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VINSCHGER KULTUR

wurzelnackt im echoraum deines wortes pflöcke einschlagen obdach finden an den abbruchkanten der einsamkeit Vor wenigen Tagen erreichte Anita Prugger außerdem die Nachricht, dass sie sich für das Finale des diesjährigen Lyrikbewerbs „zeilen.lauf“ qualifiziert hat. Das Finale findet am 6. November 2020 im Casineum des Congress Casino Badens bei Wien statt. Dieser Lyrikbewerb findet bereits seit 2011 im Rahmen des Kulturprogramms Stadt:Kultur statt. Angefangen wurde mit einem Kurzgeschichtenbewerb und ein Jahr später kam schon ein Lyrikbewerb dazu. Bemerkenswert an diesem Bewerb ist, dass er nicht nur Teilnehmer/innen aus allen Bundesländern Österreichs anspricht, sondern auch zahlreiche Beiträge aus anderen deutschsprachigen Ländern eingereicht werden. Damit gehören die Bewerbe zu den größten in ganz Österreich. Heuer wurden insgesamt über 800 Einreichungen verzeichnet. Am Finale wird Anita Prugger aufgrund der Covid 19-Situation - auch aus Rücksicht auf ihre Unterrichtstätigkeit - nicht vor Ort in Baden teilnehmen, sondern nur digital. Wie Anita Prugger in einem Interview geäußert hatte (siehe der Vinschger Nr. 25/2020) ist das Schreiben für sie „eine Möglichkeit, verdichtete Wirklichkeit zu schaffen.“  SEPP

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DER VINSCHGER 37/20

Fotos: Kulturverein Schnals/Monika Gamper

MALS - Die Lyrikerin und Mittelschul-Lehrerin Anita Prugger aus Mals hat kürzlich beim Finale des deutschsprachigen Literaturwettbewerbs der „Gruppe 48“ den 2. Platz belegt. Der Preis wurde in der Stadt Rösrath, die südöstlich von Köln liegt, vergeben. Anita Prugger hatte 5 Gedichte vorgelegt, mit denen sie die Jury überzeugte. Unter diesen befand sich auch folgendes Gedicht, das sie im Zusammenhang mit einem plötzlichen Todesfall geschrieben und in Rösrath vorgetragen hat:

Musik bei den drei Heiligen Frauen

Vor der Pfarrkirche in Unser Frau (v.r.): Benjamin Santer, Marian Polin, Lukas Punter, Ehrengast Claudia Plaikner, Obfrau Heimatpflegeverband, Dominik Bernhard, Dietmar Rainer und Ehrengast Franz Fliri, Obfrau-Stellvertreter des Heimatpflegeverbandes. SCHNALS - Am 17. Oktober wurde eine überraschend vielfältige Landschaft entdeckt - die OrgelLandschaft in Schnals. Angeregt hatte die Aktion „Orgel mal 3“ Dietmar Rainer, zuständig im Vorstand des Kulturvereins für musikalische Themen und Anliegen. Dass dann „drei große Organisten drei zierliche Orgeln bespielten“, wie Vorstandsmitglied Monika Gamper sich ausdrückte, war Glücksfall und musikalischer Genuss. Gestartet wurde in der Wallfahrtskirche Unser Lieben Frau mit einer Einführung und einem Kurzkonzert auf der Orgel des Marlingers Josef Aigner (19. Jahrhundert). Das nächste Ziel war die „Gesindekirche“ in Karthaus. Zu Ehren der Heiligen Anna erklang

Im Bild die Behmann-Orgel von Katharinaberg. Alle Schnalser Orgeln sind innerhalb der letzten 12 Jahre restauriert worden.

dort eine Orgel aus der Werkstätte von Johann Pirchner in Stainach am Brenner. Dann musste das Tal überquert werden, um den Klängen der kürzlich restaurierten Orgel des Vorarlbergers Anton Behmann in der Kirche zur Heiligen Katharina in Katharinaberg zu lauschen. Dietmar Rainer hatte drei junge, aber bereits erfolgreiche Organisten verpflichtet. Darunter Marian Polin aus Mals, derzeit als Kirchenmusiker an der Jesuitenkirche in Innsbruck und als Chor- und Ensembleleiter der „Capella Claudiana“ tätig. Weiters Lukas Punter aus Planeil, der seit 2019 als Kirchenmusiker im Kloster Marienberg wirkt. Dort hat er auch mehrere Gesangsensembles gegründet und ist für

das Musikarchiv und für die Instrumentensammlung zuständig. Der Dritte im Bunde war Dominik Bernhard aus dem Allgäu (D), seit Oktober 2018 Stiftskapellmeister am Benediktiner-Stift Muri-Gries in Bozen. Jeweils zwei der drei jungen Organisten musizierten abwechselnd ungefähr 30 Minuten, der dritte führte in die Besonderheiten der Orgel und der vorgetragenen Werke ein. Zur Freude der Organisatoren mit Kulturvereinspräsident Benjamin Santer nahmen an die 15 Gäste an der Herbstwanderung von Karthaus nach Katharinaberg teil. Die gelungene Veranstaltung endete in Karthaus bei gebratenen Kastanien im Freien und einem Glas Wein.  S

Martenstein & Clementi SCHLANDERS - Harald Marten-

stein, Kolumnist der Wochenzeitung „DIE ZEIT“, schreibt geniale Glossen, Georg Clementi verwandelt sie in Musik. Nun machen sie gemeinsame Sache und kommen auf Einladung des Südtiroler Kulturinstituts nach Schlanders. In seinen Kolumnen gibt Martenstein mal den ironischen Lebensratgeber, nimmt Besserwisser aufs Korn oder widmet sich den Tücken und Tiefen des Alltags, den Themen und Tabus unserer Tage. Es ist „die richtige Mischung aus Streicheleinheit und Lust an der Watschn“, meint die Süddeutsche Zeitung. Martensteins Werk und seine Bücher sind Kult. Georg Clementi bewies bereits bei seiner Geburt eine gewisse Affinität zum Zeitgeschehen, als er sich 1969 ausgerechnet den Tag der Mondlandung für seine

ti und Texte von Martenstein sind aufeinander abgestimmt. Die Welt mit kritischen Augen anzuschauen, zu sehen, wie sie ist, und trotzdem zu lachen – das ist der gemeinsame Nenner der beiden Künstler. Der Abend mit dem Titel „Martenstein liest & Clementi singt“ findet am Dienstag, 10. November um 20 Uhr im Kulturhaus „Karl Schönherr“ in Schlanders statt. Die Veranstaltung wird von der Georg Clementi und Hypo Vorarlberg unterstützt und Harald Martenstein in Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus „Karl Schönherr“ organiGeburt in Bozen aussuchte. Was siert. Karten können im Südtirolag also näher, als drei Martens- ler Kulturinstitut unter Tel. 0471 tein- Kolumnen zu Zeitliedern 313800 reserviert werden. Es wird zu veredeln? Gemeinsam mit ein kostenloser Shuttle-Bus vom Bojana Popovicki am Akkordeon Reschen nach Schlanders und und Ossy Pardeller an der Gitarre zurück angeboten. Anmeldung gibt er sie zum Besten. Auch die dafür beim Tourismusbüro Mals RED weiteren Chansons von Clemen- unter Tel. 0473 831190.  Foto: Leo Fellinger

Platz zwei für Anita Prugger

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