbau des Breitbandnetzes, das Infrastrukturprojekt Hintermartell, Anpassungen im Bau- und Recyclinghof, die Ausarbeitung und Umsetzung eines Projektes zur Sanierung der Grundschule und des Kindergartens, die Errichtung des Selbstversorger-

hauses sowie die Umsetzung des Konzeptes zusammen mit dem Jugenddienst Mittelvinschgau und den Marteller Vereinen, der Lawinendamm Martell Dorf, die Löschwasserleitung Hintermartell, die Prüfung alternativer Energiequellen wie E-Werk, Biogas usw., die Unterstützung der Zusammenarbeit der Landwirtschaft mit anderen Wirtschaftszweigen, eine starke Mitsprache beim Nationalpark, der Wegebau für Waldbewirtschaftung und Schutzwaldpflege, der Neubau des E-Werkes

auf der Lyfialm, die Errichtung eines E-Werkes in Hintermartell als Ausgleich für den Gemeindehaushalt, die Aufwertung und der Ausbau des Wanderwegenetzes und der Themenwege, die energetische Sanierung des Besucherzentrums „culturamartell“ und viele weitere Vorhaben. „Betrachten wir unsere Gemeinde als Gemeinschaftswerk und versuchen wir, uns als gewählte Vertreter für das Gesamtwohl einzusetzen“, heißt es in den abschließenden Worten des Bürgermeisters. SEPP

35 Jahre Musikkapelle Goldrain-Morter

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so wurde das restliche Jahresprogramm angepasst. Dies betrifft auch die Gedenkfeiern beider Weltkriege in Maria Schmelz, den Suppensonntag sowie die Nikolaus- und Weihnachtsfeierlichkeiten. Sollten wieder Messfeiern stattfinden, wird eine kleine Besetzung traditionsgemäß die musikalischen Weihnachtsgrüße nach den Christmetten in Goldrain und Morter überbringen. Festgehalten werden soll auch am Neujahranspielen, sofern es das Gesetz erlaubt, voraussichtlich Obmann Harald Plörer ohne Hausbesuche und ohne den gewohnten Händedruck mit den dennoch gibt es bei allen Herausguten Wünschen für ein neues, forderungen eine gute Nachricht. hoffentlich besseres Jahr. Und Die Musikkapelle Goldrain-Mor-

Foto: MK Goldrain-Morter

GOLDRAIN/MORTER - „Eigentlich ist gar nicht viel Zeit vergangen seit den letzten Proben im August“, sagt der Obmann der Musikkapelle Goldrain-Morter, Harald Plörer, und ergänzt: „Aber umso mehr ist inzwischen passiert“. Gemeint sind weniger die musikalischen Auftritte, als vielmehr die Corona-bedingten Einschränkungen. So wurde auch die Tätigkeit der Musikkapelle Goldrain-Morter in den virtuellen Raum verlagert. Bei der Videokonferenz des Vorstandes am 9. November entschied man sich, die Cäcilienfeier 2020 abzusagen. Ein Stückchen Tradition, auf das es heuer zu verzichten gilt. Eben-

ter feiert in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bestehen. Wenngleich diesmal im Stillen, so ist es doch ein Zeichen großen Zusammenhalts und des Einsatzes für die Dorfgemeinschaft, zeigt sich Obmann Harald Plörer überzeugt und gibt zu bedenken: „Hoffentlich sind wir nach der Zwangspause noch spielfähig.“ In jedem Fall sei es wichtig, junge Musikantinnen und Musikanten aus Goldrain und Morter zu gewinnen. Die Hoffnung ruhe auf der Jugend, wenngleich „Spätberufene“ ebenso herzlich willkommen sind, so Harald Plörer. JOSEF BERNHART