EU auf dem Prüfstand

Page 12

VINSCHGER GESELLSCHAFT LESERBRIEFE

Hilfsbereiter Bürgermeister Einen besonderen Dank für seine Bemühungen möchte ich an dieser Stelle dem Schludernser Bürgermeister Peter Paul Trafoier aussprechen. Nachdem ich mich monatelang vergebens bemüht hatte, bei der INPS-Stelle in Meran eine Auskunft bzw. Klärung in Sachen Kindergeld zu erhalten (mein Mann arbeitet in der Schweiz und ich habe nach mehrmaliger Mutterschaft wieder eine Arbeitsstelle im Vinschgau angetreten), wandte ich mich an den Schludernser Bürgermeister, der früher in der Schweiz gearbeitet hat. Er rief zweimal bei der INPS-Stelle an und das Problem war gelöst. Ich hingegen war trotz unzähliger Anrufe auf keinen grünen Zweig gekommen. Was ich damit sagen will: wir brauchen vermehrt Politiker, die sich konkret und persönlich für die Anliegen der Menschen in einer zunehmend komplizierter werdenden Welt einsetzen. Nightliner-Dienst Öffentlich bedanken möchte ich mich auch für die kürzlich erfolgte Ausdehnung des Nightliner-Dienstes auf weitere Gemeinden im Vinschgau. Als Mutter einer 17-jährigen Tochter möchte ich unterstreichen, wie wichtig und wertvoll dieser Dienst ist. Es ist nicht selbstverständlich, dass die Jugendlichen nach Diskobesuchen sicher nach Hause gebracht werden, und zwar bis vor die Haustür. Verbunden mit dem Dank an die Verantwortlichen möchte ich auch anregen - sofern

es nicht zu viel verlangt ist - den „Kein Grund zum Rücktritt“ Nightliner-Dienst zeitlich auszudehnen, und zwar auf Freitag. Der Grauner Bürgermeister Heinrich Noggler hat mich in SONJA PIRCHER, LAATSCH, 05.05.2019 der Gemeinderatssitzung vom 2. Mai 2019 offen zum Rücktritt als Gemeinderat und WirtschaftsTourismus: referent der Gemeinde Graun aufgefordert. Der Bürgermeister Erweitert wird sicher begründet dies mit einem nicht Im der Vinschger vom 27. April mehr vorhandenen Vertrauenswird vom Turbo-Tourismus in verhältnis, unter anderem wegen der Gemeinde Naturns berichtet. meines politischen Einsatzes für Wenn auch der Tourismus Wohl- die Gletscherverbindung Langstand in unser Land gebracht taufers-Kaunertal. Außerdem hat, so zeigt sich zunehmend werden mir offen „Untätigkeit dessen negative Seite. Verkehr, im Amt“ und sogar „Erpressung“ Verbauung, Lärm, steigende vorgeworfen, ohne diese schweWohnungspreise, hoher Trink- ren Anschuldigungen näher zu erwasserverbrauch lassen die Ein- klären. Alle diese Behauptungen heimischen diese Entwicklung weise ich entschieden zurück. Ich immer argwöhnischer beobach- setze mich seit Jahrzehnten mit ten. Im Bericht wird der Bürger- voller Kraft für die wirtschaftliche meister mit der Bemerkung zi- und touristische Weiterentwicktiert, dass es keine Zweifel an der lung unserer Gemeinde und des Hotelerweiterung an und für sich Obervinschgaus ein und werde gebe, weil das Hotel Nocturnes dies auch in Zukunft machen. über kein Schwimmbad verfüge. Als Gemeindereferent habe ich Diese Aussage ist falsch, denn das die Beschlüsse des GemeindeHotel verfügt über ein Hallen- rates zu respektieren und mich bad, wovon sich jeder auf dessen für deren Umsetzung stark zu Internetseite überzeugen kann. machen. Das habe ich stets nach Wünschenswert wäre, wenn die bestem Wissen und Gewissen Gemeinde bei jenen baulichen gemacht, auch in Bezug auf das Veränderungen, welche Einfluss Projekt Langtaufer-Kaunertal. auf das Dorfbild haben, bereits im Die Aussagen und RücktrittsVorfeld offen mit allen interessier- aforderungen des Bürgermeisters ten Bürgern diskutieren würde. sind völlig absurd und zurückzuZurzeit ist dem nicht so. Zuerst weisen. Um aus dem in unserer heißt es, es ist noch zu früh für Gemeinde kürzlich genehmigten eine Diskussion, und dann, es ist Projekt Schöneben-Haideralm zu spät, weil alles schon entschie- Rückschlüsse für das Projekt den ist. Dass sich bei den Bürgern Langtaufers-Kaunertal ziehen Enttäuschung und das Gefühl zu können, hat die Oberländer breit macht, dass nur bestimmte Gletscherbahn AG im März Kreise im Dorf bestimmen, darf 2019 einen einfachen Antrag auf Akteneinsicht gestellt. Die Aknicht wundern. teneinsicht ist nach dem TransHANNS FLIRI, NATURNS, 05.05.2019 parenzprinzip der öffentlichen

