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VINSCHGER GESELLSCHAFT Raimund Niederfriniger aufwarf, meinte Georg Pircher, Amtsdirektor des Forstinspektorates, dass man nicht alle ca. 950 Hektar, die betroffen sind, biologisch vom Hubschrauber aus bekämpfen könne, sondern nur Föhrenwald-Flächen in der Nähe von Wohngebieten sowie Flächen, wo es viele Wanderwege gibt. Florian Weissenhorn vom Sonnenberg warf das Thema

der hohen Rotwilddichte auf und Werner Perkmann aus St. Martin im Kofel jenes von fehlenden Infrastrukturen für die Geflügelschlachtung. Grußworte überbrachte heuer auch Elmar Monz, der Bezirksobmann des Tiroler Bauernbundes im Bezirk Landeck: „Wir haben viele ähnliche Anliegen wie ihr hier im Vinschgau“, sagte Monz. Im Bezirk Landeck gebe es sehr gute Ansätze

einer fruchtbringenden Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Tourismus. Um dieses Thema kümmere sich eine eigene Person, die vom Land Tirol bezahlt wird. Es gehe im Wesentlichen darum, „unsere Produkte direkt an die Tourismusbetriebe zu liefern.“ Laut Monz müssen die Berggebiete in Österreich, Deutschland und Südtirol in Zukunft enger zusammenrücken. SEPP

Schuler wettert gegen „Propheten“ und Medien SCHLANDERS - Außergewöhnlich

scharf äußerte sich Landesrat Arnold Schuler bei der Bezirkstagung des Bauernbundes in Sachen Pestizid-Debatte. Grundsätzlich gab er sich einleitend überzeugt, „dass wir zu Recht stolz sein können auf unsere Landwirtschaft. In Südtirol wird Landwirtschaft auf sehr hohem Niveau betrieben.“ Die Südtiroler Landwirtschaft habe in der Organisation und in den Anbauweisen, speziell was den integrierten Anbau betrifft, eine europaweite Vorreiterrolle eingenommen. Umso unverständlicher sei es, dass die Landwirtschaft seit Jahren einer „regelrechten Kampagne“ ausgesetzt sei. „Auch

als Tourismusland will man uns von außen treffen“, sagte Schuler. Er erinnerte an die über 32.000 Mails an den Landeshauptmann, die Plakataktion in München und die Luft-Messungen, die das Umweltinstitut München, „ein hundsnormaler Verein“, im Vinschgau durchgeführt hat. Schuler: „Diesen Leuten gelingt es, mit einfachsten Mitteln maximale Aufmerksamkeit zu bekommen.“ Heute sei es so, dass man auch geringste Mengen messen kann, „und dass etwas da ist, ist klar.“ Verurteilt hat der Landesrat das „Spiel“ mit Nanogrammen: „Captan zum Beispiel ist bis zu einer Menge von einer Milliarde Nanogramm unbedenklich.“ Als

irrelevant nannte Schuler auch den Indikator „Kilogramm pro Hektar“ beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, „weil es nicht von der Menge abhängt.“ In die Mangel nahm Schuler nicht nur „hergekarrte Propheten“ und Verschwörungstheoretiker, sondern auch die Presse, Bezirkszeitungen inklusive. Sein sinngemäßer Vorwurf: Die Presse sitze den „Propheten“ auf und verbreite negative Schlagzeilen, „ohne die wirklichen Sachverhalte zu hinterfragen und Dinge richtig zu stellen.“ Und dies führe zu unbegründeten Ängsten und Unsicherheiten bei der Bevölkerung. Auch an einem konkreten Beispiel machte Schuler seine Kri-

tik fest: „Bei der ganzen Diskussion rund um das Glyphosat wurde alles Mögliche geschrieben und berichtet. Dass eine Generalanwältin des Europäischen Gerichtshofs jetzt aber die derzeitigen Regeln der EU als ausreichend bewertet hat, wird nicht geschrieben. Und das ist nicht in Ordnung.“ – Der neue Bauerbund-Ortsobmann von Mals, Markus Bernhart, verwies bei der Diskussion auf die negativen Auswirkungen der Debatte: „Es wird immer schlimmer“. Bernhart regte an, dass sich der „Dreizack“ Landesregierung, IDM und Bauernbund gemeinsam bemühen sollte, bestimmte „Dinge“ im Keim zu ersticken. SEPP

Landsprachmarkt in Goldrain GOLDRAIN - Weil der 17. März auf

einen Sonntag fiel, fand der traditionsreiche Landsprachmarkt in Goldrain heuer am Samstag, 16. März, statt. An insgesamt rund 160 Ständen fanden die vielen Marktbesucher aus nah und fern so ziemlich alles, was man braucht, vor allem auch - passend zum Früh-

ling - Pflanzen, Blumen und Samen. Körbe gefunden. Bedauerlich sei, Gottfried Gurschler (im Bild) „dass dieser Beruf langsam ausvom Nödersberg in Schlanders stirbt.“ SEPP war mit einigen Körben aus Lärchenholz zum Markt gekommen. Er hatte sie während der Wintermonate geflochten. Beim „Londsproch“-Markt habe er bisher fast immer dankbare Abnehmer seiner

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