Neubeginn in Prad

Page 15

Schnee-Erlebnistag der Mittelschule Latsch

Die Drittklassler der Mittelschule Latsch beim Gruppenfoto … und in Aktion! LATSCH/MARTELL - Einen Schnee-Erlebnistag im wahrsten Sinne des Wortes durften die Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen der Mittelschule Latsch am 1. Februar erfahren. Das Wetter schaffte dazu die besten Voraussetzungen, denn es schneite den ganzen Tag. Bereits auf der Fahrt ins Martelltal, wo dieser besondere Unterricht stattfinden sollte, konnten die Teilnehmer die Tücken des Winters erleben, da der Busfahrer notgedrungen die Schneeketten montieren musste. Danach

erreichten alle wohlbehalten das Ziel, wo bereits vier Mitglieder der Bergrettung warteten. Wie schon in den vergangenen Jahren hatte sich auch heuer wieder die Bergrettung Latsch bereit erklärt, den Schülern das richtige Verhalten im Schnee zu vermitteln. An vier Stationen wurden den Schülern Grundlagen zu verschiedenen Themen vermittelt. Andreas Tappeiner klärte die Teilnehmer über die Entstehung von Lawinen und über die Verschütteten-Suche mit den Suchgeräten auf. Richard Martin

informierte die Schüler über Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Unfällen im Winter in den Bergen und den Abtransport von verletzten Personen. Matthias Pircher führte beim Bau eines Iglus vor, wie man sich im Notfall vor widrigen Wetterverhältnissen in Eis und Schnee schützen kann und Yannick Raffeiner führte die Gruppen mit Schnee-Schuhen durch das Gelände. Natürlich durften die Schüler alles Gelernte selbst ausprobieren und konnten so den Schnee hautnah erleben! Auch heuer ist es an diesem be-

sonderen Tag den Freiwilligen der Bergrettung wieder gelungen, den Schülern überlebenswichtiges Wissen für den Notfall auf abwechslungsreiche und unterhaltsame Art und Weise näher zu bringen. Die Schulgemeinschaft Latsch bedankt sich herzlich bei der Bergrettung Latsch für die Organisation und die Durchführung dieses spannenden Tages und bei Alexander Mair vom Hotel „Waldheim“ für das kostenlose Bereitstellen der Schnee-Schuhe. RED

„72 Stunden ohne Kompromiss“ VINSCHGAU - Vom 3. bis zum 6. April 2019 geht das größte Südtiroler Sozialprojekt über die Bühne. Über 30 Projekte in ganz Südtirol wurden eingereicht und warten nun auf engagierte Jugendliche. Bereits

zum 6. Mal können Jugendliche 72 Stunden ihrer Zeit für einen guten Zweck zur Verfügung stellen. Mit dem Projekt sollen das soziale und ökologische Engagement Jugendlicher gefördert werden. Sie können

selbst etwas bewegen, mitgestalten unter www.72h.it anmelden und und mit Kreativität und Teamgeist bekommen dort auch weitere InGutes tun. Jugendliche, die einzeln formationen. Organisiert wird das (ab 18 Jahren) oder in Gruppen (ab Projekt von Südtirols Katholischer 14 Jahren) mitmachen möchten, Jugend, youngCaritas und dem können sich bis zum 3. März online Südtiroler Jugendring. RED

RATGEBER - WIRTSCHAFT

Kubaturverkauf sofort zu besteuern? Mitnichten

Walter Gasser gasser@gspeo.com Kanzlei Gasser Springer Perathoner Eder & Oliva Naturns - Lana

Baurechte sind in Südtirol knapp und daher begehrt. Entsprechend häufig werden daher Baurechte (auch Kubatur genannt) veräußert bzw. von einem Grundstück auf eine anderes übertragen. So ist es im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen in einigen Fällen z.B. möglich ein altes, nicht mehr bewohntes Haus oder einen nicht mehr benutzten Stadel abzubrechen und stattdessen an anderer meistens schöneren Stelle ein neues Haus zu errichten. Die Übertragungsgebühren, die für so einen Vertrag anfallen, sind aber nicht eindeutig geklärt. Der ital. Kassationsgerichtshof hat nun ein sehr interessantes durchaus „logisches“ Urteil gefällt: die Übertragung der Kubatur findet nicht mit dem Abschluss des Vertrages zwischen Käufer und Verkäufer statt, sondern erst in dem Moment, in dem die Gemeinde die Baukonzession für das neue Gebäude ausstellt. Diese Entscheidung ist durchaus folgerichtig, schließlich können zwei Private nicht einfach Kubatur von einem Grundstück auf ein anderes übertragen: es braucht immer die Zustimmung der Gemeinde (die die Einhaltung der urbanistischen Normen überwacht). Die Besteuerung des Vertrages zwischen den beiden Parteien ist in dem von der Agentur der Einnahmen verlangtem Ausmaß (also gleich hoch wie der Verkauf von Baugrund) meiner Meinung nach schon lange nicht vertretbar. Wenn der Vertrag zwischen den Parteien keine Übertragung zur Folge hat, können auch keine 9% Registersteuer anfallen. Der Vertrag bewirkt nur eine Verpflichtung zwischen den Parteien, ist also nur ein vorbereitender Akt, der nur mit 3% Registersteuer zu besteuern ist. Bei einem Kaufpreis von 500.000 Euro ein Unterschied von immerhin 30.000 Euro Steuern weniger! WALTER GASSER DER VINSCHGER 06/19

15