Verwaltung ein herkömmlicher Vorgang und damit auch nichts Außergewöhnliches. Es ist für mich daher absolut nicht nachvollziehbar, dass der Bürgermeister als Reaktion auf den Antrag der Oberländer Gletscherbahn AG meinen Rücktritt fordert und schwerwiegende Anschuldigungen ohne nähere Begründung in den Raum stellt. Deshalb ziehe ich auch die Einleitung rechtlicher Schritte in Erwägung. Im Artikel der „Dolomiten“ vom 4. Mai steht im letzten Satz, dass ich auf die Rücktrittsaufforderung nicht reagiert hätte. Das ist so nicht richtig. Ich habe Bürgermeister Noggler vor den versammelten Gemeinderäten gesagt, dass er über seinen eigenen Rücktritt nachdenken sollte, da er offenbar nicht bereit ist, gültige Gemeinderatsbeschlüsse zu respektieren und umzusetzen. Es ist nämlich rechtlich sehr bedenklich, dass sich der Bürgermeister mehrfach öffentlich und gegenüber den zuständigen Stellen der Provinz Bozen im Namen der Gemeinde Graun gegen die Verwirklichung eines vom Gemeinderat genehmigten Projekts ausgesprochen hat. Der politische Wille der Gemeinde Graun für das Projekt Langtaufers-Kaunertal bleibt so lange aufrecht, bis der Gemeinderat einen neuen gesetzeskonformen Beschluss fasst, der den bestehenden Beschluss aufhebt. Die Tatsache, dass ich ein Projekt unterstütze, das vom Gemeinderat genehmigt wurde, ist sicherlich kein Grund für meinen Rücktritt. JOSEF THÖNI, GEMEINDEREFERENT, LANGTAUFERS, 05.05.2019

Blutdruckmessung & Information SCHLANDERS - Wer gesund bleiben möchte, muss seine Blutdruckwerte kennen. Unter diesem Motto laden die Ärzte der Abteilung Medizin des Krankenhauses Schlanders anlässlich des Welt-Hypertonie-Tages 2019 zu einer besonderen Aktion ein, die am 16. Mai auf dem Hauptplatz

12

DER VINSCHGER 18/19

in Schlanders stattfindet. Von 8.30 bis 12 Uhr kann man sich dort den Blutdruck messen lassen. Auch Informationen zum Thema Hypertonie werden erteilt. Fast jeder dritte Erwachsene weltweit ist von Bluthochdruck betroffen, doch nicht jeder weiß von seiner Erkrankung. Bluthochdruck ver-

ursacht meist über eine lange Zeit keine Beschwerden und wird nicht bemerkt, unbehandelt kann er aber schwere Folgeerkrankungen nach sich ziehen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschäden oder Demenz. Bluthochdruck ist der größte Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

und damit für die Hälfte aller Todesfälle durch Herzinfarkt und Schlaganfall verantwortlich. Wer seine Blutdruckwerte kennt, kann Gesundheitsrisiken abwenden und nimmt die eigene Gesundheit selbst in die Hand: Bluthochdruck ist leicht festzustellen und gut behandelbar. RED