Von Apulien in den Vinschgau

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Dekan Josef Mair zum 80. Geburtstag Kortsch und die Sanierung der Kapellen, die Sanierungsarbeiten am Widum von Schlanders und an den Pfarrhäusern in Göflan und Vetzan. Dann hat er den größten Kirchturm im Lande restauriert und mit neuen Schindeln eingedeckt. Als es sich zeigte, dass der eingebaute Metallglockenstuhl nicht geeignet war, hat er ihn kurzerhand mit einem aus Holz ersetzt. Er hat bei der Verwirklichung seiner Vorhaben die hohen Kosten nicht gescheut, den klopfenden Specht nicht gefürchtet und die Kirchendächer von Schlanders und Kortsch auch neu eindecken lassen. Dekan Mair hat dafür die Geldmittel organisiert, den Planungsaufwand gestemmt und die vielen und treuen verdienstvollen Mitarbeiter zielgerecht eingesetzt. So unbeirrt und erfolgreich vorangehen kann ein Mensch nur, wenn er auch in der krisengeplagten und Sympathie verlierenden Mutter Kirche konsequente Analyse betreibt, sich in seinem Bereich dem Wehren und Bewahren verschreibt und in der Grundidee von der umfassenden Gottesliebe nicht irre wird. Dekan Mairs Tatkraft, sein Gestalten und

und überlegt, mit klaren Botschaften und kritischen Anmerkungen. Sie sind Einladungen an alle, mitzudenken und einen Blick in die Unendlichkeiten von Gottes Wort und Schrift zu wagen. Auch wenn man dabei nicht weit kommen mag, Dekan Mair macht das Angebot unverzagt und immer wieder neu. Für diese Beharrlichkeiten und für diese Qualität hat Dekan Josef Mair 2012 die Ehrenbürgerschaft von Schlanders erhalten. Anerkennung und Dank gebühren ihm weiter, sein 80. Geburtstag bietet Anlass dazu. Josef Mair ist 1939 in Wiesen/Pfitsch geboren, er hat die Oberschule im Vinzentinum in Brixen besucht, dort im Priesterseminar Theologie studiert und ist 1962 zum Priester geweiht worden. Nach Dekan Josef Mair. vier Jahren als Kooperator folgen die Jahre seines UniversitätsstuReformieren ist tief eingewurzelt diums, das er mit dem Doktorat in die augustinischen Bekennt- in Theologie abgeschlossen hat. nisse, in die religionsphilosophi- Dann kommen die lebenslangen sche Gelehrsamkeit und in seine Vinschger Jahre bis heute und kritischen Schlussfolgerungen. weiter – AD MULTOS! Sonst ginge das alles nicht! Daran teilhaben lässt er sein Volk Gottes ALOIS OBERHÖLLER UND HERBERT RAFFEINER in den fest- und sonntäglichen Predigten, stets wohl vorbereitet Foto: Jakob Raffeiner

SCHLANDERS - Es geht schon gegen 50 Jahre, dass Dekan Josef Mair als Seelsorger im Vinschgau tätig ist; zuerst ab 1971 als Kooperator, als Pfarrer und Religionslehrer an der Oberschule in Schlanders, dann als gesuchter und geschätzter Referent in den verschiedenen Sachgebieten und schließlich seit 30 Jahren als Dekan von Schlanders. Mit diesen Diensten hat er nun ein Lebensalter von 80 Jahren erreicht, und noch ist mit diesem Langzeitmodell beileibe nicht Schluss! Die Außenwirkung seiner Tätigkeit ist wegen seines hohen Amtes als Dekan und Pfarrer von Schlanders groß, weil er darin ein hohes Arbeitspensum leistet und eine hohe Wirksamkeit erreicht, wenn auch, dem Gesellschaftstrend entsprechend, für eine abnehmende Menge an praktizierenden Katholiken. Aber das Zentrum des Menschen Josef Mair ist seine Pflichtauffassung, seine Selbstdisziplin, sein intellektueller Forschergeist und seine spirituelle Quellenorientierung. Nur daraus können seine Leistungen verstanden und gewürdigt werden, so etwa auch seine umfassende Bautätigkeit: Die Erweiterung der Dorfkirche von

Rührige hds-Ortsgruppe NATURNS - Der hds-Ortsobmann und hds-Bezirkspräsident Johann Unterthurner hat kürzlich zur Ortsversammlung der Naturnser Kaufleute und Dienstleister geladen. Er konnte auf eine umfangreiche Tätigkeit der Ortsgruppe zurückblicken. „Vor allem durch die gute Kooperation zwischen Gemeinde, Tourismusverein und Kaufleuten ist es möglich, die Attraktivität und Lebendigkeit eines Ortes zu steigern“, so Unterthurner. Die über das Jahr verteilten Initiativen im Dorf kommen sowohl bei den Einheimischen als auch den Gästen gut an, meinte der Ortsobmann. Er wies jedoch auch auf die Tatsache hin, dass der Verkehr innerorts im Zunehmen begriffen ist und dass entsprechende Parkmöglichkeiten geschaffen werden müssen. BM Andreas Heidegger dankte dem hds-Ortsobmann und den Na-

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trag, den die Kaufleute leisten, so auf den Punkt: „Naturns ist ein sehr belebtes Dorf mit nur wenig Leerständen“. Sie informierte auch über die Verlegung der Glasfaserkabel. Vize-BM Helmut Müller berichtete über die geplante Neuregelung der Müllsammlung und des Recyling-Hofs: „Hier hat es in der letzten Zeit doch einige Probleme gegeben, vor allem im Zusammenhang mit der EntsorIm Bild (v.l.): HGV-Ortsobmann Dietmar Hofer, Günther Rechenmacher, gung von Sondermüll.“ Er verGemeindereferentin Barbara Wieser Pratzner, hds-Bezirkspräsident Johann sprach, dass es in naher Zukunft Unterthurner, hds-Bezirksleiter Walter Zorzi, BM Andreas Heidegger eine Lösung geben werde. Tourisund der Direktor des Tourismusvereins, Uli Stampfer. musvereins-Direktor Uli Stampfer verwies auf die Bedeutung des turnser Handelstreibenden für die straße nach, und natürlich wären Handels für den Tourismus. Die stets gute Zusammenarbeit und auch geeignete Auffangparkplätze Mitglieder von Naturns Aktiv für die Organisation von Initiati- am Ortsrand wichtig.“ Um eine und alle Anwesenden dankten ven im Ort. Auch der Bürgermeis- bestmögliche Lösung zu finden, Günther Rechenmacher für seine ter ist sich bewusst, dass Naturns werde man auch externe Experten jahrelange und ehrenamtliche ein Verkehrsproblem hat: „Wir zu Rate ziehen. Die zuständi- Verwaltungstätigkeit für den Verdenken gerade über eine Neurege- ge Gemeindereferentin Barbara ein. Nun hat der Tourismusverein lung des Verkehrs in der Bahnhof- Wieser Pratzner brachte den Bei- diese Tätigkeit übernommen. R ED