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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Zusammenarbeit wird fortgesetzt

Venenleiden im Fokus Zweitägiger Workshop: „Operieren oder kompromieren?“

Im Bild (v.l.): Stefan Ganterer, Karl-Heinz Tscholl und Manfred Leimgruber LATSCH - Im Rahmen eines freundschaftlichen Austausches zwischen den Direktoren der Raiffeisenkasse Latsch, der Raiffeisenkasse Untervinschgau und des Schulsprengels Latsch (Karl-Heinz Tscholl, Manfred Leimgruber und Stefan Ganterer) wurde kürzlich die Weiterführung der erfolgreichen Zusammenarbeit besiegelt. Die Raiffeisenkassen Latsch und Untervinschgau unterstützen die Schulen in den Gemeinden Latsch und Kastelbell-Tschars seit vielen Jahren und ermöglichen damit wichtige Vorhaben, die sonst nicht in dieser Form durchführbar wären. Durch die großzügige Unterstützung werden auch weiterhin verschiedene aufwendige Schulprojekte, wie etwa die Fahrt nach Linz im Rahmen der Begabtenförderung in den 3. Klassen der Mittelschule oder der Leichtathletik-Dreikampf des Bezirks Vinschgau, ermöglicht. Im Namen der gesamten Schulgemeinschaft bedankt sich Direktor Ganterer bei den Raiffeisenkassen Latsch und Untervinschgau für die stets angenehme Partnerschaft und die großzügige Unterstützung, die in Zeiten von Sparmaßnahmen keineswegs selbstverständlich RED sind.

Dutzend Ärzte/innen, Krankenpfleger/innen und Apotheker/innen setzten sich kürzlich im Rahmen eines zweitätigen Workshops mit dem Thema „Venenleiden – Operieren oder kompromieren?“ auseinander. Die wissenschaftliche Leitung oblag Stefan Haumer, dem Primar für Allgemeine Chirurgie im Krankenhaus in Schlanders. Der theoretische Teil der fachlichen Fortbildung fand am 3. Mai im Gasthof „Zum Riesen“ in Tarsch statt. Zu den Themen gehörten die Geschichte der Kompressionstherapie und Venenchirurgie, anatomische und physiologische Grundlagen zum Verständnis der Phlebologie, die Diagnostik der Venenleiden sowie die verschiedenen Therapiemöglichkeiten. Der Stab der Referenten setzte sich aus Fachärzten bzw. Spezialisten aus dem Bereich Venenleiden zusammen: Juliane Ebner (Gefäßchirurgie Krankenhaus Bozen), Stephan Guggenbichler (München), Stefan Haumer (Chirurgie Schlanders), Bernd Liebhard (St. Andrä), Karin Mair (Chirurgie Schlanders), Fabrizio Mariani (Colle Val d‘Elsa), Mattia Mirandola (Ospedale Pederzoli Peschiera) und Vincenzo Scivittaro (Trient). Am 4. Mai stand der praktische Teil des Workshops auf dem Programm, der in einem OP-Saal im Krankenhaus in Schlanders an verschiedenen Stationen durchgeführt wurde: Kompressionsverband, Strumpfanpassung, Sonographie, Radiofrequenz und Sklerotherapie. Im Vordergrund der operativen Therapie stehen

Fotos: Günther Schöpf

TARSCH/SCHLANDERS - Rund zwei

Die Workshop-Teilnehmer und Dozenten vor dem Gasthof „Zum Riesen“

heute minimalinvasive operative Verfahren, wobei zwischen Methoden der Unterbindung, der Entfernung und der Sklerosierung (Verklebung) von Venen unterschieden werden kann. Früher wurden Krampfadern entfernt, indem das gesamte Bein geöffnet wurde. Heute gibt es deutlich schonendere Instrumentarien. Bei der endovenösen Radiofrequenztherapie und der Sklerotherapie wird die Innenauskleidung der betroffenen Venen thermisch oder chemisch zerstört, so dass der

Beim offiziellen Empfang im Rathaus in Schlanders.

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DER VINSCHGER 18/19

Blutstrom unterbunden ist. Die Venen selbst werden nicht entfernt. Vorbeugend und lindernd wirkt der Einsatz von Kompressions- oder Stützstrümpfen sowie medikamentöse Behandlung. Zu den Höhepunkten des Workshops gehörte am 4. Mai ein schlichter, offizieller Empfang der Teilnehmer und der Dozenten im Rathaus in Schlanders. Mit Grußworten im Namen der Gemeinde wartete dabei der Vizebürgermeister SEPP Reinhard Schwalt auf.

Primar Stefan Haumer