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VINSCHGER THEMA

„Wir machen uns große Sorgen“ In der Gemeinde Stilfs steckt Potential, aber derzeit herrscht Stillstand. STILFS - Bürgermeister Hartwig Tschenett erwartete den der Vinschger am Rathaus. Gemeinsam wurde beobachtet, wie Hotelgäste mühevoll versuchten, aus- und einzuparken. Eine typische Szene in den engen Gassen von Stilfs. Eng war auch der Treppenaufgang im Rathause und eng war es im Besprechungszimmer, das auch als Lagerraum dient. Fast 10 Jahre lang hat Bürgermeister Tschenett aus dieser Enge die Geschicke seiner Gemeinde geleitet – fast mit Blick auf die „unendliche Baugeschichte“ des neuen Mehrzweckhauses mit den neuen Gemeindeämtern auf der anderen Seite des Tramentan-Baches.

Ist das der einzige Grund für die Ver- zur „Widerbelebung der Bautätigkeit zögerung? im Altdorf“ noch?

Es gibt natürlich mehrere Gründe, aber der Hauptgrund ist genau dieser. Die anderen Firmen können dann nicht weitermachen. Wenn ein Radl nicht mehr greift… Mit der Elektrofirma ist noch nicht alles geregelt. Natürlich gäbe es die Möglichkeit, mit anderen Firmen weiterzumachen, aber wie gesagt, das Rechtliche ist noch nicht geklärt. Das kostet halt viel Kraft und Zeit.

Wie lange müsst oder wollt ihr noch warten mit dem Umzug?

Heuer hoffen wir schon stark, dass wir einziehen können. Man traut sich aber nichts mehr zu sagen. Man muss sich dann immer rechtfertigen.

Es gibt in dem Sinne keine Arbeitsgruppe, aber es gibt Personen, die sich interessieren. Doch es gibt ein sehr spannendes Projekt.

Sie wollen nicht näher darauf eingehen?

Nein, wenn es nicht spruchreif ist, hat es wenig Sinn. Sonst heißt es wieder, es wird nur groß geredet.

Derzeit hängt ja der Parkplan aus. Hat sich die Gemeinde Stilfs schon damit befasst, sind schon Einwände oder Vorschläge auf dem Weg?

Die ersten Einwände von den Bürgern – Bauern und ein Privater - sind eingetroffen und die Gemeinde hat ja noch 60 Tage Zeit, Wie meinen Sie das? sich mit der Thematik zu befassen und Ja, wenn man 2016 schon hat verlau- selbst Eingaben zu machen. Wir sind schon ten lassen in der Ratssitzung, dass man dabei, das eine oder andere festzuhalten. umziehen will und jetzt, 2019, ist immer noch kaum Aussicht… Gottseidank ist Grob gesagt, um was geht es bei den der Kindergarten schon „dert“, schon das Einwänden der Landwirte? zweite Schuljahr. Das hat schon gepasst. Das betrifft jene, die auf Höfen und in mit der Elektro-Firma aus Pistoia große Wir freuen uns sehr, dass wir dort wieder Höfegruppen leben und mit den Abständen Probleme. Sie ist in finanziellen Schwierig- mehr als 20 Kinder haben. von 12 Metern bei Erweiterungen Probleme keiten. Dadurch haben sich die Arbeiten haben. Man muss sich vorstellen, vor sich stark verzögert. Menschlich hatten wir Wie geht es weiter? haben sie womöglich die Straße und auf keine Probleme. Der Chef hat erklärt, dass Demnächst zieht der Doktor (Arzt) ein. einer Seite den Nachbarn. er selbst im Stich gelassen worden ist und weder von der Bank, noch von den Zulie- Jetzt einen Schwenk zurück ins Dorf. Ist das ein typisches Problem der Gibt es eigentlich die Arbeitsgruppe Gemeinde Stilfs? ferern was bekommt. Nein, nein, das schafft Probleme auch in der Gemeinde Martell. Ein großes Problem ist außerdem, dass Schutzhütten und Restaurants von Aufstiegsanlagen nur mehr 15 bis 20 % Erweiterungsmöglichkeiten haben.

der Vinschger: Der erste Beitrag der Tagespresse im neuen Jahr zu Stilfs befasste sich mit dem „Bau des Mehrzweckhauses“. Schon in der Ratssitzung vom 14. November 2016 hat es geheißen, irgendwann im Jahre 2017 sollen die Gemeindeämter umziehen. Wie erklärt man sich, dass es noch nicht dazu gekommen ist? HARTWIG TSCHENETT: Wir hatten vor allem

Vor Jahren habe ich nachgefragt, wie es den einzelnen Fraktionen geht. Macht die Abwanderung aus dem Hauptort Stilfs immer noch Sorgen?

Im Besprechungszimmer mit Bürgermeister Hartwig Tschenett.

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DER VINSCHGER 09/19

Es gibt Sorgen, große Sorgen sogar. Sie betreffen vor allem die vielen leer stehenden Häuser. Wir freuen uns zwar, weil wieder junge Familien da sind, aber das Grundproblem ist bei weitem nicht gelöst. Das Bauen im Altdorf ist ganz schwierig. Der Bestand

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Weniger Bürger, aber mehr Sorgen  

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