Nach 40 Doktor-Jahren

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VINSCHGER GESELLSCHAFT nerhaus zu verlegen. Ein junger Familienvater rief: „Machen wir doch eine Kita!“ Dagegen wandte sich Referentin Platzer aus finanziellen Gründen und weil in der Kita in Latsch demnächst Plätze frei werden. „Warum müssen wir Morterer immer fahren?“, kam eine Frage. Stricker meinte: „Wenn uns nichts Sinnvolles einfällt, sollten wir noch zuwarten mit einer Zweckbestimmung.“ Es kam zum Teil zu lautstarken Wortwechseln um den Jugendraum, um einen

Die Bürgerversammlung in Morter nutzten einige Bürger, um Klartext zu reden.

Leihvertrag mit dem Jugenddienst, um die fehlende Eintragung in den Kataster und um unbeantwortete,

schriftliche Eingaben bei der Verwaltung. Man warf dem früheren Pfarrgemeinderat vor, nichts

unternommen und nur Prügel in den Weg gelegt zu haben. Ein junger Bürger fasste zusammen: „Im Widum kann man nichts unternehmen und im Messnerhaus darf die Jugend nicht einziehen.“ Zum Thema Widum stellte Gemeinderat Harald Plörer klar, dass von der Kurie keine größeren Förderungen zu erwarten seien. „Wir bunkern halt weiterhin 230.000 Euro“, erinnerte Bürgermeister Fischer. GÜNTHER SCHÖPF

Das E-Bike macht’s möglich MORTER - In der diesjährigen Bürgerversammlung am 9. Mai wurde den Morterern auch die geplante Radwegtrasse nach Martell vorgestellt. „Das Projekt geht von der Bezirksgemeinschaft aus“, erklärte Referentin Sonja Platzer, „und wird mit EU-Geldern gefördert. Man trägt der Tatsache Rechnung, dass durch das Elektro-Rad mehr Bike-Tourismus zwischen Goldrain, Morter und Martell aufkommen wird.“ Treffen mit den Grundbesitzern habe es bereits gegeben. Mit dem Amt für Wasserschutz stehe noch eine Vereinbarung aus. Zwischen Goldrain und Morter werde der Radweg auf der Landesstraße verlaufen müssen. Auch Bürgermeister Helmut Fischer hielt es für problematisch, eine andere Radwegtrasse zwischen Obstwiesen und Bach anzudenken. Die richtige Trasse, so Platzer, beginne ab der Abzweigung nach Obermontani und verlaufe auf einem bereits bestehenden Wanderweg am Plimabach entlang; es werde ein Mischweg. Taleinwärts werde

Fraktionsvorsteher Christian Stricker übte sich in der Rolle des Vermittlers zwischen Bürgern und Verwaltern.

„Bergan wird es schon klappen“, meinte der Bürger Robert Martin, „aber wehe, wenn die Biker von oben herunterschießen!“

das schon funktionieren, meldete sich der Touristiker Robert Martin zu Wort. „Ich frag mich nur, wie das talauswärts gehen soll. Man bedenke die Geschwindigkeit, die man durch das Gefälle bekommt. Hier muss ein Streifen den Biker vom Wanderer abtrennen. Alles andere wäre zu gefährlich.“ Bürgermeister Fischer wandte ein, nicht nochmals auf Kosten der Bauern Grund verlangen zu können. Über den neuen Rad-Gehweg Richtung Sportanlagen kam die Sprache auf den „Burgen-Trail“ zwischen Ober-

und Niedermontani. Wieder war es Robert Martin, der energisch die Schließung des Verbindungssteiges für Biker forderte: „Hier geht es um Kulturgüter, die Wanderer und vor allem auch Familien anziehen. Wir haben dort keinen Weg mehr, wir haben inzwischen einen Waal! Auch möchte ich wissen, wer die Verantwortung übernimmt, wenn mal jemand bei den Nachtveranstaltungen in die Plima stürzt.“ Dem Applaus nach hatten sich viele Bürger dem Einwand angeschlossen. Fraktionsvorsteher

Christian Stricker bemängelte: „..dass wir als Grundeigentümer noch nie eine schriftliche Antwort bekommen haben.“ Er bedauerte, dass die Arbeitsgruppe „Mountain-Biken“ nicht mehr bestehe, aber der Bürgermeister habe die Autorität, Bike-Wege wieder zu schließen. Überhaupt sollen Waalwege für Radfahrer gesperrt sein. Auch er schloss sich dem Wunsch an, den Weg zwischen den Burgen den Wanderern vorzubehalten. GÜNTHER SCHÖPF

NEU IN SCHLANDERS

Eröffnungsfeier am 25. Mai Unser Team freut sich auf ihr Kommen! Dr. Harald Tappeiner und Dr. Marlene Dal Santo Mo-Do: 8.15-12.15 & 14.30-18.30 | Fr: 8.15-12.15 Nachmittag geschlossen | Sa: 8.15-12.15 | Tel. 0473 324 707 | Dr. H.-Vögele-Str. 6

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