Nach 40 Doktor-Jahren

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Nachruf auf den Partl-Hans LATSCH - In Latsch wurde kürzlich Johann Tscholl zu Grabe getragen. Der Partl-Hans, wie er von allen genannt wurde, ist am 16. März 2019 nach einem erfüllten und arbeitsreichen Leben gestorben. Hans war am 31. Dezember 1923 als Ältester von 5 Buben beim Thuile in Latsch geboren worden. Das Leben war damals oft sehr hart und voller Entbehrungen. Schon als 13-Jähriger ging Hans zum Sägewerk Fuchs zum Arbeiten. Fast sein ganzes Leben lang hat er dort gearbeitet. Mit 19 Jahren wurde er mit vielen Kameraden zum Kriegsdienst eingezogen. Trotz eines Granatsplitters im Rücken hat er immer mit Zuversicht und Hoffnung nach vorne geschaut. Nach dem Krieg hat sich vieles geändert. Freude und Zerstreuung fanden Hans und seine Brüder beim Sport, vor allem beim Fußballspielen. Viel Freizeit hat Hans bei der Feuerwehr, den Schützen und beim Kriegsopfer- und Frontkämpferverband verbracht. Mit der

Krieg wieder zu uns gekommen. Er konnte überall eingesetzt werden und hat insgesamt 45 Jahre bei unserer Firma pflichtbewusst seine Arbeit verrichtet,“ erinnert sich Heinz Fuchs. Hans war bis zu seiner Pensionierung für die Sortierung der Schnittware (Bretter) verantwortlich. Nach dem Krieg habe er jegliche Arbeit - sei es in der Landwirtschaft, bei Umbauten im Sägewerk bzw. bei der Johann Tscholl Belegschaft Sägewerk Fuchs 1957 (v.l.): Stricker Steigen-Produktion - gewissenGottfried, Mitterer Franz, Mair ..., Tscholl Hans (Partl-Hans) (Partl), Höllrigl Josef, Stricker Franz (Mangger), haft verrichtet. „Als er 1952 seine Frau heiratete, fragte ihn mein Egger Josef und Hanni Alois Vater, ob er nicht am darauffolLatscher Feuerwehrwettkampf- resse verfolgte Hans bis ins hohe genden Tag das ‚Ackerle’ mähen gruppe nahm er sehr erfolgreich Alter das Weltgeschehen und würde, damals noch von Hand an Feuerwehr-Olympiaden in die Sportereignisse. Viel Freude mit der Sense, und er hat das Frankreich, Ex-Jugoslawien und bereiteten ihm die Enkel und widerspruchslos getan,“ erinnert Österreich teil. 1952 heiratete er Urenkel. An einem schönen Früh- sich Fuchs. Er persönlich habe seine Frau Klara. Drei Kinder sind lingstag im März 2019 ist er fried- von Kind auf mit Hans immer in der Ehe entsprossen: Ilse, Sigi und lich und still heimgegangen, zu vollster Harmonie zusammenHelga. Hans war stets ein fürsorg- seinen verstorbenen Brüdern und gearbeitet, „und ich kann mich licher und herzensguter Vater. zu seinem Sohn Sigi. - Hans hatte nicht erinnern, dass Hans einmal 1964 baute er für die Familie ein schon vor dem Zweiten Weltkrieg gefehlt hat bzw. dass er jemals Haus „afn Moos“. Ausflüge und angefangen, bei der Firma „Säge- unentschuldigt der Arbeit fernFahrten führten Hans und Klara werk Fuchs“ als Steigen-Nagler zu geblieben war. Der Partl-Hans war durch halb Europa. Mit viel Inte- arbeiten „und ist gleich nach dem für mich immer ein Vorbild.“ RED

VINSCHGER THEATER der Kreis - Theater im Vinschgau

der Kreis

Theater im Vinschgau

„Lysistrata“

„Der Kreis“ inszeniert Aristophanes` „Lysistrata“ Mit „Lysistrata“ bringt Regisseur Christoph Brück sein viertes Stück mit den Vinschger Amateuren von „Der Kreis – Theater im Vinschgau“ auf die Bühne. In der antiken Komödie entwickeln Griechenlands Frauen einen Plan, wie sie dem Krieg im Land ein Ende setzen können. Sie beschließen, sich ihren Männern solange zu verweigern, bis diese Frieden schließen. Gespielt wird vom 24. Mai bis 09. Juni im Karl Schönherr Saal in Schlanders.

Aubrey Beardsley

LYSISTRATA Eine antike Komödie REGIE: CHRISTOPH BRÜCK

KULTURHAUS KARL SCHÖNHERR SCHLANDERS

Aufführungen siehe Inserat Im Karl Schönherr Saal in Schlanders Kartenreservierungen unter Tel. 348 98 40 660 von 11-13 und 17-20 Uhr auch über WhatsApp

KARTENRESERVIERUNG: Tel. 3489840660 täglich von 11.00 - 13.00 Uhr | 17.00 -20.00 Uhr oder ganztags per WhatsApp - Eintrittskarte: 18,00 €

DER VINSCHGER 19/19

